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Hanauer W Anzeiger

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«k. 49

Samstag den 27. Februar

1926

Das Statute,

Briand hat gestern in der Kammer den Lertrag von Locarno verteidigt und eine große Friedensrede gehalten.

Mussolini kündigte in einem Interview die vollkommene Jtalianisierung des oberen Mgebietes an und forderte die Zuteilung eines Ratssitzes für Polen.

Nach einer Havasmeldung aus Rabat Ëjcht bei den Uled Guezzar eine gewisse gkeit. Die auf französischer Seite kämpfen­den Eingeborenen haben den Feind auf dem gebiete der Beni Kassen zurückgeworfen.

Die Winzerausschreitungen in, Bern­kastel haben verschiedene Verhaftungen nach sich gezogen.

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Die Erörterung um die Völkerdundsrats-

Die Starieniiietmng GüdtiwSs

Mirftoliui betreib! eine intensive Kolonisierung des oberen Etschgevistes. Wusissini fordert für Polen einen Ratsfitzgleichzeitig mit Deutschland

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%ung geht werter, klärt sich aber doch einiger­maßen. Briand hat in der Kammer zugegeben, daß schon vor Locarno davon die Rede ge­wesen ist, und daß die daran interessierten Nationen (also vor allem Polen) die Gelegen­heit, die sich durch den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund ergäbe, benutzt haben, die Er­weiterung des Rates zu beantragen. Briand hat aber in dieser Erklärung vor seinem Aus­wärtigen Ausschuß, der sich mit der'Ratifi­kation der Locarnoverträge beschäftigte, nicht Siegt, was nun Frankreich in dieser Frage eht, bei der Ratssitzung vom 8. März, tun yird. Wir können als bestimmt annehmen, raß Frankreich dabei die Uebertragung eines kündigen Ratssitzes mindestens an Polen be­antragen wird. Es steht wohl auch so gut wie

wëil 'Schwede» MWmxL gegen eine ErvM- terung ist, wahrscheinlich auch Japan und Uruguay und vielleicht auch Belgiens Damit ist die satzungsgemäße Einstimmigkeit nicht zu erreichen. Geht das so, dann würde also jetzt Deutschland in den Völkerbund ausgenommen werden und den ständigen Ratssitz erhalten, die ganzen übrigen Fragen aber auf die ordentliche Versammlung im September ver­tagt, werden.

, Man hat sich doch im Völkerbund davon überzeugt, namentlich unter dem Druck der Arin sehr einigen englischen öffentlichen Meinung, daß die Frage viel zu verwickelt und Menschwer ist, als daß man sie jetzt über das Knie brechen könnte. Unzweifelhaft"besteht ein Bedürfnis im Völkerbund nach Revision der ganzen Einrichtung der Ratssitze. Die Idee var ja, daß die kleineren Staaten in diesen wcht-ständigen Sitzen miteinander abwechseln Men. Tatsächlich aber hat sich ein fester Ge­fauch im Wechsel unter den beteiligten nicht­ständigen Mitgliedern nicht'rausgebildet. zumeist wurden sie wiederaewählt und sind, namentlich die Tschechoslowakei, zu einer A ständigen Mitglieds geworden. Es ist stchsrlich notwendig, hier eine Ordnung festzu- WM die das Ausscheiden der nicht-ständigen Mitglieder, die Amtsdauer, ihren Wechsel, ihre Mze Stellung klärt.

Daneben besteht also der Wunsch, den Miz der Großmächte, die die ständigen Rats- M für sich vorbehalten haben, zu erweitern, iiorgleichen schwebt Chamberlain vor, der vor auswärtigen Presse in London etwas nebelhaft und allgemein gesagt hat, daß der doch genügend groß sein müsse, um den Mhen Aufgaben genügend gerecht zu werden, er zu erfüllen haben werde. Man kann an- Mmen, daß Chamberlain nicht nur mit der Ortung des deutschen Eintritts rechnet, son- srn auch mit dem anderen Verhältnis zum Verbund, in das Nordamerika und Ruß- Md |a auch allmählich treten. Dabei spielt bei "uch die Schwierigkeit der Vertretung des !Mchen Weltreiches in ihrer Verteilung r!i Groß-Britannien und den großen j-z^en Kolonien mit. Ganz allgemein und dnL M die Lage angesehen, ist nun zweifelhaft,

Wie dieBoss. Zkg." aus Paris meldet, ver­öffentlicht herp e t i f p a r i f i e n ein 3 n - terview mit Mussolini. Der italienische Ministerpräsident kam auf die S u u d g e bung des Reichsbanners in Hamburg zu spre­chen. Parademärsche der Republikaner mit hunderten von Fahnen und die Teilnahme einer österreichischen Delegation bewiesen ihm am besten, wie sehr seine Intervention berech­tigt und notwendig gewesen sei. Auch die Ent­wickelung der deutschen Handels­luftschiffahrt gemahnten ihu. Vorsichts­maßregeln gegen die drohende Gefahr zu er­greifen. Dann habe Müssolini, nach dempetit patifien, von dec Südtiroler Frage gesprochen und u. a. erklärt:

Ich habe kürzlich eine Reise durch das Ober- Elschgebiek gemacht. Dort war alles deutsch. Beamte, Lehrer, Klerus, Eisenbahn und poft. Man sprach nur deutsch und saug Lieder, die, wenn man sie in Rom gesungen hätte, die sofortige Verhaftung der Sänger nach sich gezogen hätten. Ueberall ist der italie­nische Sprachunterricht jetzt obligatorisch. Post- und Eisenbahnbeamte sind italienisch. Wir betreiben die intensive Kolonisierung des oberen E t s ch g e b i e t e s mit italienischen Familien. Wir werden tausend Familien früherer Krieaskeilnehmër' als Landwirte dort ansiedelll. In Meran haben wir in einer Stick- sioffgrube bereits 400 italienische Familien untergebracht und mehr als 100 FamR-m la TtE ZinkMube. Wir werden das Land M a - lianifieren. Es gibt Drohungen, gegen die man sich schützen muß. Die pangermanische werden soll- Drohung ist eine solche. Mussolini kam dann schließlich noch auf die Frage der V e r m eh - C rung der Volkerbuudsraksfktzezu oberfa sprechen und sagte, wie es in dem französischen schlosst

Vlatt heißt, er habe dem poluischeuBot- ,chafter noch am Samstag versprochen, daß er Polen bei seiner Kandidatur für den Volkerbundsrat unterstützen werde.Poleu soll gleichzeitig mit Deutschland einkreten und nicht nach ihm. ebens wie es mit Deutschland im gleichen Range in Locarno war.

Ein internationaler Skandal".

London. 26. Febr. Wie der Londoner Berichterstatter desMauchester Guardian" zu berichten weiß, hat die Intrige im Zusammen­hang mit dem bevorstehenden Eintritt Deutsch­lands in den Völkerbund eine neue Wendung genommen. Die Versch wörer gegen Deutsch- mb hatten eine neue Taktik angenommen, wonach Spanien anstelle polens stän­diges Mitglied des Rates werden soll, während Polen als aichtständi- gesMitgliedandieSkelleSpaniens rücken würde.

DerManchester Guardian", der in der Bekämpfung der Zulassung anderer Staaten außer Deutschland in den Völker­bundsrat im gegenwärtigen Zeitpunkt an erster Stelle steht, spricht heute in seinem Leitartikel von einem internationalen Skandal. Das ganze Manöver hätte schon ein unrühmliches Ende nehmen können, wenn es nicht von neuem von Lbamberlai« nufaewisaelk morben wute. Düs

jetzt schleunigst nachgeholt werden: im Außen» Ministerium, in den Innen- und Kultus­ministerien der beteiligten Länder, in den Fraktionen und in der Zusammenarbeit mit den entschieden nationalen Kreisen, die seit langem die Bedeutung dieses Problems er* sannt haben und seit langem in dankenswerter Weise Bausteine zu seiner praktischen Lösung zusamengetragen haben.

Was tut bot Weltwirtschaft not?

Professor Dr. Hermann Levy, der bekannte Berliner Nationalökonom, hat soeben im Ver­lage von Teubner-Leipzig eine Schrist über den Weltmarkt 1913 und heute" herausgegeben, welche eine eingehende Darstellung sämtlicher Gebiete des internationalen Wirtschaftslebens gibt Ganz besonders werden auch die für Europa verhängnisvollen Verschiebungen im Welthandel zu Gunsten Amerikas, Japans und Indiens erörtert. Aus der stofflichen Fülle die­ser sorgfältigen, mit allen neuesten Statistiken versehenen Arbeit greifen wir folgende allge­meine Schlußfolgerungen des auch unserem Leserkreis gut bekannten Nationalökonomen heraus.

Grundlegend bleibt die Notwendigkeit, die weltwirtschaftlichen Erzeugungskosten wieder zu reduzieren. Dies kann teilweise dadurch ge- schehsn, daß der wichtige Faktor der inter» nationalen Verschuldung einer Revision unter­worfen wird. Denn diese Verschuldung zu^ gunften eines neuen Gläubigerlandes, bas einen großen Teil seines Reichtums thesauriert, ist vielleicht das Grundlegendste aller bestehen­den weltwirtschaftlichen Uebel Sie muß sich

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Eine Zustimmung Deutschlands zu diesem rfaulen Kompromiß muß natürlich ausge-

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L^UIH reine Der Voraussetzungen, Die ' ^. °8^iI der Großmacht herkömmlich ft spl, "^ wäre ein ständiger Sitz für Brasilien her Zweckmäßig, weil Brasilien bekanntlich ist»^e portugiesische Staat Südamerikas vi.-^" der gewaltige übrige Teil, der spanisch Pni°» ^'t zurückgesetzt wäre. Dadurch, daß Heft sun^ auâ> Brasilien bereits Botschafter tzj^ -der Gesandten ernennen, lassen sie ihr aber » t Qls Großmächte zu gelten, erkennen, seit ,"İ mehr hat der Völkerbundsrat dann

»U bleiben. Anders steht es ohne Zweifel

mit Spanien. Einmal gilt Spanien aus alter Ueberlieferung noch als Großmacht, obwohl diese seine Stellung ja längst vorbei ist; Spanien unterhält heute Botschafter gleich den anderen Großmächten. Dann aber ist Spanien das Mutterland für die große spanisch spre­chende südamerikanische Welt, und daß dieser Komplex im ganzen, wenn er sich als eine Einheit fühlen und betätigen will, wenn er in der Lage ist, eine einheitliche Völkerbunds­politik zu machen, dann ein Recht hat, einen ständigen Ratssitz zu beanspruchen, das läßt sich nicht bestreiten. Deutschland hat keine Ver­anlassung, sich von vornherein dagegen aus­zusprechen, aber unter der Voraussetzung, daß eben die Sache dann so gemacht wird, wie beim englischen Weltreich: ein ständiger Rats Ver­treter für das Ganze, obwohl heute diese spa Nische Welt in Europa und Südamerika keines­wegs eine Einheit ist. Können Chile, Argen­tinien, Peru gemeinsame Völkerbundspolitik machen? Wir sollten meinen: ja. Aber das Problem muß erst wirklich gestellt und ange­faßt werden.'

Das sind ganz interessante Fragen. Nur haben sie beide nichts mit der Situation des Augenblicks zu tun. Die ist , sehr einfach. Die Märztagung hat lediglich Deutschland aufzu­nehmen, ihm den Ratssitz zu übertragen und so die Deutschland gemachten Zusagen zu erfüllen. Würde sie darüber hinaus die Tagesordnung mit der Besprechung dieser ganzen Umgestal­tung des Bölkerbundsrates belasten, so würde das die Zusagen an Deutschland entweder zu­nichte machen oder entwerten und müßte von Deutschland entsprechend beantwortet werden. Und das ist die Situation, die man sich auch so vor Augen halten soll, ohne Scheu davor, daß das dann in Genf evtl, zu unangenehmen Auseinandersetzungen führt-

Daran wird es überhaupt nicht fehlen. Gleich diese Krise zeigt ja, wie sich die Lage in Genf mit dem Beitritt Deutschlands verändert. Beinahe jedes Völkervroblem gewinnt ein anderes Gesicht, wenn Deutschland in diesem

zwei Jahren gegen denDeutschen Volksbund" in Pomerellen und Posen sich gegen die deut­schen Volkstumsrechte richtet. Beide Vorgänge zeigen die Absicht und den festen Willen der betreffenden sogenannten Staatennationen gegen die deutsche Minderheit in ihrem Lande. Beide beleuchten die große Schwierigkeit, die Deutschland vorfindet, wenn es sich nun in Genf an diese Arbeit macht.

Sobald man darüber etwas nachdenkt, sieht man sofort, daß zwar überall Uebereinstim­mung besteht, die Rechte der Minderheiten müßten geschützt werden, daß aber die in Frage stehenden Begriffe und Forderungen reichlich unklar sind. Freilich ist darüber keine Meinungsverschiedenheit oder sollte sein, daß das, was man für die eigene Minderheit im anderen Staate fordert, fremben Minder­heiten im eigenen Staate billig fein muß. Deutschland ist dazu bereit. Alle seine Par­teien haben, als das Genfer Abkommen über

Oberschlesien ratifiziert wurde, diesen Satz an­erkannt. Eben wird auch der erste praktische Schritt zur Ausführung getan mit einem Er­laß der preußischen Unterrichtsverwaltung über das Schulwesen der dänischen Minderheit in Nord-Schlesien. Sofort aber beginnen die eben bezeichneten Schwierigkeiten. Wann und mit wieviel Prozent der Bevölkerung ist eine Minderheit im Staat vorhanden? Wie soll die öffentlich-rechtliche Körperschaft aussehen, die eine solche Minderheit dann bilden soll? Wie steht es mit der kulturellen Autonomie in ihrer praktischen Durchführung? Wie mit der Beitragsleistung des Staates, oder den Fragen, ob Staats- oder Privatschule, Siche-

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soll die

beseelt, eine Bereinigung der Schutüveryau- Nisse zu erleichtern. Aber der politische Zwang, unter welchem er steht, läßt ihn nicht zu einer wirklich befriedigenden Lösung kommen. Iw Gegenteil. Die Deutschland durch ihn aufgebür­deten Lasten zwingen dasselbe zu einer Steige*, rung der Erzeugung, zu einer Stimulierung seiner Ausfuhr, von der es zweifelhaft i/, ob sie augenblicklichen Bedürfnissen des Welt­marktes entspricht. Die Schwierigkeiten, den Absatz des übersteigenden Jndustriegehäuses der Welt zu lohnenden Preisen los zu werden, begegneten uns häufig genug. Die Ueberzeu­gung in der Welt ist sowohl durch das Be­streben der neuen Staaten, sich möglichst alle Industrien der alten anzueignen, ebenso ver­stärkt worden, m:e es durch das Streben des besiegten Deutschlands verstärkt werden muß, um jeden Preis das Verlorene wieder aufzu­bauen. So wünschenswert dieses Streben dort ist, wo es sich mit den Bedürfnissen der Welt­wirtschaft im Einklang befindet, so gefährlich kann es werden wenn es lediglich unter dem Druck politischer Verhältnisse erfolgt, wie es beim Dawes-Plan der Fall ist. Es ist durchaus verständlich, wenn die europäischen Wettbewer­ber Deutschlands die Erfüllung des Dawes- Abkommens als eine Gefahr wirtschaftlicher Art ansehen. Eine weitere Voraussetzung west- wirtschaftlicher Gesundung ist in dem Abbau des Schutzzollsystems zu erblicken, wie es sich als Folgeerscheinung des Weltkrieges so wesent­lich verschärft hat. Dieser übersteigerte Protek­tionismus bedeutet nichts weiter, als daß die Tatsache des rückläufigen internationalen Warenaustausches, welche eine Ursache der Teurung und der Produktionskostenerhöhung ist, noch besonders intensiviert wird. 2)er |o notwendige Abbau des internationalen Pro­tektionismus ist nur denkbar, wenn alle be»

ganzen Zirkel mitarbeitet... Am nächsten liegt uns dabei natürlich das Problem der Minderheiten. Ausgerechnet in diesem Augen­blick erläßt die Tschechoslowakei eine Sprach

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Verordnung, die die Rechte der deutschen Minderheit unglaublich einengt und den Min­derheitenvertrag vom 10. September 1919 ver­letzt. Und ausgerechnet in diesem Augenblick unternimmt Polen mit den Verhaftungen in Kattowitz gegen den dortigenDeutschen Volksbund" einen Vorstoß, der aenau wie vor

rung der staatlichen Bedürfnisse, Sicherung gegen Mißbrauch durch Propaganda usw.?

Diese Schwierigkeiten wurden hervorgeho­ben, nicht um das Problem auf die lange Bank zu schieben und Unbequemlichkeiten aus dem Wege zu gehen. Nach unserer Ueberzeu­gung muß Deutschland, das die größten Min­derheiten der Welt in anderen Staaten hat, in dieser Frage in Genf und außerhalb füh­rend varangehen. Will es aber und soll es diese Pflicht erfüllen, soll es die Hoffnungen rechtfertigen, die vielfach gerade in dieser Be­ziehung auf den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund gesetzt werden, so muß es in jeder Beziehung gerüstet sein.

Wer sich mit den Fragen beschäftigt hat, weiß, daß diese Rüstung noch nicht vorhand- n ist, daß noch nicht einmal die dafür notwendige nationale Grundauffassung Gemeingut der Parteien und der Bürokratie ist Das muß

teiligten Länder in einer gemeinsamen Konfe­renz zu einer Beratung hierüber zusammen­treten, und wenn eine solche Konferenz der Wille beseelt, die weltwirtschaftlichen Schwie­rigkeiten der Gegenwart durch eine gemeinsame

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Nation aeoen die Absperrung zu erleichtern. Hier hätten vor allem die neugebildeten «taaten und Nachfolgestaaten eine wirtschaft­liche Annäherung an diejenigen Gebiete zu suchen, mit denen sie früher verbunden waren und die heute noch wirtschaftsmäßig ihr Hinter­land bilden oder bilden sollten Hier hätte ferner eine Kläruna in der altbritischen Zollpolitik zu erfolgen. Politische, zum Teil rein impcri- -»li^jsche Interessen verb-eten es England, sich in die Hochschutzzollpolitik ihrer Kolonien ein- mmischen. Aus vielen Anzeichen freilich ist zu erkennen, daß man in wirtschaftlichen Kreisen die Wirtschaftspolitik der Dominions mit gro­ßem Bedenken verfolgt. Man weiß zur Genüge in England, daß We koloniale Präferential- politif "für den englischen Exporteur nur ein schwacher Trost bleibt so lange die Kolonien