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Montag den 1. Februar

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Lâles.

Hanau, 1. Februar.

Reichssleuern im Februar.

c Februar: Lohnabzug für die Zeit vom 21. 'bis 31. Januar. Keine Schonfrist.

U). (17.) Februar: Umsatzstouerooramneldung M) Umsatzsteuervorauszahlung der Monats- rahler für den Monat Januar. Schonfrist für Anmeldung und Zahlung bis 17. Fe­bruar.

10 (17.) Februar: Einkommen- und Körper- schaftssteuervorauszahlungen erfolgen nur noch vierteljährlich Daher am 10. (17.) Fe­bruar keine Zahlung.

15. Februar: Lohnabzug für die Zeit vom 1. bis 10. Februar. Keine Schonfrist.

15. (22.) Februar: Einkommensteuer-zahlung der Landwirtschaft. Es ist, da der Einkom- mensteuerüescheid für 1924=25 allgemein zu- gestellt ist, ein Viertel des im Veranlagungs- bescheid festgesetzten Betrages fällig.

15. (22.) Februar: Einkommensteuer- und Kör- Perschaftssteuervorauszahlung der Gewerbe­treibenden, die in der ersten Hälfte des Ka­lenderjahres 1925 abgeschlossen haben und iKiijer für die Herbstveranlagung in Betracht gekommen sind, sofern sie bis zum 15. Fe­bruar 1926 einen Veranlagungsbescheid er­halten haben. In diesem Falle Entrichtung eines Viertels des im Veranlagungsbescheid festgesetzen Betrages.

1$. (22.) Februar: Vermögenssteuerrate auf Grund des neuen Vermögenssteuergesetzes (§ 22). Die Vorauszahlungen sind auf Grund des Vermägenssteuerbescheides für 1924 zu leisten. Schonfrist eine Woche bis zum 22. Februar.

15. (22.) Februar: Erste Zinszahlung auf Grund des Aufbringungsgesetzes; gemäß Verordnung vom 12. Januar 1926 sind im Jahre 1926 3,75 vom Tausend des aufbrin- Mngspflichtigen Vermögens in zwei Raten, nämlich am 1-5. Februar und 1. Juni 1926, je zur Hälfte zu zahlen. Am 15. Februar sind also 3,75:2=1,875 vom Tausend des pflich­tigen Vermögens zu zahlen.

25. Februar: Lohnabzug für die Zeit vom 11. bis 20. Februar. Keine Schonfrist.

& Februar: Ablauf der Anmeldefrist für Alt- hesitz an Markanlechen des Reiches.

Ablauf der Frist für die Bekanntmachung des Ausgabetages der Obligationen im .Reichsanzeiger" und in den Gesellschafts­blättern (Art. 31 Abs. 4 der Durchführungs­verordnung zum Aufwertungsgesetz).

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Die Aufwerfung hinterlegter Mark­anleihen.

In der 3. Verordnung zur Ausführung des Gesetzes über die Mlösung öffentlicher An- Mn vom 19. Januar d. J. sind nähere Be­stimmungen über das Verfahren bei der. An- metong hinterlegter Markanleihen enthalten, teils einer allgemeinen Verfügung des preußi­schen Innenministers ist für die Durchführung dieser Verordnung mit dem Reichsbankdirek- iorium ein Verfahren vereinbart worden, über das folgendes mitzuteilen ist:

Die Vermittlungsstellen (Bankanstalten, Sparkassen usw.) leiten die Umtauschanträge der Antragsteller, denen die Hinterlegungs- isscheinigungen beigefügt sind, an die Reichs- dwkanstast, in deren Bezirk die Kasse ihren Atz hat und bei der die Anleihen hinterlegt imd. Die Reichsbankanstalten werden mittels Formularschreibens nach Eingang des An- irages die hinterlegten Anleihestücke von diesen

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Roman von Peter Prior.

Copyright by M. Feuchtwanger (Halle).

Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Hedwig hatte Zeit, stundenlang auf einer Mzbank im Wald zu sitzen, der sehr wenig von Spaziergängern besucht war. Ein eisiger Herbstwind tobte in ihrem Innern. Gerade die Kutter ... die so wenig vom Leben gehabt' Mte. . . Hedwig war auch nicht immer gut U ihr gewesen . . . Sie hätte ihr immer die ^rgen verscheuchen müssen . . . jetzt war es ^sbei mit allem Glück . . . Endlich erschienen Pllnen. Leise schluchzte das Mädchen in das ivschentuch hinein. Unaufhaltsam rannten die Panen. Die Welt war aus ihren Fugen ge- wn. Allmählich aber kam Ruhe in das Mos. Der Schmerz ward ruhig, groß, heilig, ffider auf Bilder rollten an dem Auge Hed- » vorüber. Stille Stunden, in denen die Wer glücklich gewesen war, sonnige Bilder us der Kinderzeit. Und als die Gedanken die ^rgangeriheit beiseite schoben und die Zu­luft herbeiholten, da schwelgte das Mädchen !' Opfern und Guttaten. Eine Mutter wollte Käthe sein. In das Herz des Vaters, den P Mutter bis zum Tod geliebt hatte, wollte 'c ^uhe bringen. Martin und sie . . . ein

Leben sollte beginnen, so, wie sich's Wter gedacht hatte. Und wieder weinte sie, U Mutter nicht teilnehmen konnte an ihrem Wl, weil sie ihr das Verlöbnis mit Martin schwiegen hatte. Die Erinnerung an die "endstunden bei Oberau mit Martin brad)= "von neuem Ruhe und Trost. Wenn Martin W gewesen wäre Hedwig durchschauerte J g? ^9nn wäre das Leben jetzt eine Qual . .

~ einem Vormittag wurde Frau Johanna Ln ^ommereck beerdigt. Einige von den Mün- ener Verwandten, die immer zurückhaltend

Stellen abrufen unter Beifügung des Teils A 1 des Antragsvordrucks für den Umtausch von Markanleihen des Reiches in Lie Anleihe­ablösungsschuld, des Hinterlegungsscheins und einer Erklärung des Einverständnisses des An­tragstellers. Die Hinterlegungskasse sendet hier­auf Teil A 1 des Antragsvordruckes nebst Hinterlegungsschein und den hinterlegten Stücken der Mavkanleihen des Reichs sowie mit Zins- und Erneuerungsscheinen, die mit einem Stempelaufdruck versehen werden, an die anfordernde Reichsbankanstalt. Die Aus- Händigung der Anleiheablösungsschuld und der Äuslosungsscheine erfolgt durch die Reichs- bankanstalten an die Hinterlegungskassen. Die Erklärung des Antragstellers über sein Ein­verständnis mit der Aushändigung der An­leihen an die Reichsbank bleibt bei der Hin­terlegungskasse, die nicht außer acht lassen darf, daß es zur Herausgabe der alten und zur Ver­einnahmung der neuen Stücke einer Anweisung der Hinterlegungsstelle bedarf.

Stan- -er ErwerbsloftgkeN in Kessen, Lessen-Nassau und Wal-eck.

Das Landesamt für Arbeitsvermittlung in Frankfurt a. Main schreibt uns:

In der ersten Januarhälfte ist die Zahl der durch die Erwerbslosenfürsorge unterstützten Personen (HauptunterstützungsempfLngor> nicht so stark gestiegen, als in der vorher­gehenden Zählperiode (15. 12. 19251. 1. 1926). In Hessen, Hessen-Nassau und Waldeck waren am 15. Januar vorhanden: 121433 Hauptunterstützungsempfänger (am 1. Januar 104163). Die Steigerung beträgt 16,6 Prozent gegen rund 42 Prozent in der zweiten Dezem­berhälfte. Die Zahl der Zuschlagsempfänger (mitunterstützte Familienangehörige) stieg in derselben Zeit von 131232 auf 153 041. Auf die einzelnen Bezirke verteilen sich die Zahlen nach dem Stande vom 15. Januar wie folgt:

Hauptunterstützungs- Zuschlags- empfänger empfanget männl, weilst. zus.

Rg.-Bz. Cassel 25 319 1479 26 798 41969 Wiesbaden 33 913 4638 38 551 43 437 Bezirk Wetzlar 2 299 33 2 332 4 007 Freist. Hessen 46 504 6480 52 984 62 367

Waldeck 746 22 768 1261

Zusammen 108 781 12652 121433 153 041

Mit Notstandsarbeiten, die aus Mitteln der Erwerbslosenfürsorge gefördert oder für die Zuschüsse in Form von Darlehen gewährt wur­den, waren insgesamt 3590 Erwerbslose am

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der Erfolg nicht ausbleiben soll.

Ausschlaggebend ist ferner, daß die Anzeige in einem aus­gesprochenen Anzeigenblatt erscheint. Und dieses Anzeigen­blatt im gesamten südlichen Kurhessen ist nur der Hanauer Anzeiger. Darum müssen auch Sie ihn mit Ihrer Reklame belegen.

gewesen waren mit Frau Johanna, waren an­wesend und drückten den beiden Töchtern die Hand, fest und lange, aber doch so fremd, als ständen sie vor Menschen, mit denen sie nicht das Geringste verband.

Hunderte von Blumen- und Kranzspenden, Berge von Briefen und Telegrammen liefen im Hotel ein. Dem Intendanten entging kein Kärtchen. Er las mit Befriedigung die Briefe, sah mit Stolz auf die Blumen, schwelgte in den Telegrammen, als nähme er neue Huldigungen entgegen.

Noch am Tage der Beerdigung kam ein Brief von Martin cm Hedwig. Hedwig zitterte, als sie Martins Handschrift erkannte. Sie konnte das Schreiben nicht vor den Augen des Vaters lesen und steckte es in die Tasche. Erst später las sie es in ihrem Zimmer. Martin wußte noch nichts von dem Tode der Mutter. Er schrieb aus Berlin, daß das gnädige Fräulein sich wohl wundere, daß er sich für den Berus des Geistlichen nicht eigene. Er habe darum das Mönchsgewand abgelegt und studiere jetzt in Berlin Philosophie. Es würde ihm eine große Freude sein, wenn er Hedwig hin und wieder schreiben dürfe, er hoffe auch, gelegentlich Antwort zu bekommen. Er erwarte, daß er Hedwig bald wieder einmal sehen werde, sei es im Gebirge während der Ferien oder in Berlin, wohin Hedwig doch auch einmal kommen solle.

Hedwig war wie vor den Kopf geschlagen. Das war der Brief ihres Bräutigams! Bon diesem Mann hatte sie sich küssen lassen! Bon diesem Manne hatte sie gehofft, geheiratet zu werden. Sie las den Brief zwei-, dreimal, aber sie fand keine Stelle, aus der sie Trost fdjöpfen konnte.

Am nächsten Diorgen aber erschien ihr das Schreiben viel weniger hoffnungslos. Vielleicht hat er nur mit Rücksicht auf mich so fremd ge­schrieben, sagte sie sich. Es ist doch sehr wohl möglich, daß er denkt, ich betrachte midi nicht

15. Januar 1926 beschäftigt, die in den obigen Zahlen nicht mitentholtxn sind.

Wichlige Tagung für das Luth. Ginigungswerk.

Die, die Allgem. ev. luth. Konferenz leitende sog. Engere Konferenz hielt am 18. und 19. Januar in Marburg in Hessen eine winterliche Tagung ab. Ueber 40 Teilnehmer hatten sich eingefunden, darunter auch der 1. Vize-Vor­sitzende, Bischof D. th. Danell aus Skara in Schweden. Unter Leitung des Landesbischof D. th. Jhmels aus Dresden wurden bedeut­same Aufgaben und Fragen eingehend behan- delt, so vor allem nochmals die Stellung des Luth. Einigungswerkes gegenüber dem Stock­holmer Weltkonzil, gegenüber den Gemein­schaften sowie der von diesen geübten Laien­predigt. Aber besonders verdient es hervor­gehoben zu werden, daß die Eng. Konf. an beiden Tagen auch der dortigen Gemeinde zu dienen suchte. 3n der durch die Geschichte wie durch die edle Frühgotik ausgezeichnete Elisa- bethkirche fand am Montag abend eine stark besuchte Vesper statt, in der v. Laible aus Leip­zig in kurzer Ansprache meisterhaft die Stelle 2. Mose 14, 15 f. auslegte. Und am Dienstag abend sprach auf einem Familienabend im dichtbesetzten Vereinshaussaal zunächst Bischof D. Donell in ausgezeichnetem Deutsch über die kirchlichen Verhältnisse in Schweden, während an zweiter Stelle Landesbischof D. Jhmels vor der gespannt hörenden Versammlung er­läuterte, warum wir überhaupt das Luth. Einigungswerk so ernstlich betreiben. Daß es sich nicht um einen äußeren Zusammenschluß allein handelt, sondern vor allem um ein in­neres Sich-Vertiefen in der luth. Heilsgewiß­heit, also um einen seelsorgerlichen Dienst, der dem religiösen Bedarf des Geschlechts unserer Tage entgegenkommen will, das wurde in ge­radezu ergreifender Weise dargelegt. Mit gro­ßer Befriedigung darf aber auch auf die Ar­beitssitzungen und Debatten zurückgeblickt wer­den. Der brüderliche Ton, in dem auch Mei­nungsverschiedenheiten behandelt und erklärt wurden, legte dafür ein glänzendes Zeugnis ab, daß Zwiespalt und Widerspruch, die früher manchen Schaden in der luth. Kirche angerichtet haben, nun wirklich hinter der Tat­sache zurücktreten, daß ein gesundes Sich-Ver- stehen und Sich-Verständigen erzielt ist, daß der Zusammenschluß der Lutheraner ein kir­chengeschichtliches Ereignis ist, das je länger je mehr auch der Gemeinde zum Segen gereichen muß. Für die Gestaltung des kirchlichenLebens wie für die Hebung eines christlichen Volks-

als seine Braut. Jedenfalls denkt er an mich; fernst hätter er mir überhaupt nicht geschrieben.

Hedwig und Käthe machten noch Morgen­toilette, als ihnen das ZimmermLähen eine Visitenkarte brachte: Peter Fastenhamm, Mün­chen. Das war Frau von Sommerecks ältester Bruder, der der Familie des Intendanten, so­weit sich die Mädchen zurück erinnern konnten, äußerst kühl gegenübergestanden war. Die Mädchen vollendeten ihre Toilette und stellten dabei alle erdenklichen Erwägungen an, wa­rum der Onkel gekommen sein könne. Das Wahrscheinlichste waren Erbschaftsangelegen- heiten.

Als sie das Zimmer betraten, das ihnen als Empfangsraum diente, erhob sich Onkel Peter vom Stich! und streckte ihnen lächelnd die Hand entgegen. Mit herabgezogenen Mund­winkeln saß der Vater, der sich mit seinem Schwager bis zum Eintritt der Töchter unter- haüen hatte, daneben. Onkel Peter hielt sib nur kurz bei den einleitenden Worten auf. Dann erklärte er, er komme als der älteste Bruder der Mutter, in der Hoffnung, bei der Beratung über die Zukunft bei Mädchen feine Hilfe an­bieten zu dürfen.

Hedwig und Käthe wußten nicht, was sie erwidern sollten. Professor Sommereck aber nahm die Worte Peters als eine Einmischung in seine Privatverhältnisse auf und erwiderte scharf, er habe sich noch nicht überlegt, wo er mit seinen Töchtern die nächste Zeit verbrin­gen werde, auch sei sein Schmerz noch zu groß, als daß er einen ruhigen Gedanken fassen könne.

Der Onkel antwortete sehr ruhig:Hm, ich dachte mir das schon. Und ich möchte deshalb meinen Nichten den Vorschlag machen, die nächsten Monate bei mir in München zu ver­bringen. Meine Frau würde sich darüber ebenso freuen wie ich, meine Kinder selbstver­ständlich ebenso. Ich denke, daß ihr fürs

lebens überhaupt von ungeheurer Bedeutung! Dieses erfreulicheVorwärts" bietet einen nicht hoch genug einzuschätzenden Lichtblick im Dun­kel der Gegenwart.

* Deilragspflicht zur Errverbslofeufürfoege der Angestellten. Im amtlichen Teil der vor­liegenden Nummer befindet sich eine Bekannt- machung des hiesigen Arbeitsamtes, ans die wir besonders aufmerksam machen.

* Die Reichsindexziffer für die Lebenshal­tungskosten im Januar. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten ist nach den Fest­stellungen des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats Januar mit 139,8 gegenüber dem Vormonat (141,2) um 1 vom Hundert zurückgegangen. Die Ernährungs­kosten allein haben sich trotz wetteren An­ziehens der Preise für Gemüse und auch Kar­toffeln infolge des vor allem in der ersten Januarhälfte starken Sinkens der Preise für Milch und Milcherzeugnisse und auch des Rückganges der Eierpreise um 2,1 vom Hun­dert ermäßigt. Die Wohnungsmiete hat im Januar gegenüber Dezember 1925 im Reichs­durchschnitt um 2 vom Hundert angezogen.

* Aufhebung des deutsch-holländischen Sichtvermerks. Zwischen der deutschen und der niederländischen Regierung ist die gegenwär­tige Aufhebung des Sichtzwangsvermerks mit Wirkung vom 1. Februar 1926 ab vereinbart worden. Von diesem Zeitpunkte an t Sintert Reichsangehörige die Niederlande und nieder­ländische Staatsangehörige das Reichsgebiet über die amtlich zugelasienev Grenzübergangs­stellen jederzeit lediglich aufgrund eines gül­tigen Heimatpasses ohne Sichtvermerk betrete« und verlassen. Für Kinder unter 15 Jahren genügt an Stelle eines Passes ein amtlicher Ausweis über Name, Alter, Staatsangehörig­keit, Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt. Der Kinderausweis muß bei Kindern über gebn Jahren mit einem Lichtbild versehen sein. 3m kleinen Grenzverkehr mit den Niederlanden sind weitere Paßerleichterungen vorgesehen. Diese treten am 1. März 1926 in Kraft.

* Seine X. Provinzial-Vcrbands-Somochen- und Pelzschau veranstaltete am Samstag und Sonntag der KaninchenzuchtvereinDcÄs- wohl". Im ehemaligen Marstall des Stadi- schloffes waren die Tiere untergebracht. Aus­gesuchtes Material, dem man sorgfältigste Pflege ansah, wurde gezeigt. Derschledenfst Arten, darunter schwierige Zückstungen, waren vertreten. Welche Bedeutung die Kaninch«- zucht heute genommen hat, bewies die ange- gliederts Pelzschau, dort sah man, wie die Felle der Tiere Verwendung fanden. Seal-Kanin, Angora-Felle, Hermelin und noch andere Ar­ten waren von den Züchtern zusammengestelv. Auch Lederprodukte (Handschuhe, Börsen, Stiefel) aus Kaninchenleder zeigten die gute Verwendbarkeit der Felle. Die Firma C. W. Aumann hatte eine sehr geschmackvolle Aus­stellung von Fertigwaren zusammengestellt. Alle Pelze stammten von Kaninfellen, waren scheiden vermag. Die Ausstellung fand bei den zahlreichen Besuchern viel Anklang und dürfte aufs neue die Wichtigkeit der Kaninchenzucht bewiesen haben.

* Freie Heirat für Schutzleute. Die Heirats­ordnung für die frühere Sicherheitspolizei ist nach einer amtlichen Veröffentlichung auf­gehoben. Die Beamten der Schutzpolizei brau­chen die Unterlagen nicht mehr vorzulegen, bre bisher vorgeschrieben waren, wenn sie heiraten wollten.

* Theatergemeinde B. v. B. Die Mitglieder werden auf die heutige Bekanntmachung auf­merksam gemacht.

HesaeeKssageeemegegweg

Erste nicht wieder nach Oberammergau gehe» wollt." -W^

Der Intendant sah seinen Schwager miß­trauisch von der Seite an. Dahinter mußte etwas stecken; er sah jedoch nichts Bestimmtes. Köche blickte ziemlich verlegen zu Baden, als sie erwiderte:Ich weiß nicht, ob das geht. Ich meine... Und wir können doch Vater nicht allein lassen, und wollen es auch nicht."

Peter Fastenhamm ließ das Formelle fallen, stand auf und ging einige Schritte gegen das Fenster, durch das heller Sonnenschein fiel. Ich hätte diesen Vorschlag selbstverständlich nicht gemacht, werm ich dieser Tage nicht in der Zeitung gelesen hätte, daß an" dich, lieber Schwager, der Ruf ergangen fei, die deutsche Meistertournee zu organisieren. Ich dachte mir, daß du nicht widerstehen könntest. Der ehren­volle Antrag..."

Aus Professor Sommerecks Augen leuchtete die Freude über die Ehre; andererseits war ihm das Thema peinlich. Er selbst hatte dir Nottz in die Zeitung tangiert und konnte sich denken, daß Hedwig und Käthe das erraten würden. Hedwig 'saß mit roter Glut über­gossen auf ihrem Stuhl. Sie schämte sich des Vaters und wußte nicht, was sie sagen sollte. Käthe aber schaute mit blitzenden Augen auf den Intendanten und fragte scharf:Davon hast du uns ja gar nichts gesagt:-"'

Der Intendant erwiderte:Ick) wußte selbst erst seit gestern davon und es ist noch sehr fraglich, ob ich mich dazu eittschließen kann, die schwierige und verantwortungsvolle Ausgabe auf mich zu nehmen."

Wir wollen dir nickst im Wege sein", sagte Käthe und wippte mit dem Fuß.

Ich dachte mir auch", nahm Peter Fasten- Hamm das Wort,daß euer Vater den Anroax nicht ablehnen werde. Es handelt sich dock immerhin um eine Sache, auf die ganz Deutsch land blickt."

Tja", der Snbenbmit machte eine große Geste,daraus mache ich mir ia nun nicht viel-