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20L IKhreapF.

GEneral-ARZeigEr für die Kreise ^anau Siadi und Laud.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1237 und 1238.

C, pteis: Für den halben Monat L Reichsmark, für den ganzen Monat 2. Reichsmark ohne ^-erlahm Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für I rn Höhe tat Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite A^-tchrpfemrig. Offertengebühr: 50 Neichspfenuig. Geschäftsstelle: Haurmerftraße 9.

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Dienstag den 23. Februar

1926

_ Der Reichsminister des Aeußer» Dr. Klemann weilte gestern in Frankfurt w M. S nahm im Laufe des Tages mit Vertretern a Handel und Industrie Rücksprache. Abends it er zurück nach Berlin.

- Reichskanzler Dr. Luther sprach gestern ègeutlich der Kundgebung für Geisteskultur

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Dr. Luther über das deutsche Kutturprodlem.

Nach einer Meldung der Agentur Jndo- «fic aus Tokio hat die Oppositionspartei

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Meine Politik der Regierung einzubringen. Wie eine Wiener Korrespondenz erfährt, stbsn zwischen Vertretern der beteiligten Mi- ifterien Deutschlands und Oesterreichs dieser [age in Wien Besprechungen über den Ar- eitsmartt stattgefunden. Man kam dahin herein, daß durch fortlaufenden und recht- tiftgen Austausch von Veröffentlichungen der den Arbeitsmarkt Reibungen künftig am ksten vermieden werden.

EttsSands Wss.

Wer den Sinn und Ziel der englischen Po- K in den letzten Monaten erfassen will, mirb eitles in keiner anderen Richtung entdecken innen als in der eines energischen Versuchs, h loszumachen von den kontinentalen Bin- mgen des Versailler Diktats. Der Weltkrieg it eben doch das Verhältnis zwischen dem Mutterland und den Dominien gegen früher 1 entlieft verschoben, so daß für London in- des inneren Zusammen

fand am Montag abend eine außerordentlich zahlreich besuchte Kundgebung für deutsche Geisteskultur statt Mehr als 40 Verbände der geistigen Berufe Deutschlands waren vertreten. Der große Sitzungssaal und die Tribüne wa­ren überfüllt. Mit dem Reichskanzler wohnte auch Innenminister Dr. Külp den Verhand­lungen bei. Der Vorsitzende des Schutzkartells Dr. Everling eröffnete die Kundgebung und begrüßte den Reichskanzler und die Ehren­gäste. Er verlas sodann ein persönliches Schrei­ben des Reichspräsidenten, der zu seinem Be­dauern an der Teilnahme verhindert ist und bittet, überzeugt zu sein, daß er den Bestrebun­gen des Schutzkartells deutscher Geistesarbeiter sein lebhaftes Interesse zuwende und mit besten Wünschen dessen Arbeit begleite. Dr. Everling schloß daran Grüße für den Reichs­präsidenten und führte dann in seinem Vor­tragAus bem Lager der deutschen Geistes­arbeiter" aus, daß die vier Gestatten im Reichs­tagssaal, die die Kardinaltugenden der Reichs- tagsabgeordneten darstellen, Tapferkett, Weis­heit, Gerechtigkeit und Demut, den Geistes­arbettern den Weg weife». Durch den Ver­mögensverlust der Bildungsschicht ist die ge­samte Geisteskultur ernstlich gefährdet, zumal noch eine Einkommenminderung der geistig Schaffenden eingetreten ist Zur Verarmung kommt noch die schwere Belastung durch den KriègstrwÜt. Mittelbar hängt das Ergehen-

leider richtig, daß die unmittelbare Arbett der Reichsregierung nicht nur beengt und gedrängt wird durch die große Not, sondern auch be­grenzt wird durch die Verfassung unseres Vol­kes, nicht sowohldurch die geschriebene Verfassung die geworden ist im Strom der Zeit, sondern durch die Zusammenhänge mit dem wohl auf absehbare Zett leidenden inneren Aufbau un­seres Volkes. Die Ziele des Reiches sind ver­bunden mit der Zisständigkeit der Länder, die in dem Wesen des Deutschtums verwurzell sind.

Dem Reich fehlt im allgemeinen in Kultur- fragen die Zuständigkeit.

Das ist eine Tatfache, die doch der Arbett der Reichsregierung eine gewisse Besonderhett gibt Ich halbe es immer als einen Mangel empfun­den, daß mir in der praktischen Arbeit im Reiche, in der Reichsregierung und im Reichs­tag zu wenig mit Kutturfragen zu tun haben. Wenn ich mich mit kulturellen Fragen beschäftige, gehen meine Gedanken sehr gerne zurück in jene Zeit, wo ich Oberbürgermeister von Essen war. Sitte solch« westliche Stadt gibt für den, der StädtebiDer mit Verstand zu lesen ver­mag, den übergeugenben Eindruck der Stadt ohne ausgebreiteten Mittelstand. Das bedeutet natürlich nicht ein Fehlen an Kultur schlechthin. Die Spitzenleistungen der Kultur sind ja gerade da, mo bte Spitzenleistungen der Wirtschaft mit am stärksten vorhanden sind und sind als Voraussetzung für wirtfchastliches Schaffen so notwensÄ, Lie nur irgend etwas anderes.

teil Ausbaues heute eine wert größere Be- Degungsfreiheit notwendig geworden ist als früher. Will London den neuen Aufgaben im kritischen Interesse gerecht werden, dann kraucht es ein Europa im Rücken, das ihm Dicht gefährlich werden kann. Die Grundbe-

mismüs; aber gerade

Dingung dafür ist aber selbstverständttch das MrückdränPn Frankreichs aus feiner Macht­position, zu der ihm die englischen Staots- Männer in Versailles selbst verhalfen haben, llinb zwar soll dieses schwere Versäumnis des Damaligen Ministerpräsidenten Lloyd George loaburd) beseitigt werden, daß Frankreich sich Mm Rhein zurückzieht, daß Deutschland in den kLolkerbund ausgenommen werden wird und »W schließlich durch eine Wrüstungskonferenz Mankreichs Machtpolitik etwas gelockert wird.

ist das ein klarer Weg, der über drei beut« voneinander getrennte, aber innerlich doch Msammenhängende Etappen hinwegführt und Wen die Londoner Polittt konsequent verfolgt. D Die erste Etappe ist durch den Abschluß des Wicherheitspaktes wenigstens eingeleitet, denn Deland hat seine alte Neutralitätsstellung am wein wiedererlangt. Die Bahn zur Schaffung Wes europäischen Gleichgewichts, so wie Eng- Wnd es immer verstanden hat, ist wieder frei. Wie zweite Etappe soll durch Deutschlands Auf- Uvahme in den Völkerbund in Kürze erreicht W"den. Allerdings muß es einigermaßen WWEümlich anmuten, daß der en "' Innenminister selbst durch die unklare ywuc, spielt, das Drängen Polens nach einem Lfmndigen Ratssitze ermutigt und dadurch der UENglischen Politik selbst Schwierigketten be« WUet. Es kann uns im Grunde gleich sein, ob M^âwdLrlain aus persönlichen Freundschafts- W Mühlen für Briand oder aus Gründen der »Eik gegen die französisch-polnischen Forde- »nmgen noch kein Veto eingelegt hat. Die yauptfadje ist, daß seine äußerlich unklare I einem fast einmütigen Protest der i öffentlichen Meinung begegnet- Das I »?Ere ist für uns entscheidend, denn es zeigt, 1 ö'e Tendenz der Loslösung Englands' DMilnent vom englischen Volke selbst al

gen auf, nicht nur Forderungen an den Staat, sondern auch an die Geistesarbetter selbst". Die Indolenz der Intellektuellen, die sich schwer organisieren, muß überwunden »erben. DasSchutzkartell deutscher Geistesarbeiter" möchte eine Kerntruppe deutscher Gesittung zu-' sammenführen, die nicht vergißt, daß deutsche Geistesarbeiter über ihre Berufsintereffen hin­aus auch wertvolle Jdealgüter zu pflegen haben. Die Geistesarbeiter sehnen sich nach einer Politik mit dem VorzeichenDeutsche Geisteskultur", die deutsches Eigentum und

deutfches Eigengewächs ist. Wir erwarten, daß alles geschieht, dieses hohe Gut und feine Trä­ger zu fördern. Wir hoffen, daß zäher deutscher Fleiß und deutscher Spürsinn unsere Geistes­kultur auf neuer wirtschaftlicher Grundlage erhält. Unser wertvollstes Vermiss unsere Arbeitskraft. Ein Volk, deh ________ schichten in schlichter Einfachheit und Arbeit aufwachsen, hat Aussicht, das tüchtigste Volk der Erde zu werden. Dann wird es auch heißen wie jetzt in Köln und Bonn: Deutschland frei! Auf mein Volk, laß deine Falken, deine Adler

igen ist doch flen Führer­

wieder steigen.

Sodann ergriff

Reichskanzler Dr. Luther

das Wort. Er führte u. a. aus: Ich habe nie einen Zweifel gehabt, daß es für die Politik des Deutschen Reiches überhaupt nur zwei Ziele oder sagen wir, ein Doppelziel, gibt unb das heißt:Staat und Kultur". Und wenn

des Deutschen Reiches überhaupt Ziele oder sagen wir, ein Doppels

Sie diese beiden Begriffe zusammenfassen wollen, so können Sie darüber wohl auch schreiben:Volk und Vaterland". Nun ist es

vom

m.uuiii ciignmien rouiie selbst als die ^'^Muur anerkannt wird, der die Londoner Politik unentwegt zu folgen hat. Die dritte die Abrüstung Frankreichs zu er« )en, wird sich für die englische Politik am Mwlerrgsten gestalten. Denn bekanntlich ist es $ gelungen, den ersten Vorstoß Lon-

>. J*3 *n dieser Richtung durch die Verschiebung h;b ur ^" Februar angesetzt gewesenen Ab- ^".g^konferenz abzuschlagen, und es wird ÜÄ ^eler Mühe und eines großen Aufwandes Cttf um Frankreich inbezug auf Ab-

«:F, ugsfragen überhaupt an den Konferenz- bringen.

lifA muffen mir so Weg und Ziel der eng« ,Wn Politik, so zeigt sich uns, daß die von H1^ erreichten Erfolge und die Erfolge, weh» «»^ 8u «ringen hofft, nur möglich ge»

101 sind und fein werden dutch die Mithilfe

Deutschlands. England ist von jeher Meister darin gewesen, seine Interessen mit denen anderer Staaten zu verknüpfen und es zeigt sich auch hier wieder klar und deutlich, daß London diese alten bewährten Wege von neuem eingeichlagen hat. Unsere Notlage Rhein dem übermächtigen Frankreich gegen­über ist der Ausgangspunkt des Bestrebens, Frankreich durch den Sicherheitspakt festzu­legen. England greift den Faden auf. Es öffnet uns den Weg in den Völkerbund, dem anzu-

am

leg in den Völkerbund, dem anzu­gehören uns heute so mancherlei Erwägungen zwingen, um Frankreichs Einfluß auch dort mit uns zu bekämpfen. Es wird auch in der Frage der Abrüstung, an der wir ein beson­ders starkes Interesse haben, mit uns zusam­mengehen. Kurz, wir finden überall Bcrüh- rungspuntte zwischen der englischen Kontinen- talpoluik und unseren eigenen Zielen und mir müssen, wenn mir Realpolitiker sind, daraus die Konsequenzen ziehen. Es bleibt uns kein anderer Weg, da mit Frankreich immer Geaen-

es ist vielleicht lebendiger im Bewußtsein, als an anderen Stellen, wo eine gesetzte Volks- kultur eine festere Grundlage des inneren Le­bens abgibt

So ist mir. von meiner früheren Arbeit her diese große Tatsache voll lebendig,

daß wie ohne den geistigen Mittelstand doch nur mit Hilfskonstruktionen die Kul­tur in die breiten Volksmengen Hineia- tragen sonnen

und letzten Endes bleibt ja das Ziel, denn die Kultur muß immer eine Kultur des Volkes sein. Defoders wichtig ist eine solche feste Grundlage für geistige Arbeit in Zeiten, wie wir sie heute erleben, wo einmal die allgemeine Not eine gewisse Abwendungen von kulturellen Dingen

überhaupt zur Folge hat. Wer mir wissen auf der anderen Seite auch, daß eine gewisse Breite des wirtschaftlichen Lebens die beite Tragfläche auch für eine gewisse Breite des kulturellen Lebens ist Reichskanzler Dr. Luther gab dann die Versicherung ab» daß vom Reiche, auch wenn die Sorge für die deutsche Kultur im allgemeinen Aufgabe der Länder sei, alles ge­schehen werde, um die Kultur in ihren Auf­gaben zu unterstützen. So sei es auch in der Zeit der schwersten Inflation geglückt, die Mittel für die AufrechterhaUung des Kaiser- WUHelm-Jnstitutes aufzubringen.

ei, alles ge-

Dr. Luther gab dann einen Ueberblick über die Summen, die vom Reiche für besondere Kulturaufgaben zur Verfügung gestellt wor­den sind und schloß mit dem Hinweise, daß nur deutsches Selbstbewußtsein und deutsche Tat das deutsche Volk wieder einem freien und glücklichen Vaterlands zuführen könnten. (Stürmischer Beifall.)

mir eine gute Position. Das hat denn auch die Reichsregierung in der Frage der Vermeh­rung der Ratssitze genügend zum Ausdruck gebracht und mir können sicher fein, daß diese Betonung unsere Selbständigkeit auf die Hal­tung Englands und der andern Mächte nicht ohne Einfluß geblieben ist Sache des Reichs­tages und des deutschen Volkes wird es immer fein, die Reichsregierung in einer solchen selb­ständigen Haltung mit allen Kräften zu unter­stützen. Es ist der Regierung gelungen, in dem Spiel der europäischen Politik auch Deutsch­land wieder zur Geltung zu bringen. Wen» wir dabei in der Frage der europäischenSicher- hett, des Völkerbundes und der SIbrüftung die Wege geben, die unsere Regierung eingeschla­gen hat, so verfechten wir bamit unsere eigenen Rechte und Interessen in allererster Linie. Weisen diese Wege auf dasselbe Ziel, das auch England verfolgt, so wird man erwarten kön­nen, daß die englische Politik diese gleiche Wegesrichtung durch eine Unterstützung unse­rer Polittt zum Ausdruck bringt und daß der englische Außenminister um diese Schluß­folgerung auf einen konkreten Fall anzuwen­den in der Frage der Ratssitze dieselbe Hal­tung einnimmt, in der sich die gesamte eng­lische öffentliche Meinung einig ist

Polen und die Rheinlands.

Pariser Räkselrate» über die Frage der Rakesihe

Paris, 22. Febr. Der Berliner Berichterfiatm desEcho de Paris" behauptet, daß Frankrsickr in der Frage des ständigen Ratssitzes für Polen es « Niederlage erleiden werde. Deutschland mürbe seine Anschauung durchsetzen und Polen werde ge­zwungen sein, noch eine ungewisse Zeit und vielleicht sogar lange Zett auf einen ständigen Sitz im DSlLK- bunbsrat zu warten.

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Aoristen' ist anderer Anschauung. Er glauir- daß Deutschland bezüglich Polens nachgeben werde, wenn ihm hierfür die sofortige Räumung derRheinlande zugestanden mürbe. Die WS- Helmstraße wende sich weiter gegen die Zulassmnt Polens, habe aber itl London ein Kompromiß txw- geschlagen, daß nämlich die ganze Sache bis zum September verschoben werden soll. Würde dies zugestanden werden, so mürbe Deutschland bis dahin die Frage der Räumung der Rhein­lands zur Sprache bringen. Es würde Polen int Dölkerbundsrat dulden, wenn Frankreich sich ent­schließen sollte, die vollkommene Räumung der Rheinlandzonen in der nächsten Zeit zuzugesteh««. In diesem Falle würde Deutschland selbst nichts da­gegen einzuwenden haben, wenn Polen schon im März einen ständigen Sitz im Dölkerbunde erhielt.

DerSntranfigeant* spricht von einem" deutschen Versuchsballon und von der Absicht der deutschen Regierung, durch die Befreiung des Rhein­landes dem Versailler Vertrag den Todesstoß zn geben. Auch derT e m p s" vertritt die Auffassung, daß das gegen die Erweiterung des Völkerbunds- rotes gerichtete Manöver in erster Linie darauf ab­ziele, den Alliierten das Versprechen einer vorzeitigen Räumung des Rheinlan- des abznzwingen. Deutschland versuche auf diese Messe seinen Eintritt in den Völkerbund zum Gegenstand eines Kuhhandels zu machen uyd den Geist von Locarno einseitig im Dienste der deutschen Interessen auszubeuten. Die ^Information" spricht von einem deutschen Erpressungsversuch und erklärt, daß, wenn es die Absicht Deutschlands, seh den (Seift der Zwietracht in den Völkerbund zu tragen und durch eine Politik der Vetos und unbc- rechtigten Ansprüche das Werk von Genf za paraly­sieren, die Polittk von Locarno einer gründ sichen Revision unterzogen werden müsse.

sätze bleiben, wie das erst wieder die Be- mühungen der Pariser Politik um die Vermeh­rung der Ratssitze unb Herrn Tardieus Artikel in derNeuen Züricher Zeitung" zeigen. Frankreich ist und bleibt im Geiste Lud­wigs XIV. befangen, mag auch Briands Politik zur Zeit davon abweichen.

Sehen wir nun aber die Dinge so wie sie ind und es wäre töricht und politisch naiv, ie anders zu sehen dann gilt es auch aus >en gegebenen Tatsachen für uns Herauszu- chlagen, was herauszuschlagen ist. Sind wir kn der Lage, bei der Verfolgung unserer eige­nen außenpolitischen Linie Berührungspunkte mit England zu gewinnen, dann werden wir das zur Stärkung unserer Lage nach Kräften ausnutzen. Wir haben gar keine Veranlassung zu einer reinen Schachfigur für die Londoner Politik zu werden. Gerade weil wir mit Eng­land parallel gehen, weil England bei der Weiterverfolgung seiner kontinentalen Politik mit uns zusammengeht, gerade deshalb haben

Hierzu wird uns aus Berlin gemeldet: ES lrauLt kaum besonders betont zu werden, daß die>e franzö­sische Gerücktemacherei, und nickt die klaren und eindeutigen Auslassungen des ReiâSaußenminisicrl in Köln einen Bersucksballon darstellen. Ueber bar deutsche Ziel herrscht in der ganzen Welt keinerlei Zweifel, wohl aber haben sick d>e Pariser NatSsibe» vmcilrr einigermaßen festg' fahren. Denn die Be- raiunaen des Auswärtigen AuSsâusseS haben keinerlei Zweifel darüber gelassen, daß die deutsche Regierung nicht daran denkt, den ihr versprochenen ständigen Ratsfio in ferner Bedeutung berabmmdern zu lassen durch die Zustimmung zur Aufnahme deS moralisch und takti'ck bankerotten Polens in das Gremium ecr Großmächte. Auch der Köder, den die Pariser Presse mit dem versuch. die Räumung der 2. und 3. Zone zum KuhhaiidelSobsekt zu begrasteren, der deutschen Regierung hinwirft, wird ihren Standpunkt nicht ändern. Auch im besetzten Gebiet selb l gibt es keinen Normalmenichen, der die Befreiung, die nach dem 8. März zur Seluverstäud- lickkeit wstd, erfautt sehen möchte durch ein Handeln getchäft das zu übel ist, um überhaupt diskutiert werden zu können. Die Pariser Presse kann sich ihre darauf bezüglichen allzu durchsichtigen Manöver ersparen.