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Aus aller wett.
WSdcheu. die nicht heiraten dürfen.
Dpf.r eines grausamen 2?or riet:#. — We sich die Japanerinnen zu dem Berhângni des Hiiioe Uma Jahres stellen.
Die japani chen Frauen haben sich, rbento wie tbic Geschlechtsgenosnnnen in anderen außereuropäischen Ländern, in den letzt n paar Jadren arün'lich modernifiert. Madame C ry anth mum ist Profeffor. Aerztin, Künstlerin geworden: als St^nompisim erledigt sie die Korreiponoenz ihre» Ebcjs aus der Schreibmaschine, als Aibeilerin geht sie in die Fabrik; tm^um ihre Lebensweise unterscheidet sich keineswegs von jener ihrer europäischen Schwesiern. Sie zieht ihre Folgerung aus dieser Entw'ckluni und aus ihrer tätigen Anteilnahme am öffentlichen Leben, indem sie sich in Klubs zusammen schließt, die do üäudme Gleichberechtigung der Geschleckter und als deren nässte proftiickc Auswirkung das Wahlrecht verlangen. Nur manchmal steigt das Gespeist einer längst über Wunden geglaubten Vergangenheit aus feinem Crab- und wecki die Erinnerung an die Vorurteile einer Jahrhunderte alten Tradition. Die jungen Mâdcken tm Lande der ausgehenden Sonne, die in rem Jadre „©inoe Uma* geboren sind, haben dies zu ihrem Schrecken an sich erfahren müssen. Ein alter Aberglaube, d.ffen Herkunft auch gründlichsten Kennern altjapanvchcrGeschickt lmbekannt ist, behandlet uâm^ick, daß die in einem solch n Jahre geborenen Frauen
ihr«« Gatten Unglück in die Ehe bringen.
Das Jahr Hinoe Uma kehrt mit jedem cinund- sechzigsten Kalenderjahr wieder; da? letzt mal fiel ei mit dem Jahr 1905 zusammen und wirst jetzt wieder seine düsteren Schatten auf die bebauetnsmerten Mädchen diese» Jadrganaes, die miitlermeile da? heiratsiâbige Alter erreicht haben. Bisher konnten sie noch hoffen, daß die jungen Männer ihrer Wahl modern genug sein wurden, auf diesen Aberglauben Nichts zu geben. Aber sie haben sich g irrt; die Herren der Schöpfung haben Angst. .Wir wissen ja mcht', so sagen sie zu ihrer Entschuldigung, »ob der Glaube zu Reckt besteht oder nicht; a er wirum sollen wlr ein Risiko entgehen? Allein schon die Angst, ter Fluch Bane irgendwann einmal in Erfüllung geben, würde unserem Glück im Wege stehen1* Dieser Entschluß ' wz em ganzer Geschlecht von jungen Mädchen in tie-fie Verzweiflung. Ihnen roinft die Ehelosigkeit, die für kUle Japanerin noch viel schwerer zu tragen ist als eine europäische Frau.
Ci« verheimlichen also ibr wahres Atter.
Bon allen Dinge«, so denken sie. muß man Gefallen finden. Das weitere wird sich finden. Der Geliebte wird, bat er enmal Feuer gefangen, Mut Sing anibtingen und sich über den Jrrwadn hinweg- hl Aber auch diele Rechnung ist, wie sich herauS- geftellt hat, falsch. Sobald der Mann die Wahrheit erfährt, zieht er sich zurück.
In früheren Jahrhunderten blieb den Japanerinnen nur her schweigende Verzicht. Heute nehmen die Schwerblütigen ihr Schicksal schön tragischer Älletn tm letzten Sahr haben 300 junge Mädchen aus diesem Grund Selbstmord verübt. Andere wieder, denen bon der Natur ein°'WMHcreS Temperament u.. — J
nttx auf den Weg gegeben worden ist, finden fit, mit I Schröder, indem er das Tor überkletterte,
Mittwoch den 17. Februar
Weisheit in ihr Mißge'chick. Die Tochter bei ele mal gen Ministers Ziko Nami hat off ntlich erklärt sie werde jeden Heiratsantrag ablehnen und sich gan' hrer Tätigkeit im Kindergarten w dm n. Gleichzeiti hat sie an ihre Sckick'alSgenoiiinncn einen warm- ' eizigen Aufruf gerichtet, sich der Emanzipation^ brweillng der Fiaun antuichliesien und dadurch fit die V efreiung ihrer Schwestern von dem Verhän n>s ines grausamen Aberglaubens zu wirken. Das Ser 'Piel dieser tatkräftigen Frau sielt nicht vereinzelt da. Lr. Sakuma, der Lecker eines ärztlichen Instituts in Tokio, zâblt unter feinen 249 Schülern 77 Töbtern des letzten Unglücksj ihres. Ebenso mußten die Schulen, in denen Krankenschwestern herangebildet W »den, den Bestand ihrer Schülerinnen wesentlich erhöhen.
Da» Schicksal dieser vom Leben to schnöde br bandelten Mädchen hat übrigens tm ganzen Land -roße Antcilnadme g, weckt So bat sich eine Gesell- s batt, die sich zum Ziele gesetzt hat, die auf dem freien Willen der Edeschließenden begründete Heirat tm Gegensatz zu den ans nackten Interessen emgegangenen ebelichen Siarbinbungen zu fördern. mit alle, Tatkraft der Bekämv'ung des Borurt. Us ge-
widinet. Mit lirterfiäsung b:r Zcitnnaen bat sie n ganz Japan eine Umfrage veranstaltet, ob fi unter den Ehepaaren des Reiches eine Gatlin befindet, »re in diesem verhängnisvollen Jakr das Lrcht der Welt erblickt nur den och einen Lebensgefährten gefunden habe. Atan versprach denen, die sich auf die Umfrage meiden sollten und die die ängstlichen jungen Männer mit einem Hinweis auf ihre trotzdem glückliche Ede beruhigen könnten, hohe Preise. Als erster m l bete sich em Graf Jshigw o mit der öffentlichen Erklärung, raß er mit seiner Frau» die ebenfalls in dem Hinoe-Uma-Jahr 1844 zur Welt gekommen ist und mit 18 Jahren geh''tatet hat nicht tuen er als 64 außerordentlich glückliche Jahre zu ammengeledi hat. Vielleicht wirb die Ilm rage noch feststellen, da rai ge'ürcktcie Jab.', weit entfernt, seinen Kindern Unglück zu bringen, im Gegente l geeignet ist, eine Ehe umso dauerhafter und glücklicher zu gestalten.
Lin Spionage, und Landesverraksprozetz.
Leipzig, 16. Febr. Wegen Spionage und Landesverrats hatte sich der 24jährige frühere Unteroffizier der Nachrichtenabteilung 2 der Reichswehr in Stettin Paul Schröder aus Alt- ^trelitz vor dem 4. Strafsenat des Reichsgerichts zu verantworten. Er hatte im August 1925 eine Unterschlagung bei seinem Truppenteil begangen und darauf die Fahnenflucht ergriffen. In Mainz wollte er in die französische Fremdenlegion eintreten, wurde jedoch von der französischen Nachrichtenstelle nach Stettin Zurückgeschickt mit dem Auftrag, von seinem Truppenteil Geheimbefehle und andere mili- tärislye Schriftstücke zu entwenden. Dafür sollte er eine Belohnung von 1000 Mark erhalten.
die Kaserne ein und stahl aus dem Llktensckrank in der Schreibstube wichtige Aktenstücke. Ende August wurde Schröder, der wegen Unterschlagung steckbrieflich verfolgt wurde, :“ Griesheim verhaftet. In seinem Besitz
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Griesheim verhaftet. In feinem Besitz fand man noch die gestohlenen Schriftstücke und Akten, die er aus Furcht noch nicht bei der französischen Nachrichtenstelle abgeliefert hatte. Der Reichsanwalt beantragte 6 Jahre Zuchthaus. Das Gericht verurteilte Schröder wegen Vergehens gegen §§ 1 und 3 des Spionagegesetzes, ferner wegen Landesverrats, Verrats militärischer Geheimnisse sowie schweren Diebstahls und Fahnenflucht zu 5 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht.
Ebebruchsdr^mra.
Heilsbroun bei Nürnberg, 16. Febr. Heute nacht drang der Flaschner Arnold, der mit der Ehefrau des Installateurs Klump ein Liebes- oerättnis unterhielt, in das Schlafzimmer des Klump ein und versuchte ihn unter Beihilfe seiner Geliebten zu erdrosseln, Als dies nicht glückte, verletzte Arnold durch Revolverschüsse den Klumb tödlich. Arnold wurde verhaftet. Er gab die Tat zum Teil zu und bezeichnete seine Geüebte als Anstifterin. Diese wurde ebenfalls verhaftet, leugnete aber jedes Mitwissen.
Die Fürstenabfindung in der Berliner Stadtverordnetenversammlung.
Die Berliner Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich gestern mit sozialdemokratischen und kommunistischen Anträgen über die entschädigungslose Abfindung des Hohen- zollernhauses, darunter mit dem Anträge der Koinmunisten, dem Ausschuß zur Durchführung des Volksentscheids 20 0Ü0 Mark zur Verfügung zu stellen. Die deutschnationalen Stadtverordneten verließen bei der Debatte über die Anträge zum Zeichen des Protestes den Sitzungssaal. Die Abstimmung über die Anträge wurde auf Donnerstag vertagt.
Unerhörtes Verbrechen einer Mutter.
Aus Karlsbad wird berichtet: Auf der Strecke der von Falkenau nach Grasliß führenden Lokalbahn fand ein Bahnwärter in der Nähe von Zwodau einen etwa dreijährigen Knaben, der quer über eine Schiene lag und dem die Hände
und Füße mit einem Strick derart gefesse! ren, daß er sich nicht rühren konnte. Der
:lt wa- Wäch-
ter fragte den Jungen, wer ihn hierhergelegt habe, worauf er antwortete: „Meine Mutti". Auf die meitere. Frage, wo diese sei, erwiderte der Kleine: „Die ist um Schokolade gegangen." In der freudigen Erwartung, daß die Mutter mit der Süßigkeit bald kommen werde, blieb der Kleine geduldig liegen. Wenn nicht zufällig der Streckenwärter rechtzeitg hinzugekommen wäre, würde der Junge statt der erwarteten Schokolade den Tod unter den Rädern eines
in I Nachforschungen konnte bisher von der un-
AUstadt-, Hof-Apolheke.
________________________________ Nr. 40 menschlichen Mutter feine Spur entdeckt^ den.
Große Unterschlagungen beim Berliner Magistrat.
Die Berliner Stadtinspektoren GerhM Gottfried Schulz und Simon haben, wie S Blätter melden, die Stadt Berlin um qJ Summen geschädigt dadurch, daß sie M Kassenquittungen für die Entrichtung Z Grunderwerbs- und Wertzuwachssteuer g»-. fertigten und die gezahlten Steuerbeträge u aneigneten. Dem „Berl. Tageblatt" sollen die veruntreuten Summen mehr Z 54 Million Mark betragen. Alle drei 3jeaitlj sind flüchtig geworden und ins Ausland eti, kommen. Die Staatsanwaltschaft hat Hi^ die Flüchtigen Steckbriefe erlassen.
Brand in einem Newyorker Wolkeukraher.
Newyork, 16. Febr. In den Räumen d» Versicherungsgesellschaft Equitable Buildi^; ist ein Brand ausgebrochen, der einen Schad«, von ca. 60 000 Dollar verursacht hat. Niemes wurde verletzt.
Tödlicher Unfall-
Sprockhövel, 16. Febr. Nach einer Blatt» Meldung stürzte in der letzten Nacht ein Steiget der mit feinem 5jährigen Kind noch auf d» Wege zu einem Besuch war, in einen 25 ffiets tiefen Steinbruch und blieb dort tot liegen Das Kind hörte man morgens gegen 5 M wimmern. Es war an einem Strauch hinaet geblieben und konnte gerettet werden.
Die Sturmkatastrophe auf Madagasgar,
Paris, 16. Febr. Das Kolonialministeri« veröffentlicht die aus Madagaskar eingetro^ nen Berichte über den Wirbelsturm, der an 30. Januar die Insel heimgesucht und ft» der Hauptortschaften so gut wie vernichtet HL Die Ernte ist zum Teil vollständig verlorn Am 15> Februar wurde die Zahl der Toten am 50 beziffert. 2000 Stück Vieh sind umgeh® men. Der Schaden beläuft sich auf etwa fein Millionen Franken-
OvEt-LtaGstthte«.
Ende des Breslauer Sechslagereuueus.
Das endgültige Ergebnis im Breslauer CèP tagerennen stellt sich wie folgt: 1. Ban fiettgxit Fejab 889 Punkte, 2- Persyn.Berschelden 712 Pâ 3. Rieger-Knappe 670 Punkte, 4. Tonani-Olivèii,
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