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Meustas de«

8. Kedvuae

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Sezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Rachliefemng oder aus Rückzahlung des Sezugspreises. / Für plahvorschrist u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 /Fernspr. 3956,3957,3958

OäS ÄtttEK.

Die Untersuchung im Fall v. Keudell wird eichskanzler Dr. Marx selbst führen. Er hat vom reußischen Innenministerium die Akten ange. rdert.

Die Reichsregierung gibt heute ihre Stellung­nahme zur Konkordatsfrage bekannt.

Der Reichstag beschäftigt« sich gestern mit rm Gesetzentwurf über die Arbeitslosenversiche- mg

Der Wortlaut der Eintgungsformel über die stfestigungen wird heute veröffentlicht.

Der Dölkerbundsrat wird am 7. März in enf seine Tagung beginnen.

Eine Begegnung Stresemanns mit Mussolini Nr Briand gelegentlich seiner Rtvierareise ist nicht eplant.

Shina Mw die Mächte.

Das Problem der politischen Lage im Fer­ien Osten in ihrer gegenwärtigen Zuspitzung at eine gewisse Aehnlichkeit mit einer alge- raischen Gleichung: man suche die Unbe- innte, und die Aufgabe ist gelöst Die einiger- laßen bekannten Größen sind diefremden stächte", einschließlich Japans und Sowjet- ußlands, die große Unbekannte ist das neue, 11 nationalem Selbstbewußtsein erwachte china. Von keiner der fremden Mächte wird nehr bestritten, daß bei der Stärke der natio- lalrevolutionären Bewegung mit einem poli- sch unabhängigen China für alle Zukunft ge- echnet werden muß, daß das Reich der Mitte ufgehört hat, ein bloßes Objekt der Weltpali- zu sein, und die Gestaltung der Machtver- ämtiffe im Fernen Osten in wachsendem stoße mitbestimmen wird. Für die Größe die» 'S neuen selbständigen Faktors ist aber am llerwenigsten die militärische Stärke der Rantonregierung" maßgebend, die trotz allem egenüber der Kriegsmaschinerie derimpe« ialistischen" Mächte wenig zu bedeuten hätte, Indern vor allem den Spielraum, der sich aus er Uneinigkeit und den Jnteressengegen ätzen, er fremden Mächte für ein ungehindertes lnwachsen der nationalrevolutionären Bewe- ung in China ergibt. China verfügt über eine Kriegsflotte, die diesen Namen ver-- âente; ein Bruchteil der Flottenstreitkräfte, ie England in chinesischen Gewässern zusam- nenzieht, würde im Ernstfalle allen strate- sischen Anforderungen für eine kriegerische Einmischung in China genügen, wenn man in London nur sicher sein könnte, dabei durch die spanische Seemacht nicht gestört zu werden. Siel zu wenig pflegt man bei den Erörterun­gen über die Vorgänge im Fernen Osten zu berücksichtigen, daß jede Auseinandersetzung nit den verschiedenen Machthabern in China zugleich eine Auseinandersetzung zwischen den «Mächten" unter sich bedingt. Man hat ms der Entlassung des britischen General­direktors der Seezöllverwaltung, Aglen, vor- Hliq den Schluß gezogen, als suche die von Cfdjang Tso lin, dem Beherrscher der Mand- churei, kontrollierte Pekinger Regierung schon ien Südchinesen die Führung der allchinesi- d)en antiimperialistischen Bewegung streitig m machen, indem sie den revolutionären Nationalismus der Kuo Min Tang über rümpfen möchte. Was es damit in Wirklich­keit auf sich hatte, lehrt eine Schanghaier Mel- Dung, wonach Japan die Absicht hege, auf I Grund seiner vorherrschenden Stellung im chinesischen Außenhandel die Besetzung dieses Postens mit einem Japaner zu verlangen. Japan zeigt eine Zeit lang seinem Schützling Tschang Tso lin die kalte Schulter, um sich auf Tnglands Kosten bei der Südchinesischen Re­gierung anzubiedern. Tschang Tso lin suchte sich dafür zu rächen, indem er mit britischen Finanzkonsortien Unterhandlungen wegen einer großen Kriegsanleihe eröffnete. Nach­dem diese offenbar gescheitert sind, scheint er mehr als je darauf angewiesen zu sein, sich als blindes Werkzeug dem japanischen Impe­rialismus zur Verfügung zu stellen. Er hat Aglen von seinem hohen Posten nur entheben lassen, um die von Japan längst begehrte Va­kanz für einen japanischen Bewerber zu $ ^ieIsolierung Englands in China", von der in den letzten Monaten soviel die Rede war, hat bestimmte Grenzen, ohne deren Be­achtung eine richtige Würdigung der in Hankau eingeleiteten, vorläufig abgebrochenen Verhandlungen nicht möglich sei. Die Ver­einigten Staaten wollen nicht darauf verzich­ten, zu den europäischen Mächten überhaupt und damit auch zu England in ostasiatischen fciiaeit traditionsgemäß DtÜans m haltete

Gin neuer Gpvengversuch

iSneeiffe gegen den Aeichsinnenminifise v. «ende«.

Berlin, 7. Febr. Die gesamte Linksopposition konzentriert ihre ganze Kraft darauf, durch den Versuch, Herrn v. Keudell zu kompromittieren, und besonders für das linke Zentrum untragbar zu machen, die neue Regierung auseinanderzutrei- ben. Sie überhäuft Herrn v. Keudell mit allen mög. lichen Anschuldigungen, eine Enthüllung jagt die andere alles mit dem einen Zweck, Zentrum und Deutschnationale gegeneinander aufzuhetzen und eine Krise über das kaum entstandene Kabinett heraufzubeschwören. Man tut gut, dieser gewissen, losen Agitation gegenüber Ruhe zu bewahren und das Ergebnis der Untersuchung abzuwarten. Ent­gegen anderslautenden Nachrichten hat Reichskanzler Dr. Marx es sich selbst vorbehalten, die Prüfung der Angelegenheit durchzuführen.

Die Reichstagsfraktion der Deutschnationalen Vslkspartei hat schon am vergangenen Samstag in der Sitzung des interfraktionellen Ausschusses der Regierungsparteien mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, daß sie nicht daran denke, den Abgeordneten v. Keudell aus dem Reichsministerium des Innern zurückzuziehen. Im übrigen würde, falls es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Zentrum und den Deutschnationalen in dieser An- gelegenheit kommen sollte, erst einmal zu prüfen sein, in welchem Umfange sich namhafte Mitglieder der heutigen Koalitionsparteien und zwar aus der Mitte des Reichstages teils zeitweise für die Kapp. Regierung ausgesprochen haben, teils zum min- besten der sogen, verfassungsmäßigen und geflohe- nen Regierung sich nicht mehr zur Verfügung ge- stellt haben.

Eine besondere Rolle spielt bei der ganzen An­gelegenheit die Frage des Generalstreiks. Don dem Abg. Landsberg ist am Samstag im Reichstag zum ersten Mal offiziell behauptet worden, daß die Generalstreikparole während des Kapp-Putfches von der damaligen Regierung ausgegeben worden sei. Die Mitglieder der damaligen verfassungs­mäßigen Regierung haben aber stets auf das ent­schiedenste diese Behauptung mit dem Hinweis be­stritten, daß ein Exemplar des Generalstreik-Auf­rufes zwar ihre .Unterschrift getragen habe, daß diese Unterschrift aber gefälscht war.

Wenn jetzt etwa dem Reichsinnenminister v. Keudell der Vorwurf gemacht wird, daß er gegen den Generalstreik aufgetreten sei, so würde der Innenminister nur dasselbe getan haben, was da­mals auch die christlichen Gewerkschaften für richtig gehalten haben, die bekanntlich den Generalstreik während des Kapp-Putsches ablehnten. Alle diese Gesichtspunkte werden sicher bei der Prüfung der Angelegenheit durch den Reichskanzler zur Geltung

Sie wollen und können auf manche vertrag­liche alte Rechte in China verzichten, an denen England und zum Teil auch Japan solange wie möglich festhalten möchten. Soweit dies der Fall ist, wird man in Washington es tat­sächlich kaltblütig der englischen Diplomatie überlassen, mit den Schwierigkeiten fertig zu werden, Stellungen zu behaupten, deren Er­oberung durch den chinesischen Nationalismus weder amerikanische noch japanische, am aller- wenigstens russische Interessen durchkreuzen. Auf keinen Fall wird es jedoch die Washing- toner Diplomatie zulassen wollen, daß der japanische Imperialismus irgendwo und irgendwie in Stellungen einrückt, die der bri- ische preisgeben muß. Die Solidarität der Inion und Großbritannien im Fernen Osten

ängt da an, wo es gilt, einer Ausbreitung apanifchen Einflusses in China entgegenzu­wirken. Zwar ist man sich in Washington und London aud), darüber einig, daß eineBol- schewisierung Chinas" verhindert werden muß, aber die Union glaubt chre Interessen viel unmittelbarer durch japanische als durch bolschewistische Bestrebungen bedroht. In allen Kundgebungen des Washingtoner Staatsdepartements über die Lage in China wird der größte Nachdruck darauf gelegt, daß amerikanische Handelsinteressen von einem selbständigen China nicht schlechter behandelt werden dürften als andere. Darin kommt un­mißverständlich die Befürchtung zum Aus­druck, daß Japan sich eigenmächtig mit den chinesischen Nationalisten auf der Grundlage einer offenen oder verschleierten japanisch­chinesischen Zollunion verständigen und dafür dein neuen China seine aktive Unterstützung zur Herstellung völliger Souveränität gegen­über Europa und Amerika anbieten könnte. Es sprechen augenblicklich sehr viele Anzeich, dafür, daß sich ein solches japanisch-chinesische Gegenseitlgkeits-Verhälrnis anbahnt, wobei Sowjetrußland bereitwilligst Gevatter stehen würde. Mir die nächste Zukunft Chinas ist nichts <n leh» entscheidend, wie die Orientie-

ien

es

kommen. Zunächst wird der Reichskanzler die Akten prüfen und dann wohl im interfraktionellen Aus­schuß weiter verhandeln.

GMZMs VevSchtZsunsen.

Das W. T. B. meldet: Entgegen anders lauten­den Mitteilungen der heutigen Presse hat der Herr Reichskanzler nicht erst heute sondern bereits am vergangenen Samstag nachmittag in unmittelbarem, zeitlichem Zusammenhang mit seiner öffentlichen Er­klärung während der Reichstagssitzung vom Herrn preußischen Minister des Innern die Personalakten des Herrn'Reichsministers des Innern Dr. v. Keudell angefordert. Die Verhandlungen werden nach Ein­gang dieser Akten mit aller Beschleunigung durch- geführt. Unrichtig ist ferner, daß seitens der Reichs­regierung, außerhalb des Kabinetts, eine stehende Persönlichkeit mit der Führung der Untersuchung beauftragt werden solle. Vielmehr beabsichtigt der Herr Reichskanzler, die Untersuchung persönlich durchzuführen. Sobald das Ergebnis zu übersetzen ist, wird es her Herr Reichskanzler den in Betracht kommenden Stellen unterbreiten. Zur Sache selbst kann heute schon mitgeteilt werden, daß Herr Reichsminister Dr. v. Keudell nach dem Kapputsch von der preußischen Regierung allerdings zum 1. Juni 1920 zur Disposition gestellt worden ist, aber bereits im Juli des folgenden Jahres vom Herrn Preußischen Minister des Innern (ver­treten durch Herrn Staatssekretär Freund) in Ueber- einstimmung mit dem Herrn Preußischen Finanz­minister vorübergehend der Regierung in Stettin zur Leitung eines Ausschusses zur Feststellung von Kriegsschäden überwiesen und aufgefordert worden ist, seinen neuen amtlichen Wirkungskreis in Stettin sofort zu übernehmen.

Berlin, 7. Febr. In der Sonntagsausgabe des B. T." ist behauptet worden, Reichsinnenminister v. Keudell habe im Jahre 1923 unmittelbar nach dem Küstriner Putsch sich bei dem Obersten Gudovius für den Major a. D. Buch ruck er ver­wendet. Diese Behauptung widerspricht, wie wir an zuständiger Stelle erfahren, nicht den Tatsachen. Reichsminister Dr. v. Keudell hat den Obersten Gudovius einige Tage nach dem Putsch lediglich zu dem Zwecke ausgesucht, um ihm dafür zu danken, daß er durch seine Haltung gegenüber dem Putsch­versuch von seinem Heimatkreise Königsberg in der Neumark, in dem Küstrin liegt, schwere Unruhen abgewendet habe. Zugunsten des Majors Buchrucker ist Dr. v. Keudell weder bei dieser noch bei anderer Angelegenheit eingetreten. Er hat den Küstriner Putsch stets aufs schärfste verurteilt.

rung, zu der man sich in den maßgebenden Kreisen Japans endgültig entschließen wird. Britische und amerikanische Preßorgane- be­sonders solche, die in Tokio, Schanghai, Hong­kong oder Peking erscheinen, haben sich mo­natelang bemüht, Brennstoff für die Funken zusammenzutragen, die von Zeit zu Zeit aus japanisch-russischen Reibungen in der Mand­schurei aufsprühen. Immer wieder wurde von ihnen ein zweiter japanisch-russischer Krieg an die Wand gemalt. Vorläufig ist alle solche Mühe fruchtlos geblieben. Die japanische Diplomatie und Presse haben sich keine Kriegspsychose gegenüber Rußland sugge­rieren lassen und augenblicklich scheinen die Beziehungen zwischen Tokio und Moskau besser als je zu sein. Wenn sich hinter den Kulissen der ostasiatischen politischen Bühne die Tendenzen für eine Annäherung zwischen China, Rußland und Japan weiter so günstig entwickeln wie in den letzten Monaten, dann kann sich daraus für die angelsächsischen Mächte nur die Zwangslage ergeben, sich über ein gemeinsames Vorgehen zu verständigen, wodurch verhindert werden könnte, daß aus dem japanischen Schwert eine Waffe russisch- chinesischer Kontinentalpolitik würde.

Ein Ä»ae8«»ft6eiti dev Mächte in Peking.

London, 7. Febr.Daily Telegraph" meldet aus Peking: Am Samstag trat das Diplomatische Korps von Peking zu einer Sitzung zusammen. Die Der- tragsmächte mit Ausnahme der Vereinigten Staa­ten sind überein gekommen, gegen die Francis Aglen erteilten Instruktionen, deren Ausführung er 'ab­gelehnt hatte, und die dadurch Veranlassung zu seiner Absetzung von dem Posten des Generalinspektors der chinesischen Seezâlle führten, Protest zu er­heben. Ferner wurde vom Diplomatischen Korps das Ersuchen Tschang Tsolins, zu Maßnahmen gegen die Tätigkeit, die in der russischen Botschaft inner­halb des Gesandtschaftsviertets ihren Ursprung haben soll, seine Einwilligung zu erteilen, abgelehnt.

London, 7. Febr. Der diplomatische Mitarbeiter desStar" schreibt: In der heutigen Kabinetts.

sitzung lagen besondere Informationen aus China vor, um die nach der letzten Kabinettssitzung tele­graphisch ersucht worden war. Die Frage der Ab­sendung der für Schanghai bestimmten britischen Truppen ist wiederum erörtert worden. Es erscheint als sehr wahrscheinlich, daß das Kabinett zur Be­kundung seiner friedlichen Absichten schließlich einer Ablenkung der Truppentransporte nach einem an­deren Hafen zustimmen wird, wenn inzwischen in der Lage in Schanghai nicht eine ernste Wendung eingetreten sein sollte. Wie verlautet, ist die italienische Note über China dem britischen Botschaf­ter in Rom übergeben worden.

Paris, 7. Febr. Wie die Agentur Jndo Pacific aus Peking berichtet, hat aufgrund der Nachrichten, daß die Südtruppen gegen Schanghai vor dem Eintreffen der englischen Truppen zu besetzen, den Truppen von Schantung Befehl gegeben, nach bem Süden abzugehen. Sämtliche Kontingente hätten bereits Nanking verlassen. Diese Bewegung toerbc auch veranlaßt durch das Zurückgehen der Truppen von Suntschuansang vor dem Vorstoß der Kanton- armee im Süden von Schanghai. In der Provinz Houpe setzten die 9. und 10. Kantonarmee besonders in Tschang, wo die Zolleinnahmen beschlagnahmt worden sind, ihre Plünderungen fort.

Paris, 7. Febr. Nach einer Meldung der Agen- tur Judo Pacific aus Peking beabsichtigt die PekiN- ger Regierung, England um Rückerstattung von Wai-Hai-Wu zu ersuchen.

London, 7. Febr. Ein britisches Jnfantene- bataillon aus Indien ist von Kalkutta kommend hier eingetroffen.

Dev KM Dr. Mivth.

Berlin, 7. Febr. Am kommenden Sonntag wird im Reichslagsgebäude der Reichsparteiaus­schuß des Zentrums zufammentrelen. Dieser Ta­gung geht eine Sitzung des Reichsparteivorstandes âm Samstag voraus. Es ist, demB. T. zufolge, anzunehmen, daß man sich bei dieser Gelegenheit auch eingehend mit dem Verhalten Dr. Wirth be- der Abstimmung über das Vertrauensvotum be­schäftigen wird. Wie das Blatt ferner hört, wird Dr. Wirth nicht nur in der nächsten Nummer feiner WochenschriftDeutsche Republik" seine Stellung­nahme bei der Abstimmung über das Vertrauens­votum begründen, sondern er gedenkt auch dem­nächst in einer Reihe von Versammlungen die Wah- lerschaft aufzüklären, warum er diese ablehnende Haltung gegenüber der Reichsregierung eingenom­men hat. .....

Unter der UeberschristGeschlossenheit i st notwendig" wendet sich die Germania gegen das Verhalten Dr. Wirths und zitiert zur Bekräftigung ihrer Ausführungen das vadifche Zentrumsorgan, den Badischen Beobachter, der u. a. schreibt: Daß man die Abstimmung Dr. Wirths unter dem Gesichtspunkt der Parteidlfziplin ganz entschieden mißbilligen müsse, wir befinden uns, so schließt das Berliner Zentrumsblalt. sicher in Uebereinstimmung mit der übergroßen Wehrhett der Zentrumswähler, wenn wir der Hoffnung Aus­druck geben, daß das politische Gewicht, das die Zentrumspartei in dieser Koalition in die Wag- fchale zu werfen hat, fernerhin nicht durch Sonder­aktionen gestört wird.

Die badische Zenkrumspr^sse und Dr. Wirth.

Karlsruhe, 7. Febr. Die badische Zentrums- presse veröffentlicht eine Unterredung mit dem Par­teichef Dr. Schöfer-Freiburg, worin dieser betonte, daß unbedingte Geschlossenheit ein Haupkerforder- nis der inneren Zentrumspolilik sei. Wan hatte er- warten müssen, daß gerade Dr. Wirth am letzten Samstag sich nicht qn die Seite der Opposition ge­stellt hätte. Nachdem es geschehen obliege der ver­antwortlichen Führung der badischen Partei aber auch die Pflicht, diese ihre Weinung offen und frei auszusprechen. Eine Stimmenthaltung hätte den bei Herrn Dr. Wirth immerhin begründeten Be­denken vollauf genügenden Ausdruck gegeben. Der Parteichef spricht im übrigen feine Anerkennung darüber aus, daß die Haltung der Zentrumssrak- tion des Reichstages bei der Abwicklung der Ver­hältnisse seit Witte Dezember nicht zuletzt auch ein bleibendes Verdienst Dr. Wirths und seiner Aktivi­tät sei.

GvvensuttS dev v-MLEsn KvaStton?

Berlin, 7. Febr. Infolge des Ausschlusses des Reichstagsabgeordneten Kube aus der beuttopplfn schen Freiheitspartei sind, wie das »B. - erfahrt, nunmehr auch die Abgg. Graf v. Reoenllow, Jur­gens v. Ramin und Stohr aus der völkischen Frak. tion ausgeschieden. Weitere Austritte sollen folgen Das Blatt glaubt, daß bereits morgen dem Sielte« ftenrat Mitteilung von der Auflösung der Fraktion gemacht werde.

Die Sielluns dev Kerchsveskevuns zuv âonSovdats-vase.

Berlin, 7. Febr. Den in der Öffentlichkeit noch immer verbreiteten Gerüchten über geheime Ber- einbarungen mit bem Vatikan anläßlich der letzten Regierungsbildung ist mittlerweile sowohl von kirch­licher Seite als auch durch die Rede des Zentrums- füyrers v. ©uérarb im Reichstage am 4. Fe- bruar scharf entgegegetreten worden.

Seitens der Reichsregierung ist zu der Ango. legenheit folgendes zu bemerken:

Verhandlungen zwischen der Reichsregio- rung und dem Heiligen Stuhl über den Abschluß eines Reichskonkordates haben anläßlich der Bii düng der neuen Reichsregierung nicht geschmebf