Einzelbild herunterladen
 

201. Zayrgang.

anauer^

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Sladl und Land

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprecher Nr. 3956, 3957, 3958.

Bezug» prei«: Für de« halben Monat L Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne Trägerlohn. Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für 1 Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Brette 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite Reichspfennig. Offerten gebühr: 50 Reichspfennig. Geschäftsstelle: Zammerstratze 9.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Bei unverschuldeten» Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Für Platzvorschrift und Erscheinung-tage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet-

Nr. 114

Dienstag den 18. Mai

1926

Das neueste.

Im preußischen Landtag fand gestern eine lebhafte Debatte über den angeblichen Putschplan rechtsgerichteter Verbände statt, in die auch der preußische Ministerpräsident ein- griff.

Im Reichstag wurde ein Antrag auf Verlängerung der Erhöhung in der Erwerbs­losenfürsorge angenommen.

In Posen hat sich eine Gegenregierung gebildet. General Haller marschiert mit seinen Truppen gegen Warschau.

In der Beantwortung einer Anfrage schätzte Churchill die durch den englischen Streik verursachten Ausgaben der Regierung auf 750 000 Pfund. Es bestehe jedoch keine Not­wendigkeit, eine Steuererhöhung vorzuschlagen.

Nach spanischen Berichten haben die Spanier Abd el Krims Stützpunkt Tamasint im Frontabschnitt Aigir besetzt. Nach Mel­dungen aus Fez organisieren die Rifleute im Innern des Rifgebietes den Widerstand.

Das iNabkuett Mame.

Berlin, 17. Mai. Reichspräsident v. Hin­denburg hat den bisherigen Reichsjustizmi- »ister St. Marx zum Reichskanzler ernannt und ihn gleichzeitig mit der einstweiligen Wahrnehmung der Geschäfte des Reichsmini­sters der Justiz und des Reichsministers für die befetzten Gebiete beauftragt. Ferner hat der Reichspräsident auf Vorschlag des Reichskanz- tos Dr. Marx die Mitglieder der bis- Vtigen Reichsregierung in ihren unfern bestätigt.

Das n teigfett gebo in dieser Zeit größter außenpolitischer und iWerpolitischer Spannungen einer langen Re- gièmngskrtsrs Raum zu geben. Der mutwillig hemufbeschworene Sturz des Kabinettes mußte rasch wie möglich wieder gut gemacht wer­den. Aus diesem Grunde war die Möglichkeit der Regierungsneubildung von vornherein außerordentlich beschränkt. Es bestand eine ge- Wfe Bewegungsfreiheit bei der Auswahl der Persönlichkeit, die an Luthers Stelle zu treten Wte. Aber was das Kabinett anlangte, so t-nd man von vornherein eigentlich nur vor der Wahl, es so wieder auf diese Füße zu stellen, wie es vor dem Sturz gewesen ist. Bei Cer Berufung des neuen Kanzlers lag denn auch die eigentliche Schwierigkeit. Die Tastver- die das Zentrum unternahm, ließen reich erkennen, daß man außerhalb des Parla­mentes nur schwer einen Mann finden konnte, ^ entschlossen die Zügel in die fland nahm. So beschritt man den nächstliegen- Leschästsführende Kabinett ?lni9te sich auf Herrn Marx als dendemLe- vensalter nach ältesten Minister. Er wurde dem Nsprasidenten vorgeschlagen, erhielt dessen K ^klarte M) nach einigem Zögern neu»ar d" Krise rasch gelöst und die ein"/ ^g'eruna gebildet. Sie zeigt nur noch ' Qt*. Anstelle des Herrn Marx muß W âer Reich,siustizminister ernannt werden, DiM'chzeltig das Ministerium der besetzten mit übernimmt Im übrigen istbas .vollzählig und kann sich mit dem ^kanzler schon am Mittwoch dem Reichstag vorstellen.

iw/kann verkennen, daß das Kabi- dsm eine Notlösung ist, entstanden unter rafL; Notwendigkeit einer kurzen und Me" Entschließung. Erfreulich ist die- U "nd wir glauben auch, daß sie nicht vr^^auungen entspricht, die der Reichs- lj-n^ent über die Weiterentwicklung der po- in Deutschland hegt. Denn < das Kabinett Luther ausdrücklich erlitt tn£ links gegenüber feine Neutralität ist Herr Marx kein Verbindungs- i>in ii?^ rechts, wie es Luther doch immer« ist .^n können. Daß es so gekommen len an der Taktik der Deutschnationa- Über x L Reichskanzler bei der Abstimmung

im demokratischen Mißbilligungsantrag

ließen. Dank dieser Taktik ist das 'M r^uncht der Mitte unverkennbar etwas verschoben worden. Von einer Ge- Werhirt chit der Sozialdemokratie kann ."icht die Rede sein. Die Deutsche Wh Hut das ausdrücklich abgelehnt und Soffet i'. ebenso beharren wie die Bayerische Das Kabinett Marx ist auch in» hnerk^t Notlösung, als die Verhältnisse huhr, , der Regierungskoalition in Unord- H gebracht worden sind. Die Demokraten

Voten vor neuen Grfchütteeunsen.

Eine Gegenregierung in Posen. Dor neuen Kämpfen.

Der Widerstand in Pofen gegen Pilfudski.

In Pofen soll eine Gegenregierung ausge­rufen worden sein, an deren Spitze General Haller steht. Die Einigungsverhandlungen zwi­schen der Posener Oppositionsgruppe und der neuen Warschauer Regierung sollen nach einer Meldung derDeutschen Tageszeitung" aus Posen Montag nacht ergebnislos abgebrochen worden sein. Das Blatt weiß weiter zu melden, daß bereits zwischen Kavallerieabteilungen der Truppen des General Haller, die bei Kalisch und Lodz stehen, und Pilsudski-Truppen grö­ßere Gefechte sich entwickelt hätten, bei denen es auf beiden Seiten Tote und Verwundete ge­geben habe. Die Haller-Truppen sollen den Be­fehl erhalten haben, bis Girardow zu mar­schieren, wo anscheinend General Haller seine Truppen zum Vorstoß gegen Warschau zusam- menzicht. Vis jetzt sollen ihm 27 000 Mann zur Verfügung stehen.

JJaris, 18. Mai. Eine Meldung der Chicago une bestätigt die in Berlin veröffentlichte Nachricht, daß General Haller sich weigere, von feinem Posten zurückzutreken. und den bewaff­neten Widerstand gegen Pilfudski zu organi­sieren gedenke. Nach anderen Meldungen ist General Haller bereits auf dem Marsche nach Warschau an der Sptze von 10000 Mann, die

Die Lage in Warschau

Warschau, 17. Mai. (Vom Vertreter des W. T. B.) Die Stadt gewinnt langsam ihr gewöhn­liches Aussehen. Der Ausnahmezustand ist auf­gehoben worden. Bei Pruschlow 15 Kilo­meter westlich von Warschau und bei Kalisch stehen noch die aus dem Posener Gebiet von der Regierung Witos zu Hilfe herbeigerufenen Re­gimenter, die mit der Front gegen die Haupt­stadt Aufstellung genommen haben. Die von der Warschauer Regierung in die Wege geleiteten Versuche, sie zum Abmarsch in ihre Garnisonen zu bewegen, sind bis jetzt ohne Erfolg geblieben. Amtlich wird der noch nicht vollzogene Ab­marsch damit motiviert, daß die von Warschau nach dem Westen führenden Eisenbahnlinien noch verstopft sind.

Heute abend trat der Ministerrat zu­sammen, um über die Einberufung der Natio­nalversammlung, die die Neuwahl des Staats­präsidenten vornehmen soll, schlüssig zu werden. Eine in Posen zusammengetretene zahlreiche Gruppe von Senatoren und Abgeordneten der drei Rechtsparteien, der Piasten und der Natio-

erklären jetzt, sie hätten die Koalition nie ge­kündigt und sie sind auch bereit, die Gültigkeit der Flaggenverordnung anzuerkennen. Damit haben sie sich wieder Zutritt in der Koalition verschafft, wie denn auch ihre Minister im Ka­binett bleiben. Aber die Koalition steht leider innerlich nicht so geschlossen da, wie es gerade bei einer Minderheitsrogierung und in einer Zeit wie der jetzigen notwendig wäre.

Die erste Sitzung des neuen Kabinetts.

Das neue Kabinett ist am Montag vormittag zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen, um sich darüber schlüssig zu werden, wie die Regierungserklärung ausfallen soll. Wenn auch ein Termin noch nicht festgesetzt ist, so rechnet man doch damit, daß am Mittwoch das neue Kabinett vor den Reichstag zu treten be­absichtigt, da inzwischen der Aeltestenausschuß festgesetzt hat, daß der Reichstag am Donners­tag, dem 20. b. M., in die Pfingstferien geht und erst am 4. Juni wieder zusammentritt.

Man rechnet damit, daß die Regierungs­erklärung am Mittwoch nicht sehr umfangreich sein wird, da Marx eigentlich nur das Erbe Luthers antritt und die Haupt- gesichtspunkte aus dem Lutherprogramm ohne weiteres übernehmen werde. Im Lause des Montag nachmittags beabsichtigte Reichskanzler Marx sich mit den Führern der Regierungs­parteien in Verbindung zu setzen, um sich mit ihnen über die Flaqgenverordnung auszuspre­chen. Man ist der Ansicht, daß der nun einmal vom Reichspräsidenten gegebene Flaggen- erlaß tatsächlich nicht rückgängig gemacht werden soll, was auch verfassungsmäßig nicht anaänaia wäre, daß aber die Du r ch f ü h -

nalen Arbeiterpartei hat sich in einer an den Sejm-Marschall und vorläufigen Staatspräsi­denten Rataj berichteten Drahtung gegen War­schau als Einberufungsort der Nationalver­sammlung ausgesprochen, da in der Haupt­stadt die Bedingungen für eine freie Aussprache nicht gegeben seien. Der neu ernannte Außen­minister Zaleski empfing heute Vertreter der ausländischen Presse und erklärte, daß er von dem Willen getragen sei, die Politik des Grafen Skrzynski fortzusetzen. Auf die von deutscher Seite erhobenen Vorstellungen, daß die bis jetzt in Warschau geübte Telegrammzensur die richtige Information des Auslandes über die politischen Vorgänge unmöglich mache und der freien Erfindung und Phantasie Tür und Tor öffne, versprach der Minister bei den Militär­behörden im Sinne der sofortigen Aushebung sämtlicher Beschränkungen vorstellig zu werden.

Oberfchlefien mißbilligt den Staatsstreich.

Kaktowitz, 17. Mai. In der heutigen Sitzung des schlesischen Sejm wurde ein An­trag der Korfantypartei und der nationalen Arbeiterpartei auf Mißbilli­gung des Staats st reiches P i b f u d s k i, der die gesamte oberschlesische Wirt­schaftslage besonders schwer erschüttert habe,

polnischen politischen und gewerkschaftlichen Organisationen mit Ausnahme der sozialdemo­kratischen, die sich, wie gemeldet, am Samstag für Pilfudski ausgesprochen haben, zu einer Be­sprechung zusammengetreten. Es wurde ein Ko­mitee gebildet mit dem Ziel, eine Einheitsfront zu schaffen, um die erforderlichen Maßnahmen gegen die durch Pilfudski geschaffenen Verhält­nisfe zu ergreifen. Der Westmarkenverein hat die Beteiligung an der Bildung dieser Einheits­front abgelehnt mit der Begründung, daß er keine politische Organisation sei.

Wie diePolenia" aus industriellen Krei­sen erfährt, ist infolge der politischen Wirren die Kohlenverladung in Polnisch- Ob e r s ch l e s i e n f a st um 50% gesunken. Für heute abend haben die gesamten Kohlen­zechen nur 2000 Waggons von der Eisenbahn­direktion gestellt erhalten, während eine der größeren Kohlenzechen allein täglich 700 Waggons benötigt. Die Verladung nach Klein­polen ist vollständig unterbunden, während die nach Posen eingeschränkt durchgeführt werden kann.

rung so lange hinaus geschoben wird, bis vom Reichstag an feine Stelle eine neue Verfügung gefetzt worden ist- Man wird infolgedessen dahin streben, möglichst rasch eine Einigung über die Einheitsflagge her­beizuführen, und will zu diesem Zwecke einen Ausschuß ernennen, der die Frage in die Hand nimmt.

In einer Sitzung, die das geschäftsführende Reichskabinett am Sonntag abhielt, beschäftigte man sich mit der Fürstenabfindung und beschloß den Volksentscheid am 20. Juni vor sich gehen zu lassen. Im Zusammen­hang mit der Regierungsneubildung und dem Rücktritt Luthers wird der längere Urlaub, stehen, den der Reichspressechef Ministerial­direktor Dr. Kiep am Sonntag angetreten hat. Man rechnet damit, daß er auf seinen Posten nicht zurückkehrt. Immerhin ist die Neube­setzung des Staatssekretärs in der Reichskanz­lei und des Reichspressechefs noch nicht er­örtert worden.

Volksentscheid am 20. Juni.

Berlin, 17. Mai. (Amtlich.) Der Reichs­minister des Innern hat durch Verordnung vom 17. Mai 1926 die näheren Anordnungen für die Durchführung des Volksentscheides ge­troffen.

Gegenstand des Volksentscheides ist die Frage, ob der im Volksbegehren im Reichstage verlangte Entwurf eines Gesetzes über Enteignung der Fürstenver- mögenGefetzwerdenfoll. Der Stimm­zettel enthält eine dementsprechende Frage vor­gedruckt. Die Stimmabgabe erfolgt in der Weise. daß der Stimmberechtigte, der die zur

Abstimmung gestellte Frage bejaben will, das mit3a der Stimmberechtigte, der sie ver­neinen will, das mitNein" bezeichnete Viereck durchkreuzt. Die Stimmlisten und Stimmkar- teien sind vom 6. Juni bis einschl. 13. Juni auf­gelegt. Die Gemeindebehörden sind ermächtigt worden, die Auflegung schon früher beginnen zu lassen.

Zur Abrüstungskonferenz.

Genf, 18. Mai. Die deutsche Delegation für den Ausschuß zur Vorbereitung der Ab­rüstungskonferenz, der am Dienstag, 11 Uhr vormittags, feine Eröffnungssitzung abhalten wird, setzt sich wie folgt zusammen: Botschaf­ter a. D. Graf Bernstorff, als Führer der Delegation, Geheimrat Bülow, Gesandtschafts­rat Boltze, Oberst v. Stümpnagel, Oberstleutnant D ü m l e i n, Major Schind- l e r, Rittmeister B ä u m k e, Konteradmiral Freiherr v. F e y b e r g, Fregattenkapitän G a d o n. An den Arbeiten des Ausschusses nehmen außer den zehn Ratsstaaten noch fol­gende zehn Staaten teil: Deutschland, die Ver­einigten Staaten, Holland, Finnland, Polen, Südslavien, Rumänien, Bulgarien, Argenti­nien und Chile.

Die Reform des Dölkerbundsrafs.

Genf, 17. Mai. Der Prüfungsausschuß be­riet heute vormittag über die vom Redaktions­ausschuß ausgearbeitete Fassung. Der Text des Redaktionsausschusses hat folgende Fassung:

1. Die nichtständigen Mitglieder des Rats werden für die Dauer von drei Jahren gewählt. Sie treten ihr Amt sofort nach ihrer W a h l an. Jedes Jahr wird ein Drit­tel der Mitglieder gewählt.

genden drei Jahre nicht wiederge­wählt werden, es sei denn, daß die Bundes­versammlung beim Ablauf des Mandats oder im Laufe dieser drei Jahre mit einer Zwei­drittelmehrheit anders beschließt, je­doch darf die Zahl der auf diese Weise wieder­gewählten Mitglieder nicht mehr als ein Drit­tel der Gesamtzahl der im Rat sitzenden nicht­ständigen Mitglieder betragen. Zum Zweck der Einführung des neuen Systems kann sich der im vorstehenden Absatz vorgesehene Be- schluß bei den Wahlen im Jahre 1927 nicht nur auf diejenigen Mitglieder erstrecken, deren Mandat alsdann abläuft, sondern auch auf diejenigen, deren Mandat im Jahre 1928 und im Jahre 1929 abläuft.

3. Ungeachtet der vorstehenden Bestimmun- qen kann die Bundesversammlung jederzeit mit. Zweidrittelmehrheit beschließen, daß in Anwendung des Artikels 4 der Satzung zu einer Neuwahl aller nichtständigen Mitglieder des Rats geschritten wird. In einem solchen Fall ist es Sache der Bundesver­sammlung, die für diese Neuwahl geltende Regel festzusetzen.

4. Die Zahl der gewählten Mitglieder wird auf neun erhöht.

5. Damit das vorstehende System in Kraft treten kann, werden in der nächsten Bundes­versammlung so schnell wie möglich neun Mit­glieder gewählt. Drei von ihnen werden für die Dauer von drei Jahren, drei für die Dauer von zwei Jahren und drei für die Dauer eines Jahres gewählt werden.

Genf, 17. Mai. Bei der Abstimmung über den Entwurf des Redaktionskomitees enthielten sich der brasilianische Delegierte, wie auch Uruguay, Argen­tinien und Spanien der Stimme, so daß Präsident Motta feftiteUen konnte, daß Abschnitt I des Entwurfes mit elf Stimmen bei vier Stimmenthaltungen ange­nommen ist.

Genf, 17. Mai. Die endgültige Stellungnabme des Ausschusses über die Ansprüche auf ständige Rats­sitze, die nur noch von Spanien und Brasilien auf­recht erhalten werden, sowie die Festsetzung der Ge­samtzahl der Ratsmitglieder wird der zweiten Tagung des Prüfungsausschusses Vorbehalten, die provisorisch auf den 28. Juni angesetzt wurde, aber vom Präsi­denten Motta auf Veranlassung des Völkerbundsrat; evtl, verschoben werden kann, falls sich bis dahir Spanien undBrasilien, die beiden einzigen Interessenten, die ihre Ansprüche auf ihren ständigen Ratssitz noch aufrecht erhalten, noch nicht für eine Vereinbarung au/ Grund der durch den jetzt angenommenen Entwurf g« botenen Möglichkeiten entschieden haben sollten.

Genf, 17. Mai. Obwohl hinsichtlich des Zusammen­trittes der zweiten Tagung deS Prüfungsausschusses noch Zweifel bestehen können, denen heute nachmittag auch Scinleja Ausdruck gegeben hat, so kann doch angesichts der Tatsache, daß abgesehen von den beiden Interessenten, Spanien und Brasilien, sich sämtliche Aukschußmitgliedcr und zwar einmütig und in 'ehr entschiedener' Weise gegen die Vermehrung der 'tändigen Ratssttze ausgesprochen haben, diese Frage als bereits negativ entschieden angesehen werden.