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Anzeiger für

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Meustas den

Vanau Madi und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher feinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3956,3957,3958

28. Nerembe«

1926

Das neueste.

Der gestern von Havas gemeldete Zwischen­fall in Mainz hat sich als ein Schwindel eines fran­zösischen Soldaten, der eine Bestrafung fürchtete, herausgestellt.

Die heutigen Morgenblbätter berichteten, daß Sir Eric Drummond die Absicht habe, von feinem Posten als Generalsekretär des Völkerbundes zurückzutreten. Drummond läßt mitteilen, daß diese Meldung völlig unzutreffend sei.

Der Vizepräsident des Preußischen Landtages Geheimrat Garnisch ist im 53. Lebensjahre an den Folgen einer Operation gestorben.

Nach Meldungen aus Osaka sind mehrere Tempel durch Feuer zerstört worden. Die Brand­ursache ist nicht bekannt.

Dev Maud dev innevpotttifchen Stifte

Amevikmüksb- me»»a«ikb«! «Watiiätsramvk.

Der Kampf eines mittelamerikanischen Prä­sidenten gegen einen Prätendenten ist anjid) ein allzu gewöhnlicher Vor:

Vorgang, um befondcre Mittel- und südame-

Beachtung zu verdienen.

rikanische Bürgerkriege, die aus solchen Kämp­fen entstehen, sind an der Tagesordnung. Was sich aber jetzt in Nicaragua abspielt, hat einen bedeutend ernsteren und weiteren Hintergrund. Es handelt sich da um nichts Geringeres als um eine Auflehnung der latein-amerikanischen der (unoffiziellen) Führung die Vormachtstellung der Ver­

um

Staaten unter

Mexikos gegen

einigten Staaten ein Rioalitätskampf, dessen Schauplatz Nicaragua durch den bloßen .Zufäll'eines Konflikts zwischen Präsident und

Berlin, 27. Dez. Trotz der politischen Stille, die zwischen den Festen herrscht, beschäftigt sich ein Teil der Presse doch lebhaft mit dem Stand der inner­politischen Krisis. Dabei wird betont, es könne sich schon in der nächsten Zeit Entscheidendes ereignen und es wird angedeutet, daß dunkle Kräfte am Werk seien, um einer Regierung der Rechten, wenn nötig mit Hilfe des Artikels 48 der Verfassung (Aus­nahmezustand) den Weg zu bahnen. Alarmgerüchte dieser Art sind vollkommen unbegründet. Ebenso­wenig ist es richtig, daß sich im Laufe der nächsten Zeit etwas Entscheidendes ereignen könnte. Die Lösung der Krisis ist vertagt und kann nur erfolgen, wenn der Reichstag wieder zusammentritt und die Fraktionen in Berlin wieder versammelt sind. Aber das hindert natürlich nicht, daß

Besprechungen über die Lösung der Krisis geführt und daß bestimmte Möglichkeiten schon jetzt erörtert werden,

um die Lage bis zum Zusammentritt des Reichs­tages soweit wie möglich zu klären. Geschähe das nicht, so würde das Parlament gleich zu Beginn des Neuen Jahres wahrscheinlich länger arbeitsunfähig fein, als es sich mit der Dringlichkeit der parlamen­tarischen Arbeit verträgt.

Man wird bei der Erörterung der verschiedenen Läsungsmöglichkeiten immer davon ausgehen müssen, daß nach den Regeln des parlamentarischen Systems diejenigen Parteien, die eine Regierung stürzen, zunächst die Anwartschaft auf die Neubil­dung der Regierung besitzen. Könnten die Sozial- dcmokrateuund die Deutschnationalen sich bei dieser

keit der Weimarer Koalition als einer Min­derheitsregierung der Linken. Es gibt Zeitungen, die diesen Plan ernsthaft diskutieren und die der Ansicht sind, Dr. Stresemann könne einem solchen Kabinett als fachmännischer Außenminister ange­hören. Praktisch genommen ist aber auch dieser Vorschlag undurchführbar. Ganz abgesehen davon, daß der Reichsaußenminister die Zugehörigkeit zu einem solchen Kabinett wahrscheinlich ablehnen würde, so hätte die Weimarer Koalition sicher keine Aussicht, von der Deutschen Volkspartei gestützt zu werden, und Herr Hermann Müller müßte deshalb den Auftrag zur Kabinettsbildung von vornherein als undurchführbar zurückgeben.

Wie aber steht es mit einem Minderheiis- kabinett der Rechten?

Nach Herrn Hermann Müller würde die Reihe an den Grafen Westarp kommen. Im Hinblick auf diese sicher in Aussicht stehende Berufung taucht

natürlich die Frage auf, ob von rechts aus gelingen könnte, was von links aus nicht möglich ist. Er Mehrheitsregierung würde wohl auch Graf Westarp

ne

nicht zusammenbringen. Nachdem das Zentrum bei der letzten Krisis Verhandlungen mit den Deutsch­nationalen abgelehnt hat, wäre es ganz undenkbar, mit feiner Verhandlungsbereitschaft zu rechnen, wenn eine Regierung unter deutschnationaler Füh­rung gebildet werden soll. Es bleibt aber auch hier die Möglichkeit einer Minderheitsregierung zu-

nächst bestehen. Man daß der Abgeordnete

ich denken, Seftarp bei

scher Seite auf dessen disziplinarische Bestrafung gedrungen würde. Gerade die Erledigung des Fal­les hinsichtlich der Deutschen zeigt vielmehr, daß der Kern des Uebels in der Fortführung der Be­satzung liegt. Darum wäre es verfehlt, sich in Ein­zelforderungen zu zersplittern. Man muß den größ­ten Nachdruck immer wieder auf das klare Ver­langen legen: Schluß mit der Besatzung!"

Die4 ä g I. Rundschau" widmet dem Be- gnadigungsalt der französischen Regierung folgen­den bemerkenswerten Komentar:Wir haben be­reits bemerkt, daß durch die Begnadigung der Ver- urteilten die tiefe Erbitterung des deutschen Volkes über das Landauer Urteil zu einem Teil wenigstens gemildert worden ist. Aber weder für uns noch für Frankreich kann der erschreckende Fall mit diesem Gnadenakt erledigt Jein. Es ist Frankreichs Sache, wie cs die Schändung der Justiz, die durch dieses Landauer Urteil geschehen ist, sühnen will. Es ist Briands Sache, wie er sich mit der Sabotage fein« Politik durch das französische Militär und die hinter ihm stehenden reaktionären Kreise abzufinden ge­denkt. wir aber müssen Gegnugtuung fordern für die uns in Landau angetane Schmach, die uns wei­ter brennt .trotz des Gnadenakte« Doumergues. Und diese Genugtuung kann in nichts anderem bestehen, als in der schleunigen Räumung des besetzten Ge­bietes."

Dev weste« fovdevt «teifetmtme dev Vesatz««s»

Berlin, 24. Dez. Dem Reichsminister für die besetzten Gebiete ist eine Entschließung der im West ausschuß für Rhein, Saar und Pfalz zusammengeschlossenen landsmannschaft­lichen und Heimatsverbände des besetzten Westen« zugegangen, die folgenden Wortlaut hat:

Das unerhörte Fehlurteil von Landau empfin­den wir als Peitschenschlag ins Gesicht. Dor aller Welt erheben mir schärfsten Protest diese Verletzung des elementarischen Recktsoefü

Der Präsident von Nicaragua, Diaz, der an der Spitze einer konservativen Regierung steht, hat einen Nebenbuhler in dem Führer der Liberalen, Sacasa, gefunden. Die Regierung des Generals Diaz ist im November dieses Jahres von den Vereinigten Staaten in aller Form anerkannt worden. Aber sofort, nachdem Sacasa seinen Anspruch aus die Prasi- dentschaft geltend gemacht hatte, beeilte sich Calles, der Präsident von Mexiko, den Prä­tendenten sehr nachdrücklich anzuertennen und darüber hinaus ihm auch mexicanische Waisen und Munition zur Verfügung zu fteuen. Sufer Vorgang stellte offensicymch eine den Vereinig­ten Staaten ungesagte Fehde dar.

Die Vereinigten Staaten haben gleich nach dem Bekanntwerden der Ansprüche Sacasas eine Flottille unter dem Kommanvo des Vize­admirals Latimer nach den nicaraguuNijchen Gewässern entsandt und ihn zunächst veaus- lragt, aozuwarren, wie die Dinge in Nicaragua sich entwickeln würden. Nachdem aber Callas öffentlich angekündigt hatte, er werde auch eine mexikanische Truppenmacht nach Nicaragua entsenden, hat Coolidge sich veranlaßt gesun­den, den Hafen Puerta Cabezas, wo die Trup­pen Sacasas konzentriert sind, als neutrale Zone zu erklären, nach der weder ausländische Äaffen noch Truppen entsendet werden dür­fen; gleich daraus ließ Admiral Latimer auf Instruktion Washingtons auch Truppen auf nicaraguanischem Boden landen. Damit war selbstverständlich eine militärische Intervention Amerikas im völkerrechtlichen Sinne herbei­geführt. Offiziell wird dies in Washington noch nicht zugegeben. Es wird vielmehr der Standpunkt vertreten, daß diese Aktion nur den Schutz anäerikanischen Lebens und Eigen­tums in Nicaragua bezwecke.

men

rifts rasch gelost. och das ist ausgeschlossen und es bleibt deshalb nichts anderes übrig, als ihr gesondert die Frage vorzulegen, ob sie sich der N: bildung der Regierung unterziehen wollen. Nach den bisherigen Erfahrungen kann man der Auf­fassung sein, daß es sich hier um Vorfragen handelt,

gesondert die Fr bildung der Re!

eu-

die zunächst einmal erledigt werden müssen, ehe man einer ernsthaften Lösung praktisch nähertritt. Aber

es fehlt auch nicht an versuchen, sowohl die aus­gesprochene Links- wie die ausgesprochene Rechtsregierung als ein ernsthaftes Problem zu betrachten,

das einer gründlichen Behandlung doch einmal wert wäre. Gerade deshalb stehen zur Zeit diese beiden Lösungsmöglichkeiten im Vordergrund des Interesses und die Besprechungen, die geführt wer­den, beziehen sich auf die Frage, ob man tatsächlict auf dem einen oder dem anderen dieser beiden Weg: vorwärts kommen kann oder ob doch nicht am End: beide sich als ungangbar erweisen werden.

Hätte der sozialdemokratische Abgeordnete Her­mann Müller Aussicht auf Erfolg, wenn ihm nach den Regeln des parlamentarischen Systems die Neubildung der Regierung zufiele? Die Antwort ""unbedingt verneinend, wenn Herr Müller etwa

wäre

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dis Bildung einer Mehrheitsregierung ins Äuge fassen sollte. Denn dazu würde die Reichstags­fraktion der Deutschen Volkspartei gehören. Und es kann mit voller Sicherheit gesagt werden, daß

die große Koalition ein Ding der Unmöglichkeit ist, wenn man sie unter der Obhut eines sozial­demokratischen Kanzlers zu bilden versucht.

Es bliebe dann allerdings immer noch die Möglich-

Daß es sich in Wirklichkeit um einen Zwei­kampf zwischen der großen nordamerikanischen Union und Mexiko handelt, ist schon längst er­kennbar. Die jetzige starke Spannung zwischen oen Vereinigten Staaten und Mexiko geht letz­ten Endes auf die Präsidentschaft Carranzas zurück, der im Jah Verfassung einen Al

cäsidentschaft Carranzas >re 1917 der mexikanischen -,-.. tllltll Artikel einverleiben ließ, der sich mit den Eigentumsrechten der Ausländer dn den mexikanischen Bodenschätzen, also haupt- lsichlich Petroleum, befaßte und von den ame- nkanischen Eigentümern mexikanischer Petro- ^umländereien als geradezukonfiskatorisch bezeichnet wurde. Im Jahre 1923 erkaufte sich Präsident Obregon die Anerkennung der Ver- Elnigten Staaten durch einen Kompromiß in dieser Verfassungsfrage; der jetzige Präsident Falles hat dagegen eine neue Verfassungs­bestimmung durchgesetzt, die die amerikanischen Eigentumsrechte erheblich einschränkt, indem sie von stark einengenden Voraussetzungen abhängig macht. Der amerikanische Staats­sekretär Kellogg hat diese neue Bestimmung titanischen Regierung in den schärfsten Ausdrücken kritisiert: sie sei eine gröbliche Ver­

letzung der einfachsten Grundsätze des Völker­rechts und ein offener Bruch mit dem Abkom­men van 1923. Calles hat sich jedoch hierdurch nicht abschrecken lassen, vielmehr verfügt, daß das neue Gesetz schon am 1. Januar n. I. in Kraft zu treten hätte. Ein Teil der amerika­nischen Eigentümer von mexikanischem Petro­leumland zeigte sich geneigt, den Bestimmun­gen des neuen mexikanischen Gesetzes zu ent­sprechen, aber die große Mehrzahl, unterstützt von jener. militaristischen Partei in den Ver­einigten Staaten, die schon seit vielen Jahren auf einen Eroberungsfeldzug gegen Mexiko hinarbeitet, sucht unausgesetzt den Präsidenten und seinen Staatssekretär zu einer kriegerischen Aktion gegen Mexiko zu veranlassen in der kaum noch verhüllten Absicht, die Besitzverhält­nisse an mexikanischen Petroleumländereien ein für allemal im Sinne des amerikanischen Kapi­tals zu entscheiden.

Ob der jetzige Konflikt in Nicaragua die Einleitung zu einer solchen Aktion darstellen soll, ist zur Stunde natürlich noch ungewiß. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, daß Coolidge sich nicht so leicht zu einem solchen schwerwiegenden Entschluß wird bestimmen lassen. Eine Stelle in seiner Jahresbotschaft, die vor drei Wochen an den Kongreß gelangte, spricht davon, daß die Vereinigten Staaten noch mit einigen schwierigen und bis zur Stunde ungelösten Problemen zu tun haben,

Grundlage an das Zentrum die Frage gerichtet wird, ob es bereit ist, einem Minderheitskabinett der Rechten Neutralität zu sichern. Ob unter diesen Voraussetzungen ein regierungsfähiges Reichskabi- nett gebildet werden könnte, läßt sich von vorn­herein mit Bestimmtheit weder bejahen noch ver­neinen, da man die Haltung des Zentrums nicht voraussehen kann. Es ist deshalb nicht zu verwun­dern, daß von deutschnationaler Seite die Möglich­keiten einer solchen Rechtsregierung mit Eifer er­örtert werden und daß man mindestens den Ver­such nicht für ausgeschlossen hält. Wieweit die Ver­handlungen allerdings einmal feste Gestalt anneh­men und wieweit sie zu einem praktischen Ergebnis führen werden, das läßt sich doch erst einigermaßen übersehen, wenn die parlamentarische Arbeit im Januar wieder eingesetzt hat.

Reichsaußenminister Dr. Stresemann hat die geplante Erholungsreise ausgegeben.

Er wird Berlin noraus1

_ -------____, im Januar über­

haupt nicht verlassen. Die Verschiebung seiner Reise hängt nicht mit der außenpolitischen Lage zusam- men, die man auch angesichts des Landauer Urteils

nicht für unbedingt gefährlich hält. Der Grund für das Verweilen des Außenministers in Berlin dürfte vielmehr in der innerpolitischen Lage zu suchen sein. Dr. Stresemann hält es für nötig und richtig, in Berlin zu bleiben, um nicht nur als Mitglied des Kabinetts Marx, sondern auch als Parteiführer in den Gang der Ereignisse eingreifen zu können.

daß aber diese Differenzen nirgends zu einem bewaffneten Konflikt zu führen drohen.

Die âSmpfe in Meavagua.

Herogort, 27. Dez.Evening Post" meldete aus Washington, Staatssekretär Kellogg habe sich für eine Politik der Nichteinmischung in Nicaragua aus­gesprochen, abgesehen von den zum Schutze des Le­bens und Eigentums von Amerikanern notwendigen Maßnahmen.

Rewyork, 27. Dez. Associated Preß berichtet aus Managua, daß die ganze Ofttüfte Nicaraguas als neutrale Zone erklärt worden sei.

Iuv Begnadig««- dev Svfev von GevmevSbeim.

Berlin, 27. Dez. Zur Begnadigung der verur­teilten Deutschen schreibt dieDeutsche Allge­meine Zeitung:Wir habe» von diesem Schritt schon gesagt, daß er als Anfang einer kehr zu werten und als solcher zu begrüßen sei, wenngleich der Freispruch Rouziers selbst noch um gesühnt ist. Ohne die Akten einzufordern oder an­dere, juristisch vielleicht vertretbare, aber politisch unzweckmäßige Verzögerungsmaßnahmen anzu- wenden, hat das französische Kabinett unter Ein­griff in ein schwebendes Verfahren die Begnadi­gung durchgeführt. Sein Vorgehen kennzeichnet ' " " if als ein politischer Akt, der sich ohne id) gegen den Burschen Rouzier richtet: Begründung" für besten Freispruch lag doch darin, daß er angeblich in Notwehr gehan­delt habe. Was nun Rouzier selbst betrifft, so wür- Aus, den wir es für zwecklos halten daß jetzt von deut- ernst

gung durch: sich dadurch Zweifel aud

denn die

m«

esriedung willen eine Verständigunc reich zu finden. Wie lange wollen die Anhänger bet Verständigungsidee in Frankreich eine solche frech« Sabotage machttrunkener Interessen dulden? Don der überparteilichen Warte der Heimattreuen gegen unsere schwer leidenden und mit Recht aufs äußerste empörten rheinischen Volksgenossen fordern wir aus Anlaß des Landauer Falles die sofortige Be­seitigung der gesamten Rheinland­besatzung um des gesamteuropäischen Friedens willen!"

Dev anseblkbe Äwischeusall in Mainz.

Mainz, 27. Dez. Wie das W. T. V. von zustän­diger Seite hört, wurde den deutschen Behörden, als sie sich nach Einzelheiten des Ueberfolls auf die fran­zösischen Soldaten erkundigten, von französischer Seite erklärt, daß man der Sache keine Bedeutung beilege, da die Soldaten betrunken gewesen seien.

Berlin, 27. Dez. Zu dem von französ. Seite ge­meldeten angeblichen Zwischenfall in Mainz, wobei es zu Zusammenstößen zwischen französischen Sol­daten und deutschen Zivilpersonen gekommen sein soll, erfahren die Blätter, daß ein französischer Sol­dat, der in der Trunkenheit seinen Revolver ver­loren hatte, feinen Vorgesetzten, um einer Bestra­fung zu entgehen, einen Ueberfall vorgetäuscht i habe. Es konnte bisher nichts festgestellt werden, was die französische Behauptung über einen Zwi­schenfall bestätigen könnte.

Die Devbattdittnse« öbev die Rest-vagen dev Entwaffnung.

Paris, 27. Dez. Die in der französischen Presse verbreitete Rachrickt, General v. Pawels habe einen Brief an den Vorsitzenden des Interalliierten Mili­tär-Komitees in Versailles gerichtet, kann als nicht den Tatsachen entsprechend bezeichnet werden. Da­gegen kann berichtet werden, daß alle Fragen, die sich aus die Entwaffnung beziehen, und die mit der Botschasterkonseren; zu regeln waren, bis aus die bekannten zwei strittigen Punkte, d. h. die Oftbe- sestigungen und das Kriegsmaterial beigelegt sind, und daß über diese beiden letzten Punkten ein Ro- kenaustausch erfolgt ist und zum Teill noch durchge- sührt wird. General v. Pawels wird in den ersten Ianuartagen nach Paris zurückkehren, um die Ver- Handlungen mit den militärischen Sachverständigen und den Mitgliedern der Botschasterkonferenz zum Abschluß zu bringen. In französischen beteiligten Kreisen nimmt man an. daß eine Einigung über diese beiden Punkte mit der Botschasterkonferenz bis zu dem festgesetzten Termin. am 31. Januar erfol­gen kann, sodaß der Völkerbundsrat jedenfalls keine Veranlassung haben wird, sich hiermit zu beschäf­tigen.

Dev EvttStzvunsSmknistev übev die Lage in dev LandwivtMaft.

Berlin, 27. Dez. Im Landwirtschaflichen Rund­funk der Deutschen Welle sprach Reichsminister Dr. Haslinde über die Lage und die Aufgaben der deutschen Landwirtschaft und dev Stand unserer Volksernährung ax der Jahreswende. Der Minister wies ein.

leitend daraus hin, daß die Lage unserer deutschen Wirtschaft, insonderheit unserer Landwirtschaft, bet Ausgang des Jahres 1926 noch außerordentlich ernst und drückend erscheine. Wenn die Reick- und