201. Jahrgang.
Mauer W Anzeiger
General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land.
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Nr. 85___ Drenstag öen 13. April__1926
Vas KsttsKe.
„ Der Generalagent gibt einen Ueberblick über Ne deutschen Leistungen im zweiten Reparationsjahr-
_ Durch eine Entschließung des Reichspräsidenten Allbe die Lerkündigung des Duellgesetzes auf 1Wef Monate ausgesetzt.
_ Paul-Boncour hat ht Warschau Frankreichs i ü^erstützung für Polens Ratsansprüche von neuem
_ Die Union der Dölkerbundsliga hat auf ihrer Wssèler Tagung beschloßen, für den deutschen Standest in der Ratsfrage im Völkerbund einzutreten.
pekws vors Wer Vsk Ar
Peking, 12. April. Marschall Wu Pei fu Iss in einem Panzerzug von Schau Hsiniien un- sillelbar vor Peking angekommen. Die Bereinigung seiner Armee mit den Regierungs- lrypen vollzieht sich verabredungsgemäß. Die Soldaten Wu Pei sus werden heute die Sno- Mag-rsin-TruzPen ablösen.
6in Abgesandter wu Pei fus ist in Peking Mgetroffen. Er hat mif Lu-Schung-Lin, dem Oberkommandierenden der „nationalen" Srâste verhandelt. Lu-Schung-Lin verpflichtete $ nach der Räumung der Hauptstadt durch die .nationalen* Truppen die Ordnung durch Mi- lilâWlizei bis zu der Ankunft wu Pei fus auf. recht zu erhalten.
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Auf dem Schauplatz ber chinesischen Ereignisse hat weder einmal ein überraschender Szenenwechsel httgefimben. Vor kurzem standen die militärischen Kräfte in klarer Frontstellung einander gegenüber, am es schien mit der Abj- cht, eine endgültige Cnt- hWHiM Btzberzuführen. Tschangtsolm. der Be-
Mattens Machtwille
Das Mittelmeer als neues „mare nostro“.
Trlposis, 12. April. (Agenzia Skefany. Nach IM u s f, o l i n i auf seiner Afrikareise be einem Besuch an den Gräbern der im Kriege j «leiten, geben — Gefallenen begab sich Mussolini nach dem Rathaus. Der Bürgermeister überreichte ihm eine Schreibtischgarnitur aus massivem Holz und einen reich verzierten arabischen Säbel mit dem Bemerken, wenig Menschen verstünden wie Musiolini die Feder und den Degen zu handhaben. Mussolini besuchte dann den Sitz des Fascios, wo er auf die Begrüßung des fas- cistischen Vertreters erwiderte. Er sagte u. a.: Ich wollte die Aufmerksamkeit der Italiener auf das Land jenseits des Meeres richten. Ich wäre auch abgereist, selbst wenn meine Verwundung schwerer gewesen wäre. Dieser erste Tag erfüllt mich mit Begeisterung, denn ich finde die Italiener würdig des Italiens, das der Fascismus schon bei dem Marsch auf Rom, der eine neue geschichtliche Periode eröffnen sollte, gewollt hak. Es ist nicht ohne tiefere Bedeutung, daß ich dies au den Ufern des Meeres sage, das Roms Meer war und wieder Roms Meer wird. Ich fühle vor allem um mich herum das italienische Volk in seiner Gesamtheit, ein geschlossenes Volk von Soldaten, Kolonisten und Pionieren. Kameraden, richten wir unsere Gedanken auf dieses aufsteigende Italien, auf dieses starke Italien, das unter der Last feiner glorreichen Vergangenheit sich von dieser Vergangenheit nicht hemmen, sondern anspornen läßt, um immer rascher dem unausbleib-
f seiner Afrikareise be- ersten sieben üsante Beschreibungen seines tionsjahres fi Tripolis, der natürlich reich 47,5 A
Millionen Goldniark und der Ertrag der Be- fördcrungssteuer tut 16,2 Millik nen Gold- mark. Verrechnet sind an Besatzungskcsten 8,9 Millionen ©sibmart, an Sachlieferung 60,4 Millionen Goldmark und aus Eingängen auf dem Rec^rery Act lo,6 Millionen Goldmark. An Zahlungen im März bezw. in bei
pH von morgen enf- ieren."
Bu Pei fu hatten sich gegen den General Feng verbrüdert. Feng war der Führer des nationalen ühlms und der Führer der nationalen Truppen, der jezen. Kuomintschun, die gegen die Fremdherrschaft lâmpfen und dabei an Sowjetrußland Anlehnung hchèn, ohne selbst Bolschewisten zu sein. Sein natür- klher Gegner war Tschantsolin, der in der Mand- Nurei mit der Sowjetregierung in scharfen Kon- geraten ist. Wu Pei fu aber stützte sich, wie es Wen,, auf chinesische Kreise, die an der Anlehnung m Nationalisten an die Regierung Sowjetrußlaüds Gefallen fanden Er tauchte aus geheimnis- Mem Dunkel ziemlich plötzlich wieder auf und es ihm, zufam nen mit seinem allen geinte V-angtsolm den General Feng aus Tientsin zu verüben und den Vormarsch gegen Peking anzutceten. «nationale Armee hatte angeblich Peking preis- V«n, um sich in die Mongolei zurückzuziehen und Mneral Feng sollte sich, so wurde berichtet, be- 5 oui dem Wege nach Moskau befinden. Man m te&enfalls, die Sache sei zunächst einmal zu ^ Nationalisten entschieden und wartete . ii«wf die Besetzung Pekings durch die geg- " Luippen. Der Vormarsch der verbündeten « . i^doch ins Stocken und die nationalen
'p°n hielten Peking noch immer besetzt, wenn A m »an ihnen nach Norden abgezogen sein Mdenfalls fühlten sie sich in Peking voll- Jn i'cher und unternahmen bei günstiger Ge- j «Hren längst geplanten Staats- . in^6m sie den Präsidenten gut â«tzten, weil er sich den fremden .^fällig gezeigt und chinesische in orn^” einer nationalen Kundgebung hatte töten lassen. Ob es dem der Kuomintschun gelungen ist, sich zu fassen, oder ob der Gestürzte
Wien itlS 'n das Gesandtschaftsviertel steht noch nicht fest. Jedenfalls iängni« h ?iie Präsident Tsaokun aus dem Ge- und das alte Regime wieder ^vurd!» Revolution verlief unblutig.
Jirniee einige Soldaten der nationalen
Mtahf«» °!5 sie die elektrisch geladene
durchbrachen, mit der box
® tlesien U eberfälle schützte.
ki normten ot)i9e Meldung zutrifft, was nach °n ist, A^angenen Ereignissen zu erwarte Pbni^ ^" die chinesischen Wirren in eine Zitier h„fin: Feng, der Führer der Natio- iten, ei"e vernichtende Niederlage er- •’iter F-nn ^, ^"st^egierung, die bekanntlich ! im ftenuJ zwingt, ihre bisherige Poli- ^°N M: sten einer Aenderung zu unter- "Sen wird w?E es der Srmjetregierung ge- "nea, biei'b^'^ "^ «uf Wu-Pei-Fu zu ge- J (pmc (ab3.un'ar’feii. Dei Marschall hat i^" 'N Cyina üblichen Verseh- ren im Kgl. britischen Kolonialinf
'' dahp^den kommen lassen und erfreut sJanuar 1914. Auch der frühe ^t ^ 'ei der chinesischen Bevölkerung, Kolonialgouverneur Sir Harry J^
Bankett und ein Empfang statt, an dem alle Behörden teilnahmen. Die Stadt hat festlich illuminiert.
London, 12. April. Die Korrespondenten der verschiedenen englischen Blätter, welche
aletten, geben amüsante Beschreibungen seines Einzugs in Tripolis, der natürlich recht theatralisch war. Es hatte sich eine ungeheure Menschenmenge versammelt, und man beeilte sich, allen Eingeborenen, welche nach der Hauptstadt gekommen waren, bâe F a- schisten-Hymne beizubringen, die
in allen Sprachen gesungen wurde, sogar in der hebräischen. Mussolini landete in einer kleinen Pinasse, in der er abseits von den
Herren des Gefolges still und nachdenklich in Pose saß, wie der Bericht sagt, im besten N a p o l e o n s st i l. Er hatte die Bandage von der Nase abgenommen und ein fleischfarbenes Pflaster aufgelegt, so daß nur die Herren, die sich in seiner allernächsten Nähe befanden, etwas von der Verwundung sehen konnten. Wenige Minuten nach der Landung ritt er stolzund kaiserlich, wie ein Bericht sagt, auf braunem Pferde durch die Straßen der Stadt, von Zeit zu Zeit die Hand zum römi- chen Gruße erhebend. Er hatte eine c i e-
ige m e t 6 e Feder auf dem Hute; ihm olgten die Soldaten und die Tanks und alles
ang die Faschisten-Hymne.
Demonstration italienischer Studenten in Wien.
Wie«, 12. April. Bei der heutigen Vorstellung der Haller-Revue im Npollo-Theaker kam es, als ein Komiker eine icherzhafte Bemerkung über Musiolini machte, zu einer italienischen Demonstration. Ungefähr 15 italienische Student n auf der Galerie H achen
Monaten des zweiten Repaew nb u. a. ausgewiesen: Für Frank illionen Goldmark (316,8), Eng land 17,5 Millionen Goldmark (124,1), Stalter 8 Millionen Goldmark (37,7) und Belgien lOj Millionen Goldmark (66).
Marx und Severings Besuch im besetzten Gebiet.
Koblenz, 12. April. Bor dem Gewerkschafts» ausschuß für die besetzten Gebiete hielt Minister Dr. M a r x eine Rede, in der er u. a. ausführte: Politisch und wirtschaftlich hat bas deutsche Volk und besonders das rheinische, bis schwierigste Zeit durchlebt. Selbsthilfe uni Einigkeit haben das deutsche Volk aus seinen! Chaos wieder herausgeführt. Die Industrie Hai mit allen Mitteln für den Wiederaufstieg des deutschen Volkes gekämpft; aber in der Hauptsache waren es der deutsche Arbeiter und di« rheinischen Gewerkschaften. Die Früchte dieser Kampfes sind Einheit und allmählicher Wie- beraufftieg des deutschen Volkes.
Der preußische Innenminister Severing führte aus: Der Ruhrkampf war ein weltgeschichtliches Ereignis, der vor allem von de» Arbeitern und Beamten des Westens ausge- fochten wurde. Diesen Kampf gewinnen heiße« vor allen Dingen, das Gemeinschaftsgefühl, du Disziplin und die Erziehungsarbeit der christlichen Gewerkschaften. Von einem Mißerfolg des Ruhrkampfes kann keine Rede sein, denn dieser allein hat das französische Volk zum Ver-
riefen einen to'enoen Lum^ vor. Das Publikum w es
be
rer energisch und auf die weitere Vor
zurecht, die aus dem Hause entfernt Polizeiwache gebraht wurden. Die stellung verlief ohne jede Störung.
Andererseits ist es wahrscheinlich, daß, nachdem Wu-Pei-Fu seinen Gegner Tschang- Tso-Lin um eine Nasenlänge zuvorgekonnnen ist und die Hauptstaadt des Reiches in seine Hand gebarcht hat, Tschang-Tso-Lin diesem Erfolg feines bisherigen Verbündeten keineswegs ruhig zusehen wird. Nach einer Meldung der „Daily Meil" aus Tokio hat er bereits seinerseits den Vormarsch au Peking angetreten und so dürfte in kürzester Fust der Kampf diesmal zwischen Tschang-Tso Lin und Wu-Pei-fu erneut aufflammen.
Peking, 12. April. Bei einemBom- benangrtff eines „alliierten" Flugzeuges auf dem Bahnhof Hsichimen wurden viele Chinesen getötet. Wu Pei-Fu hat dem Führer dec Kuominkschungarmee noch nicht ge- antwortet. Die „alliierten" Generäle Litsching- lin und Tschanghsuchliang setzen ihren Vormarsch fort. Auf der Linie Peking-Hankau
de jedoch der Eisenbahnverkehr wieder auf-
wur-
genommen.
Das Seulfche Kolonialproblem
Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht Reichsinnenminister Dr. K ü l z, der als Kommissar für das Reichskolonialamt in den Jahren 1907 und 1908 in Deutsch-Südwest- afrika die Selbstverwaltung für die Gemeinden eingerichtet hatte, im B. T. einen Artikel, in welchem er betonte, daß die Kolonialsehnsucht Deutschlands mit I m- perialismus und Militarismus n i ch t s z u t u n h a b e. Die Wiedereinreihung Deutschlands in die Kolonialmächte sei vielmehr eine Sache des deutschen Rechtes, der deutschen Ehre und der wirtschaftlichen, poli-
tischen und kultureller« Gleichberechtigung. Unter Berufung auf eine Aeußerung des amerikanischen Staatssekretärs Lansing erinnert Dr. Külz daran, daß die Aufteilung ber deutschen Kolonien dem Punkt 5 der Wil'
der deutschen
Kolonien dem Punkt 5 der Wilsonschen 14 Punkte widerspricht. Der Verfasser weist ferner entschieden die Kolonialschuldlüge über die deutsche Uiisähigkeit zur Kolonisierung zurück, die die Kolonialfrage zu einer Frage der nationalen Ehre mache. Dr. Külz beruft sich dabei auf eine Reihe von Zeugnissen, insbeson-
bere auf die Ausführungen des Viscount Mil- ren im Kgl. britischen Kolonialinstitut vom 13. >ere englische
Harry Johnston habe kurz vor dem Krieae in einem Kolonialvortrag
in Stuttgart gesagt: „Wenn von den großen Kolonialvölkern der Welt gehandelt wird, ist es schwierig, zwischen den Deutschen und den Engländern einen Unterschied zu machen. Vom Standpunkt der Gleichberechtigung der Völker untereinander habe Deutschland das historische und sittliche Recht, in der Reihe der Nationen zu verbleiben, die an der kulturellen und wirtschaftlichen Erschließung der überseeischen Länder beteiligt seien. Die koloniale Sache sei durchaus geeignet, zu einer deutschen Volkssache zu werden und sie vor der Welt zu vertreten als ein Gebot, ohne besten Erfüllung eine wirkliche Gleichberechtigung Deutschlands nicht denkbar sei. Der Ausschluß des deutschen Volkes, von dem an der wirtschaftlichen und kulturellen Erschließung der Welt beteiligten Mächten sei eine einfache Uninöglichkeit. Die Teilnahme Deutschlands an der Entwicklung der Kolonialgebiete gehöre zu den wirtschaftlichen Lebensnotwendigkeiten Deutschlands.
Die olonialfrage im englischen ichte.
Rm erbam, 12 Apr-l. In einem Aufsatz im „Teleqraas' befaßt sich her frühere ergh »e Marin e- mtnift-r Fisher mit dem deutschen Problem. D'iitsch- land habe wohl feine Ro eitlen und b rifit bene lange in feinem B sitz ew: ene Gebiete in Europa verloren, aber die 7Y M ll:onen deS arbeit-amen deutschen Volke? »atten noch Anspruch auf ran Platz an der Sonne Die Lösunq dieses Problems bürste nicht mit Gewalt, sönderu auf der Grundlage internationaler Moral und Gerechtigkeit erfolgen. Deutschland habe ein Recht, koloniale Rohstoffe für -eine Indu rie w d einen Zugang zu den Überseer» n erraten zu iordern. D e übrigen Kolonialmächte mußten D utlchland daher wirtschaftliche Konzessionen inachcii, die Deutschland einen angemessenen Anteil an der Ausni-tzung kolon-aler Rohstoffe gewähren ohne ihm du kte Souveräiutätsreä te in bestimmten Kolonial- gebreten zu verrchaffen. Der Ber aller tritt auch nach- «»ü für eine gerechte Behandlung der »eutscheu Muidcrbeiten in Europa ein.
Hier tütrujeu uns tstntgrett oen ©teg errungen haben, so sollen sie auch unser Leitstern sei« für die zukünftige Arbeit.
Der^ Reichskommissar für die besetzten Gebiete, Freiherr Lang v. Simmern, erklärte, et betrachte es als seine höchste Pflicht am weiteren Aufftieg des rheinischen Volkes mitzuwirken.
Nachmittags brachten in einer Versammlung vor allem die Vertrete der Landwirtschaft und des Weinbaues ihre Forderung zun? Ausdruck.
Innenminister Severing versicherte, er werde alle Forderungen an die betreffenden Ressorts weitergeben, und dazu beitragen, daß diesen Forderungen stattgegeben werde.
Aussetzun« der Verkündung des Duellgefetzes.
Dem Reichstag ist die Entschließungsur» künde über die Aussetzung der Verkündung des Gesetzes zur Vereinfachung des Militärstraf- rechts (Duellftage) zugegangen. Sie hat folgenden Wortlaut:
Entschließung. Auf Grund des Verlangens eines Drittels des Reichstages vom 18. März 1926 setze ich gemäß Artikel 72 der Reichsverfastung die Verkündung des am 3. Februar 1926 vom Reichstag beschlossenen Gesetzes zur Vereinfachung des Militärfttafrechts um zwei Monate aus.
Berlin den 27. März 1926.
Der Reichspräsident.
gez. D. Hindenburg.
Der Reichswehrminisker. gez. Dr. Geßler.
M«e Konferenz der Ober- und RegierungsprSsidenlen.
Monatsbericht über die Neparatkons- Zahlungen.
Berlin, 12. April. Dem Amtlichen Preußi» schen Pressedienst zufolge wurde heute im preußischen Ministerium des Innern unter dem Borsitz des preußischen Ministers des Innern, Severing, eine Konferenz sämtlicher preußischer Ober- und Regierungspräsidenten über die Frage der preußischen Ver- valtungsrefarm abgehalten. Zwei Reerate, die von den Regierungspräsidenten Bergemann (Düsseldorf) und Krüger (Lüneburg) erstattet wurden, brachten die Wünsche j unb Gedanken der Vertreter der Provinzial-
m Bersin, 12. April Die Monalsübersicht des ■ uns Gedanken der Vertreter der Provinzial- Generalagenten für bic Reparationszahlungen {beworben zur Sprache. Die Staatsregierung verzeichnet für Mürz Gesamteinnahmen in ; müßte mehr dazu übergehen, die Obliegenheiten Hoye von 8b 109 006,34 Goldmark und einen der Provinzbehörden zu erweitern und ihre m fan^ mn Monatsende von 60 680 514,32 Selbstverantwortung zu stärken. Die Notwen- Widmark. Die E'iinahmen für die ersten fielen digkeit eines engen Zusammenarbeitens bei Ornate des zweiten Reparationsjahres betra- Provinzbehörden mit der Bevölkerung lasse ber. gen einschließlich des Barbestandes vom Ende Plan, eine von den beiden Instanzen (Reaie- -iluguft 192 > insgesamt 709 723 729,75 Gold- rungs- oder Oberprüsidenten) fortfallen zu
m V"tcr de" Märzeinnahmen befindet sich lassen, bedenklich erscheinen. In der Aussprache ein Posten aus dem Reichshaushalt von 20 stimmten fast alle Redner den Grundaedank»-
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Bevölkerung lasse der. t Instanzen (%