201. Zatzr q anF.
Hanauer W Anzeiger
General-AKzeiger für die Kreise Kanau Siad! und Land.
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Donnerstag den 23. Februar
1926
Die veMOe Delssatio« Mr M
Dr. Luther und Dr. Stresemann gehen nach Genf. — Der Endkampf nm Sie Ralsfitze.
Ifc entscheidende Sitzung des Völkerbunds- I rates in Genf immer näher heranrücken. Auf I der ganzen Linie ist der Kampf um die umstrit- [ jenen Ratssitze im Gange. Briand hat sich zu k der Streitfrage geäußert, Chamberlain ist ihm I mit einer Rede gefolgt und der polnische Mi- I nisterpräsident und Außenminister Graf jArzynski hat sich vernehmen lassen. Das i Reichskabinett hat sich gestern ebenfalls mit d'.e- -ser Frage beschäftigt und nach der Entgegennahme eines Referates des Außenministers sich einstimmig zu der Auffassung bekannt, die Deutschland bisher in dieser Frage den andern Mächten gegenüber vertreten hat. Der deutsche Anspruch und die Ansprüche auf der Gegenseite stehen einander klar gegenüber. Und
einer Großmacht zuerkenucn will, daß aber
Polen keine Großmacht in diesem Sinne ist und daß es als Gegenspieler Deutschlands keinen Platz im Völkerbundsrate beanspruchen kann, da es jederzeit vor dem Rate erscheinen kann und gehört werden muß, wenn es sich um seine Angelegenheiten handelt. Aber das sind Zukunftsfrogen. Am 8. März handelt es sich allein darum, Deutschlands Beziehung zum Völkerbund zu regeln. Und hier ist eil Lösung nur dann möglich, wenn Deutschland bei seinem Eintritt den Völkerbundsrat in der-
[en ine
wenn auch heute über die Haltung einiger der beteiligten Mächte immer noch ein gewisser Schleier gebreitet ist, so ist es doch wohl heute
selben Zusammensetzung und Gestalt vorfindet, die bei dem deutschen Aufnahmegesuch bestanden. Darin ist sich die Regierung mit den Parteien einig und dabei bleibt es-
Kabmetlsral über den Völkerbund.
niemanden mehr zweifelhaft, Entscheidung des 8. März < steht.
was bei der
ârz auf dem Spiele
Die Argumente, die gegen Deutschland ins Kid. geführt werden, suchen zum Teil die Streitfrage zu verwirren. Es wird behauptet, niemand habe der deutschen Delegation in Lo-
Deutschland ist den
WHferilMIlfrMM» M
U HMchè Delegation hat
I nicht von dieser Einschränkung gesprochen, als «man sich über die Aufnahme Deutschlands in I öen Völkerbundsrat unterhielt. Das wird auch I non deutscher Seite zugegeben. Wenn man J aber jeti versuchen sollte, daraus eine Waffe I Men Deutschland zu schmieden, so kann man x damit nicht den Anspruch Deutschlands ent» I werten, wohl aber die andern Delegationen, I "yonderhett die französische und die englische, ■ sehr erheblich diskreditieren. Wer die Dinge I kEnt, der weiß, daß nicht Deutschland in Lo- I der Bittende gewesen ist, sondern daß I es eingeladen hat, zur Krönung des gan- j M Vertragswertes in den Völkerbund einzu- I AM Md den ihm zukommenden Sitz im I undsrat einzunehmen. Unter diesen 1 Nlstanden war es wirklich überflüssig in Lo- I MNN ^och ausdrücklich eine Garantie für die I Durchführung dieser Aktion zu ver- ■ Menn man Deutschland einluÄ, im I wMMundsrat Platz zu nehmen, so übernahm I damit selbstverständlich auch die Pflicht, I ° A Zusammensetzung dieses Rates nichts I solange Deutschland seinen Sitz
I hat. Das ist so selbst-
I formtet31<3); d nwn nur darauf hinzuweisen I ÄS' ^e scharf in der englischen Oeffent- I fg»M Mr: gegenteiliges Verfahren als un- I wyal gebrandmarkt wird.
I kÄ^èrlain hat in feiner Rede versucht, I E Lf MM gute Miene zu machen, in» I mna dorstellte, als sei die Erweite- I Lä^erbundsrates immer schon Le» I Erwägungen im Völkerbundsrate
I f« 'M deshalb jetzt akut gewor-
I ml“^ als werde sie unbedingt Gegenstand I Âr^ff^ sein müssen. Lu der I E S^5 Argumentes steht auch die Frage, I Press? f>M^MMnüch in der französischen I man S^^ °6, denn Deutschland, so fragt I Eintritt sii!^ Mr Ansicht sei, daß mit seinem I geschlnss-^k Eukn'rcklung des Völkerbundes ab» ÄS Mn muffe. Auch dieses Argument ipruch°? 'MM Bekämpfung des deutschen An- iMMMvollkommen. Ob die ständigen Rat- iitidJ, h khren gegenwärtigen auf die Groß- I ujflX,, MMnzten Rahmen hinaus vermehrt
inü^ i ' c" sjenenwnnigen auf ote Gros werden inrr^u? ^hmen hinaus vermehr. iSSÄ natürlich eine Frage, die für X gestellt werden kann. Sie kann aber uienn mir X der Erörterung fein,
fen fö nS^ Entscheidung mitwir-
Aucken nukm M' mQn sie hinter unserem ^utfsMniS^o Md entscheiden, will man Tatsacke?s°n°m t8‘ "^ vor eine vollendete md.J^ sielllM, so wird man auf unh rote nâ MMn'kerbund und im Völkl Ausrwk^M ^ müssen. Ob wir nach unserer stiinw?«"^-^'"^^ Erweiterung des Rates ^u» bei» pi", Mnnen, hängt natürlich ganz von auck wtMM" Solle ab. Immerhin kann man (idd M Ichvn sagen, daß es keine grundsätz-
Sroge ist, ob man Spanien den Rang
lere Mit- 'erbunds»
Berlin, 24. Febr. Die Reichsregierung erörterte in der heutigen Sabiaeltssitzuug die mit der bevorstehenden Tagung des Völkerbunds zusammenhängenden Fragen, wobei sich v o l l e Ein m L t i g k e i t der Auffassung ergab. Reichskanzler Dr. Luther und Reichs- Minister des "
werden sich als
n Dr. Stress man«
, , eistet er des Reichs nach Genf begebe».
fitersu erfahren wir noch wlaendo
tag, 7. März sollen Bertram
zwischen den Delegierten der Hauptmächte stattfinden, die sich vor allem auf die Frage der Vermehrung der Ratssitze und das Zeremoniell beim Eintritt Deutschlarchs in den Völkerbund beziehen dürfte. Nach einer aus Genf eingetroffenen Depesche soll in den dortigen Völkerbunds kreisen damit gerechnet werden, daß eine Einigung auf f olgender Grundlage zustandekommen werde:
Spanien soll einen ständigen Ratssitz bereits im März erhalten, während Polen euren nichtständigen Ratsitz bekomme und für seine Wünsche auf einen ständigen Sitz aus den Herbst vertröstet würde. In dem „Berliner Tageblatt" wird jedoch noch einmal die Einigkeit der öffentlichen Meinung in Deutschland unterstrichen, daß Deutschland auf seinen Eintritt in den Völkerbund verzichten muß, wenn vor seinem Eintritt oder gleichzeitig damit irgendeine Aenderung in der Zusammensetzung des Rates vorgenommen und so in illoyaler Weise die Voraussetzungen verschoben werden, die im.Augenblick der Anmeldung Deutschlands vorlagen. Wie der deutsche Reichskanzler und der deutsche Reichsaußenminister in Locarno aufrichtig an einem Werk, das den Frieden sichern sollte, mitarbeiteten, so würden sie, wenn. man dieses Werk durchaus vernichten will, gemeinsam die notwendigen Erklärungen abzugeben haben, und deshalb, so nimmt da: Blatt an, reist Dr. Luther mit nach Genf.
Das englische Oberhaus und die RalserweUerung.
London, 24. Febr. In der heutigen Nach- mittagsfifeung des Oberhauses brachte Lord P a r m o o r folgende Entschließung ein:
Es ist anläßlich des Antrages Deutschlands auf Zulassung zmn Völkerbund und zu einem ständigen Sitz im Völkerbunds rat in Uebereinstimmung mit dem Locarnovertrag nicht wünschenswert, die Frage der allgemeinen Um» bildung des Völkerbundsrates aufzuwerfen oder die Zahl der Rotssitze weiter zu ner» mehren.
Parmoor erklärte jeden Gedanken dieser Art als verhängnisvoll für den internationalen Geist allgemeiner Freundschaft. Er würde weniger an die Möglichkeit eines Ergebnisses dieser Art gedacht haben, wenn nicht Chamberlain in seiner gestrigen Rede in Birmingham erklärt hätte, daß er nicht bereit sei, soweit England in Betracht komme, sicherzustellen, daß bei der nächsten Sitzung des Rates die einzige Frage nur die des Eintritts Deuffchlands selbst sein solle. Ferner erklärte Parmoor, daß die Frage der Umbildung des Rates zurzeit, da er selbst nicht im Rate war, nicht in Erscheinung getreten sei. Auf Chamberlains Bemerkung eingehend, wonach diese Frage zurzeit der Locarno-Kwrferenz bekannt gewesen sei, sagte
Parmoor, wenn dies so gewesen sei, so^ hätte man erwartet, irgendetwas darüber veröffentlicht zu hören. Dies fei jedoch nicht erfolgt. Die einzige Frage dieser Art habe den Eintritt Deutschlands betroffen. Es sei von Wichtigkeit, daß in diesem Sinne auch weiter gehandelt werde. *
Die Haltung Frankreichs in dieser Frage bedrohe den freundschaftlichen Geist von Locarno.
Eure solche Frage dürfe erst in einer öffentlichen Versammlung des Völkerbundes aufgeworfen werden. Parmoor fragte, ob Großbritannien für die in Locarno behandelte einzige Frage eintreten werde, nämlich den Eintritt Deutschlands oder auch noch für eine Neuerwägung der Verfassung des Völkerbundes.
Auch Lord P h i l l i m o r e wandte sich gegen jede Vermehrung der Ratsmitglisder mit Ausnahme Deutschlands. — Lord V e au - champ hält es für äußerst unklug, weiter in die Regierung zu bringen, sich mehr zu erklären, als triefe es wünsche.
In Erwiderung auf die Resolution Lord Parmoors führt« Lord Cecil aus: Ich kann nicht anerkennen, daß die Zulassung Deuffchlands erst Veranlassung zu dem Wunsche einer Erweiterung gäbe. Ich bin überrascht, daß Lord Parmoor sagt«, daß diese Frage semerzei nicht bestanden habe. Die Frage ist vertagt worden in der Empfindung, daß der Eintritt Deutschlands der geeignete Zeitpunkt sei, um sich mit dieser Frage zu be- schäfffgen. Er hoffe, daß dem Vertreter der RegierungfreisHand gelassen werde für die Verhandlungen in Genf und -r,.^.. K»t» ^^ l^^«»^ X4 aL* Sifton ft tlf|j)^ ^^
werde.
maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. In Deutschland haben bekanntlich zwischen der Reichsregierung und der Deutschen Reichsbahngesellschaft Verhandlungen über die Gewährung eines zunächst 50 Milliowen- und dann eines 100 Millionentredits stattgesunden. Die Verhandlungen über dis finanziellen Bedingungen dieses Kredits sind bisher noch nicht voll zum Abschluß gelangt. Das von der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft dem Ausschuß des Verwaltungsrats vor- gelegte Programm über die Verteilung des 100 Millionenkredits hat die Billigung des Ausschusses gefunden. Im Grunde genommen erstreckt sich das Programm nur auf
weise Wiederaufnahme des im Herbst 1925
eine teil'
saisrung birrbe, nicht annehmen
gewicht zu schaffen, würde ein Unglück bedeuten. Darüber herrsche ht England keine Meinungsverschiedenheit. Keine Handlung der Regierung sei von Mißtrauen Deutschland oder irgend einem anderen Staate gegenüber diktiert.
Nach der Rede Lord Cecils zog Lord Par- moor seine Resolution dadurch zurück, daß er das Haus verließ.
Die englischen Liberalen gegen Chamberlain.
London, 25. Febr. Die Rede Chamberlains bat Die Frage der Erweiterung des Völkerbunds-Rates zum beinahe ausschließlichen M ttelpunkt der Presse- erörterun en gemacht. Die liberalen Blätter richten 1 ch mit aller Schärfe gegen die polnisch-französischen Intrieuen, sowie gegen die Haltung des britrschen Premiers.
Die Antwort des Senators Borah.
Die lieberftagung non Südtirol an Italien ein großes Unrecht.
Milwaukee, 24. Febr. Senator Borah erklärte zu dem ihm aus Innsbruck zuge- gangenem Telegramm, in dem er im Ramen Südtirols um Hilfe ersucht wird: H der ein Zwischenfall, der eine Folc
ier ist wie-
der ein Zwischenfall, der eine Folge der Ge- heimverkräge ist, die Prâsidem Wilson vergeblich unwirksam ^u machen versuchte. Ich bin derselben Ansicht wie Wilson, daß die Uebertragung von Südtirol an Italien ein großes Unrecht gegen das Tiroler Volk war und wenn ich irgendwie ht wieder
dazu beitral gut zu maei nehmen.
'fe unter-
Die Konferenz der Fmonzmiuifter -er Länder.
Berlin, 24. Febr. Am 24. d. Mts. kamen btt Finanzminister und Vertreter der Länder im RcichS- inanzminisrerium zu eitter Besprechung über das Finanz- und Wirtsckm'tsprogramm der Reichsregierung zusammen. Der ReichsfiiianzmiNister Dr. Reinhold hob in einer einleitenden Rede die bekannten Hauptpunkte des Regicrungsprogramms berbor. — Dr preußische Finanzmimsier sicherte dem Reichsfinanz, minister vertrauensvolle Mitarbeit der Länder bei seiner Amtsfühiung zu, eine Erklärung, der sich fânit» ich« Finanzuiiniftcr ans .flossen. In der eingehenden achlichen Aussprache wurde von einigen Länder- vcrtretern gegen die eingeschlagenen Wege im Einzelnen Bedenken geäußert, während über das nach dem Programm der Reichsregierung zu erreichende Ziel Einigkeit herrschte.
Bekämpfung -er ArbeUslosigkett Surch die BeichsbahngeseUtchast.
Berlin, 24. Febr. Die heute stattgefundene Sitzung des Technischen Ausschusses des Verwaltungsrates der Deutschen Reichsbahngesell- schast beschäftigte sich mit N o t st a n d s -
ausgestellten Beschaffungsprogramms, das infolge der ständig zurückgehenden Einnahmen der Reichsbahngesellschaft stark werden mußte. : Insbesondere sollen Berücksichtigung finden:
Beschaffung für den Oberbau, Einbau von Zug- und Stoßvorrichtung, Verstärkung der Brücken. Dazu kommen kleinere bauliche Ergänzungen, die nicht länger aufgeschoben wer« I den können. Darunter sind auch Wohnungen ; für Arbeiter und Betriebsbeomtc, und auch L eine Reihe von Bahnhofsbeuten, die in ihrer Durchführung beschleunigt werden. Dis De- : schaffung von D-Zugwogsn und 4. Klassewagen ■ und Spezialgüterwagen ist in entsprechendem , Umfange geplant. Auch die Lokomotivindustrie - wird durch neue Aufträge an Spczialloko- ' Motiven in engerem Rahmen berücksichtigt ' werden. Dabei kommen namentlich in Betracht: : kleine Typen für Nebenbahnen uno^Rangier- zwecke, und Speziallokomotiven z. B.' für Hafen- und Schinalspurbahnen. Die Herausgabe der Aufträge soll so schnell wie möglich
eNts erfolgt ist."
Derlrelerlagung -es Deutschen Dauernbun-es.
Berlin, 24. Febr. Der Deutsche Bauernbund hielt heute eine Vertretsrtagung ab, in der nach längerer Aussprache eine Entschließung angenommen wurde, in der es heißt: * »Mit der Schaffung des provisorischen Zolltarifs ist der Anfang gemacht zur Beseitigung langjähriger Unrechte und zur Anbahnung handelspolitischer Gleichstellung von Landwirtschaft und Industrie. Der Zolltarif muß jedoch vom Standpunkt der Viehzucht als völlig unzureichend bezeichnet werden, da in Gefrierfleisch, dem Produkt einer überseeischen, völlig intensiven Steppenwirtschaft, eine überaus gefahrvolle neue Konkurrenz von langer Dauer entstanden ist."
Weiter kritisiert die Entschließung das Ausscheiden der Deutschnationalen aus der Regierung, wodurch der Einfluß, der zollpolitisch nützlich sein Eonitte, ausgegeben wurde. Die Vertreter- tagung stellt, so heißt es in der Entschließung weiter, vor aller Öffentlichkeit fest, daß die ungenügenden Getreidepreif e eine Folge des Verbotes der Getreideausfuhr und der verzögerten Einführung der Getreideeinsuhrscheine durch den Grafen Kanitz waren, wodurch dem Getreidebau unberechenbarer Schaden entstanden ist. Mit größter Schärfe erhebt die Vertretertagung Protest gegen die heute erwiesene Tatsache, daß große Landbesitzer von der E i n k o m 'm m e n st e u c r befreit sind, während bäuerliche Besitzer zu Einkommensteuern veranlagt werden. Der Großgrundbesitz, der wiederholt keine Einkommensteuer zahlt oder regelmäßig polnische Arbeitskräfte beschäftigt ist aus finanziellen und völkischen Gründen für die Siedelung in erster Linie Heranzu - ziehen. Der Vertretertag dankt dem Reichskanzler für seine auf dem Gebiete der Siedelung neuerdings entwickelte Fnitia-
tive und erwartet von ihm durchgreifende Taten.
Eine gestörte Versammlung des national-sozialen Bolksbu»-es.
München, 24. Febr. Der national-soziale Volks- bund in München hatte für beute abend eine Versammlung emberusen, in der die Reichrtagsabgeord- neten Graf Reventlow und von Graef« sprechen sollten. Eine Stunde vor Beginn der Versammlung war der Saal gemäß einem Aufruf im „CSItifäcn B obachter" von ?ln ännern Hitlers dicht beiert. Als Hitler in Begleitung von sechs nationalsozialistischen LandtagSabzeordneten und dem Abgeordneten Esser erschien, wurde er von seinen Anhängern stürmisch begrüßt. Als darauf der vom national-sozialen Volkrbund gehörende Student Plümer erschien, wurde er von den Anhängern fintier»