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Die ^tmes* veröffentlicht einen Bericht über Das große Diamantenrennen, das am 4. März im Lichtenburg-Distrikt am westlichen Transvaal wahr­scheinlich als das letzte seiner Art stattgefunden hat. Das Ziel des Rennens war die Grasfonsttein- Farm, ein Stück Land von etwa 6000 Acker Um- fang. Ms landwirtschaftliches Gelände besitzt die Farm nur einen ganz geringen Wert, da ihr Boden, wre das meiste Aluvial-Land in Transvaal, trocken und steinig ist. Aber nur wenige Zoll unter der Erdoberfläche befindet sich eine Schicht Kiessand, die nach den bisherigen Festellungen in dem Bereiche der tyarm Diamanten im Werte von vielen Milli- onen, jo sogar vielleicht von vielen 100 Millionen enthält.

Dieses neue Diamantenfeld ist so reich an kost­baren Steinen, daß die Besitzer der Farm für ge­ringe Teile des Bodens, die sie noch vor dem Dia­mantenrennen verkaufen konnten, und für einzelne Diamanten einen Betrag von rund 5 Millionen Mark erzielt haben. In einigen Tellen der Eras- fonteinfarm fanben sich sogenanntelopflödjer', die im Laufe von Jahrhunderten durch den Regen ausgewaschen worden sind. Hier liegen Diamanten in besonders großer Zahl angesammelt. Aus der be­nachbarten Farm, der sogenanntenSchatztruh-", die vollständig ausgebeutet ist und wie ein von Gra- üyltes Schlachtfeld aussieht, sind aus

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Grasfonleinfarm wurde einige Tage vor ihrer Frei- gäbe für die Diamantengräber in 15 Abschnitte ge­teilt. Erfahrene Fachmänner, die nach der Ober­fläche des Feldes die Diamantenhaltigkeit der Un­terschicht zu beurteilen verstehen, stellten mehrere Topflöch?' fest, die jedes sicher ein Vermögen ent­hielten.

Kein Wunder, daß die Anziehungskraft dieses Diamantenfeldes eine Schar von 27 000 Menschen, darunter Knaben und Mädchen, anlockte, die alle an einem der berühmtesten Diamantenrennen teil- riebmen wollten. Motorwagen, Pferde-, Esels- und Ochsenwagen waren als Beförderungsmittel be­nutzt worden. Im Ganzen waren einschließlich der Zuschauer mehr als 50 000 Menschen versammelt.

Am 4. März, früh um 7 Uhr wurde der Union Jack, die englische und zugleich südafrikanische Flagge, aus einer Höhe in der Nähe der Ablauf- Unie aufgezogen, wo sie von allen Rennteilnehmern gesehen werden konnte. Berittene und bewaffnete Polizisten sorgten dafür, daß die Wettbewerber sich bi Reih und Glied aufstellten. Rund um die Flagge

Hatten sich Regierungsbeamte, Zeitungsbericht- erstellter und Filmphotographen versammelt. Da eine Woche vorher das Rennen verunglückt war, so sah man den kommenden Ereignissen mit besonde­rer Spannung entgegen.

Die Linie der Laufer war ungefähr 3 Klometer lang. Eine Polizeischwadron hatte ein paar hundert Meter vor der Froch Aufstellung genommen, bereit, sofort einzugreifen, wenn sich irgendwo in der Front Störungen bemerkbar machen sollten. Die vielen tausend Menschen, die auf das Ablaufsignal warte­ten, unterhielten sich, so gut sie konnten. Sie sangen gemeinsame Lieder, tanzten und brachten Hurra- Rufe auf die Polizei aus.

Um %12 Uhr wurde das Feld noch einmal ab­gesucht, das für die Diamantengräber freigegeben werden sollte. Man fand dort 50 Menschen in mehr oder weniger geschickten Verstecken. Sie wurden alle verhaftet und von dem Wettbewerb ausgeschlossen. Je näher die Mittagsstunde, die Stunde des Ablaufs kam, desto mehr stieg die Spannung. Der Regie­rungskommissar, der das Ganze beaufsichtigte, hielt die Front der Läufer mit einem Prismenglas stän­dig unter Beobachtung. Diesmal ereignete sich in­dessen kein Zwischenfall und kurz vor 12 Uhr fuhr der Kommissar in seinem blauen Automobil vor der Front auf, um die Proklamation zu verlesen. Sofort machte das Singen und Schreien cf. -m tiefen Still­schweigen Platz. Die Läufe- t äsen ihre letzten Vor­bereitungen, die Augen gespannt auf die Flagge ge» richtet. Auf dem Hügel hatte man bereits 2 von den 3 Flaggentauen durchschnitten. Ws der Kommissar das letzte Wort verlesen hatte und mit seinem Auto »asch zur Seite fuhr, wurde auch das dritte Tau durchschnitten und die Flagge sank. Das Zeichen zum Beginn des Rennens war gegeben.

Das Schauspiel, das sich den Zuschauern bot, hinterließ einen unvergeßlichen Eindruck. Aus 27 000 Kehlen stieg ein einziger Schrei, dem im nächsten Augenblick das Geräusch von mehr als 50 000 Füßen folgte, die sich in Bewegung setzten. Alte Männer, junge Männer und Knaben in allen möglichen Kleidern und Kostümen, Frauen und junge Mädchen in Kniehosen und Röckchen das alles setzte sich wie ein Wirbelwind in Bewegung. Viele trugen Schlafanzüge oder Badekostüme, um möglichst leicht gekleidet zu sein. Manche trugen über einer Badehose ein weißes Hemd. Wie eine vielfar- bige mächtige Meereswelle wälzte sich der Menschen­haufen dem Diamantenfelds entgegen.

In den ersten Minuten blieb das Feld ziemlich zusammen. Dann lösten sich die trainierten Läufer los und gewannen die Spitze. Darunter befanden sich sportgeübte Studenten, geübte Fußball- unb Ten­

nisspieler, Boxer und zwei Berufsläufer, die von Australien gekommen waren, um an dem Rennen teilzunehmen. Als die ersten Läufer auf dem Dia­mantenfelde ankamen, entwickelte sich eine wahre Schlacht um die abgegrenzten Plätze. Sobald ein Platz gesichert war, sank der glückliche Inhaber er­schöpft zu Bodeni. Im Nu war das Feld vergeben. Und wo ein Streit entstand, wurde er durch die Polizei geschlichtet. Biele Plätze wurden sofort für schweres Geld weiter verkauft. Die meisten aber behielten ihren schwer errungenen Besitz in der Hand. Noch tagelang war das Diamantenfeld der Zielpunkt von vielen Tausenden von Schaulustigen.

Ein ganzer Gükerzug unterschlagen.

Berlin, 31. März. In Ehorzow in Ostoberschle­sien verschwand kürzlich ein ganzer Güterzug mit 42 mit Kohlen beladenen Wagen. Die Untersuchung er­gab, daß ein polnischer Beamter der Güterabfer­tigung den Zug unterschlagen und die Waggons einzeln nach verschiedenen Städten verschoben hatte, wo die Kohlen an Händler zu billigen Presten für seine Rechnung verkauft ^"rden. Der Schuldige wurde ner^aftet

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vevekrs. Sevksrr-mkmse«.

vereinig, ehem. 166er. Auf unsere 30jâhrige Regimentsgründungsfeier am 2. April 1927, abends 8 Uhr, im Saals des Turn- und Fechtclub machen wir nochmals aufmerksam und bitten alle Käme- raden um recht rege Beteiligung. Eintrittskarten zum Preise von 60 Pfg. per Stück sind noch bei den Kameraden der Vereinigung sowie an der Kasse zu haben. 404

Tnrngemeinde Hanau 1837 (PoxablellunH. Heute abend 8 Uhr Monatsoersammlung. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen wird erwartet. 405

1. h. J. E. 93.Soma" gegen Turn- und- Sport- gemeinde Höchst a. M. 11 Uhr 93er Platz.

1. h. E. 1893. Heute abend %9 Uhr Sitzung des Deranügungsausschusies in derCentralhalle".

Arkillerie-Verein. Heute abend 8% Uhr Monats­versammlung im Hotel Riesen.

h. E. Viktoria 94 e. V. Heute Freitag abend Spielersitzung aller aktion Mannschaften außer Liga im Dereinslokal. Der Bericht über das Spiel am Samstag gegen die Pokalelf Fußballsp. Frankfurt und Sonntag in Würzburg gegen Fußballv. 04 er­scheint erst morgen unter Sportnachrichten. 335

Marine- und K olonialtruppen-verein Hanau a. M. u. Umg. Die Kameraden werden gebeten, sich

an der Feier der 166er am Samstag, 2. 1:. abends 8 Uhr, im Saale des Turn- und Fecht.. zahlreich zu beteiligen. Nächste Monatsoelf, . lung Montag, 4. April, bei Reis.

verein ehem. 80er. Die Kameraden werde

beten, an der Gründungsfeier ehem. 166er , April d. I., abends 8 Uhr, im Turn- und Fech saale zahlreich teilzunehmen. Eintrittskarlen Preise von 60 Pfg. werden an der Abendkasse... gegeben. Der Vorsta

Deutsche Demokratische Partei. Unsere Mit. werden nochmals auf die heute abend 8% U großen Saal des HotA zum Riesen stattfin > Versammlung aufmerksam gemacht. Unsere Re!. . tèn, die Herren Dipl. Handelslehrer Bührmamo Dr. jur. Nußbaum sprechen über Wirtschaft^ und den statischen Haushaltsplan. Die Vers lung ist öffentlich und sind alle interessierten ' zur Teilnahme eingeladen.

Arbeitsgemeinschaft der Krieger- unb M vereine. Die Kameraden der angeschlossenen 2k werden nochmals auf die Feier der 166er San 2. April, im Turn- und Fechtclub hingewiesen ist kameradschaftl. Pflicht, an der Feier teilzunel

Verein der Kameraden ehem. Verkchrstrr unb Pioniere. Der Verein ehem. 166er hat zu . morgen, 2. April, stattfindenden Feier im l und Fechtclub eingeladen. Die Kameraden w jebeten, sich recht zahlreich an dieser Deransta ; zu beteiligen.

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