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Das butteste,
— Aus der Zentrumspresse ist zu entnehmen, baß bas Zentrum nach wie vor eine Mitarbeit der Leutschnationalen energisch ablehnt.
— Heute wird im Palazzo Chigi der Freundschafts- und Schiedsvertrag - zwischen Deutschland und Italien unterzeichnet werden.
— Der „Temps" tischt wiedet einmal eine an den Haaren herbeigezogene Spionagegeschichte auf.
— Am 4. Januar wird das neue Fernkabel Wien—Berlin eröffnet werden.
OeftevVeWs Gimâ an des SatzBsswende.
Die reichsdeutschen Journalisten in Wien haben sich kürzlich darüber beklagt, daß man
Die
Aussprache
über die VesievlmssbttvunK
Berlin, 28. Dez. Die Frage der Regierungsneu- bilüung hält andauernd die Gemüter in Spannung, obwohl von offiziellen Verhandlungen im Augenblick nicht die Rede ist. Die „T ä g l i ch e R u n d - s ch a u" erklärt heute, nachdem schon die deutschnationale Presse ein Dementi erlassen hat, die „Dar-
ftellung des „Demokratischen Zeitungsdienstes" von Diktaturplänen als ein
„Vorwärts'
als ein Phantasiegespinst. Der; indeß versichert wiederholt, jene
e, nicht etwa
einquartiert werden sollte, der französischen Woh- nungskommission gegenüber mit Entschiedenheit abgelehnt. Die Berufungsinstanz berücksichtigte die große Erregung der Angeklagten über die Mitteilung, daß sie Rouzier in ihrem Hause aufnehmen solle und erkannte auf Geldstrafe von 20 und 30 M a r k.
in Deutschland zu wenig Jnteresst.
an dem Lebensschicksal Oesterreichs, .. an seinen politischen Ereignissen nehme. Dem mag sein, wie ihm will. Vielleicht hat man in Deutschland mit den eigenen politischen und wirtschaftlichen Alltagssorgen genug zu tun, um mit gespannter Aufmerksamkeit die Dinge zu verfolgen, die in Oesterreich vor sich gehen. Sicher aber ist, daß man im Reich an der poli- i'chm und wirtschaftlichen Entwicklung des Bruderstaates. regen Anteil nimmt, und daß
15, wohl aber
Mitteilungen hätten im wesentlichen den Tatsachen entsprochen. Der 18. Dezember sei wirklich ein kritischer Tag gewesen, an dem auf den Reichspräsidenten der stärkste Druck ausgeübt worden fei, um eine Lösung der Regierungskrise im Sinne der Rechten herbeizuführen Das sozialdemokratische Hauptorgan schreibt dann seinerseits dem Reichspräsidenten vor, wie er sich zu verhalten habe: „Dem Geist der Verfassung entspricht es, wenn der Reichspräsident die Stimmung des Reichstages erkundet und dann die neue Regierung so zu gestalten versucht, daß eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen ihr und den Parteien zu erwarten ist. Nach dieser Regel ist bisher verfahren worden. Man konnte von Ihr nicht abweichen, ohne die rechte Entwicklung tm Innern
erreicht haben wird, bestehen noch unendlich viele Gefahren und Absturzmöglichkeiten. Nach der Meinung tn der Zenrumspartei kann die Deutschnationale Vvltsparrei in den nächsten Jahren außerhalb der Reaierungskoaliton Deutschland mehr nützen als innerhalb der Koalition." Jnpen- politisch glaube man im Zentrum nicht daran, daß nach allem, was sich m den letzten Jahrzehnten in Deutschland abgespielt habe, man den Weg zur Volkseinheit finden könne, ohne daß die Sozaldemo- krätie baldigst ' zur Verantwortung herangezogen werde. Daß Zentrum und Sozialdemokratie durch eine ganze Welt getrennt seien, ändere nichts an solchen Notwendigkeiten. Die Stunde für eine einseitige Links- oder Rechtskoali- t io n fei n och nicht gekommen. Daher brauche Deutjchland noch ein längeres Uebergangs- stadium, bis die früher abseits stehenden Volk'sgrüp-
May sich gern einmal vergegenwärtigt, wie an uer Jahreswende die Lage Oesterreichs ist und wie sich der Ausblick auf seine nächste Zukunft anläßt.
Es ist. kein Zweifel, daß die Verhältnisse sich auch in Oesterreich in den' letzten Jahren gebessert haben. Dem österreichischen Staatswesen haftet aber dauernd der Geburtsfehler an, mit dem es in das Leben getreten ist. Von
zu gefährden, die trotz allem Geschrei der Rechtspresse durch parlamentarisch entstandene und ver- fassungsmäßig gelöste Regierungskrisen ndch nie gestört worden ist."
pen tatsächlich ein inneres Verhältnis zu Volk und Staar gefunden hätten. Der Artikel, der im Endziel auf die Große Koalition hinaus will, schließt wie folgt: „Die Sozialdemokratie hat vor dem Auseinandergehen des Reichstages eine sehr ungeschickte und unpolitische Rede halten lassen. Eine verfehlte Rede allein ist aber kein ausreichender Grund zur Umkehr einer als richig anzusehenden Gesamt- politik."
Paris, 28. Dez. Havas verbreitet heute stachmistag folgende Meldung: Die Zeitungen erklären bezüglich des Zwischenfalles, der sich in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember in Mainz ereignet hat, daß sich aus den Nachrichten, die der Generalstab der Rheinarmee geliefert hat, ergibt, daß die beiden M i l i t ä r p e r s o n e n, die von den Deutschen geschlagen worden sind, eingestanden haben, daß sie sich im Zustand der Trunkenheit befunden hätten und mit den Deutschen Händel geführt hätten.
Nach dem „Paris Soir" hat der Minister bei Innern Sarraut nach dem Ministerrat die gleiche Erklärung abgegeben und ausdrücklich festgestellt, daß der Streit auf die beiden betrunkenen französischen Soldaten zurückzuführen fei.
Umkehr einer
Bon entscheidender Bedeutung bleibt die H a l - tung.des Zentrums. Das aber zeigt sich nach s den Aeußerungen seiner Presse zu schließen,, auch: weiterhin als nicht geneigt, im gegenwärtigen Zeit-1
punkt mit den Deutschnationalen zu paktieren. Dabei ist zwischen rechtem und linkem Flügel kaum ein Unterschied Die der Zentrumsfraktion nahestehende Dortmunder „Trewonia" sieht ein neueL
Die „T ä g l. R u n d s ch a u" schreibt: „Tatsächlich liegen die Dinge so, daß der Reichspräsident nach den Regeln des Parlamentarischen Systems voraussichtlich einen Mann der Rechten mit der Regierungsbildung beauftragen wird, und daß man dann den Versuch machen wird, ein Kabinett sämtlicher bürgerlicher Parteien zu bilden, oder aber, falls die Demokraten ihre Mitwirkung
Major a. D. A n k e r, der 1918 Nachrichtenoffizier der Obersten Heeresleitung beim Stabe der Deutschen Kronprinzen war, gibt im „B. T." eine Darstellung der Vorgänge kurz vor der Abfahrt der Kaisers nach Holland. Major Anker schreibt: Er wäre dem letzten Kaiser kein Haar gekrümmt worden, wenn er irgendwo Im Reiche seinen Aufenthalt genommen hätte. Wer die Verantwortung trägt für uie überhastete Abfahrt nach Holland im Morgen- grauen des 10. November scheint noch ungeklärt. Tatsächlich hat sich der Feldmarschall am frühe* Nachmittag des 9. Novembers vom Kaiser getrennt in der Annahme, daß erst am folgenden Tage über
immt wor-
von dem Mâ
setreffen worden. Man
hat den Tschechen und den Slawen nationale Selbständigkeit geschenkt und ihr Staatswesen ohne Rücksicht auf die Vergewaltigung von Millionen Deutscher l ebensfähig abgerundet. Die Oesterreicher daKgsn, die nach der nationalen Vereinigung mit Deutschland strebten, hat man gegen ihren eigensten Willen zu einem staatlichen Eigendasein gezwungen. Zu diesem Staatswesen von der Entente-Gnaden haben die Oeste^eicher niemals Zutrauen ' gehabt. Die Bevölkerung, die sich fast zu gleichen Teilen auf eine Millionenstadt und auf das Land verseilt, war sich von vornherein bewußt, daß der Daseinszweck ihres Staates unnatürlich war anst- nicht auf die Dauer berechnet sein konnte.
Man hat sich gleichwohl durch harte und jähe Arbeit wieder einigermaßen emporgearbeitet. Die Zeiten der Inflation, die in Oesterreich zu denselben Erscheinungen führten wie in Deutschland — man hatte hier seinen «armat und dort seinen Bosel — sind überwunden worden. Oesterreich hat zwar bis in ou letzte Zeit Finanzskandale erlebt. Aber es handelt sich hier doch lediglich um die letzten Ausläufer der tollen Jnflationssahre. Die Erbschaft dieser Zeit dürfte damit auch in Oesterreich liquidiert sein. Wirtschaft und Finanz ruht im übrigen wieder dank der zähen Arbeit des ganzen Volkes auf sicherer Grundlage. Die landwirtschaftliche Erzeugung hat den Stand der -Vorkriegszeit nicht nur erreicht, sondern übsr- ichritien. Die Industrie hat trotz denkbar größter âZatzfchwierigkeiten ihre Vcrkriegsleistung zu ungefähr zwei Dritteln wieder eingeholt. Der Staatshaushalt befindet sich im Gleichgewicht, nachdem man die Steuerschraube bis an die Grenze des Erträglichen angezogen hat. Die Handelsbilanz ist allerdings passiv. Die Ein- 'Zhr übersteigt in ziemlich erheblichem Umfang m Ausfuhr. Dieser Unterschied scheint aber °och im Großen und Ganzen ausgeglichen zu werden, und zwar durch den starken Fremden- uerkehr, durch den ebenfalls sehr starken Wa- rendurchgangsverkehr und durch ähnliche Zu- aus der ausländischen Wirtschaft. Auf >ese Weise ist man in Oesterreich so weit ge- iy^en, daß man wieder leben kann, aber es st doch ein Dasein auf einer gegen früher sehr ark gesunkenen Lebensgrundlage und ein Da- t m ohne jede Entwicklungsmöglichkeiten, wenn ff gegenwärtigen staatlichen und' sonstigen ebensbedingungen bestehen bleiben.
nx r , H unter diesen Umständen nur zu er- r der Anschlußgedanke im Laufe der
tztz « ^uhre nicht schwächer, sondern immer r.p. ,cr geworden ist. Gerade die innere Kon- Mmerung, die auch in Oesterreich Platz ge- m ^' bestärkt und belebt immer mehr Wunsch, den von Natur gegebenen An- M an den deutschen Bruderstaat zu finden. Pini m b'e Wirtschaft des Landes wieder auf mgerinaßen sicherem Boden ruht, wächst die
Posting der Krise an und lehnt die Mitarbeit an einem Kabinett, in dem die Deutschnationalen die erste Geige spielen, wie im Jahre 1925, entschieden ab.
In ähnlichen Gedankengängen bewegt sich eine Zuschrift, die der „G e r m a n i a" aus der Zentrumsfraktion des Reichstages zugeht und in der der
anonyme Verfasser des Langen und Breiten aus- sich in der Zentrumspartei
einanbersetzt, weswegen
keine Stimme von Einfluß für eine Rechtskoalition erhebe. Dafür seien außen- und innenpolitische Erwägungen ausschlaggebend. „Der außenpolitische Berg", so heißt es unter anderem, „ist noch nicht genommen. Er ist erst zur Hälfte bestiegen. Alle Bergsteiger wissen, daß die zweite Hälfte sehr viel schwieriger zu nehmen ist als die erste. Bis Deutschland die Spige und freien Ausblick
Das Zentrum wird bet dieser Gelegenheit vor die Frage gestellt werden, ob es an einer solchen Kabinettsbildung teilnehmen will. Sollte der Versuch mißlingen, so wird wahrscheinlich wieder die Mitte mit der Neubildung der Regierung betraut werden müssen. Sollte das Kabinett, das auf dieser Grundlage gebildet wird, im Reichstag abermals scheitern, so bliebe in diesem Fall wohl nichts weiter übrig, als die Auflösung des Reichstages. Dies sind die Möglichkeiten, die bei der Entwicklung der innerpolitischen Krisis in Betracht kommen."
aller
1 am Noch- aiser nochmals sprechen können, noch wußte er von der Meldung des Legationsrats von Grünau an den Kaiser gegen 10 Uhr abends im Hofzuge: „Der Feldmarschall und Staatssekretär von Hinze lassen den Kaiser bi" sich nach Holland abzufayren" , will diesen Auftrag von Staatssekretär von Hinz« erhalten haben. Aber auch diesen hat Feld-
mittäa "weder den
wören, unverzifg- ierr von Grunau
Wohin also die Reise gehen wird, läßt sich jetzt noch nicht voraussehen. Alle bisherigen Aeußerungen sind Kombinationen. Die offiziellen Verhandlungen dürften nicht vor dem 8. oder 9. Januar
noch nicht voraussehen.
einsetzen.
Erkenntnis, daß innerhalb des künstlichen f men Kritik an der bisherigen Tätigkeit der Post, österreichischen Staatsgebildes nur ein not-1 fparfaffe, die neuerdings zum Anlaß, den Handels« dürftig begrenztes wirtschaftliches Dasein möglich ist, daß eine freiere und höhere Entwick-
lung an der willkürlichen Begrenzung des Staates ein unüberwindliches Hemmnis findet. Man hat alle möglichen Pläne geschmiedet, um das Hindernis zu beseitigen. Der Plast einer Donau-Konföderation ist aufgetaucht, aber längst als undurchführbar erkannt und aufge-
geben worden. Man erinnert sich, daß von österreichischer Seite auch einmal mit Italien verhandelt worden ist, daß aber eine engere Verbindung mit diesem Staate nicht nur an dem Widerwillen der Bevölkerung, sondern auch an der Eifersucht der anderen Mächte scheiterte, die eine Verschiebung des Gleichgewichtes zugunsten. Italiens fürchteten. Die geplante Zollunion mit Italien und der Tschechoslowakei kam nicht zustande, weil diese beiden Staaten nicht unter einen Hut gebracht werden konnten. Man hat schließlich gemeint, Oesterreich könne ebenso gut leben wie die Schweiz, die auch ein selbständiger Kleinstaat sei. Dabei vergißt man aber ganz, daß die Schweiz ge- chichtlich geworden ist und daß sich ihre wirt- chaftliche Unabhängigkeit auf eine seit langem pezialisierte landwirtschaftliche und industrielle
Erzeugung stützt, die Oesterreich niemals zustatten kommen kann.
Die österreichische Regierung hat ebenso wie das österreichische Volk aus der Lageftzu machen gewußt, was zu machen war. Bis zum Beginn dieses Jahres hatte Oesterreich 30 Handelsverträge abgeschlossen und seitdem 7 ' neue hinzugekommen. Trotz mancher Vorteile, die sich daraus ergeben, bleibt der Anschluß das Ziel und daran werden auch die kommenden Neuwahlen, von denen die Sozialdemokraten wohl vergeblich eine Mehrwahl erhoffen, nichts ändern. Denn der Anschluß ist nicht Partei-, sondern 'Volkssache.
sind sechs
ÄuS dem öftevv. Nationalvat.
Wien, 28. Dez. Der Nationalrat erledigte heute das Postsparkassengesetz. Die Sozialdemokraten nah«
i minister für die mit dem Bankhause Basel abgeschlossenen Verträge, die zu einer namhaften Schuld Basels an die Postsparkasse führten, verantwortlich zu machen und gegen ihn einen Mißbilligungsantrag emzubringen. Handelsmknister Dr. Schürff rechtfertigte sein Verhalten damit, daß er einerseits angesichts des internationalen Charakters der Postsparkasse keine ausreichenden Kontrollmöglichkeiten hatte und daß er andererseits den Ratschlägen des Vizegouverneurs der Postsparkasse Klimesch, eines für ihn maßgebenden Fachmannes, gefolgt sei. Ihn treffe dahe^ bestimmt keine meritorische, sondern höchstens eine formelle Verantwortung. Der Mißbilligungsantrag wurde schließlich mit 76 gegen 65 Stimmen abgelehnt.
Svitz Thissens Pvotsft gegen das Landauer Ävteil.
Der Großindustrielle Fritz Thysfen gibt der Oesfentlichkeit Kenntnis von nachstehendem Vries, den er an den Vorsitzenden des Deutschfranzösischen Berftänbigungstomi- t e e s, 211 a t) t i f d), gerichtet hat:
«Sehr geehrter Herr Mayrischt Nach dem unerhörten Urteil von Landau ist es mit unmöglich, dem deutsch-französischen Komitee weiter anzugehören. Ich e.rkläre hiermit meinen Austritt aus demselben. Alan scheint in Frankreich zu glauben, dem um die Bedingungen des Waffenstillstandes betrogenen und mit Hilfe von 24 anderen Nationen entwaffneten Deutschland, während man selbst bis an die Zähne bewaffnet ist, alles bieten zu können. 3m Interesse des Friedens Europas wünsche ich, daß dieser französische Glaube baldmöglichst zerstört wird. Wil dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung gez. Fritz Thyssen."
Das ■ deutsch-französische Verskändignngskomilee ist im Zusammenhang mit den deutsch-französischen Wirtschastsvechandlungen ins Leben gerufen.
Marschall am Nachmittag des 9. November weder gesehen noch gesprochen. Vielmehr erfuhr der Feld» marschall am 10. November gegen 8 Uhr morgens, daß der Kaiser bereits um 5 Uhr früh nach Holland abgefahren sei.
Llus dem AuSwSvtksen Amte.
Wie nach Blättermeldüngen verlautet, wird bet Vortragende Legationsrat Windels aus der Personalabteilung des Auswärtigen Amtes das neuerrichtete deutsche Generalkonsulat in Algier übernehmen. Legationsrat H e i n b u r g, der bisher ebenfalls der Personalabteilung angehörte, wird als Generalkonsul nach Alexandria gehen. Der bisherige Leiter der Personalabteilung, Ministerialdirektor v. S t o h r e r, wird den ihm übertragenen Gesandtenposten in Kairo im Laufe des Januar antreten. Ebenso wird der frühere Pressechef der Reichsregierung Ministerialdirektor Kiep seine neue Tätigkeit als Botschaftsrat in Washington im Sanitär beginnen
Das Sevbot von »wMns* und „Olympia".
Berlin, 28. Dez. Die neue Verhandlung über da» Verbot der Bünde „Olympia" und „Wiking", die auf Antrag des preußischen Innenministers vor dem Vollsenat des Staatsgerichtshofes zum Schutze der .Republik stattfindet, beginnt, wie eine hiesige Korrespondenz erfährt, am 25. Januar. Den Vorsitz wirk Senatspräsident Dr. Niedner führen, der für bir Verhandlung mehrere Tage angesetzt hat.
Aeuvevuug dev Vevsonalovduung bei dev Reichsbab«.
Verhandlungen über die unkündbare Anstellung und den Kündigungsschutz von Hilfsbeamken.
In den letzten Wochen sind zwischen der Reichs- bahngesellschaft und den Eisenbahner-Organisationen und-dem Hauptbeamtenrat Verhandlungen über Aenderung der Personalordnung geführt worden. Neben Aenderungen rein formaler Natur handelt es sich vor allem um die Bestimmungen über die un- ■ kündbare Anstellung und' den Kündigungsschutz von Hilfsbeamten. Während bei den Reichsbeamten die Bestimmungen für die Erwerbung der unkündbaren Anstellung für die Beamten aller Gruppen einheitlich geregelt find, will die Reichsbahn eine recht- liche Dreiteilung vornehmen, und zwar sollen die Beamten der Gruppe 10 und höher nach dreijähriger, die der-Gruppen 6 bis 9 nach fünfjähriger und die der Gruppen 1 bis 5 nach zehnzöhrigem befriedigenden Beamtendienst unkündbar angestellt werden". Da bei der Natur der Pensionsverforgung der Beamten der einzelne Beamte an der Umwand- ---------- -- ----- lung feines jederzeit kündbaren Anstellungsverhält» bndau wegen Ueberiretung nisses in ein Dauerstellungsverhältnis in höchstem
Zwischen der Reichs-
Ein Stachsvie» zum Sa« Rouzkev.
Bor' dem Mainzer Militärberufungsgericht stand eern die Witwe ©erftler' aus Landau, die vom itärpolizeigericht in Lc_______........ .^,
der Ordonnanzen und wegen Beleidigung franzo- Maße interessiert ist, wehren sich ischer Besatzungsangehöriger zu zehn Tagen Ge- naturgemäß gegen eine solche W ängnis mit .Bewährungen^. ,,»,>> man <w„„» ru„rs_ i ..„,«.«„ —> —----- ^.........
träfe verurteilt worden war. Frau Q Jie Aufnahme des Leutnants Rouzier,
die Reichsbeamten
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