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§01. Zrryrynng.

Hanauer W Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanarr Stadt und Land.

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Nr. 209 Dienstag den 7. September 1926

Die?. chrsikevbundSvevfammlung.

sw cSenfevWillkommenSgvutz küvDeutschland. - Dev Serbe «intschktsch zum vvâftdenten gewählt

Die diesjährige Versammlung des Völker­bundes ist gestern durch eine Vollsitzung eröff­net worden, nachdem der Völkerbundsrat be­reits Ende der vorigen Woche getagt hatte. Wie alle Vorverhandlungen, die bis jetzt in Genf stattgefunden haben, rüstet sich auch die Vollversammlung des Völkerbundes auf das eine große Ziel der diesjährigen Tagung: D i e Aufnahme Deutschlands. Von der spannungsvollen Ungewißheit, mit der man im März dieses Jahres den ersten Versuch unter- ' nahm, ist diesmal nicht viel zu spüren. Man glaubt alle Steine aus dem Weg geräumt und die innere Krisis des Völkerbundes wieder be­seitigt zu haben. Wie weit die Kur von Dauer ist, wird sich erst herausstellen müssen. Nach den L vorliegenden Meldungen zeigen sich die Führer I aller Delegationen voll Vertrauen in die wei- I tere Entwicklung. Die politischen Ereignisse x werden übrigens die Führer der Hauptdele- gationen, besonders Chamberlain und Briand, 8 zu baldiger Abreise veranlassen. Briand hat er- L klärt, daß er unmittelbar nach der Rede des - Reichsaußenministers Dr. Stresemann beim Einzug der deutschen Delegation Genf verlassen ? werde. Vorher beabsichtige er noch die Aus­führungen Dr. Stresemanns, dessen Rede mit großer Spannung erwartet wird, kurz zu be- g antworten. Dann werde er direkt nach Paris W reisen, wo seine Anwesenheit dringend not- wendig sei. Die Eröffnungsrede hat der M lichechMowakische Außenminister Addi ae- " halten. Sie war ganz auf Optimismus ge- I stimmt und enthielt zum Schluß bereits ein IHerzliches Willkommen!" an die Adresse Deutschlands. Die Rede hatte schon am vorigen I Freitag den Staatsmännern von England, S Frankreich und Italien vorgelegen und war ; von diesen gebilligt worden.

Deneschs Ansprache.

Gens, 6. Sept. Kurz vor 11% Uhr ruft die s Glocke zur Sammlung und Präsident Benesch f beginnt seine Eröffnungsrede. Zahlreiche Film- operateure haben ihre Apparate auf den Prä- - sidenten gerichtet. Präsident Benesch beginnt I seine Rede mit einem Hinweis auf die besondere j Bedeutung dieser Völkerbundsversammlung in i der Geschichte und der Weltpolitik im allge- I meinen. Er erklärt, er wolle die Schwierigkei­ten der Gegenwart nicht weiter hervorheben, s ohne indessen einen offiziellen Optimismus zu ! zeigen. Aber der vielfach beliebte Pessimismus sei ebensowenig angebracht, vor allem, weil er : immer unfähig sei, etwas Positives zu schaffen. In den abgelaufenen 12 Monaten habe der Völkerbund trotz allem einen Schritt vorwärts gemacht. Er habe eine immer größere Verant­wortlichkeit übernehmen müssen, habe aber auch ; Immer größere Dienste der Sache des Friedens ; erweisen dürfen. Benesch trat dann in eine ein- gehende

Besprechung der Arbeiten des Völkerbundes

' im abgelaufenen Jahre ein, ermahnte die Re­gierungen zur Ratifizierung der unter dem Schutze des Völkerbundes geschloffenen Kon­ventionen und besprach auch die Vorbereitun­gen zur Wirtschaftskonferenz und die Arbeiten zur Vorbereitung der Abrüstungskonferenz. Benesch vergaß auch nicht der kleinsten Ar­beiten Erwähnung zu tun, mit denen sich der Völkerbund beschäftigt hat, und stellte befrie­digt die Finanzsanierung in Oesterreich und in Ungarn fest. Großen Wert legte er auf die Ar­beiten der Kommission für geistige Zusammen­arbeit, auf die Regelung der Mosful-Frage und des griechisch-bulgarischen Konflikts. Er er­wähnte die Mitarbeit Deutschlands in der Ab­rüstungskonferenz, für die er in gewissem Sinne Fachman ist. weil er sich stets mit den Arbeiten auf dem Gebiete der Rüstungsfragen als Berichterstatter des Rates befaßte, widmete aber doch den Hauptteil seines Tätigkeitsberichts der Arbeit des Völkerbundes, die auf die Wie­derversöhnung der drei großen europäischen Völker gerichtet sei, die in den Weltkrieg ver­wickelt waren. Mit Bezug auf

die Verträge von Locarno,

.deren Inkrafttreten Sie indirekt in dieser Session beschließen werden" (durch die Auf­nahme Deutschlands), richtete der Präsident Worte der Huldigung an Briand und Cham­berlain, wie auch an Stresemann und Luther, und veraast auch nicht die Namen Mussolini

und Scialoja. Ohne das Bestehen des Völker­bundes würden die Verträge von Locarno hin- ällig sein, denn sie seien nur eine Anwendung )es Völkerbundspaktes, dessen Bestimmungen treng geachtet würden. Ich glaube, daß ich ohne die Furcht, dementiert zu werden, von dieser Tribüne aus sagen darf, daß die Unter­händler von Locarno dem Geiste, der die Ver­sammlung des Völkerbundes geschaffen hat, treugeblieben sind. In aller Zukunft ist unter den Unterzeichnern von Locarno die ganze Reihe der friedlichen Prozeduren vorgesehen: Vermittlungsaktion, Schiedsgericht, Internatio­naler Gerichtshof und Völkerbundsrat."Aber, so fuhr Benesch fort,

unser dem Einfluß der beiden letzten Ver­sammlungen haben auch andere Völker be­gonnen, ein neues politisches System auf der Grundlage der Vermittlung und der Schiedsgerichtsbarkeit zu vereinbaren.

Gewiß ist noch nicht alles vollkommen in diesem System; aber wenn man allem, was freiwillig in den letzten Monaten zwischen den einzelnen Staaten vereinbart worden ist, noch die höchste Garantie hinzufügt, die in der Anrufung des Völkerbundsrates besteht,so haben wir", er­klärte Benesch,wohl das vollkommenste System vor uns, das bis heute für die sried- licke Regelung internationaler Konflikte auf- aestellt worden ist." Am Ende seiner Rede kam

die Aufnahme Deutschlands

zu sprechen und deutete kurz die Schwierig­keiten an, die es mit sich gebracht haben, daß der Aufnahmeantrag vom 10. Februar erst jetzt angenommen werden könne.

Wir wissen alle, infolge welcher Ereignisse wir bis heute warten mußten, um dem Gesuch Dr. Stresemanns vom 10. Februar zu ent­sprechen. Um die Schwierigkeiten zu lösen, hat der Rat eine Kommission eingesetzt, in der seine Mitglieder sich mit den Vertretern an­derer Länder und Deutschlands vereinigten. Der Bericht dieser Kommission trug nicht nur den Hindernissen Rechnung, die sich der außer­ordentlichen Märzversammlung enkgegenstelllen sondern auch den Arbeiten, die die ersten Kom­missionen im Laufe der vorhergehenden Jahre verfolgt haben. Seit Anfang des Völkerbundes hat die Frage der Organisation des Rates sich aufgedrängk. Warum sollen wir uns heute nicht beglückwünschen, da die Reorganisation des Rakes die Lösung der schweren Probleme erleichkern kann, die sich vor ihr erheben wer­den? Das Projekt, das ihm unterbreitet ist, das die Grundlage der morgigen Aussprache sein wird, über welches man sich in Souverä­nität und Unabhängigkeit aussprechen soll, scheint hier diehoffnungfüreine ein­stimmige und schnelle Lösung zu bieten. Daher glaube ich, daß die Schwierig­keiten, die sich im März gezeigt haben, sich nicht mehr ergeben werden und daß wir die Genug­tuung haben werden, einerseits ein neues Mitglied in unsere Gemeinschaft aufzuneh­men, andererseits gewissen legitimen Ansprüchen anderer Staaten Ge- nügezukun. Ich erlaube mir schon heute, dem neuen Völkerbundsmitglied von der Tribüne aus einherzlich Will­kommen!" entgegenzurufen. Bezüglich der Absicht Spaniens, sich von den Arbeiten des Völkerbundes zurückzuziehen, erklärte der Präsident, noch nicht alle Hoffnung aufgegeben zu haben. Das Ausscheiden zweier Ratsmik- glieder würde ohne Ausnahme die Völker- bundsarbeik trüben.

Die Rede des Ratspräsidenten Dr. Benesch wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen.

Der schweizerische Delegierte, Bundesrat Motta, von der Versammlung mit einer be­sonderen Ovation begrüßt, bringt die in die Verifikationskommissiön zu wählenden Mit­glieder der Versammlung in Vorschlag, die durch Akklamation gewählt werden. Die Veri­fikationskommission' versammelt sich nachmit­tags um 3 Uhr, die Völkerbundsversammlung um halb 5 Uhr zu ihrer zweiten Tagung.

Der südslawische Auszenminister zum Präsidenten gewählt.

Genf, 6. Sept In der Nachmittagssitzung wurde mit 42 von insgesamt 48 abgegebenen

Stimmen der südslawische Außenminister Nint- schitsch zum Präsidenten gewählt. Der Bericht der Wahlprllfungslommission, den der kuba­nische Delegierte Aguero erstattete, ergab eie^ Anwesenheit der Delegierten von 48 Völkermit- qliodstaaten. Nicht vertreten sind in der Völker- bundsversammlung die Republik Argentinien, ferner Bolivien, Brasilien, Costarico, Hon­duras, Peru und Spanien.

Nach einigen Begrüßungsworten des Rats­präsidenten Benesch, an den neugewählten Prä­sidenten der Versammlung, Nintschitsch, nahm dieser das Wort, um in kurzen Sätzen die Be­deutung des Völkerbundes zu charakterisieren, die er vor allem darin sieht, daß die Staats­männer aller Länder in Genf regelmäßig freundschaftlich miteinander in Berührung kommen. Präsident Nintschitsch begrüßtdie Aufnahme Deutschlands und sprach die Hoffnung aus, daß auch die Freunde des Völkerbundes, die geglaubt haben, sich infolge vorübergehender Verstimmungen entfernen zu müssen, wieder zurückkehren, sowie daß die­jenigen, die ihm noch fernstehen, sich nun bald anschließen möchten. Jetzt macht der Bund, so sagt Nintschitsch einen neuen Schritt zur Uni­versalität. Aber das wird nur dann ein wirk­licher Erfolg sein, wenn alle Staatsmänner auch nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatstaaten den Geist dort pflegen werden, den sie hier zu vertreten geholfen haben.

.genehmigte dann auf

nung und fügte den 12 Punkten den ResistW- plan der Studienkommission bei. Nach der VerteilungderTagesordnungauf die sechs zu wählenden Kommissi­onen wurde die Sitzung der Voll­versammlung auf morgen mittag 12 Uhrvertagt. Morgen vormittag treten die Kommissionen zur Konstituierung zusam­men. Die sechs Präsidenten sind zugleich Vize­präsidenten der Versammlung, zu denen mor­gen noch weitere sechs Vizepräsidenten von der Versammlung selbst gewählt werden.

Man erwartet, daß nur fünf Vizepräsiden­ten gewählt werden und dersechstePosten für "den Vertreter Deutschlands, das wäre Reichsaußenminister Stresemann, frei- gehalten wird. Der polnische Außenminister Zaleski ließ mitteilen, daß er weder als Vor­sitzender einer Kommission noch als Vize­präsident kandidieren werde.

Das polnisch-rumänische Milèlär- bündnis.

Gegen Deutschland gerichtet.

London, 6. Sept. Wie derDaily Expreß" aus Rewyork berichtet, veröffentlicht derRew- york American" in einer Meldung aus Genf den Wortlaut der polnisch-rumäni­schen Militärkonvention, der noch nicht im Sekretariat des Völkerbundes nieder- gelegk worden ist. DemRewyork American" zufolge besagt die Konvention u. a., daß, wenn einer der Vertragsschließenden von einer drit­ten Partei angegriffen werde, der andere Ver­tragsschließende ihm zu Hilfe kommen solle. Der Durchmarsch rumänischer Truppen durch polnisches Gebiet werde zur Besetzung bestimm­ter Linien nur gestattet, wenn Ruhland im Falle eines polnisch-deutschen Krieges Deutsch­land zu Hilfe komme oder im Falle eines russisch-polnischen Krieges, während polnische Truppen zum Einmarsch in rumänisches Gebiet nur im Falle eines rumänisch-ungarischen oder rumänisch-bulgarischen Krieges ermächtigt seien. Der Konvention sei ein Brief des rumä­nischen Generals P e k a l a beigefügt, in dem der General sagt, wenn Polen von Rußland allein angegriffen werde, empfehle der franzö­sische Generalstab im Hinblick auf die Tatsache, daß die polnisch-rumänische Mobilmachung und Konzentration acht Tage vor der russischen be­endet sein könnten, eine sofortige energische Offensive und die Besetzung der Linie Witebjk- Mohilew-hamel. Wenn im Laufe der Ereig­nisse die deutschen Truppen eine drohende Haltung zeigten, werde Frankreich intervenieren. Patola sagt weiter, auf die Unter­stützung durch französisclze Truppen dürfe man nicht rechnen, da die öffentliche Meinung in Frankreich dem noch nicht günstig sei. Es werde aber Kriegsmaterial und eine Militärmiffion über Südslavien nach Rumänien gesandt.

Paris, 6. Sept. Havas veröffentlicht folgen­des Dementi: Ein Morgenblatt hat eine Mel­dung desRewyork American" über ein an­geblich geheimes Militärabkommen zwischen Frankreich, Polen und Rumänien wiedergege­ben. Das französische Kriegsministerium er­klärt, daß diese Nachricht auf keinerlei Grund­lage beruht- Ueberdies werden alle von Frank­reich unterzeichneten internationalen Abkom­men dem Völkerbünde unterbreitet.

Veränderungen in der polnischen Armee.

Warschau, 6. Sept. Das Pilsubski nahestehend« AbendblattPrczeglond Wieczorny" bringt die Nachricht, daß der Thorner Korpskonrmandeur Ver­beck y zum Chef des Generalstabs ausersehen sei. Auch berichtet das Blatt, daß in nächster Zeit noch größere Veränderungen in den höheren Kommando­stellen der polnischen Armee bevorstehen. Die Er­nennung des Generals Berbecki würde in Thorn sehr überraschen da bekanntlich der General wegen Hervortretens gegen das dortige nationaldemokra- tische BlattSlowo Pomorski" Gegenstand schärf­ster Angriffe der rechtsgerichteten Presse Polens war

Verhandlungen über die Besatzung.

Berlin, 6. Sept. Der Reichsminister für die besetzten Gebiete Dr. Bell, begibt sich, wie be­reits angekündigt, am Freitag nach Koblenz, um dort mit dem Rheinlandkommissar über die besondere Bedeutung zu, insofern, als nach voll­zogenem Eintritt Deutschlands in den Völker­bund und in den Ausschüssen die deutschen An­gelegenheiten, die durch die Fragen der Be­satzung, Abrüstung, Entwaffnung usw. gekenn­zeichnet sind, sehr nachdrücklich behandelt wer­den müssen. Sobald die Genfer Verhandlungen, zu denen übrigens ein besonderer Dezernent für die einschlägigen Fragen entsandt werden wird, zu Ende sind, wird Dr. Bell in seiner Eigenschaft als Minister für die besetzten Ge­biete eine Besuchsreise ins Rheinland und in- die Pfalz antreten.

Die S-senbahnailentäler von Leiferde?

V e r l i n, 6. Sept. Wie das W. T. S. er­fährt, sind heute abend hier zwei junge Leute, Otto Schlesinger und Willy Weber, im Städt. Asyl für Obdachlose im Zusammenhang mit dem Attentat auf den D-Zug bei Leiferde ver­haftet worden.

Zu dieser Festnahme wird weiter gemeldet: Gestern nachmittag erschien auf dem Polizei­präsidium in Hannover ein Kaufmann Weber, der wichtige Angaben über die mutmaßlichen Täter machte. Er beschuldigte seinen eigenen Bruder des Verbrechens und gab an, daß die­ser mit ihm am Sonntag an der Grabstätte seines verstorbenen Vaters weilte. Unter Trä­nen habe der jüngere Bruder gestanden, daß er in jugendlichem Leichtsinn zusammen mit seinem Freunde Schlesinger das Attentat auf den D-Zug bei Leiferde verübt habe. Seit eini­gen Tagen hätte er keine Ruhe mehr gesunden und müßte sich nunmehr stets verborgen hal­ten, da bereits die Polizei auf feine Spur ge­kommen fei. Bevor noch Weber die Verhaf­tung seines Bruders hatte veranlassen können, war dieser vom Friedhof verschwunden und zusammen mit seinem Freunde Schlesinger nach Berlin gefahren. Hier trieben sie sich miktel- und stellenlos umher. Die Kriminalpolizei in Hannover machte dem in Hannover weilen­den Berliner Kriminalkommissar Dost sofort von dieser Anzeige Mitteilung und dieser kehrte noch gestern abend im Flugzeug nach Berlin zurück. Mit zwölf Beamten begab er sich nach dem städtischen Obdach, in der Annahme, daß hier die beiden Burschen übernachten würden. Rach mehrmaligem Durchsuchen der Schlaf- räume fand man in später Abendstunde Weber und Schlesinger hier vor. Sie wurden schwer gefesselt nach dem Polizeipräsidium gebracht. Bevor noch ihre Vernehmung in mitternächt­licher Stunde erfolgen konnte. mußten die Beamten nochmals nach dem Obdachlosenasyl, um nach weiteren Helfershelfern der Beiden zu fahnden.

In polizeilichen Kreisen rechnet man mit ziemlicher Bestimmtheit damit, daß die beiden verhafteten mit dem Attentat in Leiferde in. Verbindung stehen.