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26. SStobe«

Srscheml täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugspreiS- Für den halben Monat AM 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15. Samstag 12 R«pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg.. im Reklameteil von 68 mm greife 25 R-Pfg. / Osser lengebühr 50 R-Psg

M. 251 Dienstag den

mriger

Giadt und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Lezieher keinen Anspruch am Lieferung ober Nachlieferung oder am Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplahvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. ^Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956, 3957. 395«

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Gtveikdebatte im engMchen LSnSerhaus Die englische Regievung geht gegen Streikende vor. kleine Vermittlungsvovschlüge dev Kegievung.

Das Abkommen liegt der deutschen und der franzö­sischen Regierung zur Genehmigung vor.

Gvaf Lutknev in Äewvovk.

Rewyork, 25. Okt.

Der Viermastschoner

des Grasen

.Vaterland", unter Führung des Gi Luckner, traf am Samstag spät abends Newyork ein. Luckner wird das Schiff tn der nächsten Woche zur Besichtigung freigeben. In der Carnegie-Hall findet am 3. November sein erster

in

Look davf nicht svvechen.

London, 25. Okt. Wie gemeldet wird, wurden m Staffordshire die Notverordnungen der Regie- mng von der Polizei zur Anwendung gebracht, um len Bergarbeiterführer Cook zu verhindern, in einer Versammlung unter freiem Himmel zu Bergarbei­tern zu reden.

Somit hat die britische Regierung ihre Drohung, gegebenenfalls gegen die Wortführer im Streike der englischen Bergarbeiter einzuschreiten, wahr ge­macht. Sie hat durch Polizeimannschaften am frühe­sten Morgen des 24. Oktober die Führer der Gru­benarbeiter aus den Betten holen lassen und die Drohung ausgesprochen, wenn man weiter versucht,

möglich, die nicht mindestens für gewisse Teile des Landes eine längere Arbeitszeit vorsehs. Die Lage fei beklagenswert, aber gleichzeitig würde es ein Unrecht sein, falsche Hoffnungen und den An­schein zu erwecken, ols ob Verhandlungen im Gange seien, während dies nicht der Fall sei. Nachdem die Vorschläge der Regierung abgelehnt worden seien, habe sie keine neuen Vorschläge z machen. (Beifall bei den Konservativen). Paldwi.. sagte, er wollte niemand tadeln. Das Land werde

u

ialdwin

Versammlungen abzuhalten, zu schreiten. In einem anderen Di

M Verhaftungen zu

schreiten. In einem anderen Orte haben Hunderte von Polizisten die Abhaltung einer Zusammenkunft der Bergarbeiter verhindert, das hat böses Blut

gemacht. Aber noch mehr Aufregung hat die Nach­richt verursacht, daß Cooks Auto auf offener Straße angehalten wurde, daß man ihm ferner mit Verhaf­tung drohte.

Die englische Regierung hat das kann man nicht verhehlen einen schlechten Moment zu sol­chem Vorgehen gewählt. Sie wird, so befürchtet man, wohl das Gegenteil von dem, was sie erwartet, er­reichen.

London, 25. Okt. Der Präsident des Bergarbeiter­oerbandes Smith wollte heute in einer Versammlung eine Rede halten. Die Polizei verbot es ihm jedoch.

ätevhas^WMMmWWNW

London, 25. Okt. Das Unterhaus ist heute zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten, um über die Verlängerung des Ausnahmezustandes aus Anlaß des Grubenkonfliktes Besch zu fassen. Zu Beginn der Sitzung entwickelte sich das übliche Frage- und Antwortspiel zwischen den Abgeordneten und den Ministern. Ein Arbeiterabgeordneter fragte, warum die Regierung gestern Cook verboten habe, in Mid'and zu den Arbeitern zu sprechen. Der In­nenminister erklärte, daß dies auf Grund von Poli- zeibsrichten erfolgt fe, die Unruhen befürchteten. Man erklärt imübrigen, daß Cook morgen wieder nach Midland fahren werde, um dort zu denselben Arbeitern zu sprechen. Es ist wahrscheinlich, daß ihm die Erlaubnis dieses Mal nicht verweigert werden wird, wenigstens auf die Zusicherung hin, daß er die Ordnung nicht zu stören beabsichtige. Ein anderer Arbeiterabgeordneter fragte darauf, ob die Regie­rung nicht beabsichtige, für die Kohlen im Einzelhan­del Höchstpreise festzusetzen. Der Grubenminister ant­wortete, daß dazu eine besondere Organisation nötig wäre, die den Staat voraussichtlich viel Geld kosten würde. Wenn der Streik aber noch lange andauern sollte, so werde die Regierung gleichwohl an die Gründung dieser Organisation schreiten.

Der ehemaige Minister Clynes, Mitglied der Arbeiterpartei, sagte zu Beginn der allgemeinen Er­örterung der Lage im Kohlenbergbau, es sei be­dauerlich, daß die Regierung keine Erklärung, durch die eine Entspannung der Lage herbeigeführt werden könne, abgegeben hätte. Durch die lange Dauer des Streikes fei die Möglichkeit ejner Regelung durch Verständigung gegeben worden, während ein Ab­bruch durch Erschöpfung der Arbeiter nur der An­fang eines weiteren Konfliktes in anderer Form fein wurde.

Clynes sagte weiter: Bei den Bergleuten und bei der Arbeiterpartei bestehe die Ueberzeugung, daß Baldwin in jeder Hinsicht zum Anwalt der Grubenbesitzer wurde. Diesen Eindruck muß der Premierminister beseitigen. Bei den Führern der Bergleute besteht Bereitschaft zu einer Konfe­renz. Redner fordert den Premierminister dringend »uf, einen Friedensschritt zu tun.

Namens der Liberalen führte Lloyd-George an, die Weigerung der Grubenbesitzer sei unerhört. Bei einem industriellen Konflikt wie bei dem gegen­wärtigen müsse die Regierung unparteiisch dastehen. Aber sie habe es nicht getan, und das sei die Ursache für die Fortsetzung des Streiks. Wenn die Bergleute zur Wiederaufnahme der Arbeit durch den Hunger gezwungen würden, so würde dies den Kampf von einem wirtschaftlichen zu einem politischen machen. Seit dem Bergarbeiterstreik habe die Arbeiterpartei

Gegensatz zu früher im Lande ungeheure Fort- Dritte gemacht. Man könne keinen Frieden haben, wenn man die Bergarbeiter durch den Hunger zum Nackgeben zwinge.

Baldwin, von den Konservativen laut be= Hustle wird in feiner Rede von den Mitgliedern der Arbeiterpartei ständig durch ironischen Beifall unter­jochen. Er gab einen Ueberblick über d i e G - s ch i ch t e d e s S t r e i k s und die verschiedenen Kegelungsvorschläge. Er bezeichnete die Haltung der Grubenbesitzer und dann die Führung der Berg- als beklagenswert und unzulänglich. (Beifall ^' den Konservativen.) Baldwin sagte ferner, er glaube, daß große Schöben angerichtet würden, , Enn nach so vielen Fehlschlägen neue Derhand- mugen eingeleitet würden, die keine Aussicht auf

Regelung bieten. Er halte keine Regelung für

seinerseits das Urteil sprechen. Es fei nicht Sache der Regierung, die streitenden Parteien zu beraten und einen Konflikt zu regeln, der ein industrieller Kon- i slikt sei und bleiben müsse. Beide Parteien müßten ' das selber tun. Was die Zukunft anbetreffe, so sei ihm vollkommen klar, daß, solange die Angelegenheiten der Kohlenindustrie von den gleichen Persönlichkeiten behandelt würden, die bisher Verhandlungen ver- Hoffnung auf eine Rege­

sucht hätten, niemals viel lung bestehen würde.

Abnahme dev Äotstands- vottmachten im Sbevhans.

London, 25. Okt. Das Oberhaus nahm eine Entschließung an, durch die die Notstandsvollmach­ten der Regierung für einen weiteren Monat er­neuert werden.

Vortrag statt.

Aus Anlaß der Ankunft Graf Luckners in New- nert wurde hier ein Deutscher Tag veranstaltet, der glänzend verlief. Graf Luckner wurde mir großer Begeisterung begrüßt, besonders als er in seiner Rede ausführte, daß er Amerika sehr genau kenne, denn er habe hier vor 26 Jahren Kuhställe ausgemistet und Türklingen geputzt. Großen Beifall erntete er auch, als er ausführte, daß er der Welt bewiesen habe, wie man Krieg füh­ren könne, ohne dabei Menschen zu töten. Ver­schiedene hohe Vertreter der amerikanischen Marine und des Heeres waren erschienen, um den auch in Amerika wohlbekannten Seehelden zu begrüßen. Die Feier, die mit dem Deutschlandlied eingeleitet und auch mit biefem Liede geschlossen wurde, verlief äußerst eindrucksvoll.

Netble« über die deutstb-ungav. Surammenavdett.

Budapest, 25. Okt. Ministerpräsident Graf B e t h- l e n empfing heute eine Abordnung des zumeist von Deutschen bewohnten Wahlkreises Pilis-Vörösvar, wo jüngst der Kandidat der Regierungspartei zum Abgeordneten gewählt wurde. Auf eine Begrü­ßungsansprache antwortete der Ministerpräsident in deutscher Sprache und sagte: Diese Wahl ist ein Beweis dafür, daß die deutschsprachige Bevölkerung getreu ihren alten Traditionen gemeinsam mit der ungarischen Bevölkerung für das Wohl des Landes arbeiten will und daß sie ihre Interessen in der Re- erungspartei gesichert sieht. Der Patriotismus ist

sollte, verfügen. Als Währungseinheit wird der Betrag von fünf Franken gewählt und dieser Summe von fünf Franken der NameBelga" ge­geben. Ab morgen, Dienstag, wird die belgische Währung zum ersten Male unter der Bezeichnung Belga" notiert werden.

Dev SaU SSnirSe.

Berlin, 25. Oktober. Der Attache Im Auswärtigen Amt, Dr. Jaenicke, der Schwiegersohn des ver­storbenen Reichspräsidenten Ebert, war, wie erinner­lich, vom Reichsdisziplinarhof am 6. Juli d. J. zu einer Geldstrafe in Höhe von % des monatlichen Diensteinkommens und gleichzeitig zur Strafver- setzung verurteilt worden. Im Rahmen der Richt­linien über den Erlaß und die Milderung von Dienststrafen der Reichsbeamten, die im Anschluß an das Amnestiegesetz vom 25. August 1925 ausgestellt wurden, hat der Reichspräsident jetzt die gegen Jaenicke verhängte Geldstrafe im Gnadenwege er­lassen. Die Strafversetzung wird dadurch gegenständ- los, daß Dr. Jaenicke aus dem Auswärtigen Dienst ausscheidet und auf seinem Antrag zum 1. Novem­ber d. J. in den preußischen Verwaltungsdienst über­nommen wird.

Dov dem Lufammentvttt des KerEstasS.

Berlin, 25. Okt. Die Tagesordnung der ersten Reichstagssitzung nach den großen Sommerferien am Mittwoch den 3. November, nachmittags 3 Uhr, ist jetzt endgültig festgesetzt worden. Zur Beratung stehen u. a. der Gesetzentwurf über den deutsch-ni»» derländischen und der Gesetzentwurf über den deutsch- polnischen Grenzvertrag, der Gesetzentwurf über die Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich und Belgien, der Gesetzentwurf zur Ab­änderung der Gewerbeordnung und über die Samm­lung des Reichsrechts.

Bavnes abermals sese« die

mmns" und «slvmvra*.

Zu der von verschiedenen Seiten aufgeworfenen

ollege hielt Tages" ('

lielt hier bei der Feier desDeutschen' gebrauchen. Die Regierung wird dafür sorgen, daß einen ausführlichen Vortrag über das: die Muttersprache des ungarländischen Deutschtums Kriegsschuldproblem. Er bezeichnete den Vertrag' im Volksumerricht zur Geltung kommt und daß die von Versailles als ungerecht und wirtschaftlich un- Deutschen in Ungarn ihre charakteristis:',

von Versailles als ungerecht und wirtschaftlich ausführbar und verlangte Rückkehr zu den 14 Punk­ten Wilsons und einen im Einklang mit ihnen stehenden Wiederaufbau Europas. Die gegenwärtige Lage Europas habe ihre Ursache im Versailler Frie­den und in der These von der Alleinschuld Deut ch-

lands. Barnes betrachtete die Kriegsursache von ver­schiedenen Gesichtspunkten aus underklärte, so weit Militarismus und Handellskonkurrenz als Mitur­sachen in Betracht kämen, verteile sich die Schuld auf alle Länder. Dasselbe gellte hinsichtlich der diploma­tischen Entwickelung von 18701912. Barnes be­sprach dann die diplomatischen Ereignisse von 1912 bis 1914 und führte unter Hinweis auf die franzö­sische Politik gegenüber Rußland aus, für diesen Zeitpunkt seien Frankreich und Rußland verantwort­lich. Zur Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdi­nand bemerkte er, gewisse Kreise in Rußland und Serbien hätten um Den Mordplan gewußt. Rußland

habe den Krieg gewollt uni

es unterlassen, Rußland zurückzuha'ten. Deutschland und England seien 1914 die einzigen Länder gewesen,

die den Krieg nicht gewollt hätten.

RevavationS-Sachliefevnnsen im Gevtemkev.

Berlin, 25. Okt. Die Zahl der genehmigten fran­zösischen Verträge (einschließlich zusätzlicher Ab-

schlüsse zu früheren Verträgen) stellt sich auf 57 im Gesamtwert von 1.1 Millionen Rm. Hierdurch er­höht sich der Wert aller seit dem Jnkraftreten des Dawesplancs genehmigten französischen Verträge außer über Kohle und Farbstoffe auf 332.6 Mil­lionen Rm. Der weitere Rückgang von Zahlen und Wert der Verträge im September gegenüber den Vormonaten beruht darauf, daß der große Stickstoff- Vertrag fortlaufend aus den in den einzelnen Mo- Frankreich zur Verfügung stehenden Repara­

tionssummen gedeckt werden soll. Fe-"---' ^ französische Regierung bis jetzt noch keine endgültige Entscheidung über die Verwendung der noch ver­bleibenden Mittel getroffen. Für Belgien sind im September einschließlich Nachträge 125 Verträge im Gesamtwert von 2.8 Millionen Rm. genehmigt wor­den. Der Wert sämtlicher bei dem Inkrafttreten des

naten

Dawesplanes genehmigten belgischen Verträge höht sich dadurch auf 65.1 Millionen Rm

SeueS deutich-fvanröfischss

r^oblenabSommen.

völkischen

Eigen sch asten

ihre charakteristischen

bewahren

können. Diesem Zweck dient auch die im Jahre 1923 erlassene Verordnung über die Minderheiten. Deshallb hat die Regierung auch die Gründung des Deutschen Volksbidungsvereins ermöglicht. Bei der Durchführung dieser Verordnung ergaben sich zwar in Gemeinden mit gemischtsprachiger Bevölkerung, in denen es nur einen einzigen Lehrer gibt, gewisse technische Schwierigkeiten, da es einige Zeit dauert, bis dieser Lehrer beide Sprachen erlernt. Die Regie­rung würde es jedoch unter keinen Umständen dul­den, daß durch administrative Schwierigkeiten die Durchführung der Verordnung erschwert wird. Der Ministerpräsident betonte nachdrücklich, daß die sämtlichen Verfügungen dieser Verordnung Punkt für Punkt durchgeführt werden. Schließlich gab der Minister der Ueberzeugung Ausdruck, daß diedeutsch- sprachi-w Bevölkerung Ungarns auch in Zukunft in brüderlicher Eintracht mit der ungarischen Bevölke­rung leben und diese Zusammenarbeit zum Woh's des Landes führen werde. Die Abordnung nahm die Ausführungen des Ministerpräsidenten mit großer Genugtuung zur Kenntnis.

Amevika und das Verbot dev Anwendung von Giftgasen.

Paris, 25. Okt. Havas meldet aus Washington: Das Staatsdepartement hat trotz der Opposition seitens der amerikanischen Legion gestern seine Ab­sicht bestätigt, auf der Ratifizierung des Genfer Pro­tokolls betreffend das Verbot der Anwendung von Giftgasen zu bestehen.

Inv belgischen wähvungs-

g undOlympia' _

für das Deutsche Reich gilt, äußert sich in derTäg­lichen Rundschau" ein Mitglied des Staaksgerichts- hofs: Die Entscheidung, so heißt es in der Zutrift, berührt in keiner Mei e das überhaupt erst später erfolgte verbot der Reichsinnenministers. Der Staatsgerichlshof zum Schutze der Republik hat sich lediglich mit Vergehen gegen das Republikschuh- qeseh zu besassen. Es kann hiernach also keinerlei Zweifel bestehen, daßWiking" undOlympia" für das gesamte deutsche Reichsgebiet verboten bleiben, also auch für Preußen.

Dev Landsbevse« Sememovd- vvozeH.

Landsberg a. d. W-, 25. Okt. Unter lebhafter An­teilnahme der Oeffentlichkeit begann heute vor dem Schwurgericht der Landsberger Fememordprozeß. Auf der Anklagebank haben Platz genommen der Kraftwagenführer Reinhold Thom/der zurzeit in der Landesanstalt untergebracht ist, ferner der Dro­gist Alfred Rathmann, der sich noch immer in Untersuchungshaft befindet, und drittens der Kauf­mann Hans Buchholz aus Berlin-Charlotten­burg.

Der Vorsitzende, Landgerichtsdi eröffnet die Sitzung mit einer

iirektor W o s l i n g, Ansprache an die

Den

stabUMevttus.

st eine Auslassung betreffend die nun-

erner hat die mehr in die Tat umgesetzte Stabilisierung. Einlei- ------- «r-hA.irnn» I (end wird bemerkt, daß Belgien unter einer Infla­tion litt, die in einer Schuld' des Staates gegenüber der Nationalbank in Höhe von 8 700 Millionen ihren Ausdruck fand. Die Schuld wird auf zwei Milliarden herabgesetzt, und zwar wird der Staat der Nationalbank den Betrag von 4 700 Millionen

er-

durch Amortisierung zurückerstatten, während der Rest durch den Amortisierungsfonds geregelt werden soll. Als Grundlage zur Stabilisierung verfügt man über eine Auslandsleihe in Höhe von 100 Millionen Dollar oder 500 Millionen Goldfranken und eine

andere Anleihe, di«, wie in London bereits bestimmt worden ist, von drei der größten Banken der Welt fest übernommen wird. Die Anleihe, die zu 94 Proz. aufgelegt werden soll, wird netto 450 Millionen Goldfranken betragen, die restlos der Belgischen Na­tionalbank zugeführt werden. Der amerikanische Teil der Anleihe wird bereits morgen, Dienstag, in New- york zur Zeichnung aufgelegt werden. Die dadi gewonnenen 450 Millionen Goldfranken werden

Berlin, 25. Okt. Das Rh «inisch - Westfäli- s ch e K o h l e n s y n d i k a t hat ein Abkommen ge­troffen, nach welchem die Reparationslieferungen nach Frankreich griindsätzlich nicht als Zwangsliefe- rungm, sondern im Wege freien Verkehrs bewirkt werden. Neben den Reparationslieferungen bleibt die Einfuhr weiterer Mengen nach Frankreich unbe­schränkt. Äon letzteren Mengen werden wie bisher 26 Prozent gemäß dem Recövery Act erhoben. Alle Ehwebenden Meinungsverschiedenheiten sind durch _----,

as Abkommen aus dem Wege geräumt. Um den fugt, die Deckung für die Banknoten abgeben, eine Weg für ein derartiges Abkommen freizumachen, hat Deckung, die Höher als 50 Prozent fein wird. Die das Kohlensyndikat sowohl der deutschen als auch Bank wird au&erbem über Mittel zur Förderung der französischen Regierung gegenüber auf einen des belgischen Ausfuhrhandels und zur Verteidigung Teil der ihm zustehenden Preisanlvrücke verzichtet, i des Franken, wenn sich dies als notwendig erweisen

n, Dienstag, in New­werden. Die dadurch

________ . . . zu­

sammen mit der neu einzusetzenden Metallreserve und den Devisen, über die die Nationalbank ver-

Ge chworenen, in der er ausführt:In der Haupt­sache wird die Schwurgerichtstagung besetzt sein mit vier von den sogenannten Femesachen, zwei wegen versuchten, zwei wegen vollendeten Mordes. Er ist Ihnen bekannt, daß der Reichstag und der Landtag, die höchsten parlamentarischen Körperschaften, Aus­schüsse gebildet haben, die auch mit der Untersuchung dieser Dinge befaßt sind, und Sie werden aus den Zeitungen ersehen haben, daß dort die Beweiser­hebungen noch im Flusse sind. Unsere Untersuchung gen sind abgeschlossen. In dem einen Fall hat das Reichsgericht selbst das Hauptverfahren eröffnet. Wir haben festzustellen, ob bestimmte Personen, die hier vor uns als Angeklagte erscheinen, im Sinne der Anklage schuldig sind, und wenn wir dies be- jähen, wie sie dafür zu bestrafen sind."

Als Zeugen sind auch die in einem anderen Ver- fahren angeklagten Erich und Willi Klapp­roth erschienen. Ein Antrag der Verteidi­gung auf Ausschluß der Oefsentlich- keit wird abgelehnt. Alle drei Angeklagte sind bisher nicht vorbestraft. Dem Angeklagten Thom wird vorgeworsen, den Entschluß gefaßt zu haben, im Juli 1923 in Küstrin den Leutnant a. D. Richard Ja h n k e durch Gift zu töten. Der Ange- klagte Rathmann soll dem Angeklagten Buch­holz soll dem Mitangeklagten Rathmann mit Be- gehung des Verbrechens des Totschlages gedroht haben.

Das Gericht vernahm dann den Angeklagte» Buchholz über feine persönlichen Verhältnisse. Als er erklärte, daß er in die Schwarze Reichswehr eingetreten sei, trat der militärische Sachverständige Oberst G u d o v i u s vor und betonte, daß allein der AusdruckSchwarze Reichswehr" schärfste außenpolitische Folgen haben werde und die Oeffent- lichkeit daher ausgeschlossen werden müsse. Die Frage des Vorsitzenden, ob er irgendwie entspre- chende Weisung vom Reichswehrministerium habe, verneinte der Sachverständige.