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Fr. M__________________ "7'srischen Gästen geknüpft, so rasch zer- werden mußten. Das danken wir ! „ sie uns manche Anregung und neue '/««„na für unsere so notwendige Arbeit an 5 MM-lichen Jugend zurückließen.
Steinheimer Nachrichten.
Amtliche Bekannlmachuuqen.
Gesetzliche Miete für April 1926.
Nach Mitteilung des Hess. Gesamtmini- betragt die gesetzliche Miete für den April 1926 95 Prozent der Friedens- jiiete. _
M Grund des Art. 39, Abs. 1, Ziffer 2 des âttafpefetzes vom 13. Juli 1904 fordern wir K ««fifter von Tauben hiermit auf, ihre Tau- 1 während der Saatzeit bis 1. Mai 1926 sperren. Zuwiderhandlungen werden un» ^sichtlich zur Anzeige gebracht. Außerdem «de dos Feldschutzpersonal angewiesen, die ws eingesäten Feldern niedergehenden Tauben '^Kiein^Steinheim den 13. April 1926.
Hessische Bürgermeisterei. Röder.
Wetterbericht.
Trantfurt a. 3t„ 13. April. Unser Gebiet be- M sich im Bereiche eines von England bis zum Märzen Meer sich srstteckenden Hochdruckrückens, M die trockene und heitere Witterung bei An- Mgen der Tagestemperaturen anhält. Eine wesentliche Aenderung der Wetterlage und mit ihr auch unserer Witterung ist noch nicht wahrscheinlich.
Bochersage bis Mittwoch abend: Borwiegerü» Mer, trocken, mittags sehr warm.
Aussichten für Donnerstag: Noch keine wesentliche Werung.
die Linie Frankfurt—München—Wien funktio- niert, so ist eine großzügige Verbindung zwischen Sud und Nord hergestellt.
, , April Auf tragische Weise kam die fast 91 Jahre altè Witwe Thörner, die früher lange Jahre die bekannte Klosterwirtschaft im benachbarten Arnsberg führte, ums Leben. Sie ging in den Wald, um einen Osterstrauß zu pflücken; ein dürrer Ast fiel herab und traf sie auf den Kopf, sodaß der Tod sofort eintrat.
13. April. Gestern abend gegen Uhr fuhr ein junger Mann mit einem Auto, das bei ihm zur Reparatur gegeben war, die Frankenthaler Straße entlang. Infolge des allzustarken Tempos überschlug sich das Auto und begrub die Insasien, den Autoführer Karl Kromm, sowie einige Kinder, die sich noch im Wagen befanden, unter sich. Kromm wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, während die Kinder nur leichte Verletzungen erlitten.
Hadamar, 13 April. Im benachbarten Dorfe Oberweyer hat sich gestern eine schwere Blutttat ereignet. Der 25jährige Stukkateur Johänn Martin, der schon einmal wegen Totschlages mit zwei Jahren Gefängnis bestraft gewesen sein soll, hatte auf der Straße einen kurzen Wortwechsel mit dem Gastwirt Schuy. Dabei zcg er plötzlich sein Messer heraus und brachte dem Gastwirt einen tiefen Stich in der Brust bei, durch den die Lunge verletzt wurde, und S. blutüberströmt im Limburger Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Sein Zustand soll sehr ernst sein. Der Täter ist flüchtig geworden und konnte bis jetzt noch nicht ergriffen werden.
Verbrechern auf die Spur zu kommen, die Auslagen beim Polizeipräsidium liquidiert habe. Peters antwortete: „Nein, mitunter nicht, denn wenn ein Kommissar fleißig ist, muß er Geld zusetzen. Das Polizeipräsidium ist mit Geld knapp bestellt. Die Vernehmug des Ange- klagten wurde dann unterbrochen und es kam der Mitangeklagte Kriminalassistent Beyer zu Worte. Auf eine Frage des Vorsitzenden, ob er mit Hermann Weber persönliche Beziehungen gehabt habe, antwortet Beyer: „Ich möchte bemerken, daß ich von vornherein alle zwölf Punkte der Anklage gegen mich bis auf einen ablehne: Den Besuch bei Hermann Weber, als er gesucht wurde. Ich habe mit Hermann Weber weder in feiner Villa verkehrt, noch mit ihm Skat gespielt Nur ein einziges Mal bin ich durch Zufall dorthin gekommen." Nach seiner weiteren Behauptung ist Beyer mit dem Spritschieber Kopp gar nicht bekannt gewesen. Die einzige Bekanntschaft bestehe darin, daß er ihn einmal eingesperrt habe, als Kopp an eine Firma widerrechtlich 1800 Liter Sprit geliefert hatte. Der Angeklagte lehnt es auch ab, eine besondere dienstliche Vertrauensstellung bei Kriminalkommissar Peters eingenommen zu haben, wie bie Anklage behauptet.
* H R C. Hassia. Heute abend 549 Uhr Monats- Versammlung im Boot-haus. 478
* T. C. (Sdjroimmabteilung). Mittwoch. 14 d. Mts., 854 Uhr Ausschutzsitzung. 466
* Turn- und Aechlclub Hanau E. V. Mittwoch 14. April, abends 549 Uhr wichtige Dorftandssttzung. Donnerstag, 15. April, abends 9 Uhr, im Deutscher Schützen außerordentliche Hauptversammlung bei Hanauer Turnerschait. Uebrnahm« des Stets tun» festes 1927 betr. Zahreiche Beteiligung erwünscht
* Turnnemeinde (Gesangsabieilung). Heute abend 549 Uhr Singstunde. Nachdem die regelmäßige, Gesangsproben nunmehr wieder begonnen haben, wird restloses Erscheinen aller Sänger bestimmt ev wartet. 466
* Turngemeinde 1837 (SchwimmableNuna). Heut« abend 6.18 Uhr vom Westbahnhof Fahrt nach Frankfurt zum Schwimmen. 466
* Gesangverein Tonblüche. Heute abend pünktlich 854 Uhr Singstunde. Anschließend Ständchen. 467
* Kirchen chor Kesielstadt Die heutige Singstund« muß wegen Verhinderung des Dirigenten auf morgen Donnerstag verlegt werden.
• Schwimmelub Hellas, Hanau. Mittwoch bet 14. April außerordentliche Mitgliederversammlung in Veretnsiolal zur Sonne. Abends 9 UH Erscheinen
dringend notwendig.
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Aus HaB mb Fer«.
Gelnhausen 13. April. Nachdem erst kürzlich an der ehemaligen Keesemühle ein junger Wann von hier mit seinem Motorrad verün- : glückte, ereilte gestern Herrn Dr. Schw. von hier an dem Steinbruch bei Wirtheim das Mißgeschick, daß sein Wagen infolge Versagens des Steuers aus der Bahn geworfen wurde. Während der Chauffeur mit leichten Hautabschürfungen davonkam, erlitt Herr Dr. Schw., der selbst fuhr, nicht unerhebliche Quetschungen.
Frankfurt a. M., 13. April. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat einem weiteren Pro- gramm von Notstandssrbeiten zugestimmt, das Asamtaufwendungen in Höhe von rund 2% Millionen Mark vorsieht und die Beschäftigung von IM Notstandsarbeitern mit 69 OOO Tagewerken ermöglicht. Im Wesentlichen handelt t» sich um Straßenbauarbeiten (Ausbau der Bismarckallee, Straßenbauten in den Siede- lungsgebieten der Vororte, im Osthafen und im
dm, sobald die erforderlichen Bewilligungen der staatlichen Zuschüsse und Darlehen vor- Nen- Je nach dem Stande der Arbeiten wird Mtui die Einstellung von Erwerbslosen erfol- Sm.
Franksurk a. A1., 13. April. Im regel- mßigen Luftverkehr wurde heute vom Frankier Flughafen aus die Strecke/Frankfurt— Hannover—Hamburg zum ersten Male ge- slogen. Der Start nach Hamburg, wo Anschluß
Kiel, Flensburg, Kopenhagen und Malmö Weben ist, erfolgt täglich um 12.20 Uhr mitteleuropäische Zeit. Seit dem 9. April ist außer- em die Linie Frankfurt—Erfurt—Halle—Ber- w m regelmäßigem Betrieb; da auch bereits
Der Berliner SprN chieberprozetz.
Im Prozeß gegen den Kriminalkommissar Peters, die Gebrüder Weber und Genossen wurde am Dienstag die Vernehmung des Angeklagten Peters fortgesetzt. Die Verhandlung beschäftigte sich mit dem Aufwand, den Peters getrieben haben soll und der zu seinem Gehalt in Höhe von 400 Mark im Widerspruch stand. Bei diesem Punkt der Anklage bestreitet der Angeklagte alle Behauptungen. Die Staatsanwaltschaft habe Kleinigkeiten aus einem Zeitraum von fünf Jahren zusammengetragen und eine ganz einseitige Darstellung der Sachlage gegeben. Die schon erwähnte Reise nach Badenweiler hat Peters nach seiner Angabe in Begleitung eines Bankiers Mendelsohn unternommen. Gegen Mendelsohn soll auch ein Verfahren wegen Monopolvergehens schweben. Peters erklärt, daß er Mendelsohn durch Weber kennengelernt und von einem Strafverfahren gegen Mendelsohn nichts gewußt habe.
Der Vorsitzende macht den Angeklagten darauf aufmerksam, daß er oft von Privatautos aus feiner Wohnung abgeholt worden ist. Es existiere ein Zeuge, der sich die Nummern der Privatautos und auch wie oft die Wagen, die .vorgejMen. Kierr,^ uMyxi habe.
Der Angeklagte Peters betonte, wenn das etwa der Portier feines Hauses fei, so erscheine ihm dies erklärlich.
Es wurden nun noch kleinere Vorgänge berührt, so die Frage, ob Peters für Weber einmal eine Eisenbahnbettkarte bezahlt habe. Hierzu erklärte Peters, daß er in seinem ganzen Leben nur dreimal Schlafwagen gefahren sei: einmal zur Beerdigung seiner Mutter, ein zweites Mal mit einem Polizeikommandeur in dienstlicher Eigenschaft und dann während des Krieges einmal nach Riga, wohin die Fahrt 18 Stunden dauerte, mit Weber aber nicht einmal. Weiter fragte der Vorsitzende, ob Deters, wenn er, wie er geschildert hat, in dienstlicher Eigenschaft Weinlokale besuchte, um
Vevmrschie MâEèsn.
In dee Ostsee ertrunken.
Memel, 12. Spul Am Sonntag nachmittag sind, wie das „Aleincler Sampfboot" meldet, drei Staatsbeamte aus Polangeir auf der See vor gelangen er« trunken. Die Beamten waren in einem Boot auf bie See hinausg-fahreu, weil sie schwimmende Spritkannen gesehen hatten. In Dteufubren sind am Sonntag vormittag beim Kentern eine« LachSkutters drei Fischer ertrunken.
Ein Lenindenkmal als Freiheitsskatue.
Eine neue Freiheitsstatue soll, wie aus Moskau gemeldet wird, in der Bucht von Wladiwostok errichtet werden; das Denkmal wird eine getreue Nachbildung der berühmten Freiheitsstatue am Eingang des Newyorker Hafens darstellen, mit dem einzigen Unterschied, daß der Kops die Gesichtszüge des verstorbenen Lenin erhallen soll.
ÄLvekrse- <W<mwhm«eti*
* Turngemeinde 1837. Donnerstag, 15. April, abends 9 Uhr, tm „Deutschen Schützen" wichtige Hauptversammlung der Hanauer Turnerschast. Die folgenden Vertreter der Turngemeinde werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. Kuhlen, Scholz, Luf, Gerhard (Otto), Winkler (Hugo), Sütter, Schmidt (Rud.), Lippstreu, Paul (Frz.), Holzfchuh, Herbert, Wygasch, Wolf (Fritz). 479
* Radsahrclub „Adler" Kesselstadt. Heute abend pünkllich 8 Uhr Training für sämlliche Reigenfahr- mannschosten. — Zu dem heutigen im Rahmen der
Reichsgesundheitswoche abgehaltenen Uebungsabend hat die Oefsentllchkeit Zutritt.
* verein der Kameraden ehem. Verkehrstruppen und Pioniere. Die Monatsverjammtung findet nicht Samstag, den M., sondern moraenâ» n ti4MJ,M. den 15. d. Mts., abends M Uhr tm Vereinslokal,
den 15. d. Mts-,
Sandeldamm 12, statt. Der Festlichkeit wegen ist das Erscheinen aller Kameraden dringend erforderlich.
* Mütterverein Aepfelallee. Die Zusammenkunft findet nächsten Donnerstag, 22. April, abends 8 Uhr, statt. 478
* Tierfchutzverein. Sitzung 854 Uhr, Vereinslokal.
* Turn- und Fechlclub, Rechtabteilung. Die Fechtstunde am Donnerstag, 15. April 1926 fällt aus. Sie findet dafür am Mittwoch, 14. April 1926, 854 Uhr, statt. 473
* 1 h. F. C. 93. Mitglieder besucht Die morgen abend 549 Uhr stattfindende außerordentlich« Hauptversammlung im Saale des Turn- u Fschtclub. 474
* Radio-Club. Heute abend 854 Uhr im Lindenhof Zusammenkunft. Tagesordnung: Einkauf durch den Club. 471
GsMSfMheS.
Der Wafchkrg.
Henry Ford spricht in seinem Buch «Nein Lebe», und Werk' davon, daß der Landwirt nur etwa !W seiner Energie auf wirklich nutzbringende Arbeit verwendet. Stasi und Strom fänden so gut wie gar feine Verwendung es würd? alle? mit der Hand verrichtet und in den meisten Fällen fei nicht einmal stuf finnreiche Anordnung Wert gelegt. Eme Fabrik die nach Art einer Durchschnittsfarm eingerichtet wäre, würde von Menschen überfüllt sein. Die schlechteste Fabrik iu Europa wäre kaum so schlecht eingerichtet wir eine mittlere Bauernscheune. — Ford will damit feint« Landsleuten ihre Rücküândigkeit in technischen Dingen klar machen. Vielleicht hat er dabei etwas übertrieben; denn im allgemeinen nimmt man doch an, daß der amerikanische Landwirt gerade in der Anwendung der technischen Hilfsmittel auf der Höhe ist. Aber. darin hat Ford zw iselloS recht, wenn er die ungenügende An- Wen ung von Kratt und Strom tadelt. In dieser Be- jiebuua liegen die Verhältnisse in Deutschland sicher nicht bester als in Amerika. Aber was hat das alle! mit dem Waschtag tu tun? Der Waschtag sieht in vielen deut'chen Häusern heute noch so aus wie der Betrieb einer der von Ford a-ftblberfen Farmen; es wird alles mit der Hand verrichtet. Es ist wirklich nicht übertrieben, wenn man von den Schrecken des Waschtages spricht. Wieviel Arbeit uni Arger verursacht er! Und das alles, weil man sich nicht dazu auiraffen kann, einige Meter Leitungsdrabt zu legen und eine elektrische Waschmaschine in Betrieb tu ne men. In Amerika ist die elektrische Waschmalchin? das Normale, Handwalch- maschinen werden nur vereinzelt gelaust. In Deutschland ist es gerade umgekehrt. Die Kosten für eine elektrische Waschmaschine sind keineswegs groll. Lür eine erstklassige elektrisches V!iel?"-Waschmaschinc bezahlt man heute z. B. etwa Mk. 260—, mit elebrifcb« Wringmaschme etwa Mk. 320.—. Die Anschaffung-» kosteil machen sich durch Orfbarniff- an Arbeitslohn bereits in 2—3 Jahren bezahlt. Der Stromverbrauch tüt einen Waschtag beträ t etwa 50 P'g. Oft wird daS Geld für Dmge aurgegeben, die weniger notwendig, unb •freuöebxjng®&!£Äfc3«Mjgia»^
schme Es hat einmal jemand gesagt, daß der Waschtag e n ganz anderes Gesicht befummelt würde, wenn die Frauen mit den Männern abwechselnd die Wäsche zu besorgen hätten. Das wird wohl richtig fein; denn men« Bater abwechselnd mit Ämter waschen mützte, würd« bei der vierten Wäsche jedenfalls schon elektrisch gewaschen.
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behandelt man mit Cbinosol. Verlangen Sie te Apotheken und Drogerien kostenlosen Prospekt mit Anwenduncsvorschriften.
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9m Gebiet des Felsberges, wo heute wieder ^wbruchindustrie eingezogen ist, haben schon
Römer Steine gebrochen, und es ist den Messenden Untersuchungen von Professor lsr. Behn gelungen, uns ein abgerundetes Bild uralten Steinindustrie in seinem eben dschienenen „Führet durch die römische Gra- uitindustrie auf dem Felsberg im Odenwald" r geben, Er hat gegen 130 Stücke aufgefun- , u- die von Römerhand in ganzer oder halb- sertiger Arbeit liegen geblieben sind.
^/iavoleons Feldzug nach Aegypten hatte für die alten Kulturen wachgerufen. iman in den Syenitbrüchen von Assuan >,llberägypten die gleiche Technik wie auf dem dnwâlder Felsberg fand, so ist auch in dem Werke über Napoleons ägyptischen Feld- das im Jahre 1809 erschien, auch die Gra- s.äMtrie der Römer auf dem Felsberg aus- iuhttich behandelt.
bims 5 den 80er Jahren des vorigen Jahr- baut man im Odenwald Granit in Li,,^uchen ab. Wo man den Stein nicht mit broA on Pulver sprengt, verwenden die Stein» SotTÄ n^ur Gewinnung großer Platten eiserne ^'Wahrend heute die Steinbrecher instink- Qi>n^u wneren Bau des Gesteins kennen, be- hÄ Won bei den Römern einer Unkenntnis nusti.- terials, so daß von diesen eine Menge erbost? ^teil geleistet worden ist. An vier JecfiÄ” Stücken kann man sehen, daß- die Bg^^des Sägens oft angewandt worden ist. Mrtin -J^ibt biefe römische Art der Stein- unÖ folgendermaßen: „Die größte T°^Ä"8 Segen die Tücke des Gesteins bot die um ? Sägens. Man kann sie am besten erbau;« Q^ ' Kubieren. Die Länge des hier mag Sägeschnittes beträgt 4,38 Meter, 4 so rm1? Mindestlänge des Sägeblattes von war voraussetzt. Das Blatt dieser Sage ist ei^urttch nicht gezähnt, und das Verfahren Nen ^ehr als ein Schlesien zu bezerch- to'fi( ™F Schriftsteller erzählen, daß man emiaoen den feinkörnigen scharfen Sand
aus Aethiopien bevorzugt habe. Die technische Leistung ist bewundernswert, der Sägeschnitt hat eine Stärke von nur 4 Millimeter, wie er kaum in den neuzeitlichen Sägeapparaten erzielt werden kann, und er ist trotz seiner großen Länge schnurgerade. Das war kaum möglich, wenn das lange, schwanke Blatt frei mit den Händen geführt worden wäre, hierbei wäre ein gelegentlicher seitlicher Ausschlag kaum zu vermeiden gewesen. Eine Führung des Sägeblattes durch ein einfaches seitliches Gestell wird also schon dadurch wahrscheinlich gemacht. Es ist klar, daß das Sägeblatt an einem Pestdel- gestell aufgehängt war. Die Dauer eines solchen Steinschnittes wird meist erheblich überschätzt; nach fachmännischer Mitteilung beträgt die tägliche Arbeitsleistung, ständige Bewegung des Apparates vorausgesetzt, etwa 1 Zentimeter, so daß jeder der Schnitte in rund einem Monat ausführbar war. Da wir doch ein Hilfsgestell anzunehmen genötigt sind, könnten zwei ober mehrere Parallelschnitte gleichzeitig ausgeführt worden ein. Daß man sich dabei schon im Altertum die Naturkräfte dienstbar gemacht hat, zeigt eine Stelle des spätrömischen Dichters Ausonius) der im Ruwertal „ des Hundsrück vom Flusse getriebene Steinsägen beschreibt.
Die „Säule" wiegt 28 400 Kilogramm, die „Kiste" 3000 Kilogamm. Diese Massen wurden mit Hilfe von Rollen und Schleifen am Ost- und Südhang des Berges ins Tal gebracht.
In anderen Steinbrüchen im Rheinland, die von den Römern betrieben worden find, haben sich Inschriften gefunden. Am Felsberg fand man keine. Behn vertritt über das Alter der Odenwälder römischen Granitindustrie svlgende Meinung: „Die Felsbergbrüche sind nicht etwa wegen Erschöpfung des abbau« fähigen Materials aufgelassen, denn die Felsmeere bergen noch unerschöpfliche Massen des kostbaren Steins, das damals noch durch kein Denkmalsschutzgesetz gegen rücksichtslose industrielle Ausbeutuna aeficbert war. Wenn
auch das allermeiste unter den antik bearbeiteten Steinen aus mißlungenen Arbeitsstücken oder Abfall besteht, so sind doch mindestens zwei Steine, die „Riesensäule" und die „Riesenkiste" vollkommen fertig zum Abtransport, und an einer ganzen Reihe anderer ist die Arbeit unterbrochen, ohne daß ein Fehler zu erkennen wäre. Das alles spricht dafür, daß ein politisches Ereignis von großer Tragweite den plötzlichen Abbruch der Steinbrucharbeiten veranlaßt hat. In der Geschichte der Karolingerzeit werden wir vergeblich nach einem solchen
«uchen. Das Gebiet lag längst kriegerischen Ereignissen entrückt. Anders zur Römerzeit: Um 260 n. Chr. hatten die seit langem gegen die Römerherrschaft andrängenden Alemannen die Grenzwehr des Imperium Romanum, den Limes, überrannt, das Gebiet rechts des Rheins wurde zum Kriegsschauplatz, und es war keine Zeit mehr, auf den Höhen des Oden- waldes friedlich Steine zu brechen. Nach der Landnahme durch die Alemannen bildete sich später zwischen diesen und den Römern zeitweise ein friedlicheres Nachbarverhältnis heraus, bis die Ausdehnung des Frankenreiches im 5. Jahrhundert n. Chr. der Römerherrschaft am Rhein endgültig ein Ende bere' Mikroskopische Dünnschliffuntersuchungen Proben römischer Granitskulpturen ergaben nun in zwei Fällen völlige Gleichheit des Stei
ein Ende bereitete.
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nes mit dem Felsberggranit: das eine ist der Sockel für eine Statue der Fortuna, die C. Gentilius Victor, Schwerthändler und Veteran der 22. Legion, in den Jahren 185—191 v. Chr. geweiht hat (der Stein wurde 1632 in Mainz gefunden und kam ins Mannheimer Museum), das andere sind die Säulen, die den um 375 n. Chr. erbauten Kernbau des Domes in Trier trugen, und bei dem letztgenannten Stück meinen alterfahrene Steinbrecher mit Sicherheit die besondere Spielart des Felsberggranites wiederzuerkennen, wie sie am Werkplatz bei der Riesensäule entsteht.
Von den beiden Technik« w ^ ohnei
durchlaufende Falzrinne die ältere, während die Technik mit Falzrinne und Sägeschnitt die jüngere ist. Sie wurde im 4. Jahrhundert angewandt. Ihr verdanken wir die großen Balken und Säulen, „wie sie die prunkvolle Bau- gesinnung des ausgehenden Römerreichs am Rhein benötigte."
Beachtenswert sind unter den von Behn beschriebenen 180 Resten römischer Granitindustrie der „Riesensarg", das .Schiff", das man schon 1812 beschrieben hat, der „Altarstein", den schon Merian erwähnt, die „Pyramide", die „Riesensäule". Diese „Riesensäule" ist 9,39 Meter lang, hat einen Durchmesser unten von 1,30, oben von 1,06 Meter. Der Umfang beträgt unten 4,12 Meter und oben 3,40 Meter« In einer Höhe von 4,25 Meter ist eine Nische eingehauen, die wohl ein Heiligenbild aufnehmen sollte. Man wollte sie schon wiederholt wegschaffen. Der Dichter Kotzebue machte den Vorschlag, die Säule auf dem Schlachtfeld von Leipzig als Denkmal aufzustellen. Weiter sind unter den großen Resten der „Regenbogen- stein" und die „Schlangensäulen" zu beachten. Die man aber in den letzten Jahren zu Denkmälern verwendet hat.
Aphorismen.
Von st Ulm-Leipzig.
Der Tod eines Menschen wirkt wie rk» Steinwurf ins Wasser. Das Sandkorn zieht nur wenige kleine Kreise, der Felsblock versetzt den ganzen See in Aufruhr, — den Ozean erschüttert keiner.
Wirf ein Tüchlein in den Dach, es wird tm Augenblicke durchtränkt sein vom Master, und die Sonne braucht viele Stunden, um es wieder
zu trocknen. Tränen, die ein kurzer, herber Augenblick hervorrief, bedürfen oft vieler Jahre Sonnenscheins der Liebe, ehe ße
fragte ' trocknen.