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201. ZahryanF.

Sanauer 8 Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land.

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Nr. 52

Mittwoch den 3. März

1926

DaS MsttsKs.

Reichsprästdent v. StobenBurg weilte gestern auf der Leipziger Messe und pries bett Wert der deutschen Qualitätsarbeit

* Reichskanzler Dr. Lucher nahm in seiner gestrigen Hamburger Rede zu der Erweiterung des Döller- dundsrates Stellung.

Der Reichstag verabschiedete die Berângen Sber den Etat des Reichsinnenministeriums.

Die französtsche Kammer hat die Verträge von Locarno angenommen.

Der südslawische Außenminister Nintschitsch wird heute in Paris eintreffen.

SLâV am GOewswes.

Wer etwa geglaubt haben sollte, Mussolini würde, nachdem der deutsche Außenminister aus seine zweite Rede nicht mehr geantwortet hatte, nunmehr seinerseits Ruhe geben, hat sich einer Täuschung hingegeben. Dieser Tage be­nutzte derDuce" nicht die Tribüne des'Parla- ments, um seinen politischen Gefühlen freien Lauf zu lassen, sondern er gab seine Ansichten in der Form einer langen Unterredung kund, die er dem Sonderberichterstatter desPetit Parisien". gewährte.. In dieser griff er noch einmal, wie schon gemeldet, Deutschland in so unerhörter Weise an, daß man aus der Form nur zu deutlich erkennen kann, wie die ruhige und sachliche. Abfertigung, die ihm der deutsche Außenminister Stresemann auf seine erste Rede seinerzeit zuteil werden ließ,gesessen" haben muß. Selbst das ReichsbannerSchwarz­rot-gold" und de" ' *

bös höllischen Volkes unb feuere Gefahr, Die mr den Frieden ü daraus erwachse, , " "

toch diese Auswüchse _C1 pumuuien sie des italienischen Staatsleiters auch I W, jo waren sie kein Anlaß, sich mit ihnen , näher zu beschäftigen, wenn nicht die gleiche Unterredung außerordentlich bemerkenswerte Eingeständnisse enthielte. Diese beziehen sich . aus Zen deutschen Charakter Südti-ols, der von ; Mussolini und die ihm ergebene Presse bisher nnmer hartnäckig geleugnet wurde. Jetzt sagte * ^uuch dem vorliegenden Bericht wörtlich: p.^ues war dort deutsch: Beamte, Lehrer, Geist- ^eit, Post und Eisenbahn. Man sprach nur deutsch man sang Lieder, die in Rom sofort die L^. Ostung der Sänger veranlaßt hätten." ?^r?f0 000 Deutschen in Südtirol haben es N NSA »Duce angetan, sie sind eine Ge- l^^Lur Italieneine gemeinsame Gefahr für Frankreich und Italien" wie Mussolini entmin ^ârm Stelle sagt und darum vUi^^ -roch einmal sein radikales Jtalia- Nisterungsprogramm, durch das die deutsche endgültig zerstört werden soll. Dabei evDefft er sich als ein treuer Freund Polens, Mu mon nur sagen kann: par nobile fratrum, uM er verkündete im Hinblick auf die Aspi- b,M3 ^°ates auf einen Sitz im Völ- JQt' ^er diese Kandidatur mit allem "Polens Platz ist im 8 W Zes Völkerbundes und es muß gleichzeitig I Ä^ in den Rat zusammen «8 ouf^i^^^ der polnischen Wünsche übria-n »r? ^-^ Volkerbundsrat, die sich im StVJ- ^^ nutzlos erweisen wird, ge- I ® allem mit Rücksicht auf in der Frage den der deutschen Minderheit Für S S imb^ des Minderheiten- Hr ^ sucht er die Zahl

I ^ bm n^ genossen zu vergrößern, wobei I u-T®5?1 ^auf das politische Schwergewicht I ».^ j die Kulturhöhe des betreffenden Part- k ?£? 1Wommen scheint. Dieses Suchen nach I BeS denke auck an U

idie soeben mit N lere? ^bm, dürfte im beson-

Ä?# Z°Ms zurückzuführen sein, daß Großmacht auf Grund der letzten Er- SfH® ^Ä" '"^ ihre Einstellung zu Italien fe^ gerade freundlichen Nachprüfung zu SA* e°ift -- 8.». Äg«°!n im nif»e b Ausgefallen, daß der amerika- °Äk^m^^°-r/^ uach Italien plötzlich wie lunaen me"«' " ®Pn gewisse Finanzverhand- ten^ »^5'"Eger Zeit mit den Vereinig- rien^s,?^.Visunden und die einen für Ita- Sur ELb^, ?^k" Zerlauf nahmen, erst jetzt mors nnh 9 9 Manien, dann dürfte die Ant- Urf rf^S "usfallen. Und zwar aus rein ^meHfon'?^ Erwägungen heraus, weil die IXb Ä kluge Geschäftsleute und Rech- Nch sagen, daß die von Muffolini

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natürlich inis schle

vor allem mit

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neuerdings getriebene Polstik Italien in große Schwierigkeiten bringen muß, durch die die Sicherheit der ausstehenden Forderungen be­einträchtigt wird.

Die Politik eines Landes ist auf die Dauer nicht außer Zusammenhang mit seiner Wirt­schaft zu führen und ebensowenig unter völliger Außerachtlassung gewisser Meinungen, die sich in der Weltöffentlichkeit herausgebildet haben. Italien, das unter Mussolinis Führung sich über diese Wahrheit Hinwegsetzen zu können glaubte, wird die Folgen dieser Polstik dermal­einst noch zu spüren bekommen. Die Frage des Schutzes der nationalen Minderhesten ist durch keine noch so wilde Rede aus der öffentlichen Diskussion mehr zu verbannen. Daß ohne eine befriedigende Lösung dieses Problems ein dauernder Friede in der Mitte Europas un­möglich ist, .wird heute von den denkenden Politikern und eigentlich sollte es doch nur solche geben in allen Staaten anerkannt. Auch in Italien, wo sehr viele Leute sich fra­gen, ob man wegen ungerechter Behandlung

dieser Viertelmillion Deutscher im ehemaligen Südtirol wirklich dauernd die Freundschaft eines Landes aufs Spiel setzen soll, das man wirtschaftlich so nötig braucht, wie Italien Deutschland. Oder sollte man gar bewußt oder unbewußt mit diesem Vorgehen die Geschäfte einer andern Macht führen, die an einer Nicht­verständigung und einem Nichtzusi ten zwischen Deutschland und 3tal

siert ist? Auch diese Frage beschäftigt gar manchen Italiener, der die Entwicklung der Politik seines Landes in der letzten Zeit mit Sorge betrachtet, lebhaft. Aber all diesen Män­nern, die einen Ausgleich mit Deutschland ehr­lich wollen, sei gesagt, daß nur eine Abkehr von der gegenwärtigen Gewaltpolitik gegen alles Deutsche zu dem gewünschten Ziele führen kann. Die kürzliche Kundgebung des Reichs­tags gegen Mussolinis Angriffe dürfte in ihrer Geschlossenheit keinen Zweifel gelassen haben, daß es Meinungsverschiedenheiten grundsätz­licher Art innerhalb des deutschen Volkes in dieser Frage nicht gibt.

ammenarbei-

alien interef--

ReiOsSmsrSev Dr. Luther über den DSiSerbund.

hamburg, 2. März. Anläßlich der Anwesen- Bedeutung uns: hert des Reichskanzlers in Hamburg fand heute bund sind demm

abend ein vom Senat gegebenes Abendessen statt. Dr. Petersen hieß als Präsident des Senats den Reichskanzler im Kaisersaal mit einer Ansprache wAkammen, in der er Dr. Klistier nicht mir als den verantwortlichen Führer der beititoen Nevublik, sondern vor

Ä * °l»LMM» UWLâM MM Pflicht gegen fein Volk immer bewußt gewesen sei, begrüßte. Nachdem der Bürgermeister die Bereitwilligkeit Hamburgs betont - "

Reichsregierung bei ihrer Aufbauarbeit mit allen Kräften zu unterstützen, schloß er, indem er dem Reichskanzler für seine Reise nach Genf als Gruß von der See und von Hamburg zu­rief: Front nach vorn! Hiß die Flagge!

Nach Dankesworten an den Hamburger Bürgermeister führte darauf der

;, die

Reichskanzler Dr. Luther

etwa folgendes aus:

Ich möchte Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister, auch die Ueberzeugung bestäti­gen, das Reich braucht ein Hamburg, und ich möchte persönlich dazusetzen, daß ich stets, wenn ich das Glück hatte, den Boden Hamburgs zu betreten, das Gefühl von dem besonderen welt­weiten Atem, der in Hamburg herrscht, ver­spürt habe. Hamburg war für mich immer ge­ehrt durch die Vorstellung, daß es der Weg war zum weiten Meer. Auf die Außenpolitik übergehend, erklärte der Kanzler, für die praktische Arbeit kann es nur eine Lösung geben,und diese Lösung heißt:

verantwortlich und zielbewußt alles daran sehe:, um die vorhandenen weltpolitischen Kräfte so zu nutzen, daß aus ihnen der möglichste vorteil für das Vaterland entsteht.

Nachdem sich der Ruhreinbruch als undankbar erwiesen hatte, konnten auch außerhalb Deutsch­lands die Mächte die Oberhand gewinnen, die darnach strebten, mit friedlichen Mitteln das durch den Krieg zerstörte Europa wieder auf­zurichten. Die deutsche Politik ist seit , dem Ab­schluß des Weltkrieges diesen Weg gegangen. Aber nunmehr konnte Deutschland mit er­höhtem Nachdruck auf die Erreichung einer Lösung drängen, die! den wirklichen Frieden bedeutet.

Lin solcher wirklicher Friede ist nur mög­lich, wenn Deutschland, seiner Größe und Bedeutung entsprechend, wieder als Groß­macht in den âtcis der Völker eivtritt.

Bei allen Erörterungen über den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund war es für uns ganz selbstverständlich, daß vor unserem Eintritt in den Völkerbund irgendwelche bedeu­tungsvolle Aenderungen innerhalb des Völker­bundes nicht mehr vorgenommen werden könn­ten. Als auch die Vertragspartner zwischen Sicherheitspakt und unserem Eintritt in den Völkerbund Verbindung anregten, ist keinerlei Anregung erfolgt, aus der etwa anderes ent­nommen werden konnte. Umso selbstverständ­licher war von Dornberein, daß der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund nur dann er- algen kann, wenn wir einen selbständigen Sitz m Völkerbundsrat erhalten. Dies ist von allen beteiligten Regierungen auch anerkannt wor­den. Alle Erwäaunaen in Deutschland über die

keres Eintritts kn den Völker.

Organisation, i mensetzung des

Manb einen ollte.

Mit diesem Staad der Dinge ist es unver- toénn. biè Sintauttiungoe^ ffänbi- ss» WWes au ââümh mit einer weiteren Aenderung in bet Zusammen­setzung des Rats verbunden würde.

Wer auf Grund bestimmter Verabredungen seine Aufnahme in eine Organisation bean­tragt, bars erwarten, diese Organisation bei seinem Eintritt in unveränderter Gestalt vor­zufinden. Es ist neuerdings gesagt worden, daß die Erweiterung des Rates ein längst in Aus­sicht genommener Plan sei, zu dessen Verwirk­lichung der deutsche Antrag jetzt die paffende Gelegenheit biete. Wäre dem so, bann wäre es wohl das Gegebene gewesen, die deutsche Re­gierung bei den Verhandlungen des letzten Jahres zu verständigen. Mir ist es auch nicht bekannt, daß die jetzt erörterten Verände­rungen jemals auf der Tagesordnung der Bundesversammlung oder des Rates gestanden haben. Wir haben von derartigen Absichten erst Kenntnis erhalten durch die Presseerörte­rungen, die unmittelbar nach Absendung unseres VölkerbunLsantrags einsetzten.

Jede Meinungsäußerung über etwaige Ver­änderungen in dec Zusammensetzung des Rakes oder in der Organisation des Völker- bundes würden Deutschland zurzeit in eine völlig unmögliche Lage bringen.

Um es kraß auszudrücken: Solange Deutsch­land noch nicht Mitglied des Völkerbundes ist, ist es überhaupt noch nicht zuständig, seine Meinung über etwaige künftige Veränderun­gen zu äußern. Erst wenn Deutschland Mit­glied des Rates ist und durch praktische Er­fahrungen Einblick in die Einzelheiten* des Dölkerbundsorganismus genommen hat, kann es in begründeter Weise zu etwaigen Anträgen auf eine anderweite Zusammensetzung oder Organisation des Rates Stellung nehmen. Denn es muß doch daran festgehalten werden, daß es sich bei der Entscheidung über etwaige Veränderungen nicht mn die Beziehungen .zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten han­deln soll, sondern um die Organisation und das Wohlergehen des Völkerbundes als solchem. Es ist für mich bet diesem Sachverhalt unfaßbar, daß man es durch ALlehmmg dieses unseres Standpunktes in der Frage der Rats­sitze dahin kommen lassen könnte, daß die großen Ergebnisse der Politik des letzten Jahres zerstört und die Aussichten, die die Mitarbeit Deutschlands im Völkerbünde eröffnet, noch im letzten Augenblick vernichten würden.

Deutschland steht mit seiner Auffassung nicht allein da. Das bestärkt meine Hoffnung, daß diese Auffassung noch vor unserer Abreise nach Genf oder (ebenfalls in Genf selbst Geltung ge- winnt. Ich spreche Deutschlands Stellung mit aller Offenheit und im vollep Vertrauen da­rauf aus, daß auch die anderen Mitglieder des Völkerbundes dem Deuffchen Reiche "Vertrauen für seine künftige Haltung entgegenbringen. Seit die Locarnoverhandlungsn begonnen haben, haben wir aefeben. welche Fortschritte'

erzielt werden können, wenn die politischen Fragen mit Offenheit und Vertrauen bchandeli werden.

Nur noch ein Wort an meine deutschen Mit­bürger. Für einen großen Teil des deutschen Volkes bedeutet der Eintritt in den Völkerbund die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches, auf den große Hoffnungen gesetzt werden. Aber falls unser Eintritt in den Völkerbund nicht in letzter Stunde scheitert dann ist auch für die anderen, die nur zögernd zuge- stimmt haben, oder ihre Bedenken überhaupt nicht überwinden konnten, nunmehr die Stunde gekommen, sich positiv auf den Boden des Völ­kerbundes zu stellen. Die große innere Ent­scheidung über den Eintritt ist gefallen, und jetzt kommt es darauf an, alle deuffchen Kräfte lebendig zu machen, um im Völkerbund an Deutschlands Wohl und am Wohl der Mensch­heit zu arbeiten. Der Eintritt in den Völker­bund unterscheidet sich von anderen Stufen unseres mühsamen Aufstieges dadurch, daß er uns ohne jeden Zweifel eine neue Bahn zu praktischer Betätigung deuffcher Kraft eröffnet.

Wollen wir die dadurch gegebenen Mög­lichkeiten voll ausnühen. so müssen wir dahin streben, daß ganz Deutschland geschlossen hinter unseren vertretew im Völkerbund sieht. Mit sauerlöpfischsehen ist es nicht getan. Roch immer sind die Früchte des Lebens nur für de« gereift, der mit starkem willen und festem Glauben ans werk gegangen ist Laßt uns unerschütterlich an Deutschland glauben, aber laßt uns auch mit festem deutschen Mille« da­rauf vertrauen, daß positive und hingebungs­volle Arbeit im Völkerbund die welk weiter voranführen wird zu einer Gestaltung, in der S Segen der ganzen Menschheit die starken

te des deuffchen Volkes und der deutschen

Das Zentrum gegen das Dolks- be^ehreu.

Die Zentrunisfraktion des Reichstages er- : läßt lautGermania" eine Kundgebung, in der es u. a. heißt:

Die vermögensrechtliche Aus­einandersetzung mit den Fürsten­häusern eiguekslch nicht für einen Volksentscheid. Das im Volksbegehren geforderte Gesetz steht zu den Grundsätzen der Reichsverfafiung in unlösbarem Widerspruch. Zur Herbeiführung einer gerechten Lösung soll von Reichswegen ein S ö n d e r g e r i ch t ge- bildet werden. In diesem Gerichtshof werden auch Laien in ausreichender Zahl milzuwirken haben. Die Kundgebung schließt mit der Auf­forderung an die Zentrumswähler, ihre Ramen nicht in die Liste für das Volksbegehren eivzv- tragen.

Femeurtlerfuchungsausfchutz des Landtages.

Berli«, 2. März. Der FemeunteffuchungrauS« schuß des Preußischen Landtages setzte am DienStaa abend seine Verbandlungen fort und nahm zunächst e tt Schreiben des Zeugen Abg. Meyer (bn.) zur K nutni», in dem dieser erklärt, der Unterm runqS- ausschuß sei von den Lmkeparteien zu einem Agi- Mtiosausschuß übelster Art berabflewürdigt worden, und ér lebne ein weiteres Erscheinen vor dem Unter-, 'uchungsausfchuß sowie eine mündliche Beantwortung weiterer Fragen ab. Er sei jedoch bereit, fcbrütli* formulierte Fragen schriftlich tu beantworten. (Hört! Hört! links.) Im B rlauf der Verhandlungen, die an sich keine wesentlichen neuen Nlomente er­brachten, kam es zu einer eriegtm Eeschâstsordnungs- debatte, als der Zeuge v. Zengen mehrfad; eine Rechts- belebrung darüber verlangte, welche Zwangsmaßnahmen der Ansichuß gegen ihn ergreifen könne, wenn er eine Frage beanstande und die Aussage verwe gere. Er wurde darauf aufmerksam gemacht, datzdie Beunnmungen den Strafprozeßordnung sinngemäß anmwcnden sind und daß er keine Frage beannanoen dürfe, sondern nur die Auslage verweigern könne, wenn er sich der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung durch seine Antwort aussetze. Die Beschlußsaffung üoer neue Beweisanträge usw. vertagte der Ausschuß auf Kreitag adend.

Die Loearnoverlrüge in der französ. Kammer angenommen.

Paris, 2. März. Die Kammer hak heult abend die Abkommen von Locarno mit 413 gegen 71 Stimmen ratifiziert.

Zur Frage der Ralssiye.

London, 2. März. Die Varlamentsfrak tion der Arbeiterpartei befchtoß, falls die Ant­wort der Regierung über ihre Politik in der Frage des Völkerbundsrates nicht genügend fein sollte, zu verlangen, daß darüber am Donuecstaa eine Debatte siattfindel.