Einzelbild herunterladen
 

201. Jahrgang.

MnaueM Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Sladl und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprecher Nr. 3956, 3957. 3958.

Cong» p reis: Für den halben Monat L Reichsmark, für den ganzen Monat L Reichsmark ohne zrLgerloh«. Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite 25 Reichrpfennig. Offertengebühr: 50 Reichspfennig. Geschäftsstelle: Hammerftrahe 9.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Für' Platz« orschrii > und Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet-

Ar. 180

Mittwoch den 4. Augüst

1926

Das »«teste.

Pomcars'S Finanzgesetze wurden im Senat

M großer Mehrheit angenommen.

Pmncarè hat eine neue Vorlage eingebracht,

durch welche die Regierung die Ermächtigung zum

I Aèuf fremder Devisen bekommen soll.

Nach einer Meldung aus Lyon ist Herriot

t gestern von seinem Posten als Bürgermeister von

Lyon zurückgetreten.

Der deutsche Botschafter in Paris besprach

; gestern mit Briand und Berthelot Fragender be-

5 fetzten Gebiete.

Das Üeutsch-französifche Wirtschastsproviso-

riwn wurde feriiggestellt und kann noch im Laufe der Woche unterzeichnet werden.

Der Hintritt Deutschlands in den Völkerbund steht auf dem Programm ber Septembertagung, ein

: näherer Zeitpunkt dafür läßt sich jedoch noch nicht

: angeben.

DSV âÄMKf gegen die âbMswfisöerL.

Lon Dr. Otto H u g o, M. d. R., Syndikus der Industrie- und Handelskammer zu Bochum.

mo< dies

Das größte Sozial- und Wirtschaftsproblem â Gegenwart bildet die Unproduktivität der Arbeitslosigkeit. Es wird deshalb auch mit allen hen Mitteln der Versuch unternommen, .. , Unproduktivität der Arbeitslosigkeit, zu beseitigen und an ihre Stelle für einen Teil der gewaltigen Aufwendungen an öffentlichen Mit­teln produktive Erzeugung zu setzen. Von der sozialen Seite aus gesehen, ist die Arbeitslosig- t das verhängnisvollste soziale Schicksal, das einen Menschen treffen kann, besonders, wenn es von Dauer ist. Der Ausgleich, den die Ar-

reüslo/enunterstützüng barbietet, kann die Ä "'MWMM1 volution immer nur die Politik des Augenblicks betrieben worden. Man hat niemals wirtschaft­lich vorgebaut, sondern immer nur hinterher die sozialen Nöte zu lindern versucht. Als ich vor Jahresfrist, bereits in einem Stadium, in dem ute Zahl der Arbeitslosen noch nicht 200000 be- trug, auf das kommende Elend der Arbeits­losigkeit und seine schweren wirtschaftlichen Ge- fahren hinwies, wurde ich als Schwarzseher und Reaktionär verschrien und alle Vorschläge, ute ich damals gemacht habe, durch Herstellung emer ausreichenden Wirtschaftlichkeit diese Ent­wicklung aufzuhalten und zu mildern, wurden m den Wind geschlagen. Mittlerweile ist die Arbeitslosigkeit auf das Zehnfache gestiegen ttnb niemand zweifelt daran, daß es sich hier um ein soziales und wirtschaftliches Problem von unerhörter Größe handelt.

Es ist nun auf den verschiedensten Wegen versucht worden, der Not dieser Arbeitslosigkeit zu steuern Soweit es sich um geldlichen Aus- gleich für Lohnausfall, d. h. Arbeitslossnunter- Iwtzung handelt, wird eine soziale Notwendig- die aber keine Arbeitslosigkeit be­engt. Damit allein kann und darf es sein Be- ®enben nicht haben. Das hat auch die Reichs- fcgiermig eingesehen und versucht, durch Auf- w^serteilung der Reichsbahn und Reichspost ^t..^^ die produktive Verwendung von stmtlichen Mitteln unproduktive Arbeitslos,g Zch-'^ Lande zu beseitigen. An sich ist dieß der Regierung zu begrüßen, be- utet aber zweifellos nicht erheblich viel, an

Umfang der herrschenden Arbeitslosigkeit ^.^'^m Das Problem als Ganzes bleibt un- M v Schließlich gibt es nur ein einziges Mit- uh;12lrbeitslofigkeit zu beseitigen und zu «../^mden und, das ist die Stärkung der Kauf- r ^ m"m und außen.

Vf kst richtig, daß das deutsche Volk heute bb^A solchen Maße durch Entbehrung Not ®n °°^ 65 nicht in der Lage ist, genügend sau* âu kaufen und konsumieren. Es ist aber man glaubt, diese Konsumkraft da- bufffn ^n 5U können, daß man für unpro- Maßnahmen erhöhte Mittel verteilt, r Msgebrächt werden können durch eine ^ Schröpfung der noch vorhandenen Pro- deun^ kQrf den arbeitenden Teil der ftnJS^ ®trffd)aft nicht lahmlegen, um damit zu halten, sondern man den R^r, borge tragen, daß auch die ruhen- steio^c Ae wieder in Gang kommen. Die ge- Suttiowx»^auftraft ist nicht durch unproduktive der N^gen, sondern nur durch Verbilligung halb â?^erzeugung möglich. Ich habe des- unh bereits seit über einem Jahre immer te[ Amer wieder gefordert, daß man die Mit- Wi , Produktionssteigerung mobilisieren am zu einer billigeren Erzeugung und

e

M der «Senat Mv Ooineaev

Die Finanzgefetze mit großer Mehrheit angenommen.

Paris, 3. Aug. Der Senat hat heute früh mit 250 gegen 13 Stimmen die Steuervorlagen Poincares genehmigt, und zwar, ohne die ge­ringste Aenderung an der Kammerfassung vor­zunehmen. Das Projekt ist damit endgültig ge­worden und braucht nicht mehr der Kammer zurückgegeben zu werden.

Eine Rede Poincares.

Paris, 3. Aug. Poincarè hat im Laufe der Senatssitzung eine längere Rede gehalten, die beständig von den Beifallsrufen der Senatoren unterbrochen wurde. In ihrem technischen Teil deckte sich bie. Rede ziemlich mit seiner Kammer­rede. Im besonderen erklärte er noch, daß ge­wisse Leute vorgeschlagen hätten, eine neue Währung auf den Ruinen der alten zu grün­den. Eine solche Politik der Entmutigung müsse er mit Abscheu von sich weisen. Im ferneren erklärte er, daß das Budget von 1926 nach den neuen Steuern imUebergleichgewicht" sein werde. Dazu ist zu bemerken, daß bereits im Anfang dieses Jahres der damalige Finanz­minister vom Uebergleichgewicht des Budgets von 1926 gesprochen hatte, was aber nicht hin­derte, daß nach einigen Tagen 2% Milliarden Steuern neu zur Abstimmung gelangen mußten um das offenbar durchlöcherte Uebergleichge­wicht wieder herzustellen. Der Redner teilte außerdem mit, daß der Dienst der direkten Steuern und er Registrierbüros zusammenge^ legt würde, und daß auf diese Weise eine

Einsparung von mehreren tausend Staats­beamten

stark kritisiert .

Nein!) Er könne aber erklären, daß seine Kolle­gen und er nicht aus Ehrgeiz oder aus Freude zum Regieren die Regierung übernommen hätten, sondern weil das Vaterland in Gefahr sei und weil es ihr Wille fei, es zu verteidigen. Die rasche Annahme der Vorlage durch die Kammer habe bewiesen, daß das parlamen­tarische Regime diszipliniert genug sei, um ebenso wie im Kriege im Frieden die nationalen

daß der Senat den Beweis erbringen werde, daß diejenigen Leute, die kein Vertrauen in Frankreich mehr haben wollen, einen Fehler begangen hätten oder sich einer gemeinen Ver­leumdung schuldig machten.

Die Annahme der Artikel erfolgte darauf mit unglaublicher Schnelligkeit und der Senat vertagte sich nach Annahme des Finanzgesetzes auf nächsten Donnerstag.

Zur Schaffung einer Amorlifattons- Kaffe.

Paris, 3. Aug. Der Finanzausschuß der Kammer wird morgen nachmittag mit der De­

damit zu einer höheren Konsum- und Absatz­kraft im In- und Auslande zu gelangen.

Um zu dieser sozialen Verbesserung des Arbeitsmarktes in Deutschland zu gelangen, ist es notwendig, alle Mittel zur Verbilligung der Produktion anzuspannen. Unter der Peitsche der versagenden Konkurrenzfähigkeit dürfte die deutsche Wirtschaft im verflossenen Jahre be­reits alles getan haben, was vom Betriebe aus möglich wâr, um die deutsche Produktions­leistung zu verbessern. Alles, was man unter dem Begriff Rationalisierung versteht, ist da­rauf eingestellt, die denkbar günstigste, d. h. billigste und beste Produktionsmöglichkeit durch technische, organisatorische, standörtliche und anoere Bedingungen zu schaffen. Unsere Groß­industrie ist in dieser Beziehung vorange­gangen. Chemische Industrie, Kaliindustrie, Stahlindustrie, andere Industrien folgen. Aber dieser Rationalisierungsprozeß greift bis tief in die verarbeitende Industrie und die Klein­betriebe hinein. Wir sehen, wie allmählich der Auftragsbestand in den einzelnen Fabriken zu­nimmt. Das beruht wesentlich auf der scharfen Anspannung aller Kalkulationsverbilligungen, aller Sparmöglichkeiten und der Anwendung aller Verbesserungsmethoden. Mir sind Be­triebe bekannt, in denen sich die wirtschaftlichen Produktionsmöglichkeiten im Laufe des letzten Jahres um 3040 Prozent verbessert haben. In einer Fabrik leisten 800 Arbeiter bei dem-

selben Lohn und derselben Arbeitszeit gegen- zuordnen, zum mindestens für die nächste Zeit,

ratung des Gesetzentwurfes für die Amorti- sierungskasse beginnen. Finanzminister Poin- caré wird über die Organisation der Kasse und über den gemischt-wirtschaftlichen Betrieb der Tabakgesellschaft ein Exposee geben.

Mân nimmt an, daß der Bericht des Fi­nanzausschusses bereits morgen nachmittag in der Kammer eingebracht werden kann und diese am Donnerstag mit der Beratung zu beginnen in der Lage ist.

Die französischen Anleihepläne.

Paris, 3. Aug. Es verlautet, daß die Re­gierung sich von der Kammer die Ermächtigung geben lassen wird, jederzeit mit der Bank von Frankreich Abmachungen zu treffen, durch die der Frankenkurs gestützt werden könnte. Dies darf vor allem dahin ausgelegt werden, daß die Regierung durch die Vermittlung der Bank von Frankreich ausländische Anleihen auf­nehmen möchte.

Unterredung von Köfchs mit Briand.

Paris, 3. Aug. Der deutsche Botschafter

v.

Hösch hat heute nachmittag mit

dem französischen Außenminister Briand und dem Generalsekretär im französischen Außenministerium, Berthelot Unterredungen gehabt, die sich auf Fragen der besetzten Ge­biete bezogen.

Paris, 3. August. WieFigaro" meldet, wurde dem deutschen Botschafter v. Hösch durch Außenminister Briand bekanntgegeben, daß keine Herabminderung in der Besetzung im

MM

bundstagung im September in eine eingehende Prüfung der Herabsetzung der Besatzung ein­treten.

Herriots Demission als Bürger­meister von Lyon.

Paris, 3. Aug. Einer Meldung aus Lyon zufolge hat Herriot dem Präfekten des Rhone- Departements heute feine Demission als Bürgermeister von Lyon übergeben. Herriot hatte beabsichtigt, vor dem in seiner Mehrheit sozialistischen Gemeinderat von Lyon, der ihn trügest seines Eintrittes in das Kabinett Poin- caré aufs heftigste angegriffen hatte, die Gründe dieses Schrittes darzulegen. Einer Ordre sozialistischen Föderation folgend, ließen ihn die sozialistischen Gemeinderäte jedoch nicht zu Wort kommen. Herriot wurde aufs schärffte als Verräter beschimpft und aufgefordert, zu demissionieren. Auch von den Tribünen herab hörte man die gröbsten Beschimpfungen. An­gesichts dieser Zwischenfälle entschloß sich Herriot zu demissionieren. Voraussichtlich wer­den die radikalen Gemeinderäte seinem Bei­spiele folgen.

wärtiq dieselbe Produktion als im Vorjahre 1200 Arbeiter. Das ist möglich geworden durch technische, organisatorische, wirtschaftliche Um­stellung des Betriebes, Verkleinerung der Roh­stoffläger und dbr gleichen Einsparungen mehr. Die Not hat uns beten gelehrt. Wir haben zweifellos gegenüber den übrigen europäischen Produktionsstaaten einen erheblichen Vor­sprung gewonnen, indem wir den organischen Störungen in der deutschen Wirtschaft scharf auf den Leib gegangen sind und uns den neuen weltwirtschaftlichen Verhältnissen an­gepaßt haben, während die andern noch davor stehen. In dem Augenblick, wo die Währungen der übrigen Länder stabilisiert sind, wird Deutschland das wirtschaftlich bestgerüstete Land sein. Es ist selbstverständlich, daß diese Vorzüge der Ueberwindung der Arbeitslosigkeit zugute kommen. In dem Spezialfall, den ich oben anführte, ist es der Fabrik gelungen, auf Grund der verbilligten Produktionsgrund­lage bereits wesentliche Auslandsaufträge her­einzuholen. Sobald die WährungsuMetbietun- gen aufhören, besteht kein Zweifeh daß die Gesamtproduktionsleistung des Werkes sich weiter steigern läßt und damit die Möglichkeit gegeben ist, von den entlassenen 400 Arbeitern

einen wesentlichen Teil wieder einzustellen. Das muß auch das Ziel der gesamten Wirt­schaftspolitik sein.

Diesen Zielen haben sich alle Faktoren unter»

damit wir in Deutschland in die Lage kommen, wirtschaftlich durchzudringen und uns zu er­holen. Daß das wirtschaftlich und politisch für Deutschland von entscheidender Bedeutung sein würde, braucht wohl nicht besonders unter­strichen zu werden.

Nun steht leider die öffentliche Behandlung der Dinge in einem ziemlichen Gegensatz zu den hier angefhürten Notwendigkeiten. Die steuerliche Schonung ist bei weitem noch nicht in dem Maße durchgeführt, als es zwingend erforderlich ist Alle Faktoren der Oeffentlich- keit sollten sich darüber klar sein, daß das, was gegenwärtig der Wirtschaft an Belastung er­spart werden kann, sich später reichlich lohnt hinsichtlich der Wiederherstellung chrer Wirt-^

schäfts- und Steuerkraft, die nach der sozialen und kulturellen Seite von der größten Bedeu­tung wäre. Es ist zwar vom Finanzmintster ein Anfang gema«' ' ein Anfang, das s

acht worden, aber auch nur Wesentliche, die Durchsetzung

noch immer nicht erzielt worden. Es muß aber unbedingt an diesem Ziel mit aller Hartnäckig keit und Energie gearbeitet werden.

Daneben steht die mangelnde Rücksicht uMj

Seite der sozialen Belastung, die in den verflossenen Jahren und auch im letzten Jahre geradezu sprunghaft gesteigert morden ist Das Jahr 1913 trug an Lasten für die Kranken-^ Unfall- und Rentenversicherung 1,102 Milliar­den, 1924 1,610 Milliarden, 1925 2,443 Mkk-

der

liarden. 1926 wird mit 2,8 Milliarden belastet sein. Wenn dann im Jahre 1926 noch 1,8 Mil­liarden für Arbeitslosenunterstützung hinzu, kommen, so sind das öffentlich soziale Lafteia die produkffonshemmend wirken müssen und tatsächlich auch wirken. Es muß deshalb immer wieder die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Dinge gelenkt werden. Die Gewerkschaften und

des Elendes der Arbeftsli

, ,lb sollte man zunächst t_____ zum mindesten mit Gewehr bei Fuß stehen, nicht neue Soziallasten schaffen und weitere Hemmungen der Arbeits- und Entwicklungs-, fähigkeit der Betriebe auferlegen. Wenn mir sehen, wie in England der Achtstundentag für. den Bergbau Gesetz geworden ist, wie in Jtw« lien der Neunstundentag durch Musiolini dikta­torisch auferlegt wurde und wenn mir uns da-l neben vor Augen halten, daß Deutschland ne* den «der allgemeinen Not durch den DawesvW« trag noch besonders belastet ist, dann ist es nicht zu fassen, wenn die deutsche Sozialpolitik mit der Wiâng einer weiteren Erschwe der wirffchaftlichen Lage fortgetrieben Jetzt heißt es stillhalten und durch! Die werkschaften müssen dafür Sorge tragen, die Masse derjenigen, die arbeiten können, si vermehrt und dürfen keine Politik treiben, die Zahl der Arbeitslosen immer größer wer-! den lläßt. Ich zweffle nicht daran, daß meins* endlich einmal der Wirffchaft die erforderlichsi Ruhe gegeben wird, sie sich ihrer Aufgabe, bett' Arbeitslosen Brot zu schaffen, in einem Maßes gewachsen erweisen wird, wie es keine äffens* liche Hand zu tun oder zu leisten vermöchta.

Die Magdeburger MordasiSre.

Berlin, 3. August. DerLokalanzeiger" be­richtet über elfte Unterredung, die der Korre­spondent des Blattes in Magdeburg mit dem Landgerichtsrat Kölling hatte. Auf die Frage des Korrespondenten, weshalb der Unter­suchungsrichter bisher gegen Schröder nur ehr Verfahren wegen Diebstahls und Raubes ge­führt habe, antwortete Kölling nach dem genannt ten Blatt:Wenn wir von vornherein Schrödep mitgeteilt hätten, daß gegen ihn ein Verfahren wegen Mordes schwebe, dann würde es un^ nicht möglich gewesen fein, Näheres über bis Ermordung Hellings von ihm zu erfahren. Le-^ diglich aus taktischen Gründen wurde bis jetzt! gegen Schröder noch kein Verfahren wegen Mordes oder Mordbeteiligung eingeleitet. Sieg ist aber nur eine Formsache. Schröder ist oer* loren! Ganz unabhängig davon aber ist bis Frage, ob Schröder einen Raubmord ausführtes ober ob er den Mord vollbracht hat, um einens ihm gegebenen Auftrag auszuführen. Ich habst gestern und vorgestern verschiedene Vernchmun-, gen vorgenommen, zum Teil auch Ermtttlungens außerhalb Magdeburgs angestellt. Alles veran-j laßt mich, an meiner These festzuhalten unif meine Untersuchung weiter zu führen."

Magdeburg, 3. August. Bon den Berliner! Kommissaren ~ Busdorf, Dr. Riemann und Raschwitz sind in der Mordsache Helling wei­tere Ermitstunsen im Auftrage der Landeskri-i