Hlontag den 2. August
Ar. 178
LViedersehensfeiev und Sahnenweihe der Eisenbahner.
Wd^erfehensferer der Eisenvahirer. Eine formt noch gekannte Begeisterung ging durch die Stadt. Die Eisenbahner können stolz auf den gestrigen Tag blicken, denn Die Stadt hatte etwas Festliches. Das kam nicht nur zum Ausdruck durch die vielen hundert Flaggen und durch die zahlreichen mit Grün geschmückten Häuser. Nein, wer errmal kurz vor dem Festzug durch die Straßen ging, der fühlte die Begeisterung der Menge, fühlte die Liebe zu den Männern, die einst das bunte Tuch hier in unserer Heimafftadt getragen und nun wiedergekommen waren in ihre alte Garnison. Aus Nord und Süd, von Ost und West waren sie herbeigeeilt um in Hanau ein Wiedersehen zu feiern und Hanau dankte es ihnen durch eine Auftrahmr die von Herzen kam und zu Herzen ging. Me leuchteten die Augen, wenn sich alte Bekannte wiederfanden und Erinnerungen ausgetauscht wurden. Da gab es keinen Parieizwist mehr, sondern man grüßte den Kameraden. Dies Gemeinschaftsgefühl, dieses Zusammenhalten um eine große schöne Sache, das ist es, was diesen Feiern den rechten Wert gibt. Es wird geweckt der Geist für das größte Ideal: das Paterland. Die Einwohnerschaft feierte seine Gäste, das zeigten die Menschen- masien, die gekommen waren um den Festzug Al sehen, das zeigte der Fahnenwald in den Hauptstraßen und die allgemeine Anteilnahme an dem Fest. Auch Petrus hatte ein Einsehen und so verlief das Fest bei gutem Wetter in ausgezeichneter Stimmung.
Eingeleitet wurde die Wiedersehensfeier durch einen
Festkvmmers
in der Turhalle der Jahnstraße. In frischem Tannengrün und reichem Fahnenschmücke prangte der geräumige Saal, der sich im weiteren Verlaufe des Abends als viel zu klein erwies, um die so überaus zahlreich Erschienenen Festteilnehmer alle zu fassen. Wiedersehensstimmung beherrschte alle Anwesenden, rührende Bilder echter Kameradschaft konnte man beobachten. Allenthalben sah man angeregt Erinnerungen und Gedanken austauschen und manch' ernstes Wort über Vergangenheit und Zukunft wurde gesprochen. Aber auch der e Humor, mit dessen Hilfe unsere alten oldaten die schlimmsten Strapazen des Felktzuges überwunden hatten, kam zu seinem Rechte. Hellere Erlebnisse aus Kriegs- und Friedenszeiten wurden aufgetischt, ein mannhaftes Lachen dröhnte zuweilen durch den Saal. Unter den erschienenen Ehrengästen und ehemaligen Offizieren der beiden Eisenbahn-- regimenter bemerkte man Major o. D- Dr. Goerke, den Festredner des Abends, Major a- D. Hosse, Major o. D. Nickel, Major a. D. Oelrichs, den früheren Regimentadjutanten des E. R. 3, Hauptmann a. D. W e r n i ch, Regierungsrat A l b a ch u. a. m. Für das gute Einvernehmen, das zwischen Offizieren und Mannschaften bestand,
zeugten die vielen herzlichen beiderseitigen Be- rüßungen- Auch die Traditionskompagnie des s. R. 3 die den R. W. Pbt. 5 Ulm ungegliedert ist, hatte es sich nicht nehmen lassen, ihre Vertreter zu entsenden. Die Stimmung hatte bereits ihren Höhepunkt erreicht, als kurz vor 3 Uhr die Kapelle des R. W. Pionier-Batl. 5 Ilm unter Leitung des Herrn Obermusik- neisters Wolter mit dem Altdeutschen Marsche von Kämpfert den Kommers eröffnete. Ein langentbehrter Genuß für Hanau aktive Militärmusiker zu hören. Schon mit den ersten Klängen hatte die wackre Schar sich die Herzen aller Zuhörer erobert und stürmi- cher Beifall, der sich späterhin zu einem wahren Ariane steigern sollte, dankte ihr für Diesen vollendeten Geimß. Anschließend erfolgte der Einzug der zahlreichen Fahnendeputationen unter Borantritt von Fackeln tragender Ehrenjungfrauen. Fürwahr ein schönes und erhebendes Bild. Zur Begrüßungsansprache ergriff nunmehr der 1. Vorsitzende des festgebenden Vereins Herr Drufchel das Wort. Er dankte den so zahlreich Erschienenen aufs herzlichste und wies nachdrücklichst auf die echte Deutsche Kameradschaft hin, die wie dieser Abend wiederum bewiese, noch in vollem Umfange vorhanden sei. Den Kameraden aus dem Ruhr- und Saargebiet, den Brudervereinen Berlin und Frankfurt, die die Patenschaft übernommen haben und dem Festredner Major a. D. Dr. Goerke, gebühre besonders Dank. Es gälte in Zukunft das bestehende Band noch enger zu knüpfen und den Großen der deutschen Geschichte wie Jork, Lützow, Körner und dem eisernen Kanzler und Gründer des Reiches Bismarck nachzueifern. Nach dem Verklingen der Ouvertüre zur Oper „Der fliegende Holländer" sprach Frl. Drusche! als Germania einen von Major a. D. Goerke verfaßten Prolog „Germama's Gruß". Mit viel Gefühl und der Bedeutung der inhaltsschweren Worte bewußt, erledigte sich die Dame ihrer gestellten Aufgabe. Hierauf ergriff Herr Hauptmann a. D. W e r n i ch das Wort zu folgenden Ausführungen:
schließlich ihres Hilfspersonals, auf etwa das vierzigfache ihrer Friedensstärke gebracht werden mußte. Diese ganz ungewöhnlich große Vermehrung kann im besonderen dann nicht überraschen, wenn man überlegt, daß der neuzeitliche Krieg zum großen Teile eine Verkehrsfrage geworden ist. Gewaltige Truppenmassen, gewaltiger Heeresbedarf muß beschleunigt zur Front herangesührt oder von Ort zu Ort verschöben werden. Vollbahnen, Feldbahnen, Drahtseilbahnen, Eisenbahnfähren mit Allem, was dazu gehört, sind neu zu bauen oder wiederherzustellen. Auf einem gewaltigen Verkehrsnetze ist der Betrieb durchzuführen. Ueber Sumpf und Moor, über Schluchten und Flüsse hinweg, Gebirge hinauf- und hinabsteigend oder in Tunnels besiegend müssen die Eisenbahner Herr der Erde, Herr von Zeit und Raum werden. Sie bedingen umfangreiche, schwierige Kunstbauten, oft Brücken von höchster Kühnheit. Abgesehen von vielen Tausend Kilometer Vollbahnen und Feldbahnen, die durch tue Eisenbahn- truppe im Kriege völlig neu gebaut worden sind, hat gerade der Bau von Vollbahnbrücken eine besonders große Rolle gespielt. Wenn die Gesamtlängen zusammengezählt werden, sind allein an Vollbahnbrücken insgesamt über 100 Kilometer gebaut worden. Dies bedeutet eine Brückenlänge von
in
Meine sehr verehrten Damm und Herrm, liebe Kameraden!
Es ist uns heute eine ganz besondere Freude, der alten Garnisonstadt Hanau einmal wieder
aktive Sonaten begrüßen zu können.
„3d? rate Ihnen das nicht aus Egoismus. Nicht nur aus Egoismus," fügte er lächelnd hinzu, was sie ein wenig wunderte.
„Wollen Sic mit Hans darüber sprechen? 7- er ist jetzt sicher ebenso von Zweifeln beängstigt, wie ich. Er wird Ihnen ebenso dankbar sein — für jede Entscheidung."
Er versprach es und sobald er dies versprochen hatte, fühlte sie ein seltsam heftiges Glücksgefühl über sich kommen. Ihr Herz war wie von einer Last befreit. Es trieb sie umher, sie sah sich jetzt erst eigenllich den prangenden Frühling an und sog es in sich ein, das Wundervolle, was er ihr verhieß. Bunte, erregende Bilder der Zukunft umgaukelten sie. Hansens Schleier war ihr von den Augen gerissen — sie glaubte endlich die Farben der Wirklichkeit zu sehen. Leise singend ging sie durch das ganze Haus. Als Hans von der Jagd zurückkam, zeigte sie sich nicht eher, als bis Dietrich mit ihm gesprochen hatte.
Hans ging es heute wunderlich. Was hatte «s nun eigentlich mit ihm vor, das unbegreifliche Schicksal?--
(Fortsetzung folgt.)
zurzest kein Recht, ihre Grenzen zu sichern und Teile seiner kleinen ihm belassenen Reichswehr in diesen Gebietsteilen umerzubringen.
Unismnchr freuen wir uns, heute Vertreter der Reichswehr als liebe Gäste bei uns zu sehen.
Sie haben die weite Reise hierher nicht gescheut und beweisen uns durch Ihr Erscheinen, daß die Ueberlieferung der alten großen Armee auch in den Reihen unserer Reichswehr wachgehalten wird.
Die Erinnerung an die von der alten Armee vollführten Großtaten, die schweren Opfer, die diese Armee jederzeit dem Vaterlande freudig gebracht hat, sollen unseren jungen Reichswehr immer als leuchtendes Vorbild dienen.
Neben den vielseitigen Dienstzweigen, deren Ausbildung die Erfahrungen des Weltkrieges verlangen, wird auch in der neuen Reichswehr der Geist der Vaterlandsliebe, Tapferkeit, des Gehorsams, der Kameradschaft und der Pflichtreue bis in dm Tod großgezogem
Nur wenn eine Truppe in diesem Geist erzogen ist, und ihr diese Eigenschaften in Fleisch und Blut übergegangen sind, ist sie imstande, alle Anforderungen, die an sie im Ernstfalle gestellt werden, zu erfüllen.
Diese Gesinnung ist es auch, die uns alte Soldaten mit der Reichswehr verbindet und wir wollen unseren jungen Kameraden versichern, daß jeder von uns an seiner Stelle bemüht ist, dm Wehrgedanten immer mehr im Volke zu vertiefen und die Erkenntnis zu wecken, daß ein Volk nur angesehen und geachtet in der Welt dastehen kann, wenn es in der Lage ist, feine Grenzen zu schützen und seiner Stimme im Konzert der Völker, gestützt aus eine schlagfertige Land- und Seemacht, Nachdruck zu verleihen.
Hanau bis Heidelberg. Unter anderem mußte der Dubiffafluß in Rußland mit einer 42 Meter hohen und 650 Meter langen Brücke überwunden werden. Diese Brücke wurde die mächtigste, die es in Europa $ Zwar waren die Opfer an Schweiß und Entsagung größer als die Blutopfer, die die Eisenbahntruppe im Weltkriege hat bringen müssen. Dennoch haben weit über 1000 Angehörige der Eisenbahntruppe den Heldentod vor dem Feinde gefunden. Denn viele technische Arbeiten mußten im feindlichen Feuer durchgeführt werden. Auch waren manche Angehörige der Eisenbahntruppe als Flieger oder Infanteristen tätig. Gerade von den Leutnants des aktiven Dienststandes ist kaum die Hälfte wiedergekehrt.
Wenn aber diese Kriegserinnerungen, dieser Geist des Kampfes und die mit ihm verbundene Kameradschaft in Truppenvereinen weiter gepflegt werden, so liegt hierin eine wichtige Zukunftsfrage um- schlosfen. Der Pionier wird, selbstverständlich weit über den Rahmen der Eisenbahntruppe hinausgehend, im zukünftigen Kriege die gesamten Errungenschaften der Technik und Chemie zu beherrschen haben, er wird ein Hauptträger des Kampfes fein müssen. Der Zukunftskrieg wird vorwiegend ein Krieg der Maschine sein. In der Tat erweist I die Gegenwart, daß die Kriegstechnik in allen Staa- I ten, die eine freie Rüstungsmöglichkeit haben, in be- I schleunigter Entwicklung auf allen Gebieten ist. Mag I man an den Panzerwagen oder Tank, an das Flug- I zeug, an das Genauigkeitsschießen der Artillerie, an s Minen- und Flammenwerfer, an das Nachrichten- I und Verkehrswesen, an den chemischen Krieg der Nebelwirkungen oder Giftgase denken, überall zeigt sich ein lebhaftes Werden und Entstehen. Noch mehr als im Weltkriege wird im Zukunftskriege der mit I den besten Verkehrsmitteln ausgestattete Stellungskampf auf der Erde, über der Erde und unter der Erde eine Rolle spielen. Die Beweglichkeit der Heere wird in diesem Material- und Maschinenkriege weitestgehend erstickt werden und sich nur gelegentlich als Bewegungskrieg durchsetzen. Der Pionier, der als gelernter Handwerker, als Maschinenmeister oder Ingenieur tätig ist, wird in noch weit höherem Maße als in dem hinter uns liegenden Kriege eine entscheidende Soldatenfigur sein.
Hat zwar unser Vaterland ein großes Bedürfnis nach Ruhe und Frieden, sind wir Deutsche zwar entwaffnet und ohnmächtig, so dürfen wir doch nicht vergessen, daß der Krieg unbedingt bis auf Weiteres zu den Naturerscheinungen der menschlichen Erdenwelt gehören wird. Das gesamte Erdendasein gibt die Deutung, daß der Kampf der Vater aller Dinge ist. Einweilen ist unmöglich damit zu rechnen, daß ein Völkerbund erfolgreich den Krieg abschaffen wird. Auch die größte Verblendung muß allmählich einsehen, daß der heutige Völkerbund, der in Genf seinen Sitz hat, bisher nichts anderes gewesen ist, als ein Träger der Macht, der Niedertracht und des Betruges. Wer Ohren zu hören hat, der höre, wie der Kriegsgott Mars mit lautem Hammerschlags an das Tor der Menschheitsgeschichte pocht und neue Kriege ankündigt. Leider hat die Tragödie der Menschheit, die sich im Kriege verkörpert, noch nicht ihren Abschluß gefunden.
Völlig verfehlt handeln daher diejenigen Staaten, die an eine Weltverbrüderung glauben und auf ein national eingestelltes Ringen im Wölkerleben ver-
Wir danken dem Pionier-Bataillon 5, daß uns die Kapelle des Bataillons so bereitwillig zur Verfügung gestellt wurde. Seien Sie, meine Kameraden von den Traditionskompag nien und Sie Herr Ober-
o Siadtthealer. Für die kommende Winterspielzeit, die am 20. September ihren Anfang nimmt, wurde Herr Hugo Firmbach als erster Held und Liebhaber verpflichtet. Der Künstler war bisher in erster Stellung am Stadttheater in Barmen und am deutschen Theater in Prag tätig. Weiter hat Herr Direktor Piorkowski Herrn Dr. Hans Plambeck vom Stadttheater Osnabrück, als ersten lyrischen Operntenor gewonnen. Herr Dr. Plambeck ist ein überaus geschmackvoller Sänger dessen große Mittel und leichte Höhe von der Osnabrücker Presse gerühmt wurde.
Spielplan der Frankfurter Theater.
wir nie und nimmer aufwärts steigen, werden Ivii chwerlich wieder dahin gelangen, daß wir mit freiem Volke auf freiem Grunde leben. Wir brauchen eine geläuterte, echt männliche Weltanschauung. Cs in der Weltenordnung begründet, daß sich lediglich die männlichen, die soldatischen Völker auf die Dauer im Kampfe um das Dasein behaupten.
Diese männliche und soldatische Weltanschauung beansprucht, als die entscheidende Ausgabe -u gelten. Sie schafft Männer, Ueberwinder und Helden. Sie bewirkt, bildlich gesprochen, daß ch heiligen Hainen und auf Berggipfeln Opfer gebrach! werden, Opfer auch auf der Wahlstatt der Heldentat die höher steht, als die Händlertat, als das lediglich auf wirtschaftliche Dinge gerichtete Denken und Trachten. Der Sinn des Lebens ist der über bas Ich hinausstrebende Dienst, ist das Opfer. Ob« Helden und Heldenverehrung geht ein Volk zu Grunde. Schwerterdienst ist Gottesdienst. Nii vollem Recht ruft der Dichter und Philosoph Fried, rich Nietzsche: „Eines aber rate ich euch, erzieht eure Söhne zu Kriegern." ,
Im besonderen aber habe ich im Hinblick daraus, daß wir das Fest eines Pioniervereins feiern, aus den eigentlichen Pioniergeist zurückzukommen. Da unter den Zukunftssoldaten der Pionier eine sehr große Bedeutung haben wird, kommt es bevorzug! auf die Pflege echten Pioniergeistes an. M brauchen viele tüchtige Männer, die die technisch« Handwerke meisterhaft beherrschen, um im Krieg- erfolgreiche Kämpfer zu sein. Wir brauchen aber auch viele starke Geister, Pioniere der deutschen Zu. kunft, die befähigt find, die Brücke zu bauen vm der deutschen Uneinigkeit zur deutschen Ginigteit, von der deutschen Unfreiheit zur deutschen Freiheit Tiefe, echt männliche Vaterlandsliebe bleibt bas oberste Gebot.
Der Gedanke an das Vaterland hat daher auq heute abend eine Losung im Sinne neuen Gelübde, zu sein Wir müssen zum Sammeln blasen. Wii müssen den alten Soldatengeist wach rufen und neu beleben. Das Vaterland ruft. Unter allen edler Leiden «haften ist die Vaterlandsliebe die mächtigste, Wo sie weilt, dort hat die Menschheit viel gutes ju erwarten. In ihr findet jeder Seelenadel einer. Niederschlag. Vater und Mutter, Werb und M Blut und Sprache, Gesetz und Sitte, Ehre uni Heldensinn, all dies wurzelt in der Vaterlandslick und wird von ihr umspannt. Bringen Sie bild das Gelübde, daß wir treue Diener des deutsche» Vaterlandes sein wollen,-zum Ausdruck, indem mit mir rufen: das deutsche Vaterland hurrah!
zichten wollen. Sie erklären sinngemäß die Bereitschaft, mit ihrem Staate die Beute derjenigen werden zu wollen, denen die Verbrüderung nicht ernst ist, oder die sich ihr überhaupt fern halten. Sie züchten eine geistig-sittliche Unterlegenheit gegenüber
mufttmeifter mit Ihren Hoboisten, uns nochmals Zuchten eine geipig^nicye uniercegeny herzlich willkommen und nehmen Sie unseren herz- j ^,n,^tD°^ ^r^/hH^"^
lichen Dank, daß Sie uns unsere Feier durch Ihre ®^urgertum «nteb "llend ^sÜMNt, und die die Anwesenheit verschönern Inhaber einer solchen kraftlosen Gesinnung veracht-
Unsere Reichswehr Hurra! Hurra! Hurra! ™ntÄm Tit/,, Befrein d^
Begeistert wurde von den Anwesenden in ein herrlicher Wahrheitssucher behandelt er eingehend das Hurra eingestimmt. Es nahte sich der die deutschen Lebensfragen. Er führt den Beweis, Höhepunkt des Abends, die Festrede des Herrn “’-
Major a. D- Dr. Goerke. Unter gespannter Aufmerksamkeit der Menge führte der Redner
folgendes aus:
Festrede.
Opernhaus. Geschlossen. trupp,
Schauspielhaus. Von Montag, 2. August, streife bis Sonntag, 8, August, abends 8 Uhr: Ai »Mtrienne". <
Der Hanauer Verein der Kameraden ehemaliger Verkehrstruppen unD Pioniere ist eine Ortsgruppe für alle diejenigen, welche in unserem alten ruhmreichen Heere den Namen Pioniere trugen. In ihr überwiegen aber naturgemäß Angehörige der früheren Eifenbahntruppe, da hier in Hanau vor dem Kriege zwei volle Eisenbahnregimenter ihren Stand- ort hatten. Demgemäß rechtfertigt sich, daß das heutige Fest Anlaß gibt, das Wesen der Eisenbahn- truppe und ihre Bedeutung im Weltkriege kurz zu
en.
An die Eisenbahntruppe traten im Kriege der- artig große Anforderungen heran, daß sie. ein«
daß der Weltkrieg im Grunde genommen ein Krieg für den deutschen Arbeiter gewesen ist, ein Krieg, der darüber entscheiden sollte, ob etwa 20 Millionen Deutsche, die überzählig zu werden drohten, im deutschen Vaterlande ihr Brot finden sollten. Da infolge einer Verkettung von mannigfachen Unglück- lichen Umständen der Krieg verloren gegangen und großes Unglück über Deutschland gekommen ist, ruft August Winnig zum schärfsten Nationalbewußtsein, zum Werke der Befreiung zunächst mit geistigen Mitteln auf.
Mr sehen also, wie dringend nötig uns gesunde Erkenntnisse sind, wie unerläßlich es ist, da sich alle Stände, auch die deutschen Arbeiter, auf di Wirklichkeiten des politischen Lehms besinnen und mit dem Gedanken an das Vaterland zugleich den Gedanken an die soldatische Gesinnung erhalten. Als ein Volk, das nur seinem Tageserwerb nachgeht, das nur die Dinge der Wirtschaft kennen will, werden
Die begeistert aufgenommene Rede klang in einem Hurra auf das deutsche Vaterland aus, die Kapelle intonierte das Deutschlandlied, davon Den Festteilnehmern stehend mitgesuMN wurde. Nach drei Musikstücken, zu deren BR- frag die Kapelle durch den nicht enden ®» den Beifall förmlich gezwungen wurde, gkH der Vorhang Der Bühne in Die Höhe und am szenischer Prolog mit lebenden Bildern Ä marck wann kommst du wieder", der so rachl in unsere zerrissene Zeit paßte und sämtliche« Anwesenden aus dem Herzen gesprochen w«, nahm seinen Anfang. Die Sprecherin FraulèM Schneider verstand es ihrer nicht leichten Aufgabe voll und ganz gerecht zu werden. W Stimme Bismarcks aus dem HintergruM, ein ernster Warner, ein Pocher an das Gewissen, voll der bitteren Wahrheit. Und dam als auch der zweite Vorhang aufging . . .» Reiches Schmied auf hohem Sockel, vor W der Amboß und rings um ihn Das deutsche Volk in mannigfacher Gestalt. Am Boden i« Trauergewande Elsaß-Lothringen, baute» sitzend die Geschichte und sehnsüchtig » Schmiede der deutschen Einheit Das Schwell reichend, Mutter Germania. Und alle dw verkörperte Gestalten, sie klagten ob der herE gebrochenen Zeit, sie sehnten sich nach Einhen Auferstehung, Freiheit. Ein ergreifendes wahr nur allzuwahr. Doch versöhnlich endens, hoffnungsvoll, es will und muß, Deutschlam wird erwachen. Stürmischer Beifall ^rschâ nicht zuletzt auch dem Spielleiter, Herrn -v' rektor Poetsch, geltend. Der gemeint Gesang „O Deutschland hoch in Ehren W den ersten Teil des Programmes. Nach kurze Pause ging es weiter. Erschütternd trug Direktor Poetsch eine Dichtung .Grâ „Die Toten von Langemarck" vor. Die von Vpern, Dixmuyden und Langemarck wer Den wieder lebendig. Das rote Blut netzt ° Erde, Deutschlands Jugend geht singend r den Tod. Und für was all' diefe Opfer, x^- Satan aber lacht", das ist der Grundton, 8 durch die Dichtung hindurchgeht. Er lacht un triumphiert. Wie lange noch? Doch allzu tru Gedanken sollen nicht aufkommen an diele Abend, voll mutiger Zuversicht sollen alle die Zukunft schauen. Zum Verscheuchen 8 ■ trüben Stimmung waren die künstlerisch 1 lendeten Darbietungen des Hanauer Man» linenorchesters gerade recht am Platze u reicher Beifall dankte der jungen Schar- ^ echtesten Berlinerisch dankte Herr Seil e « Berlmer Bruderverein für die ihnen erauest Ehrung, den Taufpaten abzugeben. Besono auf die Polen schien er nicht besonders gu" sprechen zu sein und versuchte der staunen Menge klar zu machen, was so ein echter . liner Junge für Kräfte besitzt. Eimgkâ 1 alles und wenn er auch selber 1918 recht mistisch gestimmt gewesen wârq, so ya° ^, heute seine damalige Meinung grundliG ■ ^ viert. Besonders schien ihm auch der $ schaftsgeist an der „Schänke" eingeleuchtel s haben. Mit dem dritten Verse des De > landliedes endeten seine äußerst belfalug^^ genommenen Ausführungen. In einem ^ ^, warte trat er für tuen Fonds eines in "