201. Jahrgang.
Hanauer S Anzeiger
General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Conn- und Feiertage. / Fernsprecher Nr. 8956. 3957, 8958.
yL# gspteis: Für den halben Monat L— Retchsmark, für den ganzen Monat L— Reichrmart ohne Trägerlohn. Einzelnummer 10, Freitag 16, Samotag 12 Reichspfennig. — Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Neichspfennig, im ReNameteil von 68 mm Breite W Reichspfennig. — Offerten gebühr: 60 Neichspfennig. — Geschäftsstelle: Hammerstraße S. — ..................... ...................
Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. — Bet unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher leinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung der Bezugspreises. — Für Platzvorschrift und Erscheinungstage der Anzeige wird leint Gewähr geleistet-
Nr. 123
Samstag den 29. Mai
1926
Das Steteste.
— Gestern nachmittag fand die erste Minister- èesprechung nach den Pfingstferien statt. Sie be- ichäftigte sich lediglich mit laufenden Angelegenheiten.
— Ministerialdirektor Dr. Werner vom Rsichs- justizministerium ist zum Oberreichsanwalt ausersehen.
— In Portugal ist ein Militäraufstand aus- geèrochen. Lissabon ist vom Lande abgetrennt.
— Die Radikalen haben in einer Fraktionssitzung eine neue Interpellation, die einer Kampfansage an
Briand gleichkommt, beschlossen.
— Nach vorliegenden Meldungen soll in Paoting in Südchina eine Zusammenkunft zwischen Wupeifu und Tschangtsolin stattfinden, um eine Arbeitsgemeinschaft zustandezubringen, um dadurch die Bildung einer Regierung zu ermöglichen.
ML Wsâ
Obwohl die parlamentarische Tätigkeit in dieser Woche noch ruhte, war doch die Pfingst- pause der Reichsregierung nur kurz bemessen.
Lie Reichsminister haben sofort nach dem Feste ihre Arbeit wieder ausgenommen, um das Programm für. die kommende Arbeitsperiode vorzubereiten. Dieses Programm dürfte nach den bisherigen Ankündigungen sehr umfangreich ausfallen, da besonders auf außenpolitischem Gebiet zahlreiche Probleme auf Lösung drängen. Insbesondere verlangt das Problem der Rückwirkungen beschleunigte Inangriffnahme, ebenso stellt das Ergebnis 'der Genfer vorbereitenden Abrüstungskonferenz eine Reihe von schwerwiegenden Fragen an das Kabinett. Bekanntlich ist Deutschland bei Abschluß des Locarnopaktes u. a. auch das Ver-
15=
Mrunff' des Abkommens sofort eine Herabsetzung der Rheinlandbesatzung auf die Gesamtstarke der deutschen Truppen, die sich im Jahre 1914 in diesem Gebiet befand, vorgenommen werden soll. Dieses Versprechen ist dann auch von der Botschafterkonferenz im November v. I. sanktioniert worden, doch bis zum heutigen Tage ist es nur ein leeres Versprechen geblieben. Wohl ist im April eine geringe Ver- tninberung der Besatzungstruppen eingetreten, die Zahl übersteigt immer noch die der deutschen Truppen von 1914 um rund 25 000. hier Abhilfe zu schaffen ist ein Gebot der Stunde und da die französische Regierung absolut keine Anstalten macht, ihr feierlich gegebenes Versprechen einzulösen, muß die Reichs- regterung alsbald die Initiative zur Verwirklichung des „Locarnogeistes" im besetzten Ge- biet ergreifen und Frankreich an die Ein- osung seines Versprechens „erinnern." Ist es Won eine moralische Unmöglichkeit, in Genf über Abrüstung zu verhandeln, diese von allen «laaten zu fordern, wenn man in einem fremden Lande eine Besatzung unterhält, deren hohe durch nichts gerechtfertigt ist, so ist die -lüchtemhaltung eines Versprechens, dessen Ein- wsung Deutschland sich als Voraussetzung für oie Unterzeichnung des Locarnopaktes ausbe- oungen hat, im höchsten Grade verwerflich. Bei diesem bevorstehenden Schritt der Reichsregierung wird sie sich aber nicht nur auf die zuge- lagte Truppenverminberung beschränken dür- l'e wird die gesamte Besetzungsfrage zur Mwllung bringen und die Entente an ihre E'cyt erinnern müssen, die zweite und dritte oone enbiuf) freizugeben. Wohlgemerkt an ihre Werinnern, denn Artikel 431 des Ver- ^“Sittafes lautet: „Wenn Deutschland vor des Zeitraumes von 15 Jahren Verpflichtungen genügt, welche ihm aus M gegenwärtigen Vertrage erwachsen, so inn™" ^ Besatzungstruppen sofort zurückge- Deutschland hat in vollem Maße er- Auf wirtschaftlich-finanziellem Gebiete Dawespakt abgeschlossen worden, der oie Zufriedenheit der Reparationskom- i'^nausgelöst hat und dem Deutschland dickst geworden ist und auf militäri- Gebiet hat die Botschafterkonferenz am k 3. bestätigt, daß die Entwaffnungs- r^?^?sungen von Deutschland erfüllt worden I d. Luese Feststellung ist seitdem nicht wider- worden. Schließlich ist noch daran zu daß nach den im Jahre 1919 gege- Erklärungen Wilsons, Clemenceaus und $~ Georges der „gute Wille" Deutschlands, uKu?9. der Versailler Bedingungen zu h,Lr”' M früheren Räumung der zweiten und v°?e genügt. Nun diesen guten Willen unk ^w'r d? ""esem Oder ist die Unterzeichnung des Dawespaktes kein Be- derfür? Ist der Sicherheitspakt, der nach we und Inhalt die Sicherheit des euroväi-
âifenmmmtms in Paris
Briand am Scheideweg.
gisch, wem, Programm
paris, 28. Mai. Die ersten Erfolge der gestrigen Eröffnungssitzung der Kammer sind eine Art Kriegserklärung der Radikalen an die Regierung. Die Haltung Briands der gestern die Finanzinterpellation der Radikalen energisch, weniger energisch aber für die radikale Programmforderung der Wahlreform Stellung nahm, hat begreiflicherweise in der Partei Herriots starke Unzufriedenheit hervorgerufen. Es wurde heute in einer Fraktionssitzung der Radikalen beschlossen, spätestens in acht Tagen eine neue Finanzinterpellation einzubringen, deren sofortige Diskussion zu beantragen, sowie die radikalen Mitglieder des Kabinetts zu einer klaren Stellungnahme gegenüber der Haltung Briands aufzufordern.
Beide Beschlüsse sind für das Kabinett Briand, bei Oer augenblicklichen Lage gleich gefährlich, da die Stellung zu einem Rücktritt der radikalen Minister oder gar zu einem Sturz des Kabinetts führen könnte. In der Begründung zu diesem Fraktionsbeschluß wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß durch die Stellung der Vertrauensfrage wegen der Vertagung der Finanzinterpellation eine vorübergehende Spaltung in der Partei hervorgerufen worden fei.
- Auch die Sozialisten halten eine Fraktions
sitzung ab, die aber wegen innerer Streitigkeiten kèine- unmittelbar, für die „große Innenpolitik" bedeutsamen Entschlüsse fassen könnte. Renaudèl, der sich auf dem Parteitage in Eler-
satz zur Partelmehrheit, für die Rückkehr zur Arrondissèmentswahl eintrete, und alle gegen den Parteibeschluß die Regie cung unterstützen werde
Paris, 28. Mai. Die parteipolitische Verwirrung hat infolge des gestrigen Kammer- vcnims ihren kritischen Pua t erreicht. Briand befindet sich in einer Zwangslage, aus der er sich nur dann wird befreien können, wenn er auf seine gestrige Rechtsmehrheit Verzicht leistet. Der Ministerpräsident steht an der Spitze eines Kabinetts, das zwei Drittel Kartellpolitiker enthält. Da sich die überwiegende Mehrheit der Linksrepublikaner und Sozialisten gegen eine Vertagung der Finanzdebatte ausgesprochen hat, so ergibt sich für die im Kabinett befindlichen Linksrepublikoner die Notwendigkeit, ihre Portefeuille dem Ministerpräsidenten zur Verfügung zu stellen, wenn die Verständigung mit den ihnen nahestehenden Gruppen nicht zustande kommt.
Der ganze heutige Tag wurde dazu verwendet, die parteipolitischen Konsequenzen. des gestrigen Votums zu erörtern. Am Abend ver-
MMiamevotte in Voetugal.
Paris, 28. Mai. Havas berichtet aus Lissabon: hier ist wiederum eine militärische Militärrevolte ausgebrochen. Zwei Divisionen, die eine im Norden und die andere im Süden, haben gemeutert.
Die Verbindung zwischen der Hauptstadt und dem Innern des Landes ist wegen des Militäraufstandes unterbrochen. Der General
schen Friedens verbürgt und die Lösung von Konflikten mit Waffengewalt so gut wie ganz unmöglich machen will, keine Sicherung? Wir haben getan, was von uns verlangt worden ist — an der Entente liegt es nun, ihre Pflicht zu erfüllen, und diese Pflicht besteht in der unverzüglichen Räumung der zweiten und dritten Zone.
Es wäre aber wohl zu viel Optimismus, wenn man glauben wollte, daß mit dem ersten Anstoß die Entente sich auf ihre Pflicht besinnen und einer diesbezüglichen Forderung nun sofort Folge leisten würde. Nein, es wird eines harten Kampfes bedürfen..In Paris und London wird man an den Paragraphen bezw. an den wenigen Rechten, die das Versailler Diktat uns Deutschen zuspricht, zu deuteln versuchen. Aber dennoch, der Kamps muß eingeleitet und durchgeführt werden, sowohl im Interesse unserer Brüder im besetzten Gebiet, die die Stunde
wollten, eni
breitete sich in der Kammer das Gerücht, daß die Kartellgruppen Briand vor die Wahl stellen wollten, entweder innerhalb acht Tagen mit der Finanzdebatte zu beginnen, oder sein Kabinett durch den Eintritt rechtsstehender Deputierter so umzugestalten, daß es dem gestrigen Votum entspricht. Für Briand wurde die Preisgabe des Kartells und die Wiederherstellung des früheren Nationalen Blocks mit Hilfe einiger
linksrepublikanischer Ueberläufer geradezu katastrophal sein. Eine derartige Kombination würde sich nur ganz kurze Zeit halten und zum Zusammenbruch des Kabinetts führen.
Der alte Praktiker Briand steht also vor einem Problem, wie er es vor seiner politischen Laufbahn noch nicht erlebt hat. Seine Situation ist umso schwieriger, da er ohne die Rechte überhaupt nicht imstande ist, die zwischen dem Finanzmtnister Përet und der Hochfinanz, insbesondere der Bank von Frankreich getroffenen Vereinbarungen durchzuführen. Die für den Expertenausschuß bestimmten Persönlichkeiten mißfallen den Kartellgruppen im höchsten Grade. &igegen stellt sich die Rechtspresse wie ein Mann hinter Briand und den Finanzminister, was zur unvermeidlichen Folge hat, daß die Linke dem Ministerpräsidenten Verrat vorwirft.
Ein Ausweg, der immer wieder empfohlen wird, wäre die Lammerauflösung.
Briand schweigt sich darüber aus, aber seine Freunde lassen durchblicken, daß er den Apell
Mischen Kammer hat in feiner heutigen Sitzung beschlossen, Finanzminifter Peret einen Fragebogen zu überreichen und ihn zu bitten, am kommenden Dienstag über folgende Fragen Auskunft zu geben: Die Lage im Schatzamt, der Fälligkeitstermin für die Einlösung der Schatzbonds vom 20. Mai, die Währungskrise, die Bildung des Finanzfachverftändi- genausschusfes und die Pläne der Regierung betreffend die Währungsstabilisierung und die Amortisierung der schwebenden Schuld.
Zu den Gerüchten über die Reserven der Bank von Frartkreich
Paris, 28. Mai. Wie dem „Journal des Dsbats" gemeldet wird, hat die Handelskammer in Bordeaux, erregt durch gewisse in der Oeffentlichkeit verbreitete Gerüchte, den Wunsch zum Ausdruck gebracht, daß die Goldreserven der Bank von Frankreich unberührt gelassen werden und daß die Direktoren dieses Instituts sich nötigenfalls dieser unvorsichtigen Inanspruchnahme, die geeignet sei, die schwersten Folgen nach sich zu ziehen, widersetzt haben.
der meuternden Truppen richtete an die Bevölkerung einen Aufruf. Die Regierung hofft jedoch, die Bewegung unterdrücken zu können.
Paris, 29. Mai. Nach Meldungen aus Lissabon hat die 8. Division gemeutert. Die Division von Pirko hak sich ihr augeschlossen, um auf die Hauptstadt zu marschieren.
ihrer Befreiung von der fremden Besatzung herbeisehnen, wie des deutschen Ansehens in der Welt. Die Aufrollung dieser Frage drängt umsomehr, als die vorbereitende Abrüstungskonferenz, von der man erwartet hatte, daß sie die Besatzungsfrage mit berühren würde, in dieser Beziehung einen vollkomemn negativen Atts- gang genommen hat. Es hat zwar auf dieser Konferenz an schönen Worten nicht gefehlt, aber an der Tat der Abrüstung ist man wieder vorbeigegangen. Die Konferenz hat erneut gezeigt, daß man praktischen Konsequenzen auf diesem Gebiete so weit wie möglich aus dem Wege geht und nicht daran denkt, die Einleitung zum Absatz V des Friedensdiktates, nach der sich alle Staaten verpflichten, ihre Rüstungen einzuschränken, sobald Deutschland abgerüstet hat, wahrzumachen. Anstatt zu sagen, alle Staaten rüsten in derselben Weise ab wie es Deutschland getan hat. oder es wird ein
Durchschnittsmaß festgesetzt, nach dem auch Deutschland sein Heer emzurichten hat, hat der ranzösische Delegierte mit Hilfe von Polen, Belgien, Argentinien und Italien es durchge- etzt, daß auf die Eigenart der Läirder Rücksicht zu nehmen und die „potentielle" Kriegskraft der Erörterung des Abrüstungsproblems zugrunde zu legen ist Das technische Komitee ist beauftragt worden, die Antwort auf sieben Fragen in seinem Bericht mit aufzunehmen, nämlich die Einwohnerzahl eines jeden Landes, seine Kraftquellen, seine geographische Lage, seine maritimen Berbindungen, seine Eisenbahnen, die Verwundbarkeit seiner Grenzen, die Abschätzung der Zeit, in der ein Land imstande ist, seine Friedensindustrie in Kriegsindustrie umzuwandeln, und welche Kraftquellen ein Land im Kriegsfalls zu feiner Verfügung haben kann. Mit Annahme dieses Vorschlages ist jede ernsthafte Diskussion des Abrüstungsproblems unmöglich gemacht, denn Frankreich wird unter Berufung auf die „potentiellen" Kriegskräfte anderer Länder jedk Abrüstung ablehnen. Dies ist natürlich für uns Deutsche unerträglich und wir müssen mit aller Entschiedenheit dagegen angehen. Dabei müssen wir es verstehen, aus dem Gedanken der Abrüstung eine Angriffswaffe zu machen, ähnlich wie bei der Selbstbestimmung. Mit dem Gedanken der Selbstbestimmung hat man uns in unserer materieller Existenz vernichten wollen. Aber schon heute zeigt es sich, daß sich dieser Gedanke der Selbstbestimmung gegen seine heuchlerischen Verkünder selbst wendet. Nützen wir die Zeit, die zwischen der vorbereitenden und der endgültigen Abrüstungskonferenz, die im Herbst stattfinden soll, liegt, daß der Gedanke der Abrüstung sich in derselben Weife und Rich- ukag.auaa^i. ^*yen mchk müße »erien.
immer und immer wieder die diesbezüglichen Bestimmungen des Versailler Diktates der Welt ins Gedächtnis zu rufen. Auf diese Weise werden wir schließlich doch erweisen, daß die Besatzungstruppen im Rheinland nicht nur vermindert werden, sondern ganz verschwinden und daß der Abrüstungsgedanke, mit dem man uns zu Boden zwang, seine Spitze gegen diejenigen richtet, die für ihn veranftvortlich ^inb.
Ein Flaggenvorschlag des Reichs- kunstwarls.
Berlin, 28. Mai. Der Reichskunstwart Redslob hat in Ausführung eines Auftrages der Reichsregierung, die Frage der Einheitsflagge heraldisch zu bearbeiten, einen Vorschlag ausgearbeitet, der folgende Einheitsflagge enthält: Das Fahnentuch wird durch ein schwarzes Kreuz mit nach den Flügeln hin etwas erweiterten Borden in vier Felder geteilt, die links des senkrechten Balkens orange und rot, rechts von ihm rot und orange tragen sollen. Das Kreuz soll ungefähr die Form des Eisernen Kreuzes haben. Der „Lokalanzeiger" der diese Mitteilung veröffentlicht, bezeichnet den Vor- schlag als eine völlige Unmöglichkeit.
Die „Tägliche Rundschau" bemerkt zu dem Vorschlag, daß das Reichsministerium des Innern von verschiedenen Persönlichkeiten Probeentwürfe eingefordert hat, um dem Reichstagsausschuß, der sich mit der Frage der Schaffung einer Einheitsflagge befaßen soll, Unterlagen zu geben. Unter den angegangenen Persönlichkeiten befindet sich auch der Reichs- kunstwart Dr. Redslob. Dem Ministerium sind außerdem zahlreiche freiwillige Entwürfe zugegangen. Das Ministerium wird das Material zunächst sammeln und es dann nach einer Sichtung ohne eigens Stellungnahme dem Reichstagsausschuß zuleiten. Auf diese Weise wird wohl auch der Entwurf des Reichskunstwarts mit vielen anderen zusammen dem parlamentarischen Ausschuß unterbreitet werden. Da sich die Frage gegenwärtig noch in ihrem Anfangsstadium befindet, so ist es, wie das Blatt schreibt, deshalb verfrüht, jetzt schon den einen oder den anderen der Entwürfe aus den vielen besonders herauszuheben und ihm dadurch eine Bedeutung beizulegen, die er nicht besitzt.
Die Bremer Bürgerschaft gegen die
Flaggenvervr-nung.
In der gestrigen Sitzung der Bremer Bür« gerschaft wurde ein sozialdemkratischer, von den Demokraten unterstützter Antrag mit 48 gegen 37 Stimmen angenommen, der den Senat ersucht, bei der Reichsregierung die Aufhebung der Flaqgenverordming vom 5. Mai zu erwirken. (Legen den Antrag stimmten die Deut- sche Volkspartei, die Deutschnationalen und die Völkische Partei.
wirken.