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Zül. 2 ky r y k N o

hanauerWAnzelger

General-Anzeiger für die Kreise Kanarr Stadt und Land

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MARBbRÜ^LAHN

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CSO

Mr. 204

MUlwoch den 1. September

1926

Das Sieuefie.

Im Unterausschuß der Genfer Studien- kommission zur Ratsfrage ist gestern abend eine Einigung über die Frage der Wiederwählbarkeit nichtständiger Ratsmitglieder erzielt worden.

Chamberlain ist gestern nach Genf abgereist, Briand wird heute folgen.

Frankreichs Antwort aus die spanische Tanger­note ist gestern nach Madrid abgeschickt worden.

Wie aus Straßburg gemeldet wird, kündigt dieZukunft" die Bildung eines autonomistischen Selbstschutzes an, da die Behörden sich unfähig gezeigt hatten, die Versammlungsfreiheit zu garantieren.

Wupeifu soll bei einem Kampf gegen die Rote Armee bei Kanton verwundet worden sein.

Die Tragödie dev Zrmg- iüâW.

Wie in Smyrna, so ist auch in Angora in dem Prozeß wegen des geplanten Anschlages auf das Leben Kemal Paschas, des Präsiden­ten der türkischen Republik, kurzer Prozeß ge­mach! worden. Die vier Angeklagten Nazem Bey, Javid Bey, Nail Bey und ^ilni Bey sind von dem Unabhäntzigkeitsgericht zum Tode verurteilt und wenige Stunden nach Fällung des Urteils gehängt worden. Zwei weitere Angeklagte wurden zu lebenslänglichem Kerker, fünf andere zu lebenslänglicher Ver­bannung verurteilt. Es besteht keine Veran­lassung, an den Urteilssprüchen von Smyrna oder Angora Kritik zu üben. Man wird aber - -doll) darauf Hinweisen könnest, daß nach dem MWWW^W des Verschwörungsprozesses sieben- zehn Führer der Opposition eine mißglückte r , Ecrfchmvrung mit dem Leben haben bezahlen müssen und daß eine Hinrichtung noch ons- steht. Im westlichen Europa würde man sich mit einer solchen summarischen Justiz wohl schwerlich abfinden, aber die Türkei ist trotz aller Modernisierungsbestrebungen nicht das westliche Europa und ihre strafrechtlichen Ge­pflogenheiten weichen von denen des Westens noch recht erheblich ab. Das politische Leben, das durch die Verschwörerprozesse in der Tür­kei ins Stocken geraten war, hat nun wieder freien Lauf. Man wird gespannt sein dürfen, ob in den beiden Prozessen wirklich reiner Tisch gemacht worden ist, oder ob ein Boden zurückbleibt, aus dem neue Verschwörungen

erwachsen.

Wie dem auch sei, die ehemals so mächtigen Führer der jungtürkischen Bewegung sind durch die Prozesse von Smyrna und Angora so gut wie ausgetilgt. Der Vorsitzende des Un­abhängigkeitsgerichts in Angora bemerkte bei der Verkündigung des Urteilsspruches, daß die Führer der jungtürkischen Bewegung oder des sogenannten Komitees für Einheit und Fortschritt ihr Schicksal selbst bereitet hätten. Sowohl in Smyrna wie in Angora sei in den Gerichtsverhandlungen bewiesen worden, daß sie während der Zeit ihrer Herrschaft unfähig gewesen seien, das Land zu verwalten, daß sie nach dem Ende des Krieges ins Ausland geflohen feien und dann versucht hätten, mit Hilfe einer geheimen Verschwörung gegen Kemal Pascha die Macht wiederzugewinnen. Wieweit diese Beschuldigungen alle wirklich erwiesen sind, läßt sich schwer beurteilen. Jedenfalls haben die Führer des Komitees für Einheit und Fortschritt dafür büßen müs­sen. Die Häupter der Bewegung, die vor acht­zehn Jahren den Sultan Abdul Hamid vom Throne stießen, sind schon früher nach glän­zender Laufbahn jäh versunken. Enver Pascha wurde im Jahre 1921 von den Bolschewisten getötet, als er im Kaukasus ein unabhängiges Reich errichten wollte. Ein Jahr später wurde Geschal Pascha in Tiflis ebenfalls von den Bolschewisten ermordet. Talaat Pascha fiel im Jahre 1921 in Berlin einem armenischen Attentäter zum Opfer. Die Prozesse von Smyrna und Angora haben mit den übrigen führenden Köpfen aufgeräumt und damit eine Bewegung ausgetilgt, die in der geschichtlichen Entwicklung der Türkei einmal eine glänzende und erfolgreiche Rolle gespielt hat.

Frankreichs Tanger Aniwork.

Daris 31. Aug. Die französische Antwort auf die spanische Tan­ge r n o t e ist heute nach Madrid abgeschickl worden und wird voraussichtlich morgen gleich­zeitig mit der englischen Antwort übergeben werden. Wie man hört. ist das vom Quai d Orsay obgeschickte Dokument in freundlichstem Tone abgefaht. Das französische Außenamt lehnt «Dar ebenso wie das Foreign Office die

VsÄäMge MUßSAKK in Gem.

Genf, 81. August. Der Unterausschuß der Studienkommifsion hat heute vormittag in dreistündiger nichtöffentlicher Sitzung seine Beratun­gen ausgenommen. Kurz nach 1 Uhr wurde die Sitzung abgebrochen und auf 6 Uhr nachmittags ver­tagt. Um 954 Uhr war die Sitzung zu End«. Es wurde von dem schweizerischen Hauptdelegierten Motta mitgeteilt, daß morgen vormittag um 10 Uhr eine öffentliche Sitzung des Prüfungsausschusses stattfinden werde. Motta fügte folgendes hinzu:

Wir haben uns vollkommen geeinigt. Bis auf einige Einzelheiten, die von sekundärer Bedeutung sind, kann der Akkord im Prüfungsausschuß als perfekt bezeichnet werden." Motta wies darauf hin daß in dem angenommenen Plan die Er­klärung der Wiederwählbarkeit im Augenblick der Wahl eines nichtpermanenten Ratsmitgliedes aus« geschaltet worden ist. Die Qualifizierung der Wiederwählbarkeit werde von der Vollversammlung erst später erklärt werden, doch für das Jahr 1926 werden drei als nicht permanent zu wählende Ratsmitgliederals wieder­wählbar bezeichnet werden." Diese ^Vereinbarung gilt, wie ausdrücklich betont wurde, nur für das Jahr 1926. Motta machte noch da­rauf aufmerksam, daß man rein juristisch über alle Eventualitäten nicht hinwegkommen könne und es daher notwendig sei, im gegebenen Augenblick an die Klugheit und den gefunden Menschenverstand der Vollversammlung zu appellieren.

Als wichtiges Ereignis ist zu registrieren, daß der polnische Außenminister Zaleski heute nach­mittag mit Scialoja eine längere Un ter re dung hatte und sich nach dieser Konferenz mit dem> Mr res

Bains begab, um dort den englischen Premier­minister Baldwin zu besuchen. Den Besprechungen Zaleski in Gens und in Aix les Bains wird von polnischer Seite eine große Bedeutung zugeschrieben.

Die Beschlüsse des Unlerausschusses.

Genf, 31. August. Die Regeln, die der Unter­ausschuß des Prüfungsausschusses am späten Abend unter Vorbehalt des polnischen Vertreters Sokal, der seine Stimme erst morgen bei der Abstimmung im Vollausschuß abgeben will, für die Wahl der nicht­ständigen Ratsmitglieder ausgestellt hat, haben in der llebersehung folgenden Wortlaut:

Artikel 1: Die nichtständigen Mitglieder des Rates werden für die Dauer von drei Jahren ge­wählt. Sie treten ihr Amt sofort nach ihrer Wahl an. Jedes Jahr wird ein Drittel der Mitglieder gewählt.

Artikel 2: Ein ausscheidendes Mitglied kann wäh­rend der auf den Ablauf des Mandats folgenden drei Jahre nicht wiedergewählt werden. Ls fei denn, daß die Bundesversammlung beim Ablauf des Mandats oder im Laufe dieser drei Jahre mit Zwei- drittelmehrtheil anders beschließt. Jedoch darf die Zahi der aus diese Weise wiedergewählten Mitglieder nicht mehr als ein Drittel der Gesamtzahl der im Rate sitzenden nichtständigen Mitglieder betragen.

Artikel 3: Die Zahl der nichtständigen Mitglieder des Rates wird auf neun erhöht.

Artikel 4: llebergangsbestimmugnen: § 1. 3m Jahre 1926 werden neun nichtständige Mitglieder des Rates von der Bundesversammlung in der Weise gewählt, daß drei für drei Jahre, drei für zwei und drei für ein Jahr gewählt werden. § 2: von den

Einverleibung Tangers in die spanische Pro­tektoratszone ab, verspricht jedoch der spanischen Regierung, formell ihre Arbeit in Nordafrika so weit als möglich zu erleichtern, beson­ders im Hinblick auf die militärische Verteidi­gung der spanischen Zone und die Unter­drückung des Waffenschmuggels im Hafen von Tanger. Für die Regelung dieser Frage müsse man sich aber zwischen Madrid, London und Paris auf Grund der bestehenden Verträge verständigen.

In offiziösen Kreisen versucht man die kate­gorische Abweisung der spanischen Tangerfor­derung, mit der die spanische Regierung im voraus redjnen mußte, ihr nach Möglichkeit schonend beizubringen. Man argumentiert mit den bestehenden internationalen Abmachungen und gibt Spanien zu. verstehen, daß die formellen Bestimmungen der Der- trägeundim b e so nd e ren die Ve r- psichtungen gegenüber dem Sul­tan von Marrokko mit der von Spanien vorgeschlagenen Lösung

im Jahre 1926 aus diese Weise gewählten neun Mit­gliedern können durch eine Entscheidung der Bundes­versammlung, die in besonderer Abstimmung mit zwei Drittel Mehrheit zu treffen ist, höchstens drei für wiederwählbar erklärt werden.

§ 3: Die Eigenschaft der Wiederwählbarkeit, die im Jahre 1926 im Voraus einem oder zwei oder drei der als dann gewählten Mitglieder etwa zuerkannt wird, läßt das Recht der Bundesversammlung unbe­rührt. 3n den Jahren 1927, 1928 und 1929 zu­gunsten anderer alsdann aus dem Rat ausfcheidcnder nichtständiger Mitglieder von der im Artikel zwei vorgesehenen Befugnis Gebrauch zu machen. Es ver­steht sich indessen, daß, sofern bereits drei Mitglieder 1926 die Eigenschaft der Wiederwählbarkeit besitzen, die Bundesversammlung von jener Befugnis in be- sonderen Ausnahmefällen Gebrauch machen wird.

Die Reichsregierung wartet ab.

Berlin, 31. Aug. Die Nachricht, daß das Kabi­nett bereits am Donnerstag zusammentreten soll, um sich mit den Verhandlungen der Studienkom­mission zu befassen, erweist sich als verfrüht. Rich­tig ist, daß für die zweite Hälfte der Woche eine Kabinettssitzung in Aussicht genommen wurde, je­doch mit der Maßgabe, daß sie erst dann einzu­berufen sei, wenn man aus dem Genfer Bericht wenigstens einigermaßen deutlich erkennen könne, in welcher Richtung die Beschlüsse der Studien­kommission liegen würden.

Der Befürchtung, Deutschland könnte sich in der Behandlung der Ratsfrage zu sehr auf die Allianz mit England und Frankreich festlegen und derart eine gewisse Mißstimmung bei den kleineren Mäch­ten gegen sich Hervorrufen, sucht dieTäglicheRund- schau" mit dem Einwand zu begegnen, daß die FraM"Mdes Rates mit dem Ein­tritt Deutschlands in den Bölkerbund ja an sich gar nichts zu tun habe. Der Bericht der Studienkom­mission stehe auf der Tagesordnung der Vollver­sammlung nach der Aufnahme Deutschlands. Diese Aufnahme erfolge ohne jeden Vorbehalt und ohne jede Bedingung. Deutschland trete mithin vollkom­men frei und ungebunden in den Völkerbund ein und werde seine Stellungnahme zu den einzelnen zur Entscheidung gelangenden Fragen stets vom rein sachlichen Gesichtspunkt bestimmen lassen.

Briand und Chamberlain

Paris, 1. Sept. Die gestern von Havas ange­kündigte Unterredung zwischen Chamberlain und Briand hat nicht stattgefunden. Briand begleitete Chamberlain nur zur englischen Botschaft und wurde schließlich bei der Abfahrt von Chamberlain, die gegen 9 Uhr erfolgte, durch einen Beamten des Außenministeriums vertreten. Im gleichen Zug hatte der Vertreter der Republik Domingo Platz genom­men. DerPetite Puristen" erklärt, daß Briand und Chamberlain nur die Uebereinstimmung der Ab­sichten der beiden Völker hinsichtlich der Frage der Ratssitze und der Tangerfrage feststellen konnten. Briand und Chamberlain sollen ent­schlossen sein, eng zusammen zu ar­beiten, um eine Beeinträchtigung des Völkerbundwerkes zu verhindern.

Paris, 1. Sext. Der Matin will misten, daß Chamberlain während seines kurzen Aufenthaltes in Paris auch mit dem spanischen Botschafter in Paris verhandelt habe.

im Widerspruch stünden. Selbst dann, wenn Frankreich seine eigenen Interessen auf­opfern wollte, um Spanien zu befriedigen. Da­mit ist freilich nicht gesagt, daß Frankreich wirk­lich geneigt wäre, seine Interessen in Tanger in uneigennütziger Weise aufzugeben. Aber so viel steht fest, daß die spanische Regierung mit ihrer unerwarteten Forderung die ganze Frage wieder in Fluß gebracht und dadurch Aussicht gewonnen hat, bei neuen Verhandlungen zwischen den direkt interessierten Mächten seineStellunginNordafrikafesti- genzu können.

In Paris wird man nicht müde, mit Nach­druck zu wiederholen, die spanische Protek­tor atszone müsse mit allen Sicherheitsgaran­tien ausgestattet werden. Es hat aber den An­schein, dâß hinter dieser zuvorkommenden Ge­bärde nicht allein freundschaftliche Gefühle gegenüber Spanien stecken, sondern daß Frankreich bemühtist, gleichzeitig auch für sich in Nordafrika ge­wisse Vorteile zu erreich en-

Die Anregung, Spanien mit einem Dölker- bundsmandat über Tanger zu betrauen, darf wohl als endgültig erledigt betrachtet werden, da die internationalen Verträge und der Völ­kerbundspakt keine Anhaltspunkte für eine solche Lösung enthalten. Aber dennoch ver­dienen gewisse Kommentare in der Pariser Presse über diese Frage registriert zu werden. Abgesehen von den erwähnten Argumenten, die'gegen eine Regelung der Tangerfrage in Genz sprechen, macht man mit Ent- rüstung darauf aufmerksam, daß Deutschland auchmitreden könnte, wenn sich der Völkerbund mit der Angelegenheit befassen würde (!) DerJntransigeant" schreibt:An dem Tag, wo das Problem am grünen Tisch in Genf, wo auch Deutschland zugegen ist, zur Behand­lung kommt, wird das Land der Mannes­mannwerke von Tanger bis Marrekesch seine Intrigenspiele und seine Umtriebe, die zu einem neuen Krieg führen werden, wieder

aufnehmen.

London, 1. Sept. Die Times berichtet aus Tanger, daß die ablehnende Haltung von Eng­land und Frankreich in der Tangerfrage, in dem französischen Teil der Kolonie Jubel her­vorgerufen, in der spanischen Kolonie dagegen Empörung geweckt habe. Von der Regierung wird alles getan, um Komplikationen zwischen den beiden Ländern zu vermeiden.

Rußland und die Tangerfrage.

M o s k a u, 31. Aug. 3m Zusammenhang mit den von Spanien erhobenen Forderungen bezüglich Tangers wird, wie die Telegraphen- Agentur der Sowjetunion meldet, an maß­gebender Stelle unter Hinweis darauf, daß zu den Unterzeichnern der Algeciras-Akte auch Rußland gehöre, erklärt, die Sowjet­union werde in dieser Angelegenheit keine Aenderungen, die ohne ihre Zustim- mnng > vorgenommen werden sollten, an erkennen.

Die deutsche Minderheit in Polen protestiert beim Völkerbund

Aus Breslau wird gemelkt. daß sich m dem Kampf um tue deutsche.Mwderhsitsschulen in Ost« Oberschlesien nach Zurückweisung von 90 Prozent der teutschen Einschulungsanträge durch die Schul­verwaltung ter Kattowitzer Wojevodschaft ter Deutsch« Bolksbund mit einem Protest gegen di« Nichtbeachtung ter Bestimmungen des Genfer Ab. kommens, nicht nur an den Präsidenten uer ge­mischten Kommission für Obevschlesten, Calondèr, sondern auch direkt an den Völkerbund gewandt hat. da der Präsident lediglich morafische Macht, jedock keinerlei Exekutive besitze.

Jur Autonomiebewegung in 6lfa6* Lvlhrinqen.

Paris, 31. Aug. Nach einer Meldung des Temps" aus Straßburg schreibt die autono­mische ZeitschriftDie Zukunft" in einem Ar- titel, der für die Schaffung elsässischer Abwehr- truppen gegen die Angriffe gegen die autono« mische Bewegung eintritt u. a.: Müssen wir uns im eigenen Lande das Recht der freien Rede von Leuten nehmen lassen, deren Ge- fühle von den unsrigen ganz verschieden sind? Die Behörden haben sich als unfähig erwiestn, das Versammlungsrecht zu gewährleisten. Wir wollen rücksichtslos für unsere staatsbürger- lichen Rechte kämpfen und die Verteidigung des alten und ehrlichen Elsatz-Lothringen gegev die verbrecherischen nationalistischen Angriffe organisieren.

Der Forlfeyungsausichutz der WeU» Kirchenkonferenz.

Dern, 31. August. Der Fortsetzungsausschuß bet Weltkirchenkonserenz beschloß in seiner. heutigen Schlußsitzung prinzipiell nach Fühlungnahme mit den einzelnen Gruppen die Herausgabe einer, Zeit­schrist. Dann wurde das vorläufige Budget für das Exekutivkomitee und das internationale wissenschaft­liche Institut aufgestellt. Der Austausch von_ Pro- fefforen soll in Zusammenarbeit mit der europäischen Zentralstelle gefördert werden. Ebenso sollen Kurse über die heutige Kirchenkunde, Kirchenproblem« der Gegenwart sowie die ökomemsche Bewegung in en theologischen Fakultäten befürwortet werden. Di« Berichte über die Auswirkungen von Stockholm wuv den sortgesetzt, wobei ein besonderes Interest« bei Bericht des Erzbischofs Germanos erweckte, der dar- legt, daß die Idee von Stockholm auch in den morgenländischen Kirchenbezirken Fuß zu fassen be­ginnt, obwohl ter äußere Druck eine Auswirkung sehr erschwere. Die Versammlung sprach dem schweizerischen Bundesrat. dem schweizerischen