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201. Jahrgang

HanauerW Anzeiger

GeneraZ-Anzeiger für die Kreise Kanau Stadl und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage. / Fernsprech-Sammelnummer 3956.

S e j n 8 « P r * t Für den halben Monat ü Reichsmark, für den ganzen Monar L Reichsmark ohne 1 Trägerlohn. Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für I 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 nun Brette 8 Reichsxfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite L Retchspfennt» Offertengebühr: SO Retchspfennig. Geschäftsstelle: Hammerstrab« S.

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Nr. SS

Das Neueste.

Das Kabinett Briand ist heute morgen gestürzt worden.

Die deutsche Delegation ist gestern abend »ach Genf abgereist.

*- In einer Besprechung der Regierungs- parteien über die rsten-Abfindungsfrage soll man zu einer grundsätzlichen Einigung über den Kompromißantrag gelangt sein.

3n der Prager Altstadt ereignete sich gestern ein schweres Explosionsunglück, bei dem mehrere Personen getötet wurden.

gestern ein

Reichspräsident v. Hindenburg hat das Ehrenpräsidium des Roten Kreuzes über­nommen.

DZs MoGe.

Der Reichstag hat in der diesjährigen Etat­beratung das schleppende Tempo der früheren Jahre m.t einer' löblichen Zeitersparnis -ver­tauscht. Im Reden wurde wohl jetzt auch'noch des Guten zuviel getan aber es machte.ssich doch gegenüber anderen Jahren eine weise Beschrän­kung, bemerkbar, die bisher ein verhältnismäßig rasches Fortkommen in der zweiten Etâtslesung ermöglicht hat. Dies ist umso anerkennenswer­ter, als im Gegensatz zum früheren Deutsch­land, wo die Ministerien von gern sser Stetig­keit waren und deshalb eine Verteidigung der Etats durch die einzelnen Minister gegenüber der Opposition genügte heute in der Zeit des Kabinetts- bezw. Muusterverschleißes zu b efer Verteidigung meisten noch Programmentwick- ..gen kommen, die, vor allem bei einer Mtn- rheitsregierung, den Zweck haben. seinen

als das

. Progr mH. sind, e^n, weil I sie von einer Minderheitsregierüng aüsgehen, I größtenteils auf Kompromisse zugöfchnitten, Ia= vieren, um weder bei der Rechten noch bei der Linken Anstoß zu erregen und lassen deshalb auch sehr häufig an Klarheit zu wünlchen übrig. Das ist verständlich, aber diese Unklarheit darf Nicht, wie es bei der Programmentwicklung durch den Reichsinnenminister der Fall war, soweit gehen, daß in der OefsenUichkeit Deu­tungen laut werden können, die geeignet sind Kämpfe heraufzubeschwören. Der neue Reichs- mnenminisler Dr. Külz hat in seiner Pro- i grammrede in zehn einzelnen Punkten seine : Stellung zum Beamtentum festgelegt und da­bei auch wichtige politische Fragen behandelt- Rach dem von ihm eingenommenen Stand­punkt zum Berufsbeamtentum hält er letzteres für staatsnotwendia âine Aeußerung, die angesichts der in letzter Zeit von links aufgetvs- tenen Bestrebungen zu begrüßen ist. Zustim- i Mung. dürften auch seine Ausführungen über das neue Beamtenrecht, das Beamtenvertre- tüngsgesetz uno die Erweiterung der Fortbil- dungsmöglichkeit der Beamten gefunden haben, »re man auch den von ihm vertretenen Grund- ntz, daß die Beamten nicht Diener einer Par- et, sondern der Gesamtheit sein sollen, und daß ; »e alle ihre Arbeit dem Gesamtwohl des Vol- I kcs zu widmen haben, gutheißen wird. Anders i °ber mit seiner Forderung, daß der Beamte die republikanische Staatsform zu bejahen unb TO dem Staate innerlich verbunden zu fühlen [ M- D ese Forderung ist zum mindesten unklar ; formuliert, sie läßt allerhand Deutungen zu, was auch die vorliegenden Kommentare der . Linkspresse beweisen. Weite Kreise treiben mit i dem Begriff Bejahung der republikonischrn. ; «taatsform eine Parteiagitation und die wlge der ministeriellen Aeußerung könnte fin, daß unter der Beamtenschaft eine Ge- mnungsschnüffelei einsetzt. Es ist ganz selbst­verständlich, daß der Beamte in seinen Matz- iiahmen der Republik und ihren Symbolen Wcht entgegenarbeiten darf, daß er sich bei leinen Meinungsäußerungen gegenüber Re- gterungsmaßnahmen unb etwaigen Maßnah- men ^-^"ste der Republik des nötigen "iigen hat, aber man kann ihn

Samstag den 6. März

Das Kabinett Briand gestürzt.

M MHM Et mach OE

Paris» 6. März. (6.38 Ahr morgens.) Das Kabinett Briand ist soeben im Laufe der Beratungen über die Steuergesetze gestürzt worden. Beim Lite!Zahlungssteuer" beantragte der Kommunist Ernest Lafon! deren Zurückstellung. Briand stellte die Vertrauensfrage und blieb bei der Abstimmung mit 50 Stimmen In der Minderheit.

Welche Rückwirkungen dieser $(ut$ auf die am Montag beginnende Dölkerbuvds- fagung haben wird, läßt sich noch nicht sagen.

Ueber den Verlauf der gestrigen Kammer- sitzung liegt folgender Bericht vor:

Paris, 5. März. Sie Sammer setzte heute

vormittag die Beratung der vom Senat abge­änderten Steuergesetze fort, verabschiedete eine Reihe weiterer Bestimmungen betreffend die ' tschaftlichen Nutzens

derte den Abgeordneten auf, diesen Antrag zw rückzuziehen, um ihn später getrennt zu beharr beim Auch FinanzministerDoumer und der Be- richterstatter des Finanzausschusses traten da für ein. Sie Kamnier hat in namentlicher Ast

Besteuerung des lanbtDtrtl

scher' Folge zum Reihe der vom

und nahm auch sodann in ras Test mit Abänderungen eine: Senat angenommenen Sleuerbestimmungen an, darunter die Einführung dès Kontrollschems für Wertpapiere, die Erhöhung der Stempel-

steuer für Versicherungen und die Besteuerung der BSrfènDperaf onen/'btéltiti^ dem von der Kammer bereits früher angenommen

eine von der Kammer bereits früher angenommen , für neu Satze von pro Wille. Es besteht die Ab­er- sicht, die Beratungen, wenn das Plenum der weil Stimmet zustimmt, in einer Nachtsitzung zu

Silbe zu führen, damit das Plenum des Senats die Steuergesetze im Laufe des morgigen Tages

vor

Steuergesetze im Laufe des morgigen Tages Briands Abreise nach Genf, erledigen kann.

Im Verlaufe der Kammersitzung hat bei Be- ratungüer Steuergesetze der radikale Abgeord­nete M a r g a i n e den Antrag gestellt, eine Gesellschaft für die Einsuhr und den Berka: von Petroleum und Zucker mit einem Kâpital von 200 Millionen Franken zu gründen, wo­von der Staat zwei Drittel übernehmen sollte. Diese Gesellschaft soll durch von der Regierung ernannte Persönlichkeiten geleitet werden. Der Vorsitzende des Finanzausschusses Malvy for-

zufassen, um aus dem Chaos, in dem wir uns befinden, wieder herauszukommen, weniger denn je gebrauchen kann. Es darf erwartet werden, daß der Reichsinnenminister bei der Beratung feines Etats im Parlament Gelegen­heit nimmt, seiner Aeußerung über diese poli­tische Frage eine solch klare Formulierung zu geben, die jede Mißdeutung ausschließt-

Seit Donnerstag dieser Woche sind im gan­zen Reiche die Eintragungslisten für die An­

1926

stimmung die Zurückstellung des Antrages mit 262 gegen 254 Stimmen abgelehnt.

Hervorgehoben fei, daß im Verlaufe der heutigen Nachmittagssitzung die erhöhte Be­steuerung des Kaffees abgelehnt, die erhöhte Besteuerung des Salzes dagegen angenommen ____L_. D' Wtzung wurde daraufhin aufge-

wurde. Die Gi:

hoben und halten

Man v!

>ert in den Wandslgängen der

Paris, S. März. Nachdem Briand gegen die Vertagung der Beratung über die Zah. lungssteuer die Vertrauensfrage gestellt hatte, wurde namentliche Abstimmung vorgenmmen. Die Vertagung routbe mit 274: 221 St mmen beschlossen, so daß das Kabinett mit 53 Stim­men in der Minderheit blieb. Als Briand mit den Ministern den Sitzungssaal verließ, erstatte er, er werde dem Präsidenten der Re­publik die Demission des Kabinetts überbringen und nicht nach Genf fahren.

den Montagssitzung sollten die Hauptver- treter, als do sind Chamberlain, Lord Robert Cecil, Briand. Luther und Stresemann e.ne Be­sprechung abhalten, in der unsere Vertreter noch einmal das sagen wollten, was den aus­ländischen Mächten durch die deutschen Bot­schafter und Gesandten bereits mit allem Nach­druck eröffnet worden ist: Deutschland ist bereit um das Werk von Locarno zum Abschluß zu bringen, in den Völkerbund einzutreten, wenn es einen ständigen Ratssitz erhält und an der Organisation und übrigen Zusammensetzung des Völkerbundsrates keine Aenderung vorge­nommen wird. Dieser Standpunkt ist so unver­rückbar, daß es in Genf nur ein Entweder-Oder geben kann. Entweder die Aufnahme Deutsch­lands erfolgt unter dieser Bedingung, oder bie deutsche Delegation reist wieder ab. Kompro­misse, die man in robustem Deutsch der kritisch- politischen BetrachtungSchiebungen" nennt, kann es nicht geben.

Mit diesem festen Willen ist die deutsche Delegation nach Genf gefahren. Die ganze Welt erwartete den 8. März und die Ereignisse, die sich an diesen Taa anknüpfen würden, mit lebhaftem Interesse. Da plötzlich brachte heute morgen der Draht die Meldung von dem Sturz des französischen Kabinetts. Briand fährt nicht nach Eenfl Wie eine Bombe schlug diese Nachricht ein, die auf die Dölkerbunds- tagung nicht ohne Rückwirkung bleiben dürfte. Bei Niederschrift dieser Zeilen läßt sich diese Rückwirkung noch nicht übersehen, aber es ist anzunehmen, daß durch das französische Ereig­nis die Genfer Verhandlungen zum mindesten einen Aufschub erleiden werden. R. H,

Explosion eines Munittons« Transrv.ls.

Prag, 2. März. Heure vormittag um 11 Uhr explodierte in der Tischlergasse ein von Solda­ten geführter Munltionstransport. Durch die Explosion wurden zwei Soldaten, einige schwer bezw. leicht verletzt. Außerdem wurden eine große Anzahl von Zivilpersonen verletzt, einige davon schwer. Es wurde eine strenge Unter­suchung darüber eingeleitet, ob bei dem Trans­port dieser Handgranaten die Vorschriften, welche für den Transport von Sprengmitteln

Geltung haben, eingehalten wurden.

DieVossische Zeitung" entnimmt de» Extraausgaben der Prager Blätter Angaben, nach denen die Zahl der bei der Explosion Ge­töteten zwischen 6 und 20 schwankt, die der Verletzten über 100 beträgt, von denen 21 schwer und 92 leicht verles " ~"

Mittelparteien stellte sich heraus, daß die Ansichten innerhalb dieser Parteien recht west auseinandergingen und zwar bezüglich der Zu­sammensetzung des Reichssondergerichts, das über die Abfindungen entscheiden soll, ferner die Grundsätze nach denen das Gericht zwischen den rein formalen Rechtsansprüchen und den

mlitifchen Notwendigkeiten einen Ausgleich inden und entscheiden soll und schließlich über sie Frage der Rückwirkungen. Hier es han- Frage, ob auch die bereits end-

delt sich um die Frage, ob auch gültig erledigten Fälle vor bet

zum Schutze Rostes zu befleißigen hi »och nicht dazu zwingen, in seinem Innern diese Dtaotsform als das Ideal zu betrachten. I 06 wollte der Minister ganz sicher auch nicht ^gen, aber die unklare Formulierung feiner Forderung läßt diese Deutung zu, wie die «nmmeniare der Linkspresse es beweisen, Man ?nn dem Staat mit großem Pflichteifer dienen

antt dem Staat mit großem Pflichteif: M^die gegenwärtige Gtaatsfotm

3beaf zu betrachten. Die Ausführungen J® Ministers sind, sicherlich ungewollt, ge- -einen unnötigen Kamps über die Staats- N heraufzubeschwören, den das deutsche ueijmuumi) aouiueyni unu uem «jungem heute, wo es gilt bie Ruhe im Innern zu; unterbreitet werden würde. Bei der b she "Mlten und alle Kräfte des Volkes zusammen- Durchberatung des Kompromißantrages

Hänger und Befürworter des kommunistisch­sozialdemokratischen Antrages auf entschädi­gungslose Enteignung der Fürstenvermögen ausgelegt. In unserer früheren Reichsver­fassung war ein Volksentscheid nicht vorgesehen, erst die Neue Verfassung sieht diese Möglichkeit vor und bei der Auseinandersetzung mit den Fürstenhäusern wird zum ersten Male davon Gebrauch gemacht. Die Kommunisten und Sozialdemokraten haben jetzt 14 Tage Zeit, um die für das Volksbegehren nötigen 4 Mill- onen Stimmen in den Listen zu sammeln. Nie­mand zweifelt daran, daß die genannten Par­teien dieses Ziel erreichen und damit das Volks­begehren zustandebringen werden. Letzteres wird dann dem Reichstag zur Entscheidung zu­gehen. Wird es vom Reichstag abgelehnt, und das ist nach der letzten Stellungnahme des Zentrums anzunehmen, dann werden die bei­den Parteien diesen Enteignungsantrag dem Volksentscheid unterbreiten, für dessen Durch­dringung jedoch mindestens 20 Millionen Stimmen notwendig sind. In der Zwischenzeit versuchen die Regierungsparteien auf der Grundlage eines Kompromisses eine Lösung der Abfindungsfrage herbeizuführen und suchen sie die Beratung dieses Kompromißan­trages so zu fördern, dâß er noch vor Beenndi- gung des Volksbegehrens an den Reichstag ge­langt um ihn noch vorher, wenn auch mit ein­facher Stimmenmehrheit zu verabschieden. Da- mit würde das Parlament von vornherein eine feste und bestimmte Stellung gegenüber dem Enteignungsanirag gewinnen, der dann selbst­verständlich abgelehnt und dem Volksentscheid , um viurin waren unu i^jiuefiuiiiiiicii puiug ..^^^.^ ......>" ' '- -herigen Ziel Berlin verlassen und trifft heute mitta

es der Genf ein. Noch vor tw lischest

gültig erledigten Fälle vor dem Reichssonder­gericht auf Antrag einer Partei wieder auf­gerollt werden könnenwaren diese Gegensätze innerhalb der Antragsparteien am schroffsten, und es ließ sich gestern noch nicht übersehen, ob eine Ueberbrückung bei Kluft sich ermöglichen lassen würde, zumal auf demokratischer Seite immer mehr Stimmen laut wurden, die eine

weitere Beteiligung an den Kompromißver­handlungen des Rechtsausschusses ablehnten und eine Beteiligung der demokratischen Partei an dem Volksentscheid forderten. Inzwischen scheint unter den Regierungsparteien eine Einigung über den Kompromißantrag erzielt worden zu fein, wie aus an anderer Stelle ver­öffentlichten Meldungen hervorgeht.

Außenpolitisch hat uns die verflossene Woche die Fortsetzung des Kampfes um die Vermehrung der Ratssitze im Völkerbundsrat gebracht, jenes Kampfes, der von vornherein die Lahmlegung des deutschen Einflusses im Völkerbund" zum Ziel hatte. Dank der energi­schen deutschen Haltung diesem Jntrigensp el gegenüber scheint man sich in Frankreich und Polen mit dem vorläufigen Verzicht eines

ständigen Ratssitzes für Polen und der Ver­tagung dieser Frage bis zum Herbst abgefunden zu haben. Am Anfang dieser Woche war es noch nicht bestimmt, ob die deutschen Delegierten den Genfer Zug besteigen würden. Jnzwisch hat sich jedoch btc Lage so geklärt, daß die Re:

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gewagt werden konnte. Am Freitag abend hat die deutsche Delegation mit ihrer Begleitung

Verletzten über 100 betragt, von denen 21 schwer und 92 leicht verletzt sind. Die Tischler- gasse macht den Eindruck eines Trümmerfeldes. Automobil- und Wogentrümmer liegen durch­einander. Die Eingänge der in der Nähe des Explosionsortes gelegenen Häuser sind durch Balken und Mauertrümmer versperrt. Ihr Inneres ist zum größten Teil demoliert. An zahlreichen Stellen sieht man Blut von den Gesimsen der obersten Stockwerke herunter­laufen. Auch zahlreiche Pferde wurden grauen­voll zerrissen. Die ganze Straße liegt voller Trümmer. Ein Soldat, der bei der Explosion zugegen war, erzählt: Es war, als ob plötzlich ein furchtbares Erdbeben eingetreten wäre.

Ein Regen von Glassplittern ging auf uns nie­der. Durch die Gassen liefen Menschen mit zer­rissenen Kleidern, mit geschwärzten blutigen Gesichtern. Einige Soldaten wurden durch den gewaltigen Luftdruck an die Häuser geschleu­dert und Stücke menschlicher Körper flogen bis

in die obersten Stockwerke.

Prag. 5. März. Die Katastrophe rief in der " '«rvor. Die

Prag. 5. März. Die Katastrophe Stadt eipe panikartige Erregung Hi Srraße macht den Eindruck einer B Der Munitionstransport umfaßte ungej

Brandstätte.

400 Handgranaten, die mit Tuital ge< waren.

Prag, 5. März. Das Ministerium für Natio­nale Verteidigung gibt bekannt: Die Militär­verwaltung stellte sofort bei allen Stellen die strengste Untersuchung an, um die Ursachen der Explosion in der Tischlergasse klarzustellen. Dit Kömmission stellte bisher fest, daß die Hand- oranaten in ordnungsgemäß plombierten Kisten zur Verladung vorbereitet und heute früh im Beisein des Lagerverwalters aufgela­den wurden, wobei die Begleitsoldaten ent­sprechende Verhaltungsmaßregeln empfingest. Die Kommission gelangte ferner, zu dem Ergeb-

.......... Explosion nicht in d v_,_____ ... _ ... und ihrer Verpackung

zu suchen ist. Die weitere Untersuchung wird von einer Fachkommission in aller Stxenge und Gründlichkeit geführt werden. Diese Kommis-

nis, daß die Ursache der Zustand der Granaten

iem

________ . . sion wird auch zu untersuchen haben, ob bie v« deutsche Delegation mit ihrer Begleitung: Soldaten auf den Wagen mit den Kisten mit mit einem klaren und festbestimmten politischen i Handgranaten auf der Strecke von Hostiwitz te mittag in: bis zu der Unglücksstelle nod) freiwillig andere entscheiden- Lasten aufgeladen hatten.