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Anzeiger Mr.

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Vauau Giadt und Land

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18. KsvsmSesr

1026

Das MNeKs.

Poincarè hat gestern von der Kammer zwei Vertrauensvoten erhalten.

Im englischen Unterhaus richtete ein Mit­glied an Chamberlain eine Anfrage wegen der Befestigung von Küstrin und Königsberg.

Wie Havas berichtet, wird Tschitscherin sich demnächst nach Frankfurt a. M. begeben, um dort einen Spezialisten wegen seines Gesundheitszustan­des zu konsultieren. Hierauf werde er in Süd­stankreich einen längeren Aufenthalt nehmen.

Einer Information desMatin" aus Sofia zufolge ist ein neues kommunistisches Komplott auf­gedeckt worden, an dem mehr als 150 Personen in Sofia und mehr als 800 Personen in der Provinz beteiligt sein sollen.

In Amerika richtete ein orkanartiger Sturm schwere Schäden an.

Der Arbeitsplan der Weliwirischaftskonierenz.

in Gens zunächst über die Zusammensetzung und die Snge Tätigkeit der Jnspettionskommlssion des bundes klar werden würde und daß diese Körperschaft überhaupt erst eingerichtet werden

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: man an den Abbau der interalliierten m denken könne. Denn, würde man das

VSVWZSLhS ssud AstsMOiL.

DieTimes" bringt es fertig, dem Jnstruk-

tionsbuch der Reichswehr, das mit ein paar Sätzen in Frankreich Anstoß erregt hat, einen ganzen Leitartikel zu widmen. Es handelt sich hier bekanntlich um einen Leitfaden für den militärischen Unterricht, der in einer Betrach­tung über dasFriedenswerk" von Versailles der Ansicht Ausdruck gab, die Losreißung deut­scher Gebietsteile müsse einmal zu neuen krie­gerischen Auseinandersetzungen führen. Man mag sich zu diesem Satz im Ausland stellen wie ganz töricht ist es jedenfalls, wenn ch diesen Leitfaden mit in die Ent-

Gens, 16. Nov. Der Ausschuß zur Vorbereitung der Weltwirtschaftskonferenz nahm heute nachmittag in öffentlicher Sitzung die Berichte der Vorsitzenden seiner drei Unterausschüße über deren Stellung­nahme zu dem vorliegenden Studienmaterial und ihre Vorschläge darüber entgegen, in welcher Form dieses Material, das für die einzelnen Gebiete sehr umfangreich, für andere Fragen dagegen noch sehr dürftig ist, der künftigen Konferenz unterbreitet werden soll.

Nach diesen Berichten ist die Aussprache über die einzelnen Fragengruppen, mit Ausnahme der landwirtschaftlichen Frage, für die im Laufe dieser Tagung noch keine endgültige Stellungnahme er­wartet werden kann, im wesentlichen abgeschlossen, insbesondere hinsichtlich des finanziellen und industriellen Problems.

Vom Ausschuß für

das Problem der industriellen Produkkion

schaft, wie sie noch in verschiedenen Ländern bestehe, auf ein Wiederaufleben von handel und Wirtschaft nachteilig wirke.

Das Geld sei auch heute noch in vielen Ländern viel zu teuer. Obwohl durch die Bemühungen und das Zusammenarbeiten der Emissionsbanken hier eine Wendung zum Bessern eingetreten sei, müsse gerade die Zusammenarbeit dieser Institute vertieft werden. Auch Diese Frage sei von der Konferenz zu behandeln. Ein sehr bedeutender Faktor insbeson­dere auch für die Bildung des Zinsfußes sei ferner die

SpartSkigkeik,

Kommiss umgekehrte Verfahren einschlagen, würde eine Zeit­spanne entstehen, während welcher keine Kontrolle übr die Abrüstung in Deutschland vorhanden wäre. Sollte Deutschland die Absicht haben, beim Haager Schiedsgericht über den Artikel 213 weitere Aus­

man will matt nun aUl

men abgerüstet und ist ein wehrloser Staat. Dieses Ergebnis sollte den Kontrollmächten genügen. Wenn man von dem deutschen Volke außerdem noch eine schicksalsergebene, pazi­fistische Gesinnung verlangt, so sollte man an­dere Behandlungsmethoden anwenden, als es bisher geschehen ist. Im übrigen sollte man sich doch vor abstoßendem Pharisäertum hüten. Man braucht nur französische Schulbücher durchzublättern, um zu missen, welcher Geist der französischen Jugend beigebracht wird. Hier ist jedenfalls von schwächlichem Pazifis­mus nichts zu spüren. Proben feindseliger Ge­sinnung gegen Deutschland könnten zur Genüge beigebracht werden.

Der Fall des Leitfadens für die Reichswehr ist Gegenstand diplomatischer Verhandlungen gewesen. Poincarè hat sich nicht nehmen lassen, ihn dem deutschen Kabinett zur Kenntnis zu bringen. In der neuen Auflage des Leitfadens findet man die betreffenden Sätze nicht mehr. Aber nun glaubt man die Entdeckung gemacht zu haben, daß auch die alte Auflage noch im Buchhandel zu haben ist. Und dies alles ist Anlaß zu einem hochpolitischen Leitartikel der Times", die sich doch sonst nicht mit Kleinig­keiten abzugeben pflegt.

Es unterliegt gar keinem Zweifel, daß man auf der Gegenseite förmlich nach Vorwänden und Ausflüchten sucht, um den Kampf Deutsch­lands für die Beseitigung der Militärkontroll­kommission nach Möglichkeit zu erschweren. Trotzdem ist die Erwartung berechtigt, daß wir in dem Kampf Erfolg haben und daß die Kon­trollkommission bis spätestens Ende dieses Jah­res ihre Tätigkeit in Deutschland einstellt. Da­mit wird aber diese Frage noch nicht endgültig gelöst sein. Vielmehr wird alsdann verhütet werden müssen, daß die ständige Kontrolle in irgend einer verkappten Form vom Völker­bund wieder eingeführt wird. Die Kontroll­mächte werden sich schon jetzt darüber klar sein müssen, daß Deutschlands Stellung zum Völker­bund vollkommen von der Erledigung dieser rfrage obhängt. Eine Organisation, die sich als Instrument einer einseitigen Jnteressen- pEik gegen Deutschland mißbrauchen ließe, hatte für uns ihren Wert verloren.

«Smtttsu neue GMkane«.

Justage über Küstrin und Königsberg im Unterhaus.

London, 17. Nov. 3m Unterhaus richtete Fre-' oerick Hall an den Staatssekretär des Aeutzeren Yamberlaindie Anfrage, ob in Anbetracht der Dichtung von befestigten Werken in Königsberg unb Küstrin durch die deutsch« Regierung im Wider- &TUm Art. 180 des Versailler Vertrages bei der oeuychen Regierung Vorstellungen erhoben worden eten und ob Chamberlain bereit sei, die S chlei-

dieser Befestigungen zu verlangen. Lhamberloin antwortete: DleAnaelegenheit , i ed zur Zeit von den früheren affilierten exallied) erwogen. Ich bin nicht in der Lage, irgendwelche Erklärungen abzugeben.

t««^^,^?11 fragte darauf noch: Ist es nicht Tatsache. daß die betreffenden Werte derartig an-

wird vorgeschlagen, daß das Generalsekretariat des Völkerbundes aufgrund der vorliegenden Berichte für die Konferenz Memoranden über die Kohlen­bergbau-, Eisen-, Stahl-, Baumwoll- und eventuell über die Seidenindustrie ausarbeitet. Die von Dr. Ausschuß zugestellten deutschen chemische und elektrotechnische In­ste nach internationalen Gesichts-

Lammers dem Berichte über die

dustrie sollen, ba , punkten zusammengestellt sind, unverändert der Konferenz zugeleitet werden, um dieser als Grund­lage für die Arbeit zu dienen. Zu der Frage der nationalen und internationalen Kartelle soll versucht werden, weitere Sachverständige zur Berichter-

spräche im Ausschuß anbei und Absatz, der äbet insbesondere die Bedeutung der Tarife für den Absatz unterstreichen will, im übrigen aber die für verschiedene Fragen vorliegende Dokumentation noch nicht für ausreichend hält.

Am ausführlichsten konnte Dubois-Schweiz über

die Stellungnahme der Finanzsachverständigen berichten. Er unterstrich bei seinen Darlegungen die Wichtung bei Gesundung der Währun­gen für die Gesundung des Wirtschaftslebens selbst, weshalb nach Auffassung der Finanzsachver­ständigen diese Frage von der künftigen Weltwirt­schaftskonferenz behandelt werden müsse. Die Frage der Fluktuation der Preise sollte in diesem Zusam­menhang noch vor dem Zusammentreten der Kon­ferenz eingehend geprüft werden.

Dubois erinnerte ferner daran, daß sich bereits die Genueser Konferenz

gegen jede Devisenzwangswirtschaft ausgesprochen hat. In dieser Hinsicht seien seither zwar gewisse Fortschritte gemacht worden, trotzdem werde auch diese Frage von der Konferenz behan­delt werden müssen, weil die Devisenzwangswirt-

gelegt sind, daß sie nur von Personen ausgesunden werden können, die im Besitz der deutschen mili­tärischen Geheimnisse sind? Wird der Staatssekretär des Auswärtigen ins Auge fassen, die Angelegen­heit vor den alliierten militärischen Rat in Ver­sailles zu bringen?

Der Staatssekretär des Auswärtigen antwortete, daß anscheinend hall seine Antwort nicht gehört habe und wiederholte darauf die von ihm bereits einmal abgegebene Erklärung.

Paris, 17. Nov. Der Heeresausschuß der Kammer hat gestern beschlossen, eine Mission ins Rheinland zu entsenden, um an Ort und Stelle die verschiedenen militärischen und politischen, auf die Besetzung bezüglichen Fragen zu prüfen.

AvvüftttttS und KMiiörr-vagen im SbevhauS.

London, 17. Nov. In der heutigen Sitzung spra­chen Lord Pa r m o o r und Lord Oxford and Asquith über Abrüstung und Militärfragen. Ersterer verwies darauf, daß Großbritannien sich zur Ab­rüstung verpflichtet habe und erklärte, Deutschland beschwere sich über die Ungerechtigkeit, daß ihm Ent- waffnung auferlegt werde, ohne daß zugleich die an­deren Lander ihre Verpflichtungen aussührten. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß an die Stelle der internationalen Militärkontrolle eine neutrale und unparteiische Ueber« wachungdurchdenVölterbundtrete. Lord Oxford hob hervor, daß die Entwaff­nung Deutschlands eine vollendete Tatsache sei und trat ebenfalls für die allgemeine Abrüstung ein. Beiden Rednern antwortete namens der Regierung Lord Cecil. Er erklärte zur Ab­rüstungsfrage, daß diese von zwingender Notwendig­keit sei und daß kein Zweifel darüber bestehe, daß die internationalen Verpflichtungen auf Herabsetzung der Rüstungen vollkommen klar und endgültig seien. Die internationalen Verhältnisse seien bisher für einen Versuch zur internationalen Abrüstung nicht sehr günstig gewesen, doch sei insbesondere durch das Locarnoabkommen viel zur Besserung der Lage ge­tan worden. Cecil erklärte »eiter, daß nach seiner

die durch die Wiederherstellung des Vertrauens in die Sicherheit und Stabilität der Währungen geför­dert werden müsse. Auch sei es notwendig, die Schranken, die dem Kapital im internationalen Ver- kehr noch entgegenstehen, zu beseitigen. Dadurch könne ein großes Hindernis für die finanzielle und wirtschaftliche Wiederherstellung der einzelnen Län­der überwunden werden. Auch die Bedeutung zu hoher Steuerlasten, die das Gold und die Zinsfüße verteuerte und der Wiederbildung des Ka­pitals abträglich feien, müsse in Betracht gezogen werden. Auf dem ungeheuren Gebiet der öffent­lichen Finanzgebahrung solle zunächst nur eine einzige Frage, nämlich die der kurzfristigen öffentlichen Schulden, die auf den Geldmarkt eine verheerende Wirkung ausüben, behandelt werden, unter besonderer Berücksichtigung ihre Bedeutung für die Bildung des Zinsfußes und für die Herab- jetzung des Diskonts.

2lu]_ eine französische Anfrage ergänzte Dubois Ulegungen dahin, daß er mit ihnen nicht der skonferenz vorgreifen wolle und baß er die B«l. g für die einzelnen Themen, die von der Konferenz nach Ansicht der Finanzsachver­ständigen behandelt werden sollten, nur gegeben habe, um ihre Bedeutung zu unterstreichen.

Auf Vorschlag des Vorsitzenden Theunis wer-

Volkerbundsrales einem solchen Vorgehen zu- stimmen. Endlich wird berichtet, daß die Botschafter­konferenz sich eingehend mit der Frage beschäftigt habe, ob die deutschen Militärkapellen, die als Richtkombattanten gelten, im besetzten Gebiete bei Konzerten zugèlassen werden dürfen.

Die WavMauev Resievung und die LVahlnkedevSase.

Abberufung der leitenden Beamten. Aufhebung der Autonomie?

iw

habe. um ihre Bedeutung zu unterstr Auf Vorschlag des Vorsitzenden T ,

den nach Schluß der öffentlichen Sitzung die drei Hauptausschüsse in getrennter nichtöffc " '.

ung die Aussprache über die Gestaltung des Pro­gramms der Weltwirtschaftskonferenz aufnebmen, und diese soll morgen vormittag festgesetzt werden und es Theunis ermöglichen, morgen nachmittag in einer nichtöffentlichen Vollsitzung einen von ihm auf Grund der Berichte der drei Haujttausschüsse zu- sammengestellten Lorentwurf für die Tagesordnung der Weltwirtschaftskonferenz zur Debatte stellen.

tzung die drei entlicher Sitz-

Um den Zusammenhang der Arbeiten auch nach Sluß der gegenwärtigen Tagung sicherzustellen, ein besonderer Ausschuß zur Sichtung und eventuellen Umarbeitung des für die Tagesordnung der Konferenz vorliegenden Materials eingereiht werden. Dieser Ausschuß erhielt insbesondere auch die Aufgabe, das heute vorliegende Material bis zu dem Zeitpunkt zu ergänzen, an dem die Konferenz selbst zusammentreten soll.

Ansicht die großen Schwierigketten in der Ab- rüftungsfrage keineswegs von der Tatsache ab­hängen, daß kein Schiedsgerichtssystem endgültig geschaffen worden sei. Mit Bezug auf die Ent­waffnung Deutschlands sagte der Redner, daß diese, wie er glaube, nicht sehr eng mit der Frage der allgemeinen Abrüstung verbunden s e i. Die britische Regierung sei äußerst bestrebt, diese Frage zu erledigen. Im we­sentlichen habe Deutschland auf jeden Fall den bei weitem größeren Teil seiner vertraglichen Verpflich­tungen ausgeführt. Er glaube, daß nur etwa drei oder vier Fragen von irgendwelcher Bedeutung noch erledigt werden müßten, und die britische Regierung hoffe, daß sie in angemessener Zeit erledigt sein wür- den. Mit Bezug auf den Fortschritt der allgemeinen Abrüstung gab Lord Cecil eine Verzögerung in die­ser Frage zu, erklärte jedoch, daß dies« unvermeid­lich sei und daß sehr große Fortschritte während des letzten Jahres gemacht worden seien. Die Abrüstung werde jetzt in einer Weise wie niemals in den letzten Monaten verhandelt.

[e unvermeid-

Dev ensKsche Votschastev vev handett mit Vviand.

London, 17. Nov. In der englischen Presse wird 'uch Lord Crewes bei dem französischen Mister Briand in ofern eine Bedeutung bei- gemessen, daß allgemein Der Ansicht Ausdruck gege- Ben wird, daß diese Be prechungen dazu angetan seien, die Erledigung der noch ausstehenden Ent­waffnungsfragen zu fördern. Lord Crewe habe sei­nen Einfluß dahin geltend gemacht, daß die franzö­sische Regierung sich von einer Heberspannung der Forderungen in der Frage der Sportverbände hüten solle. Der Pariser Berichterstatter desDaily Tele- graph" verweist die Gerüchte, wonach neue Schwie­rigkeiten in der Frage der Kriegsmaterials ent­standen seien, in den Bereich der Fabel. Die Ver­handlungen machten, wie man an zuständiger Stelle in Paris erfahren habe, gute Fortschritte, so daß

dem Desw Außenmii

Warschau, 17. Nov. Im Zusammenhang mit der Shweren Niederlage der Polen bei den Wahlen in berschlesien erfährt der Korrespondent der Telegri phenunion, daß der Woiwode von Oberschlesie: , Garzomski von seinem Posten abberufen wird. Er ist dringend nach Warschau berufen worden. Dem Woiwoden wird vorgeworfen, die Polonisierung Oberschlesiens vernachlässigt zu haben. Die Regierung ist der Meinung, daß es Pflicht des Woiwoden sei, die unter der Bevölkerung herrschende Stimmung kurz vor den Wahlen zu prüfen und im Notfälle um Verschiebung derselben zu ersuchen.

Der Innenminister hat ferner die Abberufung des Polizeikommandeurs der oberschlesischen Woi­wodschaftspolizei in Kattowitz, des Polizeiinspektors Wroblewski angeordnet. Andere Beamte der ober- schlesischen Verwaltungsbehörde sollen folgen. Die Regierung beabsichtigt darüber hinaus die Auf- âM.M. oberjchlâchen Sejm, durchzusetzen, der

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sich bekanntlich nur durch eigenen Beschluß auflosen kann, und auf diese Weise die Aufhebung der Auto­nomie durchzuführen.

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Prag, 17. Nov. In der gestrigen Nachtsitzung des Budgetausschusses ergriff der Minister für nationale Verteidigung Udryal zu einer längeren Rede das Wort, in der er einleitend erklärte, daß das Heeres­budget für 1927 1685 Millionen betrage, während es noch im Vorjahr 1935 Millionen betragen habe. Ebenso wie in diesem Jahr würden im kommenden Jahr keine Manöver größeren Umfangs abgehalten werden. Der Minister erklärte weiter, daß in diesem Jahre mit der Erzeugung von leichten Maschinen­gewehren für die Infanterie begonnen würde und daß die Motorisierung der Artillerie fortgesetzt werde. Dem Flugwesen würde besondere Aufmerk­samkeit gewidmet werden. So soll der Ausbau der Flugplätze in Prag, Eger, Olmütz, Milowitz, Nautra, Preßburg und Laschau durchgeführt werden. Der Minister beschäftigte sich schließlich auch ausführlich mit dem Spionagefall Simunek und erklärte, dieser Fall fei nur ein Glied in der Kette der verbreche-

rischen Umtriebe gegen die Republik, welche offen­sichtlich von einer Zentrale, das sei die dritte kom­munistische Internationale, { ' " ' ihren Thesen gehe deutlich bi , allen Kräften aktiv unb' passiv für den Bürgerkrieg vorbereite. Aktiv beschaffe sie sich nicht durch Spio­nage, sondern durch Einstellung ihrer Parteiangehö­rigen in verschiedene Staatsinstitutionen eingehende Kenntnis über die Vorbereitungen unserer Staats­organe. Passiv schwäche sie unsere Widerstandskraft durch Verbreitung von Unzufriedenheit und Locke­rung der Disziplin im Heere, in den Aemtern und unter den Bürgern. Alle staatsbildenden Elemente dieses Hauses ohne Unterschied der Nationalität müßten, so sagte der Minister, zu gemeinsamer Ab­wehr gegen diese Umtriebe zusammenstehen. Zur Fragedes Soldatenwahlrechts erklärte der Minister, daß die Militärverwaltung nach den bisherigen Erfahrungen beschlossen habe, dasselbe abzuschaffen, um die Armee nicht in politische Lager zu zerspalten.

geleitet werden. Aus tervor, daß sie sich mit

Me Flassen dev deutsche« Vot- schast amtVasseustttSfiaudstÄse

Zu der Frage des Flaggens t am Waffenstillstandstage

Newyork, 16. Nov. Zu der Frage des Flaggens der deutschen Botschaft am Waffenstillstandstage schreibt dieNewyork Times": Die von den deutschen Nationalisten in diesem Zusammenhang aufgestellt« Frage, ob die französische Botschaft in Berlin denn am Tage von Sedan ihre Flagge zeige, beweist eine ganz falsche Einstellung. Der Waffen­stillstandstag bedeutet heute einen Friedenstag und nicht eine Siegesfeier. Im Laufe der Jahre hob

sich immer deutlicher die Bedeutung dieses Tages als eines Tages der Dankbarkeit für das Ende des Krieges und für ein liebevolles Gedenken an die Kriegsopfer ab. An solchen Empfindungen können wohl auch die Deutschen teilnehmen, für die dieser Gedenktag außerdem die Gründung der Republik bedeutet. Der Waffenstillstandstag bedeutet auch für Deutschland den Beginn des Einzugs eines _____ ___^...^______ ____ neuen Geistes in bie Welt und die Rückkehr,in die bisher kein Grund bestehe, die noch ausstehenden Gesellschaft der Nationen, die zu internationaler Punkte der Botschatferkonferenz zu überweisen. s Verständigung und wirtschaftlicher Hilfe bereit sind. Die diplomatische Korrespondenz DesDaily Jedenfalls sind solche Ueberlegungen, die den deut- Telegraph^ berichtet, es sei wahrscheinlich, daß man ichen Botschafter Freiherrn v. Maltzahn zur Hisiung