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Hanauer 8 Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanarr Sia-i un- Lana.

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Mittwoch den 24. Februar

1926

Watt- vetrtei-istNolens AmMMOe

Die Locaruo-Derlräge. Die Frottierung des Völkerbundsrals. Das polnische Geschrei nach einem Ralssttz.

| Varis. 23 Febr. Der Kammerausschuß für löiswärtige Angelegenheiten hat heute vormit- die Erörterung des Berichtes Paul B o n - Itiurs über die Ratifizierung des Abkommens Locarno fortgesetzt. Briand wohnte der »Sitzung bei und gab zu den Ausführungen Igoncours ergänzende Erklärungen über die »Umstände, unter denen die Abkommen zu- »Me gekommen feien. Er betonte besonders, .ließ abgesehen von den veröffentlichten Texten Ijibts weiteres diskutiert worden sei, und daß tiefe Texte namentlich die Frankreich durch den »Lersaiüer Vertrag zuerkannten Rechte nicht be- »einflußten. Ueber die Frage des Ein - »irittsPolensindenVölkerbunds- |rat befragt, gab, nach dem offiziellen Commu- Ichus, Briand wörtlich folgende Erklä- Irung:

Die durch die Frage der Erweiterung des »Mkerbundsrates hervorgerufenen Polemiken

ran intere

sind ganz und gar unangebracht. Die Unter- ! Händler von Locarno haben sich mit dieser An­gelegenheit überhaupt nicht zubeschäftigen ge- habt. Es ist mehrere Wale vor Locarno davon jbie Rede gewesen. Die Nationen, die da- issiert sind, haben einfach die durch den I Eintritt Deutschlands in den Völkerbund ge­botene Gelegenheit benutzt, um eine Erweite­rung des Völkerbundsrates zu fordern. Das ist wohl i h r R e ch t. an das zu rühren, die Rute» Kändler von Locarno nicht haben denken

»berechtigten Nationen frei unS'oSsekkw das I Problem diskutieren ließe, würden sie es sicher- Iilch lösen, wie sie schon andere gelöst haben, die »nicht gerade die leichtesten gewesen sind. Nicht »durch Vergiftung mit durchaus unangebrachten

Solemifen wird man die Lösung erleichtern. In eser Angelegenheit ist der Völkerbund der I beste und einzige Richter. Ich habe vollauf Ver- I trauen zu ihm. daß er das Statut in lleberein- Iftimmung mit den großen Interessen, die ihm I ancerfrauf sind. interpretieren und auch dies- I mal in vollkommener Unabhängigkeit sich aus- I sprechen wird, ohne auf die für die Beein- I slussuug seiner Entscheidung berechneten Druck- I versuche Rücksicht zu nehmen.

I .Nach einer längeren Diskussion beglück- M wünschte der Ausschuß den Abgeordneten Paul I Mnwur zu der Art und Weise, wie er seine I Ausgabe als Berichterstatter durchgeführt habe. I Der Bericht wurde sodann gegen vier Stim- I und zwar die der Abgeordneten Soulier, I Dèsire Ferry und Madelin von der Demokra- I nsch-republikanischen Vereinigung und Reibel I Mn der Demokratisch-radikalen Linken, ange- I Wimen. Es wurde beschlossen, vom Plenum I der Kommer zu verlangen, baldigst die im Hin- I auf die am 8. März beginnende Völker- "undsversammlung eilige Diskussion vorzuneh- men.

I Paris. 23. Febr. Die Konklussionen des Be- I Mes,, de« der Sibgeorbnete Paul Boncour I âr die Abkommen von Locarno dem P l e - M n u m erstatten wird, lauten im Wesentlichen I wie folgt:

I Im Sinne des Protokolls von Genf müssen I Abkommen von Locarno angewendet und I werden. Durch die fortgesetzte Ver- I n ^5 Völkerbundes, durch die notwendi- Präzisierungen der Abkommen und durch I ununterbrochene Aktion Frankreichs in den ^"atungen des Völkerbundes könne seine I Wâheit gestärkt werden. Man dürfe sich je- I M nicht durch einfache Versprechungen der I M^heit einschläfern lassen. Jedes politische I Puffen erfordere eine fortgesetzte Anstren- I und der Frieden als das höchste Gut I fortgesetzt erobert werden. Die Abkom- I non Locarno bedeuteten kein Ende, son- I nur einen Anfang, besser eine Etappe. I Lon ermöglichten sie es, endlich eine Herab- I der Rüstungen einzuleiten. Der Völker- I habe als Folge von Locarno bereits die I nutenden Arbeiten einer internationalen IV^unungskonferenz eingeleitet. Niemand I wehr als Frankreich, daß die Lasten, I auf seine Finanzen drückten, erleich- I wurden, aber Frankreich habe schon er- I und werde fortfahren zu erklären, daß I ° b se tz u n g der Bewaffnung I j lch V "h cil tn iS d e r i hm g e w ci h r- I Sicherheit erfolgen könne. Die I ^Wicklung der Entwaffnung hänge also von

den Präzisionen, die man den Abkommen von Locarno gebe, und von der Zustimmung, die die Friedenspolitik innerhalb des Völkerbun­des bei den großen Mächten finde, die sich bis jetzt noch ferngehalten haben. Wenn man zu einer allgemeinen Abrüstung gelangen wolle, so könne das nur geschehen, auf Grund einer allgemeinen Sicherheit. Man fordere die Kammer auf, die Abkommen vertrauensvoll zu ratifizieren nicht um dessentwillen, was sie bringen, was sch)n bedeutend sei, sondern weil sie auch auf einen neuen Weg führten, dessen Ziel notwendigerweise eine allgemeine Orga­nisierung des Friedens fein müße.

Polens Ketze gegen Deutschland.

Der Schleier, der bisher von polnischer Seite über die wahren Beweggründe der jüngsten Terrorakte gegen die deutsche Minderheit in Ostoberschlesien gebreitet wurde, beginnt sich mehr und mehr zu lüften. Die Auffassung, daß

es sich um ein glattes Er

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manöver handelt, um einen ständigen Rats- gi in Genf zu erschleichen, findet jetzt ihre' volle estätigung durch die Beschlüsse des obersten Parteirates der polnischen Nationaldemokraten, der stärksten Partei im Sejm, die soeben in Warschau gefaßt wurden. In den Beschlüssen heißt es:Der Parteirat stellt fest, daß Deutsch­land trotz der in Locarno getroffenen Ab­machungen nach wie vor nach Abtrennung von polnischem Gebiet strebt. Der Parteirat fiel"

geführt hat und fordert die Parteiorgane aüf, sich mit der größten Energie den deutschen Plä­nen entgegenzustellen. Polen wird es niemals dulden, daß irgendwie polnisches Gebiet, selbst das kleinste nicht, in Frage gestellt wird, und darum fordert der Parteirat einen ständigen Sitz im Völkerbundsrat für Polen. Der Partei- rat stempelt alles, was der polnischen Front gegen Deutschland entgegenarbeitet, zu einer verräterischen Arbeit im Interesse des Deut­schen Reiches."

Nachdem es trotz aller Intrigen den Polen nicht gelungen ist, in Locarno die Garantie sei­ner augenblicklichen Grenzen gegen Deutschland für ewige Zeiten durchzuietzen. vielmehr aus- drücklichdas Recht zuer-annt worden ist, Polen gegenüber zu gegebener Zeit in der Völker- btmdssatzung anzuschneiden, beginnt d i e polnische Hetze gegen Deutschland und alles, was deutsch ist, immer häßlichere Formen anzunehmen. Artikel 19 der Völker- bundssaßung lautet:Die Bundesversammlung kann von Zeit zu Zeit die Bundesmitglieder zu einer Nachprüfung der unanwendbar gewor­denen Verträge und solcher internationalen Verhältnisse auffordern, deren Auftechterhal- tung den Weltfrieden gefährden könnte." Ueber die Möglichkeit, daß dieser-Artikel jemals von deutscher Seite im Völkerbund gegen die un­möglichen Grenzverhältnisse Deutschlands im Osten . in die Wagschale geworfen werden könnte, regt sich der polnische Nationalismus heute schon auf. Man weiß sehr genau, daß in alliierten Kreisen ganz offiziell der Fehlspruch des Völkerbundes hinsichtlich der Abtrennung Ostoberschlesiens zugegeben wurde und daß sich gewichtige Stimmen im allierten Lager für die Unhaltbarkeit des polnischen Korridors aus­gesprochen haben. Deshalb das polnische Ge­schrei nach einem ständigen Ratssitz im Völker­bund, um auf diese Weise für alle Zeiten jede Grenzregulierung im Osten Deutschlands durch den Einspruch Polens im Rat unmöglich zu machen. ; i,

Senator Borah gegen den Völkerbund

Chicago. 23. Febr. Senator Borah hielt am Geburtslage Washingtons eine Rede, in der er den derNation" angekündigken öffentlichen . 'eldzua gegen Amerikas Beitritt zum Weltschiedsgerichlshos eröff­nete. Er führte aus, daß nur ein entschlossenes Vorgehen des amerikanischen Volkes die Wei- lerführung der Politik Washingtons sicher­stellen könne. Weiter sagte Borah wörtlich: Wenn Washington reden könnte, würde er sagen: Sie ehren mich mit den Lippen, aber in ihren Herzen sind sie mir fremd."

In einer zweiten Rede wandte sich Borah außerordentlich scharf gegen den Gedanken eines (Antritts Amerikas in den Völkerbund. I England verfüge, so führte er aus. tatsächlich >

über alle Stimmen im Völkerbuodsrak, denen Amerika nur eine Stimme enfgegenfteUeu sönne. Der V ö lker b u n d sei ein 3 n ft tu­rnens des Versailler Vertrages, durch den Millionen vonWeuschenin empörend grausamer Weise poli­tisch geknechtet und ihrer natürlichen Hilfsquellen beraubt worden seien. Zur Festi­gung der imperialistischen Grundsätze der Siegeruatioven beute man unbewaffnete Män­ner. Frauen und Sinder aus und verteile den Reichtum der unterlegenen Völker an die Sie- gernatiouen. Man wage es, Amerika aufzu­fordern. dem Völkerbund beizutreten, damit es an diesem Höllenspiel des Imperialismus teil­nehmen könne, damit es die Garantie für diese imperialisfische Politik der Siegermächte über­nehme. Borah fordert von Amerika, daß es sich weigere, feinen Namen für eine solche Poll- kik herzngeben.

Kundgebung der Tiroler Parteien.

Innsbruck, 23. Febr. In einer Ver­sammlung von Vertretern aller tiroler Par­teien, die heute unter Vorsitz des Vizebürger- Meisters Fischer stattsaad, wurden von allen Rednern die Erklärungen des Bundeskanzlers Ramek im Wiener Hauptausschuß und die Hal­tung der österreichischen Bundesregierung in der südtiroler Frage scharf kritisiert. Schließ­lich wurde von Vizebürgermeister Fischer ein Telegramm an Senator Borah in Washington verlesen, in dem dieser gebeten wird, des ge­peinigten Südtirols zu gedenken. Das Tele­gramm erinnert daran, daß Wilson in seinem Memorandum die Zuteilung des südlichen Ti­rols an Italien als den schwersten Irrtum des Friedensvertrages bezeichnet habe.

Wirkfchaftficher Anschluß an Deutschland.

Wien, 23. Febr. Auf Einladung der Usenet Handelskammer werden morgen die Präsidenten aller österreichischen Handelskam­mern in Wien zusammenkommen, um über die wirtschaftliche Entwicklung Oesterreichs zu ver­handeln.

Die Wiener Handelskammer wird dafür einkreken, daß auf einen wirtschaftlichen Anschluß an Deukschland hingearbeitek wird, da sie nach eingehenden Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen ist. daß eine dau­ernde Sicherung der österreichischen Volkswirk- schafk nur im Rahmen des großen deutschen Wirtschaftsgebietes möglich ist Zu demselben Ergebnis sind auch noch verschiedene andere Handelskammern gekommen. Es wird erwar­tet, daß sich in der morgigen Sitzung die über­wiegende Mehrheit der Hcmdelskammern, ins­besondere die Tiroler, die Salzburger und die Vorarlberger Handelskammer, diesem Stand­punkt anschließen wird.

Polnifch-Mauischer Zwischenfall.

W a r s ch a u. 23. Febr. Gestern abend er­folgte der angekündigte polnische Angriff, um das umstrittene Waldstück von Podgaje, das vor 3 Tagen von Litauern besetzt wurde, zu nehmen. 'Das Vorgehen hatte nach poinffchen Meldungen Erfolg. Nach einer kurzen Schieße­rei, bei der auf polnischer Seite niemand ver­letzt wurde, räumten die Litauer, von über­legenen polnischen Skrestkrästen angegriffen, das Geländestück. Hierbei fielen acht Litauer, unter ihnen drei Grenzpolizeibeamte, in pol­nische Gefangenschaft.

Rücktritt des chinesischen Kriegs­ministers.

London, 23. Febr. Reuter meldet aus Pe­king, es verlauie aus zuverlässiger Quelle, daß der Kriegsminister und zugleich stellvertretende Premierminister, General Tschiatehyao, dem Präsidenten fein Rücktrittsgesuch eingereicht habe, weil letzterer nicht bereit sei, einen E' - laß gegen Tupan von Schantung, der ein An­hänger Tschang Tso-Lins ist, gegenzuzeichnen.

Griechenlands Revolutionen.

Paris, 23. Febr. Havas berichtet aus Athen: Bei einem Bankett der Offiziere von Saloniki hat Pangalos eine Rede gehalten, in der er, wie Havas berichtet, u. a. erklärte: Das Heer ist immer an der Spitze von Revo­lutionen gewesen, die danach strebten, das Land wieder auf den normalen Weg zu brin­gen und dem Volk seine Freiheit wiederzu­geben. Leider sind aber die Revolutionen ohne Ergebnis geblieben, denn sie versuchten, gesetz­mäßige Zustände bei anormaler Lage zur An- wenduns zu bringen. Ihre durch Politiker be­

einflußten Führer hätten sich immer beeist zum Parlamentarismus zurückzukehren, der alles wieder über den Haufen werfe. Wenn wir uns, so schloß Pangalos, fest um die Fahne scharen, werden wir nicht zulassen, daß das Gebiet Griechenlands verkleinert werde. Grie­chenland kann nicht ohne Mazedonien und ohne Saloniki leben.

Eine Konferenz der Völker Astens»

Paris. 23. Febr. wie Havas aus Tokio berichtet, wird am 1. August in Nagasaki die Konferenz der Völker Asiens, die ursprünglich am 1. April in Scha^hai zujammentretea sollte. stattfinden.

Das Wirtschastsprogramm der Freien Gewerkschaften.

Berlin, 23. Febr. Die Freien Gewerkschaften (Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, All- gemeiner Freier Angestelltenbund, Allgemeiner Deutscher Beamterchund) legen ihre Ansichten über dieGegenwartsaufgaben deutscher Wirtschaftspolitik" der Oeffentlichkeit nunmehr in einer Denk« s ch r i f t dar. Der Sinn der Denkschrift soll, wie der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, Graßmann, in einer Be» sprechung mit Vertretern der Presse betonte, sein, daß sie Fragengebiete abgrenze, über die eine Verständigung mit dem Reichsverband der Deutschen Industrie unmöglich sei. Während die Denkschrift des Reichsverbandes der Deut« schen Industrie das jährliche Volksein - ko m m e n mit 43 bis 48 Milliarden angibt kommt die Denkschrift der Freien Gewerkschaft ten auf 52 bis 60 Milliarden. Aus dem Unter­schied in der Schätzung des Volkseinkommen* ergebe sich ein Unterschied in der Errechnung der iäteaHM^ua,,^.^ âÄ bt» 30 Prozent, die Gewerkschaften mit nur 17 bis 22 Prozent des Volkseinkommens bezifferten. Auf dem Gebiet der öffentlichen Fi­tt a n z w i r t f ch a f t wird die Stellung des Staates nicht nur als Diener der Reichsord­nung, sondern als Träger sozialer Funktion betont. Dementsprechend werden die bekannten Forderungen erwogen, wie ausreichende Besoldung der Beamten, ange- messene Versorgung der Kriegsopfer, Offen­legung der Steuerlisten, Abbau der Umsatz­steuer," Reform des Eittkommensteuertarif-^. Verwendung der Hauszinssteuer für den ®o^ nungsbau, Steuerfreiheit der öffentlichen Be­triebe, Ersparnisse am Beamtenapparat der Heeres- und Marineverwaltung, Befreiung der Länder von den Fürstenabfindungen. ' Ein niedrigerer Zinsfuß sei erwünscht, dürfe jedoch nicht künstlich herbeigeführt werden, da er zu unbegründeter Bevorzugung einzelner Kredit­nehmer führe. Die Reichsbank müsse eine plan­mäßige Kreditverteilung nach volkswirtschaft­lichen" Gesichtspunkten anstreben. Handelspoli­tisch wird der Abbau der Zölle auf Rohstoffe und unentbehrliche Lebensmittel sowie der Ein- und Ausfuhrverbote gefordert. Bei Han­delsvertragsverhandlungen sei zu beachten, daß jede Aillermäßigung im eigensten Interesse der deutschen Wirtschaft liege.

Das Kölner Zentrum gegen des Volksentscheid.

Wie aus kölu gemeldet wird, nahm gestern der erweiterte Ausschuß der Kölner Zea - krumsparkei zur Fürstenabfin­dung Stellung. Es wurde eine Reso­lution angenommen, in dec erklärt wird, daß sich

1. die Frage der Fürstenabfindung nicht für einen Volksentscheid im Sinne des kommunistischen Antrags eignet,

2. daß dieenkschüdigungslofe Ent­eignung, weil den sittlichen Gesetzen wider­sprechend, a b g e l e h n t werden müsse. daß

3. ein Schiedsgericht eingesetzt werden müsse. dessen Mitglieder der Reichstag bestimme, und daß

4. die Fürstenabfindung im Rahmen der allgemeinen Verarmung des deutschen Volke« erfolgen müffe.

Wie derVorwärts" meldet, ist von den Vertretern der Zentrumsarbeiter gegen diese Lnlichl'eßung lebhafter Einspruch erhoben worden.

Fritz Thyssen über die notwendig»- Derfastungsreform.

München, 23. Febr. Bei der Generalver* saMmlung des Arbeitsausschusses deutschnatio­naler Industrieller, Landesverband Bayern, sprach Dr. Fritz Thyssen über die Lage, deren Verwirrung besonders durch die verkehrt-