Einzelbild herunterladen
 

Nü6 ^ ^N44^ ^E JM

«Sparer, bE evnien r

Ein Kapitel von häuslicher Abfallverwertung.

Haussrauen, die ohne Unterstützung bezahlter fKkräfie ihre wirtschaftlichen Arbeiten verrichten, rden vielleicht für die nachfolgenden Winke Dank ssen. Bei dem Zusammenarbeiten mit häuslichen igestellten ergibt sich nämlich, von Fall zu Fall, t mit Sicherheit die Schchwierigkeit, daß die ierfefte" behaupten wird, dieMehrbelastung" er schwachen Kraft, die ihr zugemutet wird, nicht rtragen zu können. Worin diese tatsächliche ltehrbelastung" besteht, werden bereits die näch- in Zellen klaren.

Wohl die wenigsten Frauen haben eine Ahnung, 6 sie da fast alltäglich Werte in die im Hofe auf» stellten Absallkästen befördern, die, nutzbringend gewandt, nicht nur die Arbeitsmöglichkeiten hlloser Betriebe stärken, sondern auch den eigenen rldbeutel.Diele Wenig machen ein Diel"! lautet 1 altdeutsches Sprichwort. Sind es auch vielleicht ir geringe Summen, die wir jedesmal aus diesen öfallquellen erlösen, so wird daraus, wenn man eselben aufspart, am Jahresschlüsse ein ganz nettes ümmchen, das uns die Erfüllung dieses oder jenes ^änlichen Wunsches gestattet, an die wir sonst cht denken konnten. Uebrigens ist es auch, rein un volkswirtschaftlichen Standpunkte aus für bie» nigen Kreise, die nicht zu sparen brauchen in» ressant, einmal zu erfahren, aus welch gering» gigen Material bestimmte Industriezweige nütz- che, vielgekaufte Dinge herstellen.

Zunächst noch eine kleine Abschweifung von esem Thema. Große Schweinemästereien ' lassen lelfach in den Berliner Vororten Wagen mit zer- einertem Brennholz umherfahren, das sie gegen ,he Kartoffelschalen tauschen. Der Zulauf, Den iefe Wagen haben, ist ein ganz beträchtlicher. Ausgekochter Tierknochen nehmen sich verschiedene abrikationsfirmen an Die tierischen Bestandteile I »erden in Knochenmühlen eingeliefert, zu Knochen- iehl zermahlen und als vielbegehrtes Dünge- Üttel in den Handel gebracht. Auch wird in jemischen Fabriken aus Knochenstücken Beinschwarz Phosphor hergestellt. Wieder andere Unter» ehmen erwerben diese Tierknochen zur Anfertigung an Schmuckstücken aller Art. Manche Halskette, ie unter der.Flaggeecht Elfenbein" segelt, ist aus en Schulter- und Beinknochen eines braven )chsen gedrechselt, dank der Erfahrung,daß Unbildung stark macht!"

Damen, die künstliche Blumen bevorzugen, mer» >ep schon darüber nachgodacht haben, aus welcher Nasse die zarten flimmernden Knospen derselben gestehen, die so entzückend wirken. Nun an dieser Stelle sei das Rätsel gelöst. Besonders präparierte Zischaugen wissen uns die Illusion noch unent» vickelter Blüten porzutäuschen, während die Fisch­suppen ein wesentliches Produkt bei ber Fabikation billiger, stark irisierender, künstlicher Perlet,' unö ähnlicher Zierstücke abgeben.

1 -91 fd)l aU^u ünbiekonnt dürfte ferner die Tatsache ein, daß es in einigen Teilen Deutschlands, befon» oèrs in. der Lausitz, zahlreiche Tuchfabriken gibt, die ihre Erzeugnisse aus wollenen Lumpen, die ihnen vielfach für diese Zwecke direkt aus den Haushalten zugehen, gewinnen Die Abfälle werden sorgsam sortiert, mit Drahtkratzen aufgelockert, oder durch den sogenanntenWolf" gejagt, mit frischem Ma­terial zusammen verwebt, und dann als fertiger Stoff wieder an den Konsumenten gebracht. Die Rückstände dieser Tuchherstellung wiederum ergeben eine bestimmte Art von Tapeten, die besonders gern zur Bekleidung der Zimmerwünde verlangt werden. Hausfrauen, die für ihren Familienbedarf die Klei­dungsstücke daheim herstellen, tuen jedenfalls klug daran, auch das kleinste Wollreftchen sorgfältig auf» zubewahren. Werden die Lumpen nämlich einer der auf diese Weise fabrizierenden Fabriken eingeschickt, so stellt sich das von ihr bezogene Material für die Garderobe des Ehemannes im Preise um etwa zwei Drittel geringer, als wenn von einer anderen Stelle gleichwertiger Stoff bezogen wird. Uebrigens sei es auch geraten, kleine Lederabfälle aufzubewahren, für welche die Farbenindustrie hinreichende Verwendung hat.

Auch unsere echt baumwollenenSommer­toiletten" meine Damen, sind durchaus nicht unver­wendbar wenn sie beschädigt, verblichen, für uns nicht mehr tragbar sind. Durch ein bestimmtes Ver­fahren wird ihnen ber Baumwollzusatz entzogen, die verbleibenden Wollreste, gründlich gesäubert, werden . auf den Webstuhl gebracht, um dann, als neueste Tuchschöpfung, in irgendeinem eleganten Schau­fenster unser eitles Herz wieder aufs höchste ^u ent­zücken. Das Fett, das in den bereits so viel er­wähnten Wollumpen enthalten ist, wandert in die sogenannteLichtei", um hier, als prima Stearin­kerze, seine Auferstehung zu feiern. Auch bei der Herstellung lindernder Salben kommen derartige Fette in Anwendung. Daß aus Altpapier, dito Zei­tungen und Wäschelumpen neues Papier fabriziert wird, ist wohl ebensowenig neu, wie die Gewinnung Don Papiermasse, aus deren zahlreiche Haushal­tungsgegenstände angefertigt werden, die ihre Ent­stehung einer Materie verdanken, die für die Pa­pierfabrikation ungeeignet war.

Abgeschnittene und gesammelte Zigarrenspitzen ergeben neuen, preiswerten Tabak. Auch für Fla­schenkapseln, Staniolreste, alte Konservenbüchsen, unbrauchbare Spielkarten haben verschiedene in» dustrielle Betriebe Verwendung. Langes, ausge» kämmtes Frauenhaar (im Zeitalter des Bubikopfes allerdings eine Rarität) wird, allerdings nicht unter % KUo, von Friseuren gern getauft und gut bezahlt. F Metallabfälle und unbrauchbare Kochgeschirre, ganz gleich welcher Art. können eingeschmoizen und dann leichfalls wieder nutzbringend verarbeitet werden. Auch Korkstöpsel soll man nicht etwa gedankenlos, aus Unkenntnis, dem Kehricht überliefern, sondern sie sammeln, da sie bei der Linoleumgewinnung und bei der Füllung von Rettungsgeräten für Schiff­brüchige, sowie auch für gewöhnliche Schwimm- Sürtel eine nicht unbedeutende Rolle spielen, wenn e zerschnitten und umgepreßt werden. Sogar Glas­scherben, ohne die es wohl in keinem Haushalte ab» geht, können noch an den Mann gebracht werden. Durch Umschmelzung und Neuformung kann man sie ihremBerufe" wieder zuführen.

Wohl in jeder größeren Stadt gibt es stattliche Produktengeschäfte, die durch den Einkauf der be­sprochenen Rückstände, die sie sorglich sortieren lassen, um sie dann an die in Frage kom­menden Betriebe weiter zu veräußern, vielen An­gestellten das Dasein ermöglichen. Es ist daher für Familien, bei denen sich zahlreiche Abfälle ber er» wähnten Art ansammeln, recht ratsam, mit einem '------ ' m^t^A,» Ai,f oftrn ein»

^lndersrisur.

>

Heutzutage heißt nicht mehr die Frage:Mut­ter, darf ich mein Haarbobden" lassen? sondern: Mutter, wie muß ich mein Haar bobben las­sen? Es gibt, ebenfalls Arten für Mädchen, ihr Haar als Bubikopf zu tragen, wie es früher sol­che gab, das lange Haar zu coiffieren, und für icdes Mädchen gibt es eine spezielle Art vonbob­ben," die ihm besonders steht.

. Hier sind einige Mädchen aus demHaar- modc-Skizzenbuch" abgebildet, die alle die neue­ste Mode hetr. kurzen Haares vertreten. Welches Genre würde nun nach Sbrer Meinung Ihrem Töch­terchen am besten stehen?

Marianne, oben in der linken Ecke, hat ein längliches, nicht sehr volles Gesicht und einen ziem­lich langen Hals. Deshalb trägt sie ihr Bubihaar etwas lang-r als gewöhnlich, weil dadurch ihr Hals kürzer ersacint. Ferner trägt sie einen breiten Pon- ny, weil Mutter weiß, daß dadurch ihr Gesicht et» was voller wirkt. Und um noch mehr Fülle zu erzielen, läßt sie ihr Töchterchen immer hübsche, runde Kragen auf dem Bleibe tragen.

Mia, das Mädchen daneben ist viel dicker als Marianne, und deshalb darf sie in keinem Falle ebenso frisiert werden. Ihr Haar ist viel kürzer geschnitten, sodaß dadurch itr Hals länger erscheint. Sie trägt nur sehr wenig Ponny und zwar nur mitten auf der Stirn; außerdem ist das Haar in der Mitte gescheitelt, während die Enden etwas ge­kräuselt sind, dicht bei ihren runden Wangen. Die Haarfrisur macht Mia viel schlanker, als sie eigent­lich ist. 3m Nacken ist das Haar etwas kürzer als vorn.

Frieda, rechts oben in der Ecke ist fertig, um zu einer Kindcrein'adung zu gehen. Sie hat hüb­sches Lockenhaar, das sie auf der Seite scheitelt, und etwas in die Stirn zieht, da ihr Gesicht etwas zu lang ist. Aber trotzdem hat sie ein hübsches

süv alle Tage.

Zumper bleiben trotz aller anderen Kleidungs« stücke immer noch in Mode. Natürlich werden sie von der herrschenden iDtobc beeinflußt, aber infolge ihrer Nützlichkeit denkt niemand daran, sie ver» schwinden zu lassen. 3n dieser Saison sind sie po­pulärer gewesen als je zuvor. Die neuen haben fast alle einen Gürtel um die Taille und in sehr vielen Fällen haben sie das übersallende Modell.

Bei selbstgcfärbten Jumpern kann man auch oft bemerken, daß die Nähte von schmalen, gehäkel- ten Streifen zusammen gehalten werden. Die Neu« erung stammt aus Paris. Die Röcke zeigen fast alle Falten, sodaß sie in Wirklichkeit weit sind, obwohl sie scheinbar gerade und schlank herabfallen.

Das unter Nr. 1252 abgebildete Iumperkleid wird aus biskuitfarbiger Biyella mit hellgrünen Karos gemacht. Der kurze Faltenrock hat an dem unteren Rande einen Streifen in einfacher Biskuit» farbe. Die gleiche Garnierung hat der Jumper selbst, der einen Kragen aus demselben Stoff hat, und leicht überfällt über einen schmalen Gürtel um die Taille. Die Vorderseite ist mit einer doppelten Rei­he Knöpfe besetzt.

Schnittmuster sind in den Maßen 42, 44, 48 und 48 unter Nr. 1252 für 65 Pfg. erhältlich.

Aus beigefarbigem Tuche ist das Kleid unter Nr. 1251 das garniert ist mit einem Kragen und Be­atz in mattrosa Farbton. Hier ist die Taillenline chärfer durch die an den Seiten am Rock aufgelegten, chmaicn Streifen hervorgerufen, während bie Weite

)cr Bluse durch Gruppen von Falten bei den Schul» lern vermindert wird. Für das vordere Stück wählt man als Garnierung Reihen von Knöpfen, ebenso für die Aermel.

bis zweimalige, monatliche Abholung einzugyhen. Mit Ausnahme von leeren Flaschen wird alles ge- wichtsweise verkauft. Fischaugen und -Schuppen kommen in Privathäusern selbstverständlich nicht in Frage, wohl aber für gewerbsmäßige Speisestätten, die aber, für diese leicht verderbliche Materie, sich ihrerseits mit den Herstellern von Kunstperlen und dergleichen verständigen sollten. Auf jeden Fall je­doch ist der Abschluß mit einem Lumpengrossisten

Gesicht und deshalb trägt sie auch, wenn sie einer Einladung folgt, eine Blumenranke im Haar, die auf der Seite befestigt wird, wie man ja auch auf dem Bilde sehen kann.

Für Alice, die gern Sport treibt, und deshalb meistens eine Matrosenbluse trägt, ist die Art, wie sie ihr Haar trägt, bequem und gleichzeitig prak­tisch. Sie hat weiches, blondes Haar und den Schei­tel auf der Seite, ebenso wie Frieda. Ihr Haar ringelt sich nicht so sehr und deshalb trägt sie es etwas kürzer gèbobbt, mehr der Kopflinie folgend. Außerdem trägt sie darin ein hübsches Band, das oben auf dem Kopfe in einer Schleife endigt.

Gertrude, däs nächste Mädchen trägt ihr Haar so, wie es gegenwärtig viel bei Gesellschaften ge­tragen wird. Aber nur ein Mädchen, wie Gertrude, die ein ziemlich volles Gesichtchen und dickes, glän­zendes Hoar hat, kann diese Frisur tragen. Ih Haar wird ganz herabgebürstet, sodaß es oben au dem Wirbel weich und glänzend ist und beinah aussieht, wie das ihres großen Bruders. Aber au der Seite hat sie hübsche Locken, die gleichsam kleine Korkzieher bilden, die sie an jeder Seite zusam­men nimmt mit einem Blümchen.

Käte, das Mädchen im Kreise kehrt uns den Rücken zu, da sie in ihrem Buche lieft und au diese Weise bekommen nur ihren Hinterkopf zu se­hen, wo das Haar nach Knabenart geschnitten ist. Diese Art ist ober wenig für ein sehr junges Mäd­chen zu empfehlen und ist mehr für Mädchen über 14 Jahre geeignet.

Aus den verschiedenen Haartrachten, die hier beschrieben sind, geht hervor, daß die Mütter gut daran tun, zuerst die Type ihrer Töchter zu stu­dieren und ihnen dann ihr Haar auf diejenige Wei- se schneiden lassen, die mit derselben am besten har­moniert.

Nr- 1252

91 r. 1251

und

48

Schnittmuster sind in den Maßen 42, 44, 43 unter Nr. 1251 für 65 Pfg. erhältlich.

der vorteilhafteste, da man bei ihm naturgemäß bessere Preise erzielt als bei den umherziehenden Zwischenhändlern, die ihre Anwesenheit durch laute Rufe in den Höfen oder vor den Häusern verkün­den.

Zum Schlüsse wäre noch ein besonderer Vor­schlag zu machen, der alle diejenigen betrifft, die, wie bereits am Beginn gesagt, nicht an Sparen zu denken brauchen. Trotzdem mögen sie alle die lieber»

bleibsel, die jeder Haushalt mit sich bringt, nicht achtlos beiseite werfen lassen, sondern nach Möglich, seit dafür Sorge tragen, daß sie gesammelt werden. Die jeweilige Marie oder Klara wird sich der ge­ringen Mühe vielleicht doch nicht gar zu unwillig unterziehen, wenn sie den guten Zweck hört, der damit verbunden ist.

Die Brockensammlungen nehmen Zuwendungen dieser Art, die sie nicht nur abholen lassen, sondern für die sie auch die geeignete, geldbringende Ver­wendung haben, jederzeit gern entgegen.Viele Wenig geben ein Viel" vielleicht konnten diese Zeilen dazu beitragen, daß der Eine oder Andere die Wahrheit dieses Ausspruchs einsieht und, wenn nicht zu feinen, so doch zu Gunsten Notleidender

Renate Hall.

danach handelt.

Die Untevklewung der modernen Fran.

Auch eine Modeplauderei.

Lohnt es sich eigentlich, einen Artikel über dies ^hema zu schreiben? Die Unterkleidung der moder­nen Frau ist soskizzenhaft", daß man sie in wenigen Sätzen schildern kann, so sollte man meinen! Wo sind die Zeiten hin, in denen die Frauen Bar­chent, Flanell und derbes Leinen trugen und in einem halben Dtzd. verschiedener Unterbekleidungs- stücke steckten, wie die Zwiebel in ihren vielen Scha­len oder wie zur Weihnachtszest ein , Luklapp- Paket" in unzähligen Umhüllungen? Wo sind die Dutzende und Aberdutzende von Nachtjacken und Hemden, Taghemden, Beinkleidern, Unterröcken und festsitzenden Untertaillen, die ehemals die Schränke und Schübe der Frauen neben den ungezählten Paaren selbstgestrickter Strümpfe füllten? Es muß einen wie ein Märchen an, wenn man dergleichen auf dem Lande oder bei den Vertreterinnen der älteren Generationen noch hier und da antrifft, im allgemeinen aber ist die Wandlung der Mode fast auf keinem Gebiete so revolutionär geworden, als gerade auf dem der weiblichen Unterkleidung.

Die moderne Frau hat keinen Platz und kein« Zeit, sie treibt Sport und bevorzugt die schlank« Linie. Demgemäß braucht sie Untergewänder, di« nicht austragen, die wenig Raum zur Aufbewah­rung beanspruchen, die schnell an- und abgestreist sind. Sie ist abgehärtet und bedarf daher nur weniger Hüllen, sie ist anspruchsvoller und liebt es daher, auch diejenigen ihrer Bekleidungsstück« zierlich und elegant zu gestalten, die gemeiniglich unsichtbar bleiben. Weißer und farbiger Batist, Opal, Linon, Seidentrikot, Waschseide, Chinakrepp etc. sind das Material ihrer Unterkleidung, Dalen- ciennes-Spitzchen, hauchfeine Häkeleien, Filet- oder Klöppelarbeiten, Hohlnahtlinien, zierliche Ranken» und Punktstickereien bilden den Schmuck. Sehr be» liebt sind zur Zeit angesetzte, farbige Randblènden und feine Plissees, und seicht und anmutig" ist das Motto für die gesamte Unterkleidung. Die Hemd­hose ersetzt heute fast allgemein die ehemals übliche Teilung der weiblichen Unterkleidung in Hemd und Beisikâ; da sie meist nach unten rockähnllch weit ausfällt, wird das Unterkleid entbehrlich, das man nur nach unter durchsichtigen Gewändern und mit diesen im gleichen Farbton trägt. DieUntertaille" und derUnterrock" sind also nahezu ausgestorben, nur unter dem Pullover bzw. der Jumperbluse trägt man noch die entsprechende Unterbluse. Die praktische Laschen- oder Windelhosenkombmation im Sommer wird abgelöst bzw. ergänzt durch die wärmere Pumphosen-Kombination im Winter, welch letztere man vielfach aus Woll- oder Seiden­trikot wählt. Das Nachthemd oder gar die Nacht­jacke von früher sind dem Bettkleide und dem Pyjama gewichen, und das heutige kokette Nacht- häubchen hat nur noch sehr geringe Aehnlichkeit mit den tollfalten- und rüschenumrahmten, massig be­bänderten Gebilden, welche unsere Großmütter trugen.

So ändern sich die Zeiten soll ich noch indis­kret sein und von der Wandlung der ehmaligen, fischbein- oder stahlgepanzertenKorsetts" in das schmiegsame Leibchen, den kaum sichtbaren Büsten» Halter von heute erzählen? Oder von den hauch­zarten und schmeichelnd weichen Strümpfen in allen erdenklichen Farben? Oder von den zierlichen Nich­tigkeiten, den Taschentüchern, und all dem anderen reizenden Drum und Dran, wie es die Frau von heute liebt? Nein, es fei für heute genug geplau- dert! Mit Staunen bemerkt man, daß dies Thema, das man so schnell erledigt glaubte, schier uner­schöpflich ist, aber hier wie bei vielen Dingen gilt der Satz, daß man nicht alles sagen soll, was man weiß, sondern der Beobachtungsgabe und Phantasie feiner Lehrerinnen auch noch einen Spielraum lassen muß! Annemarie S ch l u t e r.

Kür die Wirthe.

Feiner Eierkuchen. Man schlägt fünf ganze Eier tüchtig, gießt sie allmählich unter ständigem Um­rühren in zwei Tassen Milch, verrührt in einer Tasse Milch drei Eßlöffel Mehl ganz glatt, gießt ie dann zu der mit den Eiern verrührten Milch, ügt noch eine Prise Salz hinzu und rührt gut »urch. Dann wird auf einer Pfanne Fett erhitzt, der Teig darauf getan und der Eierkuchen abgebacken. Er darf erst kurz vor dem Anrichten gebacken wer- den, da er sonst fest wird.

Käseeierkuchen. 5 Eßlöffel geriebener Parmesan- käse, 5 Gelbeier und ein Viertel Liter Milch wer­den durcheinander gerührt, dann gibt man noch eine Prise Salz und das zu Schnee geschlagene Weiße der fünf Eier hinein. In einer Pfanne er­hitzt man nun Fett, tut die Teigmasse darauf und mckt goldgelb ab.

Eierkuchen mit Aepfeln und Brot Schwarzbrot wird fein gerieben (etwa ein Suppenteller voll) und mit fünf Eiern und drei Viertel-Liter Milch verrührt. Ferner kommen noch 50 Gramm Zucker, etwas Mehl, 100 Gramm zerlassene Butter und eingeschnittene Aepfel (am besten säuerliche, zwei Suppenteller voll), die man vorher halbweich ge­dämpft hat. Aus dieser Masse bäckt man hellbraun« Kuchen ab.

Schokolade-Plätzchen. ;^ Pfund feinen Kakao läßt man auf einer Schüssel im warmen Ofen völlig weich werden, vermischt ihn hierauf mit K stund Zucker und etwas Vanillegeschmack und setzt leine Kugeln davon auf saubere Bleche, auf denen man die Plätzchen im warmen Ofen in die Breit« aufen läßt, worauf man sie herausnimmt, kalt stellt, und erst nachdem sie völlig kalt geworden von den Blechen nimmt.