201. Jahrgang.
Hanauer 8 Anzeiger
General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land.
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Nr. 214
Montag den 13. September
1926
Vomvenaitentat mtfMM
Der Diktator unverletzt. — Sechs Personen verwundet
Rom, 11. Sept. Gegen das Auto Musso- Dnis wurden am Samstag morgen zwei Bomben geworfen. Mussolini und seine Begleiter blieben unverletzt. Einige Passanten sollen je- doch verwundet sein. Der Täter ist ein soeben aus Frankreich zurückgekehrter italienischer Arbeiter. Die Bomben durchschlugen das Wagenglas, fielen aber auf die Strafte und explodierten erst, als der Wagen bereits vorüber war. Um die Mittagszeit durchzogen große Masten die beflaggte Stabs. Bisher werden keine Zwischenfälle gemeldet.
Der deutsche Geschäftsträger sprach als erster fremder Vertreter Mussolini Glückwünsche über den mißlungenen Anschlag aus.
Ueber den Anschlag werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Durch die Explosion der Bombe sind ein Zeitungsverkäufer, ein Straßenkehrer und vier Passanten verletzt worden. Der Straßenkehrer besaß noch soviel Geistesgegenwart, sich auf den Täter zu stürzen und ihn festnehmen zu lassen. Es entstand ein großer Menschenauflauf; die Polizei konnte nur mit Mühe verhindern, daß der Verbrecher von der Menge gelyncht wurde. Der Anschlag ist bei der Porta Pia verübt worden, durch die seinerzeit die päpstlichen Truppen in das päpstliche Rom eingezogen sind. Der Täter ist der 18jährige Steinhauer Hermes G i o D a n n i n i, der aus dem toskanischen Torfe Castelnuovo di Garfagnano stammt. Er erttarâ erst aus u.e in JiluslaiiäA^BLtia&ixafiom
nschlag unverzüglich nach
cÄ Ausweis überschritten zu haben. Musso- smi fuhr nach dem Anschlag unverzüglich nach dem Palazzo Chigi, wo er, wie es in den römischen BlätlermelLungen heißt, seine üb» Wn Regierungsgeschäfte besorgte.
Die Nachricht von dem Anschlag hat in Rom und in ganz Italien große Erregung hervorgerufen. Um Kundgebungen und Ruhestörungen zu verhüten, ist die Ausgabe von Extrablättern, wie jede sensationelle Aufmachung der Einzelheiten Les Attentats ver- voten worden. Sie Zeitungen dürfen vorläufig nur ein amtliches Kommunique ver- rifentlichen. Das Gerücht von dem Anschlag verbreitete sich in Rom wie ein Lauffeuer. Alle Strafen und Häuser waren sofort mit Fahnen bedeckt. Eine große Menge füllte die Straßen und brach fortwährend in Hochrufe auf us f o I i n i aus. Vor dem Palazzo Chigi wurden dauernd begeisterte Ovationen darqe- bracht.
Der Attentäter das Werkzeug einer Verschwörung.
Blättermeldungen aus Rom zufolge hat sich herausgestellt, daß der Mann, der den An- W-ag auf Mussolini ausgeführt hat, falsche Personalien angegeben halte. Er heißt in Wirk- "chreit Gino Lucetti. Auch kam er nicht direkt aus Frankreich, sondern weilt schon seit dem 2. Februar in Rom. Da die Polizei annimmt, daß er das Werkzeug einer weitverzweigten Verschwörung ist, wurden zahlreiche Verhaf- lunaen vorgenommen.
Rach einer Pariser Meldung des „Montag" soll der französische Geschäftsträger in Rom im «uftrag der französischen Regierung bei Musso- lini offiziell gegen den Artikel des „Giornale d 3fa(ia“ protestiert und der Erwartung 2tus- oru(f gegeben haben, daß die italienische Re- merunq Maßnahmen ergreifen werde, um eine Irreführung der öffentlichen Meinung in Italien zu verhindern.
Einführung der Todesstrafen in Italien.
Berlin, 12. Sept. Die sofort nach dem Attentat auf Mussolini zusammengetretene italienische Kammer hat einstimmig die Einführung Ler Todesstrafe gefordert, die seit einem Menschenalter nicht mehr In einer Ansprache an das Volk er»
rung
Italien
kannte. _ ...... ^,.(Fluwt Ull UU3
Horie Mussolini, daß er die Todesstrafe wieder rmsühren werde. Dann richtete er folgende -tvorte an die Adresse Frankreichs: Die jenseits der Grenze beliebte Toleranz gegen seine pcinde müssen ein Ende haben, wenn das lreundschaftliche Verhältnis zwischen beiden oolkern nicht leiden sollte.
Die faszistische Presse ist ungeheuer aufge- Mt und der rechte Flügel der Faszisten ep Hart, gemalt mit Gewalt vergelten zu wolle: Vie Empöruno ,richtet lieb in der ßahytfacbe
gegen die Emigranten und beschuldigt sogar die französische Regierung. Die Presse fordert von Frankreich die Auslieferung sämtlicher italienischer Verbrecher. Die französische Regierung wird offen für die faszistenfeindliche Bewegung verantwortlich gemacht und ihre Politik als nicht mehr erträglich bezeichnet. Um Unruhen vorzubeugen-, wurden alle faszistischen und ein Teil der regulären Truppen mobilisiert.
Schuld hat — Frankreich!
Rom, 11. Sept. Zu dem Attentat auf Mussolini schreibt „Giornale d'Jtalia": Wir wollen mit aller Ruhe, aber auch mit aller Entschiedenheit sagen: Es ist an der Zeit, daß die verantwortliche französische Regierung ihre Aufmerksamkeit lenkt auf die Tragweite und die Folgen der eigenartigen Gastfreundschaft und der Freiheiten, die den Feinden des italienischen Faszismus sowie ihrer Agitationen und ihrer Organisationen gegen die italienische Regierung gewährt wird. In Italien findet man es unerträglich, daß eine fremde Regierung auf ihrem Territorium die Veröffentlichung von Zeitungen und eine Agitation von Ausländern gestattet, die sich als eine tatsächliche Aufforderung zum politischen Verbrechen gegen die Regierung Italiens kennzeichnen lassen. Man muß die Lage unbedingt klären, man muß wissen, ob Frankreich wenigstens neutral blei- dem ita
Regierung ist allen Mit
Note der
oder ob es im
ègenteil den Antifaszismus unterstützen will und so eine Art Verantwortung eigenartiger Natur an den Verbrechen, welche aus dieser Agitation entstehen, auf sich nehmen will, mit Rücksicht darauf, daß diese Verbrechen auf französischem Territorium vorbereitet worden sind. Bei der Aktivität dieser Elemente, welche die französische Regierung geduldet oder geschützt hat, während sich die ita- lienifdfe Nation einmütig um den ersten Minister schart, will Italien klar sehen, wo sich seine Freunde und wo sich seine Feinde befinden."
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Bezeichend an diesen gewaltsam konstruierten Vorwürfen des römischen Blattes ist der außerordentlich gereizte Ton. Aus ihm spricht nicht die Sorge um den Duce, nicht die mo= men tane Erregung über das neue Attentat, sondern die wachsende allgemeine Mißstimmung gegen Frankreich. Ein Zufall wird aus- gebeutet, um Propaganda zu machen für den politischen Standpunkt Roms in dem italienischfranzösischen Kampf um das Mittelmeer.
Eine Ansprache Mussolinis.
Rom, 11. Sept. (Stefani). Mussolini hielt vom Balkon des Palazzo Chigi folgende Ansprache an die Menge: Römer! Schwarzhemden! In den begeisterten Rufen, mit welchen Ihr mich zum dritten Mal auf diesem Balkon begrüßt (Rufe der Menge: Zum letzten Mal!) fühle ich Euren ganzen Glauben, Eure vollständige Ergebenheit. (Rufe aus der Menge: Ja! Ja!). Bevor ich zu Euch von der Episode spreche, die mich betrifft, will ich vor Euch jenes hehre Bild des faszistischen Kameraden, der an demselben Tage vor zwei Jahren in Rom durch verbrecherische Hand gefallen ist — Armando Casalini — heraufbeschwören (Rufe: Hoch Casalini). Mussolini hebt die Hand zum Faszistengruß. Ich werde Euch wenig, aber Wichtiges sagen. Zunächst wünsche ich, daß nach Beendigung der Kundgebung die öffentliche Ordnung nicht gestört werde. Ein großes Volk, wie das italienische, hält seine Nerven allen Ereignissen gegenüber vollkommen in seiner Gewalt. Eine so große Partei, wie es zweifellos die faszistische ist, gibt sich vollkommen davon Rechenschaft, daß in keiner Hinsicht gegen die oberste Disziplin der Nation verstoßen werden darf. (Lebhafter Beifall.) Aber ich will von diesem Balkon aus einige ernste Worte sprechen, welche von denjenigen genau ausgelegt werden sollen, an die sie gerichtet sind: Man muß S chl u ß m a ch e n mit einer gewissen strafbaren und unerhörten Dlildsamkcit jenseits Lcr Grenze (bei diesen Worten wird der Leifall so stark, daß Mussolini gezwungen ist, einige Minuten zu warten, bis" er fortfahren kann), wenn man wirklich auf die Freund- k haft des italienischen Volkes Wert legt, eine Freundschaft, welche Ereignisse dieser Art ver
hängnisvoll gefährden könnten. (Der lebhafte Beifall erneuert sich mit größerer Stärke. Man hört Rufe: Die Freundschaft ist bereits gefährdet). Nach reiflicher Ueberlegung kam ich zu der Ueberzeugung, daß man andereMaß- nahmen ergreifen muß (Zurufe: Den Galgen!). Dies sage ich nicht um meinetwillen (Zurufe: Um Deinetwillen, denn Du bist die Nation!), denn ich lebe wirklich gern in Gefahr (Rufe aus der Menge: Nein, nein!), sondern um des italienischen Volkes willen, das mit Anstrengung sich emporarbeitet; denn es ist seine Pflicht, sein Vorrecht, seine Hoffnung und sein Ruhm. Das italienische Volk darf nicht immer wieder aufgestört werden durch einige wenige Verbrecher (Langanhaltender stürmischer Beifall). Wie wir das System des andauernden und immer wiederkehrenden Generalstreiks unterdrückt haben, so wollen wir Schluß machen mit der Reihe von Attentaten, selbst wenn wir zur T o d e s st r a f e greifen müssen (Stürmischer Beifall). Auf diese Weise wird es immer schwieriger werden, das faszistische Regime und die Ruhè des italienischen Volkes in Gefahr zu bringen (Stürmische Beifallsrufe). Ihr wißt, daß ich, wenn ich unmittelbar zum Volke spreche, keine leeren Worte mache (Wir wissen es, wir wissen es!). Aber ich kündige hier Maßnahmen an, die ich mit Zähigkeit und systematisch durchführen werde, Maßnahmen, die tief gegründet sind auf den Charakter des neuen faszistischen Italiens. Mussolini zieht sich darauf unter stürmischen Beifallsrufen, Tücherschwenken und Hüte- schwenken der Menge zurück. Die Musik spielte das Faszistenlied Giovinezza.
Französische Entrüstung über Mussolini
zösischen Politikern unerträglich, Ne stets große Sympathien für den „Duce" ausdrückten. Seine gestrige Erklärung vom Balkon des Palazzo Chigi herab und noch in stärkerem Maße die Ausführungen des faschistischen Blattes „Giornale d'Itaka", die sich direkt gegen Frankreich richten, haben hier einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Die keineswegs verhüllte Aufforderung Mussolinis die französische Regierung möge gegen die italienischen Emigranten chie vor der italienischen Diktatur geflohen sind und die Gastfreundschaft Frankreichs in Anspruch nehmen, mit aller Schärfe vorgehen, findet man unerhört. In den Re- gierungskveisen ist man entschlossen, auf französischem Boden jede Konspiration gegen eine fremde Regierung mit allen Mitteln zu unterdrücken. Aber man winkt mit aller Entschiedenheit ab, das fran= Mische Gastrecht zu brechen und den politischen Flüchtlingen den staatlichen Schutz zu versagen. Das gestrige Attentat auf Mussolini könne in keiner Weise der französischen Regierung zur La st gelegt werden .denn es sei ausschließlich Sache der italienischen Polizei gewesen, das Attentat, das durch einen Italiener auf italienischem Boden begangen wurde, zu verhüten. Am Quai d'Orsay wird man fest auf diesem Standpunkte beharren, denn man ist der Ansicht, daß durch die Aeußerungen Mussolinis und seiner Presse eine Atmosphäre des Mißtrauens geschaffen wird, die die guten Beziehungen der beiden Nationen zu stören droht.
Eine englische Stimme.
London, 13. Sept. Die „Daily Rems" schreibt, wenn gewissen Stellen der nach dem Attentat gehaltenen Rede Mussolinis ernste Bedeutung beigemessen werden soll, so könne es fraglich sein, ob es Tatsache sei, daß d i e Rettung Mussolinis das Heil Italiens war.
Der Geist von Genf unvereinbar mit dem Geist von Versailles.
Pressebankett der Kölner Herbstmesse.
Köln, 12. Sept. Das Kölner Messeamt hatte heute abend die aus Llnlaß der Herbstmesse in Köln weilenden Pressevertreter zu einem Essen im Hotel Disch eingeladen. Während des Banketts erschien Reichsjustizminister Dr. Bell im Saale und ergriff das Wort zu seiner Rede, in der er in tenipcramentvollen und oft von Beifall unterbrochenen Worten sich vor allem mit der außenpolitischen Lage besänftigte. Alle Lie heute für die Verständigung und gegenseitige Befriedung einträten, kämen mehr und mehr zu der Ueberzeugung, daß ein,Wiederaufbau Europas ohne Lie tätige Mitwirkung des Herzens von Europa, Deutschlands, nicht möglich sei. Aber eins dürfte dabei nicht
aus dem Auge gelassen werderrc der Geist von Genf sei unvereinbar mit dem Geist von Ver- ailles. Der Geist von Perfastles müsse ver- chwinden, sonst sei eine Befriedung und Ver- öhnung der Völker nicht möglich. Der Eintrit Deutschland in den Völkerbund sei von den Einen mit übertriebenen Optimismus, von den Anderen mit einem bedauerlichen Pessimismus begrüßt worden. Beides sei nicht am Platz, sondern nur ein gesünder Realismus und ein kühler Blick gegenüber den tatsächlichen Verhältnissen. Um unserer schönen Augen willen, so fuhr Dr. Bell fort, tut weder einer unserer srüheren Gegner, noch ein Neutraler etwas für uns. Aber sie beide find zu der Ueberzeugung gekommen, daß ein gesundes Wirtschaftsleben und eine Wiederherstellung der zertrümmerten Finanzen Europas ohne eine tätige Mitwirkung Deutschlands unmöglich sind. Ueber das Wirtschaftliche hinaus zeigen sich auch schon wieder alte kulturelle und ideelle Zusammenhänge. Der Minister schloß mit einem beredten Appell an die Presse, bei aller innerpolitischen Zerrissenheit, die nun einmal im Augenblick nicht geändert werden könne, in außenpolitischen Dingen stets eine einheitliche Front zu bilden, um so Deutschland wieder auf den gebührenden Platz zu sichren.
Spaniens Ausirill aus dem Völkerbund.
Genf, 11. Sept. Das Völkerbundssekre- tariat gibt soeben folgende amtliche Mitteilung heraus: Der Generalsekretär des Völkerbundes erhielt heute vormittag durch Vermittlung des spanischen Insuls in Genf eine Note der spanischen Regierung, in der offiziell mitgefeilt wird, daß gemäß § 1 des Völkerbundspakts
gliedern des Völkerbundes mitgeteilt worden.
Der Wortlaut der spanisch« Austritts-Note.
Genf, 11. Sept. Der Generalsekretär des Völkerbundes veröffentlichte heute nachmittag folgende Note, die er vom spanischen Minister der Auswärtigen Angelegenheiten, Aanguas, aus San Sebastian, vom 8. September datiert, erhalten hat:
„Herr Generalsekretär! Die Regierung Seiner Katholischen Masefiüt macht von der ihm im 8 3 des Artikels 1 des DölLerbunds» paktes gegebenen Möglichkeit Gebrauch und bedauert, Euerer Ezellenz mitteilen zu müssen, daß sie die KünLigung^rift von zwei Jahren, die in dem genannten Artikel mit dem Austritt aus dem Bund vorgesehen ist, für Spanien vom Tage der Uebermittelung dieses Dokumentes an beginnen lasten will."
Sie spanische Regierung hat diese Mitteilung nicht früher schicken motten, als bis die Versammlung auf den Antrag des Rats und entsprechend dem (Butarbten der Studienkommission die Reform der Zusammensetzung des Rates, betreffend die nichtständigen Sitze, beschlossen hatte. Dadurch hat sie ihre Ächtung
gegenüber dem VMerbmrd und ihre Korrektheit gegenüber allen seinen MitgKedern bezeugen wollen. Sie wollte aufterbem ab warten, bis die Versammlung sich über den Eintritt * ‘ hatte, ein Ereig-
tnäKfdjt, seine
Deutschlands au nis, von dem Folgen möchten für den freulich sein.
Spanien ist keine wesentlichen einen Grundsatz des VAk
recht er
daß sein Entschluß noch irgend verletzt, für
gerne die
Regierung heiße Würchhe h.
Die spanische Regierung _
Gelegenheit dieser Mitteilung, die sie zu ihrem Bedauern an den Völkerb-mÄ richten muß, um
mit tiefer Bewegung ihrer Darttvarkeit Ausdruck zu geben gegenWer all den befreundeten Staaten, deren Vertreter Spamen mit Lobesworten überschüttet haben für die Tätigkeit, die Spanien in den verschiedenen Organen des Völkerbundes geleistet hat. Wir werden den freundlichen Worten der Schätzung und der Zuneigung für unser Land immer ein unauslöschliches Andenken bewahren.
In dem Augenblick, in dem es sich vom Völkerbund trennt, um einer gebieterischen Pflicht zu gehorchen, will Spanien noch einen letzten Wunsch äußern, indem es die Hmnnmq ausspricht, daß sich die hohen Ideale des Weltfriedens gänzlich verwirklichen möchten, der Zweck, für den der Völkerbund geschaffen worden ist und in dessen Diensten unser Land bisher mit so vielen Opfern und Tatkraft gearbeitet hat. aea. Jose Panguas."