HanaueMzeiger
WVGeneralÄlnzeiger fife^rw<man Giadt und Land
Land
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6. Dezember
1926
Das itettdit.
— Die Volksabstimmung in Hessen ergab eine Mehrheit gegen die Auslösung des Landtages.
- In Genf haben gestern die ersten Vesprech- ungen der Außenminister stattgefunden. Im Gegen- satz zu deutschen Auffassung will Briand die Kontrollfrage mit der Jnvestigationsfrage verbinden.
— Wie nunmehr feststeht, wird auf der heute be» jinnenben Ratstagung der belgische Außenminister Banderoelde den Vorsitz führen.
— Der Generalagent für Reparationen stellt fest, daß Deutschland im zweiten Reparationsjahr seine Verpflichtungen erfüllt habe.
— Der bayerische Ministerpräsident Dr. Held sprach sich für eine Einigung zwischen Bayerischer Bolkspartei und Zentrum aus.
— Soweit das Abstimmungsresultat der aUge» meinen Volksabstimmung über das Getreidernonopol in der Schweiz überblickt werden kann, ist es verworfen worden.
Das Volksbegehren in Mtn abgelehnt.
Balkan.
Trotz seiner geringen Fruchtbarkeit ist das Bergland Albanien von jeher der Zankapfel seiner Nachbarn gewesen. Oesterreich und Serbien, Griechenland und Montenegro hab vor dem Weltkriege immer Widder versucht, ihren Hnfluß in dem Lande zu vergrößern und die »rrschaft an sich zu reißen. Ihr dauernder ampf war nur dadurch möglich, daß die Landeseinwohner in mehrere Parteien gespal- M sind, die sich gegenseitig hassen um» un-
n Fürstentum erhoben, doch brachte äüch diese Lösung der schwierigen Frage dem Bergvolk keinen dauernden Frieden. Kaum hatte der Weltkrieg begonnen, als die Partei Lssad Paschas, die von der Entente unterstützt wurde, den Fürsten aus dem Lande vertrieb,
Darmstadt, 5. Dez. Im Freistaat Hessen wurde heute ein Volksentscheid über die Frage herbeiae- führt, ob der Hessische Landtag, dessen Mehrheit sich seitdem Januar 1919 ununterbrochen aus Zentrum, Demokraten und Sozialdemokraten zusammensetzt, aufgelöst werden soll. Das Verlangen auf Auflösung war von den im Wirtschasts- und Ordnungsblock zusammengeschlossenen Oppositionsparteien, dem Hessischen Bauernbund, der Deutschnationalen Partei und der Deutschen Volkspartei gestellt worden, bereit Wahlfeldzug sich in erster Linie gegen den nach ihrer Meinung unerträglichen Steuerdruck in Hessen richtete. Im Mittelpunkt des Kampfes hatte deshalb der hessische Finanzminister Henrich gestanden. Auch die Kommunisten hatten sich in ihren Versammlungen für Auslösung des Landtages ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung betrug, soweit sich aus den bis 10 Uhr vorliegenden Ergebnissen festpellen läßt, 40—50 Prozent. Zwischenfälle haben tich, soweit bisher bekannt, nirgends ereignet.
Rach vorläufiger Zusammenstellung wurden bei der heutigen Abstimmung abgegeben: 202 464 I a - st i m m c n u nd 21g 226 Rei nst i m me n. Es fehlt nur noch eine kleine Landgemeinde. Das Volksbegehren ist damit âbgelehnt worden.
Einzelergebnisfe:
Provinz Oberhessen. Vorläufiges amtliche! nmungsergebnis: Stimmberechtigt 210268,
ies Ab-
'66 257). Ungültig waren 1034. Die geklammerten Hahlen stellen das Ergebnis der letzten Landtagsvahlen dar.
50 Prozent.
kreis Büdingen: Stimmberechtigt 27 462; Ja 8246 (bei der letzten Landtagswahl 10 761), Nein 3432 (bei der letzten Landtagswahl 6 995), ungültig 105.
aleichzeitig landeten die Italiener in Valona starke Truppen und setzten sich in mehreren Hafenstädten sowie im Innern fest. Alsdann
Kreis Friedberg: Ja 15 460, Nein 16 858. Wahlbeteiligung 50 Prozent.
Kreis Woinz. (Stadt und Land): Ja 12 965, Nein 33 491. Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.
Kreis Offenbach. (Stadt und Land): Wahlberechtigt 116 140. Mit Ja stimmten 24 755, mit Nein 35 816. Ungültig 944.
GroßSIeinheim: Wahlberechtigt 1898. Ja 287, Nein 639; ungültig 15.
Klein-Slcinheim: 328 Ja, 576 Nein, 24 ungültig; rund 40 Prozent Wahlbeteiligung.
Klein-Auheim: 666 Ja, 621 Nein, 32 ungültig; 63 Prozent Wahlbeteiligung.
Kreis Darmstadt. (Stadt und Land.) Ja 29 320; Nein 27 860. Wahlbeteiligung rund 50 Prozent.
Kreis Bensheim: Ja 9310, Nein 9618.
Dieburg (Kreis). Ja 9631, Nein 9984. Stimmberechtigt 40 268.
Kreis Heppenheim: Ja 3748, Nein 6711. Stimmberechtigt 32 574.
Kreis Erbach. Ja 8013, Nein 6530.
Kreis Worms: Ja 16 007, Nein 17 110.
Kreis Oppenheim: Ja 5980, Nein 7379. Wahlbeteiligung 42 Prozent.
Stadt Offenbach: Ja 11 796, Nein 15 728.
Kreis Alzey: Ja 4820, Nein 6744. 49 Prozent Wahlbeteiligung.
Kreis Bingen: Ja 4907, Nein 6393.
Kreis Alsfeld: Wahlberechtigt 24 203, Ja 7781, Nein 2980;. ungültig 92. Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.
Kreis Lauterbach: Wahlberechtigt 19156, Ja 6335, Nein 1823; ungültig 61.. Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.
Kreis Schotten. Ja 6928, Nein 1757. Wahlbsteili-
türlich benützt Mussolini die Gelegenheit, seine Tüchtigkeit und seine Bestrebungen, den Weltfrieden zu sichern, in das rechte Licht zu stellen und die Bedeutung Italiens als Großmacht zur Erhaltung des Friedens zu betonen. Voller Entrüstung weist er die Gerüchte ab, daß Italien die Absicht haben könnte, Albanien zu Zerstückeln. Im Gegenteil wäre es von größter Wichtigkeit, für das Gleichgewicht im Adriatischen Meere, wenn dort ein blühendes und unabhängiges Albanien bestände. Auch könne sich dieses von der Natur nicht gerade reichlich bedachte Land nur dann trefflich entwickeln, wenn eben seine politische Unabhängigkeit und die Unverletzlichkeit seiner Grenzen von mächtigen Freunden gewährleistet wäre. Tatsache ist, daß Italien durch diesen Schritt bei dem Wettkampf auf dem Balkan einen großen Vorsprung vor Jugoslavien errungen hat, den dieses nicht so leicht einholen kann.
RerKsZÄrrzlsN Dv. Mame Vssr dem Levert- BovUeeev Pve5§e.
Berlin, 5. Dez. Vor dem Verein Berliner Presse hielt heute Reichskanzler Dr. Marx eine Rede, in der er an die Worte erinnerte, die er an der
Dar mft adk, 6. Dez. Aach den amtlichen Feststellungen sind bei dem Volksentscheid auf Auflösung des Landtags 219 453 Neinstimmen und 202 657 3a-
Hafenstädten sowie im im Winter 1915/16 die Oesterreicher Montenegro besetzten, rückten sie auch in Albanien ein und richteten eine Verwaltung ein, die mit dem Waffenstillstand im Herbst 1918 ein jähes Ende fand. Essad Pascha stellte sich an die Spitze des Landes und wurde auch von der Entente anerkannt. Sein früher Tod war ein schwerer Schlag für das in Parteihader zerrissene Volk.
Während ihres Aufenthalts in dem Lande hatten die Italiener unweit bet Hauptstadt Durazzo ziemlich umfangreiche Oelfelder entdeckt, welche sie natürlich für sich ausnutzen wollten, doch wurden sie auf Grund der Friedensverhandlungen im Jahre 1920 gezwungen, das Land zu verlassen. England und Amerika beschwerten sich über die Besitznahme der Oelfelder durch Italien und verstanden es, sich gewisse Vorteile zu sichern. Italien ließ jedoch mcht locker, da es von Albanien aus seinen Einfluß auf dem Balkan zu vergrößern hoffte. Bei diesen Bestrebungen stieß es jedoch auf starken Widerspruch Griechenlands und Serbiens. . Mit der Regierung in Athen glaubte Mussolini schnell fertig werden zu können, der Zug der italienischen Marine nach Korfu gab 'M recht. Ungleich schwerer war die Aus- einandersetzung mit Jugoslawien, umsomehr, da eine ganze Anzahl von Reibungspunkten zwischen beiden Staaten bestehen. Zwar ist es bisher nicht zu einem offenen Konflikt gekommen, doch stehen sich die beiden Staaten in äußerster Spannung gegenüber.
Vor etwa 2 Wochen war in Albanien wie- Einmal ein Aufstand ausgebrochen, wie er >eoes Jahr mindestens einmal an der Tages- ^dnuiiq ist. Diefesmak gelang es, den aufftän- mgen Meriditen vor Skutari nicht geringe Er- ^„0°öu erringen, nur durch Munitionsmangel mib en sie gezwungen, ihren Sieg nicht auszu-
Schon von Anfang an hieß es aUge« ™m, u°ß wieder Italien feine Hand im Spiele ^"." dort weilt schon seit längerer Zeit most, das alte Haupt der Verschwörer die Diktatur Achmed Zogus. Dieses entt« scheint jedoch nicht den Tatsachen zu bi» m j ^' denn dieser Tage ist aus Albanien gekommen, daß am 27. November ^"lien und Albanien ein Freund- abgeschlossen worden ist, der f!n6 • '..n dem Berglands einen großen Ein- D.^/'nraumt und ihn in Wirklichkeit zum tom™ t°-„.2nbanlens macht. Der Vertrag M LÄ und hat daher in Bel-
vw-»-^? ^en umso größere Erregung her-
• Berufen. In beiden Hauptstädten glaubt
gleichen Stelle vor etwa drei Jahren gesprochen hatte, überaus schwere und ernste Worte mit einem Ausblick auf eine ernste Zukunft des deutschen Volkes mit großen Anforderungen an feinen Opfersinn, Pflichterfüllung und Vaterlandsliebe. Der Reichskanzler gedachte des damals amtierenden ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert, dessen edle und stärke Persönlichkeit immer mehr erkannt werde, je mehr wir varanschrnten Das deutsche Volk seiUnzwischen oorang-'oinim.-n, niiht allein infolge der'Weisheit und Energie der Reichsregierung: das ganze Volk habe hier mitgewirkt. Das Haupt- momenl am Vorwärtskommen sei die konsequent fortgesetzte Linie per, Außen,- Kanzler sprach den Wunsch aus, daß es Dr. Stresemann Gegönnt sein möge, weiter glückliche Schritte auf dem Wege der Verständigung mit den anderen Staaten zu erreichen. Der Reichskanzler fuhr fort: „Wir sind in den nächsten Tagen mit ganzem Herzen und ganzer Aufmerksamkeit bei den Verhandlungen in Genf. Wir sind zur Ver-
. po Iltis. Der
g des Landtags 219 453 Neinstimmen und 202 657 Jastimmen abgegeben worden. Die Zahl der ungül-
i- tigen Stimmen beträgt 5084, Abstimmungs
berechtigte Personen waren 875 516 vorhanden.
Auftakt zur Ratstagung
Geste Mhlungnahme des LlttSsttmrtrrstsv in Senf.
Genf, 5. Dez. Im Laufe des Sonntags fand die erste Fühlungnahme zwischen einzelnen Mitgliedern der nunmehr vollzählig anwesenden Delegationen der 14 Ratsstaaten statt, von denen sieben, nämlich Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Holland, Tschechoslowakei und Polen, durch ihre Minister des Auswärtigen vertreien sind. Rach einer längeren Unterredung zwischen Vandervelde und Chamberlain hatte nachmittags Reichsminister Dr. Stresemann beim Tee mit Briand eine anderthalb- stllndige Besprechung. Nach 6 Uhr abends begab sich Stresemann zu Chamberlain, mit dem er zwei Stunden einen Gedankenaustausch
pflegte. Ueber die Gesichtspunkte, die bei diesen Unterredungen eine Rolle spielten, bewahren die Staatsmänner vollkommenes Stillschweigen. Immerhin ließ Briand bei einem Presseempfang er» kennen, daß nach feiner Auffassung für die Frage der interalliierten IRilifärtontrone mit dem vom Völker- in Paris wieder zusammentrelende Volschafkerkonse- renz zuständig sei. Eine Verbindung der Frage der interalliierten Miltärkontrolle mit dem vom Völker-
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bundsrat im September 1924 genehmigten, über von Deutschland inzwischen unter Berufung auf Artikel 213 des Versailler Vertrages angefochtenen Jnvesti- aalionsprogramms scheine dem französischen Minister des Aeußeren im Rahmen der Tagesordnung der morgen beginnenden Ratstagung nicht nur möglich, sondern erwünscht. Er glaube, daß eine Uebereinrunft über diese beiden Punkte bei beiderseitigem guten Willen möglich wäre.
Dev deutsche Rechisansvvuch aus SthetttlattdvSumutts.
Paris, 5. Dez. Der in Nantes listifche „Populaire" will von 1 amerikanischen Friedensdelegation daß am 18. Juli 1919 von Clem
I dem Pressechef der sn erfahren haben, emenceau, Lloyd
George und Wilson eine Erklärung unterzeichnet worden sei, die die ausdrückliche Versicherung enthält, daß die Dauer der Besetzung der Rheinlande unter die im Friedensverlrag vorgesehenen fünfzehn Jahre herabgesetzt werden würde, sobald die deutsche Regierung Beweise ihres guten Willens und aus- reichende Garantien für die Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen gegeben haben werde. Eine Abschrift dieser Erklärung sei auch der deutschen Friedensdelegation überreicht worden, nachdem diese die Zusicherung gegeben hatte, daß der Friedensver- trag von der deutschen Regierung unterzeichnet wer- den würde.
Die Information des „Populaire" muß dahin berichtigt werden, daß eine derartige Erklärung der deutschen Regierung niemals zugegangen ist.' Dagegen trifft es zu. daß bei den Verhandlungen des „Rates der Drei" über die Frage der Besatzungsdauer von Lloyd George und Wilson gegen den Widerspruch Clemenceaus ausdrücklich festgelegt worden ist, daß die fünfzehn Jahre Besatzungsdauer teineswe^ als Minimaltarif anzusehen feien und daß die Voraussetzungen des Artikels 431 gegeben seien, sobald Deutschland tatsächlich alle aus ' dem Vertrag sich ergebenden Verpflichtungen erfüllt habe. Nach Mitteilungen der amerikanischen Konferenzteil, nehmer soll diese Festlegung im Protokoll Ausnahme gefunden haben. Dieser Festlegung kommt zweifellos große Bedeutung zu, denn nach der in Locarno erfolgten Regelung des Sicherheitsproblems und nach der für die nächsten Wochen zu erwartenden definitiven Liquidation der Entwoffnungsfrage genügt es also, wenn Deutschland seinen Verpflichtungen aus dem Dawesplan wie bisher nachkommt, um feinen rechtlichen Anspruch auf die Räumung des Rhein- landes vor den im Friedensvertrag festgelegten Fristen unter Berufung auf den Friedensverirag selbst und die alliierten Protokolle zu begründen.
ftänbigung seit langen Jahren bereit gewesen. Wir erwarten aber auch nunmehr von der Gegenseite, daß man sich endlich auch dort der Einsicht nicht verschließt, daß eine dauernde Besetzung weiter Gegenden unseres Vaterlandes nicht dazu beitragen kann, das Verhältnis zwischen Deutschland und seinen ehemaligen Gegnern weiter zu kräftigen und zu festigen. Fremde Botschafter und Gesandte, so erklärte der Kanzler, hätten das Verhallen des deutschen Volkes während der schweren letzten Jahre und gegenüber harten Rsgierungsmaßnahmcn wieder- boll mit den Worten höchster Anerkennung gerühmt. Er dankte dem ganzen deutschen Volks in allen seinen Schichten für die großen Opfer. Besonderen Dank richtete er an den Reichspräsidenten v. Hindenburg, der nach tatenreichem Leben in hohem Alter keinen Augenblick gezaudert habe, dem Ruf zu folgen, der ihm neue schwere Pflichten auf« erlegte. Der Redner ging dann auf die Beziehungen zwischen Regierung und Presse ein und erinnerte daran, daß er einmal sehr ernsthaft den Gedanken einer Rotgemeinschaft des deutschen Volkes erwogen habe. In dieser Beziehung sei die Arbeitsgemeinschaft im Reichsverband der Deutschen Presse geradezu vorbildlich. Diese Gemeinschaft habe der deutschen Presse nicht nur im Jn- lande, sondern auch im Auslande einen Ruf geschaffen habe, der kaum noch übertroffen werden könne. Sollte, sagte der Kanzler, das deutsche Volk nicht diesem Beispiel folgen, sollten wir im deutschen Volk uns nicht einmal zusammenschließen können, und noch dazu setzt in einer so schweren Zeit, in der Zusammenschluß aller Kräfte erforderlich ist; soll’ ten wir nicht alles, was uns trennt,
urückst el len und den Austra
von fpä.
Meinungsverschiedenheiten au , tere Zeiten verschieben können? Ich wünsche dem Reichsverband in seinen Bestrebungen weiter besten Erfolg. Möge das deutsche Volk an diesem Zusammengeben ein Beispiel nehmen. Ich glaube, daß ein solcher Zusammenschluß dem Einzelnen, der einzelnen Partei, dem einzelnen Beruf
man, daß schwere Verwicklungen mit Italien bevorstehen. Der serbische Außenminister Nintslhitsch erklärt, daß der neue Vertrag nicht nur gegen den Geist des italienischen Freund- schaftsvertrygs mit Jugoslavien gerichtet sei, sondern auch die Abmachungen zwischen den beiden Staaten über die Unabhängigkeit Albaniens völlig außer Kraft setze.
Auch in London, wo man schon wegen der Erdölquellen alle Vorgänge in Albanien besonders aufmerksam verfolgte, ist die Erregung nicht gering. Auch dort vertritt man den Standpunkt, daß Italien durch diesen Vertrag die Garantie für die volitische Unabhängigkeit
und die territoriale Unverletzlichkeit Albaniens gege jeden Angreifer übernommen hat, daß es im wahren Sinne des Wortes der Protektor Albaniens geworden ist. Demgegenüber weifen die italienischen Zeitungen natürlich auf Veranlassung des Duce darauf hin, daß der albanische Freundschaftsvertrag ein vorzügliches Mittel wäre, um den so oft bedrohten Frieden auf dem Balkan zu sichern. Sie betonen aus« rücklich, daß Italien für seine Freundschaft und Mitarbeit von Albanien keinerlei Kompensationen erlangt habe, sondern aus freien ,Stücken die Verpflichtung übernähme, alle internationalen Rechte Albaniens zu sichern. Na-1
zum Besten bienen wird, und ganz besonders dem ganzen deutschen Volk, unserem geliebten deutschen Vaterland. (Lebhafte Beifall und Händeklatschen.)
Das rwette Dawsskahv.
Der Bericht des Generalagenten.
Berlin, 5. Dez. In seinem Bericht über die Reparationszahlungen im zweiten Planjahr erklärt der Generalagent, daß Deutschland pünktlich gezahlt und zur leichteren Abwicklung der Zahlungen er« heblich beigetragen hat. Während die Zahlungen des ersten Planjahres zu vier Fünftel durch die auswärtige Anleihe finanziert wurde, hat Deutschland im zweiten Planjahr den Gesamtbetrag von 1 220 Millionen Goldmark allein
aufgebracht. Die Aufstellung ebenmäßiger Programme für die Leistung von Zahlungen im dritten Jahre ist damit gewährleistet. Die Deutsche ' > l l s ch a f t und die deutsch« . , e Verpflichtungen prompt
s....... ^ „ „ MS auf die günstige»
Erträgnisse der verpfändeten Einnahmen wird er«
Reichsbahngesèl Industrie haben ihre
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