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Nr. 214

Montag Den 13. September

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Kläranlagen, 1 Million Mark für Straßen­bauten, 9,5 Millionen für Grundstücksankäufe und Bauten, 1,9 Mill, für Tiefhauten (Brücken­bau), 13,9 Millionen für die Marktverwaltung (Großmartthallc), 2 Mill, für die Hafenbe­triebe und 20 Mill, für den Wohnungs- und Siedlungsbau einbegriffen. Der Magistrat be­antragt bei der Stadtverordnetenversammlung die Verrechnung dieser Ausgaben auf Anleihe­fonds in ihrer Eefamthöhe noch formell zu beschließen, um beim Bezirksausschuß die Ge­nehmigung der Aufnahme dieser Anleihe bis m 50 Mill. Mark erwirken zu können. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich in der ver­gangenen Woche wenig verändert. Zu Beginn der Berichtswoche standen 24 902 (25 036) Arbeitssuchende zur Verfügung. Dazu haben 161 (1440) Personen erneut um Arbeit nach- aefragt, sodaß die Gesamtzahl der vorliegenden Arbeitsgesuche 26 563 (26 476) beträgt. Nach Abschluß der Vermittlungstätigkeit standen hiervon nach 24 668 Arbeitssuchende zur Ver­fügung. Das Stellenangebot hat sich in ver­gangener Woche etwas gebessert. Die Ab­teilung Gartenwesen des Siedlungsamtes hat eine meihe von Notstandsarbeiten vorbereitet, die sich vor allem zur Verwendung von Jugendlichen im Alter von 1619 Jahren eig­nen. Es handelt sich hierbei um die Herstellung von Spielwiesen und Erholungsflächen für Erwachsene mit einem Kostenaufwand von 472 300 Mark, sowie um die Herstellung von Kinderaufenthaltsplätzen (Spielplätze) einem Kostenaufwand von 133 100 Mk.

mit Die

starke Belastung der Erholungsflächen im Ost­part und im Hutpark macht eine Entlastung dieser Flächen dringend notwendig. Für die Kinderspielplätze kommen hauptsächlich die­jenigen für die Kriegsbeschädigtensiedlung Do- names, am geschlossenen Friedhof Eckenheim, für dis Altstadtkinder am Mainwasen und im Nizza in Betracht. Ferner ist die Herstellung des Dörnigheimer Platzes am Ostbahnhof und die Herrichtung des Sommerhofparkes als Volkspark, sowie die Herstellung eines Erho­lungsplatzes im Prüfling vorgesehen. Die Arbeiten sollen vorbehaltlich der Gewährung entsprechender Mittel, Zuschüsse und Darlehen aus staatlichen Mitteln ausgeführt werden.

Frankfurt a. M., 11. Sèpt. In der Nacht vom 3. auf 4. August wurde der Artist Lippold ins Heiliggeist-Hospital eingeliefert und starb tags heraus ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Lippold hatte eine starke Schädelverletzung, es war auch nur be­kannt geworden, daß er am Gutenbergdenk­mal schwer verletzt aufgefunden worden sei und daß ihn ein Auto ins Spital gebracht hatte. Seine Begleiter in der fraglichen Nacht waren der Kriegsinvalide Bertram und der Maurer Reich. Beide bekundeten bei der Polizei, daß Lippold längere Zeit von funden Leuten auf dem Nachhauseweg verfolgt worden sei, daß /te stèam, Salzhaus von ihm. getrennt hätten und daß dann später am Gutenbergdenkmal ein Ueberfall stattgefunden habe, an dem einige junge Leute, deren Aussehen teilweise glaubhaft beschrieben wurde, beteiligt gewesen seien, die bei ihrem Erscheinen die Flucht er­griffen. Die Polizei hatte von vornherein bei ihrer Untersuchung einen gewissen Zweifel in die Angaben des Bertram und Reich gesetzt und sie hat damit auch Recht behalten. Wenn es auch zunächst nicht gelang, den Fall rest­los zu klären, so konnte doch festgestellt wer­den, daß es sich wie der damalige abschlie­ßende Polizeibericht bekundete, nicht um einen politischen Mordanschlag gehandelt hat. Es ist der Polizeh nunmehr gelungen, den Fall rest­los zu klären. Lippold war an jenem Abend mit seinen beiden Freunden in einer Animier-

Ku beschwichtigen, daß man sich wohl oder übel zu der Streichung der Szene entschlossen habe, um die überlange Dauer der Vorstellung «u kürzen.

. ? Der Papst als Autor. In unterrichteten Kreisen Roms will man von einer Persönlich­keit aus der Umgebung des Papstes erfahren haben, daß Pius XI. zurzeit mit der Nieder­schrift eines Buches beschäftigt sei, das sich in ver Hauptsache mit historischen Fragen beschäf- nge. Es verlautet allerdings noch nichts darüber, ob die schriftstellerische Arbeit des Heiligen Vaters als Buch herausgegeben und der breitesten Oeffentlichkeit zugänglich ge­macht werden soll, oder ob es nicht vielmehr ?/^uuskript bleiben und in den vatikanischen Archiven verwahrt werden wird.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Dienstag, 14. September, 7 Uhr: »Son Juan". Mittwoch, 15. September, 7.30 7 9n:/,'?occacc*0"- Donnerstag, 16. September, 30 Uhr:Cavalleria rusticana" hieraufDer âia^zo Freitag, 17. September, 7 Uhr:Fi- °Lw - Samstag, 18. September, 7.30 Uhr: "in ' Sonntag, 19. September, 6.30 Uhr: Der Rofenkavalie?.

o chauspielhaus. Dienstag, 14. September, ? Uhr:Schluck und Jau". Mittwoch, 15. Sep- ^UHr:Bürger Schippel". Donners- Q9. 16. September, 7.30 Uhr:Nibelungen" Freitag, 17. September, 7.30 Uhr: a-^lungen 1. Teil. Samstag, 18. Septem- 8 Uhr-Bürger Schippels Sonntag, 19. September, 7.30 Uhr:Nibelungen" 1. Teil.

Humor.

Ein eingebildeter Geck erklärte seiner Tischdame: Tabak bringt bei mir die wohtätigsten Wir- 'gm hervor. Mein Verstand wird klarer, das geht mir leicht von der Zunge, meine Rede ® farbiger, die Phantasie lebhafter, kurz... -Verzeihen Sie", unterbricht ihn die Dome boshaft, leit wann haben Sie das Rauchen eingestellt?"

Polizeistunde hatten sie das Lokal verlassen und verübten allerlei Unfug in ihrem etwas stark angeheiterten Zustand. So wurde u. a. eine Wette gemacht, daß man sich in einem Schaukasten, der an einem Hause in der Weißadlergasse angehängt war, setzen könne. Lippold verlor diese Wette, und nachdem noch einige Laternen erklettert waren, machte er seinen Freunden den Vorschlag, nach dem Gutenbergdenkmal zu gehen, er sei Artist und wolle das Denkmal erklettern. Gesagt, getan, die drei begaben sich nach dem Gutenbergdenk- mal und bei der Kletterei ist Lippold, der ziemlich hoch hinaufgeklettert war, herunter- gefallen und hat sich so die schwere Schädel­verletzung zugezogen. Seine beiden Freunde waren bestürzt ob dieses Ausgangs und legten ihn in das um das Denkmal gepflanzte Ge­büsch. Nach einiger Zeit holten sie dann das Auto und vereinbarten auch Miteinander, was sie am anderen Tage der Polizei angeben wollten.

Homburg v. d. H 11. Sept. Wie derTau- nusbote" erfährt, plant man, dem Feldberg­turm ein Uebernachtungsgebäude für die wan­dernde Jugend anzugliedern und den Turm, dessen Grundstein jetzt gerade vor 25 Jahren gelegt wurde, selbst einer gründlichen und durchgreifenden Erneuerung zu unterziehen.

Wiesbaden, 12. Sept. Das erweiterte Schöffengericht verurteilte den 30jährigen Rechnungsbuchhalter beim hiesigen Magistrat, der zu ungunsten der Stadtverwaltung inner­halb eines Jahres etwa 28 000 Mark unter­schlagen und vollständig verspielt hatte, zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis.

Batz Nauheim, 12. Sept. Im benachbarten Niedermörlen hat ein 13jâhriger Schüler seine Großmutter beim Spatzenschießen durch einen Schuß in den Kopf verletzt. Der Junge wollte seiner Großmutter zeigen, wie das Spatzen- schießen vor sich geht. Dabei ging das Gewehr los und die Kugel drang der alten Frau in den Kopf. Die Verletzung ist jedoch nicht lebens­gefährlich.

Gießen, 12. Sept. In Anwesenheit zahl­reicher Vertreter der Behörden der Provinz Oberhessen und der Stadt Gießen, sowie vieler hervorragender Persönlichkeiten aus Stadt und Land wurde heute vormittag.die Garten­bau- und Elektrizitätsausstellung in Gießen er­öffnet. Der Vorsitzende des Ausstellungsaus­schusses, Beigeordneter Dr. Seip, hielt die Er­öffnungsansprache, in der er den hohen wirt­schaftlichen Wert der Ausstellung für Handel. Gewerbe und Verkehr von Stadt und Land betonte. Nach einem Rundgang, der eine große Fülle sehr sehenswerter Ausstellungsgegen­stände offenbarte, vereinigte man sich zu einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem Oberbür­germeister Keller in beredten Worten das große hervorragend gelungene Ausstellungs- Unternehmen pries. Der Besuch war bereits am Nachmittag außerordentlich stark. .Seitens Les Gießener Verkehrsoereins ist gleichzeitig ein Schaufensterwettbewerb der hiesigen Geschäfte veranstaltet worden, der die Werbereklame in vielfacher Gestalt zeigt. Auch diesem Beginnen wird allgemein reges Interesse entgegenge­bracht. Am heutigen Sonntag wurde die Aus­stellung, namentlich von auswärts, außer­ordentlich stark besucht. Nachmittags wurde ein reich geschmückter Blumenkorso durchgeführt, an dem sich zahlreiche hiesige Vereine und eine Reihe hiesiger Firmen mit festlich geschmückten Wagen beteiligten.

Hersfeld, 10. Sept. In der gestrigen Stadt­verordnetensitzung wurde beschlossen, mit dem Erweiterungsbau des Landkrankenhauses mög­lichst bald zu beginnen. Stadt und Kreis sollen für den Erweiterungsbau je 50 000 Mark Dar­lehen geben und einen Zinszuschuß in Höhe von 3 Prozent gleich 1500 Mk. im Jahr tragen. Weiter wurde die Aufnahme einer Anleihe bis zu 200 000 Mark einstimmig bewilligt, ebenso die Aufnahme eines weiteren Kredits zur För­derung des Wohnungsbaues aus Reichsmit­teln, wovon dem Regierungsbezirk Cassel 2 000 000 Mk. zur Verfügung gestellt worden sind

Cassel, 11. Sept. Wie dasCasseler Volks­blatt" aus sicherer Quelle erfahren haben will, soll der Angestellte bei der Kreiskasse des Landkreises Cassel Heinrich Böddiger aus Ehringen erhebliche Summen veruntreut haben. Schon seit einiger Zeit war in dem Heimatdorf Böddigers aufgefallen, daß dieser ein sehr üppiges Leben führte. Schließlich wurden diese Unterschlagungen entdeckt, und der ungetreue Beamte wurde verhaftet und dem Unersuchungsgefängnis zugeführt. Meh­rere Gemeinden sollen durch die Untesschla- gungen erheblich geschädigt worden sein.

Hannover, 11. Sept. Die Zahl der im städtischen Krankenhaus 1 und dem Kranken­haus Siloah untergebrachten Typhuserkrank­ten und der Kranken, bei denen Typhusver­dacht vorliegt, belief sich am Samstagvormtttag auf 167 im Krankenhaus 1 (120 Männer, 42 Frauen und 5 Kinder) und 90 im Kranken­haus Siloah (21 Männer, 62 Frauen und 7 Kinder). Die in Berlin angeforderten Döcker- schen Baracken werden voraussichtlich im Laufe des Samstag noch eintreffen und dann sofort hergerichtet werden. Um für den Fall, daß sich die Zahl der Kranken noch stark vermehren sollte, gerüstet zu sein, wird eine Schule ge­räumt und zur Unterbringung von Kranken eingerichtet. Ctwa 100 Betten sollen dort auf- aestellt werden. Im allgemeinen wird die Krankheit dahin beurteilt, daß die Infektion zwar eine sehr ausgebreitete ist, die Krankheit selbst aber als gutartig bezeichnet werden kann, insofern, als die Giftigkeit des Typhus­bazillus eine verhältnismäßig geringe ist, so daß die Krankheit selbst in sehr vielen Fällen in ihrem vollen Ausmaß überhaupt nicht zur

Auswirkung kommt. Nach einer telephonischen Meldung der Regierung in Hannover sind, wie dem amlichen Preußischen Pressedienst aus dem Volkswohlfahrtsministerium mitgeteilt wird, bisher drei Typhusfälle tödlich verlaufen. Als Ursache der Erkrankungen ist wahrschein­lich die Infektion eines der drei Hannover mit Wasser versorgenden Wasserwerke anzuneh­men. Bereits vor mehreren Wochen wurde an­läßlich zahlreicher plötzlich auftretender Ma­gen- und Darmerkrankungen festgestellt, daß das Wasser dieses Werkes eine hohe Keim­zahl auswies. Offenbar ist vor mehreren Wochen gleichzeitig mit dem Eindringen von Keimen auch ein Einbruch von Typhusbak­terien in die Leitug erfolgt. Die eigentliche In­fektionsquelle ist aber durch die bereits vor mehreren Wochen getroffenen Maßnahmen beseitigt, und es ist nicht anzunehmen, daß sich zurzeit noch Keime in der Wasserleitung be­finden. Immerhin muß mit weiteren Erkran­kungen gerechnet werden, da es möglich und in gewissem Grade sogar wahrscheinlich ist, daß die Krankheitskeime vor einigen Wochen von zahlreichen Personen ausgenommen wor­den sind. Insbesondere muß auch mit Kontakt­fällen gerechnet werden, d. h. mit solchen Er­krankungen, die durch Berührung mit den jetzt Erkrankungen verursacht sind.

Nidda, 11. Sept. Am nächsten Mittwoch, den 15. September, findet in Nidda eine Dorf­kirchentagung statt. U. a. werden sprechen Pastor E. Traum-Schwarz (Provinz Sachsen) über: Alte und neue Wege im dörflichen Kon­firmandenunterricht, der Prälat der hessischen Landeskirche Dr. Diehl-Darmstadt über: Hessi­sches Reformationsjubiläum von 1526 und feine Feier in Kirche und Schule.

Bensheim, 11. Sept. Auf einer Radtour von Lorsch nach Rohrbach bei Reichelsheim i. O. stürzte der Oberjustizinspektor Egner von Lorsch derart schwer vom Rade, daß er sofort tot war. Er wollte seiner in Rohrbach verhei­rateten Tochter einen Besuch abstatten.

Ehrenbreilslein, 12. Sept. Ein nachts vom Dienste heimkehrender Bahnbeamter wurde am Rheinufer von zwei Männern aus Bendorf überfallen, mit den Stöcken über den Kopf ge­schlagen, seiner Mappe beraubt und schließlich in den Rhein geworfen. Die flüchtig gegan­genen Täter vermuteten in der Mappe Geld, fanden aber nur Abrechnungspapiere. Der Ueberfallene entging nur dank dem Umstande» daß der Rhein an der betreffenden Stelle ge­genwärtig sehr seicht ist, dem sicheren Tode.

Münster am Stein, 11. Sept. Gestern vor­mittag wurde in Altenbamberg die ledige Philippine Dern mit einem Schuß im Herz tot aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft und die Gendarmerie haben die Angelegenheit in den Händen: es wird allgemein Raubmord ver­mutet. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Koblenz, 10. Sept. Aus Anlaß des 150. Ge­burtstages von Joseph Görres hält die Görres­gesellschaft ihre diesjährige 50. Generalver­sammlung in der Zeit vom 11. bis 16. Sep­tember in Koblenz ab. Bei dieser Gelegenheit will auch die Stadtverwaltung den größten Sohn der Stadt durch mehrere Veranstal­tungen in besonderer Weise ehren. In der Rheinhalle findet vom 11. bis 26. September eine Görres-Gedächtnis-Ausstellung statt, die ein anschauliches Bild von der Persönlichkeit und der Zeit des großen Publizisten geben soll. Ferner soll eine öffentliche Gedenkfeier eine Reihe von Ehrengästen, die Mitglieder der Görresgesellschast und der Bürgerschaft der Stadt am Dienstag abend in den Sälen der Städt. Festhalle vereinigen. Bei dieser Ge­legenheit wird der Präsident der Görresgesell­schaft, Geheimrat Prof. Dr. Finke (Freiburg i. B.) eine Gedächtnisrede halten. Zum An­denken an Görres soll schließlich in den Rhein­anlagen vor dem Mittelbau des Schlosses ein Görresdenkmal entstehen, dessen Grundstein­legung am Mittwoch erfolgen soll.

Lorch a. Rh., 11. September. Infolge Ver­sagens der Steuerung stürzte ein nach Aß­mannshausen fahrendes Personenauto die vier Meter hohe Ufermauer in den Rhein hinunter, wobei es sich überschlug. Unter Ausbietung aller Kräfte gelang es den Insassen, sich zu be­freien und sich aus dem Waffer zu retten. Glücklicherweise erlitt niemand bei der nassen Fahrt irgendwelche Verletzungen, während das Auto schwer beschädigt wurde.

Simmern, 11. Sept. Ein mit sieben Per­sonen besetztes Auto aus Kreuznach fuhr heute nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr unweit des Bahnhofes Ebschied an einem Bahnübergang in den von Boppard kommenden und nach Simmern fahrenden Personenzug. Durch die Heftigkeit des Anpralls wurden die Insassen aus dem Wagen geschleudert. Dr. Jakobs von der Chemischen Fabrik Kreuznach erlitt sehr schwere Verletzungen, sodaß der Tod unmittel­bar nach dem Unfall eintrat. Die weiteren In­sassen wurden schwer und leichter verletzt und wurden mit der Bahn nach Simmern trans­portiert, wo sie Aufnahme im Krankenhaus fanden. Das Auto selbst ist vollständig zer- trümmert.

Groß-Ostheim, 12. Sept. In der vergange­nen Nacht gegen 1 Uhr brach in Groß-Ostheim aus bisher unaufgeklärter Ursache Großfeuer aus, dem vier Scheunen mit Anbauten und ein Wohnhaus zum Opfer fielen. Mehrere aus­wärtige Feuerwehren mußten bei der Löschung des Brandes eingreifen. Um 5 Uhr morgens war das Feuer soweit niedergekämpft, daß keine Gefahr mehr für die Anlieger bestand. Die Abgebrannten befinden sich in Vaunot- versicherung. Der Schaden wird auf etwa 30 000 Mk. geschätzt. Bei den vier Geschädigten I ist die gesamte Ernte verbrannt. Das Vieh und die landwirtschaftlichen Geräte und Ma-1

schinen konnten noch gerettet werden. Die ob­dachlos gewordene Familie des Landwirts Kehrer wurde in einem Notquartier unter­gebracht.

Karlsruhe, 11. Sept. Am 9. d. M., abends 10 Uhr, entgleiste bei der Ausfahrt des Ver- sönenzuges 536 aus dem Bahnhof Königs­hofen (Amt Tauberbischofsheim) der Tender der Lokomotive und der Packwagen. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden ist nicht be­deutend. Die Ursache des Unfalles ist der Bruch einer Tenderdrahtfeder. Die Verkehrsstörung ist bereits gehoben.

Rundfunk-Programme.

Srantfurt (470 Meter) und Lagel (275 Meter).

Montag, 13. September: 4.305.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Alte Tattzmusik: 5.456.05 Uhr: Die Lesestunde (Die Novelle):Synnöve Solbakken" von Björnson; 6.156.45 Uhr:Aus dem Spessart", Bortrag von Georg Keimel; 6.457.15 Uhr:Das heutige Athen", Bortrag von Hans-Leo Abshagen; 7.15 Uhr:Das Locheimer Liederbuch", 'Bortrag von Dr. Felix Günther-Berlin: 8.159.15 Uhr: Klavier- Abend Michael Zadora-Berlin; 9.1510.15 Uhr: Arien und Duette.

Dienstag, 14. September: 4.305.45 Uhr: Kon­zert des Hausorchesters: Luigi Cherubim (geb. 14. September 1760); 5.456.05 Uhr: Die Lesestunde: Aus dem RomanPitt und Fox" von Friedrich Huch; 6.156.45 Uhr: Die Bücherstunde; 6.45 bis 7.15 Uhr: Uebertragung von Cassel: Bortrag non Alexander Paul Fröde überAmerika-Rationali­sierung und europäische Wirtschastsausgaben": 7.15 bis 7.45 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus: 7.453.15 Uhr: Die Schachstunde: 8.15 Uhr:Ein Glas Eppelwein" oderUrsachen und Wirkungen", Lokallustspiel in zwei Abteilungen und drei Bildern von E. H. A. Hallenstein; Anschließend: Neue Schall­platten.

Mittwoch, 15. September 121 Uhr: Ueber- ' tragung des Promenadenkonzertes am Lachhannes;

3.304 Uhr: Die Stunde der Jugend:Tassilo, der Bayernherzog, oder wie Karl der Große Auflehnung bestrafte"; 4.305.45 Uhr: Konzert des Haus, orchefters: Neue Operretten; 6.307 Uhr:Indianer- sprachen und ihre Literaturen", Dortrag von Dr. Ludwig Harold Schütz; 77.30 Uhr: Uebertragung vom Mannheimer Besprechungsraum:Mannheims Museen", Vortrag von Museumsdirektor Professor Dr. Fr. Walter; 7.30 Uhr: Uebertragung aus dem Frankfurter Opernhaus:Boccaccio", Operette in drei Akten von Zell und Gene, Musik von Franz vor Suppë.

Das ist nun aber ein gar ielltsames Tier oder nicht? Unser Zeichner hat für Euch eine nette Zeich­nung vom Storch gemacht. Seht, da es nun bald Herbst wird und auch die Störche nach dem warmen Süden ziehen, da haben wir gedacht, daß solch em Langbein" recht schön ist als Erinnerung an die chönen Sommertage mit ihren noch schöneren Ferien. Wenn dann die lebendigen Störche alle fortziehen, müßt A)r gut aufpassen, daß der Eure nickst auch mit fortfliegt. Ihr könnt ihm vielleicht einen Käfig bauen, wie Ihr ihn im Zoo seht, damit er nicht ort kann. Borher aber müßt Ihr ihn fein auf nicht zu dicken Karton attfflebén und dann sorgfältig mrs- chneiden. Die verschiedenen Teile setzt "uuk rät Papierklammern zusammen, damitIhr chn be­wegen könnt. Nun versucht es einmal!

Berantmorfli* für »erlag und Dnâ-U P aal »ad; tat dun rebaftioneUen Gesamttnhan: Rickard Hu 1 is chx Mr AnZ^^ und JUflamen: St a g I ft 3 r ff 6 â.ln »°m°, ^