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201. Jahrgang.

ßanauer 8 Anzeiger

GeneraL-Anzeiger für Die Kreise Cattau Stadt und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. , Fernsprech-Sammelnummer 3956.

^Hgzprei s: Für den halbe« Monat L Reichsmark, für den ganzen Monat 2. Reichsmark ohne ^äaerloh«. Einzelnummerlo, Freitag 15, Samstag 12 Reichrpfennig. Anzeigenpreise: Für Höhe tm Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichrpfennig, tm Reklameteil von 68 mm Breite Retchsvsennig. O ff er t en g ebüh r: M Reichspfennig. Geschäftsstelle: Hammerstraße 9.

ErfüV lungrort und Ger ichls st and für beide Teile ist Hanau. Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung der Bezugspreise». Für Platzvorschrift und Er sch ein «ngstags der Anzeige wird keine Gewähr geleistet-

Sir. 79

Dienstag den 6. April

192

Das netteste.

Kammer und Senat haben am Oster- tMitaq Perets Steuergesetzentwürfen zuge-

französischen Außenamt fand am Ostermontag eine Besprechung über die Lage hi Marokko statt.

Der neue rumänische Ministerpräsident Mrescu erklärte demTemps""-Korresponden- ien, er werde innen- wie außenpolitisch die von Lrâtianu eingehÄtene Linie fortsetzen.

Der jugoslawische Ministerpräsident Paschitsch unterbreitete dem König die Demis­sion des Kabinetts.

,- Der Großindustrielle August Thyssen, ist am Ostersonntag gestorben.

In Kairo brach eine Feuersbrunst aus, kr viele Menschenleben zum Opfer fielen.

Das im Dezember 1925 in Angora durch jgotenwechsel vereinbarte vorläufige Handels- cbfommen zwischen dem Deutschen Reich und der Türkischen Republik ist ratifiziert worden.

Britische Tanks gegen Araber

Ein Zwischenfall an der Grenze zwischen dem Jrakgebiet und Syrien.

Bagdad, 3. April. Britische Tanks traten gestern vormittag an der Grenze zwischen Syrien und dem Trakgebiet in Aktion, als

große Teile syrisch-arab. Stämme einen Stamm des Jrakgebieles angriffen, dem die Verteidi­gung eines Grenzpostens oblag. Der Feind überschritt mit 2000 Mann die Grenze des Jrakgebietes. Die britischen Tanks fügten den eindringenden Stämmen schwere Verluste zu. Als Flugzeuge erschienen floh der Feind unter Zurücklassung von 45 Toten. Die Verluste des Feindes an Verwundeten sind nicht besannt. Vor dem Eingreifen der britischen Kräfte halten die britfy -'' halten, den 3rai

der Eröffnung bet Feindseligkeiten und der Verfolgung des Feindes über die Grenze des Trakgebietes hinaus zurückzuhallen.

er- von

KvVSss GiSWAVgeAtzS

Paris, 4. April. Kammer und Senat heben Heuke morgen ihre Beratungen über die Aenergesetzentwürfe Perets beeendet. Die Sammer hat das Gesetz mit 365 gegen 145, der Senat mit 220 gegen 16 Stimmen am

London, 3. April. Der diplomatische Be­

richterstatter des

Im Zusammenhi dat sind M

gsverichieden- Heiken zwischen der von Boncour vertretenen französischen Regierung und anderen Mit­gliedern des Völkerbundes entstanden. In London und den meisten übrigen Hauptstädten

genommen.

Der neue französische Minister Raoul Pa­ret hat mehr Glück geh^ '

In der Nacht zum Ost , . , , ,

beiden Parlamente über die Abänderungen geeinigt, die der Senat an dem Text oer Kammer vorgenommen hatte. Es handelt sich st! der Haupsache darum, ein Kompromiß

uche Minister Raoul Ps-

habt als seine Vorgänger, itersonntag haben sich die

wegen Der Mon0p 0 ie fuc ^env- üümund Zucke r zu f i N d e N. Die Kam­mer schlug vor, durch ein Sondergesetz das Petroleummonopol später zu regeln und das Zuckermonopol ganz fallen zu lassen. Mit die- er Einigungsformel hatte sich der Senat zu- rieden gegeben, doch mußte die Kammer ihrer- eitr in bezug auf die Tabakpreise !in Zugeständnis machen. Die Kammer hatte den Tabakpreis auf 2.10 Francs für das Silo festgesetzt, der Senat hatte den Preis auf 2.50 Francs heraufgesetzt, woran er festhielt. Alle übrigen geringfügigeren Meinungs­verschiedenheiten wurden ' ausgeglichen. Es wurde schließlich beschlossen, daß der Senat die Beratung des Haushaltsplanes für 1926 am

April im Plenum beginnen soll. Die Sammer vertagte sich bis zum 20. April. Sie M iadoch früher einberufen werden, falls der denat vorher seine Bugdetberatungen beenden kann.

ist von Anfang an die Ansicht vertreten wor­den, daß der neue türk sch-französische Vertrag mit Rücksicht auf die Beschränkung der Befug­nisse der Mandatarmacht einer

sorgfältigen Prüfung des Völkerbundsrates unterzogen werden müßte,

zumal territoriale Regelungen, wie sie der Vertrag einschließe, nicht ohne die Genehmi-

cour vertritt dagegen die Ansicht, daß der Ver­trag nach feiner Ratifizierung wie alle übrigen Verträge beim Völkerbundsrat registriert wer­den müsse, da der Grundsatz bezüglich terri­torialer Aenderungen unanfechtbar fei und da die fragliche Grenzregulierung nichts anderes bedeute, als die endgültig an Ort und Stelle irung der Bestim-

Die Ueberwindung der französischen Steuer- msis ist von großer finanzieller Tragweite. ^ französische Franc wäre zweifellos weiter ^swrzt, wenn die Lage der französischen Fi­lzen noch länger in der Schwebe geblie- wären. Ob der Beschluß des Senats und ^ Kammer feinen Sturz auf die Dauer auf« kann, oder ob es dazu noch anderer Maßnahmen bedarf, muß sich erst noch zeigen. rn wird aber immerhin erwarten können, W das öffentliche Vertrauen in die finanzielle ^lstungsfähigkeit Frankreichs sich jetzt wieder «was stärkt und daß die kurzfristigen Schatz- Mne weiter im Verkehr bleiben, ohne zur Losung präsentiert zu werden. Wäre die Mw Staatskasse zur Einlösung N'° würde das zweifellos zu groß Widrigkeiten führen. Wie die Di ^n, kann Man prmnrbn. hnfe nmn

tur Einlösung gezwun-

;en neuen

------ -------- -Inge jetzt

rann man erwarten, daß man bei dem ^natswechsel darüber hinwegkommt und daß ........ " die

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re: Mt auch allmählich dazu gelangt, "Nahmen und die Ausgaben auszugle

über die französische Verwaltung Syriens, der einen

Tadel für die bisherige französische Verwaltung eirthält, offiziell dem syrischen Kongreß unter­breitet werden. Boncour widersetzt sich heftig einem solchen Verfahren. Chamberlain scheint, wie der Berichterstatter bemerkt, im großen und ganzen dem französischen Standpunkt zu­zuneigen, hat sich aber bis zum Empfang eines Berichtes feines Sachverständigen feine An­sicht vorbehalten.

Französische Generaloffeusive in Syrien.

Paris, 3. April. Nach einem amtlichen Comnunique haben die französischen Truppen in zwei Kolonnen erneut die General- offensive gegen die Drusen be­gonnen. Es handelt sich in erster Linie darum, das Gebiet des südlichen Libanons von den Aufständigen zu säubern und die Stabt ku- neikra zu befreien. Beide Kolonnen halten, wie das Kommunique mitteilt, bereits heftige Kämpfe zu bestehen.

Die Anruhen in Kalkulla.

Kalkutta, 5. April. Unter Anwendung schärfster Maßnahmen ist es den Behörden ge­lungen, die religiösen Unruhen zwischen Hin­dus und Moslems zeitweilig zu unterdrücken. Die Zahl der bei den Zusammenstößen Ge­töteten beträgt noch offiziellen Angaben 46. Berwundet wurden nach Oer gleichen Quelle "er fönen Diese Zahlen dürften je« enschenvenuste nicht vollkommen

m. 2)on-1 wundste v

r durch die Plünderungen und

worden sind.

leitft

4. Japan fordert ein Verbot der Ver­wendung giftiger Gase im Kriege.

ß Amerika und der Wellgerichtshvf.

Washington, 3. April- Wie verlautet, wird Staatssekretär Kellogg zu Beginn der nächsten Woche eine Note nach Genf richten, in der die Einladung des Völkerbundes für eine Konferenz in Genf, die die amerika­nischen Vorbehalte für den Weltgerichtshof er­örtern soll, a b g e l e h n t wird. Die Ver­einigten Staaten werden, statt mit den ande­ren Mächten an einer solchen Konferenz teil­zunehmen, weiterhin über die Vorbehalte aus direktem Wege mit den Mächten verhandeln, die das Protokoll über den Weltgerichtshof unterzeichnet haben.

Um das amerikanische Rückgabegesetz

Rewyork, 5. April. Nach einer Meldung der Associated Prcß ans Washington wurde der Gesetz­entwurf über die amerikanischen Ansprüche gegenüber Deutschland und die Rückgabe deS während des Krieges beschlagnahmten deutschen Eigentums von dem Aus'chuh des Repräsentantenhauses beraten. Unter» siaaislekretär Winston vom Schatzamt erklärte, die Maßnahmen hätten die Billigung der Schatz-, de? Staats« und des JultizdepaitcmeMS gefunden. Ei rechtfertigte die Gesetzesvorlage als Mittel zur Hei­lung der Kriegswunden ohne die Zahlung der An­sprüche ans 8u Jahre auSzudehnen.

Ei« kommunistisches Waffenlager in Paris.

Paris, 5. April. Bereits vor 14« Jahren hatte die Polizei Nachricht erhalten, der Besitzer einer Auto­garage, der enge Beziehungen zur Kommunistischen Partei unterhielt, habe in seinem Geschäftshaus ein Waffenlager angelegt. Eine Untersuchung föiderte damals in der Tat eine beträchtliche Menge von Schuß­waffen aller Art zutage. Beim Verhör gab der Garagenbesitzer an, er sei ein leidenschaftlicher Waffen­sammler. Die Gerichtsbehörden gaben sich damas mit dieser Antwort zufrieden und sprachen ihn frei. Dieser

I '-hoch, eine neue Haussuchung vorge»

Brandstiftungen entstandene S a

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vorgenommene Durchführung der Bestim­mungen des Angora-Abkommens vom Jahre 1920' die auch im Lausanner Vertrag ausge­nommen seien. Boncours Argumente sind aber kaum schlüssig. Der zweite Punkt über den Boncour und die von Scialoja und dem Prä-

identen des ständigen Mandatsausschusses Teodoli vertretene italienische Regierung ver- chiedener Meinung sind, ist die Frage der Z u- tändigkeit des ----------- «- -

g r e s s e s. Nach italienischer Anschauung müßte der Bericht der Mandatskommission

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ift sehr groß und noch nicht völlig zu übersehen. Zwei Moscheen wurden gängltd) zerstört und zahlreche Hindubazare sind bis auf die Grund­mauern ausgebrannt. Alle Bazare sind ge­schlossen und der Geschäftsverkehr stockt. Alle Ansammlungen sind verboten und werden von der durch Freiwillige verstärkten Polizei rück­sichtslos auseinandergetrieben. Durch die Hauptstraßen fahren ständig Maschinengewehr­patrouillen und Tanks. Trotz dieser Maßnahme rechnet man jedoch mit einem Wiederauf­flammen der Bewegung. Der religiöse Haß wird auf beiden Seiten durch die Veröffent­lichung der Einzelheiten der Zusammenstöße und Plünderungen genährt. Die Hindublätter sowie die mohammedanische Presse haben gegen diese Veröffentlichung Protest eingelegt.

v--«i uiiu uie .ausgaben auszugleichen.

1 ânnahme des Steuerprogramms durch nb Kammer ist ein Erfolg des Kabi- S «nand. Sie ist aber kein glänzender £ die Entscheidung ist nur durch weit- Stimmenthaltung zugunsten des Sa« a5? ausgefallen. Man geht wohl in der fr, ^ fehl, daß Briand feine Aufgabe ertjrtjr'H'fterpräfiöent in der Hauptsache als eufieht, nachdem die Steuern endlich °^"°wmen worden sind. Er hat wiederholt art, daß er sich lediglich zu diesem Zweck » ^urde der Ministerpräsidentschaft be- p m:^3 nächste Ziel der ftanzösischen Jnnen- ^uuk wird wohl die Bildung einer Regierung « wieder auf feste Mehrheitsverhalt- stutzen kann. Bei dieser Kombination Wriot im Vordergründe zu stehen, Briand als Außenminister auch in

Zukunft seine bisherige Rolle weiterspielen wird.

Abd el Krims Friedensbemühungen

Paris, 5. April. WieP e t i t P a r i s i e n" meldet, erhalte sich beharrlich das Gerücht, daß Abd el Krim die Entsendung eines aus höheren Beamten, darunter dem Minister für Aus­wärtiges bestehende Kommission vorgeschlagen habe,'die mit den französischen bezw. spani­schen Delegierten in Rabat bezw. in Tanger zusammentresten solle, um die Friedensmög- lichkeiten zu prüfen. DerPetit Parisien" fügt aber hinzu, daß er aus offiziöser Quelle keine Bestätigung dieses Gerüchtes erhalten konnte. ~

Nach einer vomJournal" aus Tanger er­haltenen Nachricht soll ein dem Generalstab Abd el Krims angehörender Rifführer sich be­reits auf der Reise nach Rabat befinden.

Paris, 5. April. DasJournal" meldet aus Fez: Ein gestern von Rifabteilungen gegen verschiedene Stämme unternommener Angriff an der Mituafront wurde von Angehörigen des Stammes Marmissa zurückgeschlagen. Jin- merhin bleibt dieser Teil der Front weiter be­droht.

Die Belagerung Pekings.

London, 5. April. Die Meldungen aus China stimmen darin überein, daß die Belage­rung Pekings begonnen hat. Nur nach Nordwesten fei die Stabt noch nicht von den Truppen Tschang Tso-lins > Pei - fus eingefd Berbinbunt

g T f 0 - l t n s und W u > eingeschossen, offenbar. um diese ig nicht stören zu lassen. Die Bclage- durch F l u g z e u g e im Laufe des

ter haben durch Flugzeuge im Laufe des Samstag und Sonntag etwa 20 Bomben von je 30 Kilogramm abgeworfen. Vier Born-

den fielen in das Takarenviertel, wo sie einigen Sachschaden «»richteten und ein junges Mäd­chen töteten. Eine weitere Bombe fiel in den Garten des Wiulerpalastes und eine dritte un- weik derfranzösischenMission nieder. Weitere Einschläge wurden beim Himmels­tempel sowie bei bet französischen und der amerikanischen Kirche festgestellt. Ma» rechne mit der Möglichkeit, daß die Mächte deshalb Vorstellungen bei den alliierten Gene­rälen erheben werden. Bei der drillen Bombar­dierung wurde ein Brand durch eine Bombe im kaiserliche» Palais hervorgerufen. Der chinesische General W a n g, der 1917 Minister­präsident war, hat einen Kurier zu Tschang Tso-lin entsandt, um ihn zur Einstellung der Bombenabwürfe zu bewegen. K u 0 min- l f ch ü » hat nach einer rUeldung der ..Ehicago Tribune" beschlossen, Peking nicht ; u r ä u - men. Dieser Beschluß sei vom Kabinett guk- geheißen worden. Die Alliierten haben sämtliche Eisenbahnverbindungen, mit Ausnahme der Linie $ui-nan unterbrochen. Man er- wartet in Kürze einen Angriff Tschang Tso-lins auf Peking.

Japan und die vorbsreilende Abrüstungs-Konferenz.

Tokio, 3. April. Nach Blättermeldungen hat die japanische Regierung dem Delegierten für die vorbereitendeAbrüstungskonferenz folgende Anweisungen erteilt:

1. Die Besprechungen sollen sich nur auf durchführbare Maßnahmen erstrecken.

2. Luftfahrtsragen dürfen nicht angeschnit­ten werden.

3. Japan betrachtet eine Abschaffung der Unterseeboote als undurch­führbar.

Ein deutsch-französisches Zusatz­abkommen.

Paris, 5. April. Havas verbreitet folgende Nachricht: Nachdem die im provisorischen deutsch» iranzöstichen HandelSabkonimeu vom 12. Februar ver­gessenen Kontingente für die Einfuhr von Frühgemâse nach Deutschland verbraucht sind, soll nach »en Be­stimmungen eines Zusatzabkommens, das beibett Regierungen zur Billigung vorliegt, Frühgemüse mit Ausnahme von Kohl und Blumenkohl mit einem meckeren Kontingent bedacht Werren, das sich auf 27000 Zentner beläuft. Als Kompensation sei dafür Deutschland die Ausfuhr gewisser chemischer Produkte und Dynamos nach Frankreich zugestanden wordeu. Die neuen Bestimmungen werden am 10. April m Kraft treten.

WiittSrjubilöumdesReichsprSsideute«

Berlin, 3. April. Anläßlich des 60jährigen Militärjubiläums, das der Reichspräsident am 7. April begehen kann, sind folgende militärische Veranstaltungen vorgesehen: 9.30 norm, bringt die Kapelle des 9. Jnf.-Regts. dem Reichspräsi­denten im Garten seines Hauses Morgenmusik dar. Um 11.45 norm- werden durch die Fahnen- kompagnie des Wachtregiments Berlin mit Musik die Fahnen der Regimenter des General- feldmarschalls, nämlich das 3. Garde-Regt zu Fuß, des Oldenburgischen Jnf.-Regts. Nr. 91 und des Jnf.-Regts. Generalfeldmarschall von Hindenburg (2. Masurisches) Nr. 147, durch die Wilhelmstraße nach dem Hause des Reichspräsi­denten gebracht. Um 12 Uhr findet im großen Saal des Präsidentenhauses eine militärische Feier statt, an welcher Abordnungen von Offi­zieren, Unteroffizieren und Mannschaften der Traditionstruppenteile vorgenannter Regimen­ter, die Chefs der Heeres- und der Marine­leitung, Vertreter der Reichswehr und der Reichsmarine und der Reichswehrminister teil« nehmen werden. Auch der Reichskanzler wird dieser Feier beiwohnen, der Reichswehrminister wird hierbei die Glückwünsche der Wehrmacht darbringen. Nach dieser Feier werden die Fah­nen im Arbeitszimmer des Reichspräsidenten aufgestellt, von wo sie am nächsten Tage, am 8. April, mittags 12 Uhr, von der Fahnenkom­pagnie zur Kaserne des Wachtregiments ge­bracht werden.

August Thyffen t«

Mülheim a. Ruhr, 4. April. Der Groß­industrielle August Thyssen. Ehrenbürger der Stadt Mülheim a. d. Ruhr, ist heute morgen um 9 Uhr auf Schloß Landsberg im 85. Lebens­jahre sanft entschlafen.

August Thyssen ist am 28. Mai 1842 in Esch- -wiler ßRBeintanb) geboren und unter dürftigem