Einzelbild herunterladen
 

HanaueMzeiger

WVGeneralÄlnzeiger fife^rw<man Giadt und Land

Land

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat NM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 R-pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-pfg., im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-pfg. , Offertengebühr so R-Psg.

«t. 283

LNoutas dem

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Bei unverschuldetem Ausfall der Litserung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung ober auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Für platzvorschrist u.Srschèinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. ^ Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3956,3957,3958

6. Dezember

1926

Das itettdit.

Die Volksabstimmung in Hessen ergab eine Mehrheit gegen die Auslösung des Landtages.

- In Genf haben gestern die ersten Vesprech- ungen der Außenminister stattgefunden. Im Gegen- satz zu deutschen Auffassung will Briand die Kontroll­frage mit der Jnvestigationsfrage verbinden.

Wie nunmehr feststeht, wird auf der heute be» jinnenben Ratstagung der belgische Außenminister Banderoelde den Vorsitz führen.

Der Generalagent für Reparationen stellt fest, daß Deutschland im zweiten Reparationsjahr seine Verpflichtungen erfüllt habe.

Der bayerische Ministerpräsident Dr. Held sprach sich für eine Einigung zwischen Bayerischer Bolkspartei und Zentrum aus.

Soweit das Abstimmungsresultat der aUge» meinen Volksabstimmung über das Getreidernonopol in der Schweiz überblickt werden kann, ist es ver­worfen worden.

Das Volksbegehren in Mtn abgelehnt.

Balkan.

Trotz seiner geringen Fruchtbarkeit ist das Bergland Albanien von jeher der Zankapfel seiner Nachbarn gewesen. Oesterreich und Ser­bien, Griechenland und Montenegro hab vor dem Weltkriege immer Widder versucht, ihren Hnfluß in dem Lande zu vergrößern und die »rrschaft an sich zu reißen. Ihr dauernder ampf war nur dadurch möglich, daß die Landeseinwohner in mehrere Parteien gespal- M sind, die sich gegenseitig hassen um» un-

n Fürstentum erhoben, doch brachte äüch diese Lösung der schwierigen Frage dem Bergvolk keinen dauernden Frieden. Kaum hatte der Weltkrieg begonnen, als die Partei Lssad Paschas, die von der Entente unterstützt wurde, den Fürsten aus dem Lande vertrieb,

Darmstadt, 5. Dez. Im Freistaat Hessen wurde heute ein Volksentscheid über die Frage herbeiae- führt, ob der Hessische Landtag, dessen Mehrheit sich seitdem Januar 1919 ununterbrochen aus Zentrum, Demokraten und Sozialdemokraten zusammensetzt, aufgelöst werden soll. Das Verlangen auf Auf­lösung war von den im Wirtschasts- und Ordnungs­block zusammengeschlossenen Oppositionsparteien, dem Hessischen Bauernbund, der Deutschnationalen Par­tei und der Deutschen Volkspartei gestellt worden, bereit Wahlfeldzug sich in erster Linie gegen den nach ihrer Meinung unerträglichen Steuerdruck in Hessen richtete. Im Mittelpunkt des Kampfes hatte deshalb der hessische Finanzminister Henrich gestan­den. Auch die Kommunisten hatten sich in ihren Ver­sammlungen für Auslösung des Landtages ausge­sprochen. Die Wahlbeteiligung betrug, soweit sich aus den bis 10 Uhr vorliegenden Ergebnissen fest­pellen läßt, 4050 Prozent. Zwischenfälle haben tich, soweit bisher bekannt, nirgends ereignet.

Rach vorläufiger Zusammenstellung wurden bei der heutigen Abstimmung abgegeben: 202 464 I a - st i m m c n u nd 21g 226 Rei nst i m me n. Es fehlt nur noch eine kleine Landgemeinde. Das Volks­begehren ist damit âbgelehnt worden.

Einzelergebnisfe:

Provinz Oberhessen. Vorläufiges amtliche! nmungsergebnis: Stimmberechtigt 210268,

ies Ab-

'66 257). Ungültig waren 1034. Die geklammerten Hahlen stellen das Ergebnis der letzten Landtags­vahlen dar.

50 Prozent.

kreis Büdingen: Stimmberechtigt 27 462; Ja 8246 (bei der letzten Landtagswahl 10 761), Nein 3432 (bei der letzten Landtagswahl 6 995), ungültig 105.

aleichzeitig landeten die Italiener in Valona starke Truppen und setzten sich in mehreren Hafenstädten sowie im Innern fest. Alsdann

Kreis Friedberg: Ja 15 460, Nein 16 858. Wahl­beteiligung 50 Prozent.

Kreis Woinz. (Stadt und Land): Ja 12 965, Nein 33 491. Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.

Kreis Offenbach. (Stadt und Land): Wahlberech­tigt 116 140. Mit Ja stimmten 24 755, mit Nein 35 816. Ungültig 944.

GroßSIeinheim: Wahlberechtigt 1898. Ja 287, Nein 639; ungültig 15.

Klein-Slcinheim: 328 Ja, 576 Nein, 24 ungültig; rund 40 Prozent Wahlbeteiligung.

Klein-Auheim: 666 Ja, 621 Nein, 32 ungültig; 63 Prozent Wahlbeteiligung.

Kreis Darmstadt. (Stadt und Land.) Ja 29 320; Nein 27 860. Wahlbeteiligung rund 50 Prozent.

Kreis Bensheim: Ja 9310, Nein 9618.

Dieburg (Kreis). Ja 9631, Nein 9984. Stimm­berechtigt 40 268.

Kreis Heppenheim: Ja 3748, Nein 6711. Stimm­berechtigt 32 574.

Kreis Erbach. Ja 8013, Nein 6530.

Kreis Worms: Ja 16 007, Nein 17 110.

Kreis Oppenheim: Ja 5980, Nein 7379. Wahl­beteiligung 42 Prozent.

Stadt Offenbach: Ja 11 796, Nein 15 728.

Kreis Alzey: Ja 4820, Nein 6744. 49 Prozent Wahlbeteiligung.

Kreis Bingen: Ja 4907, Nein 6393.

Kreis Alsfeld: Wahlberechtigt 24 203, Ja 7781, Nein 2980;. ungültig 92. Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.

Kreis Lauterbach: Wahlberechtigt 19156, Ja 6335, Nein 1823; ungültig 61.. Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.

Kreis Schotten. Ja 6928, Nein 1757. Wahlbsteili-

türlich benützt Mussolini die Gelegenheit, seine Tüchtigkeit und seine Bestrebungen, den Welt­frieden zu sichern, in das rechte Licht zu stellen und die Bedeutung Italiens als Großmacht zur Erhaltung des Friedens zu betonen. Voller Entrüstung weist er die Gerüchte ab, daß Ita­lien die Absicht haben könnte, Albanien zu Zer­stückeln. Im Gegenteil wäre es von größter Wichtigkeit, für das Gleichgewicht im Adriati­schen Meere, wenn dort ein blühendes und un­abhängiges Albanien bestände. Auch könne sich dieses von der Natur nicht gerade reichlich bedachte Land nur dann trefflich entwickeln, wenn eben seine politische Unabhängigkeit und die Unverletzlichkeit seiner Grenzen von mäch­tigen Freunden gewährleistet wäre. Tatsache ist, daß Italien durch diesen Schritt bei dem Wettkampf auf dem Balkan einen großen Vor­sprung vor Jugoslavien errungen hat, den dieses nicht so leicht einholen kann.

RerKsZÄrrzlsN Dv. Mame Vssr dem Levert- BovUeeev Pve5§e.

Berlin, 5. Dez. Vor dem Verein Berliner Presse hielt heute Reichskanzler Dr. Marx eine Rede, in der er an die Worte erinnerte, die er an der

Dar mft adk, 6. Dez. Aach den amtlichen Fest­stellungen sind bei dem Volksentscheid auf Auflösung des Landtags 219 453 Neinstimmen und 202 657 3a-

Hafenstädten sowie im im Winter 1915/16 die Oesterreicher Monte­negro besetzten, rückten sie auch in Albanien ein und richteten eine Verwaltung ein, die mit dem Waffenstillstand im Herbst 1918 ein jähes Ende fand. Essad Pascha stellte sich an die Spitze des Landes und wurde auch von der Entente anerkannt. Sein früher Tod war ein schwerer Schlag für das in Parteihader zerrissene Volk.

Während ihres Aufenthalts in dem Lande hatten die Italiener unweit bet Hauptstadt Durazzo ziemlich umfangreiche Oelfelder ent­deckt, welche sie natürlich für sich ausnutzen wollten, doch wurden sie auf Grund der Frie­densverhandlungen im Jahre 1920 gezwungen, das Land zu verlassen. England und Amerika beschwerten sich über die Besitznahme der Oel­felder durch Italien und verstanden es, sich gewisse Vorteile zu sichern. Italien ließ jedoch mcht locker, da es von Albanien aus seinen Einfluß auf dem Balkan zu vergrößern hoffte. Bei diesen Bestrebungen stieß es jedoch auf starken Widerspruch Griechenlands und Ser­biens. . Mit der Regierung in Athen glaubte Mussolini schnell fertig werden zu können, der Zug der italienischen Marine nach Korfu gab 'M recht. Ungleich schwerer war die Aus- einandersetzung mit Jugoslawien, umsomehr, da eine ganze Anzahl von Reibungspunkten zwischen beiden Staaten bestehen. Zwar ist es bisher nicht zu einem offenen Konflikt gekom­men, doch stehen sich die beiden Staaten in äußerster Spannung gegenüber.

Vor etwa 2 Wochen war in Albanien wie- Einmal ein Aufstand ausgebrochen, wie er >eoes Jahr mindestens einmal an der Tages- ^dnuiiq ist. Diefesmak gelang es, den aufftän- mgen Meriditen vor Skutari nicht geringe Er- ^0°öu erringen, nur durch Munitionsmangel mib en sie gezwungen, ihren Sieg nicht auszu-

Schon von Anfang an hieß es aUge« m, u°ß wieder Italien feine Hand im Spiele ^"." dort weilt schon seit längerer Zeit most, das alte Haupt der Verschwörer die Diktatur Achmed Zogus. Dieses entt« scheint jedoch nicht den Tatsachen zu bi» m j ^' denn dieser Tage ist aus Albanien gekommen, daß am 27. November ^"lien und Albanien ein Freund- abgeschlossen worden ist, der f!n6 '..n dem Berglands einen großen Ein- D.^/'nraumt und ihn in Wirklichkeit zum tom t°-.2nbanlens macht. Der Vertrag M und hat daher in Bel-

vw-»-^? ^en umso größere Erregung her-

Berufen. In beiden Hauptstädten glaubt

gleichen Stelle vor etwa drei Jahren gesprochen hatte, überaus schwere und ernste Worte mit einem Ausblick auf eine ernste Zukunft des deutschen Volkes mit großen Anforderungen an feinen Opfer­sinn, Pflichterfüllung und Vaterlandsliebe. Der Reichskanzler gedachte des damals amtierenden ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert, dessen edle und stärke Persönlichkeit immer mehr erkannt werde, je mehr wir varanschrnten Das deutsche Volk seiUnzwischen oorang-'oinim.-n, niiht allein in­folge der'Weisheit und Energie der Reichsregierung: das ganze Volk habe hier mitgewirkt. Das Haupt- momenl am Vorwärtskommen sei die konse­quent fortgesetzte Linie per, Außen,- Kanzler sprach den Wunsch aus, daß es Dr. Stresemann Gegönnt sein möge, weiter glückliche Schritte auf dem Wege der Verständigung mit den anderen Staaten zu erreichen. Der Reichs­kanzler fuhr fort:Wir sind in den nächsten Tagen mit ganzem Herzen und ganzer Aufmerksamkeit bei den Verhandlungen in Genf. Wir sind zur Ver-

. po Iltis. Der

g des Landtags 219 453 Neinstimmen und 202 657 Ja­stimmen abgegeben worden. Die Zahl der ungül-

i- tigen Stimmen beträgt 5084, Abstimmungs­

berechtigte Personen waren 875 516 vorhanden.

Auftakt zur Ratstagung

Geste Mhlungnahme des LlttSsttmrtrrstsv in Senf.

Genf, 5. Dez. Im Laufe des Sonntags fand die erste Fühlungnahme zwischen einzelnen Mitgliedern der nunmehr vollzählig anwesenden Delegationen der 14 Ratsstaaten statt, von denen sieben, nämlich Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Holland, Tschechoslowakei und Polen, durch ihre Minister des Auswärtigen vertreien sind. Rach einer längeren Unterredung zwischen Vandervelde und Chamberlain hatte nachmittags Reichsminister Dr. Strese­mann beim Tee mit Briand eine anderthalb- stllndige Besprechung. Nach 6 Uhr abends begab sich Stresemann zu Chamberlain, mit dem er zwei Stunden einen Gedankenaustausch

pflegte. Ueber die Gesichtspunkte, die bei diesen Unterredungen eine Rolle spielten, bewahren die Staatsmänner vollkommenes Stillschweigen. Im­merhin ließ Briand bei einem Presseempfang er» kennen, daß nach feiner Auffassung für die Frage der interalliierten IRilifärtontrone mit dem vom Völker- in Paris wieder zusammentrelende Volschafkerkonse- renz zuständig sei. Eine Verbindung der Frage der interalliierten Miltärkontrolle mit dem vom Völker-

le

bundsrat im September 1924 genehmigten, über von Deutschland inzwischen unter Berufung auf Artikel 213 des Versailler Vertrages angefochtenen Jnvesti- aalionsprogramms scheine dem französischen Mini­ster des Aeußeren im Rahmen der Tagesordnung der morgen beginnenden Ratstagung nicht nur möglich, sondern erwünscht. Er glaube, daß eine Uebereinrunft über diese beiden Punkte bei beider­seitigem guten Willen möglich wäre.

Dev deutsche Rechisansvvuch aus SthetttlattdvSumutts.

Paris, 5. Dez. Der in Nantes listifchePopulaire" will von 1 amerikanischen Friedensdelegation daß am 18. Juli 1919 von Clem

I dem Pressechef der sn erfahren haben, emenceau, Lloyd

George und Wilson eine Erklärung unterzeich­net worden sei, die die ausdrückliche Versicherung enthält, daß die Dauer der Besetzung der Rheinlande unter die im Friedensverlrag vorgesehenen fünfzehn Jahre herabgesetzt werden würde, sobald die deutsche Regierung Beweise ihres guten Willens und aus- reichende Garantien für die Erfüllung der über­nommenen Verpflichtungen gegeben haben werde. Eine Abschrift dieser Erklärung sei auch der deutschen Friedensdelegation überreicht worden, nachdem diese die Zusicherung gegeben hatte, daß der Friedensver- trag von der deutschen Regierung unterzeichnet wer- den würde.

Die Information desPopulaire" muß dahin berichtigt werden, daß eine derartige Erklärung der deutschen Regierung niemals zugegangen ist.' Da­gegen trifft es zu. daß bei den Verhandlungen des Rates der Drei" über die Frage der Besatzungs­dauer von Lloyd George und Wilson gegen den Widerspruch Clemenceaus ausdrücklich festgelegt worden ist, daß die fünfzehn Jahre Besatzungsdauer teineswe^ als Minimaltarif anzusehen feien und daß die Voraussetzungen des Artikels 431 gegeben seien, sobald Deutschland tatsächlich alle aus ' dem Vertrag sich ergebenden Verpflichtungen erfüllt habe. Nach Mitteilungen der amerikanischen Konferenzteil, nehmer soll diese Festlegung im Protokoll Ausnahme gefunden haben. Dieser Festlegung kommt zweifellos große Bedeutung zu, denn nach der in Locarno er­folgten Regelung des Sicherheitsproblems und nach der für die nächsten Wochen zu erwartenden defini­tiven Liquidation der Entwoffnungsfrage genügt es also, wenn Deutschland seinen Verpflichtungen aus dem Dawesplan wie bisher nachkommt, um feinen rechtlichen Anspruch auf die Räumung des Rhein- landes vor den im Friedensvertrag festgelegten Fristen unter Berufung auf den Friedensverirag selbst und die alliierten Protokolle zu begründen.

ftänbigung seit langen Jahren bereit gewesen. Wir erwarten aber auch nunmehr von der Gegenseite, daß man sich endlich auch dort der Einsicht nicht ver­schließt, daß eine dauernde Besetzung weiter Gegen­den unseres Vaterlandes nicht dazu beitragen kann, das Verhältnis zwischen Deutschland und seinen ehemaligen Gegnern weiter zu kräftigen und zu festigen. Fremde Botschafter und Gesandte, so er­klärte der Kanzler, hätten das Verhallen des deut­schen Volkes während der schweren letzten Jahre und gegenüber harten Rsgierungsmaßnahmcn wieder- boll mit den Worten höchster Anerkennung gerühmt. Er dankte dem ganzen deutschen Volks in allen seinen Schichten für die großen Opfer. Besonderen Dank richtete er an den Reichspräsidenten v. Hindenburg, der nach tatenreichem Leben in hohem Alter keinen Augenblick gezaudert habe, dem Ruf zu folgen, der ihm neue schwere Pflichten auf« erlegte. Der Redner ging dann auf die Beziehungen zwischen Regierung und Presse ein und erinnerte daran, daß er einmal sehr ernsthaft den Gedanken einer Rotgemeinschaft des deutschen Volkes erwogen habe. In dieser Beziehung sei die Arbeitsgemeinschaft im Reichsverband der Deut­schen Presse geradezu vorbildlich. Diese Gemein­schaft habe der deutschen Presse nicht nur im Jn- lande, sondern auch im Auslande einen Ruf ge­schaffen habe, der kaum noch übertroffen werden könne. Sollte, sagte der Kanzler, das deutsche Volk nicht diesem Beispiel folgen, sollten wir im deutschen Volk uns nicht einmal zusammenschließen können, und noch dazu setzt in einer so schweren Zeit, in der Zusammenschluß aller Kräfte erforderlich ist; soll ten wir nicht alles, was uns trennt,

urückst el len und den Austra

von fpä.

Meinungsverschiedenheiten au , tere Zeiten verschieben können? Ich wünsche dem Reichsverband in seinen Bestrebungen weiter besten Erfolg. Möge das deutsche Volk an diesem Zusammengeben ein Beispiel nehmen. Ich glaube, daß ein solcher Zusammenschluß dem Ein­zelnen, der einzelnen Partei, dem einzelnen Beruf

man, daß schwere Verwicklungen mit Italien bevorstehen. Der serbische Außenminister Nintslhitsch erklärt, daß der neue Vertrag nicht nur gegen den Geist des italienischen Freund- schaftsvertrygs mit Jugoslavien gerichtet sei, sondern auch die Abmachungen zwischen den beiden Staaten über die Unabhängigkeit Alba­niens völlig außer Kraft setze.

Auch in London, wo man schon wegen der Erdölquellen alle Vorgänge in Albanien be­sonders aufmerksam verfolgte, ist die Erregung nicht gering. Auch dort vertritt man den Standpunkt, daß Italien durch diesen Vertrag die Garantie für die volitische Unabhängigkeit

und die territoriale Unverletzlichkeit Albaniens gege jeden Angreifer übernommen hat, daß es im wahren Sinne des Wortes der Protektor Albaniens geworden ist. Demgegenüber weifen die italienischen Zeitungen natürlich auf Ver­anlassung des Duce darauf hin, daß der alba­nische Freundschaftsvertrag ein vorzügliches Mittel wäre, um den so oft bedrohten Frieden auf dem Balkan zu sichern. Sie betonen aus« rücklich, daß Italien für seine Freundschaft und Mitarbeit von Albanien keinerlei Kompen­sationen erlangt habe, sondern aus freien ,Stücken die Verpflichtung übernähme, alle in­ternationalen Rechte Albaniens zu sichern. Na-1

zum Besten bienen wird, und ganz besonders dem ganzen deutschen Volk, unserem geliebten deutschen Vaterland. (Lebhafte Beifall und Händeklatschen.)

Das rwette Dawsskahv.

Der Bericht des Generalagenten.

Berlin, 5. Dez. In seinem Bericht über die Reparationszahlungen im zweiten Planjahr erklärt der Generalagent, daß Deutschland pünktlich gezahlt und zur leichteren Abwicklung der Zahlungen er« heblich beigetragen hat. Während die Zahlungen des ersten Planjahres zu vier Fünftel durch die auswärtige Anleihe finanziert wurde, hat Deutsch­land im zweiten Planjahr den Gesamtbetrag von 1 220 Millionen Goldmark allein

aufgebracht. Die Aufstellung ebenmäßiger Pro­gramme für die Leistung von Zahlungen im dritten Jahre ist damit gewährleistet. Die Deutsche ' > l l s ch a f t und die deutsch« . , e Verpflichtungen prompt

s....... ^ MS auf die günstige»

Erträgnisse der verpfändeten Einnahmen wird er«

Reichsbahngesèl Industrie haben ihre

e