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201. Jahrgang.

SanauerS Anzeiger

General-Anzeiger sür die Kreise Kanan Stadt und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprecher Nr. 3956, 3957, 3958.

g , ptete: Für den halben Monat 1. Reichsmark, für den ganzen Monat 2. Reichsmark ohne Trägerlohn. Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 Reichspsennig. Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspsennig, im Reklameteil von 68 mm Breite 25 Reichspsennig. Offertengebühr: 80 Reichspfennig. Geschäftsstelle: Hammerstratze S.

Erfüllungsort und S erich t» st and für b«td e Teile ist Hanau. Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung der Bezugspreis«». Für Platzvorschrift und Erscheinung,tage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet-

Nr. 188

Freilag den 13. August

1926

Das Neueste.

Das Reichskabinett rechnet mit einer bedeuten­den Verminderung der Besatzung und will erst eine Delegation nach Genf schicken, wenn die alleinige llufnahme Deutschlands als ständiges Mitglied im Wkerbundsrat gesichert ist.

Die Zahl der Erwerbslosen ist in der zweiten Huti Hälfte um 4 Prozent zurückgegangen.

Das Reichskabinett will die Entscheidung über das Reichsehrenmal noch hinausschieben.

Briand hat Abschriften des deutschen Memo­randums über die Dssatzungsfra-gen an die belgische und englisch« Regierung gegeben.

Di« Besatzungsfrage im Rheinland.

und Erweiterung des Programms der großen Bauten 15 Millionen Reichsmark, Beschaffung von Werkstoffen und Ersatzstücken zur Verbesse­rung des Fahrzeugparks 35 Millionen Reichs- ' ürifizieruna der Berliner Stadt- und 20 Millionen Reichsmark. Naturge-

mark, Ssef:

Ringbahn'

maß erfolgt die Ausgabe der Mittel ent­sprechend dem Fortgang der Arbeiten.

Meveseus ttalienrMe Reise.

Bukarest, 12. Aug. Ministerpräsident Ave­rescu tritt morgen seine Reise nach Rom an. In informierten politischen K:

en wird an-

daß die römische Regierung bei eine Erklärung abgeben wird, in

genommen, i diesem Anlaß < der sie das Recht Rumäniens auf Bessarabien anerkennt. Daneben sollen wirtschaftliche Ver­handlungen geführt werden, und man erwar­tet den Abschluß einer italienischen Anleihe an Rumänien.

Der rumänische Ministerpräsident reist nach Italien, um dort feinen Urlaub zu verbringen. Deutlicher als durch alles andere wird Damit bewiesen, daß die italienisch-rumänische An­näherung weiter sich auf allerbestem Wege be­endet, denn fraglos verbindet Averescu mit âr seiner Urlaubsreife ganz besonders po- litische Absichten, und man wird auf die Aus- [pradjen zwischen Mussolini und dem rumä­nischen Ministerpräsidenten einigermaßen ge- spannt sein dürfen. Geflissentlich wird natürlich sowohl von römischer wie von Bukarester Seite immer betont, hab hin fttnnnh^

,' zugsfagt hat, feine Bssatzunys

Berlin, 12 Aug. Zur Stärke der Vssatzun-gs- tr uppen wird unter Bezugnahme auf die in den Blättern ganz verschieden angegebene Höhe der Ve- sahungsziffern und der Verteilung auf die Fran­zosen, Engländer und Belgier mitgeteilt: Anfang des Jahres wurde von französischer Seite die Ziffer der Desatzung-truppen auf zirka 75 000 angegeben (60 000 Franzosen, 8000 Engländer und 7000 Bel­gier). Heute bemessen die Franzosen die Besahungs- stärke auf 7071 000, weil in den letzten Monaten nach und nach etwa 4000 zurückgezogen worden seien. Diese letzten französischen Angaben stimmen mit den deutschen Beobachtungen überein. Trotzdem besteht noch eine sehr wesentliche Differenz in der Berechnung der Gesamtzahl. Die deutschen Berech­nungen kamen Mitte Juli auf 69150 Franzosen 7400 Belgier uni) 8000 Engländer. Der Unterschied erklärt sich zum Teil daraus, daß die Franzosen einen anderen Berechnungsmodus anwenden, indem sie die Neben-Formationen nicht mitrechnen. Sie rechnen auch nicht mit die Besatzung des Brücken­kopses in Kehl mit zirka 2000 Mann, weil diese zu einem englischen Armeekorps, nicht aber zur Rhein­landarmee fönten Sicher ist, daß von deutscher Seite seit Wochen ALtransporte beobachtet worden stick, ohne daß Ersatz dafür gekommen wäre. Deutsch­land hofft, daß im Laufe des Septembers ein An­fang der zugesagten bedeutenden Verminderung fest­zustellen sein wird. Davon, daß Frankreich für eine Besatzungsherabmin^derung Bedingungen gestellt habe, kann keine Rede fein. Französischerseits ist

Eine Reuler-ErKlürung zur Frage der Rheinlandbesetzung.

London, 12. August. Mit bezug auf die Be­sprechungen, die kürzlich zwischen dem deutschen Botschafter in Paris und Briand über die Frage einer Herabsetzung der alliierten Streit­kräfte im Rheinland stattgefunden haben, er­fährt Reuter, daß der deutschen Regierung zur Zeit der Konferenz von Locarno mündlich die Zusicherung gegeben worden sei, daß eine ge­wisse Herabsetzung der Streitkräfte im besetzten Rheinland von den Alliierten durchgeführt wer­den würde. Die bereits durchgeführten Maß­nahmen hätten eine erhebliche Herabsetzung der Ordonnanzen für das Rheinland zur Folge ge­habt, sodaß in dem normalen Leben der besetz­ten Zone eine möglichst geringe Einmischung stattfinde. Auch die Rückkehr bestimmter deut­scher Beamten sei zugestanden worden. Hin­sichtlich der Herabsetzung der gegenwärtigen Truppenstärke kündigten Pariser Meldungen einen weiteren Schritt in der gleichen Richtung an. Es verlaute jedoch, daß keine Wahrschein­lichkeit für eine weitere Herabsetzung der Zahl

Preußischer Richlerverein nnb die Magdeburger Mordsache.

Berlin, 12. Aug. Der Vorstand des Preußi­schen Richtervereins weist die Behauptung als unrichtig zurück, daß der Preußische Richter­verein in die Magdeburger Angelegenheit durch Unterstützung des Untersuchungsrichters eingegriffen habe. Die Veröffentlichung in der Presse und die Eingabe an Reichstag und Reichsregierung habe der stellvertretende Vor­sitzende des Magdeburger Bezirksverbandes unter ausdrücklicher Hervorhebung dieser seiner Eigenschaft aus eigener Entschließung ohne vor­herige Fühlungnahme mit der Leitung des Preußischen Richtervereins vorgenommen, um für ungehinderte Ausübung der örtlichen Rechtspflege einzutreten. Der Preußische Richterverein weist dann auf die dringende

Notwendigkeit hin, nach Schluß des gerich lichen Verfahrens die Grenzen zwischen gerich:

lb

der britischen Truppen In dem besetzten Gebiet im gegenwärtigen Augenblick bestehe.

Anmerkung des WTB: Der Abbau der Or-

Mau der Dr

lateinischen _

Ziele verfolge, und in der TaNpielen^lche da­bei eine nicht unbedeutende Rolle. Rumänien sucht nach Absatzgebieten für sein Getreide und und sein Petroleum, wie Italien sich um gün­stige Absatzmärkte für seine Industrie bemüht. Beide Staaten hoffen, sich gegenseitig günstig er­gänzen zu können und dürfen bei der Lage der Dinge auch erwarten, aus einem solchen Aus­tausch ihrer Produktion besonderen Gewinn ziehen zu können. Doch so stark auch derartige wirtschaftliche Lieberlegungen in Betracht ge- een werden müssen, in Der Hauptsache wird Annäherung beider Staaten durch politische Motive bestimmt, und gerade sie verdienen von unserer Seite die vollste Beachtung, da sie nicht nur von lokaler, sondern von europäischer Be­deutung sind Denn will man dafür den rich­tigen Blick gewinnen, so muß man sich gegen­wärtig halten, daß es sich für Italien bei dieser von ihm betriebenen Annäherung an Rumä­nien um nichts anderes handelt, als um das eben- eifrig wie konsequent fortgesetzte Bemühen, den Weg nach dem Osten und Südosten Eu- ropas frei zu machen. Alle großen Reden und Drohungen Mussolinis, daß Italien eine Rege­lung der Marokko- und Tangerfrage ohne seine ymzuziehung nicht dulden würde, können doch vorüber nicht täuschen, daß es seit den Tagen

Versailles im westlichen Mittelmeer aus- geiptelt hat, daß ihm durch England und vranrretd) hier der Weg verbaut ist. Umso- Ä °ber ist die römische Politik darauf aus, nMr n Dr "och dem Osten nicht auch noch , fließen zu lassen, vor allem auf dem 23al= " A einem bestimmten Faktor zu werden, finh. auch die Brücke nach Rußland zu rHh ânftlchen Absichten wurde auch die von Mussolini stark betriebene Annähe- römu^" Zuaoslavien geleitet, doch mußte der Diktator hier die Enttäuschung er- ^M1^ aus diesem Wege der fran- bann£f die Balkanstaaten nicht ^-.Kleine Entente blieb in Ab- no*9Dn Paris und wenn auch heute weites ^om aus die Fäden nach Belgrad für so hat Jugoslawien

gieiAp âUssolinischen Absichten nicht mehr die

Hutung An seine Stelle ist jetzt Ru- sichten »^r^ ^^ das in der Tat bessere Aus- Wernn« ?e Hauungen der Bukarester ien B<>si^^"d'U8S, in Italien einen Garan- 8°schlaa«n"?âs zu finden, sind bisher fehl- "wn lonll»^-ân Entgegenkommens, das Mischer Seite, so z. B. in der hat. Es m?,fieinetÂtlte^c' Rumänien erwiesen es älnet^o ""ch sehr fraglich erscheinen, ob fithe wird, durch eine persön-

ander«» b^""8 mit Mussolini Rom zu einer zu Deranin« Un£ in. der bessarabischen Frage ben ^ Italien gerade dadurch

hiebt <?r«n Markau verbauen würde. Zu einer wohlwollenden Vermittlung

Ml-bar

zumindern.

Arankfurk o. M., 12. Aug. Wie aus London be­richtet wird, schreibt der diplomatische Berichterstatter derMorning Post", daß der Beschluß, die Rhein- landbesatzung zu vermindern, große Bestürzung in französischen Militärkreisen im Rheinland Hervor­rufe. Die französischen Truppen würden in Gold­mark bezahlt, sodaß die Schwankungen der franzö­sischen Währung keinen Unterschied für sie aus­machen. Diele von ihnen sähen die Möglichkeit vor sich, in eine kleine Garnisonftadt nach Frankreich zurückkehren und vom Franken leben zu müssen.

Brüssel, 12. Aug. Als Vertreter des abwesenden Außenministers Vandervelde hat der Juftizministsr Paul Hymans mit dem ersten Sekretär der deutschen Botschaft eine Unterredung gehabt, die sich, wie man sagt, auf das kürzlich in Paris überreichte deutsche Memorandum über die Rheinlandbesatzung bezogen haben dürfte, von dem bekanntlich London und Brüssel je eine Kopie zugestellt worden ist.

donnanzen ist auch nach Ansicht der Rheinland­kommission noch nicht vollendet, vielmehr steht die Aufhebung einer großen Anzahl von Dr= kottnangetyuÄb en or. Ueber die Rückkehr be- Beamter ist in Locarno nichts vereinbart worden, da diese Frage be­reits in London 1924 geregelt wurde bezw. in den zu ihrer Ausführung geführten Koblenzer Verhandlungen im darauffolgenden Oktober 1925. England hat in der Tat nur noch eine Division im Rheinland stehen, ein für England verhältnismäßig geringes Kontingent. Ob sich England noch an der Herabsetzung der Trup­penstärke beteiligen wird, ist eine interne Frage der Besatzungsmächte untereinander. Worauf es Deutschland ankommt, ist die Ver­minderung der Besatzungsstärke insgesamt. Eine wesentliche Herabsetzung der Besatzungs­truppen ist nicht etwa nur mündlich in Locarno zugesagt, sondern in der feierlichen Form einer Note aller in der Botschafterkonferenz vertre­tenen Regierungen an den deutschen Botschaf­ter in Paris vom 14. November 1925 ver­sprochen worden.

zwischen Bukarest und Moskau wird sich auch jetzt der römische Diktator nicht bereitfinden lassen, doch dürfte das wahrscheinlich auch vor­läufig Averescu genügen, um wenigstens für eine nahe Zukunft von dem russischen Alpdruck befreit zu werden.

Reichsralsbeschlüsse.

B e r l i n. 12. Aug. Der Reichsrak hat in seiner öffentlichen Vollsitzung vom Donnerstag die Regie­rungsverordnung angenommen, wonach das deutsch­französische Handelsabkommen vorläufig in Kraft ge­setzt werden soll. Auf Anregung des Vertreters der Handelsstädte gab ein Regierungsvertreter die Erklärung ab, daß auch bezüglich der Einreisebewilli­gung in die französischen Kolonien und Mandats- gebiete In den weiteren Verhandlungen Frankreichs über einen endgültigen Handelsvertrag die Rechte der deutschen Staatsangehörigen klargesiellk werden sollen. Die Regierungsvorlage, wonach den hypo- thekarschuldscheinen der deutschen Renkenbank-Kredik- anstalt im Betrage von 360 Millionen Mark die Mündelsicherheit zuerkannt werden soll, wurde in namentlicher Abstimmung mit 36 gegen 30 Stim­men angenommen.

Die Erwerbslosigkeit in der zweiten Iuiihälfle.

Berlin, 12. Aug. Die Zahl der unler- slühten Erwerbslosen in der zweiten Julihälfte zeigte einen stärkeren Rückgang. Die Zahl der männlichen Hauplunlerstützungsempfänger Hal sich von 1 383 000 am 15. Juli auf 1 328 000 am 1. August verringert, die Zahl der weib­lichen hauptunterstühungsemvfanger, die bis­her in geringem Maße gestiegen war, von 335 000 auf 324 000. Die Gesamtzahl der

haupkunlerslühungsempfänger ist demnach von 1 718 000 auf 1 652 000, also um 66 000 oder um 3,2 Prozent, die Zahl der unkerfkützten Familienangehörigen (Zuschlagsempfänger) von 1 709 000 auf 1 645 000 gefallen .Während des ganzen Monats Juli ist die Zahl der männ­lichen hattptunkerstühungsempfanger von 1 408 000 auf 1328 000 zurückgegangen, die der weiblichen Hauptunterstühungsempfänger von 333 000 auf 324 000, die Gesamtzahl von 1 741 000 auf 1 652 000, also um 89 000 oder rund 5 Prozent.

3 Jahre Reichsminister des Aeuhern.

Berlin, 12. Aug. Heute endet das dritte Jahr der Amtstätigkeit Dr. Stresemanns als Reichsminister des Aeuhern. DieNation-alliberale Korrespondenz" wirft hierbei einen Rückblick auf die letzten acht Jahre und erklärt: Uebersieht man abschließend diesen be­deutenden Abschnitt der europäischen Kolitis von 1918 bis 1926, so wird man nicht bestreiten können, daß die jetzt noch zu Unrecht angefeindete Außen­politik Stresemanns die einzig möglichen Wege ge­gangen ist, die zur völligen Befreiung Deutschlands führen können. Sollten neue Hindernisse auftreten, so müssen sie unterbunden werden, denn Die gesamte Richtung der eingeschlagenen Politik ist richtig.

Zum Bau-und Beschaffungsprogramm der Reichsbahn.

Berlin, 12. August. Von Dem von der Reichsbahn und von der Reichsregierung zur Verfügung gestellten Kredit von 100 Mill. Mk. für die Durchführung des Bau- und Be­schaffungsprogramms entfallen auf Erweite­rung des Gleisumbauprogramms um 500 Kilo­meter 30 Millionen Reichsmark, Fortkibruna

lichen und polizeilichen Befugnissen bestimmter als bisher festzulegen.

Australische Zollmatznahmen gegen Deutschlanö.

Melbourne, 12. Aug. Der Handelsminister Pratten legte dem Abgeordnetenhause einen neuen Zolltarif vor, der eine beträchtliche Er­höhung der Einfuhrzölle für Maschinen vor­sieht. Diese Maßnahme richtet sich lediglich gegen das Ausland, und zwar Dürfte besonders der denyM mjfetlll^n âMDWM-MW den. Diè für England gültigen Vorzugszölle bleiben unverändert. Pratten erklärte weiter, die neuen, in erster Linie gegen den deutschen Stahltrust gerichteten Zölle sollten unverzüg­lich in Kraft treten. In Handelskreisen ist man der Ansicht, daß die Zölle, Die für gewisse Kate­gorien von Eisen- und Stahlhalbfabrikaten so­gar bis zu 50 Prozent betragen sollen, Die Ein­fuhr aus Deutschland völlig unmöglich mocher würden.

Sertaqung deutsch polnischer Ver­handlungen.

Berlin, 12. Aug. Die im Rahmen der Han­delsvertragsverhandlungen geführten deutsch­polnischen Verhandlungen über Die Rechte Der physischen und juristischen Personen, sind ge­mäß der zwischen den beiden Bevollmächtigten vereinbarten Somerpause am 12. August ver­tagt worden.

Das bisherige Ergebnis ist dahin zusammen zufassen, daß Der beiderseitige Standpunkt hin­reichend genau formuliert ist, um beiden Re­gierungen eine eingehende Prüfung und Be­urteilung Der einschlägigen Fragen zu ermög­lichen.

Für die Wiederaufnahme der Verhand­lungen ist Der 28. September D. J. festgesetzt worden.

(Anmerkung der Ned.' Es handelt sich hier­bei um das sogenannte Niederlaffungsab- kommen.)

Ein westeuropSifcher Eifenlrust.

Paris, 13. August. Wie die Blätter melden, hat gestern in Paris in den Räumen des Komi­tees des Forges eine Zusammenkunft Der Ver­treter Der deutschen, französischen, belgischen und luxemburgischen Eisen-Industrie zur Her­beiführung eines Abkommens zwischen den eisenerzeugenden Ländern Europas stattgefun­den. »An den Verhandlungen, für die mehrere Tage vorgesehen sind, nehmen von deutscher Seite teil: Fritz Thyssen, Generaldirektor Klotz­bach von der Firma Krupp, Generaldirektor Poensgen und andere mehr.

Nach demMatin" ist die Unterzeichnung des Abkommens bereits für morgen vorgesehen, jedoch dürfte es erst nach Billigung durch die betreffenden Regierungen in Kraft treten.

DasJournal" weist darauf hin, daß Eng­land den Verhandlungen bisher ferngeblieben ist, hält es aber für wenig wahrscheinlich, daß England die irr Bildung begriffene Kombination bekämpfen wird, zumal es bereits dem Schie- nen-Kartell angehört. Dagegen fei die Rivalität Amerikas gewiß.

Andererseits erklärt dasOevre", daß Ver­treter Englands demnächst an den Verhandlun­gen teilnehmen würden, wodurch der kontinen­tale Charakter des Abkommens eine Aende-