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201. Jahrgang.

SanauerS Anzeiger

General-Auzeiger fite Lie Kreise Kana« Sia-l und Land.

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Nr. 125 Dienslag den 1. Juni

1926

PMudWS Wahl mW »«»iw«.

Varschau, 31. Mai. Bei der Wahl zum Staatspräsidenten in der Nationalversamm­lung, in der 434 Sejmabgeordnete und 111 Se­natoren wahlberechtigt sind, erhielt Pil- ndski 292 Stimmen, Buinski 193 Stim­men. 61 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Da die Mehrheit der Stimmen 273

beträgt, ist Pilsudski mit absoluter Mehrheit zum Staatspräsidenten gewählt.

5ejmmarschall Rataj erklärte in Anwesen­heit des Ministerpräsidenten Bartel um 12.45 Hr vor Vertretern der polnischen Presse, daß Marschall Pilsudski die Wahl Staatspräsidenten nich ' Beschluß, so erklärte Rakaj, sei ü n ti 2 2 _ _ ruflich. Infolgedessen hat Rataj für morgen 10 Ahr vormittags, die Nationalversammlung wiederum einberufen, um die Wahl des neuen Staatspräsidenten vorzunehmen. Der Ent­schluß Pilsudski hat in politischen Kreisen eine ungeheure Erregung hervorgerufen. Die Folgen der Entscheidung des Marschalls Pilsudski lassen sich zurzeit noch nicht in ihrem ganzen Umfang übersehen.

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Die Nationalversammlung in Warschau hat ihr Votum für den Marschall Pilsudski abge­geben. Darin liegt die Bedeutung der Wochl- handlung, auch wenn der Marschall durch seine Weigerung, die Wahl anzunehmen, das Ergebnis illusorisch gemacht hat. Die Mehr­heit, die Pilsudski auf sich vereinigte, betrug etwas über 60 Stimmen. Angesichts der r^^^on, die sich sudski bemerkbar machte, ist dieser Ausgang zweifellos ein persönlicher Erfolg des Mar­schalls. Es fragt sich nur, ob alle die Mit- Äieder der Nationalversammlung, die ihre Stimme für Pilsudski abgegeben haben, auch aus innerer Ueberzeugung für ihn eingetreten sind. Daran wird man sehr stark zweifeln müssen. Die Nationalversammlung hatte nur die Wahl, Pilsudski zu wählen, wenn sie nicht neue Unruhen herausbeschwören wollte. Wäre der Kandidat der vereinigten Rechten, der Graf Buinski, gewählt worden, so hätte Pil- sudski das Ergebnis der Wahl zweifellos mit Waffengewalt kassiert. Diese Erwägung ist höchstwahrscheinlich für die Mitte, d- h. für öte Partei des abgesetzten Ministerpräsidenten Witos ma^ebend gewesen, als sie ihre Stimme für Pilsudski abgab. Wollte man dem -öurgerkrieg zunächst äußerlich einmal ein Lnüe bereiten, so gab es nur den einen Weg, den Staatsstreich durch die Wahl Pilsudskis zum Staatspräsidenten nachträglich anzu­erkennen.

ihr Amt im Sinne Pilsudskis führen werden, einerlei auf wen von den beiden die Wahl fällt. Schon vor der Berufung der National­versammlung wurde mit der Möglichkeit ge­rechnet, daß Pilsudski nicht selbst die Bürde des Amtes auf sich nehmen, sondern der wei­teren Entwicklung der Dinge außerhalb jeg­lichen Amtes zuschauen werde. In diesem Sinne hat Ministerpräsident Bartels auch kurz vor der Wahl erklärt, daß garnichts an­deres in Frage komme, als die Üebertragung des Staatspräsidiums auf Pilsudski oder aber auf einen Mann, den er als feinen Kandida­ten bezeichnet. Daß Pilsudski selbst das Amt nicht verwalten will, hat wahrscheinlich ganz naheliegende Gründe. Er hat es von vorn­herein vermieden, sich von einer einzelnen Partei mit Beschlag belegen zu lassen. Wenn die Sozialisten hoffen, daß Pilsudski als ihr ehemaliger Genosse ganz in ihrem Fahrwasser schwimmen werde, so täuschen sie sich wahr- fcheinlich sehr. Auf der andern Seite aber war Pilsudski nicht der Mann eines fest um- riffenen politischen Programms. Er hat keinen zielbewußten und festbestimmten politischen Kurs und fühlt sich sicherlich den schweren po­litischen Aufgaben nicht gewachsen, die in Po­len in der nächsten Zeit zu lösen sind. Es handelt sich dabei nicht nur um die ungeheu­ren finanziellen und wirtschaftlichen Schwie­rigkeiten. Der neue Staatspräsident wird sich vielmehr auch mit dem Parlament auseinan­dersetzen müssen, Die provisorische Regierung

Die Lage verworren.

Warschau, 31. Mai. Durch den Verzicht Pil­sudski ist die Lage so verworren wie nur mög­lich. Die Kandidatur des von Marschall Pil­sudski vorgeschlagenen Präsidentschaftskandi­daten Moscicky, einer in politischen Kreisen sehr wenig bekannten Persönlichkeit, findet auch bei der Linken nur sehr geringe Zustimmung. Für die Rechte ist er unannehmbar und auch die Minderheiten, welche heute vormittag fast durchweg ihre Stimmen für Pilsudski abge­geben haben, machten gegen Moscicky verschie­dene Einwendungen geltend. In den Kreisen der Mittelparteien macht man für den ehema­ligen österereichischen Statthalter von Galizien Dr. Bobrzynski Stimmung, der wiederum bei den Nationaldemokraten auf Widerstand stößt. Die äußerste Rechte trägt sich mit der Absicht» den Wilnaer Universitätsprofessor Zdziechowski, einen rechtsstehenden Monarchisten, der aber zu Pilsudski ausgezeichnete Beziehungen unter­hält, vorzuschlagen.

Warschau, 31. Mai. Heute nachmittag ver­anstalteten die Sozialdemokraten große Umzüge zu Ehren Pilsudskis, an denen sich etwa 10 000 Personen beteiligten. Die Losung wurde zu einer Zeit ausgegeben, als von einem Verzicht Pilsudskis noch nichts bekannt war. Die meisten Demonstranten brachten Hochrufe auf den Prä­sidenten Pilsudski aus. Aber auch die durch massenhaft verbreitete Extrablätter von Pil­sudskis Verzicht unterrichteten Demonstranten stimmten begeistert in diese Rufe ein.

Dor einer großen polütfche« Aus­sprache in der französischen Kammer ?

Paris, 31. Mai. Der radikale Abg. Hulin n in der Kammer eingebrachk.

tionalen Zone ausgeschlossen werden könne. Italien könne von diesem Teil des Mittelmeeres nicht länger ausgeschlossen bleiben.

Die englische Kohlenkrise vor dem Abschluß?

London, 31. Mai. Da die (Büitigtelt des Regierungsaugebots auf weitere finanzielle Unter­stützung in Höhe von 3 Millionen Pfund heute ab. läuft, besteht die Möglichkeit, daß der Premiere minister mit den Vertretern der Bergarbeiter und der Grubenbesitzer heute abend Zusammentritt. Man ist in beteiligten Kreisen der Ansicht, daß heute abend noch in elfter Stunde -eine Anstrengung zur Er­zielung einer Regelung gemacht werden wird. Wenn jedoch nichts erfolgen fällte, so wird der Premier- minister morgen eine Erklärung abgeben.

Die Wirren in China

London, 1. Juni.Times" meldet aus Peking: Die Hauptstadt wurde am Samstag durch zwei Vorfälle in Erregung versetzt. Eine starke Truppenabteilung habe zwischen Peking und Tientsin gemeutert. Anscheinend sei die Ordnung wieder hergestellt worden, da der Zugverkehr nach 36stündiger Unterbrechung wieder ausgenommen worden sei. Ferner sei die nationale Armee von dem Hankau-Paß aus vorgerückt und habe Tschangpingtschau, 20 Meilen nördlich von Peking genommen, so­daß ein Teil der Linie der Alliierten bis zu einem Punkte, 11 Meilen nördlich von Peking, zurückgenommen werden mußte.

Aus Marokko.

Paris, 1. Juni. Havas meldet aus Madrid: In Larasch verlautet, daß der Sohn Raisulis sich vor den französischen Linien befinde und unterm en beabsichtige.

ollmacvten u

Dieser Erwägung allein hätte aber wohl kaum den Ausschlag gegeben, wenn nicht Pil- Mski bei dem Wahlakt der Nationalversamm- mng das ganze Gewicht seiner Popularität ln die Wagschale hätte legen können. Die «ache des Marschalls wäre von vornherein Mt ganz großer Mehrheit gesichert gewesen, ®s sich um eine Volkswahl gehandelt

Die Mitte hat es offenbar für geraten Malten, dieser Volksabstimmung nicht Wi- »èrstand zu leisten. Man weiß, daß Pilsudski auf die Massen stützen kann und man hat auch in weiten Kreisen der National- »!°mmlung in Warschau das Gefühl gehabt, °» das parlamentarische System infolge der Mißwirtschaft der letzten Jahre am Volke großen Rückhalt mehr hat. Vierzehn Kabinette und mehr als 140 Minister sind in 7& Jahren in Polen über die po- Bühne gegangen. Keine davon hat ein Andenken zurückgelassen. Die ungeheure

l gegeben, wenn nicht Pib takt der Nationalversamm-

^utzchaftliche und finanzielle Krisis, in der sich befindet, ist eine Folge dieser Miß- und in letzter Linie eine Vertrauens- Pilsudski ist wahrscheinlich der einzige "nn, dem das Volk noch Vertrauen ent- H Senbringt und dem es die Kraft zutraut, die wge wieder zum Bessern zu wenden . Alles 6nb der Kandidatur des Marschalls eine Unkennbare moralische Stärke, der die Svvnsitwn in der Nationalversammlung nicht zu halten vermochte. Einen glänzenden di- H ? hat Pilsudski nicht erfochten, aber parlamentarische Opposition ist doch vor chMrückgewicheir

tz. si'lsudski hat die Wahl abgelehnt. Die uurd dadurch aber wohl kaum eine ^ndleaende Aenderung erfahren, denn Pil- bat Kandidaten namhaft gemacht, die versonliches Vertrauen besitzen und die

gegenwärtigen Mehrheitsverhältnisse im Sejm gestatten feine Kabinettsbildung, die sich dem Staatsstreiche anpaßt. Es wird deshalb von den Sozialisten ja auch verlangt, daß Neu­wahlen zum Sejm ausgeschrieben werden. Das kann nur geschehen, wenn der neugewählte Staatspräsident in die Verfassung eingreift. Deshalb stehen fraglos neue schwierige Ver­wicklungen vor der Tür. Pilsudski wird der Meinung sein, daß ein politisch und wirtschaft­lich erfahrener Mann seines Vertrauens unter diesen Umständen dem Amt eines Staatsprä­sidenten besser gewachsen ist als er selbst.

Man wird zunächst abwarten müssen, was die Nationalversammlung tut. Bleibt sie auf der Linie ihrer ersten Wahlhandlung, so wird Pilsudski an der Macht bleiben, auch wenn er sich im Staatsprästdium vertreten läßt. Entscheidet aber die Nationalversamm­lung in einem zweiten Wahlgange gegen ihn, so wird es zweifellos zu einem schweren Kon­flikt kommen.

Die Gründe für -ie Ablehnung.

Warschau, 31. Mai. Marschall Pilsudski rich­tete an den Sejmmarschall einen Brief, in dem er für die Wahl seinen Dank ausspricht. Leider könne er die Wahl nicht annehmen. Es wirke noch die Erinneung an das tragische Geschick des Präsidenten Narutowicz auf ihn ein, den er vor seinem schrecklichen Tode habe nicht bewahren können. Ueberdies könne er ohne Arbeit nicht leben und die gegenwärtige Ver­fassung entrücke den Staatspräsidenten der Arbeit. E? sei deshalb ein anderer Charakter für diesen Posten notwendig. Der Marschall entschuldigt sich wegen der Enttäuschung, die er seinen Anhängern im Landtage und im Volke habe bereiten müssen und spricht die Hoffnung aus, daß unverzüglich eine andere Persönlichkeit zum Staatspräsidenten gewählt werde.

Warschau, 31. Mai. Marschall Pilsudski lehnte die auf ihn entfallende Wahl mit der Begründung ab, in den Ziffern des Wahler­gebnisses käme für seine Auffassung nicht hin­reichend der Wille zur Säuberung zum Aus­druck, den er vom Sejm als Voraussetzung für die Annahme einer Wahl gefordert habe. Die von ihm vorgeschlagenen beiden Kandidaten sind beide Hochschullehrer von Ruf. Professor Moszicki ist Chemiker und wirkte als solcher in Lemberg. Er gehört zurzeit dem Vorstand des jüngst im Haager Prozeß Polen abgesproche­nen Stickstoffwerkes Chorzow an. Der zweite Kandidat Zdziechowski ist Professor der Philo» Kin Krakau. Er ist ein naher Verwandter üheren Finanzministers gleichen Namens und genießt als Rechtsphilosophie insbesondere wegen seiner Bücher über die Rechtsauffassung des Westens und diejenige Rußlands in Polen großen Ruf.

übermittelten Erklärung betreffend die Finanzlage und deren Einfluß auf die Regierungspolitik, der radikale Abg. Iacquier eine solche über die all­gemeine Politik der Regierung.

Die Havasagentur bemerkt dazu, daß der Abg. 3acquier anscheinend sich mit der Regierung dahin verständigt habe, morgen nachmittag eine Debatte über die allgemeine Polittk der Regierung zu ver­anlassen, da er am vergangenen Donnerstag für die Regierung gestimmt habe, während sein Parkei­genosse Yulin sich unter den Gegnern des Kabinetts befunden habe. Es sei wahrscheinlich, daß eine große politische Aussprache morgen nachmittag in der Kammer statsindcn werde.

Paris, 1. 3unt Die Morgenpresse berichtet allgemein, daß heute in der Kammer eine wichtige Debatte über die allgemeine Polittk der Regierung siatkfinden werde. Rach demOeuvre" nimmt man an, daß Briand die Bilanz der politischen und finan­ziellen Lage ziehen werde. Er werde ein sehr klares Vertrauensvotum fordern. 2m Verlauf des Heuke vormittag abzuhaltenden Ministerrakes werde der Inhalt der Regierungserklärung festgestellt wer­den und die Parteien werden heute vormittag Stet» lung nehmen.

Das die Radikalen anlangk, die bekannttich am Donnerstag zu fast gleichen Teilen für und gegen das Kabinett stimmten, so wird deren Beschluß große Bedeutung beigelegl, zumal deshalb, weil Briand gestern eine längere Anterredung mit Malvy

Halle, der den Auftrag erhallen haben soll, radikale Kammerfraktton über die Absichten Ministerpräsidenten zu orientieren.

Tschitscherin reist nach Rom.

die des

Die Gegenbewegung gegen den Völkerbund.

London, 31. Mai. Der diplomatische Korre- pondent desDaily Telegraph" will erfahren haben, daß Tschitscherin und Stalin Italien in kurzer Zeit einen Besuch abstatten würden. Mit der Reise sei eine Verbesserung der russisch - italienischen Wirtschaftsbeziehungen und die Herbeiführung einer Versöhnung zwi­schen Rom und Angora beabsichtigt. Der diplo­matische Korrespondent erklärt, Rußland be­mühe sich um die Bildung eines Staaten- Ystems, das im Gegensatz zum Völkerbund tehe. In Angora sei man überzeugt, daß trotz aller gegenteiliger italienischer und griechischer Versicherungen ein Geheimbündnis zwischen Italien und Griechenland bestehe, das sich gegen die Türkei richte.

Heft in Ser Tschechoslowakei.

Auf Grund der Wahlen in das Abgeordneten­haus der Tschechoslowakei kann festgestellt werde«, daß in 982 Gemeinden nicht eine einzige tschechische Stimme abgegeben wurde. 3n 17 795 Gemeinden wurden nur 10 Proznl, in 305 Gemeinden 20 Prozent, in 221 Gemeinden 36 bis 40 Prozent und in 85 Gemeinden unter 50 Pro­zent tschechische Stimmen gezählt, ss daß 3388 Gemeinden eine deutsche Mehrheit haben. Es gibt wohl keinen sprechenderen Be­weis dafür, daß die Deutschen dieses Staates ein geschlossenes Ganzes bilden!

Neue Disziplinarstrafordnung für das Seer.

Reichspräsident v. Hindenburg hat, miâ die Blätter berichten, in formaler Angliede­rung an das neue Militärstrafgesetzbuch eine neue Disziplinarverordnung für das Reichs­heer erlassen. Im Gegensatz zu früher gibt es jetzt nur noch gerichtliche Vergehen und Diszi- plinarübertretungen. Der Mittelarrest ist in verschärften Arrest umgewandelt worden. Der Höchstbetrag der Geldstrafen wurde von Vs auf 34 des Monatsgehalts erhöht.

MMiouendestztt in Braunschweig.

Nach einer Meldung derVoss. Ztg." wird der Etat Braunschweigs erst Ende dieses Mo­nats zur zweiten Lesung an den Landtag kommen. Der Fehlbetrag beläuft sich, wie das Blatt berichtet, auf ca. 5 Millionen Mark bei einem Gesamtabschluß von 50 Millionen. Die­ser Fehlbetrag werde sich noch erhöhen, da durch eine neue Reichsgerichtsentscheidung in einem Besoldungsstreit zwischen Kirche und Staat die Entscheidung zugunsten der Kirche ausgefallen ist.

32. Wanderausstellung der deutschen Landwirtschaft.

chen 'Jvom und Angl matische Korrespoiü)i nühe sich um die 8

Italien und die Tangerzone.

Rom, 31. Mai. Zu einer Aeußerung der Agentur Havas, daß die französische Regierung nicht die Absicht habe, irgendeine Aenderung mit internationalem Charakter in der Zone von Tanger eintreten zu lassen, erklärt dieTri- buna", daß soweit Tanger in Frage komme, Italien nach von der Verwaltung der interna-

Breslau, 31. Mai Bei der Eröffnung der 32. Wanderausstelluna der deutschen Land­wirtschaftsgesellschaft betonte der Reichsminister ür Ernährung und Landwirtschaft Dr. Has- i n b e, daß die Reichsregierung in enger Fühlungnahme mit den Landesregierungen unablässig bemüht sei, Mittel und Wege zu inden, um den wirtschaftlichen Druck, der auf ter deutschen Landwirtschaft laste, auf ein er­trägliches Maß herabzusetzen. Letzten Endes müßte jedoch die Landwirtschaft selbst dabei mithelfen. Er sei dazu vor allem durch die Ausstellung, die ein glänzendes Zeugnis von dem hohen Stande der Entwicklung unserer

dem hohen Stande der Entwicklung unserer heimischen Landwirtschaft ablege, bestärkt. Der Minister gab seiner Freude über die rege Teilnahme seitens der Landarbeiterschaft an der Ausstellung Ausdruck. Der preußisch st Landwirtschaftsminifter führte austz