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202. Liadvsattg
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2O. ÄpvU
und Land
Das LLeseGK.
- Der Osterartikel des Reichsaußenministers Dr. uitfemann über die politische Lage, der auch von veröffentlicht wurde, findet in der Pariser se starke Beachtung.
- Auf dem Kongreß der Sozialistischen Partei rkreichs erklärte gestern Reichstagsabgeordneter tscheid, die Räumung des Rheinlandes und des rgebietes sei unbedingt notwendig für die end- ge Wiederherstellung des Friedens.
- Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius besuchte Mailänder Messe; sein Aufenthalt ist jedoch 'r[et offizieller Natur.
- Die Regierung in Hankau verkündet die Ent- ng Dchiang Kai-scheks von seinem Posten als befehlshaber der Südarmee und fordert feine »aftung und Bestrafung. Die kantonesische Regie, I hat weiter eine sofortige Offensive gegen ang Kai-schek angeordnet.
- Das japanische Kabinett ist von General in Tanaka gebildet worden.
Steas VarkaKkvrmvmrs?
Zn Jugoslawien hat ein Kabinettswechsel gefunden. Das Kabinett Usunowitsch ist ^getreten und an seiner Stelle das Kabi- Wukitschewitsch gebildet worden. Dieser ierungswechsel hat nichts mit der Balkan- nung zwischen Italien und Jugoslawien nn. Er geht vielmehr lediglich auf inner- ^sche Gründe zurück. Das Kabinett, das dyefra&n ist, inu^g befürchten, im Parla- 1 von einem Teil seiner eigenen Anhänger Stiche gelassen zu werden, nachdem die alleine Erregung über die rigorose Hand- ing der Polizügewalt eine starke Mißstim- g gegen die Regierung geschaffen hatte, (erinnert sich, daß die Opposition vor für» einen von der Polizei blutig geschlagenen in in der Skupschtina vorführte. Um dem rz zu entgehen, trat das Kabinett zurück, snpolitisch bleibt der Kurs derselbe, wie . der Umstand beweist, daß der bisherige enminifter als Minister ohne Portefeuille Kabinett bleibt. Der neue Außenminister inkowitsch gilt als außerordentlich befähig- Politiker und außerdem als ein gemäßigter in. Den Stempel der Mäßigung trägt im ZSN das gesamte Kabinett. Es setzt sich lich aus Radikalen und Demokraten zu- nen. Die Kroaten und Slowenen, die in schärfsten Kampfstellung gegen Italien n, sind an der Regierung nicht beteiligt, außenpolitische Lage har bei der ganzen 5 nur insofern ein Wort mitgesprochen, )ie Lösung sehr rasch erfolgte. Durch Ber- ng des Parlamentes bis zum 1. August illen innerpolitischen Verwicklungen fürs vorgebeugt.
luf jugoslawischer Seite hat sich die Lage geändert. Dagegen gehen seit einigen
;n Alarmmeldungen über die Haltung Jta- - in die Welt. Es wird behauptet, Mussoverweigere jede Verhandlung mit Jugo- ien über den Vertrag von Tirana, durch Albanien bekanntlich sehr eng an Italien tet worden ist. Unbestreitbar ist jedenfalls, die italienische Presse einen recht scharfen entschiedenen Ton anschlägt, und da sie r Staatsaufsicht steht, so führt sie ihre pagne gegen Jugoslawien sicher auf höhere img. Es kann aber doch wohl bezweifelt jen, ob man darin unter allen Umständen Vorspiel einer neuen Zuspitzung des Bal- onfliktes sehen muß. Bekanntlich ist in dem ilikt zwischen Italien und Jugoslawien eine dung eingetreten, als England aus Rück- auf seine schwierige Lage in Ostasien von ien Zurückhaltung und Bereitschaft zu un- elbaren Verhandlungen mit Jugoslawien ingte. Diesem Verlangen hat sich Mussolini gefügt. Er hat vor Ostern mit den Verllungen nicht beginnen wollen, weil ihm Karwoche ungeeignet dazu erschien. Jetzt dem Feste steht dem Beginn der Berhand- jen kein Hindernis mehr im Wege, wenn i auf beiden Seiten guten Willen hat. Die nes" scheint anzunehmen, daß der Wille italienischer Seite fehlt, denn sie greift ssvlini heftig an, wirft ihm Widerstand n die englischen Vermittlungsvorschläge und droht ihm mit der Anwendung „an» r Mittel". Es ist möglich, daß diese scharfe ache des englischen Blattes lediglich eine wort auf die aggressive Tonart der italie- )en Presse darstellt. Es pflegt ja vor dem ünn von mündlichen Verbandlunaen immer
chanöau gegen Nanking.
Schanghai, 19. April. Ans chinesischen Quellen wird gemeldet, daß die chinesische Regierung in hankau drei Erlasse veröffentlicht habe. 3n dem ersten wird Dchiang Kai schck von seiner Stellung als Oberbefehlshaber der naiionalisli- fchen Armee enthoben und seine Verhaftung und Bestrafung gefordert. 3n dem zweiten wird Feng Nutz siang zum Oberbefehlshaber ernannt und ihm Teng Seng tschi, der INilitärgou- verneur von hohnau, beigegeben. Teng Seng tschi erhielt den Befehl, auf Nanking zu mar- schieren und Dchiang Kai schek anzugreifen. 3m dritten Erlaß wird der Abbruch aller Beziehungen mit Nanking vnd Schang- h a i angekyndigt.
Ehne von Dchiang Kai schek einberufene Kuominiang-Konserenz verkündete gestern in öffentlicher Sitzung die formelle Errichtung einer neuen Regierung in Nanking. An die verschiedenen Organisationen und an die Schanghaier Gilden und die Handelskammer sind Befehle übersandt worden, heute zur Feier der neuen Regierung eine Versammlung abzuhalten. 3n hankau befürchtet man einen Angriff Dchiang Kai scheks. 7000 Mann Truppen sind nach Wuhu entsandt worden, um einem solchen versuch zu begegnen.
Zur Feier der Proklamation Ranktngs als Sitz der neuen nationalistischen Regierung wurde heute eine Maissenversammlung abgehalten. Es wurden Entschließungen angenommen, in denen die A u s - stoßung der Kommunisten aus der national!stischen Partei und die Beseitigung der sogenannten einseitigen Verträge mit fremden Mächten proklamiert wurde. Anschließend veröffentlicht Genekal Dchiang Kai schek eine Proklamation, in der es heißt, die Kommunisten würden fair behandelt werden, bis auf einer Plenarsitzung des Vollzugsausschusses des nationalistischen Vereins über das Problem des Kommunismus im allgemeinen Beschluß gefaßt worden sei.
Die von Dchiang Kai schek verkündeten Grundsätze pnb:'
1. Wiederherstellung des Kuomin- tang nach konservativen chinesischen Grundsätzen,
2. Fortführung der R evolution, um alle Chinesen um die nationalistische Flagge zu scharen,
3. Fortführung desFeldzuges gegen den Norden mit dem schließlichen Ziel der Einnahme Pekings,
4. Aufhebung der einseitigen Verträge und Rückgabe der ausländischen Konzessionen an die Chinesen durch Verhandlungen.
London, 19. April. Dchiang Kai schek hat eine Konferenz seiner Anhänger nach Nanking einberufen. Seine Maßnahmen gegen seine politisch ertremen Gegner sind in allen Provinzen an der Küste erfolgreich gewesen. In Kanton setzten seine Anhänger ein Verwaltungskomitee von fünf Mitgliedern ein. Nach Nachrichten aus guter Quelle wird die neue Regierung die ursprüngliche Kantonfahne (weiße Sonne in blauem Felde) wieder aufnehmen und das rote Feld, das seitdem hinzugefügt worden sei, fortfallen lassen. Nanking wird die Hauptstadt werden. Man sei im Begriff, ein Ministerium zu bilden. Man spreche davon, daß das Außenministerium der dem rechten Flügel der Kuomintangpartei angehörende S i s i w u übernehmen würde. — Aus Hongkong wird gemeldet, daß der Kampf gegen die kommunistische Organisation in der Provinz Kwantung fortgesetzt wird. Alle Organisationen in den kleinen Städten sind geschlossen worden. Die unter der Leitung von Bauern stehenden Landesorganisationen leisten den gemäßigten Elementen noch Widerstand.
Paris, 19. April. Der Sonderberichterstatter der Havasagentur meldet aus Schanghai, die Ausländer nähmen im allgemeinen die Ereignisse mit einer gewissen Skepsis auf. Gewisse Kreise nähmen an, daß es sich um -in taktisches Vorgehen handle, um die Wachsamkeit der Mächte einzuschläfern. Diese Kreise bezweifelten,.daß die Gemäßigten über die tatsächlichen Machtmittel verfügten.
so zu sein, daß die Presse sich gegenseitig mit heftigen Worten bekämpft. Man hat deshalb auch die Erwartung noch nicht aufgegeben, daß die Vertreter von Italien und Jugoslawien sich an den Verhandlungstisch setzen und fürs,erste eine Verständigung suchen. Mussolini durfte kaum geneigt oder imstande sein, einem ernst gemeinten englischen Druck Widerstand zu leisten, weil er weiß, daß er in einem Balkankonflikt nicht gegen Frankreich und England zugleich kämpfen kann.
Was Deutschland anlangt, so stehen wir den streitenden Parteien nach wie vor mit voller Neutralität gegenüber. Es wird behauptet, Frankreich, Deutschland und England hätten in Rom einen gemeinsamen Schritt unternommen, um den Widerstand Mussolinis xu brechen. An dieser Nachricht ist kein wahres
London, 20. April. Die „Times" meldet aus Schanghai vom 19. April, trotz der Versprechungen Dchiang Kai-scheks ist die Lage in Nanking nicht besser geworden als früher. Kein Ausländer kann an Land gehen und das Plündern nimmt seinen Fortgang. Es würde ein großer Fehler sein, von Dchiang Kai-schek größeres Entgegenkommen zu erwarten, oder daß er seine Versprechungen besser halten würde, als die Kommunisten. Alle Fremden werden morgen Nanking verlassen um nach Schanghai zu gehen.
ÄuevtvSsttche IustSnde in Ganka«.
London, 19. April. Die plötzliche Entsendung britischer Kreuzer nach Hankau wird in Schanghaier Meldungen damit begründet, daß die Angriffe der Chinesen auf dort vorüberfahrende Schiffe zunehmen. Da aber anderseits das britische Konsulat in Hankau an Bord eines Flußdampfers verlegt worden ist, verstärkt sich hier der Eindruck, daß für den Fall, daß Tschen auch auf die nächste Note der fünf Dertragsmächte keine befriedigende Antwort erteilen sollte, eine Flotten- kündgebung vor Hankau und vielleicht die Wiederbesetzung der den Engländern abgenommenen Niederlassung geplant sind, wodurch, wie man hier sogen hört, Großbritannien am wirksamsten sein Gesicht wiedergewin- nen würde, das es durch die Preisgabe der Niederlassung verloren habe. Zu dieser Theorie würde auch stimmen, daß die 300 noch in Hankau verbliebenen britischen Staatsangehörigen reisefertig am Ufer versammelt worden sind, und daß die dortigen Amerikaner ebenfalls auf einem britischen Dampfer fortbefördert werden sollen. Gleichzeitig wissen die britischen Berichterstatter zu melden, daß die Z u - stände in Hankau immer unerträglicher würden. Die Sperre des Silbergeldes in den Banken durch die südchinesische Regierung habe zu einer Hungersnot geführt und die Volks- maffe in große Erregung versetzt, weshalb der japanische Konsul in Schanghai auf Sonderdampfern Lebensmittel nach Hankau sende. Auch aus anderen Orten im Gebiet der südchinesischen Regierung kommen alarmierende Meldungen. In K i u k i a n g und N a n t s ch a n g soll ein Schreckensregiment der Kommunisten herrschen, und es soll überhaupt die ganze Provinz Kiangsi der Herrschaft Dchiang Kai scheks entglitten und in die Hände der radikalen Gei st er gerate n sein. Es ist natürlich unmöglich, zu prüfen, wie weit alle diese Nachrichten den Tatsachen entsprechen und wie weit sie ausgeschmückt und übertrieben worden sind, um den gegebenenfalls zu er- warrenden militärischen Kundgebungen der Machte nach Möglichkeit einen moralischen Hintergrund zu geben. — Nach einer neueren Zählung sind rund 40 Kriegsschiffe gegenwärtig vor Hankau versammelt.
ArrLVeSsemsets an hie Gowdet- boiMaft.
Peking 20. April. Das Hauptquartier Tschanq- tsolms melbet, daß sich unter den in der russischen Botschaft beschlagnahmten Papieren Anweisungen an die Sowjet-Botschaft befunden hätten, in der es hecht:
Das <Wefiichc Volk müßte mit allen Mitteln 3U. Gewalttätigkeiten gegen Europäer im Allgemeinen und Engländern im Besonderen a u f g c - reizt werden, um internationale Interventionen in Lhma herbeizuführen. Auch die Plünderung und Ermordung von Ausländern sind empfohlen.
Die «eus SMWMSÄte-Äete vs» Äawtptk
London, 19. April. Reuter teilt mit, daß in der der angekündigten neuen Note an die nationalistische Negierung mit einer beträchtlichen Ver- âogerung zu rechnen ist, da die Pekinger Gesandten der Machte zunächst den Wortlaut gemeinsam entwerfen und sich dann mit ihren Regierungen ins Einvernehmen setzen müssen.
Wort. Deutschland muß es den Nächbeteiligten und in zweiter Linie England und Frankreich überlassen, die Dinge am Balkan ins Reine zu bringen.
Das SrrsMattMGe AabSneLt ausssWattet.
Belgrad, 19. April. Die angesagte Sitzung der Kammer fand unerwarteterweise nicht statt Die ursprüngliche Tagesordnung enthielt zwar eine Besprechung der demokratischen Anklage gegen die früheren Minister, die allerdings infolge des Eintritts der Demokraten in die Regierung gegenstandslos geworden war. Doch war für heute wenigstens die Verlesung eines Ukas über die neue Regierung und eine Vertagung erwartet worden. Während die meisten Parteien einschließlich der Raditsch-Par- tei die neue Situation mit großer Zurückhaltung beurteilen, bezeichnet Pribicewitick, der Führer der
selbständigen Demokraten, den letzten Regierungswechsel als einen maskierten Staatsstreich. — Durch ein heute veröffentlichtes Dekret ist die ordentliche Tagung der Skupschtina geschlossen und das Parla. ment auf den 1. August vertagt worden.
Wien, 19. April. Zu der Bildung des neuen jugoslawischen Kabinetts berichtet die „Neue Freie Presse" folgende Einzelheiten aus Belgrad: Außer dem bosnischen Moslem Dr. Spaho sind alle Mitglieder der neuen Regierung Serben, was zweifellos eine Schwäche der Regierung bedeutet. Die fünf Portefeuilles, die jetzt nicht besetzt wurden, sollen angeblich später durch slowenische und kroatssch« Minister besetzt werden. Vier Minsster find Nicht- Parlamentarier, und zwar der Kriegsminister, ba Finanzminister, der Derkehrsminister und der Mi- nister für yorftmefen, Dr. Kumanudi, der gleichzeitig Bürgermeister von Belgrad ist Don den 350 Stimmen in der Skupschtina verfügt die Regierung über 190. Es scheint aber, daß sie vorläufig oh« das Parlament regieren will.
Ättbehagen ht Gresland.
London, 19. April. Die „Times" hatten sich über« zeugt, daß eine Vogel-Strauß-Politik gegenüber dem Wiederaufkommen der italienisch-südslawischen Krije nichts hilft, und geben heute in einem Leitauffatz zu, das brutale und herzlose Stomrnimiqué, welches klüglich in Rom ausgegeben worden fei, zeige, daß man mit einer Hinausschiebung der erhofften Besserung in den Beziehungen zwischen Italien und Südslo- mien rechnen müsse. Das Blot kritisiert Ton und Sprache dieses Kommuniques in der amtllchen italienischen Presse als durchaus ungeignet, diese Beziehungen zu bessern, und erklärt, daß beide den Eindruck erwecken, als ob die italienische Regierung impulsiv bestossen habe, Südslawiens Diplomaten vor der Türe warten zu lassen, was eine Verschiebung der vorgeschlagenen Unterhandlungen auf unbestimmte Zeit und eine weitere Deischärfung der Beziehungen zwischen Italien und Südslawren befürchten lasse. Mussolini und seine Räte scheinen die Schluffe zu sehen, welche man sicher aus ihrer Weigerung ziehen werde, irgendwelche Diskussionen des Tirana-Vertrages zuzulassen. Eine der ersten Dir. fuitgen dieser Weigerung sei die Bildung der neuen Koalitionsregierung in Belgrad gewesen.
Die „Times" konstatieren dann, die Enttän- s ch u n g über die Vereitelung der Hoffnung auf eine baldige Verständigung zwischen den beiden adriatischen Mächten sei in London besonders groß, wo man Grund zu dem Glauben gehabt habe, daß Chamberlains Dermittlungsvorschlag von Mussollni, nach vorausgegangener Kritik, angenommen worden sei. Die „Times" mahnen aber Mussolini, daß man einen anderen Weg finden müsse wenn Dtussolini auf seiner unbeugsamen Haltung beharre, womit die „Times", wie der ganze $u sammenhang zeigt, die Heranziehung des Völkerbundes meinen.
Paris, 19. April. Im „Echo de Paris" kommt Pertinax bei Besprechung der südslawisch-italienischen Spannung zu dem Schluß, daß die südslawische Regierung offenbar beabsichtige, die Angelegenheit der» Völkerbund zu unterbreiten. Der Derfasser sieht voraus, daß in diesem Falle Genf bewegte Tage sehe« würde, denn, wenn der Tag von Tirana aüfgerolll werde, dürften bei der gleichen Gelegenheit auch alle anderen Verträge besprochen werden, die im Wider- spruch mit dem Völkerbundspakte stehen. Südslawien täte aber besser daran, wenn es zunächst die Aktive Chamberlains abwarten würde. Der „M a t i n" dagegen kommt zu dem Schluß, daß die Angelegcnbeü ohne Verzug dem Völkerbund unterbreitet werder sollte. Der Ton, den die italienischen Zeitungen ge gen Südslawien anschlagen, lasse deutlich erkennen daß der Augenblick für die Vermittlung des Völkerbundes als gekommen erachtet werden müsse. De' Konflikt könne nicht durch Schweigen aus der We' geschafft werden. Wenn dies auch geschehe, so würde er morgen mit doppelter Gewalt wieder ausbrechen und so könnte es für den Frieden zu spät sein.
Für den Grad der Spannung zwischen Italien und Jugoslawien ist ein Artikel des „I in per v" charakteristisch, der sich aus Zara melden läßt, daß die südslawische Regierung für^ben Fall eines Nva f.iktes mit Italien bereits heimlich Verfügungen ge i rossen habe. So müßten die Wehrpflichtigen b"’ Inseln sich im gegebenen Augenblick aufs Festland flüchten. Zweck dieser Maßnahme sei nicht nur. ivüc Leute einer Isolierung durch die ital. Marine zu ent ziehen, sondern die Möglichkeit sofortiger Trupven bildung zu schaffen, ohne das Dekret einer allgemeinen Mobilisation abwarten zu müssen.
Die âsrsivoßSs d§V &$?h^o waffenhsEeMms.
Amerika beharrt auf feiner Forderung.
Genf, 19. April. Im Redaktionsausschuß für bis Abfassung des Abkommensentwurfs über die Kontrolle der privaten Waffenherstellung, der unabhängig von dem Vorbereitungsausschuß für die Ab rüstungskonferenz heute unter dem Vorsitz des Grafen Bernstorff wieder zusammentritt, war der amerikanische Vertreter nicht erschienen. In einem Schreiben begründete er sein Fernbleiben damit, daß Amerika unbedingt darauf beharrt, daß auch die staatliche Wassenherstellung miteinbezogen werde. Ein Ergebnis der Arbeiten ist unter diesen Um» ständen nicht zu erwarten, da, wie die heutige Sitzung sofort zeigte, die Japaner und Italiener sich ausdrücklich gegen die Mitrechnung der staatlichen Herstellung wenden. Die für November geplante Konferenz für die Kontrolle des Waffenhandels wird daher ebenso ins Wasser fallen, m--- große Abrüstungskonferenz