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Leite 2

Samstag den 20. Februar

Ar. 43

Nach sieben Jahren.

Van Fred Hildenbrandt.

Wie die Franzosen das Andenken ihrer Ge- faflcnctt ehren und ihres .Sieges* gedenken.

Ich habe mir immer rorgenommen, wenn ich einmal nach Paris käme, mir als eines der ersten Dinge das Grab des »unbekannten Sol­daten"" anzusehen, denn es hilft wenig, darüber vielleicht sich lustig zu machen oder diesen Ge­danken als ein Theater zu betrachten; mir scheint es die genialste Ace zu sein, wie man ein Volk durch ein Symbol an ein großes Er­eignis erinnert.

So ging ich denn eines Sonntags nachmit­tags, der Regen kam immer noch dünn, scharf und endlos vom grauen Himmel herunter und es pfiff der Sturm von den Dächern her und die Seine war über ihre Ufer getreten — so ging ich denn an diesem kalten Nachmittage zum historischen Triumphbogen. Man weiß, wie er liegt: etwas auf der Höhe, als Krone einer der schönsten Straßen der Welt.

Unter dem Bogen nun liegt eingelassen die Steinplatte mit der Inschrift, daß hier ein Sol­dat kür fein Vaterland gestorben sei. Blumen wehten am Fuße, nicht gepflegte und besonders wertvolle Blumen, sondern einfache kleine Sträuße, hingelegt und nun vom Regen zer­lumpt und vom Wind hin und hergezerrt. am Änpfe der Steinplatte wehte das ewige Feuer, kleine Flammen, in einer runden Vertiefung, auch in ihnen tobte der Sturm, der durch den Dogen späte, aber er tonnte sie nicht auslöschen.

Ich sah, als ich näher kam, eine Mutter da­vor stehen mit zwei kleinen Kindern, die Mut­ter war in Trauerkleidung und die beiden Klei- ven hatten ihre Regencapes an, die Kapuzen über den Köpfen, so standen sie und es war kein Theater, weil sie da standen, o nein, es konnte kein Theater fein. Viele Menschen gingen vorher, einfache Leute, Arbeiter und Frauen, auf dem Sonntogsspaziergang und alle, ob auch der Regen in ihre Gesichter klatschte und der Wnd chre Haare durchwühlte, alle nahmen die Hüte ab und sahen eine Sekunde auf das Grab. Einige blieben stehen und verweilten ein wenig und sichen herunter auf die Platte.

, S® muß sagen, daß ich betroffen war von der Kraft dieser Idee- Und ich mußte daran denken, daß mir ein Franzose erzählte, es seien hn Anfänge, als das (3 roh noch nicht lange befdnch Gerüchte umgegangen, es ruhe hier keineswegs ein französischer Soldat, sondern ein deutscher! Niemand hätte es vermocht, die Garantie dafür zu übernehmen, daß dieser unbekannte und verstimnnelte Soldat ein fran­zösischer Soldat sei.

Und derselbe Franzose erzählte mir, daß Keser E^anke m den besten Kreisen der fran­zösischen Intellektuellen eine tiefe Erschütterung “Fielest hätte. Denn in der Tatsache, daß Her ^âicht ein fremder und „feindlicber" Soldat ruhen Knnts und gefeiert würde a^ em Toler, ein Opfer, allen Streitigteilen und Handel der Welt, allem Hader entrückt und AMI Symbol des Friedens erhoben, sahen diese

ein unucßtfßbbdTcs §62x11^^65

U- einen ehernen Ruf u. einen erhabenen Wink.

^^L^ Qestemlichkeit soll allerdings alsbald darüber beruhigt worden sein, daß wirk­lich und wahrhaftig unter dieser Steinplatte ein rtranzoie liegt.

Ich gestche, daß ich mich nicht rasch von die- sem Grabe ttennen konnte, denn ich stellte mir Ke vielen Mütter vor, deren Söhne, "die vielen ^men, deren Gatten, die vielen Männer deren Bruder unbetont! verschollen blieben un Kriege, ferner von ihnen, die hier vorüber- gingen, konnte sich dem Gedanken verschließen, daß ein Hauch der Möglichkeit bestünde, daß er, um den sie trauerten, und von dem sie mchts wußten, und der also von der ganzen Ratwn gefeiert wurde, hier unter dieser Stein- ptote und unter diesen ewigen Flammen ruhen

^dessen man sich still von die­len, Srabe entfernt, warum der Deutsche nickt FF^, ^SeudwO in seinem Lande ein solches hat. Wer man darf nicht vergessen, daß nach dem Kriege der Wirbel der Revolution scker uns kam, die Jahre der Nor und der In- flâon und daß mir zu tun hatten, um das em- setzliche Durcheinander zu entwirren und wie- sur Ordnung zu kommen, wir haben es nicht so gut gehabt, wie die drüben, wir haben keine Zeit dazu gehabt, kaum Zett dazu gehabt, uns aus unsere Toten zu besinnen, so sehr kam ine Not über uns und so sehr hatten wir zu ringen mit den Titanen, die angeritten kamen und uns zu zerstören drohten. Drüben aber hatten sie Zeit, sich zu besinnen.

Vom Grabe des unbekannten Soldaten fuhr ich in den Invalidendom. Hinter der Kircke wo in der Gruft Napoleon in dem ungeheuren Marmorsarge ruht, ist das Museum des Krie- ges Mit einer leiser Trauer geht man hier mrrch. Im Hofe stehen hunderte von deutschen Geschützen, vom kleinsten Minenwerfer bis zur schwersten Haubitze, immer wieder Rechen von Kanonen, wahllos ausgestellt, sie triefen vom wgen und und schon vom Rost angesressen. Auch ein deutscher Tank steht da, er ist geöfs- net unb man kann in das Innere dieser sürch- terlichen Maschine sehen und man muß an die paar Männer denken, die in diesem Eiiengrabe mrshatten mußten Ganz vorne, wie wenig Raum muß er gehabt haben und wie muß er Msammengekauert gesessen haben, ist der Plan für den Lenker gewesen, die Griffe stehen her" nor, hier hat einer gesessen und das Ungetüm im« Die Graben gesteuert unb es bog sich auf Md <ch und legte sich auf die Seite und iLwankte wie ein Schiff und oben, einen halben Meter oberhalb des Lenkers, donnerte das kleine Geschütz.

Im selben Hofe steht auch jener deutsche Speisewagen, in welchem der Marschall Foch im Walde von Compiegne die deutsche Waffen- itiUftanbsfommiffion empfing. Auch über dieses Museumsstück trieft der Regen, es ist umstellt von deutschen Geschützen. Man kann durch die Fenster hineinsehen, aber man sieht nicht viel. Man sieht die Kiapptischchen, wie sie in jedem Speisewagen zu leben sind, auf jedem das ob­ligate Lämpchen. Das Raucherabteil ist aus- geräumt und Darin stehen einige alte verstaubte Rohrstühle. Sonst ist alles kahl und vernach­lässigt.

Hier also, in diesem Eisenbahnwagen, hier kamen die paar deutschen Unterhändler an, und hier stand in diesem Raume, in den ich jetzt blicke, Marschall Foch und fragte die Deutschen kühl und verdrossen, was sie wünschten.

Was sie wünschten, fragte er und die Welt- gcschichte wird es diesem französischen Mar­ichall einmal vorwerfen, daß er in diesem Augenblick, er, der Vertreter der Sieger, nicht einmal einige wenige ritterliche Worte für die drei oder vier bedrückten Menschen gefunden hat, die da vor ihm standen. Demt er, der Sol­dat, mußte wissen, daß es einiger ritterlicher Worte wert war, wenn ein Land, wie dieses Deutschlaich, gegen eine Welt von Feinden unb gegen eine Welt von Maschinen vier Jahre lang standhielt.

Der Herr Marschall gehört einem Volke an, das durch die Höflichkett feiner Umgangsfor­men einen Ruf hatte in der Welt. Wer in einem Augenblicke, in dem dieser Ruf Welt­geschichte geworden wäre, stand ein Mann mit schlechten Manieren da.

Ich bin dann weiter gegangen in die vielen Räume des Museums hinein. Man braucht keinen Eintritt zu bezahlen. Es waren viele Deutsche an diesem Sonntage hier unterwegs und sie redeten leise und bedrückt zusammen. Alle Wände hängen voll von Gemälden und Zeichnungen unb Aquarellen, die Heerführer in allen 'Situationen, die Soldaten in allen Si­tuationen, Bilder von der Landschaft des Krie­ges. Beutestücke in aroher Anmbl- Stahlhelme, Degen, Gewehre, Pistolen, Orden, Uinformen, Patronen, alles in Glaskästen und ungesäubert, so, wie man sie gefunden hat. Modelle von Schützengräben aus der ganzen Kampffront, Stacheldrähte, Panzerhäujer.

In einem Raume find Fahnen, deutsche Fahnen (!) aneinandergereiht, es mögen viel­leicht zwanzig sein. Einige davon sind zerfetzt. In einem anderen Räume unter Glas liegt das Gästebuch der Hohkönigsburg; die Seiten, auf denen sich der Kaiser, die Kaiserin, die Kronprinzessin und die Prinzessin Viktoria Luise eingetragen haben, sind herausgeschnitten und besonders gelegt. In anderen Räumen sieht man Bruchstücke deutscher Flugzeuge und Maschinengewehre.

Demokrsken unS Dolkserrkschek-.

Eine demokratische Korrespondenz veröffent­licht aus Anlaß der bevorstehenden Auslegung der Einzeichuungslisten für ein Volksbegehren in der Frage der Fürstenabfindung nach­stehende Mitteilung der Parteileitung. Die deutsche demokratische Reichtagsfraktion ist aus dem Bestreben heraus, die ungeheuerlichen For­derungen der Fürsten abzuwehren und das schwer leidende deutsche Volk vor weiterer Be­lastung zu bewahren, nachdrücklich bemüht, eine diesem berechtigten Verlangen ent­sprechende gesetzliche Regelung der Fürslenab- findung auf parlamentarischem Wege zu er­reichen- Die Gestaltung des Kompcomißenl- wurfs im zuständigen Ausschuß steht noch nicht fest. Die Hoffnung auf eine erträgliche Rege­lung ist somit vorhanden. Fürdie deutsch- demokratische Partei ist daher die Skcllungsnahme zu einem Volks­entscheid noch nicht gekommen.

.Seine Aenderung im KaLinetl.

Berlin, 2v Febr. Zu den heutigen Bläkkecmeldungen über den bevorstehenden Rücktritt des erkrankten Rerchsernährungs- minifters Dr. Haslinde erfahren wir, daß Reichsminister Dr. Haslinde sofort nach seiner schon in allernächster Zeit zu erwartenden Wie- derherskAluna — er ist vor einigen Wochen an einer (Srippe erkrankt — die Diensigrschäsie tmeber übernehmen werde.

Betriebsstillegung bei Krupp.

Wie aus Essen gemeldet wird, beabsichtigt die Kruppsche Zechenverwaltung die Zeche Sambal II in Eitel wegen Absatzmangels still- zulegeu. Von der Stillegung werden 1000 Ar­beiter und 42 Beamte betroffen. Nach Mittei­lung der Kruppschen Zechenverwaltung ist in­folge Betriebsstillegung bezw. Einschränkung die Gesamtarbeiterzahl der Firma Krupp von 42 000 auf 20 000 zurückgegangen.

Das Dezember-Ergebnis der Reichsbahn.

Berlin, 19. Febr. Dem amtlichen Nachrichten- blatt der Deutschen Reichsbahngesellschaft ist zu entnehmen, daß sich das vorläufige finan­zielle Ergebnis der Deutschen Reichs­bahn für D e z e m b e r an persönlichen Aus­gaben (einschließlich der Löhne der Bahn- uuterhattungs- und Werkstättenarbetter) auf 239 200 000 R.-Mk. belief. Der Dienst der Reparationsschuldverschreibungen betrug 49 842 000. Die Höhe der übrigen Ausgaben läßt noch keine Schätzung zu. Aus dem Be-. triebe sind folgende Einnahmen zu verzeichnen.’ Personenverkehr 98128 000, Güterverkehr 231579 000, sonstige Einnahmen 40 125 004 Mark. Infolge der Schwierigketten im allge­meinen Wirtschaftsleben blieben die Verkehr-- Einnahmen erheblich hinter den Erwortunaen -

Aus Mee MM.

Der Reichsmanlelkarif für die Gemeinde- arbeiter.

Goslar a. Harz, 19. Febr. Bei den Verhand­lungen über eine Neufassung des Reichsmantel- tarifes für die ©emeinbearoeiier, der am 31. 3. b. J. abläuft, ist zwischen den beiderseitigen Verhandlungskommissionen ein Vorvertrag zustande gekommen, der noch der Genehmigung der Verbandsorgane bedarf. Dieses Abkommen sieht vor, daß der Reichsmanteltarif" im wesent­lichen bis zum 31. 3. 27 verlängert und zu­nächst nur über die Neufassung von drei Be­stimmungen des bisherigen Vertrages ver­handelt wird.

Schweres Schachkunglück.

Hamborn, 19. Febr. Durch Einbruch des mittleren Teiles einer Strecke auf der Schacht­anlage II/V der Gewerkschaft Friedrich Thys­sen, Hamborn, verunglückten gestern abend drei Bergleute tödlich. Die Unfallstelle wurde 'ofort von der Direktion der Bergbehörde be­ehren, die Anordnungen zur Bergung der Verunglückten traf. ^

Hochwasser.

Paris, 20. Febr. Infolge der Regengüsse während der letzten Woche kommen aus ver­schiedenen Gegenden Frankreichs wieder be­unruhigende Meldungen über das Steigen der Flüsse. Die Seine ist vorläufig noch ruhig, aber Maas und Mosel sind streckenweise schon über die Ufer getreten.

zurück. Insbesondere im Personenverkehr er­gaben sich größere Ausfälle. Die Steigerung der persönlichen Ausgaben gegen den Vor­monat ist auf Zahlung der Notzuwendungen an die Beamten der Gruppen 1—6 zurückzu­führen. An den ©eneralagenten für Repara­tionszahlungen wurde die für Dezember 1925 fällige Zahlung geleistet und das Erträgnis aus der Beförderungssteuer abgeführt. Im Januar 1926 sind die Einnahmen gegenüber dem Voranschlag stark zurückgeblieben, so daß Einschränkungen auf der Ausgabeseite erfor­derlich wurden. Der Gefanitporsonalstand be­trug Ende Dezember 1925: 711381 Köpfe gegen 729 702 tm Vormonat. Der Rückgang besteht in der Hauptsache in dem Wegfall von Zcitarbeitcrn, die in den günstigeren Jahres­zeiten wieder erscheinen werden.

13 Todesurteile wegen Spionage.

Moskau, 20. Febr. Nach dreiwöchiger Ver­handlung fällte gestern Die Militärkammer des Obersten Gerichtshofes das T o d e s u t e i l gegen 13 Angeklagte wegen militäri­scher Spionage zu Gunsten Estlands und we­gen Vergehens gegen das Sprengstoffgesetz. Insgesamt waren 48 Personen an geklagt, zum größten Teil zaristische Offiziere.

âwzs Meldungen

Wie das Nachrichtenbüro des Vereins Deutscher Zettungsverleger berichtet, hat der Hauptausschuß des Preußischen Landtages heute die zweite Lesung der G ebäudeentschuldungssteuer bc- gnnen. Es wurde beschlossen, die Steuer wiederum wie bisher »Hauszinssteuer" zu nennen. Die Ein­beziehung der Landwirtschaft wurde wiederum be= schloffen, da -diesmal auch das Zsritrrmi geschloffen dafür stimmte.

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Ministerpräsident Briand hat gestern vormittag den spanischen Botschafter Humanes De Lèon und Den italienischen Botschafter Baron Aoczzana enrp- fangen. Der »Iniransigeani" glaubt zu wissen, daß der Ministerpräsident mit dne beiden Diplomaten die Zulassung neuer Mächte zum Böl« kerbundsrat besprochen habe.

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In einer Rede auf dem Jahresbcmkett der eng­lischen Schiffahriskanuner des Vereinigten Königs- rciches erinnerte der Präsident der Kammer, Walter Runciman, mit sehr freundlichen Worten an Die Er­rettung der Besatzung Des englischen Dampfers „Laristan" durch die tapfere Besatzung des Nord­deutschen Lloyddampfers „Bremen". Er sagte u. o., welche Gegnerschaft auch während des Krieges be­standen habe, die Äameradschaft zur See, fei wieder- gekehrt, und indem er im Namen der Schassahri Großbritanniens spreche,. schätze er sich glücklich an­erkennen zu können, daß Deutschland keinen Unterschied der Flagge mache.

Der türkische Außenminister und der ameri­kanische Oberkommissar haben einen Modus vivendi unterzeichnet, wodurch den Ver- e i n i g t o n S t a a t c n auf sechs Monate die Meistbegünstigung gewährt wird. Die Erhöhung der türkischen Zölle findet demnach auf amerikanische Waren reine Anwendung.

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Der japanische Dampfer „Arrow" meldet durch Funkspruch, daß er 1 3 M a n n d e r Be­sa tz u ng des japanischen Dampfers „Tall- Maru" gerettet hat, der seit einem Monat infolge des Stumes auf dem Meere trieb. Neun­zehn Mann der Besatzung, die sich in den Booten entfernt hatten, werden als verloren angesehen.

Sie Deutsche Vereinigung hat im polnischen Senat eine 3 n t e r p c 11 a t i o n m e g c n b c r Verhaftung von Deutschen in Oberschlesien eingebracht- Sie Inter­pellanten fordern darin von der Regierung Be­schleunigung der Untersuchung und energisches Einschreiten gegen jene Zeitungen, die diesen Vorfall zur Hetze gegen die bcutfdx Bevölke­rung benützten.

Aas KM tmd See»,

Frankfurt a. 2tL, 19. Febr. Der Schlicht & werberat Schilling verhandelte mit dem Arbeit kartell und den Angestelltenoerbänden über ben & Haltsschiedsspruch der kaufmännischen ängeftelb. Der Schlichter behielt sich eine Entsck-eidung Sr, nächsten Tage vor. Auch in der Lehrling,^ wurde ohne Entscheidung verhandelt.

Frankfurt a. M„ 19. Febr. Wie verlautet 8 absichtigt die Reichsbahnverwaltung die Einritte,* zweier Fernschnellzüge zwischen Berlin und gtmf furt a. M. und umgekehrt. Die Züge sollen â mals am 15. Mai verkehren. Sie werden nur •» Leipzig und Erfurt halten und bereits nach e(B6 714 Stunden in Frankfurt ein treffen, wo AnM an den Basler tz-chnellzug hergestellj werden U Die Reise Berlin-Frankfurt bürste dadurch m etwa 1% Stunden, die Reise Frankfurt-Aerlln ® etwa 2 Stunden verkürzt werden.

Offenbach, 20. Febr. Am Mittwoch, 24. Felm« nachmittags 4 Uhr, findet im „Stadtgatten" M Pfeil) eine allgemeine öffentliche WirteoersanunlM' des Kreises Osfenbach statt. 5)ieczu hat her M vertretende Vorsitzende des Deutschen Gastwirts«; bandes, Paul Litfin-Berlin, das Referat über, nommen, und wird über die Fragen, die das M wittogewerb« gerade jetzt am meisten interessier« Gomeindebestimmungsrecht, Getränkesteuer, 6$®’, stättengesetz, Konzessionswesen, die Steuerbeb^tm« des Gewerbes, Weiirsteuer- und Branntweui>U nopol-Gesetz usw., sowie die Notwendigkeit des sanrmenschluffes aller Wirte in Stadt und Lai sprechen.

Wiesbaden, 19. Febr. Die enMche DejatzuuM behörde hat das größte Kino am Platz«, ben M fpielpalaft „Wahâ'" mit sämtlichen WirtlchH-, und Erftffchungsräumen beschlagnahmt. Das %» umsaßt etwa 1500 Sitzplätze.

Miltenberg a. M„ 19. Febr. Ein aus der ne<|: zosischen Fremdenlegion entwichener ptngar Star aus Miltenberg namens Hugo Falsch ist am MW wach hier ein getroffen. Nach seinen Angaben fejl’ er sich, als er 1921 in Mainz auf der Suche nié Arbeit war, dort anwerben Er war fast W Ia-hre Legionär und nahm jahrelang an den Käry> fen in Marokko, später in Syrien teil. Im 31» her tonnte er mit zwei weiteren Deutschen wj Palästina flüchten, von ror> alle drei nach Deutschl-r' Heimkehrters.

Alzenav, 19. Febr. In einem Anfall grifft« Umnachtung erschoß sich gestern abend gegen 10 uft in seiner elterlichen Wohnung der 23jährige P«js feuiller WM Höfler von hier. Der bebauemetnent junge Mann war als fleißiger und lebmsftichs Mensch bekannt.

Villlngen, 19. Febr. An der Grenze der @emar. kungen Nußbaä; und Rohrbach befinden sich auf te Höhe Der Fuchsfalle drei Kreuze. Sie kemizeichr« die Stätte, wo die Gefallenen eines erbitterter Kampfes zwischen Napoleon und Oesterreich «ui dieser Höhe ihre letzte Ruhestätte gefunden hâ Nicht weit davon, auf der Gemarkung Nußbach, N unter einem bemoosten GranitbloS das Grab zwsa französischer Soldaten. Ein Kruzifix gibt vm ber Ruhestätte der beiden Gefallenen Kunde. ■

Sterkerade. 19. Febr. Ein Bergmann brachte His' mit einem Revolver seiner Verlobten einen Schis in die Herzgegend bei, entfernte sich unb Mit glelchfaüe eine "Äugel mbte Brust. Grims M W Tattsoll die Auflösung des Verlöbnisses geweftb jm

RundfUNK-ProgramMe.

Frankfurt (470 Mieter) unb Lasset (275 Metech

Samstag, 20 Februar: 3.30—4 Die Stunde d« Jugend: Aus Dem deutschen Liederkranz (LiedsiM träge Frankfurter Schulen). 4.15—5.45 Konzerte Musik aus Bachs Zeit. 5.45-6.15 Die LeseM (für die reifere Jugend): Aus. dem Rvmmi ,w Regulatoren in Arkansas" von Friedrich Gerstä«kk Sprecher: O. W. Shibtmann. 6.15—6.45 --âe M gattsche Bauernhochzeit", Vortrag von Lewin-DM 6.45—7.15 „Die Wirtjchaftstheorien vom Merksi- tilismus bis zur Gegenwart", IV: „Der Soziale mus", Vortrag von Diplomhandelslehrer Ems Bever. 7.15—7.45 Stunde des Südwestdeutsch!" Rodioclubs. 7.45—8.15 Stunde des FrankM Bundes für Volksbildung: „Die körperlichen GruÄ' lagen bet Vererbung". Vortrag von Dr. AM 8.15—9.15 Zeitgenössische Musik. 9.15—1O Orchester Scherze. Anschließend bis 12 Uhr 11«®' tragung von Berlin: Tanzmusik der Berliner FE tapene?

Sonntag. 21. Febr.: 8.30—9.30: IDlorgenfei«. 11.30—12: Goß« Erzieher: Aus den Werken * Friedr. Wilh. Förster — Sprecher: OberregiM Heinz Hilpert. 12—1: Mittagsständchen. „Die Mode im alten Rom", Vortrag von Frau De Kèil. 3.30—4.30: Die Stunde der Jugend. All­dem deutschen "Märchenborn, oorgetr. von der chentantes 4.30—5.30: Konzert: Die Oper der 5.30—6.30: Stunde des Rhein-Main. Verbandes M BoUsbildUng. 6.30: Uebertragüng aus dem FrM furter Opernhaus: „Tannhäuser"" und der SaM krieg aus der Wartburg. Romani. Oper in 3 von R. Wagner. . ,

Montag, 22. Febr.: 3.30—4: Die Stunbe Jugend. „Von fremben Ländern und Völkern , getragen von Lehrer Fr. Voigt. 4.15—5.45: W® Alte Operetten. 5-45—6.15: Die Lesestundè (Die velle): „Der Mexandttt" v. Nikolai Ljeßkow, SM^- O. W. Studtmann. 6.15—6.45: Die BücherstE 6.45—7.15: Stunde der Frankfurter Zeitung- ^-^ Uebertragung aus dem großen Saal des ^' baues: 9. Montagskonzert des Franks. DnWe- vereins.

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Liedes-rama in Frankfnrr a. W-

Frankfurt a. M., 20. Fedr. Heute M kurz nach 8 Uhr erschoß in der Heiligkreuzaa« der 47jâhrige Hafner Anton Odenwälder 13jährige Richte Maria Sagemeiftec. mit 6 er seit Jahren ein Liebesverhältnis unterhm>e hatte. Das junge Mädchen hatte seit kurzes Zeit mit einem jungen Manne ein Verhau« und Odenwälder machte ihr deshalb aus Eiser sucht verschiedentlich vorwürfe und drohte W auch. Das Mädchen ließ jedoch nicht von ve neuen Liebhaber ab. Das Mädchen erhielt ore Schüsse, einen in den Oberarm, einen in » liieren und einen in das Rückgrat. Der A trat nach kurzer Zeit ein. Die Mordkowwi!!^ erschien sofort am Tatort. Odenwälder * flüchtig.