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201. Jahrgang.

SanauerS Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stabt und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprecher Nr. 3956. 3957, 3958.

L«r«g»p"i»- diür den halbe» Monat L Reichsmark, für den ganzen Monat L Reichsmark ohne Trègerlohn. Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für i nun Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichrpfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite W Reichrpkenttig. Offertengebühr: 50 Reichrpfennig. Geschäftsstelle: Hammerstraßes.

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Bei unverschuldete« Ausfall der Lieferung infolge höherer Sewatt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung de» Bezugspreises. Für Platzvorschrift und Erscheinungstage der Anzeige wird letne Gewähr geleistet-

Nr. 139

Donnerslag den 17. Juni

1926

Nie -vanzSf. Regierungskrise.

Brian- mit der Regierungsbildung auf breitester Grundlage betraut.

I Der Franc fällt, wie es scheint, unaufhalt- weiter. Er hat den Betrag von 170 für Pfund überschritten und nähert sich dem I Betrage von 180. An demselben Tage, an dem H dieser neue Sturz einsetzte, gab es zwei Ereig- 1 niffe, die die Schwierigkeiten der finanziellen Lage beleuchten: Der Verband der Regierungs- beamten und Angestellten trat in einer Kund- 5 'ung vor dem Kammergebäude für eilte ere Bezahlung der Beamten ein. Und der , I Stabtrat von Paris trat zu einer Sitzung zu- lammen, um zu beraten, wie ein Haushaltdefi- M zit im Betrage von 150 000 Millionen Fran- I ta auszugleichen sei.

Diese Ereignisse geben ein gutes Bild von M dem Kreislauf, in dem sich die Dinge bewegen Ul und zu einem immer stärkeren Anschwellen der

Inflation führen. Das starke Steigen der Le- bmsmittelpreise, unter dem die Beamten seuf­zen, ist in der Hauptsache der starken Ausgabe vor Weih-

en wurde.

zen, ist tn der Hauptsache der starke neuer Noten zuzuschreiben, die kurz nachten vorigen Jahres beschlosst

Unter dem Druck der damaligen Inflation sind die Preise in die Höhe gegangen. Um die Ge­hälter anzugleichen, bietet die französische Re- gierung eine allgemeine Erhöhung, die auf den Tag gerechnet, mindestens 1% Franken betragen soll. Die Beamten verlangen ein Mi­nimum von 5 Franc am Tage. Die Regierung fragt sich aber vergeblich, wie sie ihren Haus­halt im Gleichgewicht halten soll, wenn die Forderungen der Beamten erfüllt werden.

eigentlich noch recht bescheiden sind. Denn als ihre gegenwärtigen Bezüge festgesetzt wurden, betrug der Lebenshaltungsindex 311. Er steht jetzt auf 512. Selbstverständlich wird er in dem Augenblick, in Dem die Gehalts­erhöhungen. in Kraft treten, weiter gestiegen [ein. Dafür wird der Stadtrat von Paris allein schon sorgen. Wenn das erwähnte Defizit ge­deckt werden soll, so müssen die Preise für Gas, Elektrizität, Straßenbahn und Untergrund­bahn in die Höhe gesetzt werden. Und das Er- Sebnis wird fein, daß die Kosten der Lebens­haltung weiter steigen. Je höher t' M desto mehr Geld wird vc

aber die Preise . .... , _ Geld wird von dem allge­

meinen Verbrauch aufgesogen. In demselben Maße aber müssen neue Noten gedruckt wer­den und so ist das vorläufige Ergebnis dieses Kreislaufes: der Franc auf 175. Man kann pn vielleicht wieder etwas zurückdrängen, aber lolange der Kreislauf weitergeht, werden auch ms Sprünge des Franken nicht aufhören. Da­rauf kann man sich mit aller Bestimmtheit ver­lassen.

H - Wird es gelingen, den verhängnisvollen Bissaus zu unterbrechen? Verneint man diese T AM, so ist eine Balanzierung des französi- W MN Staatshaushaltes völlig aussichtslos, mag

»manzminister heißen wie er will. Briand

M noch vor kurzem damit gerechnet, daß die I Wanten Finanzmaßnahmen der Regierung sofortige moralische Wirkung hervor- swgen und das Vertrauen des Publikums in französische Währung wieder Herstellen III Sie weitere Entwertung der franzö- N Währung hat aber diese Erwartung ge- . neue Sturz des Franken hat auch JA. Börse vollständig überrascht. Das be- r A daß die Wurzel des Uebels nicht hier, ès?" viel tiefer liegt und daß keine fran- Mlche Regierung, mag sie heißen wie sie will, M wird, die Währungskrisis durch Ki rJ1^ Behelfsmittel zu überwinden. Es vvch nicht übersehen, ob die Vorschläge ^-..F^chverständigen-Ausschusses dem Uebel nAA auf den Grund gehen werden. Es gibt ein A Ansicht aller Sachverständigen nur durchgreifendes Mittel: eine ener- H y Einschränkung des Notenumlaufs. Die ^Wendung dieses Mittels aber bedeutet einen eiium i*en Schlag gegen die Wirtschaft und Meren Druck auf die Bevölkerung. Es Mr' ab die Sachverständigen, die linh niar6eitung von Vorschlägen berufen entfrhr; $u derartig radikalen Maßnahmen einmn e^n w"den. Sie scheinen es zunächst gebötia ^-A^9 $u halten, sich die Dinge Aussem" überlegen. Denn der Vorsitzende des trofaÄ hat mitgeteilt, daß der Ausschuß Ä'tre^ Arbeit seinen Bericht erst H leoen sM" des nächsten Monats werde vor- fei AJA11, Das ist eine reichlich lange Zeit, er Ernst der Lage brennt allen Beteilia-

ten auf den Nägeln. Es wird immer klarer, daß die Finanzkrisis sich mit eiligen Schritten auf dem Wege des Staatsbankrottes vorwärts bewegt.

Unter dem Druck der Finanzkrisis wird die politische Lage immer unsicherer und gefähr­licher- Die Kundgebung der Regierungsbeam­ten konnte ihre volle Wirkung nicht entfalten, weil die Polizei alle Zugänge zum Parlament besetzt hatte. Gleichwohl ist der Eindruck auf die Oeffentlichkeit groß, da die Beamten die Schwierigkeit ihrer Lage wirklich mit großer Geduld tragen und es schon weit gekommen ein muß, wenn sie aus die Straße gehen. Be- onderes Aufsehen hat es erregt, daß der Vor- itzende des Verbandes der Steuerbeamten ver­haftet wurde, weil er die Verbandsmitglieder auf dem Wege eines Rundschreibens auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht hatte, ihre Gehaltsforderungen höchst eigenhändig aus den Steuereingängen zu decken. Dieses Moment­bild gibt einen besseren Begriff von der Stim­mung der Bevölkerung und der Schwierigkeit ihrer Lage als die längsten Leitartikel der Pa­riser Presse.

Brian- erneut beauftragt.

Paris, 16. 3uni. Nachdem der Präsident der Republik seine Besprechungen mit den ver­schiedenen Parlamentariern, darunter dem ra­dikalen Senator Maurice Sarr auf und

dem der

Linken

Elysee berufen- Nach längerer Besprechung mit dem Präsidenten der Republik nahm er den ihm erteilten Auftrag, die Regierung zu bilden, an. Beim Verlassen des Elysee erklärte Briand, er habe dem Präsidenten mitgeleilt, er werde versuchen, ein Ministerium auf der Grundlage des weitestgehenden Zusammenschlusses der Fraktionen zu bilden, und dazu deren befähigste Vertreter ersuchen, angesichts des Ernstes der Lage ihre verschiedenen Streitigkeiten zu vergessen und sich einzig und allein auf den Boden des nationalen Interesses zu stellen, und sich zu bemühen, wieder eine normale Finanzlage zu schaffen.

3n parlamentarischen Steifen rechnet man, wie Havas milteilk. damit, daß Briand sein Kabinett schnell zusammenbringen wird. Mehrere seiner bisherigen Mitarbeiter, wie P a i n l e v e, Laval und andere, werde er beibehalten. Eine gewisse Anzahl von Porte­feuilles werde er Vertretern der Mitte, wie poincare und Bokanowski, anbieten. Sollte, was man für ziemlich unmöglich hält, Briands Mission m i ß l i n g e n, so rechne man mit einem Kabinett Herriot.

Wie Havas weiter mitkeilt, hat Briand die Kabinettsbildung grundsätzlich über­nommen, aber seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht, sich mit seinen Freunden zu bespre­chen, ehe er eine endgültige Antwort erteile.

Briands Kabine» auf breiter Basis.

Paris, 17. Juni. Wie Havas mittelst, wird Briand im Laufe seiner Bemühungen, das neue Kabinett zu bilden, sich zunächst an Kammerpräsi­dent Herriot als Vorsitzenden der stärksten Kammer­fraktion wenden und, um den Charakter der Einig­keit seines neuen Ministeriums zu betonen, an P o i n c a r è , den er neben Herriot und zwar als Finanzminister im Kabinett zu haben wünscht. Auch der Vertreter der sozialistischen Partei im Parlament würden, obgleich sich die Sozialisten auf ihrem letzten Kongreß in Clermont-Ferrand gegen jede Beteiligung an einer Regierung ausgesprochen haben, aufgefordert, direkt und indirekt an dem Werke mitzuarbeiten, das unternommen werde. Deshalb werde er heute mit Leon Blum, Vincent Auriol, Paul Boncour und Renaudel verhandeln. Denselben Appell wird Briand auch an den Vor­sitzenden der republikanisch-demokratischen Vereini­gung, den Abgeordneten Louis Marin, richten, so- wie an die Parteileitung der sozialistischen Repu­blikaner und der Linksrepublikaner. Die heute be­ginnenden Verhandlungen würden im Laufe des heutigen Tages angesichts ihrer Wichtigkeit wahr, scheinlich nicht abgeschlossen werden können, sondern erst am Freitag. Briand habe sich gestern abend sehr optimistisch ausgesprochen. Wenn es ihm ge­lingt, das Kabinett in der beabsichtigten Form zu bilden, würde er vom Parlament fordern, daß es ihm zugleich mit seinem Vertrauen auch alle uner-

läßlichen Vollmachten zur Erreichung des gesteckten Zieles gewähren werde.

DerPetit Partsien" glaubt, daß es in der Ab­sicht Briands liege, ein Ministerium zu bilden, dem Poincarë, Pamlevè, Georg Leyghues, Tardieu und Paul Boncour angehören. Unterstaatssekretär Danielou habe übrigens gestern abend betont, daß Innenminister DuranH im Ministerium bleiben werde, um die Wahlreform durchzuführen.

DerFigaro" glaubt, daß Senator Cheron als Finanzminister in Frage komme, falls Poincarè den Posten nicht annehmen sollte.

DerPetit Parisien" glaubt, daß Herriot nicht in ein Ministerium eintrete, sondern nur Minister­präsident werden wolle.

DasJournal" will mitteilen können, daß die neue Regierung sich,am Dienstag der neuen Kam­mer vorstellen wird.

Zu den Meinungsverschiedenheiten im Finanzsachverständigenausschuh,

Paris, 16. Juni. DieLibertè" will über die Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Finanzsachverständigenausschusses, von denen heute früh bereits derQuotidien" sprach, noch mitzuteilen in der Lage sein, daß die Mehrheit der Sachverständigen sich für die Einsetzung des Goldbestandes der Bank von Frankreich bei der Stützung des Franken eingesetzt habe. Da­gegen hätten sich der Vizepräsident der Bank von Frankreich, Picard, und Prof. Zeze, aus­gesprochen. Außerdem sei der Finanzminister als er von dem Sachverständigenausschuß die Ermächtigung zur Aufnahme eines Kredits im Auslande forderte, der durch die Bank von Frankreich garantiert werden sollte, auf Wider­stand gestoßen. Die Bant von Frankreich

, eine dorarllso Varantrportung Nickt

rend des Krieges machte, als sie einen bedeu- tenden Teil ihrer Goldreserve nach London habe überführen müssen.

Neue deulfch-franzöfifche Wirtschafis- verhanSlungen.

Berlin, 16. Juni. Je ein Vertreter des Reichs­wirtschaftsministeriums, des Außenministeriums und des Reichsernährungsministeriums sind zur Füh­lungnahme mit der französischen Delegation in der Angelegenheit der französisch-deutschen Wirtschafts­verhandlungen nach Paris gereift. Von franzö­sischer Seite ist vorgeschlagen worden, die bisher erzielten Vereinbarungen in der Form eines H a n - delsvertragsprovisoriums möglich rasch unter Dach und Fach zu bringen. Man rechnet da­mit, daß ein sechsmonatiges Proviso­rium geschaffen werden soll. Das Kabinett hat über diese Frage bisher noch keine endgültige Ent­scheidung gefällt. Jedoch wird wohl Werr darauf gelegt werden, daß die handelspolitische Fühlung­nahme mit Frankreich nicht verloren geht. Der Führer der deutschen Handelsdelegation, Ministerial­direktor Posse, wird bis zur Entscheidung über diese Frage durch das Kabinett in Berlin bleiben und dann wieder nach Paris zurückkehren.

Besprechungen über den deutsch- schwedische« Kandelsoertrag.

Berlin,-16. Juni. Das Nachrichtenbüro des Vereins Deutscher Zeitungsverleger teilt mit: Die Besprechungen des Reichskanzlers, Des Reichswirtschafts- und des Reichsernährungs­ministers mit Vertretern der Regierungspar­teien über den deutsch-schwedischen Handelsvertrag haben noch nicht zu einem endgültigen Abschluß geführt und sollen am Montag fortgesetzt werden, nachdem der deutsch-schwedische Handelsvertrag in der Reichstagssitzung am Montag die erste Lesung erfahren hat. Von den Regierungsparteien wird besonderer Wert darauf gelegt, daß eine Differenzierung zwischen Braugerste und Futtergerste eintritt in der Weise, daß die Zoll­sätze für Futtergerste wesentlich niedriger ge­halten werden, als die für Braugerste.

Die Einnahme« -es Reichs an Steuern» Zöllen un- Abgaben.

Berlin, 16. Juni. Die Einnahmen des Reichs an Besitz- und Verkehrssteuern beliefen sich im Mai auf 274 132 808 und von 1. April bis 31. Mai auf 707 516 222 Reichsmark. Die Einnah­men aus Zöllen und Verbrauchssteuern betru­gen im Mai 161 302 235 und vom 1. April bis 31. Mai 312 456 521 Reichsmark. An sonstigen Abgaben gingen im Mai insgesamt ein 11 742 und vom 1. April bis 31. Mai 43110 Reichs­mark. Die Einnahme des Reiches belief sich demnach im Mai auf 435 446 785 und vom

1. April bis 31. Mai auf 1020 015 853 Reichs­mark.

Die Frage -er Rückgabe des deutschen Eigentums in Amerika.

Washington, 16. Juni. Der Vorsitzende des Haus- Haltungsausschusses des Repräsentantenhauses Green legte in einem ausführlichen Bericht die Frage der Rückgabe des deutschen' Eigentums dar. In dem Bericht wird mitgeteilt, daß der Haushaltsausschuh etwa am 15. November zusammentreten werde, um einen Gesetzentwurf vorzubereiten, der die gesamte Frage regeln soll. Der Gesetzenrwurf soll dem Kon­greß am ersten Sitzungstage vorgelegt werden. Man beabsichtigt, den Gesetzentwurf noch vor Weihnachten im Repräsentantenhause zu erledigen.

Professor Keynes in Berlin.

Prof. Keynes wird am Montag in Berlin eintreffen und am Mittwoch nachmittag in der Universität einen Vortrag überPrivat- oder Gemeinwirtschaft" abhalten.

Das Ergebnis des hessischen Auslöfungsbegehrens.

Darmstadt, 16. 3uni. 3n Anbetracht der voraussichtlich morgen siaktfindenden Verta­gung des Hessischen Landtages ist die Samm­lung der Unterschriften für das Volksbegehren auf Auflösung des Hessischen Landtages heute beschlossen worden. Wie bereits vor kurzem an- gekündigt, sind alle (Ermattungen übertroffen worden. Statt der erforderlichen

le n haben

42 000 Unter

rund 164000 Landtagswähler in die Zeichnungslisten eingetragen. Die Listen werden Donnerstag vormittag dem für die "Volksabstimmung se^gesebl Mc^en. vorausgesetzt, daß der heute im Landtag von der Rechten eingebrachkè Antrag auf Aende­rung der Verfassung dahingehend, daß der Landtag sich selbst auflösen kann, nicht ange­nommen wird.

Der von den drei Parteien eingesetzte hessische Wirtschafts. und Ordnungsblock für die Landtagsauflösung schreibt am Schluß fei­ner Mitteilung- Auf Grund des erfolgreichen Volksbegehrens, an dem Stadt und Land und alle Bevölkerungskreise ohne Unterschied der Partei ihren Anteil haben, ist an der dcmnäch- stigen Auflösung des Landtages kein Zweifel mehr.

Die Besatzungstcuppeu.

Berlin, 16. Juni. Wie derDemokratische

380 mehr tember 1925,

Zeitungsdienst" mitteilt, waren nach der Denk­schrift des Reichsministeriums für die besetzten Gebiete im März dieses Jahres insgesamt 10070 Wohnungen beschlagnahmt, gegenüber dem Stand vom Sep- ____________i. Die Hälfte dieser Wohnungen find reichseigene Wohnungen. Die Anzahl der von der.Besatzung in Anspruch genommenen Einzelzimmer ist schätzungsweise um 1500 zu­rückgegangen und zwar vorerst in der fran­zösischen Besatzungszone. Die Zahl der verhei- .ateten Truppenangehörigen wird auf etwa 9000 geschätzt, denen noch etwa 25000 bis 30000 Familienangehörige zuzu­rechnen sind. Anzuerkennen ist, daß die Fran­zosen seit September 1925 bemüht waren, die verheirateten Truppenangehörigen zurückzu­ziehen. Vom September 1925 bis März 1926 sind aus dem französischen Kontingent fast 1100 Verheiratete zurückgezogen worden. Lei­der aber ist ungefähr die gleiche Anzahl Ver­heirateter mit der englischen Besatzung hinzu­gekommen, gerade in dem relativ kleinen von den Engländern besetzten Gebiete. Von Inte­resse ist die Belegung der früheren deutschen Garnison st8 dte. Die heu­tige Belegung von Koblenz entspricht ungefähr der deutschen Belegung vor dem Weltkriege (etwa 9150 Mann), Aachen, das im Frieden 2420 Mann deutscher Truppen aufwies, zählt jetzt rund 4000 Besatzungstruppen, Andernach 576 gegenüber 21 in der Vorkriegszeit, Diez 1600 gegenüber 745, Düren (das vor dem Welt- krieg zwar als Garnisonstadt in Aussicht ge­nommen, aber noch keine deutsche Belegung hatte), zählt rund 3760 Mann Besatzung, Kai­serslautern 2450 gegenüber 26, Kreuznach 2100 gegenüber 26, Mainz 16 600 gegenüber 11492, ' Wiesbaden 4650 gegenüber 1846.

Aussicht ge- che Belegunc

11492, ' Wiesbaden 4650 gegen Zweibrücken 2200 gegenüber 1574.