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AanauHS MainbezirssmeMex

Dee Gies dee GeeeBtisseit.

Das Karlsruher Urteil.

Muf die Berufung des Hanauer L je 1893 hin wird das Urteil der Bezirksbehörde ausgehoben. Das Spiel eom 22. November 1925 Fußballsporkverein Zrankfurk Germania 94 Frankfurt ist für Fußball­spo rtverein als verloren und für Germania 94 als gewonnen auzurechneo.

Sanou 33 unterliegt dem FutzbaMport- Dcrcin Frankfurt a. M. mit 0:2 (0:1).

Der entscheidende Tag war herangebrochen. Um die Mittagsstunde schon sah man die Anhänger der Echen" Elf in Scharen zum Westbahnhof m, um ihren Erwählten das Geleste zu geben, angelegte Sonderzug war bald besetzt und ' ktlich um 1 Uhr setzte er sich in Bewegung, sternde Fähnchen in den 93er Farben zeigten am Fenster. Ernst, doch siegesbewußt war die bewußt der Schwere der zu lösenden Aufgabe. Ät Frankfurt stand olles im Banne des großen Ereignisses. Blau-schwarze Fähnchen überall. Eine Tram folgte der anderen, dicht besetzt. In unaufhörlicher Folge surrten die Autos vorbei, alles blau-schwarz. Es mögen 12000 Menschen gewesen sein, die den prächtig hergerichteten Platz in Born- hestn aufgeregt umsäumten. König Fußball trium­phierte. Je weiter der Zeiger der Uhr vorrückte, desto erregter gebärdete sich die Menge. Ein schwarz-blaues Fahnenmeer umwoche den Platz, nur ganz vereinzelt sah man die weißen 93er Fähn­chen. Do plötzlich setzte Beifallsklatschen ein, Hanau betrat bei Plan. Kurz darauf ein wahrer Orkan, be­geisterte Zurufe, freubiges Winken. Bornheim hat das Feld betreten. Ein paar Augenblicke sind ver­gangen, ein kurzer Pfiff. Schiedsrichter Hermann- Ardwrgshafea, ganz in Grün, blies zum sammeln. Die Spielführer losen, Karl entscheidet sich für die schwierigere Hälfte. Das große Ringen beginnt mit Anstoß Ler Frankfurter, die in folgender Aufstellung

ihn nicht mehr mit dem Kopfe und schlägt un­nötigerweise mit der erhobenen Hand nach dem Balle. Strafftoß für Frankfurt, hart an der Straf­raumgrenze. Das Verhängnis nahm seinen Gang. Pache, der Strafstoßspezialist, legt sich den Ball, ein Anlauf und mit ungeheuerer Schärfe geschossen sitzt der Ball im Kasten. Steinebach versucht ver­gebens den knapp über dem Erdboden dahinsliegen- ben Ball zu meistern. Er berührt chn zwar, aber er war zu scharf getreten. Frankfurt führt in der sechsten Minute mit 1:0. Tosender minutenlanger Beifall setzt ein. Unentwegt spielt Hanau weiter. Ein Strafstoß für Hanau wird gut aufs Frankfurter Heiligtum getreten, doch ein Ausnützei, dieser Chance durch eine höchst zweifelhafte Absestsent- scheidung vereitelt. Ein paar Minuten drängt jetzt Sportverein. Poche schießt gut, doch ebensogut wehrt Krebs ab. Karl, sich etwas im Hintergrund haltend, nimmt die Abwehr von Krebs auf und gibt eine weite Vorlage zum Linksaußen. Reitz sperrt diese geschickt ab. In der dreizehnten Minute erzü Hanau die erste Ecke. Einen plazierten Rollschuß Röthardts hält Krieger bedrängt am Boden. Eine zweite Ecke Hanaus wird abgewehrt. Klingler geht durch. Seinem Durchbruch wird durch einen uner­klärlichen -strafftoß für Frankfurt ein Ende be- reitet. R. Strehlke gibt bald darauf von der Linie scharfen Ball aufs Tor, den Steinebach Ecke für Frankfurt lenkt. Sie verläuft Abwehr von KrAr

Ein

en elt

Demgegenüber stellten sich die 93er in gewohnter Aufstelmng mit «Steinebach, Krebs, Schlett, Rothardt, Krieger, Hoffmann, Klingler, Schnorr, Karl, Rotharht, Krause. Der Anstoß Frankfurts wird gleich abgefangen und der Ball kommt vors Frank, fürter Tors Karl probiert sich im Schießen. Knapp vorbei geht der erste Ball. 93 findet sich gleich gut zusammen. Einen Strafstoß aus weiterer Stufet«

aus einen

burd^gute Abwehr von Krebs ergebnislos. Jetzt Sstch Lretteville von etwas unangenehmer s. Waldschmidt hat einen Ball aufs Tor ge­geben, Steinebach hält, der Norweger geht den Tor­wächter scharf an. Hanaus Spleler drohen, der Schiedsrichter greift ein. Kurz darauf verfehlt Waldschmidt in aussichtsreicher Stellung eine gut gegebene Vorlage. Eine unsichere Fußabwehr Steinebachs zieht keine ernstere Folgen nach sich. Bei einem Borstoße Hanaus schießt Röthardt im Wenden sehr gut, doch Krüger hält sicher. Einen schönen Angriff der 93er weiß Wallishausen durch Händemachen tm letzten Augenblicke zu zerstören. Der dafür verhängte Strafftoß geht ins Aus. Als Bretteoille im Strafraum mit der Erde Bekannt­schaft macht, setzt ein großer ^Lntrüstungssturm beim Publikum ein. Ein von 2L Strehlke schön aufs Tor gegebener Ball wird von Krebs etwas unglücklich zur Ecke abgelenkt, die Arnold ausköptt. Einen von Pache gut aufs Tor getretenen Strafstoß schießt der größere Strehlke wieder knapp vorbei. In der 43.

t sicher. Einen äshaufen durch

rumg tritt Krebs scharf aufs Tor. Krüger wehrt den Ball ab und Pache rettet enhgültig. In der fünften Minute wäre 93 bald zu einem Erfolgs gekommen.

Karl

an

diesen

Minute Eckball für Hanau. Großes Gedränge mit abschließendem Schusse von Röthardt, der mied- zur ergebnislosen Ecke gewehrt wird. Nach 2% Minuten Verlängerung ist Halbzeit. Nach Wieder­beginn übernimmt Hanau das Sommanbo. Krieger hält einen Schuß Schnorrs gut im Fallen. Rothardt schießt wuchtig, viele Beine hindern den Ball am Erreichen seines Zieles. Frankfurt kommt gut vor. Steinebach muß in der siebten Minute am Boden

lerum

zeigt die Bornheimer «n Hanaus ivplethätits. Höch t nas «Piel ntmnu erregtere yormen an. Klingler wird der Ball noch vorne gegeben. Schlett erreicht | schießt aus aussichtsreicher Stellung daneben.

Einige Fehlentscheidungen des Schiedsrichters wirken beunruhigend auf die Hanauer Mannschaft. Bei einem gefährlichen Angriffe Hanaus köpft Wallishausen in Bedrängnis aufs eigene Tor, Krieger hält sicher. Mehrere schöne Durchbrüche der rechten Hanauer Seite ergeben gefährliche Mo­mente. Schars schießt Krause nach einem solchen da­neben. Bei einer Kollision Krieger-Gattermann schreit die erregte Menge fanatisch. Ein regelrechtes Angehen des Torwächters seitens Karl ahndet der Schiedsrichter mit Strafftoß, wie er überhaupt jede regelrechte Behinderung der Torwächter abpfeift. In der 18. Minute erzielt Hanau eine erfolglose Ecke. Einen Abwehrkopfball Paches nimmt Krebs aus der Lust an und schießt scharf aufs Tor. In der 25- Minute setzt der Hanauer Sturmführer einen Pracht­schuß in die obere rechte Torecke. Krieger lenkt zur Ecke. Bei einem guten Vorstoße der Frankfurter lenkt Bretteville in günstiger Stellung den Ball aus. Eine Ecke für Frankfurt in der 29. Minute ist er« Bos. Klingler tritt dem Frankfurter Hüter einen aus der Hand, er geht ins Aus. Bretteville bleibt nach Zusammenprall mit Krebs am Boden liegen. Eine weitere Ecke für Frankfurt geht den Weg ihrer Vorgängerinnen. Beide Torwächter legen Proben ihres glänzenden Könnens ab. Hanau fällt durch schöne Flachkombination immer wieder auf, während Sportverein mit wuchtigen, weiten Vor­lagen aufwartet. In der 40. Minute gibt Pache eine zweste Vorlage zu Wandschmidt, dieser flankt gut oors Tor, R. Strehlle köpft, unter dem sich werfen­den Steinebach hindurch geht der Ball ins Netz. Das zweite Tor und damit die Entscheidung ist gefallen. Frankst. drängt, Hanau ist sichtlich deprimiert. Einen von Pache getretenen Strafstoß köpft Bretteoille knapp die Latte streifend überweg. 43. Minute, ein von Pache scharf getretener Strafstoß wird zur Ecke gelenkt, die Steinebach durch Fausten klärt. Da ganz kurz vor Schlußpfiff spielt sich die Hanauer rechte Seite schön durch, Krause gibt hoch aufs Tor, Krieger fängt und wird dabei regelrecht von Kling­ler ins Tor gedrückt. Strafstoß für Frankfurt, lautet die Entscheidung des Schiedsrichters. Noch ein paar Sekunden, dann ist Schluß des erbitterten, aber doch anständigen Spieles. Zur Gesamtbeurteilung des Spieles ist zu sagen, daß Hanau das technisch reifere Spiel vorführte, aber durch die Schwäche seiner Läuferreihe sich nicht endgütig durchzu- setzen vermochte. Der gefürchtete Endspurt der 93er blieb aus, zumal die Verteidigung das Aeußerste hergeben mußte, um der Frankfurter Angriffe Herr zu werden und die Stürmerreihe oft ohne Unter­stützung blieb. Bei Frankfurt war die Läuferreihe der das Spiel entscheidende Faktor. Eine eigentliche Schwäche konnte hier nur in den Außenstürmern festgestellt werden, während bei Hanau die Läufer­reihe fast ganz ausfiel. Bretteoille wurde sehr stark abgedeckt, zeigte aber doch gelegentlich Proben seines guten Könnens. Die beiden Strehlkes waren fleißige Arbeiter, ohne indes restlos überzeugen zu können. Der Läuferreihe ist nur ein Geiam'tlob auszuspre- t chen. In der Verteidigung lieferte Wallishauser ein großes Spiel, Reitz ergänzte ihn durch taktisch rich-

üaes Stellmrgsspiel gut. Krieger stellte voll und ganz sAnen Mann. Im Tore der Hanauer stand in Steinebach ein Meister. Krebs-Schlett war ein Boll­werk, das zu durchbrechen fast unmöglich war. $n der Läuferreihe machten sich verhängnisvolle Schwächen bemerkbar. Hoffmann ging jegliches Ge­fühl für Stellungsvermögen ab, Krieger war off machtlos gegenüber dem Jnnensturm der Frank­furter, Rothardt war noch der Beste von den Dreien. Dem Sturm gebührt ein Gesamtlob. Karl ist ein Führer, wie wir deren wenige im Mambezirk aus­zuweisen haben. Mit einer anderen Läuferreihe würde 93 eine ganz gefährliche Waffe in den End­spielen abgeben. Schiedsrichter Hermann bot eine ganz unzulängliche Leistung. Fehlentscheidungen waren bei ihm an der Tagesordnung. Zu einem solchen Spiele war es absolut nicht Der geeignete Mann, denn schließlich vermag ein bloßer Name nicht über all die Mängel in der Spielleitung hin­wegzutäuschen. Nach Beendigung des Kampfes herrschte große Begeisterung auf Seiten Bornheims, wähnten sie sich doch im sicheren Besitze der Meister­schaft. Aber noch eine starke Waffe hatten die 93et im Hintergrund, die Verhandlung in Karlsruhe. Und als der Zug in Hanau einlief, die Vereinsfohne auf dem Bahnsteige sichtbar wurde, ein brausendes Hipp, Hipp, Hurra einsetzte, wurde jedem klar, was dies zu bedeuten hatte. Das Schicksal der Born­heimer hatte sich erfüllt, die ausgleichende Gerechtig­keit hatte gesprochen. 93 war Meister. Eine riesige Menschenmenge umwogte den Platz am Westbahn­hof, schnell war ein Zug formiert, durch die Stadt zog der neue Meister, überall von freudigen Rufen begrüßt. Allen Tücken zum Trotze war das große Ziel dennoch erreicht. Jetzt gilt es zu beweisen, daß man auch in Ehren gegen große und größte Gegner bestehen kann, wir haben dies Zutrauen zu unseren 93ern und sie werden es jetzt beweisen können, was

in ging jegliches ®e< ellungsvermogen ab, Krieger war off gegenüber dem Jnnensturm der Frank-

in ihnen steckt.

Ostmainkreis.

Spv. Klein-StsinheimSport 60 Hanau 2:2

Rüla Kickers Aschaffenburg 2:0

VfB. GroßauheimSpvgg. Langenselbold 0:2 Germania NiederrodenbachViktoria Kohl 0:4 Fsp. DammHanau Viktoria 94 1:2 (Privatsp.).

xstmainkrcisl.ga

Tabellenstand am 31. Januar 1926.

Sp.

Viktoria 94 Hanau 14

Histona Rabl 14

Sport 1860 Hanau 15 ?pielvereiwgung Rüla 13

Spiel-Vgg. Langenselbold 14

Germania Niederrodenbacb 14

§p.-L. 1910 Kl.-Stemheim 15

K-ckers Aschaffenburg 16

F.-Sp.-V. Damm 13

L. f B. Grobaubeim 17

V'ktoria Erlenbach 15

gew. »n.

9 3

9 3

8 4

7 1

6 3

6 2

5 4

5 3

6

4 1

9 9

verl Tore Pi.

2 47:12 21

2 33:22 21

3 37:20 20

5 26:20 15

5 28:21 15

6 21:24 14

6 29.27 14

8 30:48 13, 7 23:29 12

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