201. Jahrgang.
hanauerL Anzeiger
General-Anzeiger für Lie Kreise Kana« Stadl und Land.
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Nr. 118
Samstag den 22. Mm
1926
C3
Das Neueste.
— Zu der gestrigen Meldung, daß nach Pfingsten «in offizieller deutscher Schritt wegen der Stärke der Besatzungstruppen in der zweiten und dritten Zone erfolgen soll, wird erklärt, daß ein solcher Schritt nicht beabsichtigt sei. Die Reichsregierung werde jedoch keine sich bietende Gelegenheit vorübergehen lassen, um immer wieder auf eine Herabsetzung hinzuwirken.
— Gestern nachmittag ist der deutsch-österreichische Handelsvertrag unterzeichnet worden. Der Vertrag wird alsbald veröffentlicht werden.
— Auch die englischen Grubenbesitzer haben die Regierungsvorschläge abgelehnt, sodaß der Kampf im Bergbau weitergeht.
— Die Gewerkschaften in Luxemburg haben beschlossen, den Generalstreik auszurufen, falls ihre Lohnforderungen nicht bis zum nächsten Mittwoch genehmigt sein sollten.
— In Anbetracht der Genfer Tagung des Abrüstungsausschusses saßt die amerikanische Regierung jetzt nicht mehr die Möglichkeit einer zweiten Konferenz für die Abrüstung zur See ins Auge.
— Im Frankenfälscher-Prozeß haben gestern die Plädoyers begonnen.
— Der griechische Justizminister Kunduros ist aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten.
— Wie die Warschauer Morgenpresse erfährt, wird die polnische Nationalversammlung, die die Wahl des neuen Staatspräsidenten vornehmen soll, voraussichtlich Montag, 31. Mai zusammentreten.
Lemâeich im Zeichen der KeansenHeiie.
unter
OKrrsftssdanVen.
Pfingsten wird von jeher als das heiterste er den großen christlichen Festen empfunden.
N so. Wir brauchen heitere Freude,
Paris, 21. Mai. Man weiß hier noch immer nicht recht, was man von der Londoner Reife des französischen Finanzminsters Peret halten soll. „Peret ist mit einem Mißerfolg heimgekehrt", schrieb „Le Soir", doch ist es fraglich, ob dieses Urteil ihm nicht unrecht tut. Tatsache ist, daß der Frank während seines Londoner Aufenthaltes beinahe katastrophal fiel, und daß in Paris — und, wie man behauptet, auch an einigen ausländischen Plätzen — eine Panikstimmung entstand. Die Ursache des Frankensturzes war mchl ohne weiteres zu ersehen. Denn formell stehen die französischen Finanzen jetzt so gut wie niemals seit Kriegsende, und die Aeußerungen aller authentischen Stellen sind rosig und optimistisch. Tatsächlich hat aber die französische Devise wieder einen großen Teil ihres Wertes eingebüßt, und daß man die Ursache der Frankenbaisse nicht kennt, erhöht nur die Unsicherheit.
Raould Peret hat London überstürzt auf die Frankenbaisse hin verlassen, vielleicht erfolgte aber diese Ministerreise überhaupt etwas überstürzt. Wenn man aus der Erfahrung lernen würde, so wären die Minister feit dem denkwürdigen Mißerfolg Caillaux stets zu Hause geblieben, denn nur sehr selten haben diese Reisen Erfolg gebracht, und auch in diesen Fällen könnte man mit einigem Recht fragen, ob zur Erzielung des betreffenden Erfolges die Reife
fues Reinen mit enthalten ist. Darüber aber * bars doch nicht so, wie es meist geschieht, der * ernste und richtunggebende Inhalt vergessen ; werden, den gerade das Pfingstfest nicht nur ‘ für das religiöse, sondern auch für das irdisch gebundene Leben hat. Unter den irdischen Bindungen ist der Staat mit der Familie die bedeutendste. Was sagt uns Pfingsten für unser
I Verhältnis zu ihm?
i Pfingsten ist das Fest des „Heiligen I Geistes". Von der ersten Stunde an ist es von $ entscheidender Bedeutung gewesen, ob dieser „Heilige Geist", sehr vielen übrigens nicht leicht ; begreifbar, nur die religiösen Vorstellungen be- ‘ reicherte, oder ob er darüber hinaus sich auch s im Leben und in den gegenseitigen Be- ‘ Ziehungen der Menschen untereinander prak- s tisch auswirkte. Die erste Stelle, an der dies j geschah, war die Kirche. Mag man diesem ! ober jenem - Bekenntnis angehören, eine Tat- I fache wird als feststehend anerkannt werden ' müssen: Jede kirchliche Gemeinschaft ist auf die i Dauer groß, stark und sieghaft, so lange (aber I auch nur so lange) ihre Träger beseelt sind von I °mer, alles Kleinere zurückstellenden Hingabe ? an die Sache der Gemeinschaft und von i I unbedingten Streben nach Zusammenfassi
I aller für den Dienst an dieser Gemeinschaft I "gend wie in Betracht kommenden Kräfte.
I Wo ist dieser „Heilige Geist" heute im ‘ staatlichen Leben Deutschlands? Der Weltkrieg I hat internationale Bindungen zerschlagen, aber $ wider Gottes nationale innerhalb des deutschen I âttes nicht enger geknüpft. Anstatt das Un= I giucf mürbig und gemeinsam zu tragen, füllte I ©treit das Land. Unzählige, die das Wort I „Volksgemeinschaft" dauernd im Munde füh- I AN, denken sich unter solcher „Bolksgemein- ß Zaft nur, ein zwangsweises Zusammen- I schweißen auf der Grundlage gerade ihres eng I begrenzten Standpunktes und säen daniit »Zwietracht, statt Einigung. Ein Beispiel dafür »aus der allerletzten Zeit! Der Reichspräsident «erklärt in seinem letzten Brief an den Reichs- I kanzler, daß er um der Einigung des deutschen 8 Volkes willen eine Lösung der Flaggenfrage »wünsche, die versöhne. Versöhnung zweier I einander entgegengesetzter Meinungen ist doch »wohl ohne Selbstaufgabe nur möglich, wenn I Leiden nicht ganz, aber doch beiden in etwas I entgegengekommen wird. Die Wortführer der »Linken aber erklären munter, daß diese Lösung ■ nur im unbedingten und alleinigen Anerkennt- «nis von „schwarz-rot,gold" möglich sei. Wo ist . nun der ehrliche Wille zur „Versöhnung" |UM -Einigung"? Ist es nicht die alte Melodie: ■ i^tm es nicht nach meinem Willen geht, mag IruS3 Erschlagen werdeü?" Unter solchem Ge- »pchtspunkte gewinnt auch der Sturz des M Reichskanzlers Luther eine grundsätzliche Be- "k?' Man mag an Luthers Amtsführung
* >n Den letzten Monaten manches aussetzen, aber
Finanzministers nach London war sehr geeignet dazu, die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf das Schicksal des Franken zu lenken und die Spekulationslust der Börsen zu entfachen, wie das durch solche demonstrative Gesten oft geschieht. Die Regelung der französisch-englischen Schuldenfrage war nicht zeitgemäß, teils weil eine provisorische Regelung bereits vorhanden ist, teils aber weil England besonders stark unter der Einwirkung des Generalstreiks und des dadurch entstandenen Schadens steht. Selbst Churchill konnte nicht so nachgiebig sein wie früher. Doch Perets Reise galt in Wirklichkeit nicht der Schuldenregelung, sondern der Frankenstabilisierung.
Die englische wie auch die französische Presse gibt vielfach der Meinung Ausdruck, daß die Stabilisierung mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden ist, daß aber ohne bestimmt lautende Versprechungen über die Stabilisierung die französische Devise ihren Wert stets sprunghaft ändern wird. Doch es ist wahrscheinlich, daß diese Auffassung in ihrer entschiedendsten Form — wie sie etwa die „Times" vertritt —
unter der Einwirkung der jetzigen Frankenkrise entstanden ist.
In der französischen Presse sind zwei verschiedene Erklärungen über die Ursache des jetzigen Frankensturzes zu finden. Die eine behauptet, daß alles auf die italienischen Frankenverkäufe unb auf die Manöver Volpis zurückzuführen fei, die andere macht wieder die englische und amerikanische Spekulation für den Verfall des Franken verantwortlich. Zwei Konzeptionen sollten hier einander gegenüberstehen, die anglosächsische, welche überall die Stabilisierung auf Goldbasis durchführen möchte, und eine kontinentale, welche dem Standpunkt Volpis entsprechen soll und die der anglosächsischen widerläuft. Diese Auffassung ist zweifellos sehr interessant, doch dabei sollte man aber auch die Ausführungen gewisser rechtsstehender Blätter beachten, welche den Verfall des Franken größtenteils auf die begangenen finanz-politischen Fehler zurückführen.
Ein Zwischenfall an der Pariser Börse.
An der Pariser Förse ereignete sich Freitag nachmittag ein aufsehenerregender Zwischenfall. Der Vertreter eines großen amerikanischen Bankhauses, der in den letzten Tagen große Frankenmengen verkauft hatte, wurde von französischen Bankiers und Maklern tätlich angegriffen und zur Börse hinausgeworfen. Die Angelegenheit wird nunmehr noch ein gericht-
Briand zuk Franbenswtzungsakrion.
Paris, 21. Mai. Ministerpräsident Briand hat heute abend mit Finanzminister Peret und dem Gouverneur der Bank von Frankreich
verhandelt. Er erklärte nach Schluß dieser Beratungen, zwischen der Regierung und der Bank von Frankreich bestehe vollkommene Einmütigkeit. Gewiß habe man über die Modali- zur Sanierung des Franken diskutiert, ille Schwierigkeiten seien aus dem Wege geräumt. Die heutige Baisse der ausländischen Devisen sei eine normale Erscheinung. Die
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neuerliche Hauffe fei eine künstliche gewesen
der tatsächlichen
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Lage. Was der Entspannung am besondere Bedeutung verleihe, sei die Tatsache, daß die Aktionsmittel der Regierung noch un-
Devisenmarkt die Iai
angegriffen seien, und daß man auch nicht auf ausländische Hilfe zurückgegriffen habe. Was die Fortsetzung der Londoner Verhandlungen anbetrifft, so wies Finanzminister Peret darauf hin, er werde sich vor dem Wiederzusammen» tritt des Parlaments nicht mehr nach London begeben.
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die Art seines Sturzes, wie er von links herbeigeführt und damit wieder eine Krise geschaffen wurde, ohne daß nur einer der Beteiligten sicher war, dafür etwas Besseres an die Stelle zu setzen, läßt dasselbe Maß von Eigenbrödeler und Verantwortungslosigkeit fürs Ganze kennen, das wir schon so oft bei ähnlichem Anlaß zu beobachten Gelegenheit hatten.
Worin beruht schließlich die Kraft einer großen Nation, So wichtig dabei die Größe des Heeres ist, so ist doch entscheidender die Größe und Stärke der Seele. Deutschsein heißt: Auf Gedeih und Verderb sich persönlich verbunden fühlen mit seinem Volk und jedem seiner Glieder in guten und in schlechten Zeiten. Deutsch- sein heißt: Die Not und die Gefahr des eigenen Volkstums zu erkennen und danach alle persönlichen Kräfte anspannen, ihnen zu begegnen. Deutschsein heißt: In jedem seiner Volksgenossen den Bruder sehen, dem ich nicht haßerfüllt den Schädel einzuschlagen trachte, sondern mit dem ich mich trotz allem in der Kind- schaft einer großen Mutter verbunden fühle. Deutsche Tüchtigkeit und deutscher Fleiß haben, das muß jeder Gerechtdenkende anerkennen, unser Volk seit 1919 wieder emporgebracht, wie man es vor wenigen Jahren noch kaum für möglich gehalten hatte. Sehr vieles bleibt noch zu erreichen; vieles ist schon über Erwarten wieder geordnet und gerichtet. Aber beste wirtschaftliche Erfolge und schönste außenpolitische Errungenschaften, die uns der Himmel bescheren möge, helfen uns auf die Dauer nichts, wenn uns nicht der heilige Geist des Deutschseins wieder mehr zu eigen wird. Immer wie-
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der darf auf den Reichspräsidenten als den vorbildlichen Träger solchen Geistes hingewiesen werden. Er ist es, weil er zu opfern versteht, nicht nur an seiner Bequemlichkeit und von der wohlverdienten Ruhe seines Alters, sodern auch und vor allem in der Zurückstellung der eigenen Meinung gegenüber dem Gesamtwohl. Charakter haben wird so oft mit der Dickköpfigkeit im einzelnen verwechselt. Charakter haben ist: Festhalten am Ziel. Dieses Ziel aber kann nur und muß die nationale Einheit sein. Und wie sieht es in der Praxis aus? Wieder ein Beispiel aus den letzten Tagen! Rechtsputsche sind ebensolche Verbrechen wie Linksaufstande, Ein Verbrechen ist es aber nicht minder, wenn halb Festgestelltes, Ungeklärtes in die Masse hineingeworfen und damit gar von amtlichen Stellen ohne irgendwelchen Nutzen fürs Ganze Haß, Aufregung und Hetze erregt wird.
und dergleichen so laut geworden ist, liegt nicht auch ihm die Sehnsucht danach zugrunde, daß nicht die Organisation und das Schema, son dern der lebendige Mensch wieder mehr in den Mittelpunkt des Lebens gestellt werde? Dabei soll an dieser Stelle nicht entschieden werden, ob gerade die Form der Werkgemeinschaft die allein richtige ist. Hier kommt es auf die Idee an. Muß Wirtschaft wirklich ein immerwährender Kampf des Interessenten gegen den Interessenten, muß innere deutsche Politik ein fortwährendes Streiten der Parteien darüber fein, ob gerade die eine oder andere im Besitz des allein echten Ringes sei? j
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en Feste der Christenheit haben iinn, wenn der Mensch aus ihnen
anders herausgeht, wie er in sie gegangen ist, wenn er aus ihnen etwas mitnimmt in den Alltag. Bei der deutschen Sache geht es letzten Endes um die deutsche Seele, und nicht einige Wenige machen die Nation aus, sondern auf viele, mindestens auf so viele kommt es an, daß sie ihr Volk nicht nur leiten, sondern wirklich Darstellen. Die Vorstufe zum „Heiligen Geist" ist das, was man schlechthin anständige Gesinnung nennt. Nur ein wenig mehr Wille zu Gerechtigkeit und Verstehen für anders Gesinnte und anders Gestellte im deutschen Volk; nur ein wenig mehr Opferbereitschaft vor allem innerlicher Art, wenn es Kitt für die Nation ist; nur ein wenig mehr Sichsslbstbemühen, damit die Dinge in Deutschland besser werden, anstatt es anderen zu überlassen; etwas weniger Entzweiung im Innern, dafür etwas mehr geschloffene Kraft nach außen. Jeder versuche es bei sich, und damit hätte er schon die Richtung gewonnen, die uns nach oben führt. Aus die Richtung aber kommt es an, wenn man in der Nacht wandert, um ins Hells zu gelangen
obfinöung.
Durch die kommunistische Hetzarbeit ist es dahin gekommen, daß das deutsche Volk am 20. Juni darüber entscheiden muß, ob den ehemals regierenden Fürstenhäusern ihr gesamtes Vermögen bis zum letzten Rest
privaten Eigentums ohne jede Entschädigung weggenommen werden soll. Ein solches Versah
iren würde
gegen Moral, Recht und Verfassung verstoßen. Durch falsche Behauptungen und gröblichste Irreführungen wird das Volk gegen die vormaligen Fürsten und seine große Vergangenheit aufgehetzt.
In der Frage der vermögensrechtlichen Aus- einandersetzung der Länder mit ihren Fürstenhäusern kann nach der geschichtlichen Entwicklung gewiß nicht das formale Recht allein entscheiden. Es ist notwendig, daß die Interessen der Allgemeinheit in ausreichendem Maße gewahrt werden. Dabei ist auf die Finanzlage der Länder und auf die allgemeine Verarmung des Volkes Rücksicht zu nehmen. Die Deutsche Volkspartei hat diesen Forderungen dadurch Rechnung getragen, daß sie führend an einem Gesetzentwurf mitgearbeitet hat, der eine beiden Teilen gerecht werdende Auseinandersetzung ermöglichen sollte. Die Regierung hat auf unsere Forderung denselben Weg beschritten und den gesetzgebenden Körperschaften des Reiches eine Vorlage unterbreitet, die eine ausreichende Wahrung der Allgemeininteressen ermöglicht. Im Reichs- rat hat die unter sozialdemokratischer Leitung stehende preußische Regierung dieser Vorlage zugestimmt und damit zum Ausdruck gebracht daß sie den Volksentscheid auf entschädigungs- lose Enteignung a b l e h n t.
Die Deutsche Volkspartei wird mit allen Kräften dafür eintreleu, daß diese Vorlage
Gesetz wird.
Sie widersetzt sich aber der Forderung einer entschädigungslosen Enteignung, gleichgültig, gegen wen sie sich richtet. Der zur Volksabstimmung gestellte kommunistische Gesetzentwurf widerspricht der Verfassung, die den Schutz des Privateigentums verbürgt. Er widerspricht auch der Haltung, welche die Sozialdemokrat!« selbst in den Tagen der Revolution unter Führ runq Eberts eingenommen hat.
Offen sprechen es die Kommunisten aus, daß
Die große Düsseldorfer Ausstellung „Geso- lei" ist vor kurzem unter dem Stichwort eröffnet worden, sie gelte dem deutschen Menschen. Gewiß sind alle Bestrebungen der höchsten Anerkennung wert, die der körperlichen Gesundheit unseres Volkes dienen. Aber der „deutsche Mensch", von dem die Rede ist, darf, wenn er die dauernde Grundlage für eine wieder bessere Zukunft schaffen soll, nicht dessen entbehren, was eine Selbstverständlichkeit sein sollte und doch leider meistens fehlt. Das ist ein Tropfen echten Menschentums. Echtes Menschentum ______ gründet sich auf der Achtung vor sich selbst und scheu Gesetzentwurf ergeben, führt zur Achtung vor anderen. Wenn heute Grundmauern unseres staat
mit den Fürsten nur der Anfang gemacht, daß die Konfiskation alles übrigen Eigentums einschließlich der Ansprüche auf Pension und Renten folgen soll. Die Enteignung soll der Anfang der neuen Revolution sein.
Würde sich eine Mehrheit für den kommunistischen Gesetzentwurf ergeben, dann würden die
führt zur Achtung vor anderen. Wenn heute Grundmauern unseres staatlichen Lebens zer- wieder der Ruf nach „Werkgemein schäften" stört, jede Ordnung untergraben, jede Kultur