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2. November

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4926

Das KEKS.

Die Finanzminister der deutschen Länder werden heute in Berlin zu einer Beratung über den Finanzausgleich zusammentreten.

In allen Pressestimmen über die sächsischen Wahlen wird die Schwierigkeit einer RegieruiHs-

Die sächsischen Wahlen

Leipzig, 1. Nov. Nach dem von der sächsischen Staatskanzlei ermittelten amtlichen W a h.l -

bewähren wenn das Glück gegen die Atten­täter ihm weiter treu bleibt.

Mn ISkShrrtssv ânabe als Täter

bildung besprochen.

Die Pariser Rechtspresse mit tendenziösen Artikeln die durchkreuzen.

Der Mussolini-Attentäter jähriger Knabe aus Bologna.

versucht weiterhin Thoiry-Politik zu

ist ein fünfzehn-

ergebnis ist eine Aenderung gegenüber den mitgeteilten Ergebnissen nicht zu verzeich­nen. Es erhallen also: alte Sozialistische Partei Sachsens 4 Mandate, Deutschnationale 14, Deutsche Volkspartei 12, S. P. D. 31, Kommunisten 14, De- Wirtschaftspartei 10, Nationalsozia- . . .rpartei 2, Aufwertungspartei 4 Sitze. Von den bekannten Parlamentariern wurden wie-

mofraten 5,

listische Arbeiterpartei 2,

Dev weg WW^.

Abermals ist auf Mussolini, den Minister­präsidenten und eigentlichen Beherrscher Italiens ein Attentat verübt worden. Und abermals ist dem Diktator das Glück hold ge­wesen, diesmal sogar im besonderen Maße, da das Revolvergeschoß, das ihn töten sollte, den Rock nur leicht gestreift hat. Mit jedem Attentat gewinnt der Duce bei dem italie­nischen Volke an Ansehen und Beliebtheit. Trotz wiederholter Attentate und ständig dro­hender Todesgefahr zeigt sich Mussolini wei­ter in der Oeffentlichkeit. Er beweist dem An­schläge gegenüber eine seltene Kaltblütigkeit und die Erfolglosigkeit der vielen Attentate, denen er bisher ausgesetzt war, hat sein Haupt in den Augen eines abergläubischen Volkes schon mit einer Gloriole der Unverletzlichkeit umwoben. Man glaubt, daß der Duce unter dem besonderen Schutz des Himmels stehe und folgt ihm noch williger und ergebener als bis­her auf dem Wege, den er das Volk führt. Wo­hin zeigt dieser Weg?

Gauz.Italien hat vor kurzem, am 29. Ok­tober, den vierten Gedenktag des Faschisien- marsches auf Rom gefeiert. Von Mussolini geführt, betrat das H im Jahre 1922 die. ri

geführt, betrat das Heer der Schworzhemden im Jahre 1922 die. römische Hauptstadt. Das regierende Kabinett gab den Platz frei und Mussolini wurde von dem Könige zum Mi-

Nisterpräsidenten berufen. Vier Jahre sind seit­dem vergangen. Im Anfang spielte die par­lamentarische Opposition noch eine gewisse Rolle und man lebte eine Zeitlang des Glau­bens, Mussolini werde seinen Kurs nicht durch­halten können und den Uebergang zu dem früheren Regime wieder finden müssen. Heute, nach vier Jahren, hat sich der Faschismus in Italien vollkommen durchgesetzt und die Stel­lung Mussolinis ist unerschütterlicher denn je.

Der Faschismus ist drei Jahre älter, als seine Regierungszeit. Er kam hoch als Gegen- bewe

egung gegen den Kommunismus, der un- elbar nach dem Kriege in Italien mächtig fein Haupt erhob. Die öffentliche Ordnung wurde durch die Kommunisten fortgesetzt gestört und das Wirtschaftsleben auf das schwerste beunruhigt. Das Kabinett Orlando war gegen den kommunistischen Ansturm machtlos und die nachfolgenden Kabinette zogen die Zügel ebenfalls nicht fester an. Im Frühjahr 1919 faste der Faschismus in Mailand gegen die Kommunisten zum ersten Male Fuß. Kurz nach der Gründung der ersten saschistifchen Or­ganisation wurde die Polizei in Mailand bei einem Straßenkrawall von den Kommunisten überwältigt. Da schritten die Faschisten ein und stellten die Ordnung wieder her. In ein paar Monaten hatte jede größere italienische Stadt ihre faschistische Organisation. Als Gründer und Führer der Bewegung war Mussolini all­gemein anerkannt, der feine Politik imPo­polo d'Jtalia" vertrat, jenem Blatte, das mit ihm zusammen bei dem Eintritt Italiens in den Weltkrieg von dem Sozialismus zu dem schärfsten Nationalismus abgeschwenkt war. Die faschistische Bewegung machte zunächst nur langsame Fortschritte. Im Jahre 1919 gewann sie 10.000 eingeschriebene Anhänger. Im näch­sten Jahre verdoppelte sie ihre Zahl und erst im Jahre 1921 ging es rascher vorwärts. Am Ende dieses Jahres gab es 250.000 Schwarz­hemden in Italien, die blindlings taten, was die faschistische Leitung befahl.

lieber diese Anfänge ist der Faschismus in Italien längst hinausgewachsen, denn er be­herrscht heute das ganze Land. Auch politisch hat er sich entwickelt. Die faschistische Revo­lution hatte ganz bestimmte Abwehrziele, aber kein fest umriffenes positives Programm. Sie bezweckte die Unterdrückung der kommunifti- lchen und sozialistischen Bewegung und sie hat diese Aufgabe auch voll erfüllt. Im übrigen war der Faschismus auf strengste Disziplin aufgebaut, ohne daß er irgendwelche beson-

nritt'

dergewählt: von den Deutschnationalen Landgerichts- Präsident Wagner-Leipzig, von der Deutschen Volks­partei Oberbürgermeister Blüher-Dresden, Volks- bildungsminifter Kaiser und Justizminister Bünger; von den Demokraten sind der Finanzminlster Dehne, von den Linkssozialisten Bezirksschulrat Arzt, der frühere Polizeipräsident Menke, Minister a. D. Schwarz und Minister a. D. Graupe, von der A. S. P. der frühere Ministerpräsident Kreishauptmann Buck und Minister des Innern Müller, von den Kommunisten der frühere Finanzmlnister Schrift­setzer Böttcher, Redakteur Rennen und der Maurer Siewert. Nicht wiedergewählt wurden der Arbeits­minister Eisner und der Landtagspräsident Winkler, beide von der A. S. P. P. Neu in den Landtag tritt der der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei ang^hörende Kapitänleutnant a. D. Hellmuth von

Die unselige Parteizersplitterung ist die Klage, die in den Artikeln aller Berliner Blätter über den Ausgang der sächsischen Landtagswahlen zum Aus­druck kommt. DieD e u r s ch e Tageszeitung" schreibt, man könne sich des Gefühls tiefsten Be­dauerns dallber nicht erwehren, daß große Möglich­keiten zur Erringung eines Sieges der staatsbürger­lichen Kreise an den unseligen Zersplitterungen in kleine und kleinste Jnteressenkreise glatt gescheitert seien. In derTäglichen Rundschau" heißt es: Die Landtagswahl hat eine geradezu er­schreckende Zersplitterung zutage gefördert. Es zeigt sich, wie sehr die Bevölkerung von dem Gedanken beherrscht ist, vor allem ihre wirtschaftlichen Inter­essen vertreten zu sehen. Man darf daraus weiter den Schluß ziehen, daß dies auch bei anderen Wah­len im Reich immer stärker heroortretèn wird. Nach derGermania", die es bedauert, daß es der Zentrumspartei trotz großer Anstrengungen nicht gelungen ist, wenigstens ein Mandat zu erringen, sind die wirtschaftlichen Sorgen, die Arbeitslosigkeit, die Aufwertungshoffnungen usw. die Ursache dafür, daß große Mengen von Wählern sich zu Gruppen ge­flüchtet haben, die wahrscheinlich nicht berufener und befähigter als die großen politischen Parteien seien, die Nöte und Sorgen des Alltages zu bannen und zu mildern. Die Atomisierung des politischen Lebens, so heißt es in derV o s s i s ch e n Zeitung", bedeu­tet die ernsteste Gefahr für einen demokratischen Aufbau des Staatswesens überhaupt. DasBer­it n e r T a g e b l a t t" faßt fein Urteil in die Worte zusammen: Das rote Sachsen ist noch röter gewor­ben. Für den Reichsvorstand der sozialdemokratischen Partei bedeutet dieses Ergebnis einen Fingerzeig dafür, daß eine unkonsequente Haltung in der sächsi­schen Frage den Parteiinteressen schweren Abbruch getan hat. DerD o r w ä r t s" sagt: Alles in allem ein trübes Ergebnis, das im Zeichen der wirtschaft­lichen Depression steht, die sowohl die Entwicklung des Verhältnisses der bürgerlichen Parteien unter­einander wie auch die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Sozialdemokratie und Kommunisten erklärt.

Von den sächsischen Pressestimmen verzeich­nen wir folgende:

bescheidsnen Bestandes bedeutet. Gewonnen haben endlich die Kommunisten, rund 47 000 stimmen, 1516 Prozent ihres Bestandes von 1924. Dazu kämen, wenn man so will, die neuen Parteien, an i der Spitze die Altsozialisten mit annähernd 100 0001 Stimmen, der Grundbesitz mit ganzen 7027 und, Hitlers Nationalsozialisten mit 37 700 Stimmen. Dem gegenüber steht ein Verlust der völkischen Ar-; beitsgemeinschaft von 73 000 Stimmen, sodaß sich für die Rechtsradikalen insgesamt immer noch ein Minus von rund 35 000 Stimmen ergibt. Einge-

büßt haben weiter die Deutschnationalen rund 200 000 Stimmen, die Deutsche Volkspartei 118 000, die Demokraten 80 000, das Zentrum 2000. Rund 400 000 Stimmen haben also die bürgerlichen Par­teien zwischen Rechtsradikalismus und Linksradika­lismus verloren. Zugewachsen sind dieser Schicht durch Wirtschaftler, Aufwerter und Grundbesitzer rund 200 000 Stimmen, sodaß für die bürgerliche Mitte, den Begriff so weit wie möglich gefaßt, ein Verlust von rund 200 000 Stimmen zu buchen bleibt. Dagegen hat der halbkommunistische Flügel des Linkssozialismus rund 180 000 Stimmen verloren, eine Einbuße, die den Gewinn der Kommunisten zu­züglich der altsozialistischen Stimmen immer noch um einige dreißigtausend Stimmen übersteigt. Läßt man die Altsozialisten vorläufig ganz aus dem Spiel, so steht einem Verlust der bürgerlichen Mitte von gegenüber ein Verlust des Rechts- 35 000 und ein Verlust des Links-

Berlin, 1. Koo. Rach einer Meldung aus Rom ist der Herüber des Anschlages auf Music Uni, ein tSjähriger Knabe namens Ankeo Zam­boni, der Sohn eines wohlhabenden Buchdruckers in Bologna. Die Feststellung der Persönlichkeit des Täters wurde dadurch ermöglicht, daß der Vater, der seinem Sohn nur bis 5 Uhr nachmittags den Ausgang gestaltet hatte, in den Abendstunden bei der Polizei nach dem Verbleib seines Sohnes Kadj- forfchungen anstellte und schließlich die arg ver­stümmelte Leiche als die seines Sohnes erkannte.

Rom, 1. Nov. DieTribuna" berichlet u. a. noch folgende Einzelheiten über das Attentat in Bologna: Nachdem der Urheber des Anschlages gelyncht war, wollte eine Gruppe Faschisten den Leichnam an einer Laterne aufhängen, was vom Unterstaats­sekretär Balbo verhindert wurde. Die Leiche wurde dann zur Polizei übergeführt. Die gelamte Familie festgenommen. Man hält per- Attentäters für ausgeschlossen.

des Attentäters wurde sönliche Initiative des Infolge von Drohbrief

en waren mehr als 2000

;er=

dächtige Personen in den vergangenen Tagen festge­nommen worden.

200 000 Stimmen radikalismus von

radikalismus von mehr als 130 000 Stimmen. Wer die Dinge nüchtern, ohne Brille und Scheuklappen bettachtet, der wird aus dem Ergebnis der sächsi­schen Wahlen in erster Linie herauslesen: eine geradezu niederschmetternde Anklage gegen die staat­liche Zwergwirtschast, die sich die deutsche Republik immer noch glaubt leisten zu können. Ein Gebilde wie der Freistaat Sachsen ist einfach nicht mehr dazu berufen, sich selb st zu regie­ren. Sich selbst zu verwalten, ja, das mag noch an­gehen. Die praktischen Notwendigkeiten des täglichen

Lebens führen schließlich die widerborstigsten Zeit­genossen zusammen. Aber die ganze Regierungsspie­lerei mit Kabinett, Volksvertretung und einem Dutzend Parteien und Parteichen ist eine Karikatur auf den deutschen Parlamentarismus, der an und für sich schon eine Larikatur auf jeden. vernünftigen Parlamentarismus überhaupt ist.

DieDresdener Nachrichten" schreiben:Ueber dem künftigen Landtage wird also das Damokles­schwert der Regierungskrisen und damit auch der Landtagsauflösung schweben, da andere Regierungs­möglichkeiten auch später nicht gegeben sein können. Das sind zweifellos keine sehr erfreulichen Aussich­ten für die Zukunft. Trotzdem kann man auf bürger-

Auch dasJournal d'I talia" berichtet von weitgehenden Sicherungsmaßnahmen aus Anlaß des Besuches Mussolinis in Bologna. Alle In den von dem Ministerpräsidenten zu passierenden Straßen gelegenen Häuser waren durchsucht worden. Keiner der Bewohner konnte an dem Tage der Anwesen­heit des Duce Besuche empfangen, die nicht von der t worden waren. Durch das

heit des Duce Besuche i Polizeimiliz genehmigt Attentat wurden versch

chiedene Zwischenfälle hervor-

licher Seite mit Genugtuung die sehr bedeutsame Tatsache verbuchen, daß selbst mit Einschluß ter All- sozialisten eine Linksregierung völlig ausgeschlossen und Sachsen damit vor einer Wiederkehr bolsche­wistischer Regieruugsmethoden â la Zeigner bewahrt1 worden ist. Die marxistische Mehrheit ist gebrochen.

gerufen.

Älttsschverittnse« in Siatte«.

Rom, 1. Nov. Erst jetzt wird bekannt, daß gestern in Bologna außer gegen die Redaktion und Druckerei desMondon" und desVoce Republi- cana" auch andere Ausschreitungen vorgekommen sind. So wurden u. a. die Wohnung des Leiters des Mondo" und die Parteilokale der Maximalisten, der Unitarer und Republikaner verwüstet. In Mai­land wurde die Druckerei desAvanti" und der Unita" zerstört, sowie ein Redakteur verprügelt. Die faschistischen Führer erließen sofort einen Aus­ruf, welcher jede Gewalttat verbietet und für den Fall von Ausschreitungen mit dem Ausschluß aus der Partei und gerichtlicher Verfolgung bedroht. Das iranzösische Konsulat wurde streng bewacht. In Mai­land und in änderen Städten haben große Freuden­kundgebungen aus Anlaß der Errettung Mussolinis stattgesunden. *

Rom, 1. Nov. Wie verlautet, ist dem Chefredak­teur desMondo" die Erlaubnis, seine Tätigkeit auszuüben, entzogen worden. Gleiche Maßnahmen sollen in anderen Städten getroffen werden.

^uttdsebnttse« für Krufsolin!.

Rom, 2. Nov. Gestern abend sand auf der Pizza

Colonna eine große faschistische Kundgebung statt, bei der Mussolini lang anhaltende Ovationen darge- ------ bracht wurden. Der Generalsekretär der faschistischen Das ist ein sehr bedeutsamer bürgerlicher Ersolg, und Dartei, T u r o t i, hiell von dem Balkon des Hauses wenn auch infolge der bejammernswerten Zer- der Presseveremigung eine Rede, in der er erklärte: jplitterung des Bürgertums eine rein bürgerliche Die Falci iften wollen die Tode-straie nicht nur f; Regierungsmehrheit nicht gegeben ist, so muß doch den, der das letzte Attentat verübt hat, sondern auch gerade dieses Ergebnis eine heilsame Lehre für künf- für die, die ihn dazu verleitet haben. Turatt fügte binzu, er werde im großen faschistischen Rat for­

dern, daß die Todesstrafe auch sofort auf Zamboni, Capello und Luretti Anwendung finde. Die Faschisten nähmen alle Gesetze und jeden Richter an, unter der Bedingung, daß der Urteilsspruch a u t Todes ft rase laute. Zum Schluß erklärt« Turati,

tige Fälle bieten

DieL e i p z . Neuesten N a ch r." schreiben ,,Wer hat eigenllichgewonnen" bei diesen rounber-- * .... ,uv, lichsten aller Landtagswahlen? Gewonnen hat die Radikalsozialist^ Wirtschastspartei, 113 000 Stimmen, womit sie ihren dogmen und P: Bestand nahezu verdoppelt hat. Gewonnen hat die nicht, [ Partei der Aufwertung, rund 80 000, was sogar fgchfe mehr als eine Verfünffachung des 1924 noch recht

DieChemnitzer Allgemeine Zeitung" schreibt: Die politische Situation in wachsen auf Grund der Wahl ist ungeklärt. Sie erfährt aber sof.D ..... Klärung, wenn die bürgerlichen Parteien,- '4 Parole halten, die sie mit großem Eifer im Wahl­kampf verkündeten: Nie wieder Sowjetsachsen! Man erwartet, daß die bürgerlichen Parteien sich zusam- 1 menschließen und angesichts des starken roten Blocks ; Radikalsozialisten und Kommunisten ihre Partei-

sofort eine

zu ihrer

m und Programme zurückstellen. Geschieht Dies , so hätte die ParoleNie wieder Sowjet- en!" ihren Sinn verloren.

Mussolini hat aber nicht nur als Organisator der faschistischen Bewegung, sondern auch als Politiker eine unverkennbare Gestaltungskraft entwickelt und der faschistischen Regierung einen starken Lebensinhalt gegeben. Wir wer­den das anerkennen müssen, trotzdem die Le­bensäußerungen des Faschismus sich gegen das Deutschtum in Südtirol gerichtet haben. Auch die faschistische Regierung wurde erst allmählich aufgebaut. Die Wahlreform sicherte eine faschistische Mehrheit im Parlament, alle faschistischen Wirtschaftsorganisationen erfaß­ten die Arbeiter und legten die Gewerkschaf­ten lahm und die Stellung Mussolinis als Dik­tator erhielt ihre Weihe durch ein Gesetz, das den Ministerpräsidenten selbstverständlich und nur vom Könige abhängig machte. Der starke Antrieb, den das innere Leben Italiens durch den Faschismus erhielt, ließ allmählich seine Wirkungen erkennen. Die Streikbewegung sank vollständig zusammen, die industrielle Entw'ck-

wicht im Staatshaushalte wurde wieder her­gestellt, die Frage der auswärtigen Schulden wurden geregelt und die Lira fing an zu stei­gen.

Der Faschismus ist feit kurzem in das dritte Stadium seiner Entwicklung eingetreten. Nach­dem er sich im Innern eine f " ".....

feste Grundage 1 die Regelung Polinis

geschaffen hat, geht er jetzt an ...... der auswärtigen Beziehungen. Mu Außenpolitik gewinnt feste Linien. Italien Tho"iry"Aus

daß die Faschisten dem Duce erklären würden, daß sie bereit seien, ihm heute wie gestern zu gehorchen, unter der Bedinouna, daß er niAt vergesse. daß in keinem Leben die Größe, Gerechtigkeit und Macht der Nation vereint sei.

^iftbßöitftih«

des dessen faMkM^Gen rr-siss.

Rom, 1. Nov. Der Generalsekretär der Faschisti­schen Partei ist heute nach Rom zurückgekehrt und hatte mit dem Innenminister eine längere Unter­redung. Für den 5. November wird der große Rat einberufen. In Rom ist die Legion der Miliz mobi­lisiert worden. Für heute abend sind die römischen Faschisten zu einer Versammlung vor dem Mini sterium des Aeußeren berufen worden.

Die Bevürres NewVsEunsett üdev §&$&$.

In der gestrigen Sitzung des sogenannten sf <5 uffe 5 des Keid) stabi-

sucht seinen Einfluß beherrschend auf dem Bal- netls, der aus dem Reichsminister des Aeußeren, kan auszudehnen. Mit Griechenland und Bul- dem Reichrfinanzminifier und dem Reichswirtschasks- garien werden Verträge geschloffen, mit Jugo- minister befiehl, erstatteten die Minister Bericht über " - verbandelt Im das Ergebnis der Beratungen zwischen den einzelnen

Anschluß an Spanien Ministerien. Cs erscheint zweifelhaft, ob Dr. Stresc- mann bereits heute vor dem Ausschuß eine große wünschen Rahmen ge- R öc übct M Außenvolitik ballen wi b. Das Kcicraf

lawien und Rumänien w

Mittelmeer sucht Italien und es ist in diesem außenpoliti

wiß nicht ohne Bedeutung, daß Mussolini einen Vertrag mit Deutschland anstrebt und eine

Heute vor dem Ausschutz eine große Rede über die Außenpolitik halten toi d. Das Reicrat dürfte vielmehr der Reichswirtschaftsminister Dr.

aurgebout, ohne daß er irgendwelche beson- lung machte Fortschritte, das Wirtschaftsleben der«, volitischen Richtlinien' besessen hätte. I nahm einen neuen Aufschwung, das ©leidige»

Vertrag mit Deutschland anstrebt und eine Curtius halten.

Zusammenkunft mit dem deutschen Reichs-! ,

Außenminister vorbereitet. Italien geht auf dem! $<Wif£6 öttfWwi&Ctdött gSKSN

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Gebiete der Außen- und der Kolonialpolitik kühnen Wagnissen entgegen. Hier erst wird Mussolini Gelegenheit haben, fic^ wirklich zu

4 pari», 1 Nov. Die chauvinistischen Zerrungs» ftimmen sengen eine io starte Durchuhtasstraft. daß