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201. Jahrgang.

Hanauer S Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadl und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschluß Nr. 1237 und 1238.

z^z u gs pr e i s: Für den halben Monat 1. Reichsmark, für den ganzen Monat 2. Reichsmark ohne Tragerlohn. Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im ReNametell von 68 mm Breite V Reichspfemng. Offertengebühr: 50 Reichspfennig. Geschäftsstelle: Hammerstraße S.

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Monlag -e» 22. Februar

1926

Das Steteste.

Wie mitgeteilt wird, sind die Verhand- I jungen zwischen dem Reichsfinanzministerium I unb der Reichsbahngesellschaft über die Gewäh- I Mg eines Zwischenkredits zur beschleunigten I Vergebung von Reichsbahnaufträgen nunmehr m einem prinzipiellen Abschluß gelangt. Die I Reichsbahn wlrd aus dem Kredit in erster Linie Oberbau- und Brückenbauaufträge ver- 5'm sowie Wagenbestellungen vornehmen,

er die Bedingungen des Kredits wird noch i verhandelt.

Der englische Vollzugsausschuß des Ra- I tionalrates zur Verhinderung von Kriegen for­dert in einer Entschließung die Aufhebung der Besetzung deutschen Gebiets.

Die neugegründete faschistische Partei Frankreichs hielt gestern ihre erste Heerschau 6b und verlangte in einem Appell an das Land die Abdankung des ohnmächtigen Parla­ments und Einsetzung einer Diktatur.

Eine Kompagnie litauischen Militärs hat die polnisch-litauische Demarkierungslinie ivestlich von Wilna überschritten und die pol­nische Grenzwache angerissen.

Das chinesische Kabinett hat beschlossen, eine Strafexpediton gegen Wu-Pei-Fu zu entsenden.

Mahnrufe aus Möln

Köln, 20. Febr. Reichsaußenminister Dr. Stresemann traf in Begleitung von Gesandt­schaftsrat Redlhammer, des Reichsjustizmini­sters und des Ministers für die besetzten Ge­biete Dr Marx, des General-Reichskommissars Schmid und des preußischen Kultusministers Becker heute vormittag in Köln ein. Der Reichs­außenminister nahm abends an dem Fest» kommers der Kölner Studentenschaft anläßlich der Befreiung teil. Bei diesem Festkommers führte der Rektor der Universität, Professor Dr. S t i e r - S o m l o, u. a. folgendes aus:

Die Unioerfitäfen sind Kulturstätte« der Italien, und ihre nationale Bedeutung ist nicht außer acht zu lassen. Gewiß geht die Lösung der wissenschaftlichen Probleme viele Rationen an, doch die Art, wie der Zugang zum Kern dec Rätsel gesucht wird, ist von der individuellen Anlage einer Ration bedingt. Zu dem Kultur- geist der deutsche« Universität gehört auch die Erziehung der sittlichen Kräfte für die Ration, wobei die Achtung vor dem Völkerrecht und der internationalen Moral besonders betont wird. Freilich werden es sich

von Glück und Arbeit und zu Unglück durchge­macht hat, der eine oder andere Weg möglich sein, für diejenigen, die für d i e Reichs­entwicklung verantwortlich sind, gibt es nur eines: dasistdiePolitik

tätigen Mitschaffens nach innen und außen.

Diese Kärrner Arbeit mag manchem als ideallos erscheinen, sie ist es nicht; denn nur aus langsamen Fortschreiten im täglichen Kampf ergibt sich der Fortschritt, sieht man den Weg, der zurückgelegt ist. Gegenüber allen Kritiken über manche nicht erreichte oder man-

wenn er mit noch so großen Opfern erkauft werden sollte, kann nicht zweifelhaft sein. Für diesen Kampf wie für alle Kämpfe, die für die deutsche Sprache und die Erhaltung der deutschen Kultur ausgefochten werden, gilt der stolze Vers, den Felix Dahn nach der Erhebung gegen die Badenischen Sprachverordnungen einst in das Stadtbuch der jetzt so heiß um­kämpften alten deutschen Stadt Eger eintrug:

Das höchste Gut des Mannes ist das Volk, Das höchste Gut des Volkes ist der Staat. Des Volkes Seele lebt in seiner Sprache: Dem Volk, dem Staat und unserer Sprache trett. Fand uns der Tag, wird jeder Tag uns finden."

Lloyd George über Südtirol und den Dötkerbundsrat.

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Ge-

in denen die: 20 v. der J sie sx rein deutschen Ba Sprache allein maßgebend. Die »olkerung Prags hat nach dem Sprachen- gessh und der Spraches-Verordnung jedes Recht auf den Gebrauch der deutschen Sprache verloren.

lem Selbstbewußtsein dort, wo er bei der Behandlung der internationalen Probleme auftritt, als solchen ZU kenazeichne«. Die ge- meiuschaftlsche geistige Arbeit der großen Kul- turnationen ist immer noch äußerst starken, für Deutschland beledigenden Hemmungen ausge­setzt. Ich richte an alle gelehrten Männer und Frauen die Aufforderung, sich bewußt zu wer- welch ungeheure Schädigung der

che getäuschte Hoffnung, über manche geistige Einstellung, die sich nicht schnell genug in Taten auswirkt, darf doch das eine gesagt werden: Wer zurückschaut auf die Politik der letzten drei Jahre in Deutschland, der muß mit Blindheit geschlagen oder von schlechtem Willen beseelt sein, wenn er nicht anerkennen wollte, daß ?u tes Stück vorwärts ge- i n d in der Konsolidierung deutscher Souveränität nach in­nen und deutscher Geltung nach außen. In dem Kampfe zwischen Rechts-

wir ein kommen

anspruch und Machtaefühl, das das Recht selbst ausbeutet, hat schließlich doch in der Befreiung der nördlichen Rheinlandzone der Gedanke des Rechts gesiegt. Jede weitere deutsche Politik kann nur das Ziel haben, auf diesem Wege fortzuschreiten. Deutschland wird ständig bereit sein,

im Geiste des europäischen Diederaufbaues mit offener Empfängilchkeit für die gegensei­tigen Argumente Verhandlungen über seine Stellung zu anderen Mächten zu führen. Aber

Loudon, 21. Febr. ImSunday News* eibt Lloyd George über die Südtiroler

schreibt Lloyd George über die Südtiroler Frage, es sei immer schwierig, den wirklichen Charakter solcher gemischt-sprachigen Zonen festzustellen. Raturgenmß hätten die Urheber des Friedensvertrages in Zweifelskälle« zu Gunsten ihrer Kriegsgefährten entschieden. Das habe zu Fehlern geführt, die jetzt offen zutage lägen. Er. Lloyd George, fei niemals zufrieden mit der Tiroler Grenze gewesen. Tirol, den Geburtsplah feines volkstümlichsten Heide« Andreas Hofer zu entreißen und iha für immer einem anderen Laude zu übergeben, habe zu

endloser Entrüstung und (Erbitterung führe« müssen. Wenn Italien diese Wunde zu heile« wünsche, müsse es sein Bestes tun, die Empfint»- lichieiten der Einwohner des annektierten Ge­bietes nicht zu verletzen. Mit Weisheit und Mäßigung werde es ihm vielleicht gelingen, die Einwohner mit dem Gedanken der Fesd- fetzung einer strategischen Grenze zu versöhnen. 80 Millionen Deutsche sonnten nicht für immer durch irgendwelche

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er geistiger

In seinen berüchtigten Reden über die Ver­gewaltigung der Deutschen in Südtirol hat der italienische Ministerpräsident Mussolini zu sei­ner Entschuldigung mehrmals darauf hingewie- sen, daß die Deutschen in der Tschechoslowakei viel größeren Bedrückungen ausgesetzt wären, als dies in Italien der Fall fei- Wir müssen es dem Geschmack des Herrn Mussolini Wen, das italienische Kulturvolk auf eine Etufe mit den Tschechen zu stellen, in sachlicher Hinsicht, das heißt, was die Vergewaltigung der Deutschen in der Tschechoslowakei betrifft, er leider nicht unrecht, denn das was die Tschechen sich gegenüber den Deutschen heraus- Wnen, überschreitet alles, was bisher unter Zivilisierten Völkern jemals vorgekommen ist. E neue Sprachengesetz, das den Sprachqe- vrauch für die Staats- und Kommunalbebör- regelt, ist die ungeheuerlichste und brutalste Aergswaltigung, von der die Geschichte Euro-

3 melden weiß. Dieser Gewaltakt stellt ole Krönung der feit Errichtung des tfchechi- Mn Staates getriebenen Politik dar, die die Asnuchtung und Ausrottung alles Deutschen K111 und Sprache zum offenen Ziel hat. Während bei Italien die Dinge bekanntlich S, daß kein formeller Minderheitsschutz- Ä abgeschlossen wurde, sondern lediglich

I feierliche Erklärungen des italieni- Ichen Komgg Ed italienischer Staatsmänner je NW Ausübung der deutschen Sprache sowie ? ^W aller kulturellen Einrichtungen ver-

^st die Tschechoslowakei bestimmte ver- -ragüche Bindungen gegenüber ihren Minder- gegangen. Diese feierlichen Verpflich- die Tschechoslowakei seit Jahren auf Löblichste verletzt, ohne daß der Völker- J/S' der das zuständige Kontrollorgan für 7,sAuehaltung dieser Verträge ist, bisher ein- Dchritten wäre. Sollte Deutschland auf Gnmd 2 gegebenen Zusagen in den Völkerbund h und einen ständigen Sitz im Völker- .,"M i einnehmen, dann würde Deutschland

Anwalt der deutschen Minderheiten auf- ^i °» können, die bisher im Völkerbundsrat hw rJJ .Vertretung hatten. Der Aufgabenkreis, nei in i ^ dieser Hinsicht für Deutschland öff- iA#'» m^ groß und von so ungeheurer politi- tung, daß niemand die Wichtigkeit

Dmge verkennen sollte.

tm» G1 '^ würe es völlig verfehlt, eine Hoff- ^. g Wecks Erhaltung des Deutschtums, das ^eichlossenes Siedlungsgebiet in anderen trafen in der Mitte Europas lebt, allein auf

Völkerbund au letzen. Die Deutschen im

er*

Die Festrede hielt Domprediger Pa­ter D i o n y s i u s. Er erinnerte einleitend an die denkwürdige Befreiungsnacht unter den gewaltigen Türmen des Kölner Domes. Diese Befreiung müsse aber eine ernste Erkenntnis, ein heiliges Bekenntnis werden. Die Befrei­ungsfeier müsse den Kölner Jungakademikern am heutigen Abend der Jungbrunnen fein, aus dem sie wieder erneute Schaffenskraft bekom­men. Der Redner schloß mit dem Wunsch, daß die heutige Befreiungsfeier wie ein Monument stehen möge am deutschen Rhein, ein Monu­ment, nicht aus Steinen gefügt, sondern auf­gebaut auf lebenden deutschen Herzen, die in hehrer Stunde sich zusammengeschlossen zu dem heiligen Gelöbnis:

Unser Studium, unser Wissen, unser Le­ben gehöre« dem ganzen deutsche« Volke za feiner Freiheit, Einigkeit, zu seinem Glück.

Dann nahm

Reichsautzenmmister Dr. Stresemann

die Seele künftiger europäischer P o l i t i k ist, dann muß seine weithin sichtbare letzte Auswirkung die schließliche Zu­rückziehung der Truppen aus dem besetztenRheinland sein. Ich kann mir nicht denken, daß man im Lager unserer ehe­maligen Gegner darüber anders denkt. In dem Öen Saal des Foreign Office in London, in die Verträge von Locarno unterzeichnet wurden, hing, für diesen Tag herbeigeschafft, Lord Castlereagh. Wenn dieses Symbol eine über den Tag hinaus­gehende Bedeutung haben soll, dann kann es doch nur die sein, daß das England der

das Gemälde von

das Wort und führte u. a. folgendes aus: In der deutschen akademischen Jugend

stehen, wie im deutschen Volk, verschiedene Einstellungen gegenüber dem Reich und seiner Fortentwicklung. Die einen verfallen in träu­mende Resignation über alte Größe und Herr­lichkeit, andere warten auf das Wunderbare, das sie mit heißem Herzen ersehnen, ohne zu wissen, woher es kommen und wer es schaffen soll. Wieder andere glauben, daß cs für

be-

Deutschland richtig sei, die Entwicklung der Welt abzuwarten und sich erst dann mit ak­tiver Politik in dieser Entwicklung einstellen, wenn die Umrisse günstiger Entwicklung sicht­bar sind. Mag für den einzelnen Menschen, der den Weg von großer Macht und von Einfluß

Reich müssen vielmehr in Bezug auf diese Fra­gen die gleiche Energie und Zähigkeit und den gleichen Opferwillen befunden, wie es die deut­schen Brüder und Schwestern in den bedräng­ten Gebieten, allen voran in der Tschechoslowa- feit, tun. Dem zähen Vernichtungswillen der Tschechen setzen sie einen noch zäheren Selbst- erhaltungswillen gegenüber. In der Kultur­geschichte des deutschen Volkes wird dieser mu­tige und unerschrockene Kanrpf stets ein beson­deres Ruhmesblatt sein. Sie können diesen Kampf aber nur dann zu einem guten Ende führen, wenn sie dabei das ganze deutsche Volk im Reiche in einheitlicher und geschlossener Front hinter sich wissen. Bei Mussolinis milden Reden war dies der Fall: Trotz aller partei- volitischen Zerklüfung sah in diesem Falle das Ausland den deutschen Reichstag in vollster Einmütigkeit- Diese Einmütigkeit gilt es für alle Fragen die die aroße deutsche Kulturae-

Gegenwart mit dem Vertrag von Locarno dieselbe Politik treiben will, die einst Englands Vertreter auf dem Kongreß in Aachen gegen­über Frankreich getrieben hat, als es den Ge­danken vertrat, Frankreich wieder als Groß­macht in das europäische Konzert aufzunehmen und zu diesem Zeichen die Truppen der damals Frankreich besetzenden Mächte von Frankreichs Boden zurückzuziehen. Diese Frage der Zurück­ziehung mag eine Frage von Verhandlungen sein, eine Frage der Technik sein, aber sie ist die logische Auswirkung einer neuen europäi­schen Situation, die das Problem der Sicher-

heit der Länder durch andere Wege lösen will als durch die militärischer Gewalt.

So gebe ich der Hoffnung Ausdruck, daß die Glocke« am Rhein nicht zu lange

E

mögen, um die weitere dens zu verküude«, um der so schwer betroffe­nen rheinländischen Bevölkerung die Möglich­keit zu geben, mit der ganzen Freude rheini­schen Gefühls sich als Glieder eines freien Deutschlands zu fühlen, das im Frieden und gegenseitigen Verstehen mit der Dell zu leben gedenkt.

erfreulich, daß die Krisis oorübergegangen fèi, hauptsächlich infolge der würdigen Ruhe Du Stresemanns.

Zu der Frage der Vermehrung des Mitglieder des Dötkerbundsrat s, sagt Lloyd George: Wenn Italien sich Frank- reich und Polen anschließt bei dem Versuch, Deutschlands Einfluß bei dem Rat zu neutra­lisieren, dann wird der Vertrag von Lo« carno erledigt sein. Dies mürbe auch denTod des Dawesplanesbe« schleunigen, der sonst erst in einem bi, zwei Jahren fällig wäre.

Hm die Ralssihe.

Loudon, 22. Febr. Der d plomatische VenÄcr» stattet derDaily Mail" meldet, in gut unterriiteten Kreisen sei man der Ansicht, daß nur geringe Wahr­scheinlichkeit bestehe, daß unter den gegenwärtigen Um» stânden außer Deutschland irgend welche andere Staate« einen ständigen Ratssitz erhalten, da sich die deutsche R<g erung diesem Vorschlag widersetzen werde und die französische Regierung auf die Durchführung deS Vor» ichlages nicht besteh, n werde, um sich mcht tm Gegen­satz ju Großbristanien zu setzen.

Paris, 21. Febr. Wie demPetit Parifien* aus Rom berichtet wird, habe Mussolini dem pol­nischen diplomatischen Vertreter die Versicherung geeeben, daß Polen bei seiner Forderung, einen ständigen Sitz im Völkerbundsrat die unter* stützung Italiens sicher sei.

Für die Revision des DersaMer Derirages.

m-inschaft angehen, festzuhalten, und im be­sonderen auch gegenüber dem tschechischen Spra­chengesetz zu befunden. Jedem Deutschen, der dieses Ungeheuer eines Gesetzes durchlieft, muß das Blut m die Wangen schießen, nimmt, daß die deutsche Sprach, selbstverständlich auch die Reste der deutschen Deamtenschaft in absehbarer Zeit verschwinden ollen. Geht der Terror und Wahnsinn doch so- ;ar so weit, auch der deutschen Wirtschaft und )en deutschen Wirtschaftsverbänden den Ge­brauch der tschechischen Sprache obligatorisch vorzuschreibeii. Und dies alles trotz der feier­lichen Verpflichtungen, die die Tschechoslowakei in dem Minüerheitenschutzpertrage übernom­men hat!

Paris, 21.. DemNewyork Herald wird aus Washington gemeldet, daß das fogti listifche Mitglied Bergerdes Repräsentanten' Hauses ein? Entschließung eingebracht habe, in der Coolidge aufgefordert wird, eine inter­nationale Konferenz einzuberufen, um den Versailler Vertrag im Sinne der von dem Präsidenten Wilson ausgestellten 14 Punkt»

a»

wenn er ver- und mit ihr

Furchtbar und schwer ist der Kampf, den die deutschen Brüder und Schwestenr in der Tschechoslowakei kämpfen, aber ihr Kampf ist ein aereckter. und der endaültiae Sieg, auch

zu revidieren.

Gegen die Alleinherrschaft des Reichsiages.

Berlin, 20. Febr. Die deutschnativ- nale Reichstagsfraktion hat den Antrag eingebracht, einen Ausschuß von 28 Mitgliedern einzusetzen, der die Reichs- versassung auf Grund der bisher gemachten Er­fahrungen einer Revision unterzieht und zwar u. a. in der Richtung:

1. Daß Artikel 54 aufgehoben oder wenig­stens im Sinne der Stärkung der Regierungs- gemalt wesentlich abgeändert wird.

2. Daß neben dem Reichstag als gleichbe­rechtigter Faktor der Gesetzgebung eine Körper­schaft eingeschaltet wird, deren Mitglieder nicht im Wege allgemeiner und direkter Dahlen be stellt werden.