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ßanauerS Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Sla-t und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprecher Nr. 3956, 3957. 3958.

s«8 n g P x e i»: Für den halben Monat L Reichsmark, für den ganzen Monat L Reichrmark ohne Trâgerlohn. Einzelnummer 10, Freitag 15, Sametag 12 Reichepfennig. Anzeigenpreise: Für 1 mm Höh« im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichrpfenntg. im Rellameteil von 68 mm Breite D Sietchepfennig. Offerten gebühr: 50 Reichrpfenntg, Geschâftestelle: Hammerstraße 9.

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Ar. 192 Mittwoch den 18. August 1926

Das Kerreste.

In Paris vermutet man hinter Spaniens An­spruch auf Tanger die Unterstützung Italiens.

Am 19. August wird in Genf die Sachver- siändigenkommiMon der internationalen Nach­richtenbüros zusammentreten.

Die deutsch-polnischen Dertragsverhandlungen metiben bis Ende September unterbrochen. Mate­rielle Fortschritte sind bisher nicht erzielt worden.

Nach demJntransigeant" sollen die von lineare geplanten Maßnahmen eine Ersparnis von eineinhalb Milliarden Franken erreichen.

Das Arbeitsbeschastungsprogramm der Reichs- regierung wird mehr als eine halbe Milliarde aus öffentlichen Mitteln erfordern.

Die GchwievigSeiten um Genf

Spaniens Wünsche auf Tanaev«

Der rührige Diktator Primo de Rivera.

Die internationale Zone um Tanger. Der Dorn im spanischen Fleische. Aufregung in England. Dec ungünstig gewählte Augen­blick. Spaniens Vorstoß in der Ratsfrage.

Wie wird es in Genf werden?

Auch nach der Unterwerfung Abd el Krim geht der Kampf in Marokko weiter. Wohl haben die Spanier vor einigen Tagen Sche- schauen bezwungen und dadurch einen großen Schritt in der Befriedung des Landes vor­wärts gemacht, aber schon jetzt werden bei der spanischen Führung Stimmen laut, daß der Kleinkrieg sobald und ohne große Opfer nicht zu Ende geführt werden kann. Schon in den letzten Wochen haben die spanischen Blätter darauf hingewiesen, daß an dieser Verzöge^

London, 17. August. In offiziellen und offizösen Kreisen wird so wenig wie möglich über die Sor­gen gesagt, die man sich über die Herbsttagung des Völkerbundes macht. In der Downingstreet und in Kreisen, die dem Außenamt nahestehen, wird am liebsten auf diesbezügliche Anfragen nicht geantwor­tet, oder wenn das nicht zu umgehen ist, dann er» klärt man, daß vorläufig kein Grund für die An­nahme vorliege, daß ernste Schwierigkeiten ent­stehen könnten, und daß Großbritannien jedenfalls auf dem Standpunkt steht, es käme in erster Linie nur auf die sofortige Zulassung Deutschlands in den Völkerbund und den Rat an, und alle anderen Fra­gen müßten dabei zurücktreten, seien nebensächlich. Es wird niemals vergessen, hinzuzufügen, daß der Außenminister wiederholt selbst erklärt habe, Groß­britannien sei vollständig

frei von Versprechungen und Zusicherungen anderen Mächten gegenüber. Wenn die stillschwei­gende Hoffnung bestanden haben sollte, es würde sich schließlich ein Arrangement machen lassen, durch deutsche Zugeständnisse die Wünsche anderer Natio­nen zu befriedigen, so ist diese Hoffnung jetzt eben­falls durch die Erkenntniis zerstört worden, daß die skandinavischen Staaten wiederum darauf be­stehen, daß keine andere Macht neben Deutschland in den Rat ausgenommen werden dürfte, selbst wenn Deutschland sich mit dem Gegenteil einver­standen erklären sollte.

Der diplomatische Mitarbeiter desDaily Tele­graph sagt, man habe die Art und Weise, wie Spanien nach Abschluß des Vertrages mit Italien feine Forderung auf einen ständigen Sitz und die

gebraute Plan das beste Mittel zur Errich­tung einer billigen Regelung biete. Es bestehe Gründ zur Annahme, daß sich Polen mit einem zeitweiligen oder halbstündigen Sitz be­gnügen werde. Spanien habe aber erklärt, daß es sich nicht zur Wiederwahl stellen werde.

Amerika gegen Gens.

Paulsmith, (Newyork), 17. August. Staatssekre­tär Kellogg hatte eine längere Unterredung mit dem Präsidenten Coolidge über den Beitritt der Vereinigten Staaten zum Weltschiedsgerichtshof. Nach der Unterredung befragt, drückte Kellogg feine Zuversicht aus, daß die Vereinigten Staâten zum Gerichtshof zugelasten werden würden, und zwar auf der Basis der sogenannten amerikanischen Vor­behalte. Kellog gab jedoch zu, daß nur vier der am Weltschiedsgerichtshof beteiligten 48 Nationen sich mit den Reservaten einverstanden erklärt haben, und zwar seien dies alles kleinere Staaten.

Das heißt also: Coolidge wird sich vor der Alter­native befinden, entweder einen Teil der Vorbe­halte abzuändern, oder außerhalb des internatio­nalen Gerichtshofs zu bleiben. Am kommenden Donnerstag wird Kellogg in Plattsburgh eine Rede halten, deren Text er mit Coolidge genau fest­legen wird.

DerDaily Telegraph" meldet aus Newyork: Man nimmt hier an, daß Kellogg am Sonntag wich­tige Erklärungen über die auswärtige Politik Amerikas abgeben wird. Kellogg hat dem Präsi­denten die von den amerikanischen Delegierten bei den Vorbesprechungen zur Abrüstungsfrage in Genf eingegangenen Berichte zur Information vorgelegt.

schuld sei, durch welches mächtigste Stamm an den westli n Ausläu­fern des Atlas, dauernd Waffen, Munition und Lebensmittel beschaffen können, ohne daß es den Spaniern möglich ist, diese Verkehrs­wege zu sperren oder zu unterbinden.

Nach dem Tangerstatut nämlich, das zwi- 8en England, Spanien und Frankreich ge- lossen wurde, ist die Stadt Tanger mit dem Lände von 10 Kilometer im Umkreis inter­national, d. h. sie ist dem Einfluß des Sultans von Marokko in gewisser Hinsicht entzogen und wird von diesen drei Mächten verwaltet. Diese Einrichtung ist hauptsächlich mit Rücksicht auf bas gegenüberliegende Gibraltar getroffen worden, denn Frankreich und Spanien haben sich stets dem geheimen Wunsche Englands, Tanger zu besetzen, entgegengestellt, England und Frankreich gönnten die Stadt mit dem guten Hafen und den trefflich ausgebauten Festungswerken aber auch Spanien nicht, so­daß man sich schließlich auf diesen Ausweg einigte. Die Polizei in der Stadt besteht aus Einheimischen, ihre Leistung liegt in den Hän­den der Spanier und Franzosen, deren Organe aber bisher stets gegeneinander gearbeitet haben. In Tanger befinden sich bekanntlich die diplomatischen Vertretungen der europäischen n®n bei dem Sultan von Marokko, fast alle Länder haben dort ihre eigenen Postämter und mehr oder weniger bedeutende kaufmän­nische Niederlassungen. Tanger ist, wie schon erste Eindruck zeigt, in jeder Hinsicht eine mternotionole Stadt und hat daher auch selbst­verständlich deren Nachteile.

Solange es in Marokko Kriege gegeben hat, war Tanger der Sitz der Spionage beider Parteien; die Kaufleute der Stadt versorgten le Eingeborenen ständig mit Lebensmitteln, L"^tadt der Welt ist der Waffenhandel Waffenschmuggel so in Blüte wie in

unb Waffenschmugge

Nachdem Sp»..U sich Nr-rl,- festgesetzt hat, hat es noch mehr wie ^ine Blicke auf die malerisch gelegene gerichtet, der Spanier empfindet die in- ^, !^wiiale Stadt als einen Dorn im eigenen vor allem ist König Alfons eifrig we^ ^' b Stadt für fein Königreich zu er- Än-2Iuf feine Anre " ' '

baß Primo oe Rivera jetzt in °ffwe« den Antrag gestellt hat, die °? m^^nien zu überweisen. Es ist nicht das E Q t ÖQ$ dieses Ansinnen gestellt wyrde. oerft^ M es England immer geschickt Mier? Janien zu beruhigen und auf "ere Zeiten zu vertrösten.

^aiifrh kommt der Antrag aber dem die Außenminister sehr ungelegen, wo England °^M der Ratssitze vor der Tür steht. Nien ö^ will unter keinen Umständen Spa- denn es fürchtet von ihm wieder

-in A in Genf, die schon hl

»Uno «cr englischen öffentlichen Mei­li liegen. Inzwischen hat der in fehler Zeit

ipanien sich nun in Nord-

eine Anregung ist es daher Primo de Rivera jetzt in

eute wie

dafür angesehen, Spanien wolle mit der einen Forderung die Gewährung der anderen wenigstens durchsetzen und das habe sehr unangenehm berührt. Aber, fügt derDaily Telegraph" hinzu, die Freunde Italiens erklärten, die spanische Regie­rung sei durchaus bereit, beide Fragen getrennt zu behandeln. Was die Tangerfrage anbetrifft, so be­hauptet der Mitarbeiter zu wissen, daß nicht nur Großbritannien, sondern auch Italien nach wie vor auf dem Standpunkt stehen, die internationale Zone müsse vollständig international bleiben, wäh­rend Frankreich nach der Erledigung des Marokko­feldzuges in dieser Frage gleichgültiger geworden sei.

Dailly News" zurDölkerbundskrise.

London, 18. Aug. DieDaily News" führt aus, es werde jetzt zugegeben, daß die Gefahr einer Krise bestehe, die, wenn sie nicht erfolg­reich geregelt würde, ein Verhängnis für den Völkerbund und Europa werden könne. Spa­nien bestehe auf einen ständigen Ratssitz gleich­seitig mit Deutschland. Die Haltung der briti­schen Regierung sei klar. Wenn man die Wahl Zwischen dem Nichteintritt Deutschlands und dem Austritt Spaniens habe, so werde Spa­nien gehen müssen. Von maßgebender Seite werde es nachdrücklich zurückgewiesen, daß England sich rn eine neue Intrige einlasse, um einen ständigen Sitz entweder für Spanien oder für Polen zu sichern. Nach britischer An- sicht müsse der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund mit einem ständigen Ratssitz vor jeder anderen Erwägung den'Vorrang haben. Wenn Deutschland nicht in den Völkerbund eintrete, so wäre der Locarnovertrag ein toter Buchstabe und was noch mehr sei, die Politik zur Rückkehr zu normalen Verhältnissen im Rheinland, nach der die britischen Diplomaten streben, ernstlich gefährdet werden mit Fol­gen, die nicht auszudenken seien. Jedes Land, das vorsätzlich Deutschlands Eintritt gefährde, werde dann eine furchtbare Berantwortung auf sich zu nehmen haben. Lord Cecil werde Großbritannien im Studienausschuß vertreten. Die britische Ansicht sei, daß der von ihm vor- *

angelangl

sind. Sollte die Völkerbundskonferenz über die Ab-j rüstungsfrage nicht zustandekommen, so wird, wie hier verlautet, Coolidge die Konferenz in ange­messener Zeit nach den Vereinigten Staaten ein­berufen.

In politischen Kreisen wird das Gerücht ver­breitet, daß Statssekretär Kellogg beim Zusammen­tritt des Kongresses im Dezember zurücktreten wird. Er soll dem Präsidenten Coolidge gegenüber den Wunsch geäußert haben, in seine Rechtspraxis zu­rückzukehren.

Dieunerwünschten" deutschen Proteste wegen Germersheim.

sehr entgegengekommen ist, wieder umfallen und die Pläne Frankreichs unterstützen wird. Ferner liegt auf der Hand, daß Briand ver­suchen wird, den spanischen Widerstand für sich auszunutzen, wenn er damit nur Deutschland schädigen kann, oder aber, er geht mit dem Ge­danken um, den spanischen Ratssitz durch einen Kuhhandel in der BesatzuNgsfrage zu erlangen. Im übrigen bleibt Schweden auf dem im März vertretenen Standpunkt stehen und plä­diert dafür, daß nur Deutschland einen ständi­gen Ratssitz erhält. Polen dagegen stellt jetzt die Forderung auf einen Ratssitz für fünf Jahre, der aber ohne weiteres auf dieselbe Zeit verlängert werden kann.

Die Zeit bis zur Völkerbundstaguna ist nicht mehr fern. Man kann wohl mit Recht sagen, daß bisher in dieser so überaus wichti­gen Frage erst sehr wenig geschehen ist, sodaß man die Befürchtung nicht von der Hand weisen kann, ob sie nicht im letzten Augenblick übereilt wird. Am 24. August tritt allerdings nach neuesten Nachrichten die Studienkom- miffion in Genf zusammen, doch darf man sich von ihren Beratungen nach den Ereignissen im Sommer nicht allzuviel versprechen. Im An­fang gingen die Verhandlungen zwar sehr flott vonstatten, bald ober machten sich die alten und tiefen Gegensätze bemerkbar, sodaß das praktische Ergebnis der Besprechungen nicht ge» rade bedeutend war. So wird es auch jetzt wer­den, immerhin wird die Zusammenkunft der Studienkommission wenigstens eine gewisse Klarheit bringen, wenn die Hauptakteure beim Völkerbund nicht, wie sie es bisher schon so oft getan haben, ihre eigentlichen Absichten bis zuletzt bei sich behalten und dann plötzlich mit vollkommenen Ueberraschungen auftreten. Je­denfalls sind in den nächsten Wochen auf außen- SSWB WffiW 8 unserem Außenministerium herrscht, ist zu er­warten, daß unsere Bertreter auf die Zwischen­fälle gefaßt sind und die nötigen Verbereitun- gen treffen, um auch unliebsamen Ueber­raschungen erfolgreich entgegentreten zu können.

DasJournal des Debats" über die Sangerfrage.

Paris, 17. Aug. DasJournal des Debats" beschäftigt sich mit der Tangerfrage, die durch eine Erklärung Primo de Riveras in der Zei- tun -

sehr rührige spanische Diktator weitere Schritte in dieser Hinsicht unternommen, auf seine Bitten bin ist her französische Botschafter in Madrid nach Paris gereist, um dort über die spanischen Absichten in dieser Hinsicht Bericht zu erstatten. Wie verlautet, will der Diktator bei seiner bisherigen Ansicht verharren und es durchzusetzen versuchen, daß Spanien gleich­zeitig mit Deutschland einen ständigen Ratssitz erhält. Spanien glaubt sich zu diesem Schritte umsomehr berechtigt, als es nach Abschluß des Madrider Vertrages" auf die tatkräftige Unterstützung Italiens hoffen kann.

Zwar ist in dem Wortlaut des Abkommens nichts von einer derartigen Hilfe enthalten,

London, 17. Aug. Dem diplomatischen Be­richterstatter desDaily Telegraph^ zufolge wird in London die deutsch-französische Aus­einandersetzung wegen der Vorfälle in Ger­mersheim als unerwünscht bezeichnet, da eine Fortsetzung dieser Auseinandersetzung hem­mend für die guten Aussichten des Völker­bundes und für Locarno sein könne. Alle noch zwischen Deutschland und den verschiedenen Alliierten bestehenden Meinungsverschieden­heiten müßten nach der Aufnahme Deutsch­lands in den Völkerbund erwogen werden. Der in Paris abgelehnte deutsche Vorschlag habe vorgesehen, daß die Zwischenfälle in Germers­heim von einer Kommission aus einem deut­schen und einem französischen Delegierten und einem englischen Vorsitzenden untersucht wer­den sollten.

Keine Vermehrung der Sitze im Völkerbundsrat.

Der Genfer Berichterstatter des Reuter- Büros meldet, daß die zweite Sitzung des mit der Beratung der Frage der Zusammensetzung des Völkerbundsrates beauftragten Ausschusses voraussichtlich am 30. August stattfindet. Der Berichterstatter fügte hinzu, man sei in Genf allgemein der Ansicht, daß außer der Zulassung Deutschlands keine Vermehrung der ständigen Rat.sitze eintreten werde.

aber es ist bei der Einstellung der beiden Machthaber in Italien und Spanien anzuneh­men, daß doch hierüber auch geheime Ab­machungen getroffen sind. Unterstützt aber Italien die spanischen Absichten und hört Primo de Rivera nicht noch im letzten Augenblick auf die Ratschläge Chamberlains, so ist es nicht ausgeschlossen, daß es bei der nächsten Völker­bundstagung in dieser Hinsicht wieder zu recht unerquicklichen Vorfällen kommt. Denn aus verschiedenen anderen Anzeichen geht hervor, daß sich schon wieder Jntrigien vorbereiten, vor allem dürfte es nicht ausgeschlossen sein, daß Chamberlain, der nach einer eigenen Aeuße- ^nf^ in her letzten Zeit viel zu

ngABC", die zuerst in der englischen Presse rbreitet wurde, aufgerollt wurde. Das Blatt fragt, wie man sich die Initiative Primo de Riveras erklären solle. Der erste Gedanke sei, daß im Laufe der Verhandlungen zur Vorbe­reitung des kürzlich geschlossenen italienisch­spanischen Schiedsgerichtsvertrages die italie­nische Regierung der spanischen Regierung ihre Unterstützung in der Tangerangelegenhen im Austausch gegen ihre Hilfe an anderer Stelle versprach. Zn diesem Falle müsse man anneh- men, daß Italien in der Zuteilung Tangers an Spanien ein Mittel erblicke, um andere Mittel­meerfragen entsprechend der oft von der italie­nischen Presse vertretenen Auffassung aufzu- rollen, daß jede Veränderung des rechtlichen oder taffächlichen Zustandes in Marokko Italien das Recht gebe Gegenleistungen zu fordern. Diese Theorie sei absolut unzulässig.

Wir wollen, so erklärt das Blatt, die Aus­legung nicht a priori ausschalten, aber sik könne doch sehr wohl irrig sein. Klugerweise darf man sich nicht leichthin über eine Ange­legenheit aussprechen, die noch sehr im Dunkel liegt. Was die Haltung der französischen Re­gierung gegenüber der spanischen Forderung betrifft, so ist es ebenfalls angebracht, sich Zeil zur Ueberlegung zu nehmen und nicht eine Entscheidung zu treffen, bevor man den wirk­lichen Sinn des Vorgehens kennt. Augenblicklich liegt es im Interesse Frankreichs nicht unbe­denklich, Veränderungen zu begünstigen, die vielleicht weitere Aenderungen im Gefolge haben würden. Man muß zweimal überlegen, bevor man zuläßt, daß an den bestechenden Sei tragen gerührt wird.

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Die Reichseinuahmen.

Berlin, 17. Aug. Nach einer Uebersicht des Reichsflnanzministeriums über die Ein- nahmen des Reichs an Steuern, Zöllen und Abgaben einschließlich der aus den Einnahmen den Ländern usw. überwiesenen Anteile usw. und der an den Generalagenten für die Re­parationszahlungen und ân den Kommissar für die verpfändeten Einnahmen abgelieserten Beträge sind an Besitz- und Verkehrssteuern im Jule 476 400 962 RM. und vom 1. April bis 31. Juli 1 449 661 629 RM. aufgekommen aeaenübsr tuan Voranschlag für bas Rechp,