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General Anzeiger für

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / FürKlatzvorschrift u.Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hamm.<rstr.9 / Femspr. 3956,3957,3958

8. Altmai?

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Das Keueks.

Der Regierungsentwurf zum Gesetz über die Arbeitslosenversicherung ist dem Reichstag zu­gegangen.

Der kommunistische Antrag auf frühere Reichstagseinberufung ist abgelehnt worden.

In amerikanischen Regierungskreisen wird offen erklärt, daß das Protektorat über Nicaragua vollzogen sei.

Die Lage in Hankau wird nach wie vor als ernst bezeichnet.

Die litauische Regierung hat sechs kommu­nistische Stadtverordnete von Kowno verhaften lassen.

Wie Havas aus Cannes meldet, wird Briand heute von dort die Rückreise nach Paris antreten.

Das Erwachen LvinaS

London, 7. Jan. In den englischen Zeitungen wird allgemein festgestellt, daß die Uebergabe der Verwaltung der englischen Konzession in hankau an die Chinesen einen schweren Schlag für das engli' Ansehen lm fernen Offen bedeute. 3n den engli­schen Kolonten von Schanghai und Peking herrscht ungeheure Erregung. Die Schanghaier Kolonie be- reitet sich vor, die aus Hankau geflüchteten Frauen und Kinder der Engländer aufzunehmen.

c das englische kommt, hat In den enali- läufig errei.

festgelegt hat. Seine Neen durchdringen bereits den Norden und erschüttern ihn seelisch. Soweit der militärische Teil des Kantonprogramms in Frage l er sein Ziel mit der Jankse-Linie vor.

läufig erreicht. Wo die Waffen keinen Erfolg haben können, da werden unsere Ideen erobernd wirken.

Nie Woche.

Nachdem die Festtage vorüber und die offi­ziellen und offiziösen Neujahrsreden verklungen, wurde in dieser Woche das mehr oder minder amüsante Spiel des Rätselratens über die Re­gierungsbildung wieder ausgenommen. Wohl haben offizielle Verhandlungen über das Wie des Zufammenkittens des großen Haufen von Scherben, den die Oppositionsparteien des Reichstages beim Auseinandergehen der Volks­vertreter vor dem Weihachtsfeste Hintersassen haben, noch nicht stattgefunden, doch dafür ist hinter den Kulissen mit Vorschlägen, Ein­flüssen und Strömungen so eifrig gearbeitet worden, daß man täglich neue Kombinationen vernehmen konnte. Curtius, Stegerwald, Marx einige Namen von Persönlichkeiten, die als kommende Reichskanzler genannt und von der Parteipresse je nach ihrer Einstellung mit Annahme oder Ablehnung ausgenommen wurden. Keiner der drei genannten Männer hat in der Presse der für die Regierungsbil­dung in Frage kommenden Parteien einmütige Billigung gefunden, ein Beweis für den heute bestehenden Wirrwarr der politischen Parteien. Selbstverständlich verkennen auch wir die Schwierigkeiten nicht, die bei unseren partei­politischen Verhältnisse eine Regierungsbil­dung mit sich bringt, doch diese Schwierigkeiten hat man auch vorher gekannt und deshalb durfte die Regierungsbasis *nicht zerstört wer­den, ehe nicht eine andere vorhanden war. Diesen Fehler hat der deutsche Parlamentaris­mus seit seiner Einführung immer und immer wieder gemacht und damit "' gierungskrisen heraufbeschworen.

heute auf diesen Mißstand nicht näher ein- gehen, auch nicht auf die Ansicht verschiedener Kreise, daß man durch Heraufbeschwören der­artiger Krisen eine Klärung unserer partei- poWschen Verhältnisse schaffen könne eine wirkliche Klarheit ist unmöglich, solange das parlamentarische System in seiner heutigen Gestaltung besteht, sondern wir wollen uns, . nachdem der Fehler nun einmal gemacht ist, mit dem Stand und den Aussichten auf Lösuna - der Krise beschäftigen.

Nachdem die Regierung der Mitte gestürzt, weil sie nicht die breite Basis besaß, die nötig war, um der Dppofi-km Stand zu halten, suchen die vier Parteien der Mitte, die Deutsche und Bayerische Volkspartei, Zentrum und Demokraten, nach einem fünften Bundesge­nossen, um eine Mehrheitsregierung bilden zu können. Auf der linken Seite dieser Parteien neigt man zu den Sozialdemokraten und rechts wünscht man eine Hinzuziehung der Deutschnationalen. Die Stellung der So­zialdemokraten bezüglich einer eventuellen Reglerungsbeteiligung ist noch unbekannt, da­gegen sind die Deutschnationalen bereit, in die Regierung einzutreten. Diese Beteiligung wird jedoch vom Zentrum und den Demokraten soweit dies aus den Stimmen der Partèipreffe ersichtlich ist abgelehnt. Zur Begründung dieses ablehnenden Standpunktes wurde dieser ' Tage in derGermania" ausgeführt: Die Verbindung der Besitzlosen mit dem Staat der Gegenwart müsse durch Beziehungen mit der Sozialdemokratie aufrechterhalten werden. Durch Aufnahme der Deutschnationalen in die Regierungskoakition würde die Verbindung der Besitzlosen mit dem Staat der Gegenwart in die Brüche gehen. Angesichts dieser Stel- lungnahme des Zentrums wird es nicht mög­lich sein, eine gesamtbürgerliche Regierung zu bilden. Für eine Regierung mit den Sozial­demokraten ist aber bei der Deutschen Volks­partei angesichts der letzten Vorgänge im Reichs­tag bezüglich der Reichswehr wenig Neigung vorhanden, sodaß auch die Große Koalition

London, 7. Jan. Reuter veröffentlicht heute abend folgende verspätet eingegangene Meldung aus Hankau: Der Minister des Aeutzeren der südchinesi­schen Regierung hatte eine Konferenz mit den haupt­sächlichen Mitgliedern der amerikanischen Kolonie von Hankau über die sehr ernste Lage in hankau. Minister Tschen versicherte, es läge kein Grund für eine Panik vor und die Streitkräfte der nationalisti- »Remerung reichten aus, um Herr der Lage zu en. Rach der Konferenz beschlossen die meisten Angehörigen der ameriikanischen Kolonie hankau zu räumen.

Washington, 8. Jan. Der Kommandant der asiatischen Flotte, Admiral Williams, Hal den Befehl erhalten, sich nach Schanghai zu begeben, um über die dortige Lage Bericht zu erstatten.

hankau, 7. Jan. (Reuter). Um 1 Uhr morgens war die Lage noch sehr gespannt. Die britische Kon­zession wird vollständig von den Rationalisten be- wacht. Die Geschäfte mit den Banken sind vollkom­men lahmgelegt trotz der Versicherung der Rationa­listen, daß die Ordnung aufrecht erhalten werde. Der Korrespondent des Reuterbüros sowie andere Personen werden von kleinen Truppenabteilungen in den Geländen der Asiatischen Petroleumsgesell­schaft eingeschlossen gehalten: man hofft jedoch auf ihre baldige Befreiung.

Attsfühstmsen eines Wheerrder: ' Ehittssett.

Schanghai, 7. Jan. Ein deutscher Berichterstatter hatte mit einem der führenden Köpfe der neuen chinesischen Intellektuellen des Südens eine Unter­

Die Ereignisse werden sich genau umgeyrt abspielen, wie sie die Welt erwartet. Der Norden wird von sich aus zum Süden kommen und vom Süden angenom­men werden. Es mag fein, daß zwischendurch eine Reichsteiluna eintritt. Dies wäre allerdings ein schwerer Schlag für den nationalen Stolz Chinas.

Wir verkennen auch die Gefahren nicht, die eine solche Zweiteilung für unsere äußere Politik mit sich bringt. Was da auch kommen möge, tm großen Leben werden beide Reichsteile zu der großen chine­sischen Republik stehen. Die Wiedervereinigung werde nur eine Frage der Zeit fern.

Leider haben wir auch in unserem Lande eine große Reihe von politischen Feiglingen, Kapitals­flüchtlingen und Defaitisten. Letztere sind besonders unter den extremen Kommunisten zu finden. Diese Gruppe wirkt störend für die baldige Herbeiführung des Friedens, indem sie eine falsche Ansicht über China erzeugen. Wenn die Fremden klug sind, so kommen sie den Chinesen halben Weges entgegen, lassen ihre Exterritorialität freiwillig fallen und stellen sich mit China auf eine Vertragsbasis von gleich zu gleich. Die Fremden müssen sich dem Un- vermeidlichen beugen. Wir werden stets aus die Deutschen weisen, die zu ausgleichenden Verhand­lungen greifen, wenn es notwendig ist und sicherlich nicht schlecht dabei gefahren sind.

Zum Schluß möchte ich noch folgendes sagen: Trotz aller bewußten Friedensliebe meiner Lands­leute wird das 100-Millionen-Menschenbecken des Jankse-Flusses solange den Fremden abgeneigt blei­ben, wie die ungleichen Verträge bestehen. Solange sie fremden Kriegsschiffe vor ' Schanghai in den chinesischen Gewässern liegen, wird die Schanghaier Millionenbevölkerung eine Provokation darin sehen. Wenn es den Fremden in der Stadt Kanton nicht gefällt, so mögen sie auf ihrer Insel Schameon blei­ben, wir entbehren sie nicht. Die Fremden, besonders die Engländer, müssen endlich aufhvren, die Chine­sen als eine niedrigere Rasse anzusehen. Sie dürfen unseren nationalen Stolz nicht weiter fortgesetzt

redung, in der letzterer ausführte:

Bei den Kriegswirren in China handelt es sich um einen generellen Umsturz alt bestehender Ver­hältnisse. Im Süden, der für neue Ideale kämpft, sind die Rousseau'schen Menschheitsgedanken ebenso mächtig wie in Frankreich von 1789. Der Süden mag _____________ ... ____________ __________

daher gegen den starren Militarismus des Nordens, Willen zur Freiheit in das Chinesentum eingedrun- siegen. Der Süden verfügt über ein vollkommenes | gen ist und wie stark die Intellektuellen als Führer Programm, das Sun Hat Sen in seinem Testament anerkannt werden.

wir besetzt halten, aufwerfen zu lassen, solange Deutschland nicht alle Bürgschaften gegeben hat sowohl für unsere Sicherheit als auch für die Ausführung des Dawes-Planes". Diese Aeußerung genügt, um den Gegensatz zwischen Briand und Poincarè zu erkennen, der akut werden kann, wenn die Sozialdemokraten in den ersten Tagen der Wiedereröffnung der Kammer eine Interpellation über die auswär­tige Politik einbringen. Von der Linkspresse wird daher erklärt, daß der Endkampf zwischen den beiden gewaltigen politischen Kräften Frankreichs, dem Poincarismus und dem Bri- andismus, dem Ausdruck der Verständigungs­politik und der Politik der nackten Gewalt, be­vorsteht." Wir können an diesen Endkampf noch nicht glauben, sind vielmehr der Ansicht, daß es zu einer Einigung zwischen Briand und Poincarè kommen wird und zwar auf Kosten Deutschlands. Man wird versuchen, die Räu­mungsmaßnahme auszumünzen durch einen Kuhhandel, dem auch Poincarè zustimmen kann. Es ist ganz selbstverständlich, daß sich Deutschland gegen einen solchen Kuhhandel mit aller Schärfe wenden wird. Deutschland hat ein Recht darauf und zwar ohne Gegenleistung zu verlangen: Abzug sämtlicher Truppen aus dem Rheinland. Schon gemäß Art. 431 der Versail­ler Vertrages hat Deutschland einen Rechtsan­spruch auf eine sofortige Räumung der Rhein­lande und darüber hinaus hat es nach den Ver­trägen von Locarno, in denen Frankreich wert­volle Sicherungen gegeben sind, ein moralisches Recht darauf, daß fremde Desatzungskontin­gente aus deutschem Gebiet verschwinden. Hier kann es keine Ausflüchte geben, wenn die Der- träge einen Wert haben sollen. Deutschland wird mit allen Mitteln auf seinem Recht be­stehen und die Forderung auf Räumung der Rheinlands so oft und solange wiederholen, bis sie erfüllt ist. R. H.

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verletzen. Der Welt ist augenscheinlich noch nicht be­

wußt, wie tief der demokratische Gedanke mit dem

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nicht in Frage kommt. Was soll nun werden? Nach Berliner Informativen soll der volks­parteiliche Reichswirtschaftsminister Dr. Cur­tius ausersehen sein, die entscheidenden Ver­handlungen mit den Parteien zu führen. Ob sich der Reichspräsident sofort an Dr. Curtius wenden, oder erst an die Sozialdemokraten und die Deutschnationalen die Frage stellen wird, ob sie bereit sind, die Bildung der Re­gierung zu übernehmen ein Beginnen, das nach den Regeln des parlamentarischen Sy-

stems richtig ist, aber im Erfolg für aussichts­los gehalten wird, da nach Lage der Dinge beide Parteien diese an sie gerichtete Frage verneinen werden steht noch dahin. Erhält Dr. Curtius die Berufung zur Kabinettsbil­dung, so wird er zunächst die Verhandlungen über die Bildung einer Mehrheitsregierung von der Mitte aus aufnehmen. Gelingt ihm dies nicht, was nach den vorausgegangene Er­fahrungen anzunehmen ist, wird er dazu über­gehen, ein Kabinett der Mitte zu bilden. In Zentrumskreisen wird nun allerdings Stim­mung gegen Dr. Curtius gemacht. DieGer­mania" schrieb dieser Tage, daß eine Regie- rung auf der bisherigen Grundlage, wenn sie unter Führung des volksparteilichen Wirt­schaftsministers Dr. Curtius mit Stresemann als Außenminister gebildet würde, schon eine solche Verschiebung des Schwergewichts nach rechts bedeuten würde, daß man dann kaum von einer Regierung der Mitte reden könnte. Es liege nicht im Interesse des von volkspar- tellicher Seite geforderten Zusammenarbeitens der Mittelparteien, wenn Dr. Curttus eine

mania

solche Mission unternehme. Das Blatt ver­langt, daß die Führung des neuen Kabinetts wiederum beim Zentrum liegen soll. Die volks- parteikicheKöln. Ztg." erwiderte hierauf, daß der Hinweis auf die Verlegung des Schwerpunktes nicht ausschlaggebend sein könne gegenüber der Tatsache, daß beim Ver­bleiben der Kabinettsführung beim Zentrum nur wieder eine Kanzlerschaft Marx in Frage käme und Herr Marx und das Zentrum sich an dir Sozialdemokratie gebunden hätten, während die Deutsche Volkspartei nach links und nach rechts freie Hand besitze und darum nach dem Scheitern des Zentrumstanzlers in

erster Linie zur Führung eines Kabinetts der Mitte berufen sei. Nach der zitierten Stel lungnahme des Zentrums, das Dr. Marx wieder auf den Schild erheben möchte, find auch für Curtius die Aussichten nicht allzu günstig und es läßt sich noch nicht sagen, ob, wenn er am Montag oder Dienstag seine Be­rufung zur Regierungsbildung erhalten, seine Bemühungen Erfolg haben werden. Dagegen kann man schon heute als feststehend bezeich-

Berlin, 7. Jan. Die kommunistische Reichs- tagsfraktion hat vor einigen Tagen beim Reichs- tagspräsidenten Löbe die sofortige Einberufung des Reichstags beantragt. Präsident Löbe hat diesen Antrag abgelehnt. Diese Entscheidung wurde wohl getroffen, nachdem der Präsident sich vergewissert hatte, daß die großen Fraktionen des Reichstags die alsbaldige Einberufung des Parlaments nicht wünschen. Es scheint also auch die sozialdemokratische Fraktion nicht für den früheren Zusammentritt des sein, obwohl früher bei standen hat. Anscheinend

Reichstags eingetreten zu ihr wohl Neigung dazu bef hielt man jetzt eine vorzeitige Einberufung nicht mehr für nötig, seitdem feststeht, daß Anfang nächster Woche die Verhandlungen über die Regierungsbit dung beginnen werden.

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der Zerrissenheit unserer

bürgerlichen Parteien auch diesmal die Schaf­fung einer starken, gesicherten Regierungs­basis nicht gelingen, sondern man sich wieder mit einer parlamentarischen Zwischenlösung begnügen wird, trotzdem das deutsche Volk nichts nötiger hat als eine starke Regierung, die, wie Dr. Külz dieser Tage ausführte,auch wirklich regieren kann".

Neben den Erörterugen über die Regie­rungskrise stand in dieser Woche der Pariser Kampf über die vorzeitige Räumung der Rheinlande im Mittelpunkt des Interesses. In Paris ist ein Kampf für und gegen die Räumung entstanden, der auch als Kampf Briand-Poincarè bezeichent wird. Die Geg­ner Briands wissen, daß der französische Außenminister die Absicht hat, in Verfolg der eingeleiteten Verständigungspolitik den Ge­danken der Räumung be* Rheinlands in Er­wägung zu ziehen, weshalb sie allen Einfluß aufbieten, ihm Schmierigkeiten zu machen. Besonders die Blätter der Rechten gebärden

sich als Hüter des heiligen Feuers, dessen chauvinistische Flammen seit einem Jahrhun­dert bis zum Rhein schlagen und fordern, am Rhein zu bleiben. DasEcho de Paris" r:r

im Rhein schlagen und forde bleiben. DasEcho de Paris

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öffentlicht eine Reihe von Antworten von Militärs und Politikern, Vie ausdrücklich die

Fortdauer der Besetzung der Rheinlands als die nötige Sicherheit für Frankreich bezeichnen. Auch Poincarè hat sich gegen die Erörterung r die vorzeitige Râu- ' ausgesprochen sich. einer solchen Erörterung widersetzen undnötigenfalls die Gründe be­kanntgeben, wegen deren es ihm unmöglich erscheint, bei der gegenwärtigen Lage die Frage der Räumung der Rheinlandzone,'die

einer Interpellation über

mung des linken Rheinufers ausgesprochen und er wird sich , einer solchen Erörterung widersetzen uni kanntgebe

Oese« die KheiniMr-ämusts.

Paris, 8. Jan. Auf eine vomEcho de Paris" veranstaltete Umfrage betr. der Rheinlandräumung antwortete der Gouverneur von Straßburg Gene­ra l B e r t h e l o t u. a.: Die Deutschen wissen, wie viele Zerstörungen der Krieg anrichtet, deshalb wünschen wir keineswegs, daß der nächste bei ihnen beginnt. Sein Amtsvorgänger vertritt den Stand­punkt, daß die Besetzung wertvoller ist als 12 Reden in Genf. General Poüydaquin erklärte, die Räu­mung des Rheinlandes würde ein schweres Unglück sein. Ich stehe auf dem Standpunkt, daß an eine Räumung nicht gedacht werden kann bevor die Ver­teidigung der französischen Grenze nicht sicher ge­stellt ist.

Kette ^Lrmes"-Aetzs sese« GeutßMand.

London, 7. Jan. Der BerlinerTimes"-Korre- iponbent beschäftigt sich im Zusammenhang mit den Re st Punktverhandlungen ausführlich mit der Frage der Herstellung von Kriegsge­rät. Er glaubt, daß Deutschland offenbar jede für den Export geeignete Art von Kriegsmaterial her. zustellen wünsche. Die Interalliierte Militärkontroll- Kommission sei nicht mehr direkt für die deutsche Abrüstung verantwortlich, sondern sei jetzt ausüben­des Organ des Pariser Militärkomites. Ueber die Ansichten der Kommission in der Frage der Herstel- lung von Kriegsmaterial für den Export könne kein Zweifel bestehen. Ein Nachgeben in dieser Frage ließe alle von der Kommission seit Kriegsende ge- leistete Arbeit ungeschehen und die deutsche Abrüst­ung nur zu einem Phantom machen. Es bleibe im­mer ungewiß, ob und wie schnell die deutsche Armee in ein Instrument des Krieges umgewandelt werden könne. Die Meinung der Sach- verständigen gehe hierüber wett auseinander, aber niemand, der die letzten Ereignisse in Deutschland verfolgt habe, könne behaupten, daß irgend ein An- zeichen jener moralischen Abrüstung vorhanden sei^ die die Begleiterscheinung von Pakten und Derträ-f gen sein müßte. Millionen Deutscher verhielten sich diesen Fragen gegenüber gleichgültig, ja zum gro-, ßen Teil feindselig. Und dieses zweite Deutschland sei es, das, ähnlich wie vor dem Kriege, den. militärischen Geist des Landes vertret^

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