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ßanauerW Anzeiger

General-Anzeiger für Sie Kreise Kanarr SlaSl uns LanS.

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M. 195

Samslag Sen 21. August

1926

Das Steteste.

Die offizielle Mitteilung der Einberufung der Etudienkcmrmission des Völkerbundes ist in Berlin eingegangen, sie gilt als Einladung der Deutschen ju ben Kommissionsberatungen.

Reichspräsident von Hindenburg, der am Donnerstag von seiner Reise nach Pommern zurück­gekehrt ist, empfing am Freitag den Reichskanzler zum Besuch. Bald darauf stattete Botschafter von Molny, der sich zur Zeit zur Berichterstattung kirn Auswärtigen Amt in Berlin aufhält, dem Reichspräsidenten einen Besuch ab.

Der spanische König und der Konpring be­sichtigten das deutsche RotorschifsBarbara", das während des Aufenthalts des Königs an Bord mehrere Manöver ausführte.

DieMorning Post" berichtet aus Tientsien, tas chinesische Auswärtige Amt, das die Abberufung des russischen Botschafters Karachan erbeten und keine Antwort erhalten habe, habe beschlossen, Karachan in Zukunft nicht anzuerkennen.

Poincarë hatte am 19. August eine lange Unterredung mit Henry de Jouvenel, dem Ober­kommissar von Syrien. Bei dieser Gelegenheit hat de Jouvenel endgültig dem Wunsche Ausdruck ge­geben, daß er von seinem Amte enthoben werden möchte.

Die GütSadnng Deutschlands nach Gent

Eupen - Maömedvr

Von Reichstagsabgeordneten Admiral Brüninghaus

Eines der Hauptziele des Friedensvertra­ges von Versailles war, Deutschland auf ewige Zeiten durch eine unnatürliche Grenzziehung mit seinen Nachbarn zu verfeinden, um es da­durch in einsamer Ohnmacht zu erhalten. Wir gWw dies rtipp

Memoiren des Prü.___ _______________

eines nach dieser Richtung gewiß unverdächti­gen Gewährsmannes. In seinen Auszeichnun­gen steht in einer, der österreichischen Regie­rung durch den Grafen Rivertera überreichten französischen Note der bezeichnende Satz: »Zwischen Polen und Preußen soll eine tiefe Feindschaft gesät werden, und zwar dadurch, daß Schlesien Polen angegliedert wird." Was damals für den Osten unseres Vaterlandes ge­sagt und nachher in die Tat umgesetzt wurde,

Das Telegramm des Völkerbundssekretariats, das die Mitteilung von dem Wiederzusammentritt dec Studienkommission am 30. August enthält, ist in Berlin eingetrofsen. Es

gilt gleichzeitig als Einladung

die von der deutschen Regierung zweifellos ange­nommen wird. Aber wie die Dinge dann weiter gehen, weiß immer noch niemand. Es scheint, als ob zwischen den Kabinetten über die Ansprüche Spa­niens eifrig verhandelt wird. Auf alle Fälle ist es indes nützlich, darauf hinzuweisen, daß Deutschland keineswegs, wie die englische Presse vereinzelt be­hauptet, den Stein des Anstoßes bildet. Die nor­wegischen Parlamentarier haben sich erneut darauf festgelegt, daß ihre Staaten

nur für den Einlrilt Deutschlands

als ständiges Notsmitglied zu haben sind. An ihrem Widerspruch müßten also alle anderen Kombina­tionen scheitern, während Deutschland, falls Spa­nien der einzige Bewerber ist, vermutlich mit sich reden lassen wird. Welche Stellung wir einnehmen tollen, falls etwa in der Studienkommission die Ver­längerung der halbstündigen Sitze von drei auf fünf Jahre beantragt wird, ist noch ungewiß. Vorläufig ist es das Gegegebene, daß Deutschland an den Be­schlüssen der Maikonferenz festhält.

Frankreichs marokkanische Interessen tendieren in der Richtung nach dem Atlantischen Ozean und der französische Schiffsverkehr, der die Hälfte des ge­samten Schiffsverkehrs von Tanger ausmacht, wird durch eine Abänderung des internationalen Regimes nicht beeinträchtigt werden.

DerAvenir" schreibt: Briand hat seiner Zeit in Madrid zu sondieren versucht, ob Spanien bereit sei, seine Ansprüche auf einen ständigen Sitz im Völ­kerbundsrat aufzugeben. Hierbei ist von Tanger als einem Kompensationsobjekt gesprochen worden. Madrid blieb damals unnachgiebig. Jetzt fordert man Tanger nicht mehr als Kompensation und nun wird es schwer sein, ihm nicht alles zuzugestehen.

Ruhe und Ordnung in Tanger.

Paris, 20. Aug. WieHavas" aus Tanger mel­det, fei man dort über die in der europäischen Presse verbreiteten alarmierenden Nachrichten überrascht.

kommt, von vornherein möglichst jeden Versuch eines freundschaftlichen Ausgleiches zwischen Deutschland und Belgien zu vereiteln. Die ungeheuerlichen Summen, mit denen sie um sich werfen, müssen sie allertüngs nehmen, um, in Verbindung mit dem Dawesplan, den Vor­wurf gegen Deutschland konstruieren zu können, dieses stöhne zwar, es könne die ihm auferlegten Lasten nicht mehr zahlen, hätte aber auf der anderen Seite Milliarden zur Beifügung, um, wie sie es geschmackvoll aus­drücken, dieSabotage des Versailler Frie­dens" zu betreiben. Daß Belgien ohne jede Gegenleistung wieder Eupen-Malmedy an Deutschland ab treten wird, glaube ich aller­dings auch nicht. Diese Gegenleistung muß sich aber unter allen Umständen in Grenzen halten, die einem verarmten Volke durch seine finan­zielle Leistungsfähigkeit gezogen.-sind. Die eng­lischen und französischen Hetzblätter übersehen im übrigen, wenn sie von einer Durchlöcherung des Versailler Vertrages sprechen, daß für die Entente, wenn es ihr paßt, die Bestimmungen des Vertrages überhaupt nicht zu existieren scheinen. In diesem Zusammenhang sei nur an die Besatzungsstärke im besetzten Gebiet er-

Ueber die Entsendung der deutschen Delegierten ist bisher noch nichts festgestellt. Wenn der Einla­dung Folge geleistet wird, ist es aber sehr wahr-

In Wirklichkeit sei die Ruhe in der Stadt sowie Ordnung niemals gestört worden.

Die Station" zu den Erklärungen Primo de Riveras.

Paris, 20. Aug. WieHavas" aus Madrid richtet, koimnendiert die ZeitungNation"

die

be- die

jüngsten Erklärungen des Ministerpräsidenten General Primo de Riveras wie folgt: Diese feier­lichen Erklärungen des Madrider Kabinetts, die un­widerleglicherweise bekunden, daß der spanisch­italienische Vertrag keine Geheimklausel enthalte, treuen

innert.

selbst im Glashause sitzt, tut gut.

nicht nach anderen mit Steinen zu werfen.

Es mag dahingestellt bleiben, ob, wenn es überhaupt so weit kommen sollte, Eupen- Malmedy via Völkerbund oder in freier V:

ter-

sagt und nachher in die Tat umg! gilt für die Gesamtheit unserer ®:

, ______________________ Grenzen. Das

lehrt ein Blick in die Bestimmungen des, mit dem Franzosen Alcide Ebary zu reden,un­sauberen" Friedens von Versailles.

Daß Eupen-Malmedy völkisch und wirt- chaftlich zu Deutschland gehört, daß die Ent­scheidung des Völkerbundsrates, gefällt auf mund des Artikels 34 des Friedensvertrages ei« absoluter Fehlspruch war, der sich auf eine Volksbefragung stützte, die keine Volksbefra- K0 gewesen war, weiß man nicht nur in tschlând, sondern auch im Lager der En­tente, vor allem in Belgien. Die Auffassung der Dinge, politischer wie wirtschaftlicher Natur, wie sie noch Ende 1919 vorherrschend war, hat Mrke Wandlungen durchgemacht. Der Sieges- âmel ist verrauscht, der Siegerhochmut ist durch die wirtschaftliche Not, die auch die ver- weintlichen Gewinner des Weltkrieges nicht »er chont hat, stark herabgemindert. Im wohl- eerftanbenen eigenen Interesse nicht etwa ns zuliebe sagt man sich eben, oder müßte wenigstens sagen, daß aus die Dauer mit

Ueber die Frage, die auch in der Presse erörtert worden ist, ob Ministerialdirektor Gauß auch dies­mal wieder an den Genfer Verhandlungen tsilneh- men oder in Berlin der Reichsregierung zur Ver­fügung stehen wird, muß eine Entscheidung erst ge­troffen werden.

Die britische Delegattok.

London, 20. Aug. Die britische Delegation für die bevorstehende Völkerbundstagung wird wieder unter Führung des Außenministers Sir Austen Chamberlain stehen. Der Außenminister wird von den Mitgliedern der Völkerbundsabteilung des eng­lischen Auswärtigen Amtes und von feinem Privat­sekretär begleitet sein. Lord Cecil wird London voraussichtlich am 28. August verlassen, um sich als Präsident an den Arbeiten des Derfassungsaus- schusjes zu beteiligen. Die Mehrzahl der übrigen Delegationsmitglieder wird London am 31. August verlassen.

jungen feien umso unbegr eter, äks Primo de Rivera immer eine Aufrichtigkeit ohne irgend einen Hintergedanken oder irgend einen Vorbehalt an den Tag gelegt habe. Was die Abtretung Tangers an Spanien betreffe, so handele es sich um eine natio­nale Forderung, beruhend auf politischer und recht­licher Grundlage, damit die Zonen des spanischen Protektoras nicht in gefährlicher Weise beschränkt würden.

einbarung zwischen den beiden zumeist betei­ligten Staaten Deutschland und Belgien an ersteres zurückfällt. Das ist schließlich eine Frage mehr formeller Art, die naturgemäß leichter zu lösen wäre, wenn Deutschland eben­falls Mitglied des Völkerbundes wäre. Ich halte aber für sehr gut möglich, daß auch ohne die Zugehörigkeit Deutschlands zum Völker- Pefriebigenbere Lösung herv-ioe- en kann. Der Umstand, daß" gerade jetzt, kurz vor Genf, die Frage Eupen-Mal-

medy von den Hetzblättern dèr Entente aufge­griffen wird, hat zweifellos feinen tieferen Grund. An sich handelt es sich um eine rein deutsch-belgische Angelegenheit, an der selbst

deutsch-belgische Angelegenheit, an der selbst Frankreich und England irgendwie nennen«-

1 Haß nur schlechte oder gar keine Ge- . ------ zu machen sind. Die wirtschaftliche Ver- "Undenheit und Abhängigkeit von Nachbar- untereinander ist eine Tatsache, die man «^."^disputieren kann. Wenn also tatsäch- * deutsche Regierung den Versuch machen ' "der meinetwegen schon gemacht hätte, ,"?^âalmedy wieder zum Mutterlande, zu dem es doch gehört, im Einverständnis mit ^ien zuzuführen, so wäre dies ein Schritt, nuA nur im selbstverständlichen deutschen, «J}-.QU$ im allgemein politischen Interesse J5. ârrnste zu begrüßen wäre. Damit würde U , 5 zunächst eine der Giftquellen aus * geschafft. Wer sich dem widersetzt, be- daß ihm an der Aufrechterhaltung 'm/ " erverfeindung, und dem damit ver- ^ denen Niedergang der Wirtschaft der M. ' also auch des eigenen, erheblich mehr .ist als an einer Konsolidierung der gastlichen und politischen Verhältnisse.

"Temps" und der Berichterstatter des streit ! kniete" sind in einen edlen Wett- Me»'"^treten auf der Suche nach Gründen, w-Men eine etwaige Rückgabe von Eupen- ten an das Stammland sprechen könn- dciäu!^ 66 dabei nicht ohne die üblichen Ver- yj ^Sfn gegen dasschon wieder erstarkte ' derrschsüchtige Deutschland" abgeht, wird

schäfte

Die Tangerfrage.

Paris, 20. Aug. Die Pariser Morgenblätter be­fassen sich heute eingehend mit der Tangerfrage:

DerMatin" schreibt: Wir sind in der Lage zu erklären, daß Primo de Rivera bei seiner Anwesen­heit in Paris klar zu verstehen gegeben hat, daß Spanien auf das im Jahre 1923 nach langen Be­mühungen geregelte Tangerproblem nicht zurück­kommen wolle, sondern, daß die spanische Regierung ihr Hauptaugenmerk auf das Rifgebiet, insbesondere Scheschauen, richtet. Ueber die Schwenkung Primo de Riveras, über die zunächst nur Pressemeldungen vorliegen, muß man sich daher wundern. In Paris hat die Nachricht sogar eine gewisse Erregung her­vorgerufen. Italien hat seinerzeit wenige Tage vor Abschluß des spanisch-italienischen Vertrages in London und Paris die Beteiligung an der Verwal­tung der Zone von Tanger nachgesucht. Chamber­lain und Briand scheinen auch wirklich geneigt ge­wesen zu sein, dem Wunsche nach Möglichkeit nach­zukommen, als Primo de Rivera der Zeitung ABC" das bekannte Interview über die Einver­leibung Tangers in die spanische Zone gewährte. Die Aufgabe, die man nun zu lösen hat, ist schwer.

DerPetit Parisien" schreibt: Die Erklärungen Primo de Riveras imABC" enthüllen den Stand­punkt der spanischen Regierung in deutlicher Weise und erfolgten ziemlich unerwartet. Ehe man sich eine Meinung bilden kann, muß man warten, bis die spanische Regierung ihre Forderungen in konkre­ter Form vorgebracht hat. Frankreich kann die spa­nischen Wünsche nur mit dem größten Wohlwollen aufnehinen.

DasJournal" führt aus: Die Argumente der spanischen Regierung entbehren nicht der Logik.

Amerika und die Abrüstungsfraqe.

Paris, 21. Aug. Wie derNewyork Herold" aus Paulsmith meldet, gedenkt Präsident Coolidge für den Fall, daß die Hoffnung, die er in den Erfolg de: Genfer Konferenz bettet, sich nicht erfüllen sollte, eine zweite Zusammenkunft der auf der Washing­toner Konferenz vertretenen Mächte einzuberufen, besonders im Hinblick auf die Einschränkung der Tonnage der mit in die Bestimmungen der letzten Washingtoner Konferenz eingezogenen Fahrzeuge. Andererseits meldet derNewyork Herold", daß Senator Swanson tzch iw nächsten Monat nach Genf begeben werde, um gegenüber dem Völker­bundsrat die amerikannifchen Vorbehalte für den Beitritt zum Haager Schiedsgerichtshof zu ver­treten.

Zur Rede Kelloggs.

Zu den Ausführungen des amerikanischen Staats­sekretärs Kellogg über die Rüstungsfrage schreibt dieTägl. Rundschau" u. a.: Fast im gleichen Augenblick, in dem der berufene Sprecher der Ver­einigten Staaten vorder Hineinziehung der nicht sicht­baren angeblichen Rüstungsmöglichkeiten in die Er­örterung warnt, wird von dem Unterausschuß für Luftabrüstung in Genf die These akzeptiert, daß zwischen militärischen und Zivilflugzeugen kein Unterschied zu machen sei. Seit Jahr und Tag hat man auf dem Wege über die Botschafterkonferenz Deutschland gegenüber genau die umgekehrte These vertreten und man hat noch bei der Luftfahrtver­ständigung im Mai ds. Js. bestimmtetechnische Merkmale" für Kriegsflugzeuge festgesetzt. Jetzt haben die gleichen militärischen Sachverständigen festgestellt, daß es keine solche technischen Merkmale gibt! Aus diesem Beispiel ergibt sich, wie angebracht die Ausführungen Kelloggs waren. In der Praxis begegnen sich die Bestrebungen, die in Amerika von der Objektivität gegenüber den Rüstungen und von dem allgemeinen Friedenswillen diktiert werden, durchaus mit den deutschen, die von dem Tatbestand der vollzogenen Abrüstung zugleich mit dem Wunsch nach der Schaffung von Friedensgarantien in Europa inspiriert werden.

niemand wunder nehmen, der die Praktiken der berufsmäßigen Hetzer in Frankreich und England nur einigermaßen kennt. Wenn aber davon gesprochen wird, daß Deutschland die Gegenleistung für Euven-Malmeu an Belgien

300350 Millionen Pfund, d. h. 67 Milliar­den Goldmark zur Auslösung der Besatzungs­mark zahlen wolle, so ist dies der schlüssige Be­weis dafür, daß es den politischen Hetzern dies­seits und jenseits, des Kanals, nur darauf an-

wert jedenfalls kaum beteiligt sind. Die Auf- rolluna der Frage im jetzigen Augenblick stellt sich also dem objektiven Beurteiler dar als Ein­leitung zu den Quertreibereien, die sicherlich auch dieses Mal wieder einsetzen werden, um Deutschland in seinem Kampfe um volle Gleicy- berechtigung mit den anderen großen Völkern von vornherein in Nachteil zu bringen. Davon abgesehen kann man den Leuten, die stets das Böse wollen, bis zu einem gewissen Grade dankbar sein dafür, daß sie die Aufmerksamkeit der Welt auf jene Bestimmungen des Ver­sailler Vertrages gelenkt haben, ohne deren Beseitigung einer wirklichen Befriedung nicht eintreten kann.

Keine Verhandlungen über Eupen und Malmedy.

Brüssel, 20. August. Ministerpräsident Jaspar erklärte der ZeitungSoir", daß offi­zielle Verhandlungen über Eupen und Mal­medy niemals stattgefunden haben und nicht stattfinden werden.

Reichsminister Külz zur Ablehnung des Aufwerlungsbegehrens.

Berlin, 20. Aug. Zur Ablehnung des Volks­begehrens auf Aufwertung schreibt Reichs­minister des Innern Külz imBerliner Tage­blatt" u. a.: Die Ablehnung des Antrages mußte aus zwingenden gesetzlichen Gründen geschehen. Nach Artikel 73 Absatz 4 der Reichs­verfassung kann ein Volksentscheid über den Haushaltsplan nur vom Reichspräsidenten veranlaßt werden. Der dem Zulassungsantrage beigefügte Gesetzentwurf handele zweifellos über den Haushaltsplan. Der Minister fährt dann fort: Niemand verkennt die tiefe Tragrk, die darin liegt, daß durch die Inflation Hunderttausende von Deutschen, die in einem Leben voll Arbeit und Entbehrungen für ihr Alter ein bescheidenes Kapital zurückgelegt hatten, um den wesentlichen Teil ihres Ver­mögens kamen. Aber wenn 100 Milliarden Rentenkapital durch die unselige von außen )er bedingte wirtschaftliche Entwicklung aufge- ressen wurden, so kann man diese Milliarden richt durch einen gesetzgeberischen Akt wieder­herstellen. Wohl kann und mutz man den Opfern der Inflation die denkbar weitest­gehende soziale Fürsorge in der Not zuteil werden lassen, aber verlorenes Kapital kann niemals durch gesetzgeberische Akte, sondern nur durch die Wirtschaft selbst rekonstruiert werden. Deswegen find Art und Maß der Aufwertung letzten Endes keine Rechtsfragen,