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Mittwoch bin 17. Februar
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"H»kfurl! a. M., 16. Febr. In der heutigen Ehrung im Schauspielhaus „Der fröhliche Wberg" wurde eine Stinkbombe geschleu- durch die eine Dame verletzt wurde, so- sich in ärztliche Behandlung begeben
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Mainz, 16. Febr. Die deutschnationale «ainzer Tageszeitung" wird am 1. März ihr i Weinen einstellen.
' Deilburg, 16. Febr. Im nahen Dorfe Fal- imbach ^^ sich vor etwa 14 Tagen eine Frau lj{Ii eines unglücklichen Kuhkaufes mit einem Asiermesser den Hals durchschnitten und war leiblutet. Ihr 40jähriger Sohn, der Landwirt bst, versuchte nun am Samstag ebenfalls freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Er sprang â unbekleidet aus dem oberen Stockwerk eines Hauses und dann in die Lahn. Vorbei- Bmende Rottenarbeiter konnten ihn jedoch «sch retten und in Sicherheit bringen. Er hat mehrere Rippen gebrochen und eine schwere fHverletzung zugezogen.
âreuzuach, 16. Febr. Seinen schweren Verletzungen erlegen ist im hiesigen Krankenhause der Gastwirt Zuckweiler aus St. Alban, der in Gemeinschaft mit der Polizei bei einer Schlägerei in seinem Sandaale Ruhe stiften wollte und dabei lebensgefährliche Messerstich- kvunden erhielt. Der Messerheld befindet sich in Haft.
Mayen, 16. Febr. Ein Autobesitzer aus einem Nachbarort wurde auf der Heimfahrt »on einer Krankenschwester gebeten, sie mitzu- nehmen. Die Schwester war schon eingestieaen und hatte die Tasche neben sich auf den Sitz gestellt, als der Autoführer bemerkte, daß die ! Schwester Männerschuhe trug. Er bat darauf- hin die vermeintliche Schwester, noch einmal nachzusehen, ob das Schlußlicht brenne und stchr dann schleunigst davon. Beim Oeffnen der Tasche wurde ein Nummernverzeichnis von Autos und ihren Besitzern und Betäubungs- mittel vorgefunden. Von dem unheimlichen Fahrgast fehll jede Spur.
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(Unter Verantwortung des Einsenders.)
Die neue Bauordnung des Landkreifes.
j Der Regierungspräsident in Cassel hat am i September v. I. eine neue Bauordnung erlassen, f Sie ist am 10. Oktober o. I. in Kraft, die seither gül- f tigen Bauordnungen II und HI außer Kraft ge- [ freiem Im allgemeinen war man nicht gerade böse, die in vielfacher Beziehung veralteten Bestimmungen der seitherigen Verordnungen aufgehoben werden sollten, aber man hatte gehofft, daß die neue Verordnung der Not der Zeit angepaßt und dazu beitragen würde, die Bautätigkeit durch erleichternde Bestimmungen zu fördern. Zu dieser Annahme war Mn 'umso mehr berechtigt, als gerade das Bau- Handjpeck durch die Wirkungen des Krieges besonders schwer gelitten hatte und einer nachhaltig« Unterstützung bedarf und vor allem die Errichtung von Bauten, Wohnhäusern zur Behebung der Wohnungsnot zu ermöglichen.- Und wie erfüllt nun die neue Bauordnung diese Hoffnungen? Um es gleich sh sagen: sie erfüllt sie nicht und übertrifft noch die schlimmsten Befürchtungen der größten Pessimisten. Wenn in den Jahren »ach dem Kriege dem deutschen Volke eine Steuer nach der anderen auf- erlegt wurde, so hat es sich damit abgesunden, weil 65 sich sagte, es muß sein. Hier aber, bei der neuen Bauordnung, wird die Frage: „Mußte das sein?" mit
Was „Schlager" einbringen.
Immer wenn ein neuer Foxtrott oder Shimmy seinen Weg durch die internationalen Dielen und Tnnzräume macht, hört man, falls es ein „Schlager" geworden ist, welche große Summen er dem Verleger und den geistigen Vätern gebracht hat.
Diese Sucht nach dem Modetanzlied ist keineswegs ein, Produkt der Nachkriegszeit. Die „Schla- gerfeuche" hat schon vor dem Kriege geherrscht, und nahmen solche Schlager ganz merkwürdige ivandlungen und Wanderungen durch die Welt vor. Besonders häufig wanderte das Berliner Fabrikat nach Wien und Paris, wo es dann allerdings im Dexte örtlich angepaßt werden mußte. Der einst an der Spree so populäre Gastenhauer „Komm. Karlineken, komm, wir woll'n nach Pankow geh'n" gipfelte an der Donau in die Auffordrung: „Wir woll n nach Nußdorf naus". Der französische Ueber- W Mes literarischen „Meisterwerks" hatte daran ue Kleinigkeit von 10 000 Frank verdient — und War hochwertige Frank der Vorkriegszeit — und "l^er kam nicht schlechter fort. Wenn auch ■u immer den Importeuren dieser literarischen - Ölpflanzen ein so hübsches Sümmchen blühte, L achten andere Schlager doch auch ganz ansehn- h ; finanzielle Einnahmen. Das Tanzlied „Ist i> kein Stuhl da für meine Hulda?" gefiel in ? 15 nicht minder wie in Berlin. Bei einer Aus- -â Bon 300 000 Exemplaren hat es den franzö- J , "Entdeckern" einen Reingewinn von 200 000 reiA Fracht. Der „Kleine Cohn" hat in Frank- ■M "lcht f° „gezogen" wie bei uns; „Monsieur bie dachte es „nur" auf 150 000 Exemplare, M ^nrmerhin ganz netten Reingewinn von
. Arant abwarfen. Was will das aber gegen bei- Untschen Erfolg dieses Gassenhauers besagen, kletierte!^ C'ncr Auflage von 3 Millionen empor- r ®Q^ Umgekehrte, daß ein ausländischer Gassen- ü0 rn Deutschland populär wird, kommt seltener ai.«’ englische Gassenhauer „Ta-ra-ta-boom-de- tn zu den wenigen, die eine Zeitlang auch Cn./"tfchland in aller Munde waren; während in brn», "iehrece Millionen abgesetzt wurden, vcrkn u10 deutsche Uebersetzung immer noch 225 000 «Senff s ^emplare. Die „Gigerlkönigin", die Muffn ^t'scher Herkunft ist, hat in Berlin eine von einer Viertel Million erlebt, während
einem glatten Nein von allen Beteiligten beant- 1 nahmen find Szenen geschaffen, die vom Zuschauer wartet. Nicht nur von den Unternehmern, den mit herzlichem Lachen quittiert werden. Der Besuch
Maurer- und Zimmermeistern, sondern auch von
namhaften Architekten und besonders von dem bauenden Publikum und unter diesem besonders von der ländlichen, vor allem der bäuerlichen Bevölkerung, deren Interessen schwer geschädigt werden. Konnte die veranwortliche Stelle nicht voraussehen, welche Wirkungen die Bauordnung haben mußte? Heute heißt es, so einfach bauen wie nur möglich, das heißt sparen, sparen und noch einmal sparen, wenigstens für den einfachen Mann. Die furchtbare Wohnungsnot, in der sich viele Tausende arme Menschen befinden, zwingen manchen Familienvater zu dem Entschlusse, sich ein Häuschen zu bauen. Er hat einige mit unendlicher Energie und unter größten Entbehrungen für sich und seine Familie zu- sammengosparte Groschen, er besitzt vielleicht einen Bauplatz und unter seinen Verwandten und Freunden einige Bauhandwerker, die ihm versprachen, beim Bau in selbstloser Weise zu helfen. Nun läßt er sich eine Zeichnung unfertigen und stellt Bauantrag. Doch was erlebt er da? Nach einiger Zeit erhält er zwar nicht die nachgesuchte Bauerlaubnis, wohl aber die Mitteilung vom Bürgermeister, daß der Bauschein nicht erteilt werden könne, weil fast ein Dutzend Bauvorschriften dies nicht zulasse. Der Bauplatz sei ungeeignet, er sei nicht groß genug, auf die Grenze dürfe das Haus nicht gestellt werden, freistehende Brandmauern feien verboten, das Aeußere entspreche nicht in ästhetischer Beziehung zu stellenden Forderungen der Bauordnung, der Brunnen sei nicht mindestens 10 Meter vom nächsten Stall entfernt usw. Der Bauherr traut seinen Augen nicht, er opfert einen Tag, fährt zum Bauamt und bittet um Auskunft. Dort werden ihm die Paragraphen der neuen Bauordnung vorgelesen und es wird ihm gesagt, daß man'leider nicht helfen könne, denn die den Bauämtern erteilten Weisungen gestatteten es nicht mehr, wie seither den Wünschen der Bauenden entgegenzukommen. Verärgert geht dec Bauherr nach Hause. Auch wir sind der Auffassung, daß Verunstaltungen vermieden werden sollen, aber man muß doch fragen: Ist es bei der heutigen Notlage zulässig, daß nur ästhetische Gesichtspunkte maßgebend sind für die Ablehnung eines Bauantrages? Ist die Baugenehmigungsbehörde nicht verpflichtet, die Errichtung von Bauten zu fördern, statt sie zu hemmen? Muß sie nicht Forderungen in städtebaulicher Hinsicht (so heißt jetzt das Schlagwort) zurückstellen, gegenüber der harten Notwendigkeit, billige und gesunde Wohnungen zu schaffen? Und, so fragen wir weiter, muß die Behörde unter Beachtung dieser zwingenden Forderung nicht alles vermeiden, was die Bautätigkeit hemmen könnte? Jawohl, hemmen, denn es haben bereits einige Bauherren, ihre Absicht zu bauen wieder aufgegeben, aus Aerger über die ihnen gemachten Schwierigkeiten. Die Unzweckmäßigkeit der Bestimmungen wird allgemein erkannt und die gesamte Bevölkerung erhebt die Forderung auf schleunigste Beseitigung der unhaltbaren Bestimmungen der neuen Bauordnung. -''^^lMil >
Ssn dev Mmsbührte.
* Central-Theaker. Nur noch heute laufen die zwei Filme „Carnevalsrausch" und „Auf nach Jllustrien". Der erste Film behandelt in mehr krimineller Form das Erleben einer reichgewordenen Frau. In elegantesten Räumen wird Fasching gefeiert und die Regie leistet sehr Gutes. Nicolai Rollin und H. Kovanko, zwei routinierte Schauspieler, zeigen erste Leistungen. — „Auf nach Illu- strien" ist ein verfilmtes modernes Märchen in echt anrerikanischer Aufmachung. Durch gute Trickaus
in Paris ungefähr die gleiche Auflage in französischer Uebertragung verkauft wurde. Das schöne Komzaksche Lied „Das Märchen" mußte sich die Umarbeitung zum „Schlager" gefallen lassen. Es erlebte als der berühmte „Pflaumenwalzer" seine volkstümliche Auferstehung und brachte es zu einer Auslage von 400 000 Exemplaren. Komponist und Verleger haben einen Nettoverdienst von 250 000 Mark gehabt. Das musikalisch ganz hervorragende Originalwerk hat Komzak — 150 Mark eingetragen. Muse, verhülle beschämt dein Haupt!
Sie haben keine Jett.
Eine Anekdote von Iustus Liebig.
Eines Tages sollte für die Vorlesung am nächsten Morgen eine größere Menge fester Kohlensäure hergestellt werden. Bekanntlich geschieht die Ueberführung des Kohlensäuregases in flüssigen und festen Zustand unter Anwendung einer starken Kompressionspumpe. Hierbei hatte ein Jahr vorher eine Explosion statt gefunden, durch welche der Pumpenzylinder gesprengt und der mit dem Pumpen beschäftigte Mann verletzt worden war.
Der berühmte Chemiker Justus Liebig sagte zu seinem Assistenten:
„Bitte, stellen Sie doch für morgen eine größere Quantität fester Kohlensäure her. Ich muß heute ausgehen."
Der erste Assistent ließ den zweiten kommen:
„Wir brauchen morgen für die Vorlesung eine größere Quantität fester Kohlensäure, Sie besorgen wohl die Sache. Ich habe heute einen notwendigen Gang."
Der zweite Assistent wandte sich an den Laborv- toriumsdiener:
„Müller, Sie müssen heute nachmittag ein größeres Quantum fester Kohlensäure herstellen. Sie wissen ja, mit der Pumpe unten im Keller. Ich habe heute eine dringende Abhaltung, ich muß ausgehen."
Dec Laboratoriiimsdiener ging zu dem Heizer im Kohlenkeller:
„Kulicke, ich muß heute sortgehen, um für den Professor Besorgungen zu machen. Pumpen Sie doch schnell mal die Kohlensäure im Keller, ich habe alles vorbereitet."
Punkt nachmittag um 5 Uhr erfolgte eine ungeheure Detonation. In allen Stockwerken werden die Türen geschlagen und Personen stürzen die Treppen herunter.
dieser Filme ist zu empfehlen.
OsBEshLe MMmMien.
Der beleidigende Kutz.
In einem Budapester Weinlokal fp elt- sieb während ^cr Silvesternacht eine h-weate Szene ab, deren letzte kkoree jetzt in einer Gerickteverban^luna v-rballen. Die Sacke kam 'o: Während die Iaz?»Band ihr Zellen ertönen ließ und ansehnliche Mengen alfobo- lifcfur ftlfvfiaMten getrunken wurden, erhob sich plötzlich msit n aus der Gäsieschar, hi" schon in reckt gehobener Stimmung war, der Student Bela Kaldo- von seinem Platz, ging zum Rackvartilch. an dem her Lederbändler Koloman Jâvor mit feiner Gesellschaft 'n vergnügter Stimmung saß, erhob sein Glas und rief durch den Saal:
„Ein .Hoch den schönen Frauen!"
An diese verb-ndlicke Ansprache schloß er eine R-de su Ehren de? neuen Jahres, in der er die wicktiae Rolle, die er dem schönen Geschlecht in feinem künftiaen Leben zunednckt halte, eingehend bervorbob. Da>" neiate er sich m t e-ner plötz'ichen Bewegung mr jnc n Gattin de? Lederhändstrs un" küßte sie, indem er sein „Proaramm" sogleich in d-e Tat umfttzte Woroushin es zu einem großen Tumult kam. — Ko'oman Jâvor sprang von seinem Sessel empor und verabreichte Mm Bewunderer der schönen Frauen eine febaffente Ohrfeige. Zu weiteren Au?- einandersetzungen ließen es die b-rbc!geeilten Säfte des Lokals nicht kommen. Der Student kam wegen -es Suffe”, der SeMrbänbler wegen der Ohrfeige vor das Budapester Strafgericht. Hier erklärte der junge Mann neringfehäb'o, der Lederhändler fei ein fetaer Spießbürger, der sich mit ihm nicht duellieren wolle. Er sei übrigens an Silvester dermaßen angeheitert gewesen, daß er sich der Geschelw'sse jener Rächt aar n cht mehr erinnern könne: alles die?, auch die Ge- 'chichte mit her Ohrfeige habe er erst viel -pater von einem Freund erfahren. — Der Le erhändler erklärte- „Ich fühle mich unschuldig, was ich tat, ist verständlich, und jeder andere hätte an meiner Stelle ebemo gehandelt." — Als die Zengen vernommen wurden legte die „beleidigte" schöne Frau errötend ihr Zeugnis ab.
Und dann sprach das Gericht den Rechtshörer Bela Kaltor einer groben Ebrcnbeleidigung schuldig, weil er ein- Dame in der Oeffentlickkeit „gegen ihren Willen" geküßt hohe. Seine Entschuldigung, er sei b t' unken gew sen, könne als ftrafmilbernb nicht berücksichtigt werden, weil ein Gentleman einer Dame gegenüber die gekellschastbche Form und Rücksichtnahme in jeder Situation bewahren müsse.
Das Urteil lautete auf zwei Millionen Kronen Geldstrafe. Der Ledertändler aber wurde freigesprochen. wè>l feine Tat nur durch die rechtswidrige uns herausfordernde Art de? Angeklagten hervorgerufen worden ei, er also in „Notwehr" gehandelt habe.
„Haben S.e das Urteil verstanden?' fragte der Rechtsbörer.
„But' schön, Herr Richter", lautete die Antwort, „ich bin der Ansicht, daß das
ein bitzchen viel ist für ein bißchen Küssen
— und warum soll ein Kuß überhaupt eine Ehren- M^**i <D-.Hch.b-ch ie. Miete J^ute tagiiM
„Nun ja," sagte da der Richter unter allgemeiner Heft rieft des Piiblikums, — „nur gelangen alle diese Küsse nicht zur Anzeige!"
Rundfunk-Programme.
Frankfurt (470 Meter) und Cassel (275 Meter).
Mittwoch, 17. Februar: 3.30—4 Die Stunde der Jugend: Aus dem Buch der Sage und Geschichte, vorgetragen von Herrn Rektor Wehrhan. 3.30—5 Konzert: Glinka 5—5.30 Di« Bücherstunde 2. 5.30 bis 6 „Unter Kammerunnegern", Vortrag von Frau
Da standen der Herr Professor, der erste Assistent, der zweite Assistent und der Laboratoriums- diener vor Kulicke, der zum Glück ohne Schaden geblieben war. Kulicke wischte sich gleichmütig die Stirn:
„Ich denke, die Herren sind alle ausgegangen!" Liebig, der die Lage sofort durchschaute, gab dem Heizer ein großes Trinkgeld:
„Hier, Kulicke, stärken Sie sich nach Ihrem Schreck und gehen Sie nun wenigstens aus."
o Skadklheaker. Aus dem Theaterbüro wird
uns geschrieben: Heute Mittwoch, nachmittag 3 Uhr, findet die letzte Kindervorstellung des entzückenden Kindermärchens „Bas tapfere' schwollene Nase. Schneiderlein" zu kleinen Preisen statt. Abends -'-"^" t^"1 7% Uhr gelangt die große Oper „Carmen" von Georges Bèzet mit Frl. Nadine Galla in der Titelpartie zur Auffiihrung. Dieses Werk wird als 22. Vorstellung im Freitag-Abonnement am kommenden Freitag, abends 7% Uhr,
wiederholt. Am Samstag, abends 8 Uhr, wird der urkomische Schwank „Die drei Zwillinge" von Impekoven und Marthern zum letzten Male in Szene gehen.
o Ein 'Bottrag über Sichtbarmachung des Krebs- erregers. In der Berliner Mikrobiologischen Ge- sellschaft hielt vorgestern Dr. Josef Schumacher einen Vortrag über den Krebserreger. Er erklärte, daß ''e bisher angeblich sichtbar gemachten Krebserreger einer näheren Prüfung nicht haben standhalten können. Unter Berücksichtigung des eigentümlichen Stoffwechsels im Krebsgewebe sei es ihm gelungen, einen Erreger sichtbar zu machen, der in so ungeheurer Menge vorhanden sei, daß er etwa ein Zehntel der gesinnten Krebsmass« ausmache. Der letzte Nachweis der Züchtung des Erregers fei allerdings noch nicht gelungen.
o Friedrich Jennet gestorben. Der bekannte hes- sische Landschaftsmaler Friedrich Fennel ist gestern morgen nach kurzer Krankheit im Alter von 54 Jahren gestorben.
o Am das hessische Laudeskheaker. Darmstadt, 15. Febr. Der Finanzausschuß des Landtags beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit dem Kapitel „Dandestheater". Die Anträge der Kommunisten und Bauernbündler auf Streichung des Staatszuschusses von 438 000 Mk. wurden abgelehnt, dagegen ein Antrag Dolp auf Streichung von 19 000
Dr. H. Elbert. 6.15—7.15 Stund« des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung. 7.15 bis 7.45 Schachstunde. 7.45—8.15Beamten-Fortbildungs- kursus. Referent: Dr. Fritz Neumark. 8.15—9.15 Uebertragung von Cassel. 9.15—10.15 „Gentz und Fanny Elßler", Drama von Jakob Wassermann
Donnerstag, 18. Februar: 3.30—4 Die Stunde der Jugend: Herz'ge Geschichten von heiligen Pflichten, vorgetragen von Mittelschullehrer W. Klöppel. 4.15—5.45 Konzertt Neue Tanzschlager. 5.45—6.15 Die Lesestunde: Aus den „Briefen aus der fr an« zösifchen Revolution" von Rëtif de la Bretonne, Sprecher: O. W. Studtmann. 6.15—6.45 Uebertragung von Cassel. 6.45—7.15 Funkhochschule (Sozialwissenschaft): „Hauptbegründer dec Elektrizitätsindustrie (Werner v. Siemens, Emil und Waller Rathenau)", Vortrag von Prof. Dr. Küntzel. 7.15 bis 7.45 Italienischer Sprachunterricht. 7.45—8.15 Stunde der Frankfurter Zeitung. 8.15—9.15 Alt- italienische Musik. 9.15—10.15 Zeitgenössische italienische Musik. Anschließend bis 12 Uebertragung aus Berlin: Tanzmusik der Kapelle Rapèe.
Freitag, 19. Februar: 3.30—4 Die Stunde der Jugend: „Ernstes und Heiteres aus Beruf und Leben", Führung ins Berufsleben durch Mitglieder des Städtischen Berufsamtes: „Laßt uns Häuser bauen", Vortrag von Burkhardt (für Kinder vom 13. Jahre ab). 4.15—4.45 HausfrauennachmittcH. 5.45—6.15 Die Lesestunde (Briefliteratur): Aus den Briesen der Günderode. Sprecher: O. W. Studtmann. 6.15—6.30 Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 6.30—6.50 Zwanzig Minuten Umschau über die Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 6.50—7 Film-Wochenschau. 7 Uebertragung aus dem Frankfurter Opernhaus „Der fliegende Holländer", Romantische Oper fit drei Auszügen.
Ssveine, Veviammlunseu.
1 Turngemeinde (Gesangsabteilung). Heute abend l/29 Uhr Singstunde.
* 1. H. F. C. 93. Die A.-H^Spieler wollen sich heute abend ‘/29 Uhr vor dem Vereinsabend im Club- lokal zu einer wichtigen Besprechung einfinden. 212
* Gesangverein Tonblüthe. Heute abend pünkt
lich 8h, Uhr Singstunde. 211
* Deutsch-Nationale Frauengruppe. Alle Mitglieder beteiligen sich an den Darbietungen des Verbandes ländlicher Hausfrauen am 18. und 19. Febr.
in der Centralhalle.
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„Mchfe" und „Schuhcreme". Noch vor zwanzig Jahren benutzte man zum Schuhputzen fast allgemein „Wichje", obwohl diese u. a. Schwefelsäure enthält. Man war zufrieden, wenn der Schuh nur blank wurde, wunderte sich aber, wenn das Leder nach einiger Zeit angegriffen ausfah. Heutzutage verwendet man „Schuhcreme", die nicht nur Glanz erzeugt, sondern gleichzeitig das Leder weich und geschmeidig erhält. Freilich wird auch manch minderwertige Schuhcreme, die dem fieber schadet, an« gepriesen und deshalb sollte die kluge Hausfrau nur ein solches yahnfat betrugen, bei dem schon der gute Ruf des Herstellers für die Qualität der Schuhcreme Bürgschaft leistet Di^ größte Fabrik Deutschlands zur Herstellung von Schuhcreme sind die Erdal- Werke in Mainz, welche mehr als 1000 Arbeiter beschäftigen. Jährlich können 150 Millionen Dosen Erdal hergestellt werden! In ganz Deutschland ist Erdal die Lieblingsmarke der praktischen Hausfrau geworden und auch am hiesigen Platze kann man Erdal Marke Rotfrosch in jedem einschlägigen Geschäft erhalten.
Mark angenommen. Ferner wurde mit 10 gegen 3 Stimmen ein gemeinsamer Antrag der Deutschen .Vclkspartei, der Sozialdemokraten und der Demokraten angenommen, wonach das Hessische Landestheater mit Ende der Spielzeit 1926/27 zu schließen sei, wenn die Stadt Darmstadt eine Erhöhung ihrer Beteiligung auf 45 Prozent ablehnen sollte. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde ein Antrag des Abg. Birnbaum, dem Gießener Stadttheater einen Zuschuß von 10 000 Mark zu gewähren, mit 8 gegen 3 Stimmen abgelehnt.
Humor.
Die kranke Hofe. Hein Butenschön hat eine M-
.Wie ist das so schnell gekom-
men?" fragt der Arzt. — „Das weeßj nich, Herr Doggdr." — „Und wie lange haben Sie das?" — „Seid gesdern nachmiddam. Awr swird eegrk schlimmr." — „Geh'n Sie nach Hause und lasten Sie sich von Ihrer Frau eine Kaffeetasse mit recht warmem Oel zurechtmachen. Da stecken Sie Ihre Nase — so heiß Sie es vertragen können — hinein. Dreimal täglich zehn Minuten. Dann mir« es schon wieder bester werden." — Am nächsten Morgen geht Butenschön an das erste beste Telephon und ruft den Arzt an: „Sachsne mal, Herr Doggr, ich wollddst noch was frachn: gannch wich for meine Nase enne Subbnderrine nahm, inde Kaffedasse griechjse näm«
sich nich mehr nein!"
Anter Ehemännern. „Nanu, Anw yrau ist ick garnicht wiederzuerkennen. Früher hat sie sich überhaupt nicht um die Wirstchaft gekümmert und jetzt kommt sie garnicht mehr aus der Küche heraus? Wie haben Sie denn das fertig gebracht?" — „Ich habe nur einmal zu unserem Mädchen „Du, Marie!" gesagt, seit der Zeit ist meine Frau nicht mehr au« der Küche zu kriegen." — „Nein, da ist meine Frau nun ganz anders. Der ist die ganze Wetschaft vollkommen schnurz. Ich kriege sie jeden Tag überhaupt nur eine halbe Stunde zu sehen." — „Aber das ist ja schrecklich!" — „Wieso? ’ne halbe Stunde ist doch schnell "rum!"
Pietät Frau Huber: „Haben S' nun Ihre Radioanlagen bei der Behörde angemeldet?" —- Witwe M^er: „Nein, so lange ich um meinen verstorbenen Mann trauere, bleibe ich Schwarzhörer."