201. Iahrqany.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn, und Feiertage. / F-'-nsprech-Anschlutz Nr 1287 und 1238
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Nr. 14 Montag den 18. Januar 1926
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Das Neueste.
— Dr. Stresemann sprach gestern inMünchen über Deutschlands Arbeit zum Wiederaufstieg.
—Gestern traf der deutsche Kreuzer „Berlin" im Hafen von Buenos Aires ein.
— In der italienischen Kammer kam es zu Ausschreitungen faschistischer Abgeordneter.
— Das amerikanische Repräsentantenhaus nahm die Kriegsschuldenabkommen ir.it Rumänien, Estland, Lettland und der Tschechoslowakei an.
— In Paris kam es gestern anläßlich einer Kundgebung der staaatlichen und städtischen Beamten, Angestellten und Arbeiter zu Zusammenstößen mit der Polizei.
Der 18. Januar.
Jeder große nationale Gedenktag zwingt zu einem Rückblick und verpflichtet zu einer Nachprüfung des Erstrebten und des Gewordenen und damit zu einem Vergleich zwischen dem nationalen Soll und Haben eines Volkes. So erst recht der 18. Januar das deutsche Volk. An jenem denkwürdigen Reichsgründungstage in Versailles wurde für das junge Deutschland ein neues Haupt- und Lebensbuch aufgelegt. Groß und verheißungsvoll waren darin Die Sollkonten. Sie umfaßten das gesamte Hoffen des idealistischen Deutschlands auf innere und äußere Lebensentfaltung. Und das mit Recht! Denn sie gründeten sich auf all das starke Können auf allen Lebensgebieten. Außenpolitisch füllte sich auch das Habenkonto stetig mit nationalen Werten. Solange die erfolgreiche politische Arbeit in den Händen seines großen und bewährten i, ^wffrni Kanzlers Bismarck lag. Unter ihm er-
Machtgeltung, die ihm seiner großen wirtschaftlichen und politischen Tüchtigkeit nach zukam. Jeder weitere 18. Januar wurde damals zu einem nationalen Erntetag. Vis nach dem leidvollen Abgang Bismarcks dann auch hier das wirkliche außenpolitische Haben hinter dem politischen Soll immer mehr zurückblieb und zuletzt, nach der allmählichen politischen Einkreisung und dem daraus entstehenden Krieg mit dem Gewaltfrieden von Versailles dieses früher so glanzvolle Konto ganz leer blieb. Deutschlands außenpolitischer Einfuß war damit zunächst ausgeschaltet. Vielleicht hatte der rrste Kanzler selbst in seinem egenen Kraft- dewußtsein bei einer einzigartigen Arbeits- ièistung die ganze Außenarbeit zu sehr auf seine Person eingestellt und es unterlassen, einen selbständigen bewußt verantwortlichen Nachwuchs heranzuziehen. Vor allem aber war nicht erreicht worden, daß das deutsche Volk selbst in seiner Gesamtheit Träger des deutschen Gedankens wurde und damit durchdrungen von jenem Einheitswillen zur nationalen Selbstbehauptung, ohne den eine Natiork sich auf die Dauer nicht behaupten kann. Denn: um in einem feiner Bilder zu bleiben: Ein Volk muß, um reiten zu können, auch reiten gelernt haben. Gewiß zeigte das nationale Leben des deutschen Volkes auch nach Bismarcks Entlassung noch glanzvolle Höhepunkte, aber es war viel Selbsttäuschung dabei und Rausch- Stimmung, aus der heraus sie gefeiert wurden. Kein seelisches Erleben des Gesamtvolkes, das wir da ist, wo Eigenleben und Volksleben in= Erlich verquickt sind, wo nationale Ausgestaltung des politischen Lebens von dem einheitlich Angestellten Volksbewußtscin getragen wird und nicht von einzelnen Führern.
Auch das wirtschaftliche Haben- konto füllte sich rasch mit Werten aus in einem Ausmaße, wie es noch kein Volk bis dahin erlebt hatte. Für deutschen Unternehmungs- gesit gab es kein Hindernis und keine Hem- Wungen. Deutschland erlebte in Kürze eine Wirtschaftliche Welteroberung ohnegleichen. Aber gerade dieser wirtschaftliche Aufschwung höhlte die deutsche Seele aus. Die hohen kultu- rellen Ideale, die zur deutschen Reichseinheit führten und die das gesamte nationale Leben Wit all feinen Auswirkungen vom Gesamtvolkc Betragen wissen wollten, blieben unerfüllt. Die überstürzende materielle Entwicklung hob Nur einzelne Führer auf Teilgebieten heraus, fUfuf aber im Gegensatz dazu die Masse, die nun, aller Ideale "bar, ' sich von ihrem Trieb- wben leiten und bestimmen ließ, die sich dann urrmer mehr von eben dieser Wirtschaft als ^rteschaffender Teil innerlich losläste und sich ui Gegensatz zu den Wirtschaftsträgern selbst Uiilltc und so den unseligen Kampf zwischen ubeitgeber und Arbeitnehmer heraufbeschrkkor, seinen großen Teil der Volkskraft lahmlegte uns so an feinem Teil mit dazu beitrug, daß
Dr. Luthers Sabine#
Berlin, 16. Jan. Einer Information des Nachrichtenbüros des Vereins Deutscher Zeitungsverleger aus parlamentarischen Kreisen zufolge wurde in der achten Abendstunde im Reichstag folgende Mimslerliste für das kommende Reichskabinett als wahrscheinlich genannt:
Reichskanzler Dr. Luther, Reichsaußenminisier Dr. Stresemann (D. Vpk.),
Reichsminister des Innern Dr. K o ch (Dem.). Reichsmirkschasisminisier Bürgers- Köln (Zentrum).
Reichsfinanzminister Reinhold (Dem.), Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Hepp (D. Vpt.), Reichsjustizminister und M visier für die be- fehlen Gebiete Dr. M a r x (Zentr.), Reichspoftminister Stingl (Bayer. vpt.), Reichswehrmimsier Geßler (Dem.).
Die Bayerische Vokksparlei Hal vorläufig dieser Ministerliste noch nicht zugesiimmt. Ihrs endgültige Entscheidung wird sie in einer Fraktionssihung am Monkaqnachmstkag treffen.
Berlin, 17. Ian. Wie das Nachrichtenbüro des Vereins Deutscher Zeikungsverleger erfährt. Hat der Re chskanzler Dr. Luther heute vormittag 10 Uhr dem Reichspräsidenten über den Stand der Kabinettsbildung berichtet. Für Montag nachmittag 6 Ahr ist eine neue Be- svrechung Dr. Luthers mit den Fraftionsvor- sitzenden vere nbark, in der die Frakt onsbe- fchlüsfe mifgefeilt und die Zustimmungen zu der Ministerlifl? formell erteilt werden sollen.
'nter
der neuen Reichsm'nister vollziehen zu lassen. Me wir weiter hören, ist vorgesehen, daß die erste Sitzung des neuen Kabinetts in b»r die Reg'erunaserklârung beraten werden soll, am Meneng stattfindsk. Am M'kkwoch soll die Vorstellung der neuen Regierung im Reichstage erfolgen. Der für das Reickswirllchaf^s. Ministerium vorgesehene Direktor des Schaaff- hauienschen Vankvere'ns in Köln. Gehe'mrat Bürgers ist abends tu emet versönstchen Aussprache mit Dr. Luther nach Berlin berufen worden.
Spie el der Dresse.
Berlin 17. Jan. Während die demokratische Presse, so weit sie sich äußert, trotz mancher Bedenken gegen einzelne Persönlichkeiten der neuen Regierung das Gesamtergebnis günstig beurteilt/ und die Zentrumspresfe ' den übereifrigen Kritiker, rät, erst einmal die Politik des neuen Kabinetts abzuwarten, spricht sich die Rechtspresse ziemlich ablehnend
Deutschland im Weltkriege seine Widerstands
kraft verlor und schließlich auch zur wirtschaftlichen Beute seiner Feinde wurde.
Die Schuld ist beiderseitig. Es fehlte hüben und drüben das Verständnis für das seelische Volksproblem, es fehlte die Einsicht, daß wirklicher sozialer Ausgleich nicht en Kompromiß über Lohn- und Arbeitsfragen ist, oder durch einzelne gesetzgeberisch soziale Maßnahmen
erreicht wird: sondern Gesinnungseinstellung und Lebensausgestaltung ist, die nur bei einer!
allseitigen Einordnung und Unterordnung, unter höher zwingende" Jdealz'ele zu erreichen sind. So trat das Schlimmste ein, was für ein Volk eintreten konnte, die Loslösung von seiner Seele. Im deutschen Volksleben fehlte die Auswirkung jenes Leitmotivs, das jedem Hauptbuchs vorsteht: Mit Gott! Der wirtschaftliche Reichtum einerseits und der wirtschaftliche Kampf andererseits erzeugte dann den seelenlosen Materialismus als Lebensinhalt, in dem heute das Volk zu versinken droht. Und das ist das Ende! Denn losgelöst von seinem Gottesglauben, ist ein Volè den Instinkten preisgegeben, wird dann auch losgelöst von der Verantwortung für das Ganze,"losgelöst von seiner großen Weltmission, seinen seelischen Anlagen und fe uer sittlichen Begabung gemäß zum Kultursalz der Erde zu werden. So verliert das deutsche Volk mit dem zureichenden Grund für seine Ideale geistiger 2lrt auch feinen Daseinszweck und feine Dase'nsberechtigung- Ein trauriges Lebenshaben für ein so hochbegabtes Volk wie das deutsche an feinem größten nationalen Ehrentage.
Und doch darf das deutsche Volk nicht dem Pessimismus verfallen. Pessimismus ist Tod! Das deutsche Volk aber soll leben und muß
aus. Die „K r e u z z e i t u n g" schreibt, daß das in Umrissen sich zeigende neue Ministerium eines der „verkappten Großen Koalition" sei und kündigt ihm allerschärfste Opposition an. Der „L o k a l a n z e i g e r" schreibt: „Ein Kabinett, wie das angeblich geplante, würde nun aber beweisen, daß Dr. Luther auch in innerpolitischer Hinsicht nunmehr keinen Anschluß mehr nach rechts, sondern nur noch einen solchen nach links sucht. Dr. Luther wird es mit sich ausmachen müssen, ob diese Linksorien- tierung den Preis wert ist, den die Sozialdemokratie auf wirtschaftlichem Gebiet fordern wird. Wenn er den Herren Koch und Marx Ministersessel in seinem Kabinett gibt und ihnen so wichtige Portefeuilles anvertraut, dann schafft er damit selbst die letzten Gründe aus der Welt, durch die sich die Deutschnationale Volkspartei vielleicht gezwungen gesehen hätte, dem Kabinett mit einer gewissen Schonung gegenüberzutreten." — Der „Vorwärts" umreißt die Haltung der Sozialdemokraten gegenüber dem Kabinett Luther in folgenden Sätzen: „Wer in dieser Regierung die Führung hat, wird sich sehr bald Herausstellen. In der auswärtigen Politik muß ihre erste Aufgabe sein, den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund schleunigst herbeizusühren In den Fragen der Finanz- und Wirtschaftspolitik steht sie vor nicht leichten Aufgaben. Die Sozialdemokratie hat ihre Forderungen auf diesem Gebiete in ihrem Programmem- wurf für die Verhandlungen über die Große Koalition umriffen. Ihre Forderungen waren
wird sie sehr bald in einen Konflikt mit der Sozialdemokratie geraten. Dasselbe gilt für die Erledigung der F ü r st e n a b f i n d u n g.
Die neue Regierung wird im Parlament keinen leichten Stand haben. Sie ist eine Minderheitsregierung, sie muß sich ihre Mehrheit im Parlament suchen. Sie muß zu diesem Zweck Klarheit über ihren Kurs schaffen. Ob die Aenderung der Zusammensetzung der Regierung gegenüber der ersten Regierung Luther eme dauernde, entschiedene Abkehr rom Rechtskurs bedeutet, muß sich herausstellen. Sollte die Regierung, in der die Herren Koch, Marx und Rsmbold d's deutfchnaticnalsn Minister ersetzt haben, sich trotzdem nach rechts orientieren wollen so würde sie sehr bald eine neue enticheidenÄs Situation herbeiführen, in der die Sozialdemokratie vor neuen Ent- f (bluffen stehen würde." — Die „Rote Fahne" deklamiert von einem Kabinett der .ausgesprochenen und geheimen Monarchistenhetze".
leben. Noch gehört seinem Lebenssoll die Zukunft. An ihm selbst liegt es, ob sie wirklich die seine wird. Noch leben in seiner Seele unter der Schlacke der Gegenwart die altbewährten Kräfte deutschen Volkstums, die es zu seiner Höhe gebracht, die den 18. Januar von 1871 herbeigeführt haben; Kräfte, die nicht gebunden sind an Stand und Beruf, an Reichtum und Ansehen, die ©emengut des gesamten deutschen Volks sind: Jene besinnliche Art, die I die Natur beseelt und die Arbeit mit ersichtlichem Gehalte erfüllt, jene innere Hingabe an Amt und Beruf und Arbeit, die im deutschen Pflicht- und Verantwortungsgefühl ihre schönsten Auswirkungen findet; jene seelische Verpflichtung gegen Um- und Mitwelt, die in dem tiefen Verständnis für alles Soziale solch erhabenen Ausdruck sucht. Diese Dolkswerte gilt es in unserem Volke wieder zu beleben und in der Jugend neu zu wecken oder zu stärken. Sic sind unseres Volkes unveräußerliches Nationalgut. das uns kein Feind nehmen kann und das umso größer wird, je mehr der einzelne es sich zu eigen macht.
Doch das ist Erfordernis: Das eigene Bedürfnis muß eingestellt werden auf das Volksbedürfnis. Der Eigenwille aufgehen im Volksmillen, der Egoismus seine Schranke und Ueberwindung finden im Wohle der Gesamtheit. Ems muß sich wissen der Einzelne mit seinem Volke in einem starken nationalen Be-
Hauptungswillen, der erst dem Leben wahren Inhalt und rechte Zielrichtung gibt, der das große nationale Lebenssoll nun auch zum reichen nationalen Lebenshaben macht.
Möge der 18. Januar mit feiner starken nationalen Verpflichtung dem deutschen Volke in diesem Sinne ein deutscher Erzieher werden.
Erne Reichsgründungsrede Slreje- manns.
München, 17. Jan. Reichsaußenminister Dr. Stresemann sprach heute in München im Rahmen einer von der Deutschen Volkspartei veranstalteten Reichsgründungs- feier. Unter Bezugnahme auf die Ausführungen des bayerischen Staatsrats Dr. Schmelzle, der Bismarcks Klugheit in der Behandlung der Bundesstaaten gerühmt hatte, sagte der Reichsaußenminister, Bismarcks Ausspruch: „An einem zufriedenen Bayern und Sachsen liegt mir mehr als an hundert Paragraphen!" gelte auch für die Gegenwart. Nur solle man auch daran denken, daß dicse Zufriedenheit ebenfalls nicht durch Paragraphen allein zu erreichen sei, sondern aus jenem Gefühl der Zusammengehörigkeit des Reiches und der in ihm vereinigten deutschen Stämme, was uns als wichtigstes Aktivum aus dem verlorenen Kriege geblieben sei. Die Aufgabe der Gegenwart sei, in Deutschland das Instrument von Staat und Volk in der Einheit zu erhalten, um es für die Erreichung einer besseren deutschen Zukunft einsetzen zu können «Dazu gehört eine einheitliche nationale Politik. Wer die nationale Einheit wolle, dürfe nicht zwei Deutschland formen, von denen das eins dem anderen das nationale Empfmden absprcche.
In seinen weiteren Ausführungen gab Reichsaußenminister Dr. Stresemann eine Darlegung der
Grundgedanken, die zum Dawes-Abkommen und zu Locarno geführt
hätten. Wer heute die Arbeitslosigkeit, das Elend und die Kreditnot auf das Dawes-Gutachten zurückführe, fälsche bewußt oder unbewußt die geschichtliche Entwicklung. Wenn die rühere WWr der von Deutschland erzwm
wäre, hatten Mr wahrscheinlich diesen
' überhaupt nicht überstanden. Ohne das Dawes- Abkommen wäre die deutsche Währung nicht zu halten gewesen. Weder das Da'wes- Abkommen noch Locarno seien endgültige Lösungen für alle Zeiten, : aber sie seien wichtige Etappen auf dem Wege zu einem Frieden. Der Pessimismus, der
1 unsere Lage als unverbesierbar ansieht, sei, ; gemessen an der Entwicklung der letzten Jahre, : ungerechtfertigt und im übrigen auch geeignet, ■ UNS im Auslande zu schaden, anstatt zu nutzen.
Der wankende Glaube an die endgültige Lösung der Reparationsfrage durch das Dawes-Abkommen sei im übrgen im Auslanda stärker verbreitet als im Inland. Ob Locarno für dis weitere Entwicklung des Verhältnisses Deutschlands zu den anderen Staaten die Vorteile bringe, die davon erwartet werden, könne in dieser Stunde von niemand gesagt werden. Die Räumung der nördlichen Rheinlandzone solle man nicht nur vom Standpunkt der dadurch geschaffenen Erleichterungen für diesen Teil des besetzten Gebietes, sondern auch vom geschichtlichen Gesichtsvunkt der damit erfolgten Erschütterung und Wendung der einst von Foch und Clemenceau betriebenen Rheinlandpolitik würdigen. Man forme wohl betonen, daß die Aufhebung des Deleaiertensystems und die damit in Aussicht gestellte weitgehende Verminderung der Gendarmerie und viele andere Erleichterungen anerkennenswert seien, wie auf der anderen Seite die deutsche Regierung keinen Zweitel darüber lassen könne, daß sie eine Lösung der Frage der Stärke der Besatzungstruppen in der vom „Daily Telearaph" angegebenen Stärke nicht annehmen könne.
Der Reichsaußenminister beze-chnete dann das Eintreten Deutschlands für die deutschen Mmderheiten in Europa als eine Pflicht des Deutschen Reiches.
„Wir werden", so schloß Dr. Stresemann, weiter kämnfen müssen, Tao für Tag und Schritt für Schritt. Aber ein Recht, diese Politik tu kritisieren, hat mir der, der andere W-ge zu w-'ien vermag. W-r das nicht kann, aber iede Aktivstat föhmt, würde unsere Außenpolitik zu pner passiven tGanloswkeit verurteilen, wie sie Bismarck mst Recht als untragbar für »in °»nh in D-ntichlgnÄs Lime schon zu Seiten erklärte, da diese Laos eine bessere gewesen ist als die, in der mir leben."
Das Komorom'tz in der Frage der
MirsteNadfindunn.
Die Verständigung im Rechtsausschuß de» Reichstages über einen gerechten Ausgleich zwischen bat Ländern und den fürstlichen Vermögensansprüchen hat jetzt ziemlich feste Gestalt gewonnen. Sie geht so vor sich, daß die