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KanaueAnzeiger

E^^eneral Änzeiaer &Ä* däMZau Madi und Land

Anzeiger Dr^

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jw. 238

Montag den

Wanau Madi und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr.9 /Fernspr. 3956,3957,3958

11. Sktobev

1926

Die wietschattüche und poetische Lage

One Stede des KeiKskamlevs r« Gssen.

Men. 10. Okt. Im dicht besetzten großen Saal «es städtischen Saalbaues wurde die von der Reichszentrale für Heimatdienst ver- anftnitetc S t a a t s p o l it i s ch e Vortrags­reihe heute abend durch eine Ansprache des Lei­ters der Londesleitung (Industriegebiet) Schultz eröffnet. Nach einigen Begrüßungsansprachen betrat Reichskanzler Dr. Marx die Rednertrübine und hielt eine Rede, in der er das Arbeitspro- qramm der Regierung entwickelte. gehendvonderPolitisierung der M in der der Reichskanzsi ' '

Kennzeichen der modernen Zeit überhaupt sieht, führte er zunächst aus, daß diese Politisie­rung eine Folge der Demokratisie­rung des öffentlichen und politischen Bebens her Neuzeit ist. Sie führt die Massen un­mittelbar an die politischen Geschehnisse heran und schlägt gewissermaßen eine Brücke zwischen Volk und Regierung. Darin ist unbedingt der neue Volks- staai dem früheren Obrigkeitsstaat voraus. Aber diese Politisierung birgt auch gewisse Gefah­ren in sich. Kein anderes Volk huldigt so sehr dem politischen Individualismus wie das deutsche. Da­durch ist ohne Zweifel unser deutsches Volk und unser deutscher Staat stärker als andere moderne Staaten mit innenpolitischen Spannungen und

e Vortrags- des Lei-

:ebnertrübine und

Dev neue Mei der âeves lettunS.

Deeintracgtegt p daß sie auf die Stimnnu setzten Gebiete einwirken die Richtlinien der deut wörtliche Staatsmann do dieser schmerzlichen Zwi

rg der Bevölkerung . Ich aber habe als tschen Außenpolitik

ist es. er be­er für erant- r trotz

er eines

Aus- assen,

Berlin, 9. Okt. Der Reichspräsident von Hin­denburg hat Generalleutnant Wilhelm Heye. bis­her Kommandeur der ersten Division in Königsberg, zum N a ch s o l g e r des Generals v. Seeckt ernannt.

Südwest-Afrika über, aus der er nach Beförderung zum Major am 31. März 1908 unter Versetzung in den Generalstab der 33. Division wieder ausschied.

Im April 1913 wurde er als Bataillonskomman­deur in das Infanterie-Regiment 74 (Hannover) versetzt. Bei der Mobilmachung wurde er zum Chef des Generalstabes des Lanowehrkorps ernannt, aus dem sich dann die Armeeabteilung und später die Heeresgruppe Woyrsch entwickelte, bei der er bis zum September 1917 als Chef des Generalstabes tätig war. Seine Verdienste in dieser Stellung,, ins­besondere bei dem Weichselübergang nördlich Iwangorod im Juli 1915, der daran anschlie-

,..D..i Offensive bis Tschara und den weiteren an­lauernden Abwehrkämpfen, die namentlich Juni- : Heftigkeit anschwollen, wurde

ugust 1916 durch Verleihung des Ordens pour mite anerkannt. Im gleichen Monat wurde er

ßenden bauern!

Juli 1916 zu großer im Aw "

Splitterungen bedacht.

Nirgendswo ist die Pflege des Gedankens der Volksgemeinschaft notwendiger als bei uns.

Cs ist ein besonderes Verdienst der Reichszentrale »für Heimatdienst, daß fit' *"

ie in diesem Sinne wirkt.

ft erfährt heute

sind.

An die Bevölkerung des besetzten Gebietes richt« ich deshalb die Mahnung, würdige Zurückhaltung ju üben. So lange deutsches Gebiet noch von fremden Truppen besetzt ist, wird immer die Gefahr bestehen, daß es zu Konflikten zwischen Besatzung und Be- "'lkerung kommt. Solche Konflikte zu vermeiden, ..... ~ ' -----1 der

volkerung kommt. Solche Konflikte zu oerntet liegt in beiderseitigem Interesse. Möge, so schloß Reichskanzler seine mit langanhalkendem Beifall genommene Rede, bald der Tag kommen, auf den feine und des gesamten Kabinetts heißeste Wünsche gerietet sind: Der Tag der Befreiung deutschen Bo­dens von fremder Besamung.

auf-

L ^r &ebanfe einer Vol ' nickt mehr die: Abishnu,

Unter Bezugnahme ^ -, ^ .,. ^ .. ^ ..

Dr. Silverberg auf der Dresdener Tagung des Reichsverbandes der deutschen Industrie fühl' her Reichskanzler weiter aus: Wenn Dr. Silver­berg auch keine allgemeine Zustimmung fand, so hat sich doch gezeigt, daß in immer weiteren Kreisen her Arbeitgeber diese Gedanken Anklang finden.

.... der Notwendigkeit eines einträchtigen Hand-in-Hand-Arbeitens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerschaft überzeugt ist, wer vom Arbeit­geber soziale Gesinnung und vom Arbeitnehmer wirtschaftliches Verständnis verlangt, wer von bei­den erwartet, daß sie ohne Einschränkung den Staat, wie er heute ist, anerkennen und an seiner Entwicke- & mitarbeiten, der leistet unserem schwer be­en Volk den besten Dienst; der leistet gute Arbeit im Sinne der Volksgemeinschaft.

le merite anerkannt. Im gleichen Monat wurde er zum Oberst befördert. Im September 1917 wurde er zum Chef des Generalstabes der Heeresgruppe Her­zog Albrecht ernannt, der bei Borbereitung der Frühjahrsoffensive 1918 die Aufgabe zufiel, durch Scheinunternehmungen den Gegner über die tat- lächliche Angriffsfront im unklaren zu hallen. Für die erfolgreiche Durchführung dieser Ausgabe erhielt

Gettevalobesft v. Heevinqen t«

Berlin, 9. Okt. Heuke vormittag ist der vor. malige preußische Kriegsminister Generaloberst von Heeringen im 77. Lebensjahre gestorben.

Josias von Heeringen wurde am 9. März 1850 in Castel als Sohn des Chefpräsidenten der Der- waltung des hessischen Fideikommisses geboren. Er trat am 11. April 1867 in das Füsilier-Regiment ! Rr. 80 ein, dem er bis 1877 angehörte. In besten l Reihen wurde er 1870 bei Wörth schwer verwundet.

chrte

dem

Wer von

Generalleutnant Heye, der neue Chef der Heeresleitung.

Generalleutnant Heye hat bereits unmittelbar

nach dem Kriege längere Zeit dem Reichswehrmini­sterium angehört. Er wurde am 31. Januar 1869 in Fulda als Sohn des Oberstleutnants Wilhelm Heye geboren und für den Offiziersberuf bestimmt. Sein Siammland ist Oldenburg. Nach Besuch der Kriegsakademie wurde er 1901 als Hauptmann in den Generalstab der Armee versetzt, trat Anfang 1906 als Generalstabsoffizier zur Schutztruppe für

_____ _jef des Generalstab^o^W^^^^^^W Obersten Heeresleitung zu besonderer Verwendung

zur Verfügung gestellt.

Im April 1919 wurde er zum Chef des General­stabes des Oberkommandos Grenzschutz Nord (Sitz Bartenstein i. Ostpr.), am 1. Oktober 1919 zum Chef des Stabes des Trüppenamts im Reichswehrministe- rium, am 1. Juni 1920 zum Chef dieses Amtes er­nannt, am 16. Juni 1920 zum Generalmajor beför­dert und mit Wirkung vom 1. April 1922 unter Be­förderung zum Generalleutnant zum Chef des Heeres-Personalamtes ernannt.

Mit dem 1. November 1923 wurde er zum Kom­mandeur der 1. Division und Befehlshaber im Wehr­kreis I ernannt.

Der Regierung ist die Mitarbeit aller Parteien willkommen, die die mühsam aufgebauke staat­liche Ordnung anerkennen und sich schützend vor sie stellt.

Wir brauchen alle Kräfte, die gewillt sind zur posi­tiven Mitarbeit. Nur so werden wir die schwierigen Ausgaben lösen, vor die wir im kommenden Winter gestellt werden. Wir können uns nicht den Luxus gestatten, große Parteien von vornherein mit dem Stigma der Regierungsunfähigkeit zu brand­marken.

llebergehend zur

finanziellen Lage

stellte der Reichskanzler zunächst fest, daß in den Monaten Juli und August eine gute Besserung auf der Einnahmeseite zu verzeichnen ist. Zweifelllos ist daraus auf eine größere Liquidität unserer Wirt­schaft zu schließen. Auf der anderen Seite ist aber nicht zu verkennen, daß auch die Ausgaben stark anaestiegen sind. Der demnächst dem Reichstag zu­gehende Nachtragsetat betrifft insbesondere die Ausgaben für die Erwerbslo enfürsorge, für das Arbeitsbeschaffungsprogramm, den Wohnungsbau, das Siedlungswesen und für die Fürsorge an be­sonders bedrängte Landesteile. Trotz verbes­serter Steuereinnahmen kann das ^eich froh sein, wenn es in diesem Z ° hre hart am Defizit vorbei kommt. Aor allem darf man nicht verkennen, daß wir in Rechnungsiahr 1927 ohne Reserven aus Ueber- Mussen der Vorjahre hineingehen. Wenn die oteichsregierung an dem Streben nach weite- ^en Steuererleichterungen fest hält, oarf nicht «verkannt werden, daß dies nur möglich MN kann bei einer befriedigenden Lösung des nmanhausgleichs. Daß mit der richtigen Gestaltung "^ Finanzausgleichs auch die Aufgabenverteilung zwischen Reich und Länder zusammenhängt, und sich hier um das finanzpolitische handelt, mit allem Nachdruck betonen. Daraus er- wjbt sich die Forderung, daß der gesetzgeberischen Neuregelung des Problems eingehende Erwä- üungen vorangehen müssen. Der Zeitpunkt für eine endgültige Lösung des Problems ist noch nicht ge- Mmen. Die Reichsregierung wird dafür sorgen, W tm nächsten Jahre das Gesetz zur endgültigen rfMiung des Finanzausgleichs dem Reichstag so- i^-'Wiinglich gemacht werden kann, daß für eine tt ^ ^" Durchberatung die erforderliche Zeit

keit aus. Die Regierung steht jedoch nicht tatenlos den traurigen sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Erwersblosigksit gegenüber. Sie geht bei ihrer Hilfe an-die äußerste Grenze der finanziellen Lei­stungsfähigkeit des Reiches. Die zur Verfügung stehenden Mittel müssen so eingesetzt werden, daß eine Belebung möglichst weiter Teile der Wirtschaft erreicht wird, um den Schlüsselgewerben Arbeit zu verschaffen und mittelbar auch andere Teile der Wirt­schaft anzukurbeln. Daneben muß vor allem die Förderung des Exports angestrebt werden. Im Zusammenhang mit dem Arboitsbeschasfungs- programm erklärte der Reichskanzler u. a., daß durch die Millionenaufträge von Reiâ)sbahn und Reichs-

post und durch das

und Reichs­

mgsprogramm ittionen Mark,

der Reichsbahn im W___________________

ferner durch den Bau von zahlreichen Wasserstraßen der eisenerzeugenden und eisenverarbeitenden In­dustrie. Aufträge in großem Umfange zugeführt wer­den. Er stellte dann fest, daß die bisherigen Ergeb­nisse bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit keines­wegs ungünstig sind. Wenn auch die Zahl der Er­werbslosen noch immer sehr hoch ist, so hat sie doch seit Aufstellung des Arbeitsprogramms, d. h. feit An­fang Juli, eine Verminderung um eine viertel Mil­lion erfahren. Dabei beginnen die meisten Maß­nahmen erst jetzt sich ouszuwirken. So kann erwartet werden, daß auch in den nächsten Monaten fort- ' 'jafft und die an sich ungünsti-

r Jahreszeit auf dem Arbeits-

schreitend Arbei gen Auswirkun! markt übermuni

Pi .1

Der Reichskanzler behandelte dann

das Problem der Arbeitslosigkeit und Einzel- veilen des Arbeltsbeschaffungsprogramms, ndem er bemerkte: Die vorhandenen Mittel reich! »«der mcht zur restlosen D-i-itiauna der Arbeitslast

Im Schlußteil seiner Rede erörterte der Reichs­kanzler die letzten internationalen (Ereignisse, wobei er zunächst

zum Abschluß des Stahlpaktes,

dessen wirtschaftliche Bedeutung man nicht unter­schätzen solle, ausführte: Der Stahlpakt werde durch die Beendigung des Schleuderverkaufes auf den aus­ländischen Märkten die Rentabilität der deutschen «isenerzeugenden Industrie erhöhen, ihr und ihren Arbeitern Beschäftigungsmögkichkeit geben, den Wert der deutschen Ausfuhr in diesen Erzeugnissen stei­gern, was von.besonderer Bedeutung für die Gestal­tung unserer Handelsbilanz ist. Auch die eisenver­arbeitende Industrie mit ihrer Arbeiterschaft wird Rutzen aus dem Abkommen ziehen.

Das Stochlabkommen bat aber eine über das rein ökonomische hinausgehende Bedeutung. Ls scheint mir nicht möglich, daß man innerhalb wichtiger füh­render Industrien wirtschaftliche Friedensakte ab- schließen und sich daneben politisch befehden kann. Das eine schließt da» anbete ans. denn mir wissen

doch alle, wie tief die Kriegsursachen in wirtschaft­lichen Gegensätzen begründet waren. So steht zu er­warten, daß auch auf politischem Gebiete eine wei­tere Entspannung eintreten wird, zunächst innerhalb des Kreises der beteiligten vier Länder, dann aber auch darüber hinaus, denn der Stahlpakt richtet sich gegen kein Land. Jedes andere Land kann ihm bei- treten. Die Erkenntnis der Gemeinsamkeit der In­teressen hat gesiegt und Konflikte aus friedlichem Wege zu lösen unternommen, für deren Beseitigung früher gar zu leicht polittsche Machtmittel verwandt worden wären.

Im Anschluß an

Deutschlands Eintritt in den Völkerbund erklärte der Reichskanzler schließlich: Die vrelum- strittene Politik der Verständigung hat uns ein gutes Stück weitergebracht.

Die Aera der Diktate und Ultimaten ist überwunden.

Weite Gebiete deutschen Landes, die jahrelang unter dem schweren Druck der Besetzung zu leiden hallen, sind frei und Deutschland ist vor einigen Wochen Mitglied des Völkerbundes geworden, der keinen Un­terschied kennt zwischen Siegern und Besiegten. Das ist das bisherige Ergebnis der «Verständigungspolittk, deren Gegner u*s noch nicht einen besseren und schnelleren Weg, zu Deutschlands wirtschaftlichem Wiederaufstieg zu gelangen, gezeigt haben, als den, den wir von London über Locarno nach Genf gegan­gen sind. Wir werden im Völkerbünde loyale Mit­arbeit leisten im Geiste der hohen Ideale, die dem Bunde gesetzt sind und hoffen, auf dies« Weise auch unsere Interessen aufs beste zu wahren sowie, die Jn- tereffen der deutschen Minderheiten, die von uns mit gutem Recht Schutz erwarten dürfen. Die eingehen­den Besprechmrgen von Thoiry sind eigentlich etwas Selbstverständliches gewesen, zwischen Nationen, die einem Bund angehören, dem die friedliche Lösung etwa auftauchender Streitfragen als erstes Ziel ge­setzt ist. Nock manche Schwierigkeiten werden zu überwinden sein, ehe wir zu einer befriedigenden Lösung der zwischen Deutschland und Frankreich fcljtnebenben (fragen kommen werden. Aber ich habe das feste Bettrauen, daß diese Lösung gefunden wer­den wird, well ich hüben und brühen den ernstlichen Willen sehe, sie zu finden. Einen Willen, der nicht

Gensralstab, 1895 Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 117, 1898 Generalmajor und Direktor des Armeeverwaltungsdepartements im Kriegsministerium, 1901 Generalleutnant, 1903 Kommandeur der 22. Division. 1906 General der Infanterie und Kommandierender General des 2. Armeekorps, 1909 Staats- und Kriegsminister. Als solcher hat er drei Heeresvorlagen im Reichstag vertreten, die von 1911, 1912 und 1913. Nachdem am 30. Juni die Militärvorlage angenommen wor- den war, trat von Heeringen am 4. Juli von seinem Amte zurück und wurde als Nachfolger des Fret- herrn von der Goltz zum Generalinspektor der zwet- ten Armeeinspektion (Berlin) ernannt. Am 27. Ja­nuar 1914 wurde er zum Generalobersten befördert.

Bei Ausbruch des Krieges erhielt Generaloberst von Heeringen bte Führung der linken Flügelarmee und warf mit dieser in der ersten Feldschlacht des Krieges die in das Oberelsaß eingedrungenen Fran­zosen bei Mühlhausen auf Belfort zurück. Dann erfocht er Schulter an Schulter mit den Truppen des Kronpttnzen von Bayern den Sieg zwischen Metz und Vogesen. Nach Belgien und Nordfrankreich herângezogen, griff er an der Aisne In den Kampf der von der Marne . zurückgèhenden ersten und zweiten Armee ein und brachte den Angriff der zwischen beiden eindringenden Franzosen und Eng­länder mit Teilen seiner 7. Armee auf den Höhen südlich Laon zum Stehen. Am 28. August 1916 wurde er zum Oberbefehlshaber der Küstenvertei­digung ernannt. Infolge Auflösung dieses Ober­kommandos wurde er dann im September 1916 von der Stellung als Oberbefehlshaber entbunden und am 18. November 1916 zur Disposition gestellt.

von Heeringen, der im Dezember 1924 seine goldene Hochzeit feierte, war seit 1919 Präsident des Reichskriegerbundes Kyffhäuser.

$fttëee.3f«0ff übev den SobemMevm»evslekh.

Berlin, 10. Okt. Der preußische Finanzminister Höpker-Aschoff versucht imBerliner Tageblatt" den Beweis zu führen, daß das neubeschlosiene Kompromiß gegenüber dem ursprünglichen Ver­gleich durchaus von Vorteil für den Staat sei. Ins­besondere tritt er den Befürchtungen entgegen, die sich vielfach an das dem Kaiserpaar zugestandene Recht knüpfen, in dem dem Staat zufollenden

erlebt haben. Wie immer auch die Schuldfrage bei den schnrerzlicheii Zwischenfällen aufgeklärt werden mag, das Eine ist gewiß, das Ziel der Besprechun­gen in Iboirp kann und darf durch iolck« vorkomm.

Schloß Homburg v. b. Höhe Wohnung zu nehmen. Dieses Wohnungsrecht bedeutet für den Staat keine finanzielle Belastung. Er bat keine politische Be­deutung, da politische Gründe, deren Entscheidung bei dem Reiche liegt, xeine Rückkehr des letzten Königs unmöglich machen und deshalb das Woh­nungsrecht höchstens einmal seiner zweiten Ge­mahlin zugute kommen kann. Die große Bedeu­tung des Vergleichs sieht Höpker-Aschoff mit Recht darin, daß dem Kampf, der um diese Fragen sonst von neuem entbrannt wäre und das Volk zerrisien und die Gegensätze der Parteien verschärft hätte, ein Ende bei eitet wird, daß die letzten sonderrechtlichen Beziehungen zwischen dem Staat und dem vor­maligen Königshouse gelöst werden und die Mit­glieder des vormaligen Königshauses in die Reihen der Staatsbürger mit allen Pf'ichi Vorrechte cingereiht werden und ihre alten Vorrechte von neuem freimt . . .

Allem Anschein nach wird die am Montag im preußischen Landtag beginnende Aussprache über bas neue Fürktenkonwromib nicht so ruhig ver-

tung des

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iten und ohne ' dadurch auf