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WVNr«eral Anzeiger ffir4W#M<m GiadL und Land

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Oana« GiadL und Land

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4. Wbtt

1926

Stresemanns große Rede in -Köln.

GvttttdsStzUche GvMävungen des ReithsaußenmiUiftevs zur AuHeu- und AnnenpoMiL auf dem sreichsvEiâs des Neutichen SolSsvavter.

Der Parteitag der-Deutschen Volkspartei ist zu Ende gegangen. In dem Mittelpunkt seines Verlaufes stand die Rede Stresemanns, der diesmal als Parteiführer sprach, aber doch mit dem vollen Gewicht des Staatsmannes. Mit

großem Interesse wird man auf dem ganzen Erdball diese Rede zur Kenntnis nehmen. Denn diesem Manne, der seit drei Jahren die Außen­politik der deutschen Großmacht leitet und der in dieser Zeitspanne außergewöhnlich populär

ffer Zeitspanne außergewöhnlich populär -den ist, gehört heute, nachdem er in Genf

gemori . ______

und Thoiry einen bedeutsamen Meilenstein seines Weges erzielte, mit Recht das Ohr der

Kahls Eröffnungsrede

besteht aus Worten des Dankes an die rheinischen Lande und die Stadt Köln für die deutsche Treue in der opfervollen Zeit der Fremdherrschaft, aus Worten wärmster Anerkennung für Stresemann, die von der Versammlung ftürmrfd) beklatscht werden, und aus Worten herzlicher Begrüßung an di« als Gäste erschienenen Vertreter der Großdeutschen Volks­partei in Oesterreich und der Deutschen National­partei in der Tschechoslowakei, sowie an die Vertre­ter aus den deutschen Grenzmarken und schließlich aus einem herzlichen Geburtstagswunsch für Hin­denburg. Die Versammlung billigt mit Freude die Absendung eines Glückwunschtelegramms an den Reichspräsidenten.

Das Gepräge dieses Parteitages liegt darin, daß er den Beweis erbracht hat, wie sehr die Deutsche Volkspartei mit ihrem Führer Strese­mann verwachsen ist. Dieses Ergebnis ist nicht ohne innere Kämpfe erzielt worden. Es hat der Partei auch einen immerhin beträchtlichen Anhang gekostet. Stresemann selbst hat in sei­ner Rede'darauf hingewiesen, daß die Deutsche

Vollspartei es gewagt habe, eine unpopuläre Außenpolitik zu unterstützen und daß sie dafür erhebliche Opfer habe dingen müssen. Doch sie hat es nicht umsonst getan. Der völlige Zusam- mentlana âLcksn dsr.Bartei undibremâ rer ist

Um Xll Uhr begann der Parteiführer Dr. GLvessmann seinen Vortrag über die politische Lage. Er iL CL aus:

führte

Zwischen dem Partellag, den wir vor zwei Jah­ren in Dortmund abhielten und dem heutigen Zu­sammensein liegt eine groß« Spann« außen- und innenpolitischer Entwicklung. Noch immer bestimmt hierbei di« Außenpolitik in erster Linie unser po­litisches, unser soziales, unser wirtschaftliches Sein. Lassen Sie mich daher von Dieser Entwicklung zuerst

sprechen.

Gewiß wird Dabei die Frage aufdauchen: Ist üb- eimMrteitag, h'erjür.her ^WpMLM. Meht

takt, den ich mit vielen bedeutenden Staatsmännern anderer Länder schon während der ersten Tagung gewonnen habe, außerordentlich hocy ein. In Lo- carno und Genf ist für uns die Grundlage geschaffen worden, die eine Bereinigung der zwischen Deutsch­land und seinen ehemaligen Kriegsgegnern schwe­benden Probleme ermöglicht.

Jetzt komme ich zu dem viel erörterten Thema einer

deulsch-sranzösischen Verständigung.

Ich glaube, daß die Tatsache nicht zu bestreiten ist, daß die deutsch-französische Verständigung der Kernpunkt jeder europäischen Verständigung und Befriedung ist und bleibt. Diese Frage ist das Kernproblem zukünftiger Entwicklung, ohne daß je­mand heute zu sagen vermag, ob in dieser Entwick­lung die Völker dem Wunsch und dem Willen ihrer Staatsmänner folgen.

Ich glaube an ben ehrlichen Verständigung»» mitten des Herrn französischen Außenministers.

Ich darf das eine sagen: ganz falsch ist es zu glauben, daß die Politik lediglich durch Mißtrauen bestimmt werden kann. Für mich steht das eine fest, daß das neue Deutschland und sein Wiederaufstieg nur auf dem Frieden basiert sein kann.

Der Friede ist allein die Grundlage jeder Meder­ausrichtung unseres Staates.

Das ist nicht das Ende deutscher AußenpolM, sondern der Anfang zu dem wahren Wiederauch«».

(Anhallender Beifall.)

Stresemann über die ZaneupokM.

Dr. Stresemann wandte sich dann der tatet« politischen Lage zu und erklärte, er sei well davon entfernt, die Parteien etwa als die alleinige Bet« " ' ' Bei der

nach dem

tretung des Deutschen Volkes anzus Bildung der vielen naionalen Derbc Niederbruch müsse man den Schrei Jugend nach Romantik, den Schrei Seele verstehen können. Aus dies heraus farm die Gründung des Jur dens begrüßt werden. Als bedenkli»

aber empfinden, wenn sich jetzt p , " fBe­strebungen in diesen Organisationen gellend machen. Die Organisationen geben bamit ihr Bestes fort, wenn sie sich in den Streit der fasteten einst«llsn. anstatt in die ganze deutsche Station. (Stürmischer Beifall.)

Stresemann ging dann auf die nmerpofltita« Verhältnisse in Sachsen ein und erklärte, daß Der Kampf um die Herrschaft im Lande nb" werden dürfe im Sinne des flaffent âi Proletariats gegen das Bürgertum. Es Verleugnung der Grundsätze der Deutschen Dolke- partei, denen nicht die Harro zu reichen, di« mit dem Bürgertum zusammen das Beste für das gange Volk herausholen wollten. Ein richtig verstândia«

tag so schr zum Ausdruck gekommen wie dies­mal in Köln. Daraus ergeben sich für die Poli­tik der Partei von selbst die Richtlinien. Sie steht weiter auf dem Gebiete der Außenpolitik hinter ihrem Führer. Sie hat am Samstag namentlich diejenigen Stellen der Stresemann- schen Rede unterstrichen, in denen Stresemann auf die Kriegsschuldfrage einging und Poincarè in sehr feiner und zugleich sehr deutlicher Form zurechtwies. Sie hat ebenso stürmisch Strese­mann zugestimmt, als er die weitere Besetzung deutschen Gebietes für eine Anomalie be­zeichnete.

Auch in der Innenpolitik wird der Kölner Parteitag Richtlinien geben. Stresemann hat vollkommen von dem Eingehen auf akute Fragen der Tagespolitik abgesehen. Bezeich­nend ist vor allem, daß der Parteitag es abge­lehnt hat, nach der einen oder nach der andern Seite hin sich für eine bestimmte Koalition zu entscheiden. Stresemann hatte einen außer­ordentlich starken Beifall, als er in seiner Rede unter Bezugnahme auf die sächsischen Verhält­nisse erklärte, wenn die Sozialdemokratie be­reit sei, auf den Klassenkampf zu verzichten und mit den bürgerlichen Parteien zusammen­zuarbeiten, so wäre es eine Verleugnung aller Grundsätze der Deutschen Volkspartei, wenn man ihr nicht die Hand reichen wolle. Aber ebenso fest steht ja auch, daß die Deutsche Volks­partei bereit ist, sich mit allen bürgerlichen Par­teien zur verantwortlichen Arbeit zu vereinigen. Stresemann stellte hier den Grundsatz auf, mög­lichst große Annäherung innerhalb der bürger­lichen Parteien und jede Bereitschaft dieser Gruppe, auch mit den Sozialdemokraten zu­sammenzugehen, wenn diese sich in das Ganze einzufügen gewillt sind. Auffallend ist, daß auf dem Parteitag von dem Vorschlag Iarres-Gayl überhaupt nicht die Rede gewesen ist. Dieser Vorschlag zielt bekanntlich darauf hin, eine Ar­beitsgemeinschaft mit der Rechten zu bilden. Schon in dem Zentralvorstand war man sich darin einig, daß dieser Vorschlag für die Partei Ast in Frage kommen könne. Infolgedessen scheint man davon abgesehen zu haben, ihn auf >em Parteitag überhaupt zu erörtern. Ob er ich immer unter den Tisch gefallen ist, läßt ich noch nicht sagen. Dies wird davon abhängig ein, wie sich die Sozialdemokraten im kom­menden Winter stellen werden.

MK

dahin beantworten: Jawohl, er steht ihm im Wege, wenn der Außenminister Außenpolitik als Partei- politik betreibt. Ich kann vor meinem Gewissen sagen, daß ich Das niemals getan habe. Die deutsche

Außeiipolitik hat jahrelang unter dieser Außenpoli­tik gelitten Sie ist deswegen der stärksten Befeh­dung ausgesetzt gewesen, sie hat dem Postulat der Außenpolitik die größten Opfer bringen müssen. Ich danke der Partei, der Reichstagsfraktion und daß sie stets in Zeiten stärkster Be­stimmung zu dem von mir für sach- mten gegeben hat. Ich glaub«, man

ihrer Führn:

drängnis Die Zust----------- .,

lich richtig Erkannten gegeben hat. Ich glaub«, kann sagen: Es gibt nicht eine Außenpolitik der Partei, sondern

nur eine deutsche Außenpolitik.

In ihren Zielen ist sich die große Mehrhatt des deutschen Volkes über diese Außenpolitik emtg. Ob sie richtig ist, wird an ihrem Erfolg zu messen sein. Lassen Sie mich die Absichten der Außenpolitik tm Zusammenhang erörtern.

Manche Aeußerung der deutschen OesfentlrckMt deutschen Außenpolitik ist nur zu verstehen ....... rgessen zu leicht.

zur ...,.. .

unter der UeberschriftWir neri, .

Erst langsam ist das Terrain wieder besser gewor­den. Jeder deutsche Auß«nmmist«r steht immer zwi­schen der großen Geschichte des deutschen Volkes und der deutschen Machtlosigkeit der Gegenwart. Der Minister wies auf den

Ruhrkamps

hin und erklärt«: Achtung jedem, der damals den Mut hatt«, di« V«rantwortunig für den Abbruch des Kampfes zu übernehmen, der unser Anfang für die Politik der Verständigung und des Wiederauf-

hin und erklärt«: Mut hatte, die V«i

baues gewesen ist.

Jeder deutsche Außenminister muß auchgegen die kämpfen, die im Innern beten: Unsere tägliche Illusion gib uns heute. Die Verständigungspolitik muß erkämpft werden, und bis heute dauert dieser Kampf an. Nicht nur bei uns, sondern auch bet an­deren Nationen.

D«r Minister gab dann einen Ueberbluf über die einzelnen Stadien der Verständigungspolitik und erklärte: Aus dem Wegs dieser Politik liegt die Erkämpfung ber deutschen Souveränität. Im Rah­men dieser Politik liegt Deutschlands Eintritt m den Völkerbund als ständiges Ratsmitglied.

Für die Außenpolitik stellt sich die Zugehörigkeit zum Völkerbund unter einem doppelten Gesichtspunkte dar, einmal

Köln, 2. Okt Im großen Saal« des Gürzenich zu Köln trat heut« unter ungeheuerem Andrang der eigentlich« 7. Parteitag der Deutschen Dolks- partei zusammen. Wie bei früheren derartigen Ge­legenheiten wird der greife Kahl zum Bor« 11B e n b e n des Parteitages bestimmt, neben ihm als Stellvertreter die beiden Fraktionsvorsitzenden >m Reichstage und im Preuß. Landtage, Reichs- Minister a. D. Dr. Scholz unb Abgeordneter Dr.

on Campe, sowie als Vertreter des ST' Rechtsanwalt Bokamp und Frau

unter dem der Bedeutung und der Bewertung oes Völkerbundes als solchem, zweitens unter dem Ge­sichtspunkte, daß unser Eintritt eine Etappe auf dem Wege außenpolitischer Enimicklwig ist. Es ist zu begreifen, daß bei uns in Deutschland dieser zweit« Gesichtspunkt vorherrscht. Es wär« eine Torheit, Die politische Realität zu verkennen, die die Genfer In­stitution darstellt. In Genf ist ein internationales Forum geschaffen worden, das schon durch die bloße Existenz seines ständig bereitstehenden Apparates - ""' "ungen ausubt.

grol

Das internationale Leben bedarf tatsächlich neuer Formen,

und in Genf ist zum mindesten ein wertvoller Ansatz- i punkt für diese Bestrebungen gegeben. Die Bedeu­tung der regelmäßigen Zusammenkünfte der Auß> Rheinlan- minister und führenden Politiker in Genf geht über u Neven- die Möglichkeit der Besprechung aktueller Einzel- fragen weit hinan». Ich persönlich schätze den Kon-

en-

ihm nicht voran

Wie aber soll dieser Friede möglich sein, wenn t die Verständigung oder wenn

da­rüber zu sagen, wie Die in okp eingeleiteten Verhandlungen zum Erfolg geführt werden können. Es bedarf der sorgfältigsten Prüfung aller hierbei in Betracht kommenden politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Fragen, und ich bin mir von vorn­herein darüber klar, daß die nächsten Monate, die der Vereinigung Dieser Fragen gelten, wieder Zeiten der schwersten Kämpfe und auch der GÄMId und Nervenprobe sein werden.

Die Politik von Thoiry

Es wäre

- und ÄnS-

Stresemann betonte unter erneutem Befind daß sich der Kampf der Deutschen Volkspartei gegen den Klaffenkampfcharakter als solchen

Falle Klasse

ch, auf welcher Seite er auftrete, ldemokratie in den Gedanken des mrück, dann gelte ihr entfchiedend» ster Kampf. Die Grundausfassung ie Bereitschaft eines sich verständi»

kann nach meiner Ueberzeugung, und wie ich glaube, auch nach der Ueberzeugung Briands, keine solch« Politik sein, die aus dem Ra",

Politik mit dem Ziel der Befriedung und des Wie-

lemetnen

deraufbaues Europas heraustritt. Es bedarf zu ihrer Verwirklichung auch der Beteiligung anderer Mächte und der Mitwirkung der für die Repara-

genden Bürgertums zur Verständigung mit ledem, der gewillt sei, den Klaffenkampfgedanken aufzp- aeben und die Hand zu reichen zu gemeinsamer Arbeit. Die Liebe zum alten Deutschland, so fuhr Dr. Stresemann fort, wird uns stets in Segnet« schaft gegen jeden sehen, der nicht empfindet, welche Kraftquelle der deutschen Seele der Gedanke der großen deutschen Vergangenheit ist.

Aber bas neue Deutschland, für das wir leben

»teilen. Ich rechne da-

tionszahlungen 3u]

mit, daß diese Politik in den anderen Ländern Ver­ständnis und Zustimmung findet. Dabei denke ich

besonders auch ah

die Bereinigten Staaten.

Ich möchte daher annehmen, daß auch die Ver­handlungen von Thoiry in der Linie der Politik der Vereinigten Staaten liegen werden und daß die Vereinigten Staaten jetzt auch die Absichten der Politik von Thoiry unterstützen, die darauf hinaus­gehen, in Europa einen wirklichen, ncht mehr durch die Gefahren fremder Besatzung gestörten, sondern gesicherten Frieden herbeizufuhren.

Es ist allerdings als schmerzlicher Nachklang zu ber Politik der allgemeinen Befriedung zu be­zeichnen, wenn neuerdings auf der Gegenseite von hoher verantwortlicher Stelle in der Oeffentlichkeit wieder

die alte Behauptung von der alleinigen Kriegs­schuld der Mittelmächte

verkü-ndet worden ist. M« Aufklärung ber Völker ist zu weit fortgeschritten, als daß derartige Be­hauptungen noch jetzt geglaubt werden dürften. Wir brauchen sie um so weniger zu fürchten, wenn diese Behauptungen sich zu einer Stellungnahme zu allen diesen Fragen erklären, deren Parteilichkeit vor aller Welt offen zutage tritt. Wir sind bereit, uns jedem unparteiischen Gerichtshof zu stellen, der die Ursachen des Weltkrieges untersucht. Di« Menschheit hat ein Recht auf Wahrheit in dieser Frage und nie­mand wird sich diesem Wunsche und diesem Rechte der Menschheit nach einem unparteiischen Schieds­gericht auf die Dauer widersetzen können.

Dr. Stresemann beendete dann seine Ausfüh­rungen zur außenpolitischen Lage und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß es möglich gewor­den sei, diesen Parteitag im befreiten Köln zu be­gehen. Er wies darauf hin, daß

die weitere Besetzung deutschen Gebiets eine Anomalie zur Lage der Völker in Europa

bedeute.

Wer nicht will, daß die von den Staatsmännern der Völker gewünschte Verständigung und das nach­barliche Zusammenleben immer aufs neue durch schwerste seelische Belastung aufs Spiel gesetzt wird, der schaffe die Ursache weg, die überhaupt derartige Belastungen ermöglicht. Das deutsche Volk erwartet, daß

bald alle Kirchen und Dome des Rheinlandes die Freiheit des ganten Rheialandes verkünden

werden.

zwingt uns auch gegen die ewig St es bestimmte Gesell darauf haben, den

hier den Kampf aufzunehmen steigen. Wir glauben nicht, daß

sie den alten Staat nicht haben erhalten können. Wir wünschen, daß in diesem Deutschland nicht der Mann des Parteibuches, sondern derjenige, der wirklich die Gewähr gibt, an seinem Platze nützen zu können, die Möglichkeit hat, mitzuwirken. Die Ueberwindung des Klaffengedankens muß die Vor­bedingung fein für den Gedanken der Volksgemein­schaft.' Es wäre wünschenswert, daß wir uns im Kampfe der Parteien und der einzelnen Schichten zur Objektivität hindurchringen könnten, mag man auch in heftigem Parteikampf gegen

die Deutschnationale Partei

stehen. Daß diese Partei in einer Persönlichkeit wie Dr. Helfferich einen der hervorragendsten, begab­testen Deutschen dem Deutschen Reiche zur Verfü­gung gestellt hat, unterliegt für jeden, der ihn ge- kann hat, keinem Zweifel. Daß dieser Mann in den Tagen, in denen sein Herzenswunsch, unter dem Kabinett Kuno seinen Finanzplan zur Durchführung M bringen, entzwei geschlagen wurde, doch dem Reichskanzler einer ganz anderen Koalitan seine Gedanken sofort wieder zur Verfügung stellte, zeigt, wie weit er über dem Partelgeist gestanden hat. Wäre es nicht an der Zeit, daß man über die Gren­zen der Parteien hinaus erkennt, was ein Mann wie der erste Reichspräsident für bas deutsche Volk gewesen ist.

Der A

fier wandte sich dann gegen die-

. gegen diejenigen Prsonen, die aus

ParteileKenschaft durch persönliche .Herabsetzung di« Enrgiequ«llen und die seelische Frische in den Men­schen zerstörten, die uns noch jur Verfügung stan­den. Die heutige Staatsform,

die deutsche Republik,

ben würd«, die jeden Tag gackern müßten, als ob die Republik dauernd bedroht märe. Die deutsche Republik würde längst sicher fundiert sein, wenn sie es verstanden hätte, den Imponderabilien der Volksseele Rechnung zu tragen. Eine Synthese mit dem Alten müßt« gefunden werden. Für diejenigen, die noch mit sich kämpfen, gebe es nur die Parole- hinein in den Staat

Aus nationalen Gründen dürfe kein Deutscher die Frage der Staatsform in Zweifel ziehen.