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ArÄkag den L «prll 1927

Nr. n

tm starken Sturm um. Drei Insassen wurden in die See hinausgetrieben. Ihre Leichen sind bisher noch nicht geborgen. Der vierte hatte sich im Boot sestgebunden. Das umgeschlagene Boot mit der ^stgebundenen Leiche wurde am Mittwoch von Fi-

Erbschleicherin.

Dor einiger Zett starb in Oberbrügge in West- falen der Fabrikant Robert Berghaus. Kurz zuvor hatte er seine Haushälterin als Erbin eingesetzt Die nprn^r1,?^ öetten die Sache sonderbar vorkam, veranlatzten eine Untersuchung der Leiche, und man tnL MZgen des Toten Strychnin. Darauf NLL jar-nkr 6m ^-^« d--

®in Bürgermeister wegen Betrugs vor Gericht.

^^ ^^ZEn Betrugs zum NachteU von Reich und ^toat hat sich der bisher unbestätigte Bürgermeister von Büderich Kaiser, vor dem erweiterten Schöffen, gericht tn Düsseldorf zu verantworten. Mitan. geklagt sind zwei Gemeindeangestellte und vier Mitglieder des paritätischen Gemeindeausschusses. Rasser wird vorgeworfen, in den Jahren 1923 1925 mit Unterstützung der Mitangeklagten 000 Mark Erwerbslosengelder für andere Zwecke her Gemeinde verwendet zu haben in der Weise, Mi nicht existierende Erwerbgüsse in die Erwerbs- Infertilste eingetragen wurden.

Ford im Auto verunglückt.

Die aus Detroit bekannt wird, hat Henri Ford Am Sonntag abend einen Autounfall erlitten. Er hat dabei Verletzungen davongetragen, welche später eine Verbringung ins Krankenhaus und eine Ope- Nation nötig machten. Seitens des Fordschen Ge­schäftsführers Black wurde dem Dearborn Indepen­dent über den Unfall eine Erklärung zugestellt. Er drückt sich darin äußerst vorsichtig aus, was die An­nahme zuläßt, daß der Unfall nicht so glimpflich ver­laufen ist, wie er in der Pressenachricht dargestellt wird. Ford, der allein im Kupee saß, wurde durch ein überholendes Auto abgedrängt. Der Fordwagen

K unweit einer Brücke die Böschung hinab.

edoch an einem Baum hängen. Ford, der ge­raume Zeit halb bewußtlos war, schleppte sich müh- smn zum Torwächter seines Besitztums. Fords Frau rief aus dem Ford-Hospital einen Arzt herbei, der von Sonntag abend bis Dienstag abend unausgesetzt »m Krankenbett weilte. Schließlich wurde Ford ins Krankenhaus gebracht, wo eine Operation oorge- «ammen wurde.

Feuergefecht in Paris.

Eine Dild-West-Szene ereignete sich in Paris. Zwei radfahrende Polizisten entdeckten im Morgen­grauen zwei Diebe, die in das Schaufenster eines Schuhwarengeschäfts einbrachen. Als die Polizisten sich näherten, sprangen die beiden Apachen auf bas Trittbrett einer wartenden Taxidroschke. Don dort aus eröffneten sie ein Feuergefecht. Ein Polizist wurde am Fuß verletzt und blieb unfähig, die Der- folgung aufzunehmen. Jedoch lud er seinen Reool- oer und reichte ihn seinem Kameraden. Der fuhr nach und schoß den Inhalt seines und des Revolvers des Kollegen gegen den Wagen ab, so daß er Reifen und Rückwand durchlöcherte. Er hörte Schmerzens- rufe aus dem Wagen, aber der Eyauffeur fuhr trotz des geplatzten Reifens mit höchster Geschwindigkeit weiter. Später wurde das kugeldurchlöcherte Fahr- zeug gefunden. Der Ehauffeur war noch auf seinem Sitz, aber er erklärte, die Banditen hätten ihn mit dem Revolver gezwungen, weiter zu fahren. Er wurde verhaftet. Die Apachen hat man noch nicht gefunden.

Karrieren.

Die Standard Oil Comvany des nordamerikani- scheu Staates Indiana hat kürzlich ihr Präsidium neu gewählt. Dabei ereignete sich der selbst für ame­rikanische Verhältnisse einzig dastehende Fall, daß die drei höchsten Posten an frühere Laufburschen vergeben wurden. Zum P' öen^ wurde Edward G. Seubert gewählt, der |eine Karriere als Zei- tungsbon begonnen hatte. Die Posten der beiden Vizepräsidenten wurden zwei Männern zugeteilt, von Denen der eine bei der Eisenbahngesellschaft, der andere in einem Privatbüro als Laufbursche ange­fangen hatte. Die drei Präsidenten haben jeder über vierzig Jahre harter Arbeit gebraucht, um sich von den kleinsten Anfängen bis zur höchsten Stufe em- porzuarbeiten. Zwei von ihnen haben allein der Standard Oil über 30 Jahre gedient, bis sie an die Spitze kamen.

lleberfall auf eine Bankfiliale.

In die Filiale der Slowakischen Agrarbank in Welka Bytca in der Slowakei drangen, nach einer Blättermeldung aus Prag, gestern drei Männer mit vorgehaltenem Revolver ein, banden den Direktor und den Kassierer mit Stricken und entnahmen hierauf der Kasse 24 000 Tschecho-Kronen. Als der Geschäftsführer einer Holzfirma, der 15 000 Kronen bei sich trug, den Bankraum betrat, wurde er be­raubt, und als er um Hilfe schrie, von den Räubern durch sieben Messerstiche getötet. Den Räubern ist es gelungen, zu entkommen.

Lorruplioasgeschlchleo ans Rumänien.

Aus Bukarest werden uns folgende ganz un­glaublich klingenden aber anscheinend nicht unwah­ren Korruptionsgeschichten berichtet: Zur Bekämp- bahnen hatte die Regierung den General Ionescu bahnen hate die Regierung den General Ionescu ausersehen, der es sich zur Aufgabe machte, das Uebel schleunigst auszurotten. Er beschloß, unmittel­bar mit den Beamten, die das Publikum ausbeute- ten, Fühlung zu nehmen. Er machte sich durch einen falschen Bart unkenntlich und begab sich in Zivil nach der Stadt Jassy. Auf der Eisenbahnstation verlangte man von ihm am Fahrkartenschatter den doppelten Fahrpreis, angeblich, well sonst die Karten ausverkauft wären. Bei dem Betreten des Bahn­steigs wurde seine Fahrkarte als ungültig erklärt, doch konnte er, nachdem er dem Stattonsvorsteher 50 Lei gezahlt hatte, den Bahnsteig unbehindert passieren. Al, der Zug sich in Bewegung gesetzt hatte, stellte der Zugskontrolleur fest, daß die Fahr- karte ein falsches Datum trug, jedoch war er groß- zügig genug, dem Passagier gegen eine Bestechung die Weiterfahrt zu gestatten. Bei der Ankunft am Bestimmungs.orte wurde ihm das Gepäck gestohlen.

Ein Lieferant des Eisenbahnministerium, war seit langem als Hauptbestecher der Beamten be­rüchtigt. General Ionescu begab sich zu ihm, und stellte sich als Kaufmann aus Bukarest vor. Der ahnungslose Lieferant lieferte dem General eine Lifte von verschiedenen Ministerialdeamten aus, und vereinbarte die zu zahlenden Bestechungsgelder. Die Folge dieser lehrreichen Reise war, daß zweihundert Eisenbahnbeamte entlassen und den Gerichten zuge- führt wurden. Nunmehr ist General Ionescu zum Gespenst der rumänischen Eisenbahner geworden, die in jedem harmlosen Fahrgast den verkleideten Gene­ral wittern.

Musgebrodjen.

Der zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteitte Pariser Apache Dieudonné ist aus der französischen Strafkolonie in Guyana entflohen. Dieudonné wurde im Jahre 1913 mit seiner Bande in einem Haus auf dem Montmartre in Paris eingeschlossen und erst nach langer Belagerung durch die Polizei gefangen. Das Haus wurde dabei durch Dynamit gerftört

Lynchjustiz

In Amerika kommen immer wieder Fälle von Lynchjustiz vor. Im Jahre 1926 sind 29 Neger, vier weiße Manner und eine weiße Frau gelyncht worden.

Teure S chokoladenplähchea.

Et» 14jähriger Knabe in Montpellier ließ | durch Naschhaftigkeit dazu verführen, in eine Kc ditorei einzubrechen. Er stahl dort genau sieb Schokoladenplätzchen im Werte von einigen Pfen 7 gen. Trotzdem verurteitte ihn das Gericht z Zwangserziehung bis zum 2L Lebensjahre.

Sumov des Auslandes.

3m Senderaum. »Verzeihung, Herr Profess aber das ist nicht das Mikrophon! Das ist Frauü Wimmel, die nach Ihnen einen Vortrag über ! Vorzüge der Schlankheit hält'

Mieter: Asto dieser Zimmer kostet 60 Mark ; Monat ist da die Benutzung des Klaviers mit i begriffen? Hausfrau: Ja, da sind Sie wohl jp ( und spielen mir erst mal ewas vor.

Der Herr I. geht nicht mehr in denSöroei weil ihm dort sein Frühjahrsüberzieher verlauf worden ist. Ja, er fürchtet, es könnte derjeN! dort sitzen, der seinen altert bekommen hat.

Herr Schulze hat eine kleine Willa auf dem Lar gekauft. Wissen Sie, sagte er zum Verkäufer, ich l sehr zufrieden mit der Dilla, nur das große Gebäu vis-a-vis verstellt mir vollkommen die Aussicht, b ist ärgerlich. Ah, das ist nicht so schlimm. Das eine Pulverfabrik, die kann jede Minute in die Li fliegen.

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