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WVWeneVaS AnzsigeV füt^syd^ Stadt und Land

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scheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben lonat RM 1., für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 1Z, amstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreiie: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite R-Pfg.» im Rèllaineteil von 68 mm Äreite 25 R«pfg. , Offert engebühr 50 R-Psg.

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Srettas den

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Sezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung ober au, Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplahvorschrist u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet., Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956, 3957,3958

Ä. AUS«

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Das ««seKe.

Im Reichstag wurde gestern von allen Red- 1 die Notwendigkeit einer Revision des Dawes- res betont.

Jm preußischen Landtag kam es gestern zu nultszenen.

Der mecklenburgische Landtag hat gestern seine lösung beschlossen.

Das verlängerte deutsch-französische Handels- aisorium ist gestern in Paris unterzeichnet den.

Der Kutisker-Prozeß ist erneut verschoben den und zwar nunmehr auf anfangs Mai, vor­gesetzt, daß der Angeklagte bis dahin verhand- gsfähig ist.

Aus London wird eine neue Verschärfung der ie in China gemeldet.

w einet! StabNMevmig der kramöKschem LVSdvuns7 Ministerpräsident Poincars hat in der vori-

- Woche vor der Hoffnung auf eine rasche ibilisierung der französischen Währung ge= rnt. Die Spekulation hat sich aber nicht da- I gekehrt, sondern jm Gegenteil an der Börse ? lebhafte Tätigkeit entfaltet. Sie scheint da­zu rechnen, daß die Stabilisierung des inten nicht mehr lange auf sich warten lassen d und sie hat die Warnung des Minister- fidenten wahrscheinlich mehr für ein kungsmanöver, als für eine ernstgemeinte Innung gehalten. Die Spekulation steht im iaen mit ihrer Berechnung nicht allein da. öffentliche Meinung ist ' ebenfalls davon Mzeugt, daß irgend etwas im Werke ist und tn der nächsten Zeit auf dem Wege der gültigen Sicherstellung der französischen Hrung zum mindesten eine wichtige Etappe h richt werden soll.

Alle diese Erwartungen und Berechnungen "ipfen im wesentlichen an einen Besuch an, ; Herr Moreau, der Gouverneur der Bank ' Frankreich, dem Gouverneur der Bank von zland, Montagu Norman, kürzlich abgestat- hat. Daß es sich hier um einen wichtigen m bandelt, ist in der Tat nicht zu bestreiten, rr Moreau wird in der nächsten Woche ober- 15 nach London reisen, um mit Montagu irrman eine weitere Besprechung zu haben. amtlicher Stelle wird über diese Verhand- 8 der beiden Finanzmänner das tiefste schweigen bewahrt. Poincars will offen- ' die Oeffentlichkeit ausschließen, in der rich- m Erkenntnis, daß man ein so wichtiges - ernstes Geschäft nicht auf offenem Markte prechen und abschließen kann. Aber es sind H eine ganze Anzahl von Informationen kchgesickert, die zum mindesten erkennen ^en, was der französische Ministerpräsident nächstes Ziel ins Auge gefaßt hat. Man , daß der Gouverneur der Bank von änkreich bei seinem letzten Besuch in London tém englischen Kollegen den Bokschlag ge- icht hat, in allernächster Zeit und mit einem Hlage den recht beträchtlichen Rest der Schuld löschen, die die Bank von Frankreich im hre 1923 bei der Bank von London aufge- mmen hat. Die französische Staatsbank er- 1t damals einen Betrag von 55 Millionen und (1100 Millionen Mark) und verpfändete für einen Goldbestand im Werte von rund .3 Millionen Pfund (366 Millionen Mark).

Wie damals vereinbart wurde, sollte die shuld in jährlichen Raten von 5 bis 15 Mil- nen Pfund zurückgezahlt werden. Im ent­aschenden Verhältnis sollte die Bank von ankreich ihr Gold zurückerhalten. Die Rück- Hlung sollte am 31. Mai 1928 beginnen. Die int von Frankreich war aber in der Lage, den verflossenen Jahren bereits erhebliche rckzahlungen zu machen, so daß die Schuld zwischen auf 33 Millionen Pfund (660 Mil- men Mark) zurückgegangen ist. Das verpfän- te Gold ist indessen in vollem Umfange im esitz der Bank von England geblieben, da ich den ursprünglichen Abmachungen feine ückgabe erst vom Mai nächsten Jahres an itenweise erfolgen sollte. Der Gouverneur der ank von Frankreich will nun. wie es scheint, mz kurzen Prozeß machen. Seine Bank bat t letzten halben Jahre einen erheblichen Be­rnd an ausländischer Valuta angesammelt 1b ist infolgedessen in der Lage, den Rest der chuld mit einem Mal zu tilgen. Selbstver- mdlich würde mit der Tilgung d"r Schuld fort das verpfändete Gold für die B"mk von rankreich wieder frei werden. Dieses Geschäft ird voraussichtlich in der nächsten Woche in ondon zum Abschluß kommen.

üeiMMmt» bet Lage in tOina.

Sov eittem AMmaium an die âantott-Reskevu«-. - Anwachsen vev SeindssötgLstt dev Chinesen gesenübev de« Amevtkanevn.

London, 31. März. Die letzten Berichte aus China deuten auf eine Verschärfung der Lage hin. Die Meldung, daß die Mächte an die Kantonbehörden aus Anlaß der Vor­gänge in Nanking mit Forderungen heranlre- ten wollen, wird im Zusammenhang mit der Tat­sache, daß der Sekretär für den Krieg, Washington Evans, heute eine Unterredung mit Chamberlain hatte, viel beachtet. Es wird berichtet, daß bereits ein Entwurf von Wiedergutmachungs­forderungen formuliert worden sei, und daß auch die Schritte für den Fall einer Ab­lehnung der Forderungen erwogen wurden.

Lo n d o n, 1. April. Daily Mail zufolge wurde gestern abend in einerdringenden Sitzung im Unterhaus die Lage in China be- sprachen, besonders der Ueberfall gegen Englän­der in Nanking. Es wurde beschlossen, der Kantonregierung eine Art Ultimatum z u z u st e l l e n, in dem Genugtuung für die Ermordung britischer Staatsangehöriger durch kan- tonische Regietungstruppen verlangt wird.Times meldet, die Frage der Genugtuung für die Vor­fälle in Nanking wird gegenwärtig zwischen Eng­land, Amerika und Japan erörtert, und die Vertreter der genanntem Mächte haben sich um endgültige Stellungnahme an ihre Regierungen gewandt. In London Mrd eine zustimmende Mitteilung über die Hilfe in Washington und Tokio erwartet. Die Notwendigkeit, auf energische Matz- nahmen zu bestehen, wird durchaus an­erkannt.

EvelLvunsen Wchiaus ^aisched

Schanghai, 31. März. General Dchiang Kai-schek erklärte heute den europäischen Pressevertretern, daß der Zwischenfall in Nanking im Auslande übertrieben worden sei. Er habe dem in Nan­king kommandierenden Offizier persönlich befohlen, auf das schärfste gegen diejenigen Personen vorzu­gehen, die für die Gefährdung des Lebens und des Eigentums der Fremden verantwortlich seien. Wenn es sich herausstellt, daß wir schuld an den Vorfällen sind", fuhr der General fort,werden wir die volle Verantwortung tragen und alle notwendi­gen Entschädigungen zahlen." Sodann kam Dchiang Kai-schek auf die Lage in Schanghai zu sprechen und erklärte mit großem Nachdruck, daß der jetzige Zustand nicht weiter andauern könne. Die Verbarrikadierung der internationalen Niederlassung, die Drahtverhaue und Sandsäcke sind für uns außerordentlich beschämend. Vorher waren keine derartigen Vorsichtsmaßregeln getrof­fen, solange die Nordtruppen in Schanghai lagen; warum denn jetzt? Weshalb diese kränkende Unter­scheidung zugunsten der chinesischen Militaristen. Ich bin durchaus imstande, voll und ganz für die Auf­rechterhaltung der Ordnung und Sicherheit zu sor­gen. Die Hauptursache der wachsenden Spannung

Das deutsch-kvanz. Kandels- provisorium unterzeichnet.

Es kann gar keinem Zweifel unterliegen, Währung im Auge hat. Die Bank von Frank- daß Poincarâ bei- dieser finanziellen Maß- reich kommt dann wieder zu ihrem vollen Gold- nahme die Stabilisierung der französischen bestände. Auf der andern Seite verringert sich

Paris, 31. März. heule abend 7.45 wurde im , Quai d'Orsay von Briand und Bokanowski einerseits dem deutschen Botschafter v. h o e s ch andererseits das deutsch-französische Handelsprovisorium unter­zeichnet, nachdem es bereits im Laufe des Nach­mittags im Handelsministerium paraphiert worden war. Ueber den endgültigen Inhalt des Abkommens werden noch keine Angaben gemacht, wenn es auch in verschiedenen Punkten gegenüber der vor einigen Tagen veröffentlichten Fassung eine Abände- rung erfahren haben dürfte.

Zeitig des LndusLvie- und OKNdelstages.

Berlin, 31. März. Der Außenhandelsausschuß des Deutschen Industrie- und Handelstages befaßte sich heute mit dem deutsch-französischen vorläufigen Handelsabkommen. In eingehender Erörterung wurde dem lebhaften Bedauern Ausdruck gegeben, daß es nicht gelungen ist, für die vielen Industrien, die bisher von den provisorischen Vereinbarungen i keinen oder nahezu keinen Vorteil hatten, in der Gesamtheit der qualifizierten deutschen Industrie- arbeit aber einen sehr großen Anteil ausmachen, Zugeständnisse zu erlangen. Des weiteren wurde als eine nicht länger zu tragende Zurücksetzung Deutschlands festgestellt, daß die Aufhebung des I französischen Einfuhrverbotes für Teerfarben noch j nicht erreicht wurde. Das Provisorium erscheine

zwischen der fremden und der chinesischen Bevölke­rung in Schanghai liegt in der Ausdehnung der Landungstruppen und den Kriegsschiffen sowie in den ständigen kriegerischen Borbe, reitungen und dem Stacheldraht, der um die internationale Niederlassung gezogen ist."

Im weiteren Verlauf seiner Unterredung er­klärte der Generalissimus u. a. noch: Hinsichtlich der internationalen Niederlassungen ist die nationalisti­sche Regierung entschlossen, nicht Gewalt in irgend­einer Gestalt anzuwenden, um eine Veränderung des statüs zu bewirken; nur friedliche Mittel sind in Aussicht genommen, abersolange auslän­dische Truppen und Kriegsschiffe es übernehmen, das Leben und Eigentum der Ausländer zu schützen, und die Chinesen keinen Anteil an ihrem Schutz haben, solange werden wir keine Verantwortung übernehmen." Zu den Zwischenfällen in Hankau und Tschangscha sagte er, China befinde sich in einer Revolution und solche Zwischenfälle seien unvermeidlich. Soweit Hankau in Betracht komme, sei die augenblickliche Lage möglicherweise auf die Tätigkeit der Streik­posten der Arbeitgeberverbände zurückzuführen,die nicht ganz unter Kontrolle stehen".

Neue SerndseSisketten sesenübev den Amerikanerin.

London. 31. März. Reuter berichtet aus Schang­hai: In Tschangtscha wächst die Feindselig­keit der Chinesen gegenüber den Ame­rikanern. Der amerikanische Konsul und der Dizekonsul hüben auf einem amerikanischen Kano­nenboot uuleifünft bezogen. Die amerikanischen Firmen haben die Arbeit eingestellt, und die Ame­rikaner find in der Nähe der Wasserfront zusaw- mengezogen worden. Die Chinesen haben die ameri­kanische Fahne vom Konsulat herunter- g e r i ss e n. In Nanking haben die Kanton- truppen Artillerie auf dem Hügel in Stellung gebracht, der den Fluß beherrscht. In Schanghai werden die Verteidigungs­anlagen der Südgrenze der internationalen Niederlassung gegenüber der französischen Kon­zession ü e r ft ä t t L

Paris, 1. April. Nach demEcho de Paris" hat Admiral Bazirc der Komniandant der Seestreit­kräfte in den chinesischen Gewässern gebeten, daß ihm ein höherer Offizier beigegeben werde, um das Kommando über die Truppen der französischen Zone zu übernehmen. Es ist möglich, daß ihm ein Oberst aus Indochina zugeteilt wird. Auch mit einer Sendung neuer Truppen in die fra n= züslscheZcne wird gerechnet.

Russische GeidnntevstWnns.

Moskau, 1. AprU. Der allrussische Zentral-Ge- werkschastsrat überwies dem Schanghaier Gewerk­schaftsrat 100 000 Rubel zu Gunsten der Opfer der Beschießung von Nanking.

demgemäß ungeeignet, Grundlage eines dauernden Vertragsverhältnisses zu sein. Für das Zustande­kommen oder Nichtzustandekommen eines endgül­tigen Handelsvertrages werde alles darauf an­kommen, ' daß Frankreich sich entschließe, der deut­schen Wirtschaft wirklich einen gleichberechtigten Güteraustausch mit Frankreich zu ermöglichen, was neben der Einräumung der Meistbegünstigung und neben Tarifvergünstigungen umfangreiche und we­sentliche Herabsetzungen der Zollsätze des überstei­genden protektionischen französischen Zolltarifent­wurfes zur notwendigen Voraussetzung hat.

Im Zusammenhang mit der gestern erfolgten Unterzeichnung des deutsch-französische» Handels- j Provisoriums erfahren wir, daß kurz vorher noch eine Fühlungnahme der Reichsregierung mit Ver­tretern der Regierungsparteien staktgefunden hat. In dieser Besprechung seien auch aus den Kreisen der Regierungsparteien ähnliche Bedenken geäußert worden, wie sie in der Kundgebung des Reichsver- bandes der Deutschen Industrie zum Ausdruck ge­kommen sind. Eine Berücksichtigung dsr Bedenken fei in Anbetracht des fortgeschrittenen Stadiums der Pariser Besprechung nicht mehr für an­gängig erachtet worden. DerD. A. Z." zufolge soll jedoch von der Reichsregierung versprochen wor­den sein, den Bedenken bis zum Abschluß des end­gültige» Handelsvertrages nach Rläglichkeit Rech­nung zu tragen.

die auswärtige Schuld Frankreichs um einen erheblichen Betrag. Als nächstes. Ziel ist dabei offenbar ins Auge gefaßt, die Finanzen Frank­reichs wieder auf feste und sichere Füße zu stellen. Zu diesem Zweck hat die französische Regierung sich auch damit einverstanden er­klärt, das Zündholzmonopol einer Gesellschaft zur Ausbeutung zu überlassen. Ein dementspre­chender Gesetzentwurf wird der Kammer in den nächsten Tagen zugehen. Die Gesellschaft übernimmt nur die geschäftliche Verwertung des Monopols, während die Zündholzfabriken selbst und die Festsetzung der Preise in der Hand der Regierung bleiben. Man verspricht sich von dem Abkommen insofern einen nicht unerheblichen finanziellen Vorteil, als die Ge­sellschaft den gegenwärtigen Ertrag des Mo­nopols garantiert und den Gewinn, der dar­über hinaus erzielt wird, zur Hälfte an die Re­gierung abtritt. Die Gesellschaft hofft einen be­trächtlichen Mehrgewinn zu erzielen, und zwar >n der Hauptsache burd) Ausfuhr ins Ausland.

Eine Anzahl anderer Anzeichen lassen er­kennen, daß in der französischen Finanzpolitik System liegt und daß eine ganz sichere finan­zielle Grundlage angestrebt wird, auf der man die Währung dann stabilisieren kann. Ob man das Ziel in kurzer Zeit erreichen m-r) oder ob es dazu nock einer längeren Frist bedarf, läßt sich m't Sicherheit noch nicht üb'nmen. Es fi mmta auch noch darauf an, ob die Schulden- raufte, i ro zwftchen Frankreich auf de einen und England und Amerika auf der andern Seite sich in der Weise durchführen läßt, wie Poincars es beabsichtigt. Er will bekanntlich, ohne das Abkommen von der Kammer ratifi­zieren zu lassen, vorläufig mit der Rückzahlung in der vereinbarten Höhe beginnen. In dem französischen Parlament ist kein Widerstand gegen diesen Plan zu befürchten und, wie es scheint, ist man auch in London und Washing­ton mit den Vorschlägen Poincarès einverstan­den. So scheinen die Dinge in der Tat so zu stehen, daß Poincars der Stabilisierung des Franken in der letzten Zeit erheblich näher ge­kommen ist und das Ziel in absehbarer Zeit jedenfalls erreichen kann. Es braucht nicht erst betont zu werden, daß die volle Zurückgewin­nung der finanziellen Sicherheit auf die ge­samte innere und äußere Politik Frankreichs von erheblichem Einfluß sein müßte.

Oie SvsanMevuttg des fvamöf. Jeeves.

Paris, 31. März. Der Heeresausschuß der Kam­mer hat heute die Generaldiskussion des Entwurfes betreffend die Organisierung des französischen Hee­res begonnen. Der sozialistische Abg. Renaudel hiell seinen Gegenentwurf aufrecht, da er erklärte, der Regierungsentrrurf bleibe im alten Rahmen und sei entsprechend ungenügend gegenüber den Notwendig­keiten der Sicherheit des Landes und den-Verpflich­tungen, die sich für Frankreich durch den Völkerbund zu ergeben scheinen. Der Ausschuß hat mit 6 gegen 8 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen den Entwurf Renaudel verworfen und den Rgierungsentwurf an­genommen.

Lum ttatteursch-MdNuwrscheu StveSt-aU.

Paris, 31. Mürz. Die Havasagentur berichtet, die Verhandlungen zwischen den interessierten Kanzleien über die Regelung des italienisch-süd­slawischen Suciftalles dauern an. Es scheine nicht, daß man noch an den Plan, einen Ausschuß zur Untersuchung der von Italien Südslavien zur Last gelegten militärischen Vorbereitungen zu ernennen, oder an dem Plan, eine ständige Kontroll­kommission, die bis zum Eintritt einer Entspannung zwischen^ den beiden Ländern ihre Tätigkeit aus- üben würde, festhalle. Nach dem gegenwärtigen Stande der Besprechungen fasse man folgenden Plan ms Auge: Die Militärattaches Frankreichs mrd Englands in Belgrad und ein Legationssekre- *är der deutschen Gesandschaft sollen nach gemein» firner Verständigung beauftragt werden, sich an Ort und Stelle zu begeben, falls sich an der italie- nisch-südslawifchen Grenze Zwischenfälle, ereignen, während Südslawien und Italien eingehende Der- Lanblungen führen, und zwar sowohl über den Ver­trag von Tirana wie über das Abkommen von Nettuno.

Rom. 31. März. Zu dem angeblichen Schritt Chamberlains wegen der italienisch-südslawischen Spannung, wie er in derTimes" berichtet wurde, schreibt dieTribuna": Von einem solchen Schritt Chamberlains ist weder in London noch in Rom etwas bekannt. Italien braucht den Vertrag von Tirana nicht zu interpretieren, da der Wortlaut klar genug ist. Zudem ist eine Interpretation des Ve'trages in dem Briefe gegeben, den der italie­nische Gesandte in Tirana an den Generalsekretär des Völkerbundes gerichtet hat. In diesem Briefe steht aber nicht, daß die italienische Regierung die Herrschaft von Achmed Zogu garantieren wolle. Italien will nur die Aufrechterhaltung des tsrrita«