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WEWeuevÄ-ÄluZsLger (Or^r Watum Stadt und Land

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23. E»ber

Omrarr Stadt mrd Laud

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Lezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aui Rückzahlung des Bezugspreises. / Mr Platz Vorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet, xGeschäftsstelle: Hemmerstr. S / Fernjpr. 3956, 3957,3958

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Nas neueste.

Der deutsche Botschafter v. Hoesch hatte gestern eine Unterredung mit Briand. Es wurden dabei in großen Zügen die durch die Unterredung jp Thoiry aufgeworfenen Probleme berührt.

Das Haväs-CommuniquS über die Sitzung der Botschafter-Konferenz wird heute als falsch be­zeichnet. Ueber die Militärkontrollfrage sollen münd­liche Verhandlungen stattfinden.

-.Reichsverkehrsminister Dr. Krohne hielt eine Rede über verschiedene Probleme der Verkehrs- xolilik.

-./Die vom Reichsfinanzministerium ausgearbei- teis Denkschrift über den geplanten Ankauf des ^erilner HotelsKaiserhof" wird in den nächsten Tagen dem Reichskabinett zugsleitet werden und durfte darauf sehr bald an Reichsrat und Reichstag gelangen. Zugleich mit der Zuleitung an den Reichs- lag joii die Denkschrift veröffentlicht werden.

Aus London wird gemeldet, daß der Gou­verneur der Bank von England, Montagu Norman, in kurzem nach Berlin reisen werde. In London neige man der Ansicht zu, daß bei der Berliner Be­sprechung Normans die großen deutschen Goldauf­läufe in London eine wichtige Rolle spielen werden.

Die Zahl der bei dem Wirbelsturm in Kuba getöteten Personell soll 659 überschreiten.

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Die Sensation dieser Woche bildete ein hef­tiger Streit, der um eine Briefmarke entbrajmt war, nämlich um die F r i e d e r i cu s m a r k e. Diese Marke, bte die Postverwaltung im No­vember nebst acht anderen Kopfmarken m den Verkehr bringen will, vertrügt, nach Ansicht der Kreise, die sich in Deutschland berufen fühlen, * die ReprMk en vermeintliche Gefahren zu ' sch ü 8 e > M

Lenemiichkeik. Alle Hebel

tuegung gesetzt, um das Erscheinen der Marke zu verhindern, eo wurdefestgestellt", daß sämtliche Parteien des Reichstages, von den Kommunisten bis einschließlich der Bayerischen Bolkspartei, Gegner dieser Marke seien und es wurde vor allen Dingen daraus hingewiesen, wie peinlich es für den Postminister Stingl fein müsse, wenn er in dieser Frage von seiner eige­nen Partei verleugnet werde. Das genügte aber nicht. Es wurden auchnatürlich ano­nyme" Erklärungen der Geschäftswelt ver­öffentlicht, in denen man die Drohung lesen konnte, kein Geschäftsmann werde die Zehn-

v. Roeschs Besuch bei Briand

Paris, 22. Ott. Der deutsche Botschafter v. Hoesch hakte heute mittag eine Unterredung mit dem französischen Außenminister Briand. Die Unterredung bedeutete, wie offiziös mitgeteilt wird, die erste Fühlungnahme des Botschafters mit dem Außenminister nach seiner Rückkehr. Es wurden dabei in großen Zügen die durch die Unter- redung in Thoiry aufgeworfenen Probleme berührt. Briand reift heute abend für drei bis vier Tage aufs Land. Rach feiner Rückkehr, d. h. in der zwei­ten Hälfte der nächsten Woche, soll eine neue Unter­redung des Botschafters mit Briand staltsinden.

Die Havasagentur will erfahren haben, daß im Laufe dec heute zwischen dem deutschen Botschafter v. Hoesch und Außenminister Briand statigehabten Unterredung das Gesamtproblem der deutsch - französischen Annäherung zur Sprache gekommen ist 3m Uebrlgen habe die Unterredung keine neuen Momente ge­bracht. Die Annäherung werde durch eine tägliche Anstrengung, die lange Monate sich sortsehen werde, und deren wejentlichftes Ziel die Schaffung eines neuen Geisteszustandes fei, solide Grundlagen erhalten können. Für den Augenblick seien für die Annahme der von gewissen Zeitungen betreffend das Saar­gebiet und die Mobilisierung eines Teiles der deut­schen Eisenbahnobligatlonen vorgeschlagenen Lö­sungen Schwierigkeiten praktischer Art vorhanden. Indessen könne ein gemeinsamer guter Wille nicht verfehlen, der Sache des Friedens zu dienen, indem er den Status quo in Europa konsolidiere und die Lösung der wirlschastlichen und finanziellen Pro­bleme. die zwischen den beiden Ländern aufgewor­fen seien, beschleunige.

DerT e m p s" schreibt zu dieser Unterredung: Augenblicklich befinde man sich noch im Beginn der ersten Phase, d. h. bei den politischen Bespre­chungen. Wollte man die Bewegung überstürzen, bann würde man sich der Gefahr aussetzen, alles zu kompromittieren, um so mehr, als keineswegs fest«

man sofort die Wiederaussöhnung erzielen könne. Sie Sprach« ber deutschen Blätter bekund« einen Willen zur Lüge und eine Beharrlichkeit, die un­vereinbar sei mit dem Vertrauen, das eine Wieder- aussöhnung notwendigerweise zur Voraussetzung haben. (I?) Die ehemaligen Feinde Frankreichs hätten nicht darauf verzichtet, den Versuch zu machen, Frankreich zu düpieren und sich Instrumente zu schätzen, mit denen sie ihr eigenes Volk täuschten. Die Aufnahme, die die Bemerkungen der Botschafter- konfereirz über die Entwasfnung fänden, sei bezeich­nend. Das Blatt will folgendes erklären: Die An­näherung an Deutschland kann nur etappenmäßig erfolgen mit Vorsicht und Zurückhaltung. Wenn man nicht vermittelnde Etappen einleg«, würde man Zu­sammenstöße und einen Bruch Hervorrufen.

Die BeiMÄsse dev VotsGafter- Lon-evenr.

London, 22. Okt. (Reuter.) Zu der Meldung, daß bie Bolschafterkonferenz sich dahin schlüssig geworden sei, daß die deutsche Entwaffnung noch nicht so voll­ständig sei, daß dr« Ueberwachung derselben bem Völkerbund übertragen werden könnte, erfährt Reu-

ter, daß diese Frage von der Botschasterkonfer«nz überhaupt nicht erörtert worden ist. Die Konferenz beschäftigte sich u. a. mit verschiedenen, auf die deutsche Entwaffnung bezüglichen laufenden Angelegenheiten, wegen beren sie mit der deutschen ' ''........"" Es

Regierung noch einen Sch wird nochmals erklärt, daß

mg an-

gegebene Schritt nicht einmal in Betracht gezogen worden ist.

Berlin, 22. Okt. Wie dasB. T." hört, hat sich ergeben, daß die Darstellung der Agentur Havas über die Beschlüße der Mittwochsitzung der Bot-

schcrfterkonserenz dem tatsächlichen Ergebnis der Sitzung nicht entspricht. Die Stellungnahme

fen Punkten erhalten habe, werde die Bot­schafter-Konferenz den Völkerbund ersuchen können, die Aufgabe der Militärkontrolle in Deutschland zu übernehmen. Außerdem wurde in dieser Meldung eine Note an ine deutsche Regierung in Aussicht gestellt. Heute wird uns aus Berlin gemeldet, daß die deutsche Regie­rung in Paris sondiert habe, wobei sich heraus­gestellt hat, daß die Haoasnote die Beschlüsse der Konferenz nicht richtig wiedergegeben habe und daß man nicht wisse, wie sie zustande ge­kommen sei. Diese Auskunft ist einigermaßen erstaunlich, da die Havas-Agentur bekanntlich offiziösen Charakter besitzt. Man wird aber doch abwarten müssen, bis die deutsche Regie­rung offiziell über die Beschlüsse der Botschaf­terkonferenz verständigt wird. Dies wird vor­aussichtlich nicht auf dem Wege einer schrift­lichen Note erfolgen, sondern so, daß der deutsche Botschafter in Paris, Herr von Hoesch, von dem Vorsitzenden der Botschafter konferenz

wird. Dies wird vor-

unterrichtet wird und die erhaltenen Mittei­lungen dann nach Berlin weitergibt. Obgleich eine derartige Weitergabe noch nicht erfolgt ist, versichert man doch schon mit aller Bestimmt­heit, daß die Botschafterkonferenz die Frage des Oberbefehls der deutschen Reichswehr endgültig erledigt betrachtet. In diesem Pi wäre also der Havas-Bericht schon zu korri­gieren. Ferner wird versichert, daß irgend­welche ultimativen Forderungen von feiten der

T als

lunkte

emorfenen Fru-

euer

nvereinbarkeit der Auf-

Argumente wie das der

der Botschafterkonferenz erwartet, anzunehmen, daß der deutsche Bots D. Hoesch, über das Ergebnis der

rechterhaltung der Rheinlandbesetzung mit dem Ver­trag von Locarno und den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund mühten die Deutschen aus jeder

Botschafterkonferenz nicht zu erwarten sind. Auch das wäre immerhin schon eine Abmilde­rung des Tones, in dem die Havas-Agentur berichtet hat. Doch man wird den mündlichen Wunschzettel der Kontrollkommission abwarten müssen. Im übrigen bleibt selbstverständlich aus deutscher Seite die Forderung berechtigt, haß die Militär-Kontrollkommission baldigst verschwindet und daß die Botschafterkonferenz

Diskussion beseitigen. Andererseits, wenn sie die Vorprüfung des Pri durch, daß sie eine ,

Verständigung schafften, müßten sie sich entschließen, jede gegen die gerechten Forderungen der Botschaf- terkanfèrenz hinsichtlich der Entwaffnung Deutsch­lands gerichteten Politik aufzugeben. Es sei keine Annäherung möglich ohne vorherige moralische Ent­waffnung und keine moralische Entwaffnung, wenn Deutschland nicht beginne, in voller Aufrichtigkeit

wblenfs erleichtern wollten, da-

ine günstige Atmosphäre für die

pfenniginarfe mit dem Friedericuskopf ver­wenden, sondern zwei Fünfpfennia-Marken an ihre Stelle kleben. Selbstverständlich wurde euch das Ausland mit in die Affäre gezogen. Welchen Eindruck es wohl machen müsse, so fragte inan, wenn man den Ausländsbrief in Zukunft mit Friedsrieus-Marken frankiere? Was das Ausland wohl zu dieser monarchisti­schen Kundgebung der deutschen Republik jagen werde? Zuletzt wurde nicht nur der Kopf des großen Friedrich, sondern auch der desjenigen Beamten gefordert, der für diese Marke ver­antwortlich zu machen sei. Man konnte diesem Schauspiel ruhig, wenn auch mit einiger Be- fchämung zusehen, in der festen Ueberzeugung, daß alle diese Explosionen eines blinden Eifers vergeblich sein mußten. Darin hat man sich denn auch nicht getäuscht. Selbstverständlich bleibt die Marke bestehen und sie kommt mit den anderen in den Verkehr. In der Front, die gegen die Friedericus-Marke kämpfte, brach eine Stütze nach der anderen zusammen. Die Bayerische Volkspartei ließ erklären, daß ihr Bertrauensverhältnis zu dem Postminister

seine Verpflichtungen hinsichtlich seiner materiellen Abrüstung zu erfüllen (!?).

DasJournal des D è b a t s" schreibt, der Minister, der leiten wolle, müsse wissen, wohin er gehe und auf welchem Wege er zu gehen gedenke. Er dürfe nicht bei allen Passanten nach dem Wege fragen. Will unsere Regierung eine Wiederaus­söhnung oder eine Wiederherstellung normaler Be­ziehungen zu Deutschland? Es scheint wohl, daß die französische Regierung das selbst nicht wisse, daß sie die Dinge miteinander verwechsele. In Genf, Thoiry und Paris sei man gerade so vorgegangen, als ob

offenbar von amtlicher Stelle beeinflußte Erklärung über die Sitzung, die die Botschas^rkonferenz am Mittwoch abgeholten hat.

Die hierüber in der deutschen Presse veröffent­lichten Nachrichten stammen aus französischer Quelle, zum Teil von der Hava-ogentur. DerTemps" stellt fest, daß diese Berichte zu weitgehend sind, wenn sie von Ents eibungen der Botschafterkonfe­renz sprechen. Die Konferenz habe lediglich die letzten Berichte, bi# sie aus Berlin erhalten habe, geprüft und festgestellt, daß die Frage des Oberkommandos geregelt ist, daß aber die Verhandlungen über an­dere Fragen, die seit Monaten geführt würdest, fort­gesetzt mürben.

Aus dieser Feststellung d«sTemps" ergibt sich also, daß die französische Presse die Bedeutung der Besprechungen der Dotschafterkonferenz zum Teil überschätzt hat, und daß durch die Beratung vom letzten Mittwoch an der Sage, wie sie seit Monaten besteht, nichts geändert wurde.

Vertrauensverhältnis zu dem Postmmister vtingl durch die Friedcricusmarke nicht im Mindesten berührt sei und in den übrigen Par­tien rührte sich niemand, um den Kapitols- v-ächtern zu Hilfe zu kommen. Nur der Kom- tziunist Torgel hatte ein Einsehen. Er ist Mit­glied des Verwaltungsrates der Reichspoft und verlangte die Einberufung dieser Körperschaft, damit über Herrn Stingl zu Gericht gesessen werden könne. Aber auch diese Aktion schei­terte. Der Reichspostminister ließ erklären, daß die Ausgabe von neuen Briefmarken einzig and allein Sache der Postverwaltung sei, daß Jüan den Verwaltungsrat niemals zu solchem Zwecke bemüht habe und auch biesmal trotz jerrn Torglcr nicht bemühen werde. Der 2ln» gegen die Friedencusmarke ist also voll- tomnien abgeschlagen und die deutsche Ge- chaftswèlt wird Gelegenheit haben, in vollem Umfange zu beweisen, daß sie die Frledericus- warke mit Vorliebe verwendet. Es bleibt nui peinliche Gefühl, daß auch bei Dieser Ge­legenheit wieder einmal der kleinlichste Parte" Seist versucht hat, das deutsche Rationalbewußt-

sein und die Größe der deutschen Vergangen­heit mit seiner Elle zu messen. Die bedeutend­sten Deutschen des 18. Jahrhunderts werden für Kopfmorken ausgewählt. Natürlich ist auch Friedrich der Große dabei. Für die Nörgler der Linken aber ist er nicht der große Deutsche, an dem auch Goethe alls Bürger der freien Reichsstadt Frankfurt seine Freude hatte, son­dern ein Mann, der als Monarch nichts mehr m der deutschen Republik zu suchen hat.

Ein anderer erbitterter Kampf wird um das A u s f ü h r u n g s g e s e tz zu dem Ar­tikel 48 der Reichsverfassung ge­führt. Wie bekannt, ist man im Reichsmmiste- rium des Innern zurzeit damit beschäftigt, ein Ausführungsgesetz zu dem genannten Artikel unserer Verfassung zu entwerfen, zu jenem Artikel, der die Bestimmungen über den Aus­nahmezustand enthält. DieVoss. Zig." hatte cs fertiggebracht, sich die Unterlagen dieses Entwurfs zu verschaffen. Und nun setzte ein erbitterter Kampf gegen den geplanten Ent­wurf ein, obgleich es sich nur um eine Bor arbeit handelt, nicht um einen Entwurf des Kabinetts. Auch hier spielt der blinde Partei- eifer eine große Rolle. Der Artikel 48_ der Reichsverfassung ist dazu da, um den Staat instand zu setzen, sich im Falle von Aufruhr oder sonstiger Unruhegefahr gegen Angriffe wirksam zu schützen. Zu diesem Zweck muß man ihm natürlich auch die militärische Exe­cutive in die Hand geben. Man muß dem Reichspräsidenten die Möglichkeit qevcn, rasch zu handeln, ohne erst lange die parlamentari- fitien Instanzen zu fragen. Die Hauptsache tit

in einem solchen Falle, daß die staatliche Ord­nung erhalten bleibt. Der Artikel 48 schützt also den republikanischen Staat und in diesem Sinne muß auch das Ausführungsgesetz ent­worfen werden. Es muß dem militärischen Befehlshaber freie Hand geben, im Notfälle auch ohne den Zivilkommissar zu hardem. Die Verfassung sorgt schon dafür, daß der Rerciis- iag nicht zu kurz kommt, denn her Artikel 48 bestimmt, daß der Ausnahmezustand auf Ver­langen des Reichstages auß.r Kraft zu le.zen ist. Es liegt deshalb auf Seiten der­jenigen Kreise, die den Staat fd ritzen wollen, absolut kein Grund vor, gegen derartige Be­stimmungen Sturm zu laufen. Der Staar muß int Notfalle die nötige Schlagkraft nett gen und darf nicht durch alle möglichen Fesseln gelähmt und behindert werden.

In berechtigte Aufregung wurde Re deutsche Bevölkerung durch eine Veröffentlichung der Havas-Agentur über die Beschlüsse der letzten Botschafter-Konferenz versetzt. In dieser Mel­dung wurde gesagt, daß die Komrollkommstsion weiterhin der Ansicht sei, daß sie von der deut-

gese« eine vorzeitige KZumuns.

Paris, 22. Off. Die Handelskammer in Metz hat sich gegen die vorzeitige Räumung des Saarge- biekes ausgesprochen, da dadurch die zahlreicheu wirtschaftlichen 3nfereffen des französischen Kapitals und der sranzöfifchen Industrie im Saargebiet schwer geschädigt würden.

Primo de Rivera rum Wkrtfchafts-

Paris, 22. Okt. Wie Havas aus Barcelona mel­det, veröffentlicht die FestungLa Danguardia" einen langen Artikel von General Primo de Rivera, in dem dieser zu dem internationalen Manifest zu­gunsten der wirtschaftlichen Freiheit Stellung nimmt. Er vertritt die Ansicht, daß trotz der Auf- Sber Unterzeichner des Dokumentes, solange

rt der Devise nicht stabilisiert sein werde und solange das Dumpingsystem zur Anwendung komme, der Wirtschaftskrieg ohne Unterlaß an­dauern werde und allgemein die Völker, die über die beste industrielle Ausrüstung und über die besten Arbeiter verfügten, als Sieger daraus hervorgehen würden. Spanien werde in diesem Kriege siegen können. Primo de Rivera glaubt außerdem, die ein­heimischen Industrien müßten in individueller Weise eüßt werden, damit sie mit ihren Rivalen im iande konkurrieren könnten. Die hauptsäch­lichsten Grundlagen der wirtschaftlichen Maßnahmen der Regierung würden sein: 1. Schutz der in Spa­nien bereits bestehenden Industrien, 2. ein klares und einfaches auf der Rechtschaffenheit der Bür- ger beruhendes Steuersystem und 3. Beständigkeit in den Regierungen und in parlamentarischen Kreisen.

Im Anschluß an eine kommunistische Protcltvec- sammlung gegen den Vergleich mit dem Hohen- zollernhause. die gestern im Berliner Sportpalast adgehalten wurde, kam es in den späten Abend­stunden in der Potsdamer Straße zu ernsten Zu­sammenstößen zwischen Polizei und Roten Front­kämpfern. Etwa 50 Verhaftungen wurden vorge- nommen.

schen Regierung noch nicht Genugtuung halten habe. Es handele sich insbesondere

er-

oildere um

die Organisation des Oberkommandos, um die Fabrikation und um den Export von Kriègs- riaterial, die Organisation der Polizei, die Ver- äußerung gewisser militärischer Gebäude, hie Befestigung von Königsberg iowie um die so­genannten Sportverbände, die militärische Ziele verfolgten. Erst, wenn die Kontrollkom­mission der Bolschafterkonferenz mitgeteilt haben werde, daß sie Genugtuungen allen die-

Berlin, 22. Okt. Auf einem Bierabend, den bet Präsident des Deutschen Städtetages, Dr. M u l e r t, heute abend in den Räumen des Städtetages in der Alfenstraße veranstaltete, wurde den zahlreichen Gästen aus parlamentarischen, politischen und publi­zistischen Kreisen die vom Städtetag ausgearbeitete Denkschrift , Stüd e, »taat und Wirtschaft" über- reicht. Die Denkschrift gibt eine ausführliche Darstel­lung des kommunalen Finanz- und Steuerbedarfs im Vergleich mit dem letzten Vorkriegsjahr und schil- dert im Anschluß hieran die Entwicklung der großen städtischen Aufgabengebiete in verwaltungstech­nischer und finanzieller Beziehung: des Besoldungs- wesens,, des Schu.wesens, des Polizeiwesens und dec öffentlichen Fürsorge. Sie zeigt, wie sta-k die Be­wegungsfreiheit der Gemeinden durch urneh­mende Schematisierung aller diefer A ^aaoe» âj«