Einzelbild herunterladen
 

^General Äktzrigrr für

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM.1.-,für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 125t»pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 JVpfg^ im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. / Offertengebühr 50 R-Pfg.

Svettas den

S. Sarma«

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./GeschäfissteNe: Hammerstr.S /Fernspr. 3956,3957,3958

1922

Das Nsrrefts.

In der gestrigen Sitzung des Reichskabinetts sind die neuen Instruktionen für die deutschen Unter­händler in Paris (Entwaffnungsfragen) beraten worden.

In der Regierungskrise scheint mit der Er­klärung des Zentrum», daß es bei einer neuen Re­gierung der Mitte den Kanzler für sich in Anspruch N nehme, eine neue Situation geschaffen zu sein.

Beim Dreikönigstag der demokratischen Partei Württembergs sprach Reichsminister Dr. Külz über die schwebenden Probleme.

Heute sollen die deutsch-polnischen Handels- Vertragsverhandlungen ausgenommen werden, deren Gegenstand Zölle und Niederlassungsfragen sind.

Die britischen Freiwilligen haben Hankau geräumt.

wachsende âonslièissesahv

China ist schon seit Jahren ein Herd inter­nationaler Konfliktsgefahr. Eine Zeitlang schien es, als müsse der fast ununterbrochene Bürgerkrieg der feindlichen Generale zur Auf­lösung des Reiches der Mitte führen und im weiteren Verfolg einen Kampf der Großmächte um die willkommene Beute entfesseln. Dann aber gewann die nationale Freiheitsbewegung immer mehr an Kraft und Anhang und schuf an der Stelle des alten, zerfallenen Reiches eine neue einheitliche Strömung, die immer weitere Kreise des Volkes erfaßte. Nachdem der sogenannte christliche General Feng mit seiner Kuomintang-Armee im Kampfe um Peking ge­scheitert ist, betrachtet sich Kanton als den Vor­kämpfer der chinesischen Freiheitsbewegung. Von Kanton aus ist diese Bewegung siegreich weiter nach Norden vorgedrungen, hat in Hankau Fuß gefaßt und streckt von dort aus die Hand nach Schanghai und nach dem Nor­den des Reiches aus. Die Kanton-Regierung betrachtet sich als die Vertreterin des natio­nalen Chinas und verlangt als solche die Aner­kennung der Großmächte. Hier liegt heute der kritische Punkt in der Politik des fernen Ostens. Denn die Großmächte haben sich mit Aus­nahme Deutschlands auf chinesischem Boden Vorrechte und Privilegien zu eigen gemacht, die sich mit den Forderungen der Kantonregie­rung und der von ihr geführten Volksbewe-

gung nicht mehr vertragen.

England ist vor der wachsenden Bedeutung der chinesische Volksbewegung bereits einen Schritt zurückgewichen. Es hat den Vertretern der Großmächte in Peking ein Memorandum überreichen lassen, in dem es den Vorschlag macht, China die Erhebung von Zuschlags­zöllen zuzugestehen, sobald das Land durch eine wirkliche Zentralregierung vertreten sei. Gleich­zeitig hat England seinen diplomatischen Ver­treter in China angewiesen, mit der Kanton- Regierung Fühlung zu nehmen und Mr. Lamsson hat daraufhin dem Außenminister der . Kanton-Regierung Eugen Cheng in Hankau einen Besuch abgestattet und mit ihm eine längere Unterredung geführt. Aus alledem ging klar hervor, daß die englische Regierung die Absicht hatte, sich mit Kanton auf guten Fuß zu stellen, nachdem das Schwergewicht der chinesischen Politik von Peking nach dem Süden sich verschoben hatte. Aber dieser diplo­matische Schachzug ist ohne Eindruck und ohne Erfolg geblieben. Das englische Memorandum hat bei den andern Mächten eine sehr geteilte Aufnahme gefunden und in Hankau hat man, ohne erst die Zustimmung der Mächte abzu- varten, sofort mit der Erhebung von chlagszöllen begonnen. Die erbitterte Feind- chaft der chinesischen Volksbewegung gegen England aber hat an Schärfe und Heftigkeit nichts verloren. In Hankau lehnen sich die Massen gegen die Engländer auf und suchen in die englische Konzession einzudringen.

Die Engländer haben sich in Hankau bisher sehr zurückhaltend benommen. Eine Marine-

. truppe, die vorgeschickt worden war, ist wieder zurückgezogen worden, ohne daß sie trotz ernster Belästigung von der Waffe Gebrauch

5 gemacht hätte. Offenbar will ' ' Zwischenfälle vermeiden, die jeden Annäherungsversuch nach der Seite tonregierung unmöglich machen müßten. Es ist sich aber gleichzeitig bewußt, daß die Lage im fernen Osten sehr gespannt geworden ist und es trifft danach seine Flottenmaßnahmen. Oie englische Presse gibt sich alle erdenkliche Mühe, die chinesische Volksbewegung als bol­schewistisch und die Kantonregierung als ein Werkzeug Moskaus hinzustellen. Beides ist grundfalsch. Cs bandelt sich in Edina um eine

England weiteren der Kan-

Nie letzte« GniwaffnungS- verhandtungen.

Eine Pavksev «ote. - «ene LnftLuktronen füv die ^UutevhSudlev. Sie vier stvittlse« Reftvunkte.

Berlin, 6. Jan. In der heutigen Sitzung des Kabinetts find die neuen Instruktionen für die deut­schen Unterhändler in Paris, General v. Pawels und Legationsrat Forster, beraten und beschlossen worden. Die beiden Delegierten werden in Paris über jene Restpunkte verhandeln, die in Genf noch offen gelassen worden sind und bis 31. Januar be­reinigt sein sollen.

Die neuen Instruktionen, die die Interalliierte Militärkontrollkommission von ihren Pariser Auf­traggebern erhalten hat, scheinen bisher nicht geeig­net zu sein, die Verhandlungen über das Kriegs- :jetz schnell zum Abschluß zu bringen, und es r noch nicht, zu übersehen, wie die notwen- r deutschen Regierung eine

gerätegese ist bisher digsten Forderungen der deutschen Regierung eine Erfüllung finden sollen. Bei den Berliner Verhand- lungen kommen vor allem vier Streitpunkte in Frage. In der Frage der Schifssmaschinen fordert die Gegenseite, daß keine deutsche Fabrik

Schiffsmaschinen an Ausländer liefern darf für den Fall, daß diese Maschinen zum Einbau auf Kriegs- schiffen bestimmt sind. Die deutsche Regierung steht aus dem Standpunkt, daß diese Maschinen kein Kriegsgerät sind und es nicht zu verstehen ist, wa­rum der deutschen Wirsschaft die Möglichkeit ge­nommen werden soll, derartige Aufträge zu über­nehmen.

Eine zweite Streitfrage ist die der Kriegs- j p e z i a l m a s ch i n e n, die ebenfalls nicht unter den BegriffKriegsgerät" fallen, mit denen aber Kriegsgerät hergestellt werden kann, z. B. Maschi­nen zur Herstellung von Patronen und Patronen­hülsen. Die Gegenseite verlangt, daß nicht nur die Herstellung dieser Maschinen, sondern auch die Her­stellung von Hilfswerkzeugen zur Herstellung dieser Maschinen, wie Schablonen und Matrizen verboten sein oll. Auch diese Streitfrage ist für die deutsche Wirtschaft von erheblicher Bedeutung.

Im Hinblick auf die Halbfabrikate fordert die Botschafterkonferenz schon dann ein Verbot, wenn diese Halbfabrikate vom Besteller zu Kriegs­gerät ausersehen sind. Die Begriffsbestimmung Halbfabrikate ist sehr ausle!

ordert

wenn nicht eine klare Regelung

j und kann, gt, ebenfalls

für Deutschland schwer schädigend wirken. Davon aber abgesehen entspricht die Forderung der Bot­schafterkonferenz in keiner Weise den Bestimmungen des Versailler Vertrages. Falls es nicht gelingen sollte, in dieser Frage zu einer Einigung zu kom­men, wird vermutlich wegen dieser Frage das Schiedsgericht angerufen werden müssen.

Beim vierten Streitpunkt über Einzelteile der Optik verlangt die Botschafterkonferenz, daß der deutschen Industrie die Herstellung von Einzel­teilen als Hilfskriegsgerät, wie z. B. Entfernungs­messer usw. verboten sein soll. Der Versailler Ver­trag verbietet aber lediglich die Herstellung aktiver Waffen, und bei diesem Verbot handelt es sich um eine rein wirtschaftliche Angelegenheit, die vor allem wohl englischen Bestrebungen entsprungen sein dürfte, da englische Wirtschaftskreise die zurück­gebliebene englische optische Industrie konkurrenz­fähig gegenüber der deutschen Industrie machen wollen. Die deutsche Regierung dürfte zu einer Re­gelung bereit sein insofern, als alle Sicherungen und Vorrichtungen getroffen werden sollen, die ein Verbleiben von Maschinen, die unter Umständen zu Kriegsgerät montiert werden können, in Deutsch­land unmöglich machen. Im übrigen steht Deutsch­land auf dem Standpunkt, daß es ihm nicht obliege,

Unabhängigkeitsbewegung der breiten Massen. Richtig ist nur, daß diese Bewegung Fühlung mit Moskau hat, denn die Sowjet-Regierung ist der geschworene Feind Englands in Asien und der natürliche Bundesgenosse eines jeden, der sich in Asien gegen die Vorherrschaft Eng­lands auflehnt. Durch diese Zusammenhänge erhält der örtliche Konflikt in Hankau einen ehr ernsten weltpolitischen Hintergrund. Spitzt ich der Konflikt zu, so kann man nicht über« ehen, welche internationalen Folgen daraus vielleicht noch entstehen werden. Deutschland kann der Entwicklung mit Ruhe zusehen, da wir auf alle Privilegien und Konzessionen in China verzichtet haben und mit dem chine­sischen Volk auf bestem Fuße stehen. Wenn aus Versehen ein Deutscher bei den Zwischenfällen in Hankau in Mitleidenschaft gezogen worden ist, so hat der Außenminister Cheng darüber

sofort sein Bedauern ausgesprochen.

Auch in Mittelamerika spinnen sich Welt­handel an, an denen wir nicht unmittelbar be­teiligt sind, die aber doch unser volles Interesse erfordern. Nachdem die Vereinigten Staaten einmal in Nicaragua zugunsten des Präsiden­ten Diaz eingegriffen hatten, blieb ihnen gar- nicbts weiter übrig, als diese ihre aktive Politik weiter au verfolgen. wenn sie nicht ihre ganze

as

die weitere Bestimmung der gelieferten Waren, die unter keinen Umständen unter den Titel der Rüstungen fallen könnten, zu prüfen, denn es laufe auf eine deutsche Waffenkontrolle im Auslande hin­aus. Deutschland sehe sich also genötigt, in allen Fragen ein Schiedsgericht zu verlangen.

___ die Verhandlungen über die O st - festungen anlangt, so wird sich Geheimrat For­ster vom Auswärtigen Amt anfangs der nächsten Woche erst nach Paris begeben. Es ist notwendig darauf hinzuweisen, daß der deutsche Hauptfestungs­gürtel früher in folgender Linie bestand: Königs­berg, Masurische Seenplatte (Lötzen), Weichsellinie von Danzig bis Thorn mit den Hauptstützpunkten Graudenz und Thorn und den kleineren Werken Marienwerder und Kulm. Daran schloß sich die

Festung Posen und die Oderlinie, die aus strate­gischen Gründen nicht so stark ausgebaut war. Heute kommt von den Ostfestungen in Wirklichkeit nur noch Königsberg als Festung in Frage. .Diese Festung besitzt eine Artillerie in Stärke von 22 schweren Geschützen und zwar handelt es sich hier um die einzige schwere Artillerie, die uns der Ber- sailler Vertrag überhaupt gelassen hat.

Nokneavs gegen Nviaud?

ImEcho de Paris" wird die Kampagne gegen Briand fortgesetzt. Es wird dort neuerdings behaup- tet, Poincare habe erklärt, er werde sich in eigener Person einer Aussprache über die auswärtige Po­litik Wiedersehen, da es ihm in der gegenwärtigen Lage unmöglich erscheine, die Frage der Rhein- lündräuinung aufwerfen zu lassen. Sollten damit die Aeußerungen des französischen Ministerpräsidenten tatsächlich richtig wieidergegeben worden sein, so läge darin eine recht deutliche Absage an den Außen­minister. Denn Briand hat bekanntlich eine außen­politische Aussprache im Parlamente verlangt, weil er das begreifliche Bedürfnis hat, festzustellen, ob die französische Kammer seine Außenpolitik billigt. Eine solche Bestätigung wäre nicht nötig, wenn ein anderer an der Stelle des Herrn Potncarè säße und wenn die französische Regierungskoalition nicht auch wesentliche Teile des bloc national in sich be­griffe, deren innere Einstellung zu Briands Außen- Politik wohl ebensowenig zweifelhaft sein kann wie

die des französischen Minil

Daß Poincarè die Vers mit schelen Augen verfolg deckung. Ob sich der Geg Briand aber so sehr Zuges

gungspolitik Briands keine neue Ent-

3 zwischen ihm und hat, wie es von dem

Echo de Paris" dem Organ des französischen Ge­neralstabes, angedeutet wird, ist doch wohl noch nicht erwiesen, Sollte es indessen der Fall sein, so müßten wir es den beteiligten Personen und Par­teien überlassen, diesen Kampf auszufechten. Briand wird, nach seinen bisherigen Aeußerungen zu urtei­len, die Kammer und das Kabinett vor die Frage stellen, ob sie den Kurs der bisherigen Außenpolitik weiter verfolgen und damit der Frage der Rhein­landräumung nähertreten wollen. An der ungestör­ten Fortsetzung dieser Politik hängt für Frankreich viel ab, in erster Linie die Entwicklung feiner finan­ziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse zukünftiger Stabilität. Es wird Sache der Franzosen sein, sich diese Tatsache bei den kommenden innerpolitischem Auseinandersetzungen vor Augen zu halten. Wir handeln am besten und klügsten, wenn wir uns jeder Einmischung und jeder gegenseitigen An­spielung der Parteien und Meinungen enthalten.

Machtstellung in Mittelamerika namentlich Mexiko gegenüber einbüßen wollten. Sie sind also konsequent weiter vorgegangen und haben Managua, die Hauptstadt Nacaraguas besetzt. Wie die Engländer so demonstrieren auch sie bereits mit ihrer Flotte, die an der kubanischen Küste manövriert. Auch hier häuft sich der Zündstoff. Immer schärfer wird der Gegensatz zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko, das im Begriffe steht, die amerikanischen Land- und Oelkonzessionen auf. mexikanischem Boden zu beschlagnahmen und das durch die Unter­stützung des Gegenpräsidenten Sakasa in Nicaragua seine eigene Machtposition in Mit­telamerika verteidigt. Die Lateinstaaten ver­folgen das Vorgehen Washingtons mit unver­hohlen feindseligen Blicken und in den Ver­einigten Staaten regt sich eine scharfe inner­politische Opposition unter der Führung des Senators Borah gegen Coolidge. Alles in allem: Ein plötzlicher Rollentausch des amerika­nischen Friedensapostels, der tief blicken läßt.

Englands «kedevlage ht Ehlna.

London, 6. Jan. Der Sonderkorrespondent. der

Daily Mail" in Hankau berichtet von gestern _____,.

nachmittag, die britische Kolonie sei in äußerster Rede, in der er u. a.

Gefahr. Ihre einzige Stütze seien die chinesischen Rheines sei uns eine Lebens- und Ehrenfrage, ganze Truppen, die nichts aeaen den Aunebmenben Fana- Der ehrliche Wille des überaroßen Telles des beut«

tismus unternommen hätten. Angesichts der gestern geplanten Landung englischer Marinesoldaten habe der Minister des Auswärtigen der Kantonregierung erklärt, wenn ein einziger Schuß abgefeuert werde, würde das britische Viertel angegriffen werden. Die eingeborene Polizei hat sich geweigert, im Fremden­viertel Dienst zu tun. Heute nachmittag soll alle Arbeit eingestellt werden. Die Arbeiteroer­bände verlangen, daß die Kantonregierung dem britischen Konsul ein 72stündiges Ultimatum stellt, in dem die Entwaffnung der eng­lischen Freiwilligen und der Polizei ver­langt wird. Im Fall einer Ablehnung soll der Generalstreik proklamiert und das britische Viertel blockiert werden.

London. 6. Jan. Nach einer Meldung derChi­cago Tribune" hat der amerikanische Generalkonsul in Schanghai Nachrichten aus H a n k a u erhalten, wonach die Lage dort seh- " " -" '" ^" Missionare im Innern su

den. im Interesse ihrer Sicherheit zurückzukommen.

London, 6. Jan. Nach Reutermeldungen aus Hankau begannen gestern abend im Einvernehmen mit den chinesischen Behörden die britischen Freiwilligen die Stadt zu räumen. Von Schuhwachen begleitete Lastautomobile brach­ten die Freiwilligen bis zum Landungsplatz der englischen Kriegsschiffe. Die Räumung, die bis gegen 2 Uhr früh dauerte, wurde ohne Zwischenfall been­det. Die Ordnung in der Stadt wird zur Zeit durch Militär aufrecht erhalten.

) r ernst ist. Alle ;nb aufgefordert wor-

Die ganze Bevölkerung in Aufruhr gegen England.

Paris, 7. Dez. Eine Agenlurmeldung aus Schanghai besagt, die Lage in Hankau werde immer schlimmer. So gut wie die ganze Bevölkerung ohne Unterschied der Klassen befinde sich im Aufruhr gegen England.

Genugtuung für den verletzten Deutschen..

Berlin, 6. Jan. Zu der englischen Meldung über die Verletzung eines Deutschen in Hankau erfahren die Bllätter von zuverlässiger Seite, daß es sich um den deutschen Staatsangehörigen Burmeister handelt- Er geriet am Montag abend, als er von einer Motorradfahrt heimkehrte, auf englischem Ge­biet in eine demonstrierende Volksmenge, ohne von der Demonstration etwas gewußt zu haben. Durch Messerstiche erhielt er zahlreiche Wunden. Der Außenmini st er der Kantonregierung hat dem deutschen Konsul sofort sein Bedauern über den Zwischenfall ausgesprochen und erklärt daß die Regierung die Verantwortung für bit Sicherheit der Deutschen übernehme und zu volle, Genugtuung bereit sei.

Gusttsche SlottenvesrftZVktms für Ma?

£ o n b o n, 6. Jan.Evening News" will wissen, daß die Admiralität endgültig beschlossen hat, die 8. Zerstörerslotille, bestehend aus neun Fahrzeugen, nach Lhlna zu senden.

Weitere Tvuvvensendnnsen nach Meavaana.

Washington, 6. Jan. Sechs weitere Kriegsschiffe, darunter drei Kreuzer, haben Befehl erhalten nach Nicaragua auszulaufen. An Bord der Schiffe be­finden sich 400 Marinetruppen. Wie das Marine­departement mitteilt, verfolgt die Entsendung wei­terer Truppen nach Nicaragua den Zweck, Admiral Latimer in den Stand zu setzen, das Leben und Eigentum der amerikanischen Staatsangehörigen unter allen Umständen zu schützen.

Das Staatsdepartement veröfffentlicht ein Kommunique, wonach der amerikanische Gesandte in Managua von dem englischen und italienischen Ge­sandten eine Mitteilung erhalten habe, daß nach ihrer Ansicht das Leben der Ausländer nicht genü­gend geschützt sei. Das Staatsdepartement habe auf diese Erklärungen hin beschlossen, die bereits er­griffenen Maßnahmen aufrecht zu erhalten. Die Er­klärungen seien ein Beweis dafür, daß die ameri­kanische Politik in Nicaragua auch von den anderen Mächten gutgeheißen werde. Außerdem erfährt man, daß der amerikanische Kommandant in Nica­ragua ermächtigt worden ist, um Managua eine neutrale Zone zu schaffen, wie dies jüngst auch in Puerto Cabezas erfolgt ist.

Nach einer Sitzung des Senatsausschusses» für auswärtige Angelegenheit erklärte Senator Borah, die militärische Intervention in Nicara­gua bedeute keine Verletzung der Monroedoktrin, weil keine europäische Regierung in die Angelegenheit verwickelt sei und keine nichtamerikanische Regierung daran teilnehme. ,

Nicaragua, 7. Jan. Zum Vbrgehen der Vereinig­ten Staaten führte Diaz in einer gestern veröffent­lichten Erklärung aus, die Ankunft amerikanischer Truppen werde von seiner Regierung als ein not­wendiger Schutz gegen die drohende Gefahr einer mexikanischen Herrschaft begrüßt werden.

«tue Rebe des Ministers Dr. Äfllk

Stuttgart, 6 Jan. Auf der Landesversammlung der Deutschen Demokratischen Parei hielt der Reichsinnenminister Dr. Külz heute eine politische . erklärte, die F r e i h e l t des