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W^Weneral Anzeiger Kv^t^^^mrau Giadi und Land

Mauau Stadt und Land

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM.1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn Einzelnummer 10, Freitages, HamStag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. / Offertengebühr 50 R-Pfg.

«V. 302

Montas den

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder au, Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrist u.Erscheinungstagr der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hamm«rstr.S / Fernspr. 3956, 3957,3958

22. Nezembev

1026

Das «eneKs.

Die Verhandlungen, die Botschafter v. Hösch and Geheimrat Forster in letzter Zeit mit der Vot- schafterkouferenz über gewisse Restpunkte des Ent- wassnungsprogramms, nämlich Polizeifragen, vor­übergehende Einstellung in die Reichswehr und Sportverbände, geführt hatte, haben zu einem Er­lebnis geführt.

Der Präsident der französischen Republik hat das Dekret unterzeichnet, durch das sämtliche vom Kriegsgericht in Landau verurteilten Deutschen be­gnadigt werden.

Besnadisuns statt NeciKon.

GSmtMhers iu Lsttdau veettvösißten Deutschen die Gtvasen evlasssn

Paris, 26. Dez. Auf Grund des Vorschlag: des Oberkommandierenden der Rheinarmee, Genec... G u i l l e a u m a k, hak Kregsminister V a i n l e v é dem Präsidenten der Republik einen Bericht oorge- legk, in dem er die Begnadigung der in Landau verurteilten Deutschen im Interesse der Beruhigung ________ ! der Oeffentlichkeit vorschlug. Rach Prüfung dieses Das Reichsgericht hat das Urteil des Land- Berichtes hat Präsident Doumergue am vormittag ~ ' ' ' '' des 25. Dezember ein Dekret unterzeichnet, in dem

den Verurteilten die vom Landauer Kriegsgericht verhängten Strafen ertasten werden. Dieser Stra - erlaß bezieht sich gleichfalls auf die In Abwesenheit Verurteilten. Die beiden vcruteillen Deutschen

gerichts München gegen Fechenbach aufgehoben.

Der Kaiser von Japan ist gestorben.

Das Hauptverfahren gegen die beiden Magde- durger Richter, Landgerichtsdirektor Hoffmann und Landgerichtsrat Kölling, wird im Februar 1927 er«

öffnet werden.

KsrrsVkeâVttKg ââRds in Ens?

jes I mann diesen Gnodenakl gebilligt. So aber werde meral man ihn vielleicht als ein Nachgeben vor dem beut» fchen Druck auslegen.

DasI o u r n a l" bezeichnet die Begnadigung zweifellos beste Mittel, ein trauriges aber Abenteuer zu beenden, das sicherlich nicht

als das

banales Abenteuer zu beenden, das sicherlich nicht den Lärm verdient habe, den man darum mache. Die Linkspresse spricht rückhaltlos ihre Aner­kennung für den Akt des Präsidenten aus.

Auch nach Ansicht derVolontè" hat die

Kegel und Fechter, die sich in Untersuchungs­haft befanden, sind bereits am Heiligen Abend aus der Hafk entlassen worden.

Die Begnadiguna der sämtlichen Verurteilten von Landau durch den Präsidenten der französischen Re­publik wird mit Befriedigung ausgenommen werden. Demnach muH gesagt werden, daß mit dieser eigent- Maßnahme die angelegen« )ëit noch nicht ihre Erledigung gefunden haben iann. NichtGnade", sondern Recht, also gewich- nen des Quai d'Orsay müssen wir

Der diplomatische Vertreter Englands tn China, Mr. Lampson, ist vor kurzem in Shang hai gelandet und hat auf feinem Wege nach Peking in dieser chinesischen Hafenstadt wie auch in Hankow, das westlich davon landein- tigere Maßnahmen _ _ wärts gelegen ist, ein paar Tage verbracht, verlangen. Wenn man sich in Paris zu zaghaftem Wie man den Londoner Zeitungen entnehmen Entgegenkommen enstchloß, so offenbar deshalb, kann, ist er der Träger einer diplomatischen weil der einmütige Protest der öffentlichen Mei- Mssion, die offenbar darauf gerichtet ist, Eng- nmig Deut chlands doch einigen Eindruck gemacht

Crunulage zu stellen. Mr. Lampson hat tn sei- sönnen. Auch der VerständigungswiUe Briands ner ersten Rede nach feiner Landung in Shang- dem die LandauerRichter" einen bösen Streich " spielten, mag sich ausgewirkt haben. Doch wie gesagt,

. mit dieser Geste kann es kein Bewenden haben.

Das deutsche Volk kämpft nicht raussüchtig um den

Hai-erklärt, die Engländer wollten nichts wel

ter, o's in China leben und Handel treiben. â Mt bant.it sagen

in

levè und der ganze Ministerrat, so schreibt der Q u o t i d i e u", hätten sich selbst geehrt, indem sie das Urteil zerstorren, das unter dem Deckmantel des Rechtes einen Gewallstreich darstellte. Die Lan­dauer Affäre sei zum besten der Interessen Frank­reichs, Deutschlands und des europäischen Friedens beendet worden und Frankreich sei stolz darauf, daß Deutschland sein Gerechtigkeits- und Rechts­empfinden anerkenne und die Verständigungspoli­tik fortsetzen werde, wie die Nation es wünsche.

Auch nach Ansich derVolontè" hat die Säre den Abschluß gefunden, der allein zur Be- igung der Geister in Frankreich und Deutsch­land" beitragen konnte. Die Regierung verdiene die vollständige Anerkennung für ihr schnelles Han­deln, durch das die Spekulation der Locarnogeg­ner, die bereits eine Bombe auf dem Wege der

deutsch-französischen Annäherung sehen, zunichte gemacht worden sei.

DerP e u p l e" verzeichnet diese erste Wieder- 'iung mit Befriedigung, bemerkt aber, nun I dèr Zeitpunkt gekommen, gegen die Aus- des Zwffchenfalles durch die deutschen . Die Locarno-

hätten platzen

qutmacfj: sei auch

beutung des Zwischenfalles dm Reattoinäre Front zu machen.

Thoiry-Politik müsse völlig unabhängig betrachtet werden von den Machenschaften, zu denen das

eine Revision der Verträge und über alle anderen schwebenden Fragen einzutreten, sobald China selbst eine verhllndlungssähige Regierung gebildet haben wird.

Weiter wird vorgeschlagen, daß die Wächte keinen Zweifel darüber lassen sollen, daß sie den be­rechtigten Bestrebungen Chinas soweit als möglich entgegenkommen wollen. Der Gedanke, daß die Ent­wicklung Chinas nur unter fremder vermundfchaft gesichert werden könne, müsse ausgegeben werden. Es müsse die Bereitschaft ausgesprochen werden, da. Recht Chinas auf Tarifautonomie anzuerkennen, und jedes Bestreben, China wider feinen Willen eine ausländische Kontrolle auszuzwingen, muffe ausdrücklich von der Hand gewiesen werden. Die bri­tische Regierung Hosse ernstlich, daß die Mächte sich die erwähnten Grundsätze zu eigen machte«. Ge­wisse Reformen bezüglich dèr Exterritorialität könn­ten ohne großen Aufschub dv-chgesührt werde«: je­doch sollten die Mächte sich sofort mit der be- dingungslosen Billigung der auf der Washingtoner

einverstanden erklären.

Die deutschen Derrhandltmgett mit

Paris, 26. Dez. Die Verhandlungen, die Botschaf­ter v. Hoesch und Geheimrat Forster in letzter Zeit mit der Botschafterkonferenz über gewisse Rest- punkte des Entwaffnungs-Programms, nämlich Po­leizeisragen, vorübergehend« Einstellung in die Reichswehr und Sportverbände, geführt hatte, haben zu folgendem Ergebnis geführt:

Die Polizei frage ist durch einen Roke«, wechsel zwischen der Volschafterkouseren, und Herr« v. Hoesch endgültig geregelt worden. Die deutsche« "olizeikräske sind damit aus insgesamt 140 000 Man«

zelt worden. Die deutsche« Polizeikräske sind damit aus insgesamt 140 000 Man« festgesetzt, davon 105 000 Mann staatliche Polizei und 35 000 Mann Sommunalpolizei. Dabei hatt« aber die Votschaslerkonserenz ausdrücksich anerkannt, daß gewisse polizeiliche Hilfskräfte, die in bet Rot«

fet und die Freiheitsbewegung,

. - . - . . -.r -_ .. ,r. .m völligen Räumung des noch besetzten Gebietes er.

Lhina mehr und mehr durchsetzt, zunächst ein- folgt. Was die englische Oeffentlichkeit fordert, mal wenigstens in Worten anrrkennt. Was mügen wir Deutschen erst recht forbern, und zwar darauf noch weiter folgen wird, muh man zu- aus den gleichen Motiven. DerDaily Telegraph" Wt einmal abwarten. ^ Zustände gezeigt haben, ist die

3 d°n-Z.° M°n°t.n ist in St, d-- ^Ä^"^

ständige Wechsel in der militärischen Macht- (ani) und den Alliierten - gemeint ist die Beschleu- fteuung der rivalisierenden Generale so sehr nigung der Rheinlandräumüng, wenn ein Wie- on der Tagesordnung gewesen, daß sich ein be- dererwachen der Erbitterung auf beiden Seiten des stimmtet Zug der Entwicklung nur sehr schwer Meins vermieden werden soll," undDaily News seststellen und verfolgen lieh. Heute aber ist st^relbt:Es ist zu hoffen, daß der Protest der nicht mehr dckran zu zweifeln, daß die Frei- ^1^^ StAemann"sagt^ein

Heilsbewegung, die ursprünglich tn Kanton fol(f)e3 Urteil erschwere die Politik von Locarno, so ihren Stammsitz hatte und die der christliche Ge-, ist das noch eine Unterschätzung des Falles. Die fort- neral Feng eine Zeit lang einmal im Norden! dauernde Besetzung des deutschen Landes ist eine verfochten hat, im Besitze einer beherrschenden offene Wunde, und Ereignisse wie diese streuen Machtstellung ist. Die Freiheits- oder Kuomln-j Salz in diest Wunde." tang-Bewegung ist von Kanton aus siegreichst ~ - .-m. bDria9 gegen den Norden vorgedrungen, hat alle mili- tärifdjen Widerstände aus dem Felde geschla­gen und ist heute Shanghai bedenklich nahe ge- lückt. Nachdem die angebliche Zentralregierung in Peking vollständig zusammengebrochen ist, bildet die Kuomintang-Regierung den Mittel­punkt der chinesischen Politik. Ihr Außen­minister Chen hält sich in Hankow auf und Mr. stampson, der englische Diplomat, hat e's für nicht unter seiner Würde gehalten, ihn dort auf- ^lsuchen und mit ihm eine längere Bespre­chung zu haben. Er hätte das sicher nicht getan, m?nn das englische Kabinett nicht entschlossen ^are, die Kuomintang-Regierung anzuerken- "en und daraus die äußeren Konsequenzen zu liehen.

:aUes. Die fort«

sisch-deutsche Annäherung und die Locarno- oiry- Politik seien für den Frieden Europas zu notwen­dig, als daß ein so elender Zwischenfall alles ver­nichten könnte. Daß man dies auf beiden Seiten gespürt habe, sei um so besser.

Von den Nachmittagsblättern begrüßt der Paris G o i r" die Beilegung des Falles, der diplomatische Berwicklungen und' eine bedauerliche Spannung in den deutsch-französischen Berhand- lunoen hervorzurufen drohte.

DemTemps" ist der Gnadenakt ein neuer Beweis für den Willen Frankreichs, jedes Hinder­nis gegen die Entwicklung der Verständigungspoli­tik aus dem Wege zu räumen.

DasJo urnal.de s S é b a t s" ist zwar mit

Der Quai d'Orsay hat es also in der Hand, von der Aufrichtigkeit seines Friedenswillens zu über«

zeugen.

Das GGo in tw AsEov Messe.

Paris, 26. Dez. Die Nachricht von der Freilas­sung der in Landau verurteilten Deutschen, die zu­gleich mit der Unterzeichnung des Begnadigungs­dekretes durch den Präsidenten Doumerauè am ersten Weihnachtstage bekannt wurde, ist allge­mein mit größter Mäßigung ausgenommen worden. Selbst nationalistische Blätter erken­nen an, daß diese Maßnahme unter Berücksichti­gung aller Umstände geboten gewesen sei, wenn sie auch über den dazu gewählten Zeitpunkt verschie- dener Meinung sind.

So erklärt derFigaro", wenn man nur eine einzige Woche gewartet und die Verurteilten zum 1. Januar begnadigt haben würde, hätte jeder-

der Begnadigung an sich, nicht aber mit dem dazu gewählten Zeitpunkt einverstanden. Am besten hätte ~ ich am gleichen Tage mit

dem Urteil verkündet, um jeder Agitation die Spitze

man die Begnadigung noi

abzubrechen. Nachdem diese Gelegenheit aber ver­paßt worden sei, hätte man der Affäre ihren nor­malen Verlauf lassen und das Urteil des Revisions­gerichtsverfahrens abwarten sollen.

âundsebuns des Deutschen Keschskereseebundes ittvMSusev

Ewer Kundgebung b;8 Kyffbäuserbundes cnt nehmen wir folgrubts: Die im Kyffmuserbund zu- sammengeschlossenen Millionen ehemaliger deutscher Soldaten und ihre Angehörigen wissen sich eins in der Auffassiing, daß eS für raS vaterländische Emp­finden eines deutschen Mannes untragbar wäre, wenn iiicht für die schamlose Bluttat von Germersheim, zu deren Mitschuldigen sich die französische Armee bürd) das Urteil von Landau gemacht hat, in irgendeiner Weise eine gerechte Genugtuung gegeben würde.

... Es hat einige Zeit gedauert, bis England M zu diesem Zugeständnis durchgerungen hat. , $ «och garnicht so lange her, daß in der "Wuschen Presse gegen China scharf gemacht .. Entsendung von Streitkräften gegen ,.,^°^ntang-Truppen verlangt wurde. Das uglische Kabinett hat sich allerdings gehütet, ich in ein solches Abenteuer zu stürzen. Man

65 vielmehr nach einigen Wochen der Ueber« jung mit echt englischem Tatsachensinn für gehalten, die faktische Lage anzuerken- uvagt sich nur, ob es für England so ganz hJf Jcm vnrd, sich mit der chinesischen Frei- bi j^wegusig auf guten Fuß zu stellen. Denn England immer noch von allen enn ik^^Een in China am meisten verhaßt. Die bem.â^ Zeitungen klagen außerordentlich drüber, daß Hankow nicht nur der usenthaltsort des Außenministers Chon, fon« inaiw bt Sitz aggressiver chinesischer ; Neckm^c ^" sei und daß in Hanyang, einer ; lieber N ein ganzes Korps englandfeind- stob,/^Eatoren ausgebildet werde, die den !ührl^^o^"L^nd weiter schüren sollen. Man I der äü^"^ diese feindselige Einstellung ' l6tb ou J1^ gegen Eng-

1 manÄ bolschewistischen Einfluß zurück und n °'bt sich redliche Mühe, der englischen

Oeffentlichkeit und der Weltmeinung eknzure- den, daß der russische Bolschewismus die Kuo­mintang-Regierung in der Tasche habe und all ihre Schritte dirigiere. Man stellt auch die Behauptung auf, die Kuomin­tang - Truppen seien bei ihrem be- absichtigten weiteren Vormarsch gegen Shang­hai und nach dem Norden auf die militärische Unterstützung der russischen Bolschewisten an­gewiesen und deshalb könne die Kuomintang- Regierung, auch wenn sie wolle, sich von dem russischen Verbündeten nicht trennen. Aber alle diese Klagelieder hindern die englische Politik nicht, in China selbst eine neue Taktik einzuschlagen.

Man darf gespannt sein, welchen Ausgang dieses Diplomatenspiel nehmen wird. Wäh­rend Mr. Lamson noch nach Peking unter­wegs war, hat England dort bereits einen Schritt ' .......

getan, dem in der englischen Presse Bedeutung beigemefsen wird. Der Geschäftsträger OMalley hat den in iten ausländischen Diploma» ick überreicht, das nach den Londoner Presse Vorschläge für die praktische Lösung gewisser brennender Fragen enthält. Wie diese Vorschläge im ein­zelnen lauten, wird nickt verraten. Es wird

eine groL .

englische Geschäftsträger Peking beglaubigten ar ten e n Echriftstw Mitte lungen der

aber angedeutet, daß sie sich u. a. auf die in Washington beschlossene Zulassung von Zu­satzsteuern und Zusatzzöllen bezieht, die die chinesische Regierung in den Besitz eigener ausreichender Mittel setzen sollen. Als Ganzes betrachtet, sollen die englischen Vorschläge die Anerkennung enthalten, daß die chinesffche Nationalbewegung eine Tatsache ist und daß viele ihrer Forderungen vollkommen berech­tigt sind. England hat nichts mehr gegen ein souveränes China mit einer gesunden Natio­nalbewegung einzuwenden. So lautet jeden­falls die von der englischen Presse ausgege­bene Parole. Man wird aber klug tun, abzu­warten, ob daraus nun auch wirklich die Kon- feq uenzen gezogen werden sollen, oder ob es sich lediglich um einen taktischen Schachzug gegen die Kuomintang-Regierung handelt.

Das enslische Ehi«a-

anzu der Zahl vor

140 000 hinzukommen.

Dazu ist zu bemerken, daß die Note von Bou- logne die Zahl dieser Hilfskräfte auf 15 000 bemessen hatte. Es ergibt sich also eine Vermehrung der zu- gelassenen eigentlichen Polizeikräfte um 5000. Auch die Frage der Anrechnung der Polizei der Hanse­städte bei der Verteilung der staatlichen und Kom­munalpolizei ist in einer den deutschen Belange« Rechnung tragenden Weise gelöst.

Ferner ist hinsichtlich der vorübergeheuden Cin- stellunq in die Reichswehr und der Verbandsfrag« eine völlige Einigung erzielt worden.

Der Austausch der im Entwurf bereits vorlie­genden Roten wird voraussichtlich in der ersten Januarwoche stattfinden. Zu beiden Fragen hat sich die Votschafterkonferenz von den ihr von der beut- schen Regierung mitgekeilten Maßnahmen, die sich im Rahmen des allgemeinen deutschen Rechtes hal­ten. befriedigt erklärt. Insbesondere hat sie von der früher gestellten Forderung einer Auslösung von verbänden Abstand genommen und das Vertrauen ausgesprochen, daß, wenn sich etwa in Zunkunft die getroffenen Maßnahmen nicht als ausreichend er- weisen sollten, die deutsche Regierung selbst das fige veranlassen wird.

KmevrSaMOe PokMkev an das devikEe SsW.

Washington, 24. Dez. Uns werden von amerikanischen Persönlichkeiten kolgende Weihnackts- und Neujabrsgrüße für das deutsche Volk zur Der- lügnng gestellt:

W. R. Castle jun., AbitilungSches für west- euiovâische Angelegenheiten int Staatsdepartement, erklärte:Ick freue mich, Gelegenheit zu haben, dem deutschen Volk Worte 'der Beglückwünscbung zu widmen anläßlich des von ihm erreichten wirtschaft­lichen Fortfchrrtts während des veroangenen Jahres und insbesondere für den seinen Sinn, den seine Ver­treter für die Verständigung und die internationale

Zusammenarbeit beendeten. Ich bin überzeugt, da? neue Jabr bringt noch »emerkeuSwer.ere Leistungen." Senator Borah äußerte sich:Ich hoffe aus. richtig. daß Deutschlands Wachstum und Entw ckluna unablässig weitergelcn und ich bin überzeugt, daß dies auch der Wunsch des amerikanischen Volkes ist. Ich verkenne nicht die große Last, die Deutschland noch zu tragen hat, und die Hindernisse, die eS über«

re auf-

minien muß, aber die Errungenschaften der Ver- nangcnbeit geben eine Sicherbeit für die Zukunst. DaS auffälligste moralische Vergehen im Versailler

., Conbon, 26. Dez. Das gar eign Office ver­öffentlicht heute den Wortlaut des Memo­randums, das der britische Geschäftsträger in Pe­king den Vertretern der Signatarmächte des Wa­shingtoner Vertrages überreicht hat.

Die britische Regierung schlägt vor, daß die Mächte eine Erklärung erlassen, in der die Bereit­

schaft ausgesprochen wird, in verbandlunaen über $3

Bertrag ist die Aufbürduna der Verantwortung für den W ltkrieg auf Deutschland allein; nur wenige glaubten dies zur Zeit, als es in den Vertrag hin- cingcfchrieben wurde, und noch weniger glauben sie bente daran Ich hoffe, die Zett ist acht mehr fern, wo dies« überaus ungerechte Anklage umgesioßen und ein für allemal veiworfen wird."

Stephan Porter, Vorsitzender des Auswärtiger Ausschusses des Repräsentantenhauses, führte aus: Gelegentlich meines Besuches in Deutschland vor drei Jahren war ich überrascht, die Eisenbahnen Fabriken und Privatwohnungen in der Stadt und auf dem Lande in einem Zustande zu finden» bei die VorlriegsmaßstSbe von Leistungsfähigkeit und Ordnung übertraf. Ich verließ Deutschland noth ommen überzeug:, daß es nur eine Frage der Zeit ei, bis das arbeitsame und genügsame deut ich« olk sein Land wiederherstellen werde, und es er-