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Freitag den ir. März
Nr. 60
betrifft, so Hat keine Verminderung an Schlachtschiffen, «Schlachtkreuzern, Flugzeugmutter- schiffen, Monitoren, Minenlegern oder Flot- tillenführern stattgefunden. Die Verminderung erfolgte bei älteren Zerstörern, Depotschiffen und einigen Unterseebooten. Vielleicht wird die Zahl der Minenleger vermindert werden. Abstriche wurden da vorgenommen, wo das Risiko am kleinsten war und wo ein Defizit im Notfall rascher ausgeglichen werden kann.
Die lan-wirtschaMiche Vermattung Preußens.
Berlin. 9. März. Der Hauvtausschuß des Preußischen Landtages beriet heute den Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung. Londwirtschastsminister Steiger führte aus, daß gegenwärtig Kartoffeln, Roggen und Wein den maßgebendsten Einfluß auf die Gesamtlage der Landwirtschaft ausübten. 3 Millionen Tonnen Kartoffeln lagerten noch in den Mieten; Stärkefabriken und Trocknungsanstalten mühten durch Kredite unterstützt werden. Der Meinung, daß die niedrigen Roggenpreise durch starke Weizeneinfuhr entstanden seien, könne man nicht beitreten. Auch ein höherer Roggenzoll würde nicht helfen können. Hauptsache sei der fehlende Roggenexport nach, der Ernte, der im letzten Halbjahr 1913 etwa 5^ Millionen Doppelzentner einscUießlich des Mehls betragen habe. Man erwarte aber eine Entlastung durch die Ausfuhr noch den nordischen Ländern. Die Produktion müsse gesteigert werden, namentlich durch eine erhöhte Verwendung von Stickstoff. Der Stickstoffbezug sei gegenüber bem Vorjahre erheblich zurückgeblieben (285 000 Tonnen gegen 340 000). Die Golddiskontbonk- kredite feien geeignet, Erleichterungen zu bringen. Saatgutkredite seien nicht so günstig •mgegangen, w-e allgemein behauptet werde. Auch für die Saatoutzüchter feien besondere Golddiskombankkredite und Erleichterungen beim Personalkredit in Aussicht gestellt. An Melioriationskrediten seien im Atzten Sabre 15 Millionen Mark verwendet «erben. Für 1926 stünden nach dem Etat 13,2 Millionen zur Verfügung, wozu noch Reichsmittel treten. In Preußen seien in den 30 Jahren vor dem Kriege jährlich 1330 Stellen auf 16 600 Hektor errichtet, nach dem Kriege von 1919 bis 1925 jährlich 2045 Stellen auf 19 800 Hektar. Dazu seien noch alljährlich 15 899 Stellen auf 17 255 Hektar zu selbständigen Landwirtsstellen gemacht worden. Die Wetterführung der S i e d lu n g s t ä t i g k e i t je: aus sozialen, Bevölkerungs- und national- politischen Gründen notwendig. Durch Anleihe- gesetz seien 40 Millionen Mark bereitgestellt, die zur Errichtung von 3000 Stellen' ausreiche«. Dazu würden rund 100 Güter be-
Die AttsfpvaOs über As« LMOswK«eiâ VSlkffcher Zusammenstoß mit dem Minister. — Die Deuifchnationaien und Völkische« verlassen Sen Saal. — Deutschnaltonaler Mitzlraueussurrag.
Berlin, 11. März. Im Reichstag wurde heute die allgemeine Aussprache über den Etat des Reichsinnenministeriums fortgesetzt.
Abg. Dr- Schreiber (Zentrum) bat, die tragenden Kräfte des deutschen Volkstums mehr in den Vordergrund zu stellen. Wir sprechen zu wenig von der Nation. Die Entwicklung der Nation ist nod) nicht abgeschlossen Ein mühseliger Weg liegt noch vor uns. Alle außenpolitische Aktionskraft wird geschwächt, wenn nicht eine starke innenpolitische Einheits- bewequng vorhanden ist Das große Problem der Nationalisierung des Proletariats sei noch zu lösen. Andere Völker haben für den nationalen Gedanken früher eine breitere Basis gefunden. Die Aussöhnung mit dem Proletariat fei mehr Herzens- als Verstandesjache. Notwendig fei auch ein inniges Verhältnis zum Auslandsdeutschtum. Die Trennung von Staat und Kirche sei etwas verhängnisvolles. Dinge, die in natürlicher Weise verbunden seien, sollten
Abg. Dr. Schreiber (^ tragenden Kräfte des deut
Adg. Kube hatte aus einer Kaiser-Gsburtstags- rede, die der gegenwärtige Reichsinnènminiftcr Külz während des Krieges gehalten hatte, ver- ichlödene Sätze zitiert, in denen sich Dr. Külz sympathisch gegenüber dem früheren Kaiser geäußert hatte», was Abg. Kube benutzte, um dem Innenminister den Vorwurf des Byzantismus
in Oberhof festgenommen und in das ß^ . gsrichtsgefangnis von Meiningen gebw ' worden. In seinem Besitz wurden drei M nungen vorgefunden.
Folgenschweres Dranduuglück. : <
nicht zertrümmert werden. Der Redner setzt sich dann für den Schutz der kirchlichen Baudenkmäler, besonders am Rhein ein und lehnt für den gegenwärtigen Augenblick jede Verfassungsänderung ab, die irgendwie in die Grunezüge der Weimarer Verfassung eingreift. Aus der Entwicklung der deutschen Nation lasse sich der Förderalismus nicht streichen. Das Eigenleben der deutschen Stämme lasse sich nicht wegwischen.
zu machen.
Reichsinnenminister Dr. Külz: die ganze Aussprache, abgesehen von der letzten Rede, bot ein erfreuliches Bild geistigen Ringens und dabei doch eine Annäherung der früher so scharf aufeinander platzenden Gegensätze. Es ist für mich, der ich 30 Jahre im öffentlichen Leben stehe, eigentlich unter meiner Würde, auf die politischen Geschmacklosigkeiten einzugehen, mit der der völkische Abgeordnete eine alte Kaiser- aeburtstaqsrede von mir zitiert. Aber die Tendenz des Herrn Kube war gang klar. Er wollte meine derzeitige republikanische Gesinnung diskreditieren. (Stürmisches Gelächter rechts. Rufe: Derzeitiger Republikaner, wann werden Sie wieder Monarchist?) Ich habe nie meine monarchistische Gesinnung verleugnet, habe eine solche Verleugnung auch nie von den Beamten verlangt. Wir inußten uns aber von der Monarchie auf die Republik umstellen: es blieb ja gar nichts anderes übrig. Wenn ein Kaiser, der von Millionen von Deutschen den Einsatz des
Pfarrkirchen, 12. März. Heute f* brach in dem Anwesen des Gastwirts IBeiiii Fürth bei Pfarrkirchen (Niederbayern) ^ . Drang aus, dem fünf Menschenleben g Opfer fielen. Beim Ausräumen einer D«j J nung, die sich über der Stallung befand, : plötzlich die Zimmerdecke ein und begrub t Feuerwehrleute unter sich. Zwei waren fof» , tot, während die anders» in schwer verleg f Zustand in das Krankenhaus gebracht weck l mußten. Am Nachmittag stürzte eine Cietz > wand ein, die drei Feuerwehrleute unter M . begrub, die nur als Leichen geborgen wem, konnten. *
Verurteilung wegen Mißhandlung von $| fintiern.
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entlichen Leben
Bertin, 11. März. Wegen jahrelanger gt« ’ samer Mißhandlung ihrer jetzt 14- und 12jaM ‘ gen Stiefkinder wurde die Kaufmannsfrau L * Plöhn vom Schöffengericht zu einem Jahr | fängnis verurteilt und sofort in Haft genoi men. Die ärztliche Untersuchung hatte bei b ! den Kindern durch Mißhandlung verkrüM Ohren und blutunterlaufene Striemen
ganzen Körper sestgestellt.
Der Meile Volhmer-Peozetz.
Berlin, 11- März. Vor dsM großen Schöffg! । geriet' Potsdam begann heute der Prq ' gegen die Gräfin Bothmer wegen Urkund» i! fülfchung und Betruges. Die Dormittagssir? war ausgefüllt mit Beratungen über den L ! trag, den Landgerichtsdirektor Westerkamp d
Es folgt der Demokrat Dr. Götz, der, im Gegensatz zu seinem Vorredner den Förde- ralismus ablehnt, well er eine der Haupt- quellen der deutschen Ohnmacht sei. Wer heute eine Aenderung der Reichsfarben verlange, der bedrohe unser Volk mit neuer Erschütterung. Schwarz-weiß-rot se-en die künstlich geschaffenen Farben der Bismarckschen Periode gewesen, während viel früher die Farben schwarz-rot-gold Staatssnmbol des Sehnens nach großdeutscher Einheit waren. Die Historiker müßten erkennen, daß überall in der West die Entwicklung zur republikanischen Staats- form vor sich gehe. Redner beantragt schließlich, die Vorlage eines Gesetzentwurfes über das Schicksal der nationalen Minderheiten innerhalb des Deutschen Reiches, denen ihr volles Recht gewährt werden müsse.
*' ” "'ie Volkspartei sprach der ■ - ' ’ ' '' - ' feine
fiedeln; es handle sich vielmehr darum, eine gesunde Bodenvorratspolitik zu treiben. Da diese Siedelung in der Hauptsache an der Grenze betrieben werde, sei sie nationalpolitischer Natur. Deshalb habe er, der Minister, sich veranlaßt gesehen, beim Reiche 60 Millionen Mark für diesen Zweck zu beantragen. Mit Nachdruck wende er sich dagegen daß das Reich etwa selbständig in die Siedelung ein- greife, da das einmal zu einer Verteuerung führen und auch eine errege Unsicherheit herbeiführen würde weil Preußen die Behörden und Siedlungsgesellschaften und auch die notwendige Erfahrung und die Rentengutsgesetz- gebung habe.
Nach längerer Debatte vertagte sich der Ausschuß auf morgen.
Femeausschutz des Preuh. Laudiags.
Berlin, 11. März. Der Fememorduntersuchungsausschuß des Preußischen Landtags setzte heute in öffentlicher Verhandlung unter Vorsitz des Abg. Brandenburg (Soz.) seine Untersuchungen mit der nochmaligen Vernehmung des Kriminalkommissars Stumm fort. Dieser Zeuge soll sich zunächst gemäß einem Beweisantrage Riedel (Dem.) darüber äußern, ob Fememörder innerhalb der schwarzen Reichswehr und ob die Schwarze Reichswehr durch Geldmittel, Sachunterstützungen usw. von Industrieverbânden (dem Reichsland- bund und Mitgliedern der Arbeitgeberveremi- gung) unterstützt worden sind.
Der Zeuge bekundet: Der größte Teil der von der Schwarzen Röichswehr benötigten Gelder wurde vom Landbund aufgebracht. An erster Stelle hat sich der Rittergutsbesitzer v o n O p p e n für die Beschaffung der Gelder betätigt. Die vernommenen Zeugen haben fast übereinstimmend ausgesagt, daß das Geld vom Landbund, von der Landwirtschaft und der Industrie gemeinsam aufgebracht worden sei. Für die Industrie kam namentlich die Zweigstelle der Emaillierwerke der Firma Hugo S t i n n e s in Hamburg in Frage. Wenn man dis in Inflationsgeldern im Jahre 1923 durch die Firma Stinnes eingezohltsn Gelder in Goldmark rechnet, kommen eiwa
Fraktion an der- WderâtWWen â , des Reiches und der Eigenstaatlichkeit der Länder festhalte. Der Minister habe diese Eigen- staatlichkeit zwar bejaht, die Bayerische Volkspartei sei aber der Ansicht, daß die von ihm geforderte Einordnung der Einzelstaaten in das Reich nicht auf dem Wege einer Diktatur, sondern nur der Verständigung zwischen Reich und Ländern erfolgen könne. Seine Frakvon
stehe, so erklärte der Redner weiter, auch auf dem Boden der christlichen Kultur.
Dann kam es im Anschluß an eine Rede des Abg. Kube (Völkisch) zu bewegten Szenen.
Lebens verlangt, im größten geschichtlichen Moment, wo von ihm selbst der Einsatz des Lebens verlangt wird, statt dessen nach Holland flüchtet, dann kann man sich über den Ge- smnungsumschwung seiner bisherigen An- hänaer nicht wundern.
Diese letzten Worte wurden von der Linken mit Händeklatschen, von den Völkischen und Deutschnationalen durch andauernde Rufe und lärmende Kundgebungen beantwortet. Vergebens versuchte der Präsident die Ruhe wieder herzustellen. Schließlich verließen die Deutschnationale nundDölkischen d e n S a a ll Als sich der Lärm einigermaßen gelegt hatte, wandte sich der Minister gegen die Ausführungen des Aba. von Kardorff, die er als stark rechts eingestellt bezeichnete. Im Reichskgbinett fei nie erwogen worden, die Wahlreform auf Grund des Artikels 48 zu oktroyieren. Wahlgesetz und Reichsschulgesetz sonnten erst vorgelegt werden, wenn der jetzt * JUL ...... . _ M
einem "parlamentarischen Staat ein durchaus zulässiger Weg, um aus einer sonst unerträglichen parlamentarischen Konstellation heraus- zukommen.
Nach der Reds des Ministers erschienen die Deutschnationalen wieder im Saale. Ihr Führer Graf Westarp gab folgende kurze Erklärung ab: „Die Auffassung, die der Minister als „Derzeitiger Republikaner" (Gelächter rechts), hier vorgekrageo hat, nötigen uns zu folgendem Antrag: Der Minister besitzt nicht das Vertrauen des Reichstages.
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befangen abzulehnen. Der Antrag wurde W Gericht abgelehnt. Die Angeklagte äußerte f dann über dis angebliche Vorgeschichte in Schriftstückes, in dem die verstorbene Fn Rieck um Ueberlassung von 500 Mark gebet, haben soll. Die Angeklagte gab zu, den Nam der Schwester Hieronyma selbst geschrieben; haben. Belastend war die Aussage der Krank« schwester, die erklärte, Frau Rieck habe bi Brief nicht diktieren können, da sie wegen ebn
Abzesses am Halse nicht sprechen konnte.
D'enftenllassuug eines Regierungsrates.
Wie eine demokratische ^situngskorreln« denz mitteilt, hat in dem Disziplinarverfahn gegen den Beamten des Staatskoinmiffar!?! für öffentliche Ordnung, Regrerungsrat Fch mans, der preußische Dffziplinarhof auf Dienfi entlass ung ohne Gewährung der Pension ei kannt. Fuhrmans war u a. beschuldigt, einet früheren Offizier eine Stells verschafft 3
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pflichtet. Die Zahlungen gingen teilweise an I Nach eingehe: Buchrucker und Schulz. Ueber die Zusammen-| schuß die W
arbeit mit der Schwarzen Reichswehr wurde die Kommandantur unterrichtet.
Der Zeuge Kriminalkommissar Stumm zählt dann die eingekn Einzahlungen für die Scywarze Rechswehr auf, die von Okkupations-
5000 Mark heraus, die an die Schwarze Reichswehr gezahlt wurden.
Der Direktor der Emmaillierwerke, Laux, gab über seine Verbindung mit der Schwarzers Reichswehr auf dem Polizeipräsidium folgendes an: Im Jahre 1923 bestand, wie aus allen Zeitungen ersichtlich war, die Gefahr eines Poleneinfalls in Oberschlesien und anderen Gegenden Ostdeutschlands. Mir wurde bekannt, daß Selbstschutzorganisatmnen gebildet wurden und ich stellte mich in Küstrin zur Verfügung. Man nahm mich bei der K-Truppe bereit’ willig an. K-Truppe (ft dasArbeitskommando). Die Lester dieser Truppe in Küstrin waren Major Buchrucker und Oberleutnant a. D. S ch u l z. Zur finanziellen Unterstützung fühlte sich das Emaillierwerk moraüidb ver-
gèldern geleistet wurden.
In her Nachmittagssitzung gelangte dann der Buchhalter May zur Vernehmung, der bei den Stinnesschen Stanz- und Emaillierwerken beschäftigt war und Auskunft geben soll, ob Schulz durch Vermittlung des damaligen Direktors Laux Gelder für politische Zwecke erhalten habe. Er gibt an, daß ihm davon nichts bekannt sei. Bei den Waffen in der Lauxschen Wohnung habe es sich um Waffen gehandelt, die zum Schutze gegen kommunistische Putsche von der Reichswehr angefordert worden seien. Darauf vertagte sich der Ausschuß auf Freitag.
âttvfte MeZdrLnsâ
Das Befinden des früheren Reichskanzlers Fehrenbach ist nach wie vor ernst. Es ist jedoch im Laufe des Tages eine Verschlimmerung nicht eingetreten, da d-r Kranke nachmittags einige Nahrung zu fid nehmen konnte. Er fühlt üch gegenwärtig woy- le r als in den letzten Tagen.
In einer gestern abgehaltenen Versammlung tèichloß die Ausftellerschast der auf der L e i p - z ger Technischen Messe vertretenen We.lteugmaschincn einstimmig, die Messeaus- fkUung bis zum 20. März ununterbrochen offrnzühalten.
Tret japanische Torpedoboots- jöger sind nach den Tafuforte in See ge- gangen, wo der'____
Schiffahrt und zur ,,, ____
Iiéntfm geführt hat. Englische und amerika- n'sche Kriegsschiffe sind bereits vor den Taku- forts eingetroffen.
japanische Tor pedoboots- sind nach den Takuforts in See ge- wo der Bürgerkrieg zur Stillegung der Blockade des Hafens von
Der Reichetagsousschuß, der sich mit der Notlage der Winzer zu beschäftigen hat, setzte gestern seine Beratungen fort. Gegenstand der Verhandlungen bildete die Frage der Auf- Hebuna oder einer Ermäßigung der Weinsteuer.
Zender Debatte wurde von dem Aus-
> e i n st e u e r mit 20 gegen eine Summe aufgehoben.
Wis verlautet, sollen die tschechischen Handels vertrag süet Handlungen mit Deutschland Mitte April beginnen, nachdem man sich vorher über die gegenseitigen Wünsche informiert haben wird.
Wie der Genfer Saardelegation aus Saarbrücken gemeldet wird, hat die dortige R e - gierungskommission die von der Deutschen Volkspartei des Saarparlaments geplante Bismarckfeier verboten. In Genfer Völkerbundskreifen bezeichnet man dieses- Verbot als überaus töricht und ungeschickt.
Das rumänische Kabinett hat beschlossen, das Parlament vom 27. März bis zum 7. April in die Ferien zu schicken und die Kammer am 6. April offiziell aufzulösen. An demselben Tage wird die Regierung zurücktreten. Innerhalb fünf Tagen soll dann Die Neubildung der Regierung erfolgen. Die Neuwahlen sind für den 7. Juni festgesetzt.
Der mecklenburgische Landtag hat in zweiter Lesung den sozialdemokratischen, schon im Haushaltsausschuß mit Unterstützung eines Volksparteilers und eines Völkischen angenommenen Antrag angenommen, daß das Mecklenburgische Staatsministerium um Prüfung zu ersuchen ist, ob uno gegebenenfalls welche finanziellen Ersparnisse von einem Anschluß Mecklenburgs an Preußen zu erwarten sind.
A«s aller Wâ
Ilalieuische Industriespionage in Thüringen.
Berlin, 11- März. Wie der „Lokalanzeiaer" aus Zella-Mehlis meldet, hatte dort ein Italiener Beziehungen zu einem Werkmeister eines großen Werkes der Metallindustrie angeknüpft und sich durch Bestechung geheime Konstruktions - Zeichnungen verschafft. Der Italiener, der seine Sp enage auch auf andere Industrieorte ausdebnen wollte, ist
Fünf Opfer der Berge. Z
Die Schneestürme, die seit der letzten W auch im Schweizer Hochgebirge toben, 'hai an verschiedenen Stellen schon Menschenöp gefordert. Im Gebiete von Arosa wurde m etnèr Skitour auf das Weißhorn beim liebt queren eines Abhangs am Brüggerhorn b 22jährige Graf Georg von Werthern o Beichlingen iProv. Sachsen) von sich lösend Schneemassen in die Tiefe gerissen. Er fort nur als Leiche geborgen werden, während f Begleiter, Saleschin mit Namen, unverses blieb. In Lötschental, im Berner Dberto werden vier Skifahrer, darunter drei Brü! im Alter von 20—30 Jahren namens Eben aus Kippel, vermißt. Die ausgesandten A tungskolonnen sind unverrichteter Sache zum gekehrt. Da die Skifahrer auf der Sonforbi Hütte, von wo sie ausgegangen waren, M wieder eintrafen, nimmt man als sicher an, bi sie im Schneegestöber nicht mehr weiter konnt! und erfroren sind.
Eine Insel im südlichen Atlantischen Ozes versunken.
Kapstadt, 11. März. Das deutsche B« messungsschiff „Meteors das aus dem südlich Atlantischen Ozean zurückgekehrt ist, berichts daß die Insel Thompson, 80 Meilen norbwi lich der Insel Boufet, vollständig verschwS den sei.
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(Unter D-rontworlung des Einsenders.)
Unhaltbare Straßenzustände.
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Ueber dieses Kapitel ist in H sehr viel Tinte geflossen und manch.
sehr viel Tinte geflossen und mancher hätte S —rfudft, auf den „Schmutz" hinzuweisen, we»' dieser nicht gar zu groß wäre.
Wir haben in Hanau sehr viel schlech Straßen; in dem stiefmütterlich behändes Stadtteil Kesselstadt jedoch die weitaus sW testen und von diesen schießt die „KronprinB straße" den Vogel ab. Man betrachte einB dieses Morästbad, dds man kaum noch übe queren kann, und gleichzeitig den in der W längerung laufenden Feldweg; ob einer w ist als der andere. Vergangenen Herbst bega" man zur Freude der Anwohner, die Randsm" zu erhöhen und linearisch genau auszurM und vertröstete die Straßenbewohner bau« daß die Straße demnächst in der gleichen “ hergestellt würde, wie bte Römsrstraße. ist man dem Versprechen noch nicht naM kommen. Im Gegenteil durch das Erhöhens Randsteine ist dein Regenwasser die MögliE. gegeben, sich auf den „Bürgersteig" Das gen ist hier wörtlich zu nehmen!) recht breit ? machen. Vor einigen Wochen hat man Schlamm abgeschabt mit dem Erfolg, daß Straße beute genau so versumpft Ist wie zut" Ob wohl „demnächst" etwas geschieht?
Ein Anwobner im Sinn« aller.
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