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Mk. 25 Montag den
1922
31, Sarma«
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I (Ernennung einer Leilvegievuns.
Die EvttSttttUtts des Mtis- und des SnnenmrnlftevS auf heute abend auSsefeht.
Reu« Rerchsmr«ittev evnovnt.
Berlin, 29. 3an. (Amllich.) Der Herr Reichs- iräfibent hat den bisherigen Reichskanzler Dr. Marx in seinem Amte als Reichskanzler bestätigt, iuf dessen Vorschlag den Reichsminister des Aus- värligen Dr. Stresemann, den Reichsarbeits- minlstec Dr. Brauns, den Reichswehrminister Dr. Gehler sowie den Reichswirlschaftsminisler Dr. Curtius in ihren bisherigen Aemtern bestätigt und den badischen Staatspräsidenten und Zinanzmipisler Dr. h. c. Köhler zum Reichsfinanz- minisler, den Reichsminister a. D. Dr. Schiele, M. d. R^ zum Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, den Verbandssekrekär Dr. h. c. Koch, Bl. d. R., zum Reichsverkehrsminister und ben Staatssekretär Dr. Schähl zum Reichspost- minister ernannt. Mit der Wahrung der Geschäfte des Reichsministers für die besetzten Gebiete hat der Herr Reichspräsident den Reichskanzler Dr. Marx beauftragt.
Die Ernennung der Reichsminister der 3 S>< i 5 und des Innern hak der Herr Reichspräsident mit Rücksicht auf die noch nicht abgeschlossenen letzten Verhandlungen bis Montag abend ausgesetzt.
Die neuen. GGwrsviskelte«.
Berlin, 29. Ian. Die Mängel, die die Kabinettsbildung in der gestrigen Form aufweist, J)aben dazu geführt, daß heute mittag die ganzen Fragen noch einmal aufgerollt worden sind. Es handelt sich dabei nicht nur um die Feststellungen der volksparteilichen Fraktion zur Haltung ihrer Unterhändler in Bezug auf das Verkehrsministerium, sondern vor allem um die A u s w a h l, die die Deutsch nationalen in personeller Hinsicht für ihre vier Ministerposten getroffen haben, heute mittag waren Erwägungen im Gange, ob man dem Reichspräsidenten nicht vielleicht die Möglichkeit geben könnte, s e lb st eine Auswahl unter den von den Deutschnationalen norgeschlage- nen Kandidaten zu treffen, so daß vielleicht doch noch der Abgeordnete von Lindeiner-Wil- d a u in das Innenministerium gelangen könnte. Es verlautet ferner, daß
der Widerstand gegen die Ernennung des Justizminislers Graef auch beim Reichspräsidenten auf Verständnis gestoßen
Iei, und es verlautet, daß der Reichspräsident unter Imständen von einer Ernennung dieses Ministers ■ Abstand nehmen würde. Mit großem Interesse sah man dem Ausgange der volksparteilichen Fraktionssitzung entgegen. Die Beratungen wurden aber gegen 1'Uhr mittags ohne Beschlußfassung abgebrochen und auf 2 Uhr vertagt, weil man zunächst abwarten wollte, welchen Erfolg ein Besuch des Grafen Westarp beim Reichspräsidenten haben würde. Graf Westarp kehrte von der Unterredung gegen 2 Uhr in den Reichstag zurück. Die im Hause anwesenden Mitglieder der Deutschnationalen traten sofort zu einer internen Besprechung zusammen. Dem Vernehmen nach hat die Unterredung beim Reichspräsidenten noch zu keinem greifbaren Ergebnis geführt, so daß über eine
Veränderung der Kandidatenliste der Deutsch- nationalen
noch nichts Positives mitgeteilt werden kann. Eine Entscheidung über eine veränderte Besetzung des Innen- und des Justizministeriums kann schwerlich ohne erneute Befragung der deutsch- nationalen Fraktion erfolgen. Eine derartige Fraktionssitzung kann aber frühestens am Montag stattfinden. Reichspräsident von Hindenburg hat im Laufe der Krise zu wiederholten Malen mit außerordentlich sicherem Blick für das Notwendige in den Gang der Verhandlungen eingegriffen. Auch heute ist das wieder der Fall gewesen. Der Reichspräsident steht auf dem Standpunkt, daß
das verfassungsmäßige Recht zur Ernennung der Minister
chm nicht in der Weise beschränkt werden kann, daß ihm lediglich eine fertige Liste zur Unterzeichnung oorgelegt wird, jonbern daß er die Möglichkeit haben müsse, für den Fall unzweckmäßiger Nominierungen auch eine anderweitige Wahl zu treffen. Daß der Reichspräsident die Ernennung des Abgeordneten G r a e f ablshnt, ist wohl darauf zurückzuführen, daß
Graef seinerzeit als Vizekanzler des Reichstages es abgelehnt hatte, beim Reichspräsidenten Ebert zu erfcheinn
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der Persönlichkeiten desZentr u ms, die schon von Anfang an Herr Graef als untragbar bezeichnet haben.
<$itt&eeufnnd dev deeriMnatwnole« Reichstags fvaktwn auf Montas.
Berlin, 29. Ian. Die deutschnationale Reichs- tagsfraktion ist für Montag nachmittag 5 Uhr zu einer Sitzung zusammenberufen worden, um über die Besetzung der den Deutschnationalen zugestandenen Posten des Reichsministers des Innern und des Reichsjustizministers zu entscheiden. — Man rechnet damit, daß Lindeiner Innenminister wird und Hergt Iustizminister und daß damit der Abgeordnete Graef ausscheidet.
Mivths Einsvvach.
Berlin, 29. Ian. Zu den neuen Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung erfährt die „Bossische Zeitung", „daß in der interfraktionellen Bespreuung nach dem deutschnationalen ^"ichluß sowohl gegen Hergt als Vizekanzler und * minister, wie gegen Graef-Thüringen von deu ,-deren Fraktionen schwere Bedenken geltend' gemacht worden sind. Gegen Hergt wegen seiner bisherigen Haltung zu den außenpolitischen Fragen, insbesondere zu den DawesgesetzeN, gegen Graef wegen seiner ganzen politischen Vergangenheit. Gestern schienen nun diese Bedenken überwunden, heute sind sie vor allem im Zentrum neuerlich und mit großer Stärke geltend gemacht worden. Ein großer Teil der Zentrumsabgeordneten erklärte, einer Regierung, die so zusammengesetzt sei und in der Graef und Hergt wichtige Portefeuilles innehaben, ihr Vertrauen nicht notieren zu können. Insbesondere Dr. Wirth hat erklärt, daß er gegen ein solches Kabinett in Opposition treten müßte. Seiner Auffassung haben sich seine engen Freunde in der Zentrumsfraktion angeschlossen."
Dee Dane an die ausgeMledenen Oniftee.
Berlin, 30. Jan. Der Reichspräsident hat an die ausscheidenden Reichsminister Dr. Stingl, Dr. Külz, Dr. Reinhold, Dr. Krohne und Dr. Has linde persönliche Schreiben gerichtet, in denen er ihnen Dank und Anerkennung für die geleisteten Dienste ausspricht. Bemerkenswert ist der Schlußpassus des Schreibens an den bisherigen Finanzminister Dr. Reinhold, in dem es heißt: „Ich hoffe, daß Ihre wertvollen Fähigkeiten und Erfahrungen dem Vaterlande auch künftig nutzbar sein werden und daß Ihr gegenwärtiges Ausscheiden aus dem Reichsdienst keinen Abschied für immer bedeutet.
(Sine MüLdSsuus De« Givsse- man«S.
Rewyork, 30. Jan. Die „Evening Post" bezeichnet die Beibehaltung Dr. Stresemanns im Kabinett als willkommene Entwicklung der Lage. Dr. Strese- mann habe durch seine Eigenschaften, durch die er die Diplomatie aus einem reinen Feilschen zu einer weitblickenden Staatskunst emporgehoben habe, der deutschen Regierung ein Prestige verschafft. Sein Verbleiben auf der internationalen Bühne der Diplomatie werde nicht nur Deutschland, sondern auch dem gesamten Gebiet der internationalen Beziehungen Nutzen bringen.
^emmuniftiftbe Mnnbaebnna gegen die neue Regierung.
Bertin, 30. Jan. Die Kommunisten veranstalteten heute mittag im Lustgarten eine Kundgebung, an der sich nach polizeilicher Schätzung 6000 bis 8000 Personen beteiligten. Nachdem die von etwa 20 Sammelpunkten Groß-Berlins heranmarschierenden Züge, in denen Transparente und Schilder mit Inschriften mitgeführt wurden, Aufstellung genommen hatten, hielten etwa zehn Redner kurze Ansprachen, in denen sie sich gegen die neue Regierung wandten, deren Zustandekommen vor allem der Sozialdemokratie zum Vorwurf gemacht wurde. Die Redner wiesen auch darauf hin, daß die heutige Demonstration nur die Vorbereitung für kommende Kämpfe sei. Die Kundgebung selbst verlief ohne Zwischenfälle; dagegen kam es während des Anmarsches an zwei verschiedenen Stellen zu kleineren Zusammenstößen, so im Nordwesten zwischen Angehörigen des Reichsadlers und Roten Frontkämpfern, wobei drei Reichsadlerleute und ein Kommunist festgenommen wurden. Im Norden mußte ein Polizeibeamter sich gegen Tätlichkeiten mit dem Polizeiknüppel schützen, um eine Zwangsgestellung durchführen zu können.
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Berlin, 31. Jan. Am Sonntag nachmittag kam es zwischen einer Abteilung des Roten Frontkämpferbundes und der Schupo zu einem Zu. r^wwenltob. Als die Polizei den Führer einer Ab«
teilung feststellen mollte, versuchten Angehörige des Roten Frontkämpferbundes die Feststellung zu ver. hindern. Die Beamten mußten von Polizerknuppeln Gebrauch machen und nahmen den Führer der Abteilung und zwei andere Mitglieder fest. Als ein starker Zug des Roten Frontkämpferbundes die Straßenkreuzung der Kaiser Wilhelmstraße und Münzstraße passierte und die Hälfte aus verkehrspolizeilichen Gründen angehalten werden mußte, wurden die Beamten von hinten angegriffen und mußten vom Seitengewehr Gebrauch machen. Eine Person wurde verletzt. Zwei Beamten wurden abgedrängt, einer von ihnen niedergeschlagen und ihm das Seitengewehr entwendet. Verstärkungen der Polizei trieben die Menge auseinander. Ein Polizeiwachtmeister erlitt Verletzungen am Unterkiefer und Kopf und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben.
Die Thüvlusev Mahle«.
Weimar, 30. Jan. Die Wahlbeteiligung bei den thüringischen Landtagswahlen war durchweg etwa 70 Prozent. In den größeren Städten erreichte sie 80 Prozent. Zu ernsten Zwischenfällen kam es nicht. Rach den bisher vorliegenden Ergebnissen erfüllen sich die aus die Einheitsliste gesetzten Erwartungen nicht, da eine Abwanderung in die Wirtschafls- und Aufwertungspartei offensichtlich ist.
Weimar. 31. Jan. Das vorläufige Gesamtergebnis für die vier Wahlkreise ist folgenbes: Es wurden abgegeben für die Einheitsliste 270 625, Sozialdemokraten 262 827, Kommunisten 113 470, kommunistische Arbeitsgemeinschaft 3874, nationalsozialistische Arbeiterpartei 29 918, Deutsch-Völkische 937, Demokraten 26 531, Dirtschaslsparlci 75 500, Aufwertungspartei 23 156 Stimmen.
Die Mandate verteilen sich, wie bisher festgestellt wurde, wie folgt: Einheitsliste 19 (31), Sozialdemokraten 18 (17), Kommunisten 8 (12), nationalsozialistischen Arbeiterpartei 2 (3), Deutsch-Völkische voraussichtlich 1 (4), Demokraten 2 (4), Wirk- schaftspartei 5 (0), Aufwertungspartei 1 (0), Parteilos 0 (1), insgesamt 56 (72) Mandate. (Die geklam inerten Zahlen geben die bisherigen Mandate an.
Eueäundsebuns des Demokrat. RekGsbauevutases.
Braunschweig, 30. Jau. Im Rahmen des Reichsbauerntages der Deutschen Demokratischen Partei fand hier heute unter der Devise: „Agrarpolitik muß Bauernpo litik sein" eine große öffentliche Kundgebung statt. Reichstags abgeorbneter Rönnebug betonte in einem Refera über Siedlungsfragen: Der Großgrundbesitz müsse um zwei Drittel vermindert werden, um zup Stärkung des deutschen Volkstums dienen zu können. Landtagsabgeordneter Meineke sprach über Pachtfragen, Ministerpräsident a. D. Tantzen-Oldenburg sprach über Zollfragen und Reichstagsabgeordneter Dietrich über Steuerfragen. Die einstimmig angenommenen Entschließungen fordern u. a. planmäßige Mehrung und Stärkung des Bauerntums durch Landabgabe vom privaten und staatlichen Großgrundbesitz. Für die überschüssige Bauernkraft aus West-, Mittel- und Süddeutschland muß Raum geschaffen werden im deutschen Osten und Norden. Gefordert wird grundlegende Aenderung des Reichssiedlungsgesetzes, Landabgaben nach dem Steuerwerk, Schaffung von Bauernkrediten durch Reich und Länder Die am 30. September 1927 ablaufende Pachtschutzordnung sei auf zwei Jahre zu verlängern und möglichst bald eine gesetzliche Reform des Pachtrechts herbeizuführen. Zur Zollfrage wird Abbau der Brotgetreidezölle und Beseitigung der Futtermittelzölle verlangt.
Abschluß bee Tasuns bee pveuch. Giudentenschafien.
Magdeburg, 30. Jan. Die Tagung der preußischen Studentenschaften ging heute hier zu Ende. Als Ergebnis einigte man sich nach langen Beratungen auf eine Entschließung, die sich gegen den Vor - wurf verwahrt, die preußischen Einzelstudentenschasten hätten gegen die Ministerialoerordnung vom 18. 9. 1920 verstoßen. Dann heißt es weiter: Wenn Herr Minister Dr. Becker verlangt, daß die preußischen Einzelstudentenschastèn auf die Gestaltung des Studentenrechts an den auslandsdeutschen Hochschulen hinwirken, so muß die Tagung erklären, daß den . preußischen Studentenschaften keinerlei Machtbefugnisse zustehen, eine Einflußnahme hierin zu nehmen. Infolgedessen: erscheint ben Vertretern der preußischen Studentenschaften der vom Kultusminister beabsichtigte Weg nicht möglich. Insbesondere betont die Tagung, daß ein Abgehen von dem großdeutschen Aufbau der deutschen Studentenschaft der Grundidee der studentischen Selbstverwaltung widerspricht und daher für sie ausgeschlossen ist. In der Frage, der Zugehörigkeit ausländischer Studierender zu Einzelstudentenschaften ist die Tagung grundsätzlich bereit gewesen, an einer Neuordnung der diesbezüglichen' Bestimmungen im Sinne einer
dentenschaft zugezogen werde. In einem Brief, der diese grundsätzliche Einstellung der örtlichen preußischen Studentenschaften ausführlich begründet, wird dem Herrn Minister die bis zum 1. 3. gewünschte Erklärung der Einzelstudentenschaften zugehen.
Die d«u«»« Auffassung wem Haager Schiedsgericht abgelehnt
Haag, 30. Jan. Die Samstag nachmittag 4 Uhr vom Haager Auslegungsschiedsgericht in der Streitfrage zwischen der deutschen Regierung und der Reparationskommission abgegebene Entscheidung ist wider Erwarten ungünstig ausgefallen. Dis Entscheidung lautet wie folgt:
„Die nach dem Sschversländigeuplan an den Generalagenten für Reparationszahlungen geleisteten Jahreszahlungen umfassen nicht die Entschädigung, die das Deutsche Reich an die Reichsaugehorigen wegen der Einbehaltungen, Liquidationen ober Aeberkragungen dec deutschen Güter, Rechte und Interessen in Ausführung des Versailler Vertrages nach dem 1. September 1924 gezahlt hat oder bezahlen wird".
Die Begründung zu der Entscheidung des Haager Auslegungsgerichtes in dem Reparationsstreitfalle umfaßt in Druckschrift nur wenige Seiten. In der Einleitung zur Begründung hebt der Bericht ausdrücklich hervor, daß die Gerichtsbarkeit eine beschränkte sei, und zwar beschränke sie sich nur auf die Auslegung des Sachverständigenplanes. Daraus folgere, daß das Schiedsgericht den Plan so nehmen müsse, wie es ihn v o r f i n d e und ihm den Sinn beizulegen habe, den es für richtig halte, ohne sich dabei von Erwägungen beeinflussen zu lassen, wo man mit Recht behaupten könne, der Schiedsspruch werde Folgen haben, die als unerwünscht angesehen werden können.
In der Begründung heißt es dann weiter: Das Schiedsgericht habe sich im vorliegenden Falle allein mit der Frage zu besassen, ob die in Frage rammenden Entschädigungen in die Iahreszahlungen des Dawesplanes einbegriffen seien, dagegen nicht mit der ihm durch den Schiedsvertrag mit unterbreiteten Frage, ob Gutschriften, welche Deutschland nach dem 1. September 1924 für den Wert der einbehaltenen liquidierten oder übertragenen Güterrechte oder Interessen deutscher Staatsangehöriger gegeben worden sind, ebenfalls von den Jahreszahlungen abzuziehen seien.
Die Daeifee Deebanblnnacn über bis Refivunke
Baris, 30. Ian. Heute vormittag haben General D. Pawelsz und Geheimrat Forster ihre Verhandlungen mit dem Interalliierten Militärkomitee unter dem Vorsitz des Marschalls Foch fortgesetzt. Die Beratungen über die deutschen Befestigungen an der deutschen Ostgrenze konnten im Laufe der eingehenden Besprechung gefördert werden. Sie werden morgen vormittag in einer bereits anberaumten Sitzung fortgesetzt werden.
Gthlutz des DevwattunsSvates -esSntsvttatronale«Avbettsamis
Genf, 30. Ian. Im weiteren Verlauf der Debatte über das Washingtoner Abkommen äußerte der deutsche Arbeiterdelegierte Müller sich befriedigt über die geleistete Arbeit. Wenn von Seiten der Arbeitnehmergruppe Schwierigkeiten gemacht worden seien, in BeBzug auf die Rtifikation und die Durchführung der Washingtoner Konvention, so sei dies nur deshlb geschehen, um in verschiedenen Ländern der Kampagne gegen die Konvention neue Nahrung zu geben und damit die Ratifikation immer schwieriger zu gestalten. Der Verwaltungsrat nahm sodann einen Antrag der Geschäftsordnungskommission über die Ernennung der Konferenzdelegierten an. In Bezug auf den von dem italienischen Regisrungsdele- gierten de Michelis unterbreiteten Vorschlag betreffend Schaffung einer ständigen Kommission für intellektuelle Arbeiter war der Verwaltungsrat einmütig der Ansicht, dß das Internationale Arbeitsamt zuständig ist für Fragen betreffend geistige Arbeit. Der deutsche Regierungsdelegierte Dr. ?Mg machte darauf aufmerksam, daß die Frage gewisse Schwierigkeiten enthalte. Es muß sestgestcllt werden, was man unter einem geistigen Arbeiter ver- teht. Ferner müßten die Befugnisse dieser Kommission genau umschrieben werden, damit keine Kollissionen mit der Völkerbundskommission ent- tehen Der Vorschlag de Michelis wurde auf die nächste Tagung gesetzt, die vom 28. März bis 2. April in Genf stattfindet. Hierauf wurde die Tagung geschlossen.
Ettsland sesen eittett Äbbvuch bee divSomatlschen verrevunsen mit Rußland.
Mitwirkung des Rektors mitzuarbeiten. Sie muß jedoch als Voraussetzung verlangen, daß die selbständige Stellung des Rektors und der Studentenschaft unbedingt gewährleistet ist. Endlich betont die preußische Studentenschaft, daß sie es für unerläßlich hält, daß in Verhandlungen zwischen dem preu-
ßischen Kultusministerium und den preußi chen Stu- geführt dentenschasten auch der Vorstand der deut eben Stu-icbieben.
London, 30. Jan. Der diplomatische Berichterstatter der „Sunday Times" schreibt: Das Foreign Office ist dem Gedanken eines Abbruches der diplomatischen Beziehungen zu Rußland nach wie vor abgeneigt. Es bestehe daher nicht viel Aussicht, daß Nacdonalds vertrauensselige-Vereinbarungen mit >er Sowjetregieung rückgängig gemocht werden. Leiter sogt der Berichterstatter, die Regierung werde ne Reform des Gewerkschaftswesens nach neuer- ichen Ueberlegungen, in denen u. a. die Ansicht eine Rolle spielt, daß durch eine übereilte Aktion ein Zu- ammenschluß der Reihen der Arbeiterpartei herbei- -eführt werden würde, möglichst lange hinaus